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Tektonik Dizzy Amerikana

Im heutigen Biertest gibt es ein Bier das einige vermutlich aus dem Regal des Discounters Lidl kennen. Das Dizzy Amerikana, war dabei zu haben, als Lidl verschiedene Craftbiere aus der ganzen Welt im Angebot hatte. Gebraut wird das Bier von der slowenischen Brauerei Tektonik die in der Hauptstadt Ljubljana beheimatet ist. Das Dizzy Amerikana ist dabei ein klassisches West Coast IPA mit einem Alkoholgehalt beträgt 6,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein fruchtiges Aroma mit Litschi und Maracuja in der Nase. So wirkt es auch wenig exotisch.

Zum Geschmack: Man hat ein sehr bitteres Bier, das im Abgang ganz leicht süßliche Noten hat, bei dem aber insgesamt doch die Hopfenbittere überwiegt. Es ist jetzt aber nicht so eine Bittere die am Gaumen hängt, sondern eine aromatische Bittere. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es so, das man während des Trinkens ein leichte Hopfenbittere hat, die am Gaumen kitzelt. Im Nachgang bleibt aber eher eine Süße, auch mit den im Geruch angesprochenen fruchtigen Noten.

Zum Fazit. Ich finde es ein überraschend gutes und fruchtiges Bier und hätte nicht gedacht so etwas bei Lidl zu finden. Es ist sicherlich keine Aromenbombe und wahnsinnig komplex, aber für ein IPA weit mehr als solide. Daher gibt es hier auch 4 Sterne.

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ABK Belli Bock

Im heutigen zweiten Biertest gibt es ein Bier, bei dem ich mich zunächst einmal bei einm Kumpel bedanken muss, der mir dieses Bier mitgebracht hat, welches in einer Mixbox aus hellen Böcken enthalten war. Es handelt sich hierbei um den Belli Bock von der Aktienbrauerei aus Kaufbeuren. Die Wurzeln der Brauerei reichen angeblich bis ins Jahre 1308 zurück, als sie zum ersten Mal erwähnt wurde. Obwohl die Brauerei bereits seit 1799 in Besitz der Familie Walch ist wurde sie 1885 zur Aktiengesellschaft, deren Aktien bis heute an der Münchner Börse gehandelt werden. Seit dem Jahr 2000 durchlebte die Brauerei turbulente Zeiten, was zu einem mehrfachen Wechsel der Aktienmehrheit führte, welche inzwischen bei US Amerikanischen Investoren liegt. Der Belli Bock, mein heutiges Testbier hat einen Alkoholgehalt von 6,9%.

Zur Optik: Es ist klar filtriert und dunkelgolden. Man hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen sehr intensiven Malzgeruch und Noten von Apfel und Birne. Es riecht sehr süßlich.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr aromatisches Bier. Es ist dabei süßlich und auch karamellig. Man hat obstige Noten am Gaumen, die auch lange nachhallen. Es hat ein recht kerniges Aroma. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein süßliches Bier mit einer ausgeglichenen malzig süßlichen Note, die zwar sehr süßlich ist, aber noch den Absprung schaft bevor es zu süßlich wird, sondern eher etwas obstig bleibt. Alkoholische Noten mache ich gar nicht aus.

Zum Fazit: Ein wie ich finde sehr guter heller Bock und für mich einer der besten die ich bisher von diesem Stil hatte. Dieses schön obstige nicht zu malzig süßliche Aroma gepaart mit der fehlenden Alkoholbittere macht ihn sehr gut trinkbar. Ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.

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Munich Brew Mafia Harakiri

Im heutigen Biertest begeben wir uns dieses Mal wieder in die Münchner Bierszene. Es gibt dabei dieses Mal wieder ein Bier der Munich Brew Mafia. Verkosten möchte ich dabei heute das Harakiri, ein Bier im Stile eines belgischen Saisonbiers. Das besondere bei diesem Saison ist in diesem Fall die Verwendung des japanischen Aromahopfens Sorachi Ace. Der Alkoholgehalt liegt bei diesem Bier bei 6,0%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Aroma mit Noten die zum einen an Zitrus erinnern, zum Anderen aber auch gewisse kräutrige Noten haben. Dominant ist vor allem das Aroma von Orange. Es ist sehr würzig in der Nase.

Zum Geschmack: Auch im ersten Geschmackseindruck hat man ein Bier, welches zugleich würzig, aber auch kräutrig ist. Der Abgang ist dezent bitter, wird aber von kräutrig würzigen Noten begleitet, die tatsächlich sogar ein etwas pfeffriges Gefühl erzeugen oder in Richtung Wasabi gehen. Flankiert wird alles von süßlichen Noten, die einen Mix aus getreidgen und fruchtig-obstigen Noten darstellen. Das alles erinnert an Orange und Apfelsine. Im weiteren Trinkverlauf ist es dann doch vor allem auch ein sehr spritziges und zuweilen auch bitteres Bier, das auch sektartige Anflüge zu bieten hat. Auch im weiteren Trinkverlauf geht es um oben beschrieben Geschmacksaromen, wobei gegen Ende die Bitterkeit etwas nachlässt und in ein fruchtig kräutriges Aroma übergeht.

Zum Fazit: Einsehr spannendes Bier, da es zum einen die spritzigen Zitrusnoten eines Saisons zum anderen aber auch die Fruchtnoten des Aromahopfens miteinander verbindet. Ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.

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Kühn Kunz Rosen Mainzer Dom Bräu

Im heutigen Biertest geht es nach Mainz, auch wenn der Name der Brauerei so rein gar nichts mit der Stadt zu tun hat. Sie ist nämlich nach Kunz von Rosen einer historischen Figur aus Kaufbeuren benannt. Gegründet wurde das Craftbeerprojekt 2013 von Max Wägner und Wendelin Quadt, die sich selbst auch als kühne Kerle sehen, wie eben jener Kunz von Rosen einer war. Verkosten möchte ich das Maynzer Dom Bräu, was uns wieder eine Verbindung zur Stadt Mainz schafft. Das Bier selbst ist ein Helles mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Es ist ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Die weisse Schaumhaueb ist dabei sehr ordentlich.

Zum Geruch: Man hat ein brotig, hefiges Aroma. Vor allem das brotige ist dominiert.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein geschmacklich süßliches Bier. Es ist auf der getreidgen Seite zuhause und je weiter man den Geschmack im Mundraum ausbreiten lässt, desto mehr vertieft er sich auch im Gaumen und bleibt nachhaltig hängen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher getreidig geprägtes Bier mit gelegentlichen hopfigen Anklängen am Gaumen. Auch gegen Ende bleibt es ein getreidig hopfiges Bier, welches dann sogar leicht fruchtig wird und in Richtung Apfel geht, aber auch Zitrusnoten nicht vermissen lässt.

Zum Fazit: Ein wirklich ordentliches Bier, das man sehr gut trinken kann. Es ist aber nicht besonderes, auch wenn ich es für ein Helles sehr gut finde. ich würde dem Ganzen ordentliche 4 Sterne geben.

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Schierlinger Hell

Die Familie Thurn und Taxis durfte in Deutschland jedem ein Begriff sein und auch im Brauwesen hat die Familie ihre Spuren hinterlassen. Eine der Brauereien, die zu Thurn und Taxis gehörten ist die Schierlinger Brauerei aus dem gleichnamigen Ort in der Oberpfalz. Nachdem die Familie 1997 ihr komplettes Braugeschäft an Paulaner verkaufte, wurde die Schierlinger Brauerei als einzige Ausnahme von der Kuchlbauer Brauerei übernommen. Die Brauerei hat sich inzwischen, für Bayern untypisch auf das Brauen von Pils spezialisiert. Aber auch ein Helles findet sich noch im Sortiment, welches bei mir heute auf den Prüfstand kommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat süßlich getreidige Noten. Dazu kommen fruchtige Eindrücke von Äpfel und Birnen.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst eher nichtssagend, bevor dann im Abgang eine süßliche Note durchkommt, die aber vor allem auch leicht an Apfel und Birnen erinnert. So richtig getredige Noten mache ich aber eigentlich eher nicht so aus. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es süßlich mit gewissen gerteidigen Noten, aber dennoch auch erstaunlich fruchtaromatisch.  Am Ende pendelt es sich dann ein und geht eher in Richtung der getreidigen Honigsüße, wie man sie bei klassischen Hellen hat.

Zum Fazit: Ein solides und erfrischendes Helles. Es ist hier und da ein wenig nichtssagend, aber das macht nichts. Ich finde es ganz gut gelungen und so gebe ich hier 4 Sterne.

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Kummert 27er Urtyp

Im heutigen Biertest entführe ich euch dieses Mal nach Amberg in die Oberpfalz. In Amberg und der Oberpfalz hat sich noch ein ordentliches Stück Bierkultur erhalten und so gibt es alleine in Amberg noch 3 weitere Brauereien. Typisch für die Oberpfalz ist die Tardition des Zoigl Bieres, einem untergräigen Kellerbier. Das besondere ist, dass es dort noch häufig in sogennanten Kommunbrauhäusern, sprich städtischen Brauhäusern hergestellt wird, in welchem jeder brauberechtigte Bürger sein Zoigl selbst herstellen darf. Wenn das Bier zum Ausschank bereit ist, wird traditionell vor der Haustüre der sogenannte Zoiglstern aufgehängt, sodass für jeden sichtbar ist, das hier Bier bzw. Zoigl ausgeschenkt wird. Natürlich wird das Zoigl Bier inzwischen auch von vielen kommerzionellen Betrieben gebraut, aber gerade in der Oberpfalz haben sich noch viele Kommunbrauhäuser erhalten, die auch genutzt werden. Mit dem Kummert 27er Urtyp möchte ich heute aber ein kommerzionell hergestelltes Zoigl aus Amberg verkosten. Die Zahl 27 erinnert dabei an das Gründungsjahr der Brauerei nämlich 1927. Der Alkoholgehalt beträgt 4,9%.

Zur Optik: Ein helltrübes bis orangenes Bier. Das bier hat einen grobproigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat eine Mischung aus hefigen, brotigen und ztrusartigen Noten in der Nase. Es riecht wie ein gutes Zoigl riechen muss mit einer fenen Zitrusnote als Bonus.

Zum Geschmack: Hier stich sofort eine auffallend hohe Kohlensäuredosierung ins Auge. Vor allem im Antrunk ist die Zungenspitze sprichwörtlich Taub von der Kohlensäure. So kann sich der gesamte Geschmack leider erst im Nachgang so richtig im Mund entfalten. Nachdem sich die Bittere verzogen hat, wird das Bier süffiger und vollmundiger. Im Nachgang setzt sich ein hefig, teiges Aroma am Gaumen fest. Was jedoch nicht schlecht ist, sondern Lust auf den nächstn Schluck macht. Es wirkt im Gegensatz zu anderen Zoigeln aber nicht unbedingt karamellig, sondern eher bitter sogar leicht säuerlich. Am dominierensden sind aber die brotigen Noten.

Zum Fazit: Ein wirklich uriges Zoigl, welches so auch aus irgendeiner Zoiglstube stammen könnte. Gerade auch die leicht säuerlichen und karamelligen Noten machen es zu einem wirklich urigen Trinkvergnügen. Ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.

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Inselbrauerei Strandgut

Zum heutigen Tag des Meeres, habe ich mir gedacht ist es doch passend mal wieder ein Bier der Rügener Inselbrauerei zu verkosten. Der Name des Bieres Strandgut passt natürlich auch ganz gut zum Thema. Das besondere an diesem Bier, welches als Wood Pale Ale bezeichnet wird, ist nicht etwa seine Fasslagerung, sondern hier kommen die Fässer zu kleinen Stücken zerhackt gleich direkt mit in den Sud. Natürlich geschieht das Ganze so, dass man am Ende keine Holzbröckelchen in der Flasche hat. Die Portwein und Whiskyfässer geben aber sehr wohl ihre Aromen an das Bier ab. Mit einem Alkoholgehalt von 5,6% ist auch nicht so schwer wie die sonst üblichen Biere dieser Kategorie.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Im ersten Eindruck hat man eine erwartungsgemäß sehr holzige Note, die an Holzkohle erinnert. Man hat aber auch eine Fassnote die leicht karamellig riecht und vanillige Einflüsse hat.

Zum Geschmack: Auch hier bestätigt sich dieser holzige, süßliche Geschmack der von diesen Fassnoten stammt. Man hat so etwas karamelliges und vanilliges, das genau so schmeckt wie bei fassgelagerten Bieren. Ob das nun typisch für eine bestimmte Sorte von Fass ist kann ich aber nicht genau sagen. Der Abgang ist eventuell  etwas zu süß. Es ist hier fast schon ein wenig zuckrig und ich würde mir wünschen das sich das noch etwas rauchiger bzw. holziger gestaltet. Die Kohlensäure ist zwar da, aber es fehlt mir einfach ein Gegenpol zur Süße.

Zum Fazit: Ein wirklich extrem spannendes Bier, das ohne Fasslagerung aber genau diese Noten mitbringt die man davon erwartet. Sicher nicht ganz so intensiv, aber dafür muss man hier auch nicht so tief in die Tasche greifen. Mir ist es etwas zu süß, aber ansonsten ist es wirklich klasse. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Moninger Pilsner

Im folgenden Biertest entführe ich euch in die ehemals badische Residenzstadt Karlsruhe. Dort gibt es mit Moninger eine Brauerei, die tief in der Stadt verwurzelt ist. Seit sie 2010 mit dem Hofbräuhaus Hatz aus Rastatt fusionierte ist sie allerdings ein wenig in Vergessenheit geraten, da das Hauptaugenmerk des Betriebes auf der Bewerbung der Marke Hatz liegt. 2018 wurde der Betrieb von der Familie Scheidtweiler gekauft, der bereits mehrere Brauereien in der Umgebung gehören. Verkosten möchte ich einen Klassiker von Moninger, das Pils mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein orange bis goldenes und komischerweise leicht trübes Bier. Der weiße Schaum ist absolut ok.

Zum Geruch: Ein brotiger, aber irgendwie auch säuerlicher/zitroniger Geruch. Es riecht etwas abgestanden und leicht gurkig.

Zum Geschmack: Hier ist es erstaunlicherweise recht süffig und spiegelt den Geruch nur bedingt wieder. Im Abgang kommt ein guter bitter Hopfen durch, der im Nachgang leicht zitronige Einflüsse offenbart. Insgesamt ist es ein ordentliches Pils, bei dam man den Hopfen deutlich schmeckt. Ich bin immer noch erstaunt darüber, das dieses Bier trüb ist, Dadurch ist der Abgang leicht buttrig und hefig. Diese Eindrücke lösen sich im weiteren Trinkverlauf in Zitrusnoten auf , die im Nachgang hauptsächlich präsent sind.

Zum Fazit: Nachdem ich beim Geruch noch sehr skeptisch war hat mich das Bier aber schlussendlich doch überzeugt. Ich habe aber meine Zweifel, ob das mit der Trübe wirklich so sein soll. Nichtsdestotrotz bekommt das Bier von mir 4 Sterne.

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Nils Oscar Scotch Ale

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal wieder in den hohen Norden nach Schweden. Dort möchte ich ein Bier der Stockholmer Nils Oscar Bryggeri verkosten. 1996 als Tärno Bryggeri gegründet, änderte sie ihren Namen 2006 schließlich zugunsten des Mannes, der auch auf dem Etikett zu sehen Ist. Nils Oscar war ein schwedischer Farmer, der zeitweise in den USA lebte und es zu Wohlstand und einem guten Ruf brachte. Die Farm von der die Brauerei ihr Malz bezieht geht auf ihn zurück und so benannte sich die Brauerei schließlich ihm zu Ehren um. Außerdem sind die Besitzer der Brauerei Nachfahren eben jenes Nils Oscar. Verkosten möchte ich das Scotch Ale, dass einen Alkoholgehalt von 8,2% hat.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes, naturtrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen und leicht cremigen Schaum.

Zum Geruch: Ein wirklich sehr intensiver röstiger Geruch den man da hat. Es riecht sehr schön nach Kaffee. Auch eine leicht Lakritze und etwas rauchig torfiges rieche ich. Das Röstmalz ist jedoch dominant.

Zum Geschmack: Es ist auch hier im ersten Eindruck ein sehr sehr röstiges Bier, das eindeutig auf der sehr intensiven kaffeeartigen Welle reitet. Die Kaffeenoten sind wirklich sehr intensiv. Die Kohlensäure hält sich dezent zurück, was diesem Bier sehr gut zu Gesicht steht.  Es bewahrt sich dennoch auch eine gewisse Herbe, die vor allem im Abgang sehr deutlich durchkommt. Dazu klingen hier und da ein paar torfige und rauchige Noten an.

Zum Fazit: Ich hatte selten ein Bier, das so schöne Kaffeenoten hatte. Dazu ist dieses leicht rauchige perfekt eingebunden. Im vergleich zum gestrigen Bier fehlt aber etwas die Variabilität und ist zu sehr auf das röstige ausgerichtet. Ich gebe hierfür sehr gute 4 Sterne.

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Schnitzlbaumer Doppelbock Hell

Im heutigen Biertest widmen wir uns mal wieder einem Bock, einem hellen Bock. Das Bier war Teil einer Maibock-Box die mir ein Kumpel freundlicherweise mitgebracht hat. Vielen Dank hierfür. Der Bock stammt von der Brauerei Schnitzlbaumer, eine von drei Braubetrieben aus dem oberbayerischen Traunstein und zugleich älteste Brauerei der Stadt. Die Wurzeln des Betriebes reichen bis ins Jahr 1575 zurück. Ihren Namen erhielt die Brauerei, als sie die gleichnamige Familie im Jahre 1889 erwirbt. Bis 2014 lenkt sie die Geschicke des Betriebs bevor er an die Familie Frauendorfer weiterverkauft wurde. Den Doppelbock den ich heute verkoste ist nichts für schwache nerven und bringt einen Alkoholgehalt von 8,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es  hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein würziges und obstiges Bier, welches man in der Nase so wahrnimmt. Die obstigen noten riechen nach Birne und Apfel, vor allem aber Birne.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit sehr schönen obstigen Noten. Es bleibt im Ab- und Nachgang getreidig und eigentlich leider auch viel zu süßlich. Das getreidige Aroma bleibt auch im weiteren Trinkverlauf sehr dominant, wenngleich es auf gewisse Weiße auch zurückhaltend ist. Gegen Ende ist es ein durchaus aromatisches Bier, welches vor Allem nicht alkoholisch ist, aber doch sehr sehr süßlich und ohne getreidige Noten auskommt.

Zum Fazit: Es müsste noch etwas mehr Kohlensäure sein, dann wäre es ein wirklich süffiger, aber auch gefährlicher Bock. Es schwankt zwischen süßlichen und getreidigen Noten. Ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.