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Gordon Scotch Ale

Man könnte meinen das Gordon Scotch Ale sei ein Bier, welches vom nördlichen Teil der britischen Insel stammt. Jedoch weit gefehlt, denn das Gordon Scotch Ale ist ein Bier, welches von John Martin aus Belgien gebraut und vertrieben wird. Der Name leitet sich vom historischen Gordon Clan ab, der in der schottischen Historie eine bedeutende Rolle einnimmt. Der Alkoholgehalt liegt bei 8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein kaffeeartiges Aroma, das nur leichte süßliche Noten hat. Es hat etwas von Kaffeeschokolade.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer süßlich kaffeeartigen Aromatik im Abgang, dass aber von leichten alkoholischen Aromen begleitet wird. Im weiteren Trinkverlauf wird dann leider die alkoholische Note etwas mehr von Bedeutung. Es bleibt im Mundraum eine süßliche Note bestehen, die irgendwie an Süßstoff erinnert. Man hat aber hier und da leichte Kaffeenoten die dazukommen und den Geschmack abrunden. Trotz des Alkoholgehalts wirkt der Körper nicht wirklich vollmundig.

Zum Fazit: Mein Fall ist es nicht unbedingt, mir ist es zu alkoholisch und nicht komplex genug. Das gibt 2 Sterne.

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Brand Oud Bruin

Aus den Niederlanden von der Brauerei Brand, die als älteste des Landes gilt habe ich im folgenden Biertest nun das Oud Bruin. Das Bier der Limburger Brauerei, die zum Heineken Konzern gehört ist ein obergäriges Spezialbier mit einem Alkoholgehalt von 3,5%.

Zur Optik: Ein tiefbraunes, naturtübes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen röstig angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Es ist geruchstechnisch doch sehr zurückhaltend und hat eine leicht cremige Kafee-Schokonote.

Zum Geschmack: Es ist hier sehr sehr süßlich und hat vor allem im Abgang eine äußerst zuckrige und Note die auch leicht am Gaumen klebt. Es kommet ganz leicht etwas röstiges durch. Dennoch bleit es insgesamt ein sehr sehr süßliches Bier, das diesen Geschmack jedoch ein wenig verändert und etwas moderater wird. Es hat etwas das Aroma von Sauerkirsche und man hat zudem im Abgang eine leichte Säure. Von der Kohlensäure und vom Hopfen bemerkt man nicht so viel.

Zum Fazit: Auch wenn sich der Geschmack etwas bessert ist es doch vor allem sehr süß und das ist auch nicht wirklich besonders angenehm. Ich kann dieses Gebräu leider nicht empfehlen und gebe dafür auch nur 1 Stern.

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Brauhaus zur Güld’nen Rose Pale Ale

Ich bleibe im Rhein-Main Gebiet und gehe dieses Mal zum Brauhaus zur Güld’nen Rose nach Schriensheim. Von dort gibt es nun das Pale Ale, dass auf einen Alkoholgehalt von 5,6% besitzt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat nicht so wahnsinnig viel Schaum.

Zum Geruch: Es riecht gerteidig, dezent fruchtig, tropisch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im Körper durchaus eher schlank ist, aber dennoch eine würzige Note in Richtung Abgang zeigt. Im Nachgang finde ich es aber ei wenig schwach und der Hopfen kann sich nicht so richtig durchsetzten. Frucht zeigt sich in Ansätzen hier vor allem die typische Zitrusnote, aber auch etwas Mango und Maracuja. Insgesamt ist das Bier einigermaßen vollmundig. Dennoch hält sich der Hopfen und auch die fruchtige Süße meiner Meinung nach etwas zu sehr zurück, sodass man immer wieder einen leicht wässrigen Eindruck hat.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ein eher durchschnittliches Bier bzw. Pale Ale. Hier gibt es bessere.

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Delirium Nocturnum

Da heute Abend bei der WM Spanien und Belgien gegen den Ball treten gibt es im folgenden Test wieder ein Bier aus der Heimat der Roten Teufel. Von den durch ihren rosa Elefanten weltbekannten Delirium Bieren der Brouwerij Huyghe gibt es heute mit dem Nocturnum nun die dunkle Version. Genau wie das Tremens liegt auch hier der Alkoholgehalt bei 8,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, sehr braunes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: lakritze, Dörrobst, Toffee, Datteln und andere Trockenfrüchte kommen in die Nase.

Zum Geschmack: Man hat hier ein sehr intensives Bier mit schönen Lakritznoten, aber auch einem herben Abgang, dem intensive Kakaonoten im Nachgang folgen. Dazu kommen auch Noten von Dörrobst wie Dattel und Rosine, die noch mitwirken. Der Alkohol ist wärmend und mit einer leichten Bittere versehen, die an Zartbitterschokolade erinnert. Störend ist das die Karbonisierung nicht zum Bier passt und teilweise etwas zu viel ist für ein dunkles Starkbier. So wirkt es fast schon etwas spritzig. Deswegen können sich die tollen Intensiven Aromen nicht vollständig entfalten.

Zum Fazit: Wenn die Kohlensäure besser eingestellt wäre würde das Bier von mir die Höchstwertung bekommen. So reicht es zu sehr guten 4 Sternen.

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Gruut Inferno

Im Mittelalter, lange vor dem Erlass des deutschen Reinheitsgebotes, war es verbreitet, anstatt des Hopfens eine Art Kräutermischung zur Würzung der Biere zu benutzen. Dieses sogenannte Grut konnte je nach Region und Jahreszeit die unterschiedlichsten Kräuter enthalten. Da der Hopfen aber das Bier länger haltbar machte und insgesamt auch besser schmeckte konnte er sich irgendwann durchsetzen. Zudem wurden teils gifte oder stark berauschende Substanzen beigemischt, was letztendlich zum Erlass des Reinheitsgebots führte. Die Stadsbrouwerij aus Gent möchte jedoch mit ihren Bieren wieder an diese alte mittelalterliche Tradition anknüpfen und wirbt damit keinen Hopfen für ihre Biere zu verwenden. Stattdessen wird mit einer speziellen Krautmischung aus mittelalterlichen Bieren gebraut. Mit dem Inferno habe ich direkt das stärkste Bier, das stilistisch in Richtung eines Tripels geht, im Test. Der Alkoholgehalt liegt entsprechend auch bei 9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fileschichtiges Bier mit getreidiger Geruch. Aber auch Honig, Kandiszucker und eine gute Portion Kräuter kann ich riechen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier das durchaus sehr kräftig und geschmacklich intensiv ist, aber dennoch trotz seines Alkoholgehalts nicht zu schwer wirkt. Den Alkohol schmeckt man tatsächlich kaum heraus. Es bringt eine angenehme bittere mit und kräutrige, würzige Noten im Abgang. Im Gegensatz zum Malz sind die Kräuternoten aber nur dezent und bestimme nicht den Geschmack. Hier zeigt sich ein süßmalziges Aroma, gepaart mit etwas Lebkuchen, was wohl auch von der Kräutermischung kommt und Honig sowie Kandiszucker. Die Kohlensäure ist doch eher hoch dosiert und macht das Bier sehr spritzig. Eine leichte Säure und Zitrusnoten runden den Geschmack ab.

Zum Fazit: Wirklich interessant und spannend. Durch den fehlenden Hopfen ist es zwar etwas weniger Herb, jedoch gibt es durchaus auch Biere mit Hopfen die einen ähnlichen kräutrigen Geschmack erzeugen. Insgesamt sehr gut ausbalanciert und für mich auch die Höchstwertung von 5 Sternen wert.

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DuPont Biere de Miel

Ein belgisches Bier mit Honig, Akazienhonig habe ich in meinem nächsten Biertest. Ich verkoste das Biere de Miel von der Brasserei Dupont und wer des französischen mächtig ist, wird schon am Namen erkennan, dass es sich hier eben um ein mit Honig gebrautes handelt. Wie für Belgien üblich, wurde aber auch bei diesem Bier nicht am Alkohol gespart und so beläuft sich dieser auch hier auf satte 8%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat nicht besonders viel Schaumentwicklung.

Zum Geruch: Der Honig ist natürlich auch im Geruch vorhanden und dazu ist es auch noch etwas hefig und leicht fruchtig.

Zum Geschmack. Es ist ein Bier, bei dem man den Honig deutlich herausschmeckt. Dieser verbindet sich gut mit einem Malzgeschmack und dies ist auch im Abgang so. Es hat darüber hinaus noch sehr kräutrige Hopfennoten und erinnert geschmacklich und vom Mundgefühl an Kräuterbonbons. Der Körper ist kräftig und unterstützt den Geschmack.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen. Ein kräftiges und vollmundiges Bier, bei dem man den Honig deutlich schmeckt der gut mit den kräutrigen Hopfennoten zusammenpasst. Ein etwas spezielles Bier, jedoch auch etwas nicht alltägliches.

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Brewdog Malt Fiction

Das Pendant zum gestern vorgestellten Hop Fiction ist das Malt Fiction, ein ebenfalls von Brewdog exklusiv für Aldi Süd gebrautes Bier. Anders als beim Hop Fiction steht hier, wie man sich beim Namen denken könnte, das Malz im Vordergrund. Herausgekommen ist dabei schlussendlich ein malzbetontes Red Ale mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein trübes, rötliches Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen fruchtigen, tropischen Geruch, der durchaus an tropische Früchte erinnert. Das ist eher unerwartet. Dennoch zeigen sich auch leichte Röstnoten.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im Antrunk noch verhalten wirkt. Im Abgang aber mit einer deutlich fruchtigen, leicht säuerlichen Komponente versehen ist, die mich doch etwas an Strauchbeeren, vor allem Johannisbeere erinnert. Insgesamt zeigt sich ein süffiges Bier mit durchaus etwas schlankerem Köper, dass im Abgang von Fruchtnoten begleitet wird, die ich eher bei roten Beeren verorten würde. Es ist dann nicht mehr so säuerlich wie zu beginn, zeigt aber dafür durchaus eine leichte Röstaromatik. Der Körper trägt seinen Teil zum Geschmack bei und insgesamt wirkt das Bier einfach sehr rund. und süffig.. Mir gefällt besonders dieses karamellig fruchtige Aroma im Abgang sehr gut, dass auch noch länge im Nachgang bestehen bleibt. Dazu ist das Bier etwas röstig und der Nachgang wirkt auch nur leicht trocken.

Zum Fazit: Einem überraschend fruchtigen Geruch folgt dann geschmacklich ein typisches Red Ale. Es wirkt sehr rund nicht überladen und mir gefällt dieses Bier doch etwas besser als das Hop Fiction. Vn mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Brewdog Hop Fiction

Eines von zwei Bieren, die von Brewdog für den Discounter Aldi Süd gebraut wurden, ist das Hop Fiction. So möchten beide Seiten das Thema Craft Bier für ein breiteres Publikum zugänglich machen, dass sonst vielleicht nicht wirklich mit den Begriffen Pale Ale oder IPA etwas anfangen kann. Stilistisch ist das Bier ein Pale Ale, dass auf einen Alkoholgehalt von 4,2% kommt.

Zur Optik. Ein leicht trübes, helloranges Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht fruchtig und hat Noten von Zitrus und Grapefruit.

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes Bier mit leichtem Körper, aber auch etwas Zitrus im Nachgang. Die Kohlensäure des Bieres ist dabei durchaus sehr lebendig. Insgesamt handelt es sich somit um ein eher leichtes Bier mit durchaus bitterfruchtigem Hopfenaroma, dass im Nachgang vor allem Noten von Grapefruit und Zitrone hat und so auch eine leichte Säure mitschwingt.

Zum Fazit: Ein ganz solides, nicht zu komplexes Pale Ale, dass sicherlich ein gutes Einstiegsbier für diejenigen ist, die mit dem Thema Craftbier noch nicht so viel Berührungspunkte haben. Aber auch Biertrinker die gerne mal etwas anderes trinken wollen sind hier ganz gut aufgehoben, wenn es mal etwas einfacher sein soll. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Affligem Blond

Belgisch wird es nun in meinem nächsten Biertest, wobei man eher sagen könnte, das es sich um eine niederländisch belgisches Bier handelt, denn die Marke Affligem ist inzwischen im Portfolio von Heineken gelandet, welche die Biere von der Brauerei Alken in Belgien brauen lässt. Ursprünglich in der gleichnamigen Brauerei selbst gebraut, wurde das Bier ab den 1950er Jahren zunächst von der Brauerei Hertog und ab 1970 dann von der Brauerei de Smedt gebraut. Nachdem die Produktion in der Brauerei de Smedt, welche 2000 von Heineken übernommen wurde, nach und nach zurückgefahren wurde, wird das Bier seit 2022 nun vollständig bei der Brauerei Alken gebraut. Im folgenden Test verkoste ich nun das Affligem Blond, dass einen Alkoholgehalt von 6,8% hat.

Zur Optik: Ein trübes, leicht goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier mit obstigen Noten die an Apfel aber auch leicht an Birne erinnern. Es hat dazu etwas Pfirsich und eine kräutrige Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer eher herben Note die am Gaumen hängt. Der Hopfen zeigt hier ein deutlich kräutriges Aroma. Es ist somit schon ganz gut bitter am Gaumen. Dennoch hat das Bier hier einen durchaus sehr süßlichen Abgang. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf ein Bier dass diese Geschmacksnoten des ersten Eindrucks bestätigt. Der Körper zeigt eine gewisse Kräftigkeit. Diese hält sich aber im Rahmen.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus kräftig und hat auch geschmacklich etwas zu bieten. Gegenüber anderen belgischen Bieren hängt es, was die Intensität des Geschmacks angeht aber schon zurück.

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Birrificio Lucchese Preziosa

Dank meines treuen Bierspenders kann ich im nächsten Biertest eine kleine Reise in die Toskana unternehmen. Es geht in die für ihre Altstadt und vor allem für die sie umgebenden Festungsanlagen bekannte Stadt Lucca. In der Stadt gibt es auch die kleine Biermanufaktur Lucchese, welche um 2020 herum von drei Bierbegeisterten jungen Menschen gegründet wurde. Mein heutiges Testbier, das Preziosa von dort ist ein obergäriges Amber Ale welches einen Alkoholgehalt von eher schlanken 4,2% hat.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes bis rötliches Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat etwas sehr florales, wirkt aber auch etwas parfümig/künstlich und leicht säuerlich bis beerig in der Nase.

Zum Geschmack: Ein erfrischender erster Eindruck mit einem dann doch knackig hopfigen Abgang. Im Nachgang kommt dann eine leichte parfümig floale Hopfennote. Insgesamt ist es im Körper ehr schlank, aber es ist ein durchaus hopfiges Bier mit dann auch einsetzendem Röstaroma am Gaumen, sodass dieses typische leichte beerig-nussige Aroma eines Rotbieres entsteht. Insgesamt hat es durchaus diese malzigen Noten eines Rotbieres, aber vor allem gegen Ende einen immer stärker werdender Hopfen.

Zum Fazit: gar nicht mal so schlecht dieses Bieres, der parfümig wirkende Hopfen lässt das Ganze etwas künstlich wirken, dieser Eindruck verschwindet aber recht schnell. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.