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Hummel 1162 Jubiläums Festbier

Für meinen heutigen Test geht es mit dem 1162 Jubiläums Festbier zur Brauerei Hummel ins fränkische Merkendorf bei Bamberg. Das Bier wurde ursprünglich 2012 zur 850 Jahr Feier des Ortes eingebraut ist jedoch seither fester Bestandteil im Sortiment des Betriebes. Das Bier ist ein stärker eingebrautes Rauchbier mit einem Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filetiertes Bier. Es hat eine schöne weiße Schaumhaube. Diese ist jedoch leider ein wenig flukativ.

Zum Geruch: Was zunächst auffällt ist das man klar den Einsatz von Rauchmalz riecht. Dementsprechend kommen die Schinken und Rauchnoten durch. Aber es lässt auch noch raum für ein paar leicht süßliche Getreidenoten.

Zum Geschmack: Für ein Rauchbier schmeckt es erstaunlich frisch. Denn der Rauchbiergeschmack, sprich dieses leicht nach Kohle und Schinken schmeckende ist genau richtig dosiert und hält sich ein wenig im Hintergrund. Dennoch den Grundton des Bieres bestimmend, hält sie sich so weit zurück, dass sich im Vordergrund auch die anderen Geschmacksnuancen entfalten können. Im Abgang hat man leicht bittere Noten vom Hopfen, die durch ein leichte Malzsüße abgerundet werden. Im Abgang ist der Hopfen fast schon ein wenig zu viel und diese so erzeugte Herbe passt nicht ganz zu den Raucharomen. Im Abgang wird es dann sogar noch leicht fruchtig mit Beereneinflüssen.

Zum Fazit: Ein solides, aber gewöhnungsbedürftiges Bier. Mich hat es wirklich überzeugt und ich gebe hier eine Wertung von 4 Sternen. 

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Jopen Blurred Lines

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier, der Jopen Brauerei aus Haarlem in den Niederlanden. Das Blurred Lines, welches ich verkosten möchte ist ein New England IPA, das alkoholtechnisch mit 5,3% eher etwas leichter unterwegs ist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, oranges Bier. Es hat einen ganz ordentliche weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig und auch fruchtig. Ich finde es geht in Richtung Mandarine und Grapefruit.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck prickelnd und im Abgang ist es aber irgendwie ein wenig wässrig, aber es bleibt auch dezent fruchtig mit Noten von Grapefruit und etwas Ähnlichem. Es ist vom Körper her eher leicht, aber irgendwie auch sehr erfrischend, da die Kohlensäure nur leicht prickelt. Es ist nur dezent bitter und eher leicht. Es hat eine sehr dezente Fruchtigkeit bzw. Malzsüße, die am Gaumen kurz anklingent und sich so im Nachgang im Mund und Nachgang festsetzt. Es ist aber doch dezent und eher leicht. Ganz zum Schluss wird es auch etwas bitter.

Zum Fazit: Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich hier um einen eher leichten und dezenteren Vertreter seiner Zunft handelt, dann ist dieses Bier wirklich gut. Wenn man aber den Bierstil NEIPA als ganzes Betrachtet, fehlt einem vermutlich etwas an Fruchtigkeit und Geschmackstiefe. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Lindauer Hell

Für den folgenden Biertest muss ich mich zunächst einmal wieder bei einem Kumpel bedanken, der mir dieses Bier zum verkosten mitgebracht hat. Es geht dabei zum bayerischen Teil des Bodensees nach Lindau. Die dortige Inselbrauerei Lindau braut schon seit 1972 nicht mehr, nachdem die Braustätte im Zuge des Zusammenschlusses mit dem Bürgerlichen Brauhaus Ravensburg geschlossen wurde. Auch diese Brauerei schloss im Jahre 2000 Ihre Pforten, jedoch sind die Biere der Inselbrauerei nach wie vor erhältlich und werden heute von der Aktienbrauerei Simmerberg gebraut. Diese ist lustigerweise nach wie vor zu 60% in Besitz der noch immer existierenden Lindauer Inselbrauerei AG, die sich allerdings nur noch um die Verwaltung der dazugehörigen Immobilien kümmert. Das Lindauer Hell, welches ich heute verkoste hat einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Der Schaum ist quasi nicht vorhanden.

Zum Geruch: Ein eHonigsüße mache ich in der Nase aus. Es ist etwas strohig. Getreidge und leicht toastge Noten habe ich außerdem.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein sehr würziges Bier mit einem tollen getreidgen Körper, der leicht ins süßliche geht. Der Abgang ist eher mild und die Kohlensäure ist nur leicht vorhanden. Es bleibt ein sehr erfrischendes Helles, das geschmacklich aber eher neutral ist, auch wenn eine gewisse süßliche Komponente dabeibleibt.

Zum Fazit: Ein richtiges Sommerbier. Getreidig, erfrischend und mit einer gewissen Honigsüße versehen hat es zusätzlich auch noch etwas schön kerniges. Einzig die Kohlensäure könnte etwas mehr sein. Ich zücke hier ohne zu zögern 4 Sterne.

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Inselbrauerei Baltic Gose

Mit der Baltic Gose der Rügener Inselbrauerei habe ich heute Mal wieder einen Vertreter dieses Altdeutschen Gewürzbieres im Test. Wie bei einer Gose üblich wird auch bei diesem Bier Salz verwendet und da es sich um die Inselbrauerei handelt wird in diesem Fall natürlich auf Meersalz zurückgegriffen. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat eine leichte Limette und Zitrone. Ein säuerlicher Geruchmacht sich breit, der etwas leicht kräutriges hat.

Zum Geschmack: Es ist sehr spritzig. Im Abgang kommt zunächst eine zitronige Note hinzu, bevor man im Nachgang tatsächlich auch salzige Noten hat. Es hat obendrein etwas von Meerwasser. Die Säure wirkt dabei sehr erfrischend. Es hat etwas weinartiges, welches durch diese Säure an einen leichten Weißwein erinnert. Es ist gegen Ende nicht mehr so säuerlich. Die Zitrusnoten bzw. die leichten Limetten und Orangennoten kommen sehr gut durch. Der letzte Schluck bringt noch einmal etwas Säure ins Spiel.

Zum Fazit: Ein für mich wie ich finde sehr gutes Bier, das sehr erfrischend und gut ausbalanciert wirkt. Die Säure und die Noten des Salzes harmonieren wirklich gut. Ich kann dem Bier so auch eine Wertung von wirklich sehr guten 4 Sternen verpassen.

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Einsiedler Doppelbock

Die kalte Jahreszeit ist traditionell auch die Zeit der stärkeren Bockbiere. Einen Bock der das ganze Jahr zu haben ist, ist der Doppelbock der Einsiedler Brauerei aus Chemnitz-Einsiedel. Der Alkoholgehalt dieses dunklen Doppelbocks beziffert sich auch bei stolzen 7.8%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat getreidige Noten mit dem gewissen süßlichen Etwas. Teilweise sind sie etwas beerig.

Zum Geschmack: Ein eher alkoholisches Aroma, aber mit einer ausgeprägten Note von süßlichem Getreide. Es ist aber bislang noch nicht störend. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr süßliches Bier. Mir ist es hier an der Stelle deutlich zu süß und es fehlt vor allem deutlich and der Kohlensäure um dieser Süße Einhalt zu gebieten.

Zum Fazit: Ein gewöhnungsbedürftiger Bock. Es ist zwar aromatisch und die alkoholischen Noten werden überdeckt, jedoch ist es dadurch auch sehr sehr süßlich. Ich gebe dem Bier daher eine Wertung von 3 Sternen.

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Brunehaut Blanche

Für meinen heutigen Test überschreite ich wieder die Grenze zu Frankreich. Das folgende Bier führt mich dabei zur Brasserie Brunehaut in die gleichnamige Wallonische Ortschaft. Die Brauerei selbst geht zurück auf die Abtei St. Martin, jedoch wurde der professionelle Braubetrieb erst 1890 gestartet. Die Biere haben dabei eine Bio Zertifizierung und werden streng nach diesen Richtlinien gebraut. Ich möchte mich heute dabei dem Brunehaut Blanche, einem Witbier widmen, das einen Alkoholgehalt von 5% aufweist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hefiges Bier. Es hat eine orangene Farbe, der Schaum ist aber nicht so üppig.

Zum Geruch: Ein zitronig frisches Bier. Es sprudelt einem die Kohlensäure entgegen. Dazu hat man intensive Orangennoten.

Zum Geschmack: Man hat hier die Orangennoten, die sehr intensiv sind und schon fast ins fruchtig-saftige übergehen. Auch im weitern Trinkverlauf ist es ein sehr aromatisches Bier, mit einer sehr guten Orangen und Zitrusnoten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein spritziges Bier mit einer wenig getreidigen Note. Insgesamt ist es aber vom Körper her schwach und nicht ganz so aromatisch.

Zum Fazit: Mich überzeugt es nicht so ganz und ich finde es ein bisschen schwach im Geschmack. Daher kann ich dem Bier auch nur eine Wertung von 3 Sternen geben.

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Schimpf Hefeweizen

Im heutigen zweiten Test widme ich mich dem Hefeweizen der Schimpf Brauerei aus dem Rottenburger Ortsteil Remmingsheim. Das Weizen, welches ich heute verkoste ist ein echter Klassiker und hat auch schon eine Goldmedaille beim european Beerstar errungen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes, oranges Bier mit einer leichten Bernsteineinfärbung. Der weiße Schaum ist wikrlich üppig und eines Weizens würdig.

Zum Geruch: Man hat eine schöne bananige Note, die fein in der Nase auftaucht. Ansonsten hat man eine stark getreidige Note, die den Geruch auch dominiert. Zusätzlich riecht man den Hopfen mit seinen leicht bitter anmutenden Noten durch.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist erstaunlich bitter und vor allem ein sehr getreidiges Bier. Man schmeckt wirklich sofort den Weizen heraus, da ich diesen Geschmack gut mit einem Weizenbrot assoziiere. Die Fruchtigkeit kommt erst nach ein paar Schlücken, dafür aber richtig schön. Es legt sich eine Banaennote in den Geschmack, die aber nur dezent ist und im Abgang hat man leichte Erdbeernoten. Dieses Weizen überzeugt vor allem durch seinen gut ausbalancierten Geschmack und einen vollen Körper. Hier sind die einzelnen Geschmackseindrücke wirklich echt gut aufeinander abgestimmt. Im Abgang ist es vielleicht eine Spur zu bitter.

Zum Fazit: ich habe hier wirklich ein überzeugendes Weizenbier, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Hier und da gibt es noch leichte Mängel. Daher ist mir dieses Bier auch sehr gute 4 Sterne wert, das knapp an der Höchstwertung vorbeischrammt-

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Schönbuch Pale Ale

In meinem heutigen Test habe ich das Pale Ale der Schönbuch Braumanufaktur aus Böblingen im Programm. Schönbuch war eine der ersten mittelständischen Brauereien in Baden-Württemberg, die ihre Produktpalette um das ein oder andere Craftbeer erweiterten. Das Pale Ale, war dabei das erste Produkt, das Schönbuch im Zuge dessen auf den Markt brachte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, rötlich bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Mix aus fruchtigen und zugleich auch getreidigen Noten, die ein wenig brotig daher kommen. Es erinnert etwas an Maracuja und Melone bzw. Honigmelone

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es zunächst herb am Gaumen, dann tritt eine verhaltene Süße hervor, bevor es am Gaumen ein wenig prickelt. Im Nachgang wechseln sich die fruchtigen Noten und die bitter-brotigen etwas ab. Der Körper ist präsent aber einigermaßen schlank.

Zum Fazit: Ich habe hier ein Bier vor mir stehen, welches eher in die harzige und brotige Richtung tendiert. Man hat hier und da etwas fruchtiges. Ich gebe dem Bier ein Wertung von 3 Sternen, da es ansonsten nicht wirklich spektakuläres ist, das man aber dennoch recht gut trinken kann.

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Stiegl Goldbräu

Im Zuge des heutigen österreichischen Nationalfeiertags möchte ich im zweiten Test mit dem Goldbräu das Flaggschiff der Salzburger Stieglbrauerei verkosten. Die Stieglbrauerei ist obendrein die größte Privatbrauerei der Alpenrepublik. Das Goldbräu ist ein klassisches österreichisches Märzenbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht brotig mit wie ich finde sogar einem leicht karamelligen Einschlag. Auch ein paar süßliche Noten hat das Bier.

Zum Geschmack: Ein sehr kerniges und im ersten Moment erfrischendes Bier. Im O-Ton aber auch vor allem im Abgang ist es ein wenig wässrig. Es wirkt sehr hart vom Wasser und nicht so richtig weich im Mund. Leicht prickelnd und etwas süßlich ist es dagegen am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher zurückhaltendes Bier. Es ist immer ein leicht süßlicher Grundton vorhanden, aber insgesamt wirkt das Bier rund und gut abgestimmt.

Zum Fazit: Ein doch recht ansprechendes Bier, das hier und da ein wenig Schwächen hat im Gesamtpaket aber überzeugt und trinkbar ist. Ich gebe hier eine Wertung von 3 Sternen.

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Tennents Whiskey Oak

In meinem heutigen Test vereinen sic zwei Dinge für die Schottland gewissermaßen bekannt ist, nämlich Bier und Whisky. Dazu stammt das Ganze noch von der Glasgower Wellpark Brewery, deren Marke Tennents den schottischen Biermarkt beherrscht. Von besagter Brauerei gibt es also auch ein Bier, das eine gewisse Zeit in schottischen Whiskyfässern gereift ist. Der Alkoholgehalt beläuft sich auf 6%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Hölzerne, getoastete Noten hat man in der Nase. Man riecht eindeutig den Whisky Einfluss. Eine leichte Vanille wie ich finde hat es dazu noch in der Nase. Gewisse Fruchtaromen kommen noch dazu, auch wenn sie nicht so ausgereift sind.

Zum Geschmack: Hier hat man leider gar nicht mehr so die feinen Whiskeynoten. Diese klingen nur in den Backen leicht an und etwas im Nachtrunk. Ansonsten ist es sehr prickelnd und bitter. Es hat eine recht unangenehme alkoholische Bittere, die sehr mineralisch bzw. metallischen Ausmaßes ist. Gegen Ende ist noch eine gewisse Süße vorhanden. Wenn die Kohlensäure nachlässt, wird es noch alkoholischer und vor allem kratzt es kurz am Gaumen. Es erinnert geschmacklich eher an einen billigen Whiskey, Man hat hier die Malznoten bzw. sogar leicht torfige und karamellige Noten des Whiskeys und eine leicht brennende alkoholische Note.

Zum Fazit: Ein eher unsägliches Bier, bei dem mir vor allem die alkoholischen Noten aufstoßen. Ich finde diese wirklich in höchstem Maße störend und unangenehm. Daher reicht es auch nur zu einer Wertung von 1 Stern. Man kann hier alternativ auch einen niedrigpreisigen Whisky pur trinken und kommt ungefähr zu dem selbe Geschmackserlebnis.