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Apostelbräu Dinkel Bock

Im nächsten Biertest habe ich wieder ein Bier von der Apostelbräu aus dem niederbayerischen Hauzenberg im Landkreis Passau. Die Brauerei ist bekannt dafür auch Biere anzubieten, bei denen Getreidesorten eingesetzt werden, die üblicherweise nicht im Bier landen, sondern eher für die Herstellung von Tierfutter, Backwaren oder andere Lebensmittel verwendet werden. So ist das auch beim Dinkel Bock der Fall, eine stärke Version ihres bekannten Dinkelbieres. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelorangenes bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßliches Aroma. Man hat auf der eine Seite weizige, süßliche Noten, die aber von einem durchaus fruchtigen leicht bananigen Duft überlagert werden.

Zum Geschmack: Geschmacklich zeigt sich ein zunächst doch recht herbes Bier im ersten Eindruck. Man hat eine schöne hopfige Noten die dieses Bier auszeichnen. Bei Bockbieren speziell obergärigen findet man das eher weniger, und mir gefällt dieser Aspekt durchaus. So hat man einen fruchtig hopfigen Abgang mit Noten von Nelke, bei dem aber auch eine leichte Banane vorbeischaut. Für meinen Geschmack erinnert mich das auch ein wenig an Melone. Dazu kommen natürlich sehr kräftige und würzige Getreidenoten, die den gesamten Trinkverlauf begleiten.

Zum Fazit: Im Grunde schmeckt dieses Bier ähnlich wie ein Weizenbock, was auch nicht verwunderlich ist, da Dinkel selbst auch Getreide ist welches zur Gattung Weizen gehört. Mir schmeckt es wirklich ganz gut, es fehlt aber noch das gewisse Etwas für die ganz hohen Gefilde. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Bielefelder Abendrot

Bielefeld, ob es diese Stadt nun gibt oder nicht, ist nun wahrlich nicht als Bierstadt bekannt. Obwohl in Bielefeld schon seit Jahrzehnten nicht mehr gebraut wurde, hat mit Dr. Oetker der Mutterkonzern von Deutschlands größter Brauereigruppe, der Radeberger Gruppe, hier seinen Sitz. Diese sprichwörtlich lange Durststrecke fand nun glücklicherweise im Jahr 2016 mit der Gründung der Bielefelder Braumanfaktur durch Mike Cacic ihr Ende. Zunächst noch als Gypsy Brauer in der Schlossbrauerei Rheder und der Westheimer Brauerei unterwegs, hat er seit 2022 auch eine eigene Brauerei auf dem Gelände der ehemaligen Möllerwerke im Stadtteil Brackwede. Vorrangig eher klassische Bierstile finde sich im Sortiment, wie Helles und Pils. Mit dem Bielefelder Abendrot, meinem heutigen Testbier finde sich aber auch ein Dunkles bzw. Rotbier im Sortiment. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rostbraunes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum und auffällig schwimmende Hefeteilchen.

Zum Geruch: Ein karamelliges, röstig angehauchter Geruch. Dazu habe ich eine leicht beerige Nuance.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, dass im Antrunk noch zurückhaltend ist, aber dann in Richtung Abgang seinen vollen Geschmack ausbreitet. Zunächst noch etwas röstig, bringt es dann eine sehr feine beerig süßliche Aromatik mit. Es zeichnet ein wunderbares Wechselspiel zwischen diesem süßlichen nussig-karamelligen und einer immer wieder dazwischen kommenden herb röstigen Note, die dem Bier eine gewisse Würze verleiht. Im Nachgang dominiert aber dieses nussig karamellige, das je länger es im Mund durchaus auch süßer wird. Leitgeschmack ist aber diese wunderbaren Karamellnoten.

Zum Fazit: Ein wirklich sensationelles Bier. Eines der besten Rotbiere die ich bisher hatte. Vor allem dieses sehr gut ausbalancierte Wechselspiel zwischen Karamell und Röstnoten überzeugt mich wirklich. Von mir gibt es daher die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Bimberla Helles Unfiltriert

Das Bimberla Bier der Braukommune Kunigundenberg in Lauf an der Pegnitz ist nun mein nächstes Testbier auf diesem Blog. Stilistisch ist das Bier ein unfiltriertes Helles mit einem Alkoholgehalt von 4,9%. Im Allgemeinen bedeutet der fränkische Ausdruck Bimberla so viel ein Wichtigtuer oder eine kleine kompakte Person. In Lauf an der Pegnitz, der Heimat der Brauerei, gibt es zudem eine Sagenfigur namens Bimberla über die allerlei Geschichten erzählt werden.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mehr als üppigen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht in der Nase erstaunlich fruchtig, leicht keksig und auch karamellig mit ein wenig Bisquit.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen Geschmack der anfangs noch etwas teigiges hat, dass an Bisquit oder auch etwas an Plätzchenteig erinnert. Im Abgang kommt dann ein Schwall Hopfenherbe. Das Bier ist wirklich süffig und hat einen harzig fruchtigen Abgang mit schönen keksig karamelligen Noten. Dazu wird am Gaumen auch der Hopfen mit feinen Bitternoten vorstellig.

Zum Fazit: Sicherlich nicht wirklich etwas Besonderes, vor allem im Franken. Aber dennoch ein Bier, das die fränkische Biervielfalt definitiv bereichert. Man kann es gut trinken, es ist super süffig und auch seine unkomplexe einfachere Art macht es zu einem wirklich gut trinkbaren Feierabendbier im Biergarten. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Vilser Bergbräu Zugspitzbier

Die Zugspitze ist bekanntlich mit einer Höhe von 2962 Metern der höchste Berg Deutschlands. Unmittelbar neben dem Gipfel verläuft die Grenze zum Bundesland Tirol, womit sich ein Teil des Zugspitzmassiv, nämlich vornehmlich der westliche Teil in Österreich befindet. Der Ort Vils hingegen liegt zwar auch in Tirol an der deutschen Grenze, jedoch durchaus ein Stückchen entfernt von der Zugspitze, wenngleich man sie von der Stadt aus durchaus sehen kann. Benannt ist die Stadt nach dem gleichnamigen Fluss, der hier in den Lech fließt. Von der im Ort ansässigen Vilser Bergbräu gibt es nun passend zu dieser ganzen Thematik im folgenden Test das im Haus gebraute Zugspitzbier, dass einen Alkoholgehalt von 4,9% hat.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges Aroma mit gewissen getreidigen Noten.

Zum Geschmack: Auch hier macht sich ein würziger Geschmack bemerkbar, der im Abgang leicht karamellige bzw. hefige Noten auf sich vereint. Hier schmeckt man dann auch leicht zitrus bzw. etwas, dass an Plätzchenteig erinnert. Dominant ist hierbei vor allem eine sehr hoch dosierte Kohlensäure, die bis in den Abgang ausstrahlt und dort in leichte Hopfennoten übergeht. Im Nachgang bleibt etwas hefiges im Mund zurück. Auch gegen Ende zeichnet sich dieses Bier vor allem durch seine sehr lebendige Kohlensäure aus, die das Bier wirklich spritzig und süffig macht.

Zum Fazit: Insgesamt ist das Bier sehr lebendig und spritzig. Im Körper ist es eher schlank und geschmacklich eher etwas milder. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Bräunlinger Kellerpils

Bräunlingen ist eine pittoreske Kleinstadt auf der Baar im Südwesten Deutschlands. Neben der schönen Altstadt hat das Städtchen auch biertechnisch mit der 1760 gegründeten Löwenbrauerei für alle Bierliebhaber etwas zu bieten. Gegründet von Baldus Enderle wird die Brauerei heute noch immer von Nachfahren des Brauereigründers in der mittlerweile 7ten und 8ten Generation geführt. Auch dem Thema Craft Bier und das damit verbundene handwerkliche Brauen ist man sehr aufgeschlossen und so habe ich vor langer Zeit schon einem den vielfach ausgezeichneten Black Lion aus dem Hause Löwenbräu vorgestellt. Heute widme ich mich aber einem anderen Klassiker, nämlich dem Kellerpils, das in eine durchaus recht ungewöhnliche, sehr bauchige Bügelflasche gefüllt ist. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes bis orangenes Bier. Es hat einen durchaus stabilen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig frisches Aroma mit einer ordentlichen Zitrusnote zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein spritziges Bier mit einer im Geschmack durchaus ordentlichen Zitrusnote. Im Abgang zeigt sich eine feine Hopfenbittere. Der Körper des Bieres ist eher schlank gehalten und man hat einen aromatische, sehr zitruslastige Hopfenbittere im Abgang. Die Kohlensäure des Bieres ist gut dosiert und macht das Bier insgesamt sehr spritzig. Auch im weiteren Trinkverlauf habe ich ein schlankes Bier, das vor allem mit sehr frisch wirkendem grasig bitteren Hopfen und einem schönen Ztrusaroma das lange den Mund ausfüllt überzeugt.

Zum Faztt: Ein sehr lebendiges und erfrischendes Kellerpils. Ich empfinde es als sehr erfrischend und frisch mit dezenter Hopfenbittere und einer ordentlichen Portion Zitrusaroma. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Langwieser Diamant

Das Diamant von Josef Langwieseres Edelbierschmiede ist ein unfiltriertes Helles, wenn man so will ein Kellerbier, welches im Stile eines Hellen Lagerbieres gebraut wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein sehr trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier ist getreidig Süß, hat aber auch deutliche Honignoten in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem süßlich säuerlichen Einstieg. Es ist insgesamt auch durchaus erfrischend. Man hat zudem einen durchaus eher schlanken Körper. Vor allem aber eine im Einstige doch leicht säuerlich süße Geschmacksnote. Überzeugend ist vor allem die schöne leichte Honigsüße, wenngleich ich die Säure etwas zu penetrant finde. So wirkt es etwas unausbalanciert. Die Kohlensäure wirkt belebend und macht das Bier erfrischend.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist etwas unausbalanciert und hat mir persönlich eine etwas zu penetrante Säure.

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Stoxbräu Brauhaus

Von Stoxbräu, einer erst 2020 gegründete Brauerei aus dem fränkischen Stockheim gibt es nun das Brauhaus Zwickelbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht karamelliger Duft steigt mir in der Nase empor.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem sehr kräftigen Köper. Im Abgang kommen karamnellige Noten zum Vorschein, die sich dann auch im Nachgang gut im Mundraum ausbreiten. Diese Noten sind zwar gut wahrnehmbar, jedoch habe ich diesem Geschmack bei anderen Zwickelbieren schon ausgeprägte erlebt. Der Hopfen ist nur dezent und das Bier insgesamt eher milder im Geschmack.

Zum Geschmack: Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen. Ein sehr süffiges Kellerbier, das mir aber eine Spur zu mild geraten ist.

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Hoepfner Helles

Mal wieder etwas aus dem Ländle, wenn auch aus Baden, habe ich in meinem nächsten Biertest nun im Glas. Von der Brauerei Hoepfner aus Karlsruhe nehme ich nämlich deren Helles unter die Lupe. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier wirkt auf mich brotig mit einem Hauch von Zitrus in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das sehr erfrischend wirkt. Es ist etwas süßlich im Geschmack. DIe Kohlensäure sorgt dafür, dass das Bier insgesamt schön spritzig ist und auch leicht und erfrischend wirkt. Dadurch ist es sehr süffig und lässt sich zügig trinken. Die Geschmacksintensität ist eher nicht besonders ausgeprägt und das Bier insgesamt eher mild.

Zum Fazit: Ein ganz nettes, recht süffiges Bier. Aber insgesamt schon recht mild aber nicht wässrig. Daher gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Elch Nix Amore

Erst 2007 gegründet ist die Elch Brauerei im fränkischen Thulsbrunn noch vergleichsweise jung. Dennoch hat sie bereits eine feste Fangemeinde und auch ich werde mit dem Nix Amore getauften Kellerbier nun das nächste Bier nachlegen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen eher nicht wirklich besonders ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein überraschend fruchtig blumiger Geruch gemischt mit Karamell in der Nase.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist das Bier zunächst süßlich, jedoch ist es in Richtung Abgang überraschend hopfig am Gaumen, sogar etwas fruchtig bis floral. Es ist ein würziges Bier, dass die hopfige Komponente ganz klar am Abgang hat. Es ist auch etwas getreidig. Insgesamt ist es ein hopfenbetontes Kellerbier, das auch eine gewisse Fruchtigkeit in Richtung Abgang besitzt, die durchaus zu überzeugen weiß.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein eher würziges, aber deswegen keinesfalls schlechtes Kellerbier. Dennoch kein Kellerpils, da durchaus auch Getreidenoten zu erkennen sind.

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Stöhrs Sonjas Süffiges Seidla Helles

Handgebrautes fränkisches Bier aus Kirchlauert. Das verspricht die Mikrobrauerei Stöhrs Brauart. Betrieben wird diese von Jonas Stöhr, der die Brauerei 2018 gründete. In Kleinsuden werde hier die verschiedensten Biere hergestellt unter anderem auch ein unfiltriertes helles Lagerbier namens Sonjas Süffiges Seidla. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas hefig und hat auch Zitrusaromen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass einem insgesamt kräftigen Körper hat und auch einen leicht süßlichen Abgang aufweist. Dazu strahlt das Bier eine durchaus interessante hefige Fruchtigkeit aus die auch etwas ins bananige geht, jedoch vor allem im Nachgang etwas zu süß ist. Eine leichte Hopfenwürze zeigt sich dennoch im Abgang. Es zeigt sich auch eine leichte Säure und insgesamt würde ich das Bier schon als recht süffig beschreiben.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ja es ist durchaus ein wenig zu mild und im Abgang auch teilweise etwas zu süß. Dennoch finde ich es durchaus recht ausgewogen und süffig im Gesamteindruck.