Veröffentlicht in 2-Sterne

Brlo Redlight Ale

Berlin ist mittlerweile wieder ein Zentrum des Bieres geworden. Waren vor ca. zehn bis Fünfzehn nur noch 2 Brauereien wirklich aktiv in der größten Stadt Deutschlands, so sind in den letzten Jahren etliche kleine Craftbrauereien wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor allem auch durch das internationale Flair bedingt, hat die Craftbeer Bewgung in Berlin besonders schnell Fuß gefasst. Denn im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, bietet sich in Berlin nunmal die Szene die offener gegenüber neuen Geschmacksrichtungen und international geprägten Bieren ist. Aus eben einer dieser neuen kreativen Brauereien stammt auch das heutige Testbier. Es stammt von der erst 2014 gegründeten Brauerei Brlo. Abgeleitet vom alten slawischen Namen der Stadt Berlin, hat sich die Brauerei in den letzten Jahren zu eine der top Bieradressen in Berlin entwickelt. Verkostet wird heute das redlight Ale, das lustigerweiße eigentlich aus einem fehlgeleiteten Brauversuch stammt. Da es aber dennoch geschmacklich so sehr überzeugte, das die Brauer hellauf begeistert waren kam es in die Flasche und steht nun vor mir auf dem Tisch. Das Redale hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Rotoranges und trübes Bier. Sehr schöner feinporiger weißer Schaum.

Zum Geruch: Fruchtiges beeriges Aroma in der Nase, Noten von Himbeere aber auch herbe grasige Töne. Zusätzlich tropische Einflüsse von Maracuja und Passionsfrucht.

Zum Geschmack: Sehr bitterer Nachgeschmack, der als erstes heraussticht. Im Antrunk kommen die Fruchtigen Noten zum Tragen. Alles eingebettet in ein feinmalziges Malzbett. Wirkt insgesamt sehr bekömmlich und leicht trinkbar. Feine hefie Noten runden den Geschmack ab. Man schmeckt aber nicht so richtig so richtig das red heraus. Es wirkt eher wie ein leichtes pale ale. Die fruchtigen Noten kommen leider auch nur noch sporadisch zum tragen. Sie äußern sich wenn dann auch nur in beeriger Natur. Die Herbe im Abgang bleibt jedoch bestehen. Sie ist auch nicht zu herb, sondern genau richtig dosiert, sodass sie dem Bier ein bekömmlich leichten Geschmack verleiht.

Zum Fazit: Ein erfrischendes Sommerbier ist es ja. Sehr spritzig und eine gute Bittere hat es. Es ist aber bis auf die Bittere nur noch ganz wenig andere Geschmack vorhanden. Vor allem gegen Ende wird es dann doch sehr wässrig. Hierfür gibts dann leider nur 2 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Mönchshof historisches Märzen

Retro ist grad voll im Trend, das scheinen auch die Bierbrauer erkannt zu haben. Denn mittlerweile sieht man immer öfter neue Biere von Brauereien, die nach einem angeblich alten Rezept gebraut worden sind. Meist steht dann eine Geschichte das beim aufräumen oder ähnliches ein altes Rezept gefunden wurde, nach dem dieses Bier hergestellt wurde. Dazu noch ein möglichst retromäßig gestaltetes Etikett und fertig. Man kann davon haltenwas man will, aber ich finde es gut, denn auch wenn bestimmt nicht alle Biere nach irgend einem alten Rezept gebraut worden sind, so bereichern sie doch unseren Biermarkt. Denn so richtet sich abseits von Ipa und co., der Fokus auch mal wieder auf alte deutsche Biersorten. Ein weiteres Exempel hierfür, sind die Biere der Mönchshof Brauspezialitäten. Hier werden von der Kulmbacher Brauerei, unter ihrem Spezialitätenlabel Mönchshof, althergebrachte Bierstile neu aufgelegt. Eines davon befindet sich heute im Test. Es ist das historische Märzen. Ein ist ein untergräiges Lagerbier, traditionell im März für den Sommer gebrautes wurde. Es wurde stärker eingebraut, sodass man es auch in den warmen Tagen trinken konnte. Den zwecks fehlender Kühlung konnte man vor der Erfindung der Kältemaschine im Sommer keine untergärigen Biere brauen, da die Temperatur bei der die Hefe arbeitet nicht erreicht werden konnt ohne Natureis. Nun aber zum Bier. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Trübes goldenes Bier. Trotz eines ordentlichen Plopps ist kein Schaum vorhanden.

Zum Geruch: Sehr brotiger Geruch. Auch die Hefe kommt im Geruch durch. Riecht sehr gerstig. Ansonsten riecht es leicht muffig und nach altem Keller. Wirlt außerdem leicht säuerlich.

Zum Geschmack: Teigig hefiger erster Eindruck. Leicht süßliche Noten hat man zusätzlich. Im Abgang sogar ein wenig säuerlich. Sehr hohe Karbonisierung. Ist extrem prickelnd. Insgesamt ein sehr brotiges Bier, dass aber eher einen süßlichen Charakter aufweist. Im Abgang hat es karamellige Noten. Außerdem erinnern die brotigen Noten ein wenig an Plätzchenteig. Aber man hat auch leicht fruchtige Noten von Apfel und Birne im Abgang. Auch gegen Ende bleibt der brotige eindruck mit süßlichem Einschlag.

Zum Fazit: EIn interessantes Bier, das ein Kellerbier und ein Märzen zu vereinen versucht. ich schmecke jedoch nicht wirklich den unterschied zu einem normalen Kellerbier. Daher bekommt es nur 3 Sterne, da man in dieser Kategorie, speziell in Franken spannendere Biere findet.

 

Veröffentlicht in 4-Sterne

Gold Ochsen Original

Das klassische Baustellenbier, gibt es sowas heutzutage überhaupt noch. In Zeiten in denen immer weniger getrunken wird und Alkohol aufgrund der Arbeitssicherheit zurecht auf den Baustellen verboten wurde drohen sie langsam auszusterben, die klassichen Baustellenkolben die früher Kästenweise durch die Kehlen der Bauarbeiter flossen. Aber es gibt sie noch die klassisschen Baustellenbiere und vor mir steht nun ein Bier, das wie ich finde, zumindest in meiner Region oft in diese Kategorie gesteckt wird. Denn am Wochenende auf privaten Baustellen oder nach Feierabend wird auch heute noch der ein oder andere „Kolben“ gezogen. Das Bier, dass nun vor mir steht ist ein Bier auf dessen Test sicherlich einige aus meiner Region und meinem Umfeld gewartet haben, da es sich einfach nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Die Rede ist natürlich vom Gold Ochsen Original. Einem Exportbier, das praktisch zu jeder Gelegenheit unkompliziert getrunken werden kann, eben auch auf dem Bau. Gebraut wird es im schönen Ulm an der Donau von der Gold Ochsen Brauerei. Direkt an der Bahnstrecke Ulm- Stuttgart gelegen braut diese Brauerei schon seit 1597. Das original ist ein leichteres Exportbier mit 5,1% Alkohol.

Zur Optik: Klares, goldenes Bier. Die Schaumhaube ist ganz in Ordnung.

Zum Geruch: Malziges, brotiges Aroma. Riecht wie ein klassisches Export riechen sollte.

Zum Geschmack: Samtmalziges Aroma. Hat ein weiches Mundgefühl und prickelt leicht im Abgang. Sehr würzig dieses Bier. Ein bisschen negativ fällt der leicht metallische Geschmack ins Gewicht. Im Abgang kommt ganz leicht eine herbe Spur des Hopfens durch. Ansonsten kann man zu diesem Bier zunächst nicht viel sagen. Aber das braucht es auch gar nicht, denn das Bier behält seine würziges Getreidearoma bis zum letzten Schluck konsequent bei. Durch den wie schon erwähnt immer wieder leicht anklingenden Hopfen wird das Bier abgerundet. Lediglich bei den letzten ein zwei Schlücken wird es dann doch noch ein wenig schal und nicht mehr ganz so intensiv, da die Kohlensäure ein wenig nachlässt. Das kann aber auch meinem langsamen Trinkverhalten geschuldet sein.

Zum Fazit: Ein frisches gut Ausbalanciertes Bier, welches schnörkellos und unkompliziert getrunken werden kann. Eben einfach aber genial. Es fehlt hier lediglich etwas das besondere, welches ausgewiesenen Bierexperten einen Ahaeffekt bescheren würde. Ansonsten ein Bier für jede Gelegenheit. 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Göller Weizenbock

Heute gibt es mal wieder ein Bier aus dem schönen Frankenland. Es geht nach Unterfranken in die Stadt Zeil am Main. Die Brauerei ist eine der größeren in ihrer Gegend und stellt ca. 60.000 Hektoliter Bier im Jahr her. Dennoch hat Göller ein enorm vielseitiges Programm an Bieren. Es gibt sogar seit 1 Jahr einen Bierkalender, bei dem jeden Monat ein neues, anderes Bier in limitierter Stückzahl erscheint. Seit 1908 ist die Brauerei nun schon in Besitz der Familie Göller, wenngleich die Brauerei an sich schon viel älter ist. So soll die Existenz der Brauerei schon seit 1514 belegt sein. Verkostet wird heute der Weizenbock. Ein ordentlicher Hammer der 7,5% Alkohol mitbringt.

 

Zur Optik: Tieforangenes Bier mit einem bernsteinfarbenen Einschlag. Es ist naturtrüb und hat eine schöne weiße Schaumhaube.

 

Zum Geruch: Riecht nach Banane und Erdbeere. Zusätzlich noch ein leicht hefiger duft. Auch der Alkohol kommt ein wenig durch. Ansonsten macht es im geruch noch eien leicht säuerlichen eindruck.

 

Zum Geschmack: Einen sehr fruchtigen ersten Eindruck macht das Bier. Der leicht säuerliche Eindruck aus dem Geruch bestätigt sich in diesem Bier auch und kommt im Abgang vor. Im Abgang ist das Bier ein wenig bitter und es kommt die alkoholische Note durch. Insgesamt hat man aber ein harmonisches Fruchtaroma im Mund, welches für ein sehr gutes Mundgefühl sorgt. Gegen Ende ist das Bier leider ein wenig zu alkoholisch bzw. kommt die alkoholische Note ein wenig zu arg durch.

 

Zum Fazit: Ein ganz ordentlicher Weizenbock, der aber dann doch noch ein wenig zu unausgewogen daherkommt. Vor allem zum Schluss geht diesem Bier ein wenig der Geschmack ab und die alkoholische Note wird etwas zu stark. Dennoch ein ganz angenehmes Bier. Hierfür gibts 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Stone Ripper

Bevor ich zum heutigen Biertest komme, möchte ich mich zunächst einmal ganz herzlich bedanken und zwar bei Stone Brewing Berlin. Als ich vor einigen Wochen meine Post entgegen nahm, war da ein Paket für mich, das ich so gar nicht erwartet hatte, da ich es nicht bestellt habe. Es war adressiert an Julis Bierblog und ist somit sozusagen meine erste Bierspende. Vielen dank hierfür an Stone Brewing für dieses Kostenlose Paket. Es enthielt zwei Dosen des neuesten Erzeugniseses, Ripper IPA, sowie jede Menge Infomaterial. Das Ripper soll ein klassisches, trockenes San Diego Style IPA sein, aber mit dem Einfluss von Australischem Galaxy Hopfen. Die Macher versprechen sich dadurch ein ideales Sommerbier das an Surfen und Strand erinnert. Schauen wir mal.

Zur Farbe: Eine richtig schön rötliche Farbe mit einem Stich ins braune hat das Bier. Der Schaum ist wirklich enorm und füllt das Glas bis ganz noch oben aus. Auch ist das Bier so lebendig, das es gar nicht auf einmal in das Glas passt. Es weist eine leichte Trübung auf.

Zum Geruch: Eine dezent fruchtige Note weht einem da in die Nase. Man hat vor allem beerige Noten, die das Fruchtaroma beherrschen wie ich finde. Jedoch ist es bei weitem nicht so intensiv, wie ich es schon bei anderen Bieren hatte. Nach dem ersten Riechen zeigt sich der Hopfen dann auch eher von seiner bitteren und zitrusartigen Seite.

Zum Geschmack: Ohja dieses Bier ist bitter und trocken. Dort zeigt der Hopfen wirklich seine bittere Seite. Fruchtaromen klinge nur ganz leicht mit in diesem Bier und im Abgang wird es dann richtig schön herb. Jedoch schmeckt man schon einen deutlichen Unterschied zu einem Pils da man einfach noch ganz marginale Einflüsse der Hefe dabei hat. Der bittere, grasige Hopfenton bleibt noch lange im Nachgang am Gaumen. Das so verursachte leicht trockene Mundgefühl macht Durst auf den nächsten Schluck, da der Hals sonst austrocknet. Sehr spritzig dieses Bier ohne dabei wirklich arg sprudelig zu wirken. Wenn man das Bier ein wenig in der Mundhöhle lässt kommen auch sehr feine Zitrusnoten durch, die einen ganz klein wenig eine Fruchtigkeit ala Orange und Pfirsich beinhalten. Der Malzkörper fehlt diesem Bier aber leider komplett und so wirkt es als Gegenpol zu den wirklich tollen Hopfenoten sogar ein wenig wässrig vom Mundgefühl. Wirklich am Gaumen tolle herbe Hopfennoten mit einer leichten Fruchtausstrahlung in die Backengegend.

Zum Fazit: Ein deutliche Steigerung gegenüber den letzten Bierenn von Stone. Die fFruchtigkeit lässt zwar zu wünschen übrig, dafür ist es aber wie Versprochen richtig schön bitter und herb. Für Biertrinker die so etwas mögen definitiv ein Tipp. Hierfür gibts 4 Sterne.

 

Veröffentlicht in 2-Sterne

Berg Original hell

Heute gibt es mal wieder ein Bier aus dem Portfolio der Ehinger Berg Brauerei. Die Brauerei ging aus einem Wirtshaus hervor, welches bereits seit 1468 besteht. Aus dem breit gefächerten Portfolio gibt es heute das Original hell im Test. Dieses schwäbische Helle hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Klares goldenes Bier. De Schaum ist für ein helles ganz in Ordnung

Zum Geruch: Getreidige Noten, die nach gerstig/erdig/grün riechen. Außerdem riecht es parfümig und ein wenig muffig. Riecht irgendwie nicht so richtig nach einem guten Bier.

Zum Geschmack: Der Geschmack ist zunächst einmal recht mild. Vom Malz kommt eigentlich gar nichts. Dafür hat man etwas Hopfen im Abgang. Eine leichte Süße schwingt im ganzen Bier mit, die aber wirklich nur sehr leicht ist. Irgendwie wirkt das Bier aber nicht ganz frisch und schmeckt ein wenig ledrig. Zusammengefasst ist dieses Bier zunächst einmal recht nichtssagend. Man hat immer wieder leichte Malzanflüge und im Abgang prickelt es leicht im Gaumen. Es kommt kurz etwas Hopfen durch. Wenigstens bestätigt sich dieser parfümige Geruch nicht wirklich im Geschmack und nach den ersten ein zwei Schlücken lässt auch das ledrige nach.

Zum Fazit: Ein recht unauffälliges Bier das absolut nichtssagend ist. Schmeckt zwar auch nicht wirklich schlecht, aber für den fiesen Geruch gibts Abzug. 2 Sterne.