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A. le Coq IPA

A. le Coq, klingt wenn man ehrlich ist nicht gerade nach Estland sondern würde man wohl eher im frankophonen Sprachraum lokalisieren. Hinter diesem Namen verbirgt sich aber tatsächlich eine der größten Brauereien des nördlichsten der drei baltischen Staaten. Ihren Namen hat die Brauerei von der Familie le Coq, einer hugenottischen Stammesfamilie, die gezwungen war Frankreich wegen ihres Glaubens in Richtung Preußen zu verlassen und die sich die Brauerei im Jahre 1913 einverleibte. Gegründet worden war sie aber schon im Jahre 1826 als erste moderne Brauerei auf dem Gebiet von Estland. Im Zuge der Reprivatisierung nach der Sowjetherrschaft gehört die Brauerei inzwischen vollständig der finnischen Olvi Brauerei. Das IPA aus diesem Hause kommt mit einem Alkoholgehalt von 5% verhältnismäßig moderat daher.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, orange bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiges Aroma, bei dem fruchtige Noten aber auch grasige Noten des Hopfens mitspielen. Der Hopfen wirkt noch sehr frisch.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist fruchtig mit Traubennoten wie ich finde. Es hat gewisse Erinnerungen an Traubenzucker. Es bleibt für mich dieses harzige fruchtige Aroma mit dieser Traubennote, die nur ganz leichte tropische Noten mitbringt. Die Fruchtaromen wirken aber etwas künstlich und nicht so konsequent umgesetzt. ich finde es auch nicht so schön saftig sondern der Hopfen prickelt schon ordentlich.

Zum Fazit: So richtig fasziniert mich dieses Bier nicht. Es hat ab und an schöne Obstnoten, lässt sich auch gut trinken ich finde es aber grundsätzlich eher unspektakulär. Ab und an wirkt es auch etwas künstlich sodass ich mich schlussendlich nur für 2 Sterne begeistern kann.

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Brakspear Bitter

Für das heutige Testbier geht es auf die britische Insel und ich verkoste wieder einmal ein klassisches englisches Real Ale. Es führt mich nach Oxfordshire zur Brakspear Brewery in Henley on Thames. Die Brauerei selbst braut aber leider nicht mehr und so wird unter anderem das Bitter, das ich heute verkoste inzwischen bei der benachbarten Wychwood Brewery gebraut. Diese wiederum gehört mittlerweile zur Marstons Gruppe aus Burton. Mit seinem Alkoholgehalt von 3,4% ist es auch wie die viele andere Real Ales nicht besonders stark.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Ein Mix aus fruchtigen und getreidigen Noten. Es erinnert leicht an kandierte Äpfel und Pflaumen. Man hat den Geruch von Pflaume in der Nase und etwas Karamell.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist röstig bitter. Jedoch hält sich dieses Aroma nirgends fest und der Körper wirkt sehr dünn. Die getreidigen Noten reduzieren sich auf das röstige und im Nachgang bleibt nur bitterer Hopfen. Auch im weiteren Trinkverlauf fehlt dem Bier einfach etwas. Man schmeckt das ein kräftiger Körper einfach fehlt der den Hopfen etwas mitnimmt. Es ist zwar immer eine Bittere vorhanden die harzige bzw. holzige Noten hat. Gegen Ende ist der Trinkspaß nicht mehr so gegeben wenn es einfach nur noch bitter wird, schade da der Anfang durchaus vielversprechend war.

Zum Fazit: Leider ist das Bier einfach zu dünn. der Körper passt einfach nicht zum Bier und so ist es nur auf die harzig hopfigen Noten zentriert, wenn dann auch noch dieses karamellige und leicht röstige vom Anfang wegfällt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Mölk Bakers Ale

Das altes Brot, für das man keine Verwendung mehr hat sehr häufig im Abfall landet ist ein echtes Problem. Das dachte sich auch die tiroler Bäckerei Therese Mölk und so suchten sie nach Ideen das alte Brot weiter zu verwenden. Eine war es, das Brot zum brauen von Bier zu verwenden, da im Brot ja im Prinzip auch nicht viel andere Zutaten als im Bier sind. So entstand mein heutiges Testbier, das Baker Ale. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 5,8%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, hellorangenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiger Geruch mit Melone und Mandarine, auf der andern seite kommt aber auch ein brotiger Getreidegeruch durch.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es sehr fruchtig und es kommt ein ordentlicher tropischer Mix aus Melone und Maracuja und auch Ananas entgegen. Abgerundet wird das alles durch eine Mandarine, die sich bis in den Abgang durchzieht. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es frisch mit der oben beschriebenen Fruchtigkeit. Eventuell hat man noch etwas mehr Hopfen am Gaumen. Es wirkt sehr frisch in seiner Aromatik.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Bier. Ich finde es ist wohlschmeckend und man kann ihm einiges abgewinnen. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Volfas Engelmann Cream Ale

Für den heutigen Test verschlägt es mich ins Baltikum, genauer gesagt nach Litauen. Die Brauerei Volfas Engelmann ist eine der größten des Landes und hat auch eine Reihe von Ales im Sortiment. So mein heutiges Testbier das Cream Ale. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Aroma nach Mango und vor allem Maracuja dazu Kiwi. Es hat etwas von eine Multisaft. Dazu kommt eine leicht cremige Note mit sogar karamelligen Einflüssen.

Zum Geschmack: Hier ist es ganz anders als im Geruch. Es ist sehr herb und auf der anderen Seite auch getreidig. Im Abgnag hat man sogar fast ein wenig Kaffeenoten. Vor allem kommen doch getreidige Noten durch die teilweise schon auch mit herb bitteren Noten durchkommen. Der Antrunk ist leicht fruchtig. Auch im Nachgang bleibt ein wenig ein saftiges Aroma übrig. Im weiteren Trinkverlauf wird es etwas aromatischer und es geht eher in die Hopfenrichtung.

Zum Fazit: Der Geruch ist wirklich verheißungsvoll, de Geschmack enttäuscht dann aber ein wenig. So reicht es für mich nur für 3 Sterne, da ich einfach ein wenig enttäuscht bin.

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Inselbier Melon Ale

Heute ist Tag der Wassermelone, was liegt da also näher als zu diesem Anlass ein Melon Ale zu verkosten. Gebraut wird das Bier von der Inselbrauerei aus Reichenau mitten im schönen Bodensee gelegen. Der Alkoholgehalt liegt bei 6%, Melonen sind übrigens zum brauen nicht verwendet worden, der Geschmack soll nur an jene erinnern.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentliche weißen Schaum.

Zum Geruch: Man riecht die Melone, sie ist aber nicht so wirklich dominant. Es hat auch getreidige Ansätze.

Zum Geschmack: Man hat Melonennoten, die dazu kommen, aber es ist vor allem ein Bier, welches sich durch viel Kohlensäure auszeichnet. Der Körper ist eher schwächer würde ich sagen. und die Melone wird auch immer weniger und verschwindet mehr und mehr aus dem Geschmack. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das irgendwie im Körper ungewöhnlich wässrig ist und nicht so recht zum restlichen Bier passt.

Zum Fazit: Ja die Melone ist da aber mir ist es im Körper einfach zu dünn und ich finde es fast schon ein wenig wässrig, wobei das auf eine Wassermelone auch zutrifft. Ich gebe ihm aber dennoch nur 2 Sterne, da ich etwas enttäuscht bin.

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Morland Old Golden Hen

Im diesem Test geht es nach Großbritannien, wo ich mit den Old Golden Hen ein klassisches britisches Golden Ale verkosten werde. Unter dem Label Morland, wird das Bier von der Greene King Brwerey aus Bury gebraut, welche die im selben Ort ansässige Morland Brewery im Jahre 2000 übernommen hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes goldenes Bier. Man hat eine kurze Schaumdecke.

Zum Geruch: Ein dezentes Fruchtaroma. Man hat sogar etwas leicht tropisches wie ich finde was Richtung Melone/Mango geht.

Zum Geschmack: Der Antrunk ist noch etwas recht fruchtig-süßlich und auch im Nachgang klingt er immer wieder an. Dazwischen prickelt es leicht und ab und an kommen etwas leicht herbe Hopfennoten durch. Im weiteren Trinkverlauf ist die Kohlensäure dominant und im Abgang hat man leichte Hopfennoten. Bis auf die leichte Süße im abnage gibt das Bier nicht so viel her und der Körper ist relativ schwach.

Zum Fazit: Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Der Duft ist sogar wirklich überzeugend. Der Geschmack hingegen ist es weniger überzeugend. Es ist dann einfach leicht dünn und eher nichtssagend. So kommt es nur auf 2 Sternen.

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La Demon Red

Ich hatte vor längerer Zeit bereits ein Bier mit dem Namen Demon, das sagen wir eher nicht zu empfehlen war. Die für dieses Bier verantwortliche französische Brauerei hat aber noch andere Biere der Marke Demon im Angebot und so gibt es heute das Red. Mit 8% Alkoholgehalt ist auch dieses Bier der Reihe ein wahrer Dämon.

Zur Optik: Ein weinrotes bis bordeauxrotes Bier. Es ist naturtrüb und derSchaum hat auch einen leicht dunkleren Stich . Er ist nur 1cm breit, aber das ist bei so starken Bieren nicht verwunderlich

Zum Geruch: Ein sehr süßlicher Geruch. Es riecht schon fast ein wenig zuckrig. Man hat leicht röstge Noten die vom Malz kommen und auch ein wenig Honig. Aber auch eine alkoholische Note ist in der Nase.

Zum Geschmack: Irgendwie wirkt das Ganze zu aller erst einmal wie ein Mix von alkoholischen und zuckrigen Noten. Der Abgang ist dann doch ein säuerlich bitterer. Zusätzlich sprudelt alles recht ordentlich. Insgesamt hat dieses Bier für 8 Prozent erstaunlich wenig Geschmack. So ein leicht alkoholischer Grundton bleibt aber immer vorhanden und tritt nach einem etwas stärkeren Anfang jedoch zunehmend in den Hintergrund. Auch die zuckrige Malzsüße und ein röstiger Grundton sind vorhanden, jedoch bei weitem nicht so intensiv wie man es von einem Bier mit 8 Prozent kennt. Es ist dazu echt erstaunlich wässrig. Vor allem im Nachgeschmack hat man praktisch nichts mehr im Mund.  Man spürt vor allem im Antrunk die starken süßlichen Malzaromen, die dann zum Abgang hin immer süßlicher werden. Alles wird von einer recht unangenehmen Kohlensäure begleitet.

Zum Fazit: Naja es ist deutlich besser als sein Kompagnon aber insgesamt doch auch nicht wirklich ein Volltreffer. Daher gibt es final von mir mit zugedrücktem Auge 2 Sterne.

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Mum Beer

Manchmal muss es eben Mumm sein, diese Sektwerbung hat wohl jeder noch im Kopf. Da es sich bei mir aber um einen Bierblog handelt dürft wohl klar sein das sich der folgende Beitrag nicht um die Blubbrbrause aus Hochheim sondern um ein Bier gleichen Namens dreht. Zwar mit einem M weniger ausgestattet ist das Mum Bier eine Spezialität die mich mal wieder nach Belgien führt. Besonders blumig ist dieses Bier, da es im wesentlichen auf Extrakt der Chrysanthem Blume basiert, die besonders in Belgien, speziell in Westflandern sehr geschätzt wird. Hinter Mumbeer selbst steckt ein kleiner Betrieb in Oostnieuwkerke, der in eben besagter Region in Belgien liegt. Alkoholtechnisch liegen wir hier bei 6,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es sind hefige und zitronige Noten die man in der Nase hat. Dazu kommt etwas kräutriges und florales.

Zum Geschmack: Ein typisch belgisches Bier mit hefig fruchtigen Eindrücken. Die Kohlensäure prickelt ein wenig und der Hopfen lässt es im Abgang ein wenig herb erscheinen. Dennoch hat man auch ein gut kräutriges Aroma, wobei ich finde, das es durchaus eher auch erstaunlich herb im Abgang ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr aromatisches und durchaus ansprechendes Bier.

Zum Fazit: Von mir verdient sich dieses Bier eine Wertung von 4 Sternen, da es ein schön harmonisches Mundgefühl mitbringt. Allerdings mache ich jetzt nicht genau aus, wo diese Blumen zu schmecken sind. Vielleicht weis ich auch einfach nicht, wie eben jene belgische Blume geschmacklich in Erscheinung tritt.

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Jennings Cumberland Ale

Mit dem Cumberland Ale der Jennings Brewery habe ich in meinem heutigen Test ein klassisches englisches Real Ale, wie sie in vielen Pubs des Landes zu finden sind. Die Jennings Brewery, der Hersteller des Produktes, kann auf eine Historie zurückblicken die bis ins Jahre 1828 zurückreicht. Inzwischen gehört der Betrieb aber zur Marstons Brewery, die in den letzten Jahren einige regionale Brauereien übernommen hat. Gleichzeitig wurde aber zugesichert den Standort der Jennings Brewery in Cockermouth zu erhalten. Der Alkoholgehalt des Cumberland Ales liegt bei 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges Aroma mit einem gewissen karamelligen Touch. Leicht beerige Noten mache ich unter dem fruchtigen aus.

Zum Geschmack: Auch hier ist dieses malzig-karamellige im Aroma zunächst auffällig. Ergänzt wird es von diesen fruchtigen Noten, die leicht beerige gehen und auch Noten von grünem Apfel enthalten. Der Hopfen wirkt mit leicht bitteren Noten noch nach und setzt hier und da Akzente. Mir gefällt vor allem die sehr ausgeprägte Apfelnote, die sich bis in den Abgang durchzieht und sich sehr im Nachgang festsetzt. Gegen Ende lässt dieses fruchtige Aroma aber leider ein wenig nach und es wird eher hopfenzentriert und deutlich bitter.

Zum Fazit: Für den doch eher geringen Alkoholgehalt hat dieses Bier erstaunlich viel Geschmack. Wenn man klassische britische Biere mag ist dieses durchaus eine gute Alternative wie ich finde. So gibt es von mir 4 Sterne.

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Inselbrauerei Baltic Ale

Von der Rügener Inselbrauerei hat es im heutigen Test mal wieder ein Bier zu mir geschafft. Dieses Mal dreht sich der Test um das Baltic Ale, einem belgian style Pale Ale mit einem Alkoholgehalt von 7,5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht zuckriges aber auch pappiges Aroma. Man hat auch die Noten von Traube und etwas Frucht

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist sehr urig und kernig mit einem klaren zuckrigen nach Traubenzucker erinnernden Geschmack. Auch der weitere Trinkverlauf ist traubig hrfig. Dazu ist es ein fruchtig zitroniges Bier, welches an ein begisches blondes erinnert, so wie es auch im Stil beschrieben wurde. Es nicht so intensiv wie ein Tripel aber passt sehr gut für ein Bonde.

Zum Fazit: Für ein Blonde ganz gut. Es hat teilweise auch ganz leichte Anflüge von Sekt und Champagner. Insgesamt ist es mir aber roch eine Spur zu lasch, verdient sich aber gute 3 Sterne.