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Hummel Leonhardi Bock

So langsam kommen die kalten Tage und es geht steil auf die Adventszeit zu. Das heißt es beginnt für die Bierkenner die Saison vieler Bock und Festbiere. Da auch ich ein Freund dieser Spezialitäten bin und mich jedes Jahr aufs neue auf diese Zeit freue, gibt es im heutigen Test mal wieder einen Bock. Ausgesucht habe ich mir den Leonhardi Bock. Ein saisonales Bier der Brauerei Hummel, aus dem fränkischen Merkendorf. Es ist erhältlich von Anfang November bis 3 König und besitzt stolze 7,5% Alkohol.

Zur Optik:  Bernsteinfarbenes bis kupfergoldenes Bier. Es ist klar filtriert mit einem schönen weissen Schaum.

Zum Geruch: Malzig, aber auch leicht alkoholischer Geruch. Sehr ölig und ätherisch.

Zum Geschmack: Im Abgang fällt zunächst einmal eine recht herbe Note auf, die auch ein wenig alkoholisch schmeckt. Insgesamt fast schon zu alkoholisch dieses Bier. Ansonsten ist vom Malz nicht so wirklich viel zu schmecken. Diese störende alkoholische Note nimmt dem Bier insgesamt leider viel vom Geschmack.

Zum Fazit: Schade, hatte ein wenig mehr von diesem Bier erwartet aber die alkoholische Note ist mir hier zu dominant und so ist es auch nicht wirklich bekömmlich. Hierfür gibts nur 2 Sterne.

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Benediktiner Hell

Zum einläuten des Wochenendes gibt es mal wieder einen Biertest. Was passt da besser als ein unkompliziertes Helles um einen der letzten sonnigen Tage im Jahr zu genießen. Das Helle, welches sich im Test befindet, ist das Benediktiner Hell. Ursprünglich eine Marke der Ettaler Klosterbrauerei, wird die Marke Benediktiner seit ein paar Jahren, von der Bitburger Brauereigruppe vertrieben und von der zu ihr gehörigen Licher Brauerei in Hessen gebraut. Wenngleich die Ettaler Klosterbrauerei weiterhin unabhängig ihre Biere unter der Marke Ettaler braut, so erkannte Bitburger wohl das Potential der Marke Benediktiner und vertreibt diese deutschlandweit, in einer Kooperative mit der Ettaler Klosterbrauerei, als original bayerisches Kloster- und Qualitätsbier. Insofern ist das Bier in gewisser Weise eigentlich eine kleine Mogelpackung, da nicht mehr wirklich viel ursprünglich bayerisches, geschweige den klösterliches in ihm steckt. Man muss aber dazu sagen, das diese Kooperation auch auf Initiative des Ettaler Klosters zurückgeht, da diese in ihrer eigenen Brauerei nicht genug Kapazitäten hatte um die Nachfrage nach Benediktiner zu befriedigen. Nun bin ich also mal gespannt, ob diese hessisch/bayerische Kombination an Klassiker wie das Augusitiner heranreicht. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Klar filtriertes Bier. Es ist golden und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges Aroma. Es ist eher auf der kernigen Schiene, als im süßen Bereich zu Hause. Dazu kommt ein leicht karamelliges Aroma.

Zum Geschmack: Dieses Bier hat einen sehr prägnanten, getreidigen, aber irgendwie auch leicht seifigen Nachgeschmack, der sich sofort einprägt. Dieser klingt aber nur kurz an. Insgesamt hat das Bier einen getreidigen Grundton, der von einer gewissen Malzsüße untermalt wird. Die Kohlensäure ist nur marginal vorhanden und das Bier recht süffig. Es könnte hier einfach noch ein wenig mehr prickeln, sodass es noch erfrischender wäre.

Zum Fazit: Ein ganz solides Helles, welches aber leider mit Nichten an die original bayerischen Klassiker hinreicht. Außerdem hat es ein paar unschöne Beigeschmäcker. Dennoch ganz gut trinkbar. Hierfür gibts 3 Sterne.

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Vulkan Porter

Zum Ausklang des Wochenendes gibt es zur späten Stunde nochmal einen Biertest im Programm. In diesem Biertest wird es dieses mal wieder ein wenig craftig, den die Sorte die verkostet wird ist eher nicht so eine typisch Deutsche, sondern eher ein Englische Biersorte. Es handelt sich um ein Porterbier. Diese Biersorte verdankt ihren Namen den englischen Hafenarbeitern in London, die dieses Bier gerne konsumierten. Beim klassischen englischen Porter handelt es sich hierbei um ein obergäriges dunkles Bier. Er ist in anderer Form aber auch in anderen Gegenden verwurzelt. Hauptsächlich in Hansestädten ist er bekannt, die über die Handelsbeziehungen in Kontakt mit eben jener englischen Biersorte kamen. Nun aber zum Biertest. Verkostet wird heute der Porter der Vulkanbrauerei, die wie der Name vermuten lässt sich in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz befindet. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 6,0%.

Zur Optik: Schwarzes Gebräu, das sehr trüb wirkt. Der Schaum hat eine braune Färbung, ist aber dennoch sehr stabil.

Zum Geruch: Sehr intensiver röstiges Aroma, dass einem da in die Nase fliegt. Aber auch eine deutliche Lakritzspur ist zu riechen. Diese röstigen Kaffeenoten sind aber am dominantesten.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist leider erstaunlich wässrig. Jedoch hat dieses Bier im weiteren Trinkverlauf dann doch einen ordentlichen Kaffeeton, der durch die leicht herben Noten authentisch wirkt. Im weiteren Verlauf kommen diese Kaffenoten immer besser zum Tragen und lassen den etwas wässrigen Einstieg sehr schnell vergessen.

Zum Fazit: Ein soldies und ordentliches Gebräu, welches auch wirklich sehr schöne Kaffeenoten aufweist. Insgesamt ist es mir aber ein wenig zu eindimensional auf diese ausgerichtet. Hierfür gibts 3 Sterne.

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Augustiner Weissbier

Heute ist Bayernwahl. Passend dazu gibt es daher heute ein Bier aus Bayern. Es stammt natürlich aus der Landeshauptsadt München, in der sich die politischen Geschicke des Freistaats abspielen. Produziert wird es von der einzigen noch privat geführten Münchner Großbrauerei, der Augustiner Bräu . Diese, vor allem durch ihren Edelstoff bekannte Brauerei, stellt auch ein Weißbier her, welches ich heute testen werde. Mal Schauen ob auch dieses Bier so überzeugt. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Naturtrübes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eher geruchsneutral in der Nase. Leichte Banane und etwas weizig getreidig.

Zum Geschmack: Ein Bier, dass nicht so rund wirkt in den ersten Schlücken. Es ist weizig und hat ein wenig hefige Noten im Abgang. Es ist ab und zu ein wenig kernig. Ansonsten ist es aber nicht besonders auffällig und im Nachgang hat man ein wenig Noten die nicht so recht passen und ein wenig alkoholisch wirken.

Zum Fazit: Ein ziemlich langweiliges und unspektakuläres Bier man kann es zwar trinken, aber da gibt es deutlich bessere Weißbiere. Ich bleibe dann doch eher beim Edelstoff. 3 Sterne.

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Sternquell Pils

Da gestern der Tag der deutschen Einheit war, geht es im heutigen Biertest in den Osten der Republik. Es geht ins Vogtland, einer sächsischen Region an de grenze zu Bayern bzw. Franken. Dort in der größten Stadt der Region, nämlich in Plauen, hat die Sternquell Brauerei ihren Sitz. Seit der Reprivatisierung 1990 zur Kulmbacher Brauereigruppe gehörend, existiert dieser Betrieb schon seit 1857. Getestet wird heute das Flaggschiff der Brauerei, das Pils. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen, mittleren weissen Schaum.

Zum Geruch: Leicht hopfig und blumig. Dazu leichte malzige Noten. Irgendwie auch ein wenig gurkig.

Zum Geschmack: Leicht hopfiger und bitterer Einstieg ins Bier mit einer gewissen Hopfennote im Abgang. Das Grundaroma bestimmt sich aber eher durch ein wenig süßliche Malznoten, die vor allem im Nachgang ein wenig im Gaumen und in der Rachengegend nachhallen. Die Kohlensäure prickelt ordentlich und kratzt sogar ein wenig am Gaumen. Es fehlt einfach ein wenig an entscheidender Hopfenherbe. Diese ist mir insgesamt zu gefällig und zu zurückhaltend.

Zum Fazit: Ein Bier für Pilsliebhaber die es eher mild mögen. Mir fehlt hier einfach die entscheidende Portion Hopfen bzw. einfach ein herber Geschmack um dieses Bier abzurunden. Eher Durchschnitt und nicht besonderes. Eigentlich auch nicht so richtig ein Pils. Hierfür gebe ich leider nur 2 Sterne.