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Distelhäuser Export

Im zweiten Biertest gibt es Mal wieder ein Bier aus der Distelhäuser Brauerei aus dem gleichnamigen Stadtteil von Tauberbischofsheim. Ein Klassiker der Brauerei ist das Export mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen süßlichen Geruch mit etwas getreidigen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eidnruck ist es ein wenig ein süßliches Bier, mit teilweise auch kurzen grünlichen und gurkigen Einflüssen, aber nur ganz leicht. Vor allem im Antrunk kommt dieses Aroma durch, jedoch kommt im Abgang die Kohlensäure zur Hilfe und der Körper ist recht kompatibel, der das Bier dann sehr bekömmlich macht. Es bleibt ein süßmalziger Nachgeschmack. Auch im weiteren Trinkverlauf ein durchaus würziges und trinkbares Bier.

Zum Fazit: Ein ganz schön würziges und wirklich schmackhaftes Bier. Für ein Export ist es sehr süffig und auch die Getreide und Kohlensäurearomen sind gut aufeinander abgestimmt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Firestone Walker Pivo

Im heutigen Biertest habe ich dieses Mal etwas von Firestone Walker aus den USA im Angebot. 1996 wurde die Brauerei erst von den beiden Gründen David Walker und Adam Firestone ins Leben gerufen. Ihren Sitz hat die Brauerei dabei im kalifornischen Paso Dobles. Seit 2015 gehört die Brauerei zum belgischen Unternehmen Duvel, die die Brauerei von den Gründern erworben hatte. Mit dem Pivo, dem tschechischen Wort für Bier wird heute ein Pils verkostet, das einen Alkoholgehalt von 5,3% besitzt.

Zur Optik: Es ist ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Dazu hat es einen ordentlichen weisen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr hopfig und hat ein blumiges Aroma. Dabei erinnert es sehr stark an seine böhmischen Vorbilder. Diese schönen floralen Noten machen Lust auf den ersten Schluck.

Zum Geschmack: Auch hier zeigen sich eindeutig diese schönen harmonisch-blumigen Aromen. Es ist leicht fruchtig angehaucht im Abgang, jedoch auch ein wenig trocken. Man hat wirklich so in etwa einen Geschmack, den man mit einer Blumenwiese assoziiren würde. Es fehlt meiner Meinung aber ein wenig an Hopfenherbe und Bittere am Gaumen. Auf der anderen Seite wirkt es sehr frisch. Auch im weiteren Trinkverlauf wird es zwar immer ein kleines bisschen herb, dennoch fehlt mir die letzte Portion Hopfenbittere.

Zum Fazit: Ein recht aromatisches Pilsner, das durchaus zu überzeugen weis. Ich kann mich mit diesem Bier sehr gut anfreunden und so bekommt es von mir auch ordentliche 4 Sterne, auch wenn es vom Hopfen noch etwas mehr ins bittere gehen könnte.

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Poppels Passion Pale Ale

Im heutigen Test geht es mal wieder zur Brauerei Poppels nach Schweden. Verkosten aus der breiten Angebotspalette an Bieren möchte ich heute das Passion Pale Ale das einen Alkoholgehalt von 5,4% hat.

Zur Optik: Man hat ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma hat man in der Nase. Man hat sehr tropische Aromen, vor allem von Passiosnfrucht und Pappaya. Eventuell gibt es noch etwas Maracuja.

Zum Geschmack: Vor allem im Nachtrunk, so der erste Eindruck, breiten sich die Fruchtnoten sehr gut aus. Im Antrunk ist es etwas bitter und der Hopfen kitzelt kurz am Gaumen. Die Kohlensäure könnte für meinen Geschmack etwas mehr sein. Natürlich ist der Alkoholgehalt relativ niedrig, aber nach der Aromaexplosion im Geruch bin ich etwas enttäuscht, dass der Geschmack nicht so ganz intensiv ist. Er ist eher noch etwas dünn. Gegen Ende kommt die Fruchtigkeit wie ich finde dann etwas besser hinzu und man hat dann auch dieses Aroma von Passionsfrucht. Der Hopfen spiet aber gleichzeitig auch mit bitteren Noten in den Backen einen gewissen herben Gegenpart, der die Fruchtnoten sehr gut ergänzt.

Zum Fazit: Ein wie ich finde ich finde ganz passables Pale Ale, von dem ich allerdings etwas enttäuscht bin, das die Aromen die man aus dem Geruch kennt sich so im Geschmack nicht unbedingt wiederfinden. Ich gebe dem Ganzen daher nur 3 Sterne.

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The Musketeers Ride a Bull

Im heutigen Biertest verschlägt es uns dieses Mal wieder über die Grenze zu unseren belgischen Nachbarn. Die Brauerei von der ich heute ein Bier verkosten werde ist dabei noch vergleichsweise jung. 1999 erst wurde die Brauerei The Musketeers von 4 Ingenieuren gegründet, für die Bier bisher nicht mehr als nur ein Hobby war. Aus der Bucket List Series der Brauerei, in welcher besondere und limitierte Biere erscheinen möchte ich heute den Ride a Bull verkosten, seines Zeichens ein Bockbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,5%.

Zur Optik: Man hat ein naturtrübes, schokobraunes bis rötliches Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Hier ist es ein ausgeglichenes Bier mit einem relativ neutralen Geruch. Es ist dabei etwas getreidig,

Zum Geschmack: Im ersten eindruck ist es leicht gedrteidug und etwas röstig. Ansonsten ist es meinem Empfinden nach ein recht neutrales Bier, auch was den Alkoholgehalt anbelangt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein durchaus aromatisches Bier, bei dem der röstige Charackter aber bestehen bleibt. Der Körper ist sehr kräftig und präsent, ohne aber zu sehr aufzufallen.

Zum Fazit: Ein doch eher unspektakuläres Bier, das auf der einen Seite zwar für einen Bock recht rund und auch alkoholisch nicht besonders auffällig ist, auf der anderen Seite aber auch ein wenig langweilig. So lande ich schlussendlich bei 3 Sternen.

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Bräunlinger Black Lion

Im heutigen Biertest gibt es die neueste Kreation der Löwenbrauerei aus Bräunlingen, den Black Lion. Beim Black Lion handelt es sich um ein besonders röstiges Schwarzbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Es handelt sich um ein schwarzes, naturtrübes Bier. Es hat einen schönen bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein sehr röstiges Aroma. Dazu aber auch etwas milchiges mit an schokolade erinnernden Tönen sowie Milchkaffee.

Zum Geschmack: Auch hier hat man ein Aroma , welches zunächst sehr röstig ist und auch im Abgang die Noten von röstigem Getreide verbreitet. Dazu gesellt sich aber eine kleine milchige Note. Im weiteren Trinkverlauf hat man eine gewisse herbe Note die mitschwingt und die Röstaromen unterstützt. Auch gegen Ende bleibt es ein von röstigen Aromen dominiertes Bier, auch wenn es etwas süßer wird im Abgang.

Zum Fazit: Für mich ist es ein Bier, welches sich sehr sehr gut trinken lässt. Bei den Schwarzbieren definitiv eines der Besseren die ich hatte, da die Röstnoten ganz gut getroffen sind. ich gebe hierfür 3 sehr gute Sterne.

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Ratsherrn New Era Dry Hopped Pilsner

Im folgenden Biertest geht es dieses mal wieder nach Hamburg zur Ratsherrn Brauerei, die mit ihrer New Era Serie zeigen wollen was mit dem klassischen Bierstil Pilsner so alles möglich sein kann. Eines dieser Biere, das dry hopped Pilsner hat es heute zu mir in den Test geschafft. Im Gegensatz zu einem normalen Pilsner wurde das dry hopped Pilsner, während der Lagerung kaltgehopft, sodass es nicht nur bei der Hopfengabe während dem Kochen bleibt. Der Alkoholgehalt liegt bei für ein Pils typischen 4,9%.

Zur Optik: Man hat ein naturtrübes, orange bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein fruchtiges, leicht tropisches und hefiges Aroma in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist recht fruchtig und zugleich auch prickelnd. Vor allem im Abgang ist es dann etwas herber und wird trockener. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein grasig fruchtiges Bier. Es bleibt jedoch vor allem im grasigen Bereich, auch wenn sich hier und da einmal süße fruchtige Noten auftun.

Zum Fazit: Ich finde es ein wirklich gut schmeckendes Pilsner, das vor allem durch dieses grasige fruchtige überzeugt. Wer eher auf kantig-herbe Pilsner steht ist hier eventuell nicht unbedingt aufgehobenen. Mir hat es geschmeckt und so gebe ich dem Bier 4 Sterne.

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Schussenrieder Weissbräu

Im folgenden Biertest gibt es dieses Mal ein Bier von der Brauerei Ott aus Bad Schussenried. Das Weissbräu, welches ich von Schussenrieder verkosten möchte ist ein Weizenbier mit einem Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Ein orange bis bernsteinfarbenes Bier. Es ist naturtrüb, der Schaum ist so mittel.

Zum Geruch: Es riecht hefig und natürlich nach Banane. Es hat eine sehr schöne Fruchtigkeit. Ich mache zudem noch etwas reife Pflaume aus. Eventuell hat man noch etwas Vanille in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein herb fruchtiges Bier mit einer spritzigen, aber auch leicht fruchtigen Abgang. Man schmeckt die Banane. Der Antrunk ist für mich ein bisschen zu spritzig und im Abgang könnte es auch vollmundiger sein, denn es kommen sehr oft wässrige Aromen. Auch insgesamt nimmt es im weiteren Trinkverlauf doch ein sehr wässrigen Verlauf, außer ein wenig leichte Hopfennoten im Abgang schmecke ich gar nicht sonderlich viel.

Zum Fazit: Ein doch sehr durchschnittliches Weissbier, das vor allem gegen Ende sehr stark abbaut. Ich gebe dem Ganzen daher auch nur 3 Sterne.

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Dry & Bitter Psychotropia

Im heutigen Biertest begeben wir uns dieses Mal wieder in den hohen Norden zu unseren dänischen Nachbarn. Dort wird heute ein Bier der Brauerei Dry & Bitter aus Gorlose, einem Ort nordwestlich von Kopenhagen gelegen, verkostet. Die Brauerei ist noch recht jung und braut erst seit 2015, hat sich aber auch dank ihrer Sauerbiere schon einen Namen gemacht. Eines davon, das Psychotropia, möchte ich heute verkosten. Es handelt sich um ein Sourale bei dem auch Passionsfrüchte verwendet wurden und es hat einen Alkoholgehalt von 5,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr fruchtig und man riecht die Passionsfrucht sehr deutlich. Es hat etwas naktarartiges, was man hier in der Nase hat. Dazu würde ich noch Apfelsine ausmachen. Außerdem eine ganz feine Säure.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst einmal sehr gewöhnungsbedürftig, da sind zum einen sehr saure Noten die den Geschmack dominieren und die zuerst einmal hängen bleiben. Dazu kommen Obstnoten wie eben die der Passionsfrucht, aber auch Nektarine und Quitte die mitschingen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit säuerlichen Aromen die immer dominanter werden und den Geschmack bestimmen. Es hat aber noch eine gesunde Obstsäure. Gegen Ende lässt die säure ein wenig nach und es kommt das Obst durch. das ist mir aber ein wenig zu penetrant.

Zum Fazit: Es handelt sich hier um ein wirklich sehr gewöhnungsbedürftiges Bier, bei dem man als Einsteiger wohl gewaltig den Mund verzieht. Wenn man so etwas aber gewöhnt ist dann hat man ein wirklich erfrischendes Bier, welches gerade bei diesen hitzigen Temperaturen ganz gut ankommt. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Keiler Landpils

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal nach Franken genauer gesagt nach Lohr im Spessart. Eigentlich geht es jedoch nach Würzburg, denn die Lohrer Brauerei, die die Keiler Biere ursprünglich braute wurde 2001 von der Würzburger Hofbräu übernommen. Seit 2012 werden die Biere nun bei der Würzburger Hofbräu gebraut. Die ursprüngliche Brauerei wurde geschlossen, der Brauereigasthof aber zu einer Gasthofbrauerei umgebaut. Aus dem Keiler Sortiment möchte ich heute das Landpils verkosten mit einem Aloholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen brotig urigen Geruch mit den leicht grünlichen und zuckrigen Aromen.

Zum Geschmack: Auch hier ist es im ersten Eindruck ein sehr uriges Bier mit brotig getreidigen Noten. Im Abgang ist es dann leicht süßlich. Der Hopfen kommt noch nicht so richtig durch. Die Kohlensäure ist am Anfang dafür sehr präsent. Man schmeckt schon, dass es ein Pils sein soll, da es spritziger ist und durchaus auch versucht herb zu sein. Jeodoch ist es immer nur am Rande herb und versucht sich mit mineralischen Noten am Gaumen festzuszeten. Ich finde es erinnert eher an einen Sprudel mit leicht süßlichen Noten. Auch gegen Ende ändert sich der Geschmack nicht so richtig.

Zum Fazit: Also ich werde mit dem Bier nicht so richtig warm. Ich finde es überhaupt nicht pilsmäßig und so bleibt für mich vieles auf der Strecke. Da es aber halbwegs genießbar ist gebe ich dem Bier 2 Sterne.

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Sierra Nevada 40 Anniversary Edition

Kaum zu glauben aber Sierra Nevada feiert dieses Jahr tatsächlich schon ihr 40sigstes Firmenjubiläum und sie sind damit einer der Pioniere der Craftbeerbewegung in den USA und überhaupt weltweit. Mittlerweile ist das Unternehmen zu einer Großbrauerei gewachsen die über 800.000 Barrel Bier im Jahr produziert. Anlässlich des geburtstages hat es sich Sierra Nevada natürlich nicht nehmen lassen dafür eigens ein Bier zu brauen, welches geschmacklich an die Ursprünge erinnern soll. Stilistisch handelt es sich dabei um ein West Coast IPA, welches einen Alkoholgehalt von 6% hat.

Zur Optik: Ein trübes, dunkles Bernstein hat das Bier als Farbe. Dazu kommt eine ordentliche weiße Schaumkrone.

Zum Geruch: Ich rieche Orange und Mandarine, dazu hat es etwas von Blutorange. Es hat harzige Noten. Es ist etwas dezent fruchtiges dabei aber auch etwas süßliches.

Zum Geschmack: Im ersten eindruck hat man eine schöne Fruchtigkeit, die schöne Zitrusnoten am Gaumen hat. Ich finde man hat eine sehr schöne Grapefruit und Blutorange am Gaumen. Es kommen sehr gut Zitrusnoten durch. Es hat aber imAabgang auch sehr schöne Bitternoten und einen recht trockenen und harzigen Abgang. Ich finde vor allem diese Grapefruit und Zitrusnoten die leicht ins säuerliche abdriften wirklich gelungen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man schöne herbe Noten. Es ist aber auch nicht mehr so fruchtig wie am Anfang und wird vor allem harzig.

Zum Fazit: Ein Bier, wie man sich die ursprünglichen IPAs der Westküste vorstellt, trocken, harzig und ordentlich bitter. Der Malzkörper spielt keine große Rolle und auch die Fruchtigkeit ist nur dezent. Für mich stimmt hier vieles und so gibt es 4 Sterne und Happy Birthday.