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Fürst Wallerstein Ipf Mess Festbier

Am 3.7. beginnt in Bopfingen wieder die Ipf Messe, die auf einen Besuch des Württembergischen Königs Friedrich I. zurückgeht, der am 10.7.1811 die Stadt und den Ipf besuchte. Auf dem Gipfel des Ipf wurde daraufhin zu ehren des Königs ein Markt abgehalten. Im Anschluss an den Besuch ersuchten die Bürger Bopfingens beim König die Bitte ein solches Volksfest nun jedes Jahr auf dem Gipfelplateau des Ipf abhalten zu dürfen. 1812 erhielten sie schließlich diese Genehmigung und seither ist die Ipf Messe fester Bestandteil im Festkalender der Stadt, die heutzutage immer über das erste Juliwochenende stattfindet. Inzwischen findet das Fest aber nicht mehr auf dem Ipf statt, sondern auf dem Sechtaplatz am Fuße des Ipf und neben dem eigentlichen Fest veranstaltet der Handels und Gewerbeverein auch tatsächlich eine Messeausstellung auf der sich regionales Gewerbe vorstellt. Das dazugehörige Festbier wird von der Brauerei Wallerstein gebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,7%.

Zur Optik. Ein leicht trübes, satt goldenes Bier mit einem stabilen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht leicht getreidig, etwas süßlich in der Nase.

Zum Geschmack. Ich habe ein im Körper durchaus kräftiges, auch wuchtiges Bier, dass aber auch einen durchaus süßlichen Abgang hat. Auffällig ist der lange und dann wirklich auch süßliche Abgang, der mir ein bisschen zu klebrig wirkt und der sich auch im Nachgang am Gaumen festsetzt. Insgesamt hat man ein süffiges Bier, dass zeitweise etwas zu süß geraten ist. Hopfen deutet sich im Abgang leicht bitter am Gaumen an. Vor allem im Nachgang ist schon etwas mastig zu süßlich. Der Geschmack erinnert etwas an sehr reifes Streuobst. Die Kohlensäure ist moderat und daurch ist das Bier sehr bekömmlich aber dennoch süffig.

Zum Fazit. Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus süffig, aber mit einfach zu mächtig und zu süß geraten. Hier fehlt eindeutig die Würze. Daher gibt es für das Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Gut Forsting Arschlecken 350

Sepp Bumsinger ist eine sehr prollig wirkende bewusst überzeichnete Urbayrische Kunstfigur des Kabarettisten Markus Langer, mit der dieser vor Allem über YouTube viele Menschen zum lachen bringt und der sich über die Jahre eine vor allem in Bayern große Fangemeinde aufgebaut hat. Für genau diese Fangemeinde gibt es in Zusammenarbeit mit der Brauerei Gut Forsting das Arschlecken 350 Bier. Ein Bier das mit seinem Namen eben schon genau so klingt wie die Figur Sepp Bumsinger, grob, derb und doch immer sehr direkt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen eher recht spärlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es reicth getreidig, süßlich, auch etwas strohig und ledrig in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es wirklich einfach sehr mildes Bier. Ich mache im Abgang nur ganz leicht süßliche Noten aus. Der Körper wirkt aber stabil und nicht wässrig oder lasch, auch wenn dies im Mundgefühl nicht so ganz durchkommt. Im weiteren Trinkverlauf kommen dann auch ein wenig süßliche Noten durch und es entsteht ein süßmalziges Grundaroma.

Zum Fazit. Wirklich nichts besonderes. Ein mildes Vollbier mit leicht süßlichen Getreidenoten. Absolut austauschbares 0815 Helles, aber bei weitem jetzt auch nicht schlecht oder ungenießbar. Ich schwanke hier bei der Wertung aber 2 Sterne wären dann doch ein bisschen wenig für dieses Bier, weshalb es dann doch 3 bekommt.

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Martinsbräu Export

Auch mein nächstes Test habe ich ein Bier aus Franken, dieses Mal aber aus Unterfranken. Ich verkoste nämlich heute das Exportbier von der Martinsbräu aus Marktheidenfeld. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig getreidges Aroma mit einer gewissen obstigen Note am Gaumen mache ich aus.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich hier ein getreidig brotiges Bier mit einem leichten prickeln auf der Zunge. Es ist leicht herb am Gaumen. Es hat eine gewisse feinmalzige Aromatik, die schön bis in den Nachgang erhalten bleibt. Insgesamt ist es aber einen ticken zu süß im Abgang, was mir nicht so gefällt.

Zum Fazit: Von mir gibt es dafür eine Wertung von 3 Sternen. Ein solides, mir aber zu süßes Bier.

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Gösser Biostoff Lager

Im nächsten Test geht es nach Österreich, dort hat man bei der Brauerei Gösser in der Steiermark mit dem Biostoff seit einiger Zeit ein neues Bier im Sortiment. Dem Namen entsprechend wurde hier nur in Österreich angebaute Biozutaten verwendet. Für eine Großbrauerei wie Gösser durchaus nicht alltäglich. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, vor allem süßlicher Geruch zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes und würziges Bier mit hopfigem, aber auch metalllishem Nachgang. Insgesamt ist es ein durchaus hopfenbetontes Lagerbier mit schöner Würze am Gaumen. Dazu kommt aber auch eine leichte Malzsüße die sich vor allem im Nachgang am Gaumen festsetzt. Insgesamt ist es auch nur in den ersten Schlücken metallisch, danach wirkt es deutlich runder und auch süffiger. Dennoch bleibt ein leicht metallischer Eindruck des Hopfens bestehen .

Zum Fazit: Für ein Biobier ist es ein schon sehr gradling gebrautes Bier. Mich stört etwas der leicht metallische Geschmack, ansonsten geht das schon in Ordnung. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Schussenrieder Kristallweizen

Vor Kurzem las man in der Zeitung, dass die hinter dem Schussenrieder Bier stehende Brauerei Ott Insolvenz anmelden musste. Damit trifft sie das gleiche Schicksal wie schon viele andere Brauereien in letzter Zeit, die mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie einem immer weiter sinkenden Bierkonsum zu kämpfen haben. Deshalb verkoste ich heute deren Kristallweizen, das auf einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht säuerlicher zitroniger Geruch mit getreidiger Süße und einer guten Banane.

Zum Geschmack: Ich habe ein im ersten Eindruck sehr prickelndes und dadurch auch sehr lebendiges Weizenbier. Im Abgang hat es aber durchaus auch etwas Süß. Dazu hat man etwas Hopfen am Gaumen. Im Körper ist das Bier durchaus recht vollmundig, vor allem aber ist es sehr spritzig und hat einen leichten Hauch von Zitrus gepaart mit einer doch ganz guten Banane. Insgesamt ist es ein sehr prickelndes und lebendiges Bier, wobei die Kohlensäure gegen Ende ein wenig nachlässt. Dennoch kommt am Gaumen auch etwas kräutriger Hopfen dazu.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen. Es ist nicht unbedingt mein Lieblingsbierstil, aber innerhalb dessen ein ganz solides Bier.

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Alsfelder Weizen

Die Stadt Alsfeld in Mittelhessen ist vor allem für ihre schöne Altstadt und insbesondere das 1512 erbaute Rathaus bekannt. Dieses findet sich auch im Wappen der Brauerei wieder, wobei man hier auch leider wieder von ehemaliger Brauerei sprechen muss, denn in Alsfeld selbst wird schon seit 2019 nicht mehr gebraut. Nachdem man 2015 zum 2. Mal nach 2011 in die Insolvenz gehen musste, wurde die Brauerei von der benachbarten Lauterbacher Burgbrauerei übernommen, die die Produktion der Alsfelder Biere schrittweise ins eigene Brauhaus verlagerte. Damit endete die Geschichte einer Brauerei die im Jahre 1858 mit Leopold Wallach begann. Da die Inhaberfamilie Wallach jedoch jüdischen Glaubens war, wurden sie von den Nazis gezwungen ihren Betrieb zu verkaufen, welcher daraufhin von einer Genossenschaft Alsfelder Gastwirte übernommen wurde. Die Umwandlung der Brauerei in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1993 führt dazu, dass Rhönsprudel einen Großteil der Anteile am Unternehmen übernahm, bis man sich nach nun zwei Insolvenzen heute über die Lauterbacher Burgbrauerei im Portfolio des Hochstiftlichen Brauhauses aus Fulda befindet. Die Marke Alsfelder gibt es aber nach wie vor und von den Alsfelder Bieren stelle ich heute das Weizenbier vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas bananiges Aroma. Es hat dennoch auch schöne fruchtige Noten.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein getreidiges und schön banaiges Bier, das diese Nuance vor allem im Abgang Preis gibt. Man hat also ein klassisches Weizenbier im Geschmack. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein durchaus rundes, eher hefiges Bier mit einem leicht dezent bitteren Abgang, der sehr zu Überzügen weiß. Immer wieder setzt die Banane hier schöne Akzente.

Zum Fazit: Ein solides, aber nicht besonderes Weizenbier. Man kann es trinken und es ist auch nicht schlecht oder hat irgendwelche Fehlaromen. Man macht also nicht wirklich etwas Falsch mit diesem Bier, kann aber auch kein geschmackliches Highlight erwarten. Daher komme ich auf eine Wertung von 3 Sternen.

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Kronenbourg 1664 Blanc

Die Elsässer Brauerei Kronenbourg ist die größte und bekannteste Brauerei Frankreichs. Seit letzten Sommer versucht man dort verstärkt auch in den deutschen Biermarkt zu expandieren. Im Supermarkt sind mir nämlich seit letzten Jahr plötzlich verstärkt diese markanten kleinen blauen Fläschchen mit der Aufschrift 1664 aufgefallen, die man vorher nur aus Spezialgeschäften, dem Internet oder eben Frankreich kannte. Das diese Unterfangen von Kronenbourg mit ihrem beleibtesten Bier, dem 1664 Lagerbier schwer werden dürfte hat man dort bereits vorab erkannt und so versuchte man es von Anfang an mit dem 1664 Blanc, einem klassischen Witbier, dass sich geschmacklich durchaus von den deutschen Bieren abhebt und bewusst auf einen fruchtigeren, zitronigeren Geschmack setzt, um vielleicht bei jenen Konsumenten zu punkten, denen der klassische Biergeschmack nicht so sehr zusagt. Wobei ich ehrlicherweise, beim Blick auf die Zutatenliste die Bezeichnung Bier für dieses Gebräu schon mehr als gewagt finde, denn neben den für ein Witbier typischen Zutaten Orangenschale und Koriander, finde sich hier auch noch Glukosesirup und der Stabilisator E414 im Bier, was meiner Meinung nach absolut nichts in einem als Bier verkauften Getränk zu suchen hat und auch absolut keine natürlichen Zutaten sind. Nun denn, ich will dem Getränk mit einem Alkoholgehalt von 5% erst einmal eine faire Chance einräumen. Zur genaueren Geschichte der Brauerei, die zum Carlsberg Konzern gehört, werde ich dann, wenn ich deren Lagerbier vorstellen werde noch genaueres dazu schreiben.

Zur Optik. Ein trübes, hellorangenes Bier. Es hat einen durchaus ganz passablen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig nach Orange oder Apfelsine. Eine leichte Säure und Zitrusaromen gesellen sich hinzu. Die Süße die den Geruch bestimmt wirkt aber fats schon etwas zuckrig und künstlich.

Zum Geschmack: Auch im ersten Eindruck bestätigst sich der sehr fruchtig, süßliche Geschmack. Es nicht so zuckrig wie gedacht, dass muss man ehrlicherweise anerkennen. Im Abgang hat man aber etwas, dass an Süßstoff erinnert. Vorrangig hat man aber Organennoten mit Einschlägen in Richtung Mandarine und Zitrone. Diese Geschmäcker wirken aber nicht unbedingt natürlich, sondern eher künstlich und auch gesüßt wie man sie von anderen Lebensmitteln wie Jogurt, Fruchtgummis oder Limonaden kennt. Insgesamt ist das Bier auch sehr spritzig und wirkt so wirklich erfrischend. Auch hat man im Abgang durchaus kräutrigen Hopfen und den Koriander, der dem Ganzen etwas Würze verleiht.

Zum Fazit: Geschmacklich geht das Ganze schon sehr in Richtung Radler oder eben belgische Fruchtbiere, wenngleich hie die typische Säure fehlt. Dadurch wirkt es künstlicher und eben auch süßlicher. Wenn man rein den Geschmack betrachtet schmeckt es gar nicht mal so schlecht, aber eben nicht unbedingt nach Bier. Dennoch sehr erfrischend und spritzig. Von mir bekommt es 3 Sterne, auch wenn ich angesichts der Zutatenliste gerne noch einen Abziehen würde.

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Scherdel Edelhell

Die Kulmbacher Brauerei hatte Anfang des Jahres angekündigt, die zu ihr gehörende Hofer Brauerei Scherdel zum Jahresende 2026 stillzulegen und die Produktion der Biere ins Stammwerk nach Kulmbach zu verlagern. Für die 1831 gegründete Brauerei ist dieser Schock nicht die erste existenzielle Notlage, rutschte man doch schon im Jahre 2003 in die Insolvenz. Durch den Einstieg der Kulmbacher Brauerei konnte die Schließung damals abgewendet werden. Wie sich nun aber zeigt, sieht die Brauerei nun trotzdem ihrem unweigerlichen Ende entgegen. Wie bei vielen anderen Schließungen kleinerer Konzerntöchter auch, war die Produktion an mehreren Standorten einfach nicht mehr lukrativ. Gerade in einem so kriselnden Branchenumfeld wie der Bierbranche, in der die Brauereien mit steigenden Kosten und sinkenden Konsumzahlen zu kämpfen haben ist es eben oft nur noch schwer möglich kostendeckend zu produzieren. Nun soll es immerhin die Marke weiterhin geben, welche dann wie so viele andere Marken auch aus den Sudkesseln in Kulmbach kommen wird. Der Ruf des Bieres war zwar schon vor der Schließung nicht unbedingt der beste, ob er sich mit der Produktionsverlagerung nun bessert, darf allerdings stark bezweifelt werden. Nichtsdestotrotz stelle ich heute eines der bekanntesten Scherdel Biere vor, das Edelhell, ein laut Brauerei Pilsbier mit einem ungewöhnlich hohen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hopfig, aber auch buttrige wie ich finde fast schon auch karamellige und brotige Noten in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein herb frisches Bier, dass aber zunächst keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Es prickelt am Gaumen und ist ganz ordentlich herb. Zudem hat es aber auch etwas brotiges, leicht karamelliges. Klar schmeckt man auch buttrige Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Mix aus dezent hopfigen Noten im Antrunk, bevor es aber im Abgang etwas süßlicher und dann auch getreidger wird. Für ein Pils hat dieses Bier schon viel Körper. Der Hopfen wirkt sogar durchaus ein wenig aromatisch und nicht ganz so billig wie in anderen Scherdel Bieren

Zum Fazit: Eines der besseren Biere aus dieser Brauerei. Ganz solide und doch etwas ungewöhnlich für ein Pils. Von mir gibt es 3 Sterne.

 

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Arnsteiner Ernte Hell

Beim meinem nächsten Testbier handelt es sich Mal wieder um eines aus Franken. Dieses Mal aber nicht aus Ober- oder Mittelfranken, sondern aus Unterfranken. Die Brauerei Bender stellt neben den Herzog von Franken Bieren nämlich auch noch Biere der Marke Arnsteiner her, benannt nach dem Produktionsstandort der Brauerei. Ansonsten ist Arnstein eine malerische Kleinstadt mit einer schönen kleinen Altstadt die sich an einen Felssporn schmiegt auf dessen Gipfel die Burg Arnstein thront. Das Ernte Hell, mein heutiges Testbier ist ansonsten ein typisch fränkisches Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch zeigt ein getreidiges, eher süßliches Geruchsprofil.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, welches ich durchaus als würzig beschreiben würde. Der Abgang und vor allem der Nachgang zeigt aber eine doch etwas komische Hopfung, die fast schon etwas metallisches hat. Die gut dosierte Kohlensäure überdeckt aber zum Glück etwas diesen Geschmack, sodass er nicht mehr so störend durchkommt. Im Nachgang bleibt sie aber dennoch noch etwas hängen.

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Herrnbräu Hefe Weißbier Hell

Ein in Bayern, vor allem in der Region um Ingolstadt sehr weit verbreitetes Weissbier ist jenes von Herrnbräu aus eben besagtem Ingolstadt. Die doch recht große Brauerei, deren Aktien über die Brauholding Bayern-Mitte sogar an der Münchner Börse gehandelt werden, legt in ihrem Sortiment einen besonderen Fokus auf die Weißbierpalette, wobei dennoch auch die beliebten untergärigen Bierklassiker wie Helles & Dunkles angeboten werden. Das Helle Weissbier ist und bleibt aber der absolute Klassiker von Herrnbräu und diesen will ich im folgenden Beitrag nun vorstellen. Der Alkoholeghalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes bis mattgoldenes Bier. Es hat einen wie cih finde durchaus ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Sehr kräftige Getreidenoten und auch ein wenig Banane zieht hier in die Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, dass im ersten Eindruck recht spritzig ist und das vor allem im Antrunk recht auslebt wenn die Kohlensäure die Zungenspitze kitzelt. So wirkt auch der Körper gar nicht so kräftig, obwohl das Weißbier eine für diese Sorte durchaus ordentlichen Stammwürze hat. Der Nachgang hingegen gestaltet sich dann durchaus kräftiger und vor allem getreidig bis eher brotig. Auch leicht herbe Hopfennoten, sorgen für eine angenehme Würze. Dadurch das die Kohlensäure sehr lebendig und präsent nimmt sie leider viel Raum für die Geschmacksentfaltung. So gelingt es dem Bier leider nicht wirklich eine schöne Banane zu entfalten, sodass dieser für Weißbier typische Geschmackseindruck eher nur leicht durchkommt. Dafür zeigt sich neben den getreidig süßlichen Noten auch etwas Nelke.

Zum Fazit: Ein Bier, dass seine Prozente sehr gut hinter der Kohlensäure verstecken kann. Es ist lebendig und spritzig, getreidig und hat eine leichte Fruchtsüße. Ein ganz solides, wie finde aber nicht ganz perfekt ausbalanciertes Weissbier. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.