Veröffentlicht in 5-Sterne

Autenrieder Leonhardi Bock

Neben dem Festbier ist die dunkle Jahreszeit und speziell die Weihnachtszeit ein idealer Anlass sich wieder den stärkeren Bieren zu widmen. Daher werde ich dies auch heute in meinem Blog tun. Zu verkosten gibt es dabei den Leonhardi Bock der Autenrieder Brauerei. Die Autenrieder Brauerei befindet sich in Bayern in der Nähe von Ulm und Günzburg. Seinen Namen hat das Bier von seinem Schöpfer, dem Senior Chef Leonhard Feuchtmayr. Der Alkoholgehalt liegt Bockbiertypisch bei starken 7,7%.

Zur Optik: Ein röstbraunes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein nussig kramelliges Bier mit einer leicht röstigen Note. Dazu kommen reife Früchte und en wenig Karamell.

Zum Geschmack: Ein schön runder Geschmack von malzigen Noten, die eine gewisse Karamelle Veredlung haben. Diese leicht bittere Spur im Abgang, die die karamelligen Noten zusätzlich unterstützt macht dieses Bier wirklich bekömmlich. Das sich vor allem im Abgang diese rostigen Noten mit einer gut rezensierten Malzsüße vermischen muss man diesem Bier hoch anrechnen. Auch im Nachgang setzen sich diese Nuancen fest und erzeugen so ein Profil, welches Lust auf den nächsten Schluck macht.

Zum Fazit: Ein wirklich klasse Bockbier, das ich jedem nur empfehlen kann. Hier passen einfach alle Nuancen zusammen und es wirkt sehr rund. So habe ich auch kein Problem hier eine Wertung von 5 Sternen zu geben.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Leffe Winterbier

Das es auch außerhalb Deutschlands die Tradition gibt Winter bzw. Weihnachtsbiere zu brauen möchte ich mit meinem folgenden Biertest unter Beweis stellen. Von der weltweit bekannten belgischen Biermarke Leffe hat es deshalb heute das Winterbier in den Test geschafft.  Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,6%.

Zur Optik: Ein rotbraunes Bier mit einem schwärzlichen Stich. Es wirkt nur leicht trüb.

Zum Geruch: Man hat zum einen röstige Malznoten. Dazu kommen aber auch die Orangen und Koriander durch. Dazu hat man Lakritznoten.

Zum Geschmack: Auch hier ist es zunächst ein recht herber-kräutiriger Einstieg in das Bier. Es wirkt sehr würzig. Vor allem der Koriander kommt durch. Es hat einen sehr weihnachtlichen Tuch der sehr gut durchkommt und an Zimt und Lebkuchen erinenrt. Im Abgang ist es sehr herb mit einer gewissen Lakritznote. Insgesamt hat es eine recht herbe Note mit einem etwas störenden zu süßlichen Beigeschmack.

Zum Fazit: Für den gewöhnlichen Trinker eventuell zunächst etwas abschreckend, hat es jedoch eine Aromenvielfalt die vieles was uns beim Thema Weihnachten in de Kopf kommt mitbringt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hirsch Honer Weihnachtsbier

Zum ersten Advent werde ich in meinem heutigen Bietrag natürlich ein Weihnachtsbier verkosten. Es wird dabei heute das Weihnachtsbier der Hirschbrauerei Honer aus Wurmlingen im südlichen Baden Württemberg geben. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr brotig und getreidig. Es hat eine sehr süßliche Note und erinnert leicht an reife Äpfel oder Birnen. Ein ganz klein wenig ist es karamellig.

Zum Geschmack: Hier ist es ein sehr schönes von karamelligen Noten überzogener erster Eindruck. der sich auch bis in den Nachgang festsetzt. In den Backengegenden bestätigen sich bis Weilen die Eindrücke der fruchtigen Noten, die an äpfel bzw Birnen erinnern und auch eine leicht Bratapfelnote enthalten. Eventuell entsteht sogar der Geschmackseindruck eines kandierten Apfels.

Zum Fazit: Ein recht solides Festbier mit einer schönen Getreidenote die etwas von Lebkuchen hat. Es ist ansonsten auch noch mit schönen Bratapfelnoten ausgestattet. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

St. Feuillien Belgian Coast IPA

Im heutigen Test habe ich wieder etwas aus dem Bierland Belgien. Es geht in die wallonische Stadt La Roeulx. Dort befindet sich die Brauerei St. Feuillien, die nach einem gleichnamigen irischen heiligen benannt ist. Dieser Heilige hat in sofern einen Bezug zur Region, da er in der Gegend um die heutige Stadt ermordet wurde. Die Brauerei aber entstand viel viel später und wurde erst 1873 von den Friarts gegründet. Sie sind auch heute immer noch Eigentümer der Brauerei und führen sie schon in vierter Generation. Meine heutiges Testbier ist das Belgian Coast IPA, welches

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man riecht sehr deutlich Mandarine und Orange. Es ist sehr fruchtig und auch leicht bitter.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es leicht bitter und auch aromatisch mit eben benannter Orange und Mandarine. Je länger man den Geschmack im Mund behält, desto bitterer wird es am Gaumen. Im weiteren Trinkverlauf wird es etwas bitterer und ist nur noch in Ansätzen so fruchtig wie im Einstieg. Es ist sehr trocken im Abgang und wird immer bitterer. Die Bittere hat aber einen gewissen aromatischen Einschlag.

Zum Fazit: Ein IPA, das ganz in Ordnung ist, jedoch überhaupt nichts spektakuläres darstellt. Ich kann dem Bier so nur eine Wertung von 3 Sternen geben.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Meckatzer Hell

Im heutigen Test habe ich ein Bier der Löwenbrauerei aus Meckatz im Allgäu. Das Meckatzer Hell gibt es zwar erst seit ein paar Jahren, jedoch hat es sich innerhalb kürzester Zeit eine große Fangemeinde, auch außerhalb des Allgäus, aufgebaut. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Der Schaum ist nicht wirklich üppig und verschwindet relativ schnell wieder.

Zum Geruch: Eine getreidig malzige Note mit leichten fruchtigen Einflüssen von Birne und grünem Apfel. Wie ich finde ist es sogar leicht säuerlich.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist dieses Bier recht neutral. Vor allem finde ich das die Kohlensäure recht hoch dosiert ist und dadurch jeglichen Geschmack überdeckt. Es wirkt so auch zunächst nicht richtig bekömmlich, da es mir für ein Helles ein wenig zu sprudelt, was einen oft aufstoßen lässt. Im weiteren Trinkverlauf gewinnt dieses Bier  an Substanz, bleibt jedoch in seiner Grundform recht charakterlos. Hier und da ist einmal ein Hauch von Malz zu erkennen aber ansonsten ist es recht wässrig. Die anfangs zu hoch dosierte Kohlensäure ist mittlerweile recht r zurückgegangen und so wird das Bier deutlich angenehmer. Ein feine Malzsüße mit einer leichten Honignote ist nun vorhanden und bleibt bis zum Ende bestehen.

Zum Fazit: Ich finde es ein schlussendlich doch ein recht ordentliches Helles, wenn die Kohlensaure verschwindet. Ich kann mir ankreiden lassen, das es bei meinem Test eventuell 1-2 Grad zu warm war und es kälter dann noch bekömmlicher ist. Eventuell muss ich das in einem Nachtrag noch korrigieren. So gibt es aber auf jeden Fall 3 Sterne. Es hat zwar seine schwächen, aber Potential ist vorhanden.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Docs Dinkel Saison

Nach sehr sehr langer Zeit habe ich im heutigen Test wieder ein Bier aus Docs Spezialitätenbrauerei. Die Brauerei die immer noch eine gewissen Hombrew Charme versprüht befindet sich im Rottenburger Ortsteil Schwalldorf und bringt ständig wechselnde Biere in kleinen Mengen auf den markt insofern gleicht kaum ein Bier dem anderen und es gibt immer wieder neue spannende Sorten zu testen. Eines davon ist das Dinkel Saison, das ich heute verkosten werde. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein trübes oranges Bier. Der Schaum ist ordentlich und weiß.

Zum Geruch: Ein zitronig, orangenes Aroma. Es ist sehr fruchtig und hat dazu noch eine leicht blumige Note.

Zum Geschmack: Ein zitronig fruchtiges Bier, bei dem der Mix aus Zitrone und Orange sehr gut durchkommt. Man schmeckt, das es säuerlich angehaucht ist, jedoch ist es nicht zu bitter, sondern prickelt auch schön vor allem auf der Zunge. Jedoch finde ich es an der Gaumengegend etwas zu kratzend und es wirkt schon ein wenig störend. Gelegentlich kommt eine Note vom Pfirsich in der Gaumengegend auf.

Zum Fazit: Ein Bier, das wirklich im Ganzen einem belgischen Saison entspricht und diesen Bierstil auch sehr gut trifft. Ich gebe dem Bier eine Bewertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Grünbaum Hefepils

Heute habe ich wieder ein Bier einer Brauerei im Test, die es auch schon länger nicht mehr gibt. Nach einem schleichenden Niedergang gab die Aalener Grünbaum Brauerei im Jahre 2011 schließlich komplett auf. Nachdem die Heubacher Brauerei ab 2003 schon schrittweise die Produktion der Grünbaumbiere übernommen hat, übernahm sie nun die Markenrechte komplett. Das Hefepils ist das einzige was von der Grünbaum Brauerei noch übrig geblieben ist, wobei die denkmalgeschützten Brauereigebäude auf dem Aalener Galgenberg auch weiterhin erhalten werden und in einen Wohnungsneubau integriert werden. Das Hefepils hat einen Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, sehr helles Bier. Ein Art strohige Farbe besitzt das Gebräu

Zum Geruch: Es ist recht geruchsneutral. Es riecht leicht hefig und karamellig. Dazu ein wenig teigig.

Zum Geschmack: Ein sehr spärlich besetzter Geschmack. Es kommt zwar vor allem im Abgang ein wenig der Hopfen durch, aber insgesamt ist es im ersten Eindruck recht flach. Dafür sprudelt es sehr und ist recht spritzig. Auf der Zunge prickelt der Hopfen ein wenig, dennoch ist vor allem vom Malz weiterhin recht wenig im Spiel. Auch am Ende schmeckt man den Hopfen noch deutlich, jedoch ist die bestehende Problematik weiterhin vorhanden.

Zum Fazit: Es ist nun mal ein Pils und der Alkoholgehalt ist dementsprechend auch schlank. Es mag einigermaßen spritzig sein, jedoch fehlt dem Bier einfach etwas an Körper. Von mir erhält es eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

VonFreude Wunder Weizen Weizenbier

Im heutigen Test gibt es wieder ein Bier aus der Hansestadt Hamburg, die so viele verschieden Craftbeerprojekte beheimatet. Eines davon ist von Freude die seit 2013 den Markt mit ihren Bieren bereichern. Aus ihrem Sortiment ist das Wunderweizen, ein Weizenbier, das mit den Aromahopfensorten Chinook und Simcoe verfeinert wurde in meinem heutigen Test. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes bis orangenes Bier. Der Schaum ist sehr stabil und beständig.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiger Geruch. Es hat tropische Anaklänge aber auch Beeren schwingen mit. Nelke hat man zusätzlich noch in der Nase.

Zum Geschmack: Hier ist es dann ganz anders als im Geruch. Die tropischen Fruchtnoten kommen anfangs gar nicht so durch, sondern machen sich erst gegen Ende im Abgang bemerkbar. Stattdessen machen sich im Antrunk Zitrusnoten im Mund breit. Hinten heraus verlagern sich die Zitrusnoten dann in den Abgang und drängen die Fruchtnoten fast vollständig heraus. Jedoch schwingt eine gewisse tropische Fruchtigkeit immer im Grundton mit. Dadurch ist leider vom Malz fast gar nichts zu schmecken. Am Gaumen wird es sogar ein wenig herb.

Zum Fazit: Ein etwas anderes Weizen, das sich vor allem von der aromatischen und bisweilen auch tropischen Seite zeigt. Es ist jedoch geschmacklich ein ständiges auf und ab und nicht wirklich beständig. ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Hansa Export

Im heutigen Test habe ich mit dem Hansa Export ein richtiges Kultbier aus dem Ruhrpott im Test. Vor allem in der Punk und Biker Szene, aber auch sonst bei jungen Leuten waren die Hansa Biere in den 80er und 90er Jahren ein sehr beliebtes Partygetränk. So verwundert es auch kaum, das diese Dortmunder Biermarke schon den ein oder anderen Fernseh- und Kinoauftritt hatte. Hansa ist dabei alles andere als ein Premium Produkt sondern bewusst im Billigsegment angesiedelt. Im Gegensatz zu den Marken der Discounter steckt hinter Hansa aber eine eigene Dortmunder Brauerei gleichen Namens. Die Brauerei existiert noch heute und befindet sich unweit des Borsigplatzes. Im Zuge der Konzentration im Dortmunder Biermarkt wurde auch Hansa 1971 von der DAB übernommen, die jedoch 1982 auf das Gelände der Hansa umsiedelte und dort eine neue moderne Brauerei errichtete. Heute werden fast alle bekannten Dortmunder Biermarken in dieser einen Brauerei gebraut. Das Export das ich heute verkoste hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein goldenes , klar filtriertes Bier. Der Schaum ist nicht besonders üppig.

Zum Geruch: Ein recht neutrales Bier vom Geruch her. Es ist ein wenig getreidig, aber sonst gibt es nicht viel her.

Zum Geschmack: Es riecht recht neutral. Ein wenig getreidig bis süßlich ist es im ersten Eindruck aber sonst ist es recht Geschmacksneutral. Im Abgang ist es ein wenig hopfig, aber ansonsten eher wässrig. Im weiteren Trinkverlauf ist das Bier auch weiterhin eher nicht sonderlich spektakulär. Es ist nur ein wenig malzig, jedoch schmeckt man meistens wirklich heraus das es sich um ein Industriebier handelt. Es schmeckt ein wenig metallisch und irgendwie ist auch der Hopfeneinfluss eher künstlich.

Zum Fazit: Naja, man bekommt bei diesem Bier was man erwartet. Es ist absolut nicht eklig und man kann es einigermaßen trinken aber sonst kommt nicht besonders viel rüber. Gegen Ende ist das Trinkvergnügen dann bis weilen stark eingetrübt. Ich gebe hier eine Wertung von 2 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Bierschau Unhelles

Die Bierschau ein Bierprojekt von Uwe Janssen aus Tiefenbach gibt es seit 2013. Tiefenbach ist eine Gemeinde in Niederbayern bei Landshut. Die Bierschau ist dabei auf klassische deutsche und bayerische Bierstile spezialisiert, die hier und da noch etwas moderner interpretiert werden. Das Unhelle, mein heutiges Testbier ist zum Beispiel ein dunkles Kellerbier. Der Alkoholgehalt ist mit 6% etwas höher als bei einem gewöhnlichen Kellerbier.

Zur Optik: Ein dunkelbraun bis schwarzes Bier. Es ist trüb und hat keine besonders große Schaumentwicklung.

Zum Geruch: Röstige und Kaffeenoten wechseln sich ab. Es riecht eher nach der bitteren Noten.

Zum Geschmack: Ein sehr intensives röstiges Aroma, das vor allem im Abgang stark am Kaffee erinnert, da sich hier zusätzlich noch schöne bittere Noten entfalten. Auch im Nachgang sind sie spürbar und machen so Lust auf den nächsten Schluck. Im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier recht auch noch recht trinkbar, auch wenn die Kohlensäure ein wenig zu stark dosiert ist und der röstige Charakter eines dunklen Bieres noch mehr durchkommen könnte.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes dunkles mit einer schönen röstig bitteren Note. Mich hat es insgesamt ganz gut überzeugt hier und da lässt es aber gegen Ende nach. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.