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Raab Kellerbier

Im nächsten Biertest habe ich wieder etwas fränkisches, dieses Mal von der Brauerei Raab aus Hofheim. Für eine Traditionsbrauerei ist diese aber noch gar nicht, wurde sie doch erst im Jahre 1937 gegründet. Damals eröffnete Michael Raab seine Gasthausbrauerei, die schon bald stetig wuchs und heute in der 3. Generation ebenfalls von Michael Raab geführt wird. Das Sortiment beschränkt sich auf Limonaden und klassische untergärige Bierstile von denen ich heute das Kellerbier vorstelle. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik. Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen durchaus passablen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig karamelliges, leicht süßliche Aroma zeigt das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Im Körper ist das Bier kräftig und die Kohlensäure ist wie es in Franken oft anzutreffen eher moderat dosiert. Im Abgang kommt etwas leicht karamelliges mit etwas Hopfen hinzu. Insgesamt hat man ein süffiges und vollmundiges Bier mit einer durchaus angepassten Würze. Der Hopfen passt hier wirklich sehr gut zu den leicht karamelligen Noten und auch etwas Zitrus schimmert im Abgang durch.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr gutes extrem süffiges Kellerbier in einer Qualität wie man sie aus Franken gewohnt ist.

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Maisels Urban IPA

Mit einem Schluck dieses Bieres tauch man laut Maisel & Friends in das pulsierende Leben der Großstadt ein und deshalb ist der Name Urban IPA wohl auch mehr als gerechtfertigt für dieses Bier. Einfach Etwas für jede sich bietende Gelegenheit soll dieses Bier sein und dabei nicht zu aufdringlich und komplex, aber keines Falls geschmacklos erscheinen. Stilistisch ist das neueste Bier aus Maisel & Friends Session Serie ein American IPA und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,6%. Übrigen gibt es das Bier auch als alkoholfreie Version.

Zur Optik: Ein trübes, hellorangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiger Geruch mit Grapefruit aber auch Orange, Zitrone und durchaus auch etwas leicht tropisches hat dieses Bier.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Mundgefühl durchaus rundes und auch würziges Bier mit einem hopfigen, aber bestimmten Abgang. Im Mundgefühl ist das Bier an für sich durchaus vollmundig, im Abgang ist es eher leicht fruchtig und nicht unbedingt zu bitter. Auf der Zunge prickelt es Anfang durchaus sehr. Eine leichte Säure und der Geschmack von Zitrusfrüchten runden den Geschmack ab. Der Nachgang ist leicht trocken. Der Körper ist präsent, aber nicht zu mächtig, sodass sich das Bier gut trinken lässt. Vor allem die Kohlensäure macht es spritzig und erfrischend.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes, nicht zu komplexes all Day IPA, wie es auf der Website beschrieben wurde. Das würde ich auch so unterschreiben. Insgesamt solide und ein gutes Einsteigerbier für all diejenigen, die mit einer solcher Art an Bier bisher noch nicht so viele Berührungspunkte hatten. Es geht bei diesem Bierstiel aber freilich auch noch einiges mehr, auch wenn dieses Bier dies gar nicht sein will. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Günther Bräu Sommer Halbe

Passend zur jahreszeit hat Günther Bräu aus Burgkunstadt eine Sommer Halbe im Sortiment, die jedes Jahr für die besonders heißen Tage gebraut wird. Stilistisch handelt es sich hier um ein naturtrübes Helles mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik. Ein trübes, orangenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiger Geruch bei dem zusätzlich noch ein leichter Hauch von Zitrus in die Nase kommt.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus überzeugendes Bier. Es ist etwas schlank im Abgang mit einem leicht süßlichen, aber auch an Zitrus erinnernden Ab- und Nachgang. Im Körper ist es dagegen angenehm schlank. Insgesamt wirkt das Bier auf mich sehr erfrischend mit einer fruchtigen Süße im Abgang, die mich doch stark an Apfel erinnert mit einem leichten hauch von Zitrus. Dennoch gibt der Hopfen durchaus auch etwas herbe, würzige Aspekte mit, die den Geschmack insgesamt sehr gut abrunden.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr gelungenes fruchtiges und erfrischendes Sommerbier.

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Hennemann Zwickl

Mit der Brauerei Henemann aus Sambach-Pommersfelden hat auch der für seine Biervielfalt weltbekannte Landkreis Bamberg Ende Juli wieder eine Braustätte verloren. Mangels Nachfolger haben sich die Eigentümer Hans und Siglinde Hennemann nämlich dazu entschlossen, Brauerei und Gasthof Ende Juli stillzulegen und in den verdienten Ruhestand zu gehen. Das ist natürlich zutiefst schade, aber doch irgendwo auch verständlich. In Erinnerung an die Brauerei verkoste ich folgenden Test nun noch einmal deren Zwickl, dass auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiger Geruch, der auch leicht brotig erscheint.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen durchaus würzigen Charakter. Der Körper ist einigermaßen schlank, aber verfügt dennoch über eine durchaus angenehme Würzung am Gaumen. Zudem ist das Bier sehr spritzig. gegen Ende zeigt sich noch eine etwas keksige Malznote und auch leichte Karamellnoten. Vor allem ist es jedoch diese schöne hopfige Bittere am Gaumen, die dem Bier den entscheidenden Kick gibt.

Zum Fazit: Wirklich ein richtig leckeres, vor allem eher hopfenbetontes Zwicklbier, das mir wirklich hervorragend schmeckt und deshalb auch eine Wertung von 4 Sternen bekommt.

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Weiherer Keller Märzen

Vom recht umfangreichen Sortiment der Weiherer Brauerei Kundmüller habe ich im folgenden Biertest das Kellermärzen. Erstmals gebraut anlässlich des 140 jährigen Jubiläums ist es ein Hommage an die Biere, wie sie schon zur Gründungszeit der Brauerei gebraut und getrunken wurden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger, vor allem sehr sehr karamelliger Geruch zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das sehr getreidig und kräftig ist, aber irgendwie aber auch sehr urig und im Abgang würzig wirkt. Es hat zudem eine ganz leichte Honigsüße, die dann und wann dazwischenkommt. Es ist ein sehr kerniges Bier, das mir aber im Abgang etwas zu süß ist und dieser doch etwas fruchtige Geschmack finde ich passt nicht so richtig zum restlichen Bier. Dennoch kommen auch schöne Karamellnoten und etwas von roten Beeren im Geschmack an.

Zum Fazit. Ein vor allem würziges, hopfig bitteres Bier, das dennoch auch über einen kräftigen Malzkörper verfügt. Die Fruchtnoten sind etwas unpassend aber dennoch wirklich lecker und geschmackvoll. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Aufsesser Hopfen Trunk

Den Hopfentrunk der Familienbrauerei Rothenbach aus den oberfränkischen Aufsess nehme ich nun im folgenden Biertest genauer unter die Lupe. Wie der Namen schon vermuten lässt steht bei diesem Bier der Hopfen im Mittelpunkt und zwar hier der Hersbrucker Doldenhopfen, welcher ebenfalls in Franken im Nürnberger Land angebaut wird. Bei diesem Bier handelt es sich also folglich um eine wirklich durch und durch fränkische Angelegenheit. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig grasiger Geruch. Er riecht leicht nach Zitrusfrüchten.

Zum Geschmack: Ich habe ein frisches Bier mit grasigem, leicht fruchtigem Hopfen, der im Abgang eine feine Süße und etwas Zitrusaroma offenbart. Das Bier hat eine wie ich finde ganz angenehme Hopfung, etwas Würze und auch Malzsüße im Abgang, schmeckt aber wie ich finde auch leicht nach Kräuterbonbons. Der Körper des Bieres zeigt sich insgesamt eher leichter, es ist aber im Abgang schön herb und leicht fruchtig. Insgesamt wirkt das Bier auch sehr vollmundig und dennoch auch sehr frisch. Die Kohlensäure ist eher ein wenig moderat und könnte durchaus noch etwas mehr sein, dann wäre es wirklich sehr süffig.

Zum Fazit: Im Geschmack ein sehr sehr wirklich ordentliches Bier mit sehr frischer Hopfennote. die aber sehr grasig ist mit einer guten Fruchtaromatik die an Zitrus erinnert. Von mir gibt es dafür 4 Sterne

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Thomann Kellerteufel

Die Brauerei Thomann ist eine recht kleine Landbrauerei im nur etwa 150 Einwohner zählenden Ort Wiesen welcher zu Bad Staffelstein gehört. Seit 1770 wird dort nachweislich Bier gebraut, seit 1870 durch die namensgebende Familie Thomann. Der Klassiker der Brauerei ist der Kellerteufel, der auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.


Zum Geruch: Ein brotiger, süßlicher und leicht teigiger Geruch steigt einem in die Nase. Es riecht auch etwas fruchtig eventuell nach Streuobst.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier sehr vollmundig. Zunächst hat man einen durchaus süßmalzigen, aber auch leicht fruchtigen in die Richtung von Apfel gehenden Geschmack. Im Abgang ist durchaus auch eine dezente Hopfennote, die etwas Würze ins spiel bringt vorhanden. Insgesamt gefällt mir beim Bier vor allem seine Vollmundigkeit. Es hat zwar schon eine durchaus ausgeprägte Süße im Geschmack, diese ist aber so gehalten, dass sie nicht unbedingt zu süß wird. Im Nachgang kommt etwas Hopfen und eben diese getreidige, leicht teigig wirkende Süße, die durchaus auch an Äpfel oder Birnen erinnert. Die Kohlensäure ist moderat gehalten, aber das Bier dennoch sehr süffig. Auch Karamellnoten klingen an.

Zum Fazit: Das klassische fränkische Land oder Kellerbier wird einem hier definitiv geliefert. Es ist nicht ganz so würzig wie andere Biere, dafür hat es eine sehr schöne Malzsüße, etwas Fruchtnoten und Karamell. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Hertl Der Leisi

Der Leisi ist der Cousin von Besitzer und Braumeister David Hertl. Da der Handwerker in der Brauerei gerne mit anpackt, wenn es irgendwo mal wieder klemmt, hat er von seinem Cousin ein eigenes Bier bekommen. Stilistisch handelt es sic um ein Rotbier mit einem Alkoholgehalt von 4,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein überraschend fruchtiges Hopfenaroma in der Nase. Es ist etwas obstig und hat auch Anflüge von Pfirsich oder Pflaume und das obligatorische Karamell.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, welches spritzig frisch ist und dennoch auch eine gute Portion Hopfen am Gaumen mitbringt, der es angenehm herb macht. Der Körper wirkt hingegen einigermaßen schlank. Das Bier ist dennoch mit ein ganz klein wenig an Röstaromen und Karamell am Gaumen ausgestattet. Man hat ein Bier, welches auch im weiteren Trinkverlauf sehr aromatisch ist und dazu diese fruchtig herben Noten mit in den Geschmack bringt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus etwas gehaltvoll, aber mir persönlich insgesamt einfach ein wenig zu mild.

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Keesmann Herrenpils

Das bekannteste Bier der Brauerei Keesmann aus Bamberg ist zweifelsohne das Herrenpils, dass einen Großteil der dortigen Bierproduktion ausmacht. Auch die Gaststätte, in der ich selbst schon einmal war, ist durchaus einen Besuch wert, wenn man dieses Bier frisch vom Fass genießen möchte. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein blumiges, aromatisches Bier. Es riecht nur leicht getreidig und etwas strohig.

Zum Geschmack: Es ist auch im ersten Eindruck ein sehr erfrischendes Bier mit einer leichten Hopfennote am Gaumen. Es hat einen leichten Körper und eine mittlere Spritzigkeit. Es ist aber auch blumig hopfig. Auch im weiteren Trinkverlauf finde ich es ein sehr aromatisches und frisches Pils, dass mit seinem schlanken Körper überzeugt. Ich empfinde es als sehr erfrischend. Es ist aber auch überhaupt nicht herb, da der Hopfen eher blumig und aromatisch daherkommt. Dennoch ist der Abgang leicht trocken. Das Malz sorgt für eine leichte Süße.

Zur Fazit: Ein sehr frisches und vor allem wirklich schön florales Hopfenaroma hat dieses Bier. Alles in allem dürfte es gerne noch eine kleine Spur würziger sein, aber dennoch habe ich hier ein wirklich sehr süffiges und gut schmeckendes Bier. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Lang Bräu Pils

Eigentlich gibt es die Biere der Langbräu aus Schönbrunn seit der Schließung im Mai letzten Jahres nicht mehr. Es gibt jedoch eine Ausnahme. Das Bräustüberl hat nämlich weiterhin geöffnet und dort gibt es unter anderem das Lang Bräu Pils vom Fass, welches nach strengen Vorgaben von der Brauerei Jacob gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges Bier. Ansonsten eher geruchsneutral..

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes, prickelndes Pils. Es ist im Abgang zunächst leicht süßlich, dann aber auch hopfig fruchtig. Der Körper des Bieres zeigt sich insgesamt schlank, etwas hopfig im Abgang mit einer leichten Süße des Malzes. Insgesamt hat man ein durchaus etwas hopfigeres Bier, der Malzkörper ist hier aber auch deutlich zu schmecken und bringt etwas Malzsüße mit. So hat man ein im Antrunk zunächst etwas getreidige Süße, bevor dann im Abgang durchaus mehr Hopfen ins Spiel kommt und dies so ein sehr schönes feinherbes Mundgefühl im Abgang erzeugt. Durch das Malz ist der Abgang nicht ganz so trocken wie bei anderen Pilsbieren.

Zum Fazit: Ein feinherbes Pilschen. Das ich durchaus als sehr lecker empfinden würde. Das Malz kommt stärker zur Geltung als bei anderen Pilsnern, aber dennoch kommt auch der Hopfen nicht zu kurz. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.