Veröffentlicht in 4-Sterne

Unertl Mühldorfer Weissbier

Seit der Einstellung des Braubetriebs in Mühldorf am Inn wurden die Unertl Weissbier fortan in Aldersbach gebraut, da sich die Produktion am Stammort nicht mehr rechnete. Nach eine Gerichtsurteil im Rechtsstreit mit der anderen Brauerei Unertl aus Haag aus dem Jahre 2024 darf diese aber nicht mehr den Namen Unertl für die dort nach Familienrezept gebrauten Biere verwenden. Daher werden die ehemaligen Unertl Biere fortan unter dem Aldersbacher Label gebraut, wenngleich ihr Inhalt der selbe sein soll. Das Mühldorfer Weissbier stelle ich jedenfalls in diesem Beitrag vor, das einen Alkoholgehalt von 5% hat.

Zur Optik: Ein naturtrübes Bier mit einer bernstein tief ins bräunliche gehenden Färbung. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges Bier, bei dem auch etwas Schokolade mitschwingt. sowie reife Früchte

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das Charakter hat. Es ist überraschend hopfig unterwegs und hinterlässt am Gaumen einen leicht bitter hefigen Nachgeschmack. Die Zunge wirkt durch die Kohlensäure leicht betäubt. Es ist ein Bier, welches, wenn sich die kohlensaure legt im Abgang schön schokoladige Züge aufweist, bei dem aber auch Aromen von reifen Früchten zum Vorschein kommen. Es hat eine schöne süßliche Note, jedoch macht es der Hopfen auch würzig und erzeugt so ein schokoladig kakaoartiges Mundgefühl mit schönem Nachgang.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes und leckeres Weissbier, das vor allem sehr ausgereift wirkt. Von mir gibt es daher 4 Sterne für dieses Bier.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Binkert Hefeweizen

Weiter in meinen Tests mache ich mit dem Hefeweizen der Brauerei Binkert die ihren Betrieb leider im letzten Jahr eingestellt hat und ihre Brauanlagen nach Weissenburg zur neu gegründeten Brauerei Pröls verkauft hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes Bier. Es hat keinen besonders auffälligen Schaum für ein Weizenbier.

Zum Geruch: Ein leicht bananiges aber getreidiges Geruchsaroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es eher getreidig rustikal mit einer leichten Zuckersüße. Im Abgang kommt der Hopfen und es ist dann teilweise etwas würzig. Man hat aber auch bananiges. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es herb fruchtig und im Abgang bleibt es leicht wässrig.

Zum Fazit: Ein solides Weizen, das durchaus auch seine Vorteile hat, vor allem wenn man eher auf getreidigere und würzigere Weizenbiere steht. Mich hat es nicht ganz überzeugt, weshalb ich hier auch nur 3 Sterne vergeben kann.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Nankendorfer Weizenbier

Im nächsten Biertest habe ich mal wieder ein Weizenbier aus Bayern, aber nicht aus Oberbayern, der klassischen Heimat der Weizenbiere sondern aus Oberfranken, aus Nankendorf von der Brauerei Schroll. Mit einem Alkoholgehalt von 5,5% bringt es auch ordentlich Volumen mit.

Zur Optik: Ein trübes, hellorangenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht etwas kräutrig, aber auch ein wenig Getreide kommt in die Nase.

Zum Geschmack: Das Bier zeigt sich sehr spritzig und im Abgang auch leicht würzig. Das Bier hat einen erfrischenden Charakter. Durch die gut dosierte Kohlensäure im Abgang kommt etwas die Banane durch, aber nicht zu intensiv. Insgesamt wirkt der Körper überraschend schlank und der Abgang nur leicht hefig. Im Abgang hat man ein gutes Bananenaroma, das im weiteren Trinkverlauf immer besser durchkommt, wenn die Kohlensäure etwas nachlässt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein gutes Weizenbier das nicht zu fruchtig und nicht zu würzig ist und hier die goldene Mitte trifft. Um wirklich herausragend zu sein fehlt aber noch etwas.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Graminger Kirta

Mit der Graminger Kirta Weisse habe ich nun erstmals ein Bier der gleichnamingen Brauerei aus Altötting im Test. Graming selbst ist ein kleines Dorf, welches zunächst zur Gemeinde Kastl und seit 1978 zur bekannten Wallfahrtsstadt Altötting gehört. Die Graminger Brauerei soll im Jahre 1900 vom ortsansässigen Schmied gegründet worden sein und erlebte die nächsten 20 Jahre turbulente Zeiten, welche mit häufigen Besitzerwechseln verbunden waren. Erst im Jahre 1920 kehrt mit Braumeister Josef Krähschütz Kontinuität in den Betrieb ein, welcher sich noch heute im Besitz seiner Nachfahren befindet und nun von seinen 3 Ur-Enkelinnen Birgit Strasser, Sabine Detter und Iris Detter geführt wird. Das ursrpünglich für die Altöttinger Kirta entwickelte Testbier um welches sich mein folgender Test dreht hat es inzwischen ins ganzjährige Sortiment geschafft und ist stilistisch ein dunkles Weizenbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat einen bräunlich angehauchten Schaum, der eine mittlere Stabilität hat.

Zum Geruch: Ein sehr schokoladiger Geruch. Ganz leicht lässt sich noch etwas reifere Banane riechen.

Zum Geschmack: Auch hier hat man einen röstig schokoladigen Geschmack, wobei für mich das schokoladige noch ein bisschen mehr durchkommen könnte. Man hat noch einen leicht fruchtigen Touch von Zwetschge und reifer Banane, grundlegend bleibt aber das schokladige und auch an Kakao erinnernde Aroma. Für meinen Geschmack fehlt es dem Bier aber an Spritzigkeit. Man hat ganz leichte röstige Noten, aber ansonsten ist es doch nicht besonders spsektakulär.

Zum Fazit: Eher ein wenig unspektakulär für meinen Geschmack und so bekommt es auch nur eine Wertung von 3 Sternen, da es durchaus gut Ansätze hat.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Arolser Weizen

Bis zu seiner Schließung im Jahre 2013 war die vermutlich erstmals 1131 erwähnte Hofbrauerei im nordhessischen Arolsen die älteste noch aktive Brauerei in Hessen. Nach der Schließung verschwand die Marke aber zum Glück nicht und wurde stattdessen in Niedersachen bei der Allersheimer Brauerei gebraut. Nach deren Fusion mit der Westheimer Brauerei und der daraus resultierenden Schließung in Allersheim wurde die Produktion des Arolser Bieres wie auch die der Allersheimer Biere nach Marsberg-Westheim verlagert. Ich verkoste nun in folgendem Test das Arolser Weizen, das einen Alkoholgehalt von 5,2% besitzt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein Bier, das ein wenig brotig reicht, ansonsten kommt auch etwas Banane und leicht hopfige Noten durch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck durchaus recht würzig wirkt und daher im Abgang eine leichte Hopfennuance zu bieten hat. Im Nachgang kommt ein ganz klein wenig dann die obligatorische Banane durch. Es ist aber dennoch für ein Weizen überraschend würzig. Die Kohlensäure macht das Bier zudem recht spritzig und erfrischend. Der Körper des Bieres ist einigermaßen leicht und es ist auch gegen Ende noch gut trinkbar. Insgesamt ist es eine eher getreidiges und würzigeres Weizenbier und die Hefe und damit auch die Banane spielen eher eine Nebenrolle.

Zum Fazit: Ein etwas anderes, aber keinesfalls schlechtes Weizen. Mir gefällt der würzige Ansatz und so bekommt das Bier von mir eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Weltenburger Dunkle Weiße

Es ist viel Bewegung zur Zeit im Oberpfälzer Biermarkt und eine wichtige Rolle spielt dabei auch die älteste Klosterbrauerei der Welt, nämlich jene der direkt an der Donau gelegenen Benediktinerabtei Weltenburg. War die Brauerei bisher, wie auch die Regensburger Brauerei Bischofshof im Besitz des Bistums Regensburg, wurden beide Brauereien sowie die dazugehörigen Marken Anfang 2026 an die Schneider Brauerei aus Kelheim verkauft. Während die Brauerei Bischofshof zum Ende des Jahres ihren Betrieb einstellen und die Produktion nach Kelheim verlagern wird, soll der Produktionsbetrieb in den Mauern des Weltenburger Klosters unverändert weitergehen. Einen Großteil des Weltenburger Sortiments habe ich bereits hier vorgestellt, mit dem dunklen Weissbier folgt nun eines der letzten Biere die ich bisher noch nicht hatte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum mit braunem Touch.

Zum Geruch: Ein röstiges und leicht schokoladiges Aroma. Es hat etwas von einer reifen Pflaume.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer ausgeprägten schokoladigen Note und einer gewissen Süße die an reife Banane erinnert. Im Abgang finde ich das Bier aber ein wenig lasch. Es ist röstig und prickelt vor allem im Antrunk leicht. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier, welches zwar leicht schokoladig ist, mir aber immer noch etwa zu wenig Geschmacktiefe hat. Auch gegen Ende bleibt das Bier zwar auch im Antrunk schon leicht schokoladig und auch im Abgang ist es leicht schokoladig, aber es bleibt für mich geschmacklich dennoch eher schwach und so fällt es insgesamt als eine eher milderes und auch nicht so kräftig wirkendes dunkles Weizenbier auf. Der Hopfen hält sich dementsprechend schon sehr zurück.

Zum Fazit: Ein eher unterdurchschnittliches bis sogar leicht langweiliges dunkles Weizenbier. Von mir gibt es daher auch nur eine Wertung von 2 Sternen, für dieses dann am Ende doch sehr milde Dunkle. Hier gibt es auch speziell im Haus deutlich bessere Biere.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Rieder Helle Weiße

Die Stadt Ried am Inn hat historisch eine lange Verbindung. Erst 1813 wurde es endgültig Österreich zugesprochen. Die lange Verbindung zu Bayern sieht man nicht nur im Wappen, sondern auch im Bier. Denn das Sortiment der Rieder Brauerei umfasst nämlich schon seit längerer Zeit viele eigentlich eher für Bayern typische Bierklassiker. Unter anderen gibt es auch ein helles und ein dunkles Weissbier, wovon die helle Version nun in meinem Blog verkostet wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr hefiges und bananiges Aroma habe ich in der Nase, wie sich das für ein Weißbier gehört.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit mit sehr kräftigem Körper, dass vor allem auch durch einen bananig fruchtigen Abgang auffällt, der dennoch auch etwas hefelastig ist. Insgesamt ist die Hefe geschmacklich schon sehr dominant und dementsprechend verfügt der Abgang auch über eine lange Banane. Es ist ein Bier mit mittlerem Körper und für meinen Geschmack dürfte es gerne noch etwas spritziger sein.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich muss sagen, dass es sich hier um einen wirklich sehr erfrischenden und vor allem sehr schön fruchtig, bananigen Vertreter seiner Zunft handelt. Deshalb bekommt es von mir eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Brau Masters Hefeweizen

Die Marke Brau Masters ist eine der vielen Handelsmarken die die Memminger Brauerei seiner Zeit gebraut hatte um ihre enormen Überkapazitäten in den Mark zu bringen. Deshalb verwunderte es auch niemanden mehr so wirklich als die Brauerei 2023 Insolvenz anmeldete und in diesem Zug liquidiert wurde. Auch die Marke Memminger die zwar noch eine Zeit lang von andere Brauereien gebraut wurde ist inzwischen vom Mark verschwunden. Ob es noch einmal ein Comeback der Marke geben wird ist sicherlich nicht komplett auszuschließen aktuell aber eher unwahrscheinlich. Viele der Handelsmarken unter anderem auch Brau Masters gibt es aber noch nach wie vor, von wem sie jetzt gebraut werden weiß ich aber leider nicht. Der Alkoholgehalt des Brau Masters Hefeweizen liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr schrotig/getreidig und wirkt nicht mehr so ganz frisch in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist im ersten einrücke auch ein sehr getreidelastiges Bier, dass sich dann mit einer sehr hefig vanilligen Note in den Abgang verabschiedet. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, welches dann auch eher unspektakulär ist und geschmacklich nicht besonders heraussticht. Man hat nur einen leichte Banane und auch sonst fehlt ihm etwas die Würze. Auch die Kohlensäure dürfte für meinen Geschmack gerne etwas präsenter sein.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 2 Sternen. Es handelt sich um kein besonders gutes und auch nicht besonders auffälliges Weizenbier. Dazu ist es gerade gegen Ende geschmacklich dann auch zu hefig.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Hopf Bluat vo da Gams

Die Weissbierbrauerei Hopf aus Miesbach hat einen neuen Besitzer. Nachdem die Brauerei jahrelang Teil der Paulaner Gruppe und damit auch Teil des Heineken Konzerns war, wurde Ende vergangene Jahres bekannt, dass das Tegernseer Brauhaus die Brauerei Anfang des Jahres übernehmen wird. Für die Brauerei in Tegernsee macht das durchaus Sinn, braut man dort doch ausschließlich untergärige Bierspezialitäten. So kann man mit dem Kauf nun auch Weissbiere anbieten, ohne diese fremd beziehen zu müssen. Ich werde in folgendem Test nun das Bluat vo da Gams vorstellen, eine eher etwas dunklere Weissbierspezialität mit einem Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein kastanienbraunes Bier, mit einer sehr schönen weißen Schaumhaube.

Zum Geruch: Ein fruchtiges, fast schon ins beerige gehende Aroma. Dazu kommt etwas Kakao.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es auch hier fruchtig mit beerigen und tropischen Noten. Dazu kommen hier und da auch leichte Kakaoeindrücke. Es ist sehr hopfenaromatisch und leicht blumig bitter im Abgang. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es hopfig bitter und vor allem im Nachgang ist es irgendwie auch doch ordentlich hopfig. Ich finde die Bittere passt aber nicht ganz zum Bier.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ein durchaus etwas anderes Weizenbier. Ich finde die Hopfung passt aber nicht so ganz zu den Malznoten.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Rittmayer WinterWeizen

Es muss an Weihnachten nicht immer nur untergärig sein. Auch Weizenbiere lassen sich durchaus auch unterm Weihnachtsbaum hervorragend trinken. Wenngleich man diese Bierspezialität vor allem mit schönen Sommertagen im Biergarten verbindet, gibt es einige Brauereien die auch weihnachtliche Varianten dieser obergärigen Spezialität anbieten. Dann eben für gemütliche Abende am Kamin und meist sind diese Weizenbiere dann auch dunkler oder stärker, als ein klassisches Hefeweizen. Einen solchen Vertreter stellt auch das Winterweizen der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf in Oberfranken dar. Speziell für die dunkle Jahreszeit gebraut, hat es nun wieder Saison und damit auch den Weg in mein Glas gefunden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes bis braunes Weizenbier.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig und leicht schokoladig.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen etwas süßlichen Einstieg. Es hat einen durchaus kräftigen, respektablen Körper und auch eine dezente Röstaromatik im Abagng. Hier folgt dann auch eine schöne Süße mit schokoladigen Ausklang, welche sich dann im Nachgang schön um den Gaumen legt. Auch eine reife Banane kommt hinzu und passt sehr gut zu dem Schokoaroma und man hat hier etwas den Geschmack von Schokofrüchten. Dazu lässt sich auch deutlich etwas von Pflaume oder Pfirsich schmecken. Insgesamt ist das Bier sehr kräftig und überzeugt mich vor allem durch seinen schokoladigen Abgang.

Zum Fazit: Ein süßliches, fruchtiges Weizenbier mit schöner schokoladiger Note. Komplex aber dennoch nicht aufdringlich oder überladen im Geschmack und perfekt ausbalanciert. Von mir gibt es die Höchstwertung von 5 Sternen.