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Paulaner Salvator

Gerade ist wieder Starkbierzeit und damit auch wieder Nockherbergzeit. Seit jeher ist die Veranstaltung auf dem Hausberg der Paulanerbrauerei in München das Starkbierfest schlechthin. Alljährlich geben sich zum Auftakt des 2 wöchigen Spektakels Spitzenpolitiker aus Bayern, aber auch aus dem Bund, die Klinke in die Hand und das alles nur, um in der Festrede und im Singspiel ihr Fett weg zu bekommen. All dies geschieht hauptsächlich wegen dem heute vorgestellten Bier, dem Slavator. Dieser Doppelbock wird nämlich an diesem Fest den Gästen serviert und sein Anstich war früher auch der Grund für dieses Spektakel. Mittlerweile ist dieser Bock aber ganzjährig erhältlich und auch beim Starkbierfest zugunsten der Politsatire eher in den Hintergrund gerückt.  Dennoch ist es eines der bekanntesten Starkbiere Deutschlands und aus dem Namen Salvator leitete sich die Endung -ator ab, welche viele andere Brauereien ebenfalls für ihre Böcke benutzen. Somit ist dieses Bier wenn man so will ein Urvater des Doppelbocks. Mit 7,9% Alkoholgehalt hat es auch eine ordentliche Stärke.

Zur Optik: Kastanienbraunes leicht rötlich angehauchtes Bier. Es ist leicht trüb und der Schaum ist leicht bräunlich angehaucht und für einen Bock ok.

Zum Geruch: Sehr brotig und auch ein wenig karamellig. Dazu hat man noch ein wenig röstige Noten. Etwas Lackritze mache ich noch aus. Final sind leider auch ein wenig alkoholische Töne in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist geschmacklich eher sogar im Abgang anfangs recht wässrig, was mich bei diesem Alkoholgehalt sehr verwundert. Im Antrunk kommt dieses brotig, nussige ein wenig hinzu. Im Nachgang hat man leider einen sehr bitteren, etwas alkoholischen Geschmack. Im weiteren Trinkverlauf ist sehr bitter und irgendwie auch einfach zu alkoholisch. Das brotig süßliche ist mir einfach nicht dominant genug und somit ist es zu bitter und nicht wirklich süffig wie ich finde.

Zum Fazit: Mir schmeckt es nicht wirklich. Es ist einfach zu bitter und alkoholisch. Jedoch gerade noch so trinkbar, da sonst keine Fehlaromen vorhanden sind. Ich durfte dieses Bier auch schon vom Fass probieren, und empfand es hier deutlich besser. Dennoch reicht es nur für 2 Sterne.

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Stuttgarter Hofbräu Kellerbier

Kellerbiere bzw. allgemein naturtrübe Biere sind aktuell sehr im Trend. Ob als Radler oder richtiges Bier, fast jede große Brauerei hat in den letzten Jahren ein unfiltriertes Kellerbier auf den Markt gebracht. So hat auch die Stuttgarter Hofbräu diesen Trend erkannt und führt seit ein paar Jahren ein Kellerbier in ihrem Sortiment. In einer schicken Halbliter Bügelflasche verpackt hat es einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Sehr trübes, hellorangenes Bier. Weißer grobporiger Schaum der in Ordnung ist. Allgemein ein sehr sprudeliges Bier.

Zum Geruch: Leicht karamelliger, hefiger Duft mit marginalen brotigen Tönen. Insgesamt aber ein nicht besonders aufdringlicher Duft.

Zum Geschmack: Es fällt im Antrunk eine sehr schöne karamellige Note auf . Die Kohlensäure ist aber leider zu stark dosiert und nimmt dem Bier viel Geschmack. Es könnte deutlich mehr Geschmack sein und insgesamt kommt es dann doch ein wenig schwach daher. Man weiß bei diesem Bier nicht so richtig woran man ist. Mal hält es seinen Geschmack enorm zurück und wirkt wässrig mal entfaltet es einen richtig tollen Geschmack, der von leicht karamelligen noten bishin zu Einflüssen von Wildhonig reicht.

Zum Fazit: Ein Bier welches Licht- und Schattenseiten auf sich vereinnahmt. Daher reicht es hier nur zu 3 Sternen. Dennoch eines der besseren Biere im Hofbräu Sortiment.

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Berg Märzen

Momentan ist nicht nur Starkbierzeit, sondern auch März, also Märzenzeit. Früher war der März der letzte Monat, in dem untergärig gebraut werden konnte. Dies hängt mit der Hefe zusammen, denn die untergärige Hefe arbeitet nur bei einer Temperatur zwischen 4 und 9 Grad. Da es früher noch keine künstlichen Kühlmöglichkeiten gab und zum gefrieren Natureis benutzt worden war, war der März eben jener Monat in dem man üblicherweise zum letzten mal untergärig brauen konnte. Weil man aber das ganze Jahr untergäriges Bier trinken wollte, braute man das Bier im März einfach stärker und mit mehr Stammwürze ein, sodass es den Sommer über hielt und genießbar war. Aus dieser Tradition entstammt also das Märzen und eines ist bei mir heute im Test. Es ist das Märzen der Berg Brauerei aus Ehingen, welches auch nur um diese Jahreszeit erhältlich ist. Mit einem Alkoholgehalt von 6,1% hat es schon einen guten Wumms.

Zur Optik: Klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Getreidg süßlich mit einer gewissen Honig-fruchtigen Note. Dazu grüner Apfel und Birne.

Zum Geschmack: Sehr fruchtig und erinnert geschmacklich im ersten Schluck an ein Helles mit diesen typischen süßlichen honigvergoldeten Geteidenoten und dem leichten Geschmack nach Apfel und Birne. Man schmeckt ihm seinen Alkoholgehalt überhaupt nicht an und es wirklich gefährlich süffig. Auch im weiteren Trinkverlauf ein getreidg süßliches Aroma welches auch immer noch frisch wirkt. Insgesamt auch überhaupt nicht schwer oder getreidig zäh. Auch die süße ist auf den Punkt.

Zum Fazit: Das hatte ich so gar nicht erwartet ein trotz seinen doch ordentlichen Alkoholgehalt im Geschmack recht leichtes Bier. Es wirkt überhaupt nicht schwerfällig. Mal ein anderes Märzen, welches den gewohnten Märzentrinker eventuell ein wenig irritiert. Aber egal es muss ja schmecken und das tut es. Wirklich sehr süffig. Hierfür gibts die Höchstwertung von 5 Sternen.

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Keesmann Bock

Fastenzeit ist Bockbierzeit, denn wie heißt es so schön „Flüssiges bricht Fasten nicht“. Dafür werde ich heute einen schönen Bock aus Bamberg, der Bierhauptstadt schlechthin verkosten. Nirgendwo, gibt es in Relation zur Größe der Bevölkerung so viele Brauereien. Ein von ihnen ist die Keesmann Brauerei. Seit 1867 existiert diese Brauerei nun schon. Zwei Böcke stellt die Brauerei her. Zum einen den normalen Bock, welchen es in der Adventszeit gibt und zum anderen den Josephi Bock, welcher für die Fastenzeit gedacht ist. Ich habe zwar heute den Adventsbock vor mir stehen, aber Bock ist Bock. Mit 6,2% hat es für einen Bock einen eher niedrigen Alkoholgehalt.

Zur Optik: Klares tiefgoldnes Bier. Der Schaum ist nicht besonders üppig, aber ist ja auch ein Bockbier.

Zum Geruch: Sehr intensiv süßliches Bier. Der deutlich höhere Malzanteil macht sich in der Nase deutlich bemerkbar. Auch Alkoholische Noten hat man in der Nase. Sehr süßliche toffeeartige Noten.

Zum Geschmack. Überraschend bitterer Bock. Auch hat man im Abgang eine ausgeprägte alkoholische Note, welche dem Bock einen unangenehmen Beigeschmack gibt. Außerdem wirkt er so schwerlich. Ansonsten ein stark malziger Geschmack der hauptsächlich durch die bereits beschriebene Bittere besticht. Kohlensäure ist leider auch recht wenig vorhanden, so das es zusätzlich schwer im glas liegt. Im Nachgang hat man immer noch diesen alkoholischen Geschmack der nicht wirklich Lust auf den nächsten schluck macht.

Zum Fazit: Ich bin eigentlich echt ein Fan von Böcken, aber das war gar nichts. Es passt von vorne bis hinten nicht. Das der vergleichsweise geringe Alkoholgehalt so geschmacklich zur Geltung kommt ist echt schade. Hierfür kann ich leider nur 1 Stern vergeben.

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Schimpf Urtrüb

Im heutigen Biertest gibt es mal wieder ein Bier aus dem Sortiment der Kronenbrauerei Schimpf aus dem schwäbischen Remmingsheim bei Rottenburg. Diesmal im Test ein naturtrübes untergäriges Vollbier, das von der Brauart einem Hellen entspricht, nur das es einfach schon vor Filtration abgefüllt wurde. Das als Urtrüb vermarktete Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Hellgoldenes, trübes Bier. Der Schaum ist ca. 2 cm breit, aber auch nur am Rand.

Zum Geruch: Hefige, leicht zitrusartige Noten. Dazu hat man feine brotige Noten. Die hefigen leicht karamelligen Noten sind am dominantesten.

Zum Geschmack: Prickelndes Bier, das sehr frisch wirkt. Gute Kohlensäuredosierung. Im Ab- und Nachgang hat man einen leichten Zungenbesatz des Hopfens, sodass man eine leicht herbe Note hat. Vom Malz kommt nur etwas ganz leichtes herüber, sodass es leider ein wenig flach wirkt. Leider insgesamt ein wenig flach.

Zum Fazit: Ein Bier, welches keinem weh tut und gut läuft . Daher denke ich ist es auch auf Partys das perfekte Bier, welches man zur Not auch aus der Flasche trinken kann. Hierfür gibt’s 3 Sterne.

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Aalener Löwenbräu Fass-Nachts-Bier

Heute ist Rosenmontag und damit ist vielerorts der Höhepunkt der diesjährigen Fasnets-, Karnevals- oder Faschingssession erreicht. Passend dazu gibt es heute auch ein speziell für die Fasnet gebrautes Fass.Nachts.Bier. Nun stellt sich natürlich die Frage, was zeichnet ein Fasnetsbier aus? Dazu kann ich leider auch nichts sagen, denn so unterschiedlich vielerorts die Fasnetsbräuche sind, so unterschiedlich sind auch die Fasnetsbiere in ihrem Bierstil. Das heute Bier jedenfalls, welches von der Löwenbrauerei aus Aalen stammt, ist ein helles, klar filtriertes Lagerbier mit 5,2 %.

Zur Optik: Hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen mittleren weissen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidiges Aroma mit einem leichten Geruch nach Plätzchenteig, so etwas feinsüßlich teigiges.

Zum Geschmack: Getreidig mit einer ausgeprägten süßlichen Note. Sogar leicht fruchtige Anflüge von Apfel oder Birne. Ein gewisse süßliche Note mischt sich mit einer getreidigen. Der Hopfen ist leider nicht so präsent. Grundsätzlich ist dieses Bier im Aroma mild und leicht im Körper. Es ist etwas erfrischend, aber nicht so wie vergleichbare Biere, da es etwas zu süßlich ist, die gegen Ende schon fast penetrant wird.

Zum Fazit: Ein Bier, bei dem ich jetzt nicht so recht herrausschmecke, was daran wirklich zur Fasnet passt. Wobei Konfetti im Biere wäre auch nicht so lecker. Alles in allem ein Durchschnittliches Lagerbier, welches gut gekühlt und schnell getrunken auf Umzügen sicherlich ein gutes Bild abgibt. Hier gibts 3 Sterne.