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Hopfenfänger Rotbier

Heute ist Gründonnerstag. Das ist bekanntlich der Tag an dem Jesu mit seinen Jüngern sein letztes Abendmahl feierte. Zu trinken gab es damals zwar kein Bier, sondern Wein ,aber dennoch versuche ich hier einen Bezug zu einem Biertest herstellen. In der Kirche wird bei letzten Abendmahl das Blut Christi ebenfalls mit Wein symbolisiert. Den Bezug zum Bier lässt sich für mich nun über die Farbe herstellen, denn welche Farbe haben sowohl Blut als auch der verwendete Wein – genau es ist rot und daher befindet sich heute ein Rotbier im Test. Das Rotbier stammt von der Bremer Braumanufaktur einer noch recht jungen Bremer Brauerei die es sich zur Aufgaben gemacht hat andere Biere als Pils oder Export zu brauen. Genauer gesagt möchte sie alte Bremer Bierstile wieder aufleben lassen die zu Zeiten der Hanse in Bremen bekannt und beliebt waren und in der Zwischenzeit fast wieder in Vergessenheit gerieten. Einer davon ist eben jenes Rotbier.

Zur Optik: Bernsteingoldenes Bier mit rötlichem Stich. Es ist filtriert und hat nur einen sehr schwachen Schaum.

Zum Geruch: Rötlichmalzige Noten. Sehr viel Karamelll, ein wenig Gerste. Auch leichte Röstnoten hat man in der Nase. Zusätzlich wird alles noch von einer Fruchtigkeit die an Johannisbeeren erinnert abgerundet.

Zum Geschmack: Ein Bier das im ersten Eindruck vor allem durch seinen zartbittere Hopfennote besticht. Diese harmoniert sehr gut mit den leichte karamelligen Noten des Malzes, die vor allem im Abgnag zum tragen kommen. Ansonsten ist das Bier wie ich finde sehr sehr flach. Außer im Abgang hat das Bier nicht viel Geschmack. dort setzt allerdings schlagartig die bittere ein.

Zum Fazit. Ein Bier das für mich jetzt nicht besonders spektakulär rüber kommt und genauso schnell aus dem Gedächtnis verschwindet wie es kam. Hierfür gibts nur 2 Sterne. frohe Ostern wünscht julis Bierblog.

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Kaiser Frühlingsmärzen naturtrüb

Heute ist Frühlingsanfang, zumindest kalendarisch, denn wenn man zum Fenster hinausschaut ist es doch noch ziemlich winterlich. Um bei diesen kalten Temperaturen dennoch ein wenig in Frühlingsstimmung zu kommen, hab ich mir gedacht gibt es aus diesem Anlass ein Frühlingsbier im Test.

Verkostet wird das Frühlingsmärzen von Kaiser aus Geislingen, welches sich in der äußeren Erscheinung, aber auch im Rezept im Vergleich zu den Vorjahren geändert hat. Der größte Unterschied: Im Verglich zu seinen Vorgängern kommt es jetzt naturtrüb daher. Schauen wir mal ob das Schmeckt. Es hat einen Alkoholgehalt von 6,2 und ist damit schon ein wenig stärker.

Zur Optik: naturtrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Süßmalziger Geruch. Ein wenig Honig lässt sich noch im Geruch ausmachen. Die süßlich malzigen noten dominieren eindeutig.

Zum Geschmack: Kernig getreidiger Geschmack. Aber auch ein wenig klebrig süßlich im ersten Eindruck. Im Abgang leicht karamellig. Der Hopfen kommt leider noch nicht so durch. Insgesamt ein sehr süßliches Bier, welchem es aber insgesamt für ein Märzen ein wenig an Geschmack fehlt. Hier erwartet man von einem Märzen einfach eine noch kräftigeren malzigen Geschmack.

Zum Fazit: Im vergleich zu meinen Erinnerungen von früher hat sich dieses Bier wirklich gesteigert, dass muss man einfach anerkennen. Dennoch fehlt dem Bier das gewisse etwas. Aber es ist vollmundig und würzig. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Heidelberger Medicus

Heute ist Tag der gesunden Ernährung und auch der der Zerealien. Was liegt da also näher als ein Biertest, denn Bier ist gesund und irgendwie auch eine Arte Zerealien. Um den Tag der gesunden Ernährung zu unterstreichen, gibt es heute den Heidelberger Medicus. Wie der lateinische Name schon vermuten lässt ist dieses Bier, weclhes in Heidelberg produziert wird, den hier studierenden und praktizierenden Ärzen gewidmet ist.  Die Heidelberger Brauerei, Brauer des Medicus, ist ein alteingesessenes Unternehmen in der Stadt, und von den vormals zahlreichen Brauereien die einzige die noch heute existiert. Bereits 1753 wurde sie zum ersten male erwähnt. Nach einigen Namens und Besitzerwechseln wurde sie 1996 wieder zur Privatbrauerei und seit 2005 ist sie nun Besitz des heutigen Eigentümers. Neben ihrer breiten Palette an traditionellen Bierspezialitäten braut sie auch zwei Craftbiere. Eines davon ist eben dieser Medicus, ein Wheat Pale Ale, welches eine Ähnlichkeit zum Weizenbock aufweist. Es besitzt einen Alkoholgehalt von 7,3%.

Zur Optik: Dunkeloranges Bier . Schöner stabiler weißer Schaum.

Zum Geruch: Schöner würziger Geruch bei dem sofort ein kräutrige Geruch in die Nase kommt. Man nimmt Nelke und leicht Zimt wahr. Aber auch Fruchtnoten von reifen Beeren, Birnen und schon leicht angegärten Äpfeln kompetieren den Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier hat eine schöne fruchtige Note in der zuerst einmal vor allem die beerige Note durchkommt vornehmlich Erdbeere macht sich im Mund breit. Im Abgang hat man dann wieder dieweizentypischen Bananennoten, die man so im Geruch gar nicht hatte. Sie wirken sehr reif. Die Kohlensäure ist vielleicht ein bisschen zu arg dosiert für einen Weizenbock. Auch wenn sie ihn dadurch nicht ganz so schwer wirkten lässt. Auch die leichten Nelkennoten kann man schmecken und runden den Geschmack ab.

Zum Fazit. Ein wirklich leckeres Bier mit einer sehr schönen aromatischen Harmonietät. Es fehlt so de letzte aha Effekt. Aber dennoch solide und gute 4 Sterne.

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Böhringer Bockbier

Da die Fastenzeit noch läuft und da der Sonntag bekanntlich kein Fastentag ist, ist heute der Ideale Zeitpunkt für einen Biertest und in Verbindung zu Fastenzeit ist dies natürlich ein Bock. Es gibt mal wieder ein Bier der Böhringer Hirschbrauerei aus Römerstein einer kleinen Ortschaft auf der schwäbischen Alb.

Zur Optik: Bernsteimfarbenes Bier mit einem deutlichen rötlichen Stich. Es ist klar filtriert. Die Schaumentwicklung ist jetzt nicht überdimensional, aber für ein Bockbier ok.

Zum Geruch: Sehr malziges Aroma, hat tolle Biskuittöne. Aber man riecht auch reife früchte, vornehmlich Pflaume heraus.

Zum Geschmack: Man hat am Anfang sogar den Eindruck, dass es sich um eine leicht röstmalzige Textur handelt. Im Abgang hat man hopfige Noten die ganz leicht bitter, den ansonsten malzdominanten Geschmack abrunden. Nachteilig finde ich leider, dass man eine klare alkoholische Note hat, die wie ich finde, ein wenig unangenehm ist. Das Malz hat eine sehr schöne Biskuitnote. Es ist aber auch leicht karamellig, was den insgesamt sehr guten Malzkörper abrundet. Ich persönlich finde das der Übergang vom Malz zum Hopfen ein wenig zu abrupt kommt und es keinen klaren Übergang gibt.

 

Zum Fazit: Ein Bockbier bei dem ich nicht so recht weis woran ich bin. Es hat eine schöne Malzstruktur aber ansonsten fehlt es ein wenig, vor allem ist es nicht ausgewogen abgestimmt. Hierfür gibts nur 3 Sterne.

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Schwaben Bräu Das Echte

Im Märzen der Brauer. Der März ist für Brauer historisch bedingt ein besonderer Monat. Der März ist meist nicht nur der letzte Monat in dem es noch richtig frostet, sondern auch der Monat für ein ganz besonderes Bier. Historisch war es nämlich der letzte Monat in dem früher untergäriges Bier gebraut werden konnte. Dies hängt damit zusammen das untergärige Bierhefe nur bei einer Temperatur von ca. 5 Grad zu arbeiten beginnt. Da die Kühlung früher nur mit Natureis erfolgte war der März damit der letzte Monat in dem untergäriges Bier gebraut werden konnte. Um aber auch im Sommer ein untergäriges Bier trinken zu können wurde dieses im März gebraute Bier stärker eingebraut. Das Resultat war dann ein etwas stärkeres untergäriges Bier das in der Regel zwischen 5,5 und 6% Stammwürze hat. Das Märzen war damit geboren. Unser heutiges Bier ist daher auch ein Märzen, auch wenn dieses ganzjährig erhältlich ist, was durch die Erfindung der Kühlmaschine mittlerweile möglich ist. Es handelt sich um das Echte von der Dinkelacker Schwabenbräu.  Mal schauen was dieses Bier kann und ob es sich als schön kräftiges Märzen entpuppt.

Zur Optik: Klares, goldenes Bier. Es hat einen leicht rötlichen Stich. Der Schaum ist leider recht schnell wieder verflogen.

Zum Geruch: Sehr feines malziges Aroma. Leichte karamellige Anklänge und Noten von Honig.

Zum Geschmack: Sehr würziges, süffiges Bier. Im Abgang hat man eine prickelnde, leicht blumig Hopfennote. Feine karamellige Noten im Abgang. Leichte Noten von Apfel hat man ebenso im Abgang. Der Hopfen ist fast schon ein wenig zu penetrant im Abgnag und hält sich vor allem im Nachgang hartnäckig am Gaumen. Dadurch wirkt es ein wenig pappig und ganz ganz leicht metallisch. Dominant ist insgesamt aber schon der Malzgeschmack der sich über das ganze Bier durch auch in den letzten sShlücken erstreckt.

Zum Fazit: Es ist ein Bier das ganz in Ordnung schmeckt und bei dem das Märzen auch durchkommt. Jedoch finde ich es aber ein wenig schlampig gebraut und hier und da fehlt es dem Bier einfach an Profil und es hat das ein oder andere Fehlaroma. Hierfür gibts nur 3 Sterne.