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Kaiser Edelpils

Die Feiertage sind vorbei, aber dennoch steht das Wochenende vor der Tür. Deshalb gibt es zwar einen Biertest, diesmal aber wieder ein normales und kein Festbier. Vorkostet wird heute ein Bier der Kaiser Brauerei aus Geislingen, die seit der Insolvenz 2014 ihr Sortiment Stück für Stück umbaut. So auch beim heute verkosteten Bier dem Edel Pils. Dieses Bier wird nämlich in nächster Zeit durch das neue Biobier Naturpils ersetzt. Zeit also, dieses Bier noch einmal zu verkosten, bevor es nicht mehr erhältlich sein wird. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Klar filtriertes, helles Bier. Der Schaum ist leider sehr flukativ.

Zu Geruch: Hopfige Note, bei der jedoch auch immer eine gewisse Malzsüße mitschwingt. Jedoch überwiegt das herbe und hopfige.

Zum Geschmack: Ein hopfig, herbes Bier imersten Eindruck. Es hat einen pilsigen Anfangscharakter, der jedoch recht schnell verflogen ist und dann ist dieses Bier irgendwie nichtssagend. Im Abgang zusätzlich noch ein wenig ein modriger Beigeschmack, der ein wenig nach schlecht vermälztem Getreide schmeckt. Es wirkt dennoch auf eine gewisse Art ein wenig erfischend wenn man es gut gekühlt trinkt. Jedoch ist es mir für ein Pils, über den ganzen Trinkverlauf betrachtet, einfach zu malzig und der Hopfen kommt gar nicht richtig durch. Es prickelt nicht einmal annähernd und herb ist es gar nicht.

Zum Fazit: Man kann eigentlich nur sagen das Kaiser richtig reagiert hat und dieses Bier durch ein neues ersetzt. Für mich eindeutig das schwächste Bier in einem generell qualitativ sehr schwankenden Biersortiment. Daher auch nur 2 Sterne, da man es immerhin trinken kann, ohne das es einem schlecht wird.

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Berg Weihnachtsbier

Es ist der 24 Dezember. Heilig Abend. Damit fällt heute wieder der Startschuss für eine tagelange Schlemmer- und Fressorgie, bis man sich dann im neuen Jahr wieder über etliche Kilos zu viel wundert. Dabei kommt neben dem Essen auch die Frage auf, was man denn nun trinken solle zum diesjährigen Weihnachtsmenü. Während sich viele Gourmets darüber streiten, welcher edle Wein den nun zu Gans, Wild oder was auch immer passt, sage ich, warum den nicht mal lieber ein Bier zum Mahl. Denn in der Weihnachtszeit bringt eigentlich so gut wie jede Brauerei ein spezielles Fest- oder Bockbier auf den Markt, welches nur für die Weihnachtszeit gebraut wird. Warum also nicht die Zeit nutzen, in der es diese wunderbaren Spezialitäten im Handel gibt und sich zum Braten ein schönes Festbier gönnen. Diesem Motto folge auch ich, und möchte euch daher heute ein Weihnachtsbier vorstellen, welches dieses mal von der Brauerei Berg aus Ehingen kommt.

Zur Optik: Goldenes Bier, mit einem Stich ins bernsteinfarbene. Der Schaum zieht sich leider recht schnell zurück. Es ist klar filtriert.

Zum Geruch: Karamelliger/süßlicher Geruch. Aber auch sehr brotig malzig. Riecht ein wenig nach Brotkruste.

Zum Geschmack: Was auffällt, eine schöne Symbiose von Malz und Hopfen. Im Abgang das leicht bittere des Hopfens und die Brotkrustennoten am Gaumen, erzeugen einen guten harmonischen Geschmack. Insgesamt ist dieses Bier sehr schön würzig und hat eine interessante Karamellfärbung im Geschmack. Vor allem der würzige Abgang, der in einen nicht minderwürzgen Nachgang übergeht, weiß nach wie vor zu gefallen. Dadurch, dass ein feinsüßlicher Teil des Geschmackes am Gaumen hängen bleibt, hat man Lust auf den nächsten Schluck.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr harmonisches und rundes Gebräu, welches ich wärmstens zum Festtagsessen empfehlen kann. Ein wirklich sehr harmonisch aufeinander abgestimmtes Festbier, welches ich für eines der besten seiner Zunft halte. Daher 5 Sterne und frohe Weihnachten.

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Zötler Hefeweizen hell

4 Tage bis Weihnachten sind es nun nur noch. Zeit also für einen Biertest, wenn man betrachtet, dass Weihnachten die Zeit der Einkehr ist. Um eine Abwechslung zu den ganzen Fest- und Bockbieren darzustellen, gibt es heute mal ein Weizen im Test. Ausgesucht habe ich mir das Zötler Weizen aus dem schönen Allgäu. Die Brauerei hat ihren Sitz im beschaulichen Rettenberg, welches so vermutlich nur wenigen Leuten bekannt ist, könnte man meinen. Aber diese doch recht beschauliche Ortschaft ist überregional als Brauereidorf bekannt, denn dies liegt daran, da neben der relativ großen Zötler Brauerei auch die nicht weniger kleine Brauerei Engelbräu hier ihren Sitz hat. Eine vergleichsweise große Ortschaft mit zwei derart großen Brauereien, sucht man ansonsten deutschlandweit vergebens. Nun zum Bier: Es hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Goldenes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Bananiges, aber auch grobkörniges und etwas hopfenherbes Aroma. Dazu noch kräutrig mit etwas Nelke.

Zum Geschmack: Sehr erfrischendes Weizen und zugleich aber auch würzi,. vor allem im Abgang schmeckt man die Banane schön. Diese hält auch im Nachgang an und verspricht Lust auf den nächsten Schluck. Auch im qweiteren trinkverlauf bleibt dieses Bier banaig fruchtig und zugleich spritzig. Eventuell ist es hier und da ein wenig zu hefig. An manchen Ecken kommt auh die Kohlensäure ein wenig zu arg durch und macht das bier sehr sprudelig. Die Banana hält auch bis indie letzten Schlücke sehr gut an und wenn die Kohlensäure nachlässt ist es sehr angenehm.

Zum Fazit: Ein gut trinkbares Weizen, welches hier und da noch ein wenig zu unausgewogen ist. Im Grundton aber sehr gut trinkbar und daher mir hier heute 4 Sterne wert.

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Baisinger Weihnachtsbier

In einer Woche ist es wieder soweit. Es ist Weihnachten. Um die finale Phase der Adventszeit einzuläuten, gibt es heute wieder einen Biertest, von einem wie könnte es anders sein, Weihnachtsbier. Verköstigt wird das Weihnachtsbier der Baisinger Löwenbrauerei der Familie Teufel aus Rottenburg am Neckar. Da von der Brauerei schon das ein oder andere Bier im Test war, gehe ich jetzt nicht noch einmal im Detail auf sie ein, sondern komme direkt zum Test. Dieses Bier, welches vom Bierstil ein untergäriges Festmärzen ist, hat einen ordentlichen Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weissen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidiges und vor allem brotiges Aroma. Ich mache leichte Lebkuchennoten aus.

Zum Geschmack: Getreidg süßlicher Geschmack. Man hat aufjedenfall mal eine deutlich dominante süßliche Note, die aber so einen leicht Weihnachtlichen Touch hat wie ich finde. So etwas von Lebkuchen, aber auch etwas von Plätzchen mit leichten Karamellnoten. Es ist sehr kräftig und gehaltvoll im geschmack. Teilweise aber sogar fast ein wenig zu süß. Erinnert an Spekulatius und ist sehr würzig.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr gutes festbier, welches ordentlich würzig ist und viele weihnachtliche Aromen mitbringt. Gut auch auf einem Weihnachtsmarkt trinkbar. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Puntigamer Das Bierige Bier

Im heutigen Biertest geht es mal wieder in unser Nachbarland nach Österreich. Die größte Braugruppe dort ist die Brau Union, welche zum Heineken Konzern gehört. Eine Brauerei bzw. Marke im Portfolio der Brau Union ist die Puntigamer Brauerei die, die gleichnamige Marke herstellt. Gebraut wird in Puntigam einem Randbezirk der steirischen Hauptstadt Graz. Seit !838 besteht die Brauerei nun schon und hat sich zu einer der größten in ganz Österreich entwickelt. Nach mehreren Fusionen, zunächst als Steirerbräu AG firmierend, entstand 1997 durch die Fusion mit der Brau AG eben jene Brau Union, die heute den Biermarkt in Österreich dominiert. Verkostet wird der Klassiker der Brauerei, das sogenannte bierige Bier. Woher dieser ungewöhnliche Name stammt, erschließt sich mir auch nach einiger Recherche noch nicht. Sicher ist jedenfalls, dass es sich hierbei um ein untergäriges Lagerbier handelt, welches in etwa einem typischen österreichischen Standardmärzen entspricht. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weissen Schaum.

Zum Geruch: Ziemlich nichtssagender, leicht chemisch angehauchter Geruch.  ganz leicht malzige und süßliche Töne.

Zum Geschmack: Auch hier ein eher unscheinbares Bier. Es hat gewisse malzige Noten, die auch hier und da recht anmutig durchkommen, jedoch zunächst nichts besonderes sind. Es ist im Antrunk ein wenig prickelnd und im Abgang ein wenig hopfig. Gegen Ende, wenn die Kohlensäure nachlässt, ist es ein eher gefälliges Bier. Es wird dann aber auch ein wenig schal. Irgendwie hat es einfach nicht so ein richtig großes Geschmacksprofil.

Zum Fazit: Ein Bier das mich jetzt nicht so wirklich vom Hock haut. Irgendwie einfach ziemlich flach. Hierfür gibts nur 2 Sterne.

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Erdinger kristall

Da die letzten Tage eher ein wenig ruhig waren, gibt es nach dem gestrigen Biertest heute nochmal einen hinterher. Dieses mal gibt es ein Bier, der  deutschlandweit bekannten Erdinger Weissbräu. Diese braut ihr Weissbier nicht nur in der klassischen naturtrüben Ausführung, sondern bietet auch eine für Bayern eher untypische kristallklare Version ihres Klassikers an. Diese hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: EIn klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Der weisse Schaum ist sehr üppig und es ist sehr sprudelig.

Zum Geruch: Spritzig getreidig eine leichte Süße und etwas Zitrus.

Zum Geschmack: Im Antrunk recht mild und leicht getreidig. Dann kommt eine kurzes leicht bitteres Intermezzo des Hopfens bevor es im Abgang süßlich und in wie ich finde Honigaromen übergeht. Ansonsten schmeckt es ein wenig schaumig und ist mir dabei etwas zu sprudelig. Im Abgang kommen dazu Zitrusaromen die, die getreidigen Töne akzentieren.

Zum Fazit: Ich bin zwar kein Fan von Erdinger, aber das Krisatll ist schon ganz in Ordnung. Für mich besser als das naturtrübe Original. Etwas zu spritzig. Hierfür gibts 3 Sterne.

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Clarens Brewery Ipa

Beim heutigen Test muss ich mich bei zwei Freunden bedanken, die mir dieses Bier aus ihrem Südafrikaurlaub zum verkosten mitgebracht haben. Es handelt sich hierbei um ein Bier der Clarens Brewery aus dem gleichnamigen Ort Clarens, der in der Nähe zur Grenze zu Lesotho liegt. Seit 2006 braut die Craftbierbrauerei hier nun schon ihre Biere und beweist, dass Südafrika biertechnisch doch mehr zu bieten hat, als Castle Lager und Hansa Pilsner. Das Bier, das verkostet wird, ist das IPA und hat 6,5% Alkohol, was für ein IPA eher leicht ist.

Zur Optik: Trübes oranges, bernsteinenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht fruchtige Töne klingen an, aber auch ein etwas komischer Geruch. Etwas kalkig bzw. erdig im Geruch. Dazu Zitrusnoten, die aber ein wenig an einen Badreiniger erinnern. Die fruchtigen Töne finde ich, gehen in Richtung Mandarine und Aprikose.

Zum Geschmack: Sehr herber und bitterer Einstieg ins Bier. Es prickelt vor allem im Gaumen nach. Fruchtigkeit kommt zunächst schleppend durch, jedoch finde ich, das sich vor allem im Abgang ein paar fruchtige Noten auftun. Auch hier erinnern sie etwas an Mandarine und Melone wie ich finde. Insgesamt ein recht gefälliges IPA, welches nicht so richtig bitter ist sondern eher mild nach dem spritzigen Einstieg. Vor allem der Abgang ist doch sehr wässrig. Immer wieder leicht hopfige Noten, die aber sehr angenehm sind ohne zu bitter zu sein. Es kommt auch immer weider eine leichte Fruchtigkeit durch. Insgesamt ist es aber auch im weiteren Trinkverlauf einfach irgendwie ein wenig zu mild, vor allem im Nachgang.

Zum Fazit: Es könnte einfach noch ein wenig geschmacksintensiver sein. Aber es ist bei Weitem kein richtig schlechtes Bier. Vor allem bestätigen sich die Geruchseindrücke geschmacklich nicht. Hier reicht es für 3 Sterne

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Propeller Turbo Prop

Im heutigen Biertest geht es mal wieder nach längerer zeit nach NRW. Es geht zur Brauerei Bosch, die unter dem Namen Propeller auch eine Craftbeer Line im Sortiment hat. Da aus dieser Line letztes Jahr bereits der Looping im Test war, möchte ich nicht noch einmal genauer auf die Brauerei eingehen, sondern direkt zum Bier kommen. Hinter dem Bier Turbo Prop, welches ich euch heute vorstellen möchte, verbirgt sich ein Imperial Pils. Dies heisst, das Bier ist ein Bier, welches im Stile eines Pilsbieres gebraut wurde. Im Unterschied zum normalen Pils, wurde es aber deutlich stärker eingebraut. Deshalb hat dieses Bier auch einen stolzen Alkoholgehalt von 6,5%.

Zur Optik: Klar filtriertes Bier, mit einer ca. 2 cm breiten Schaumkrone. Es hat in etwa eine mittelgoldene Farbe.

Zu Geruch: Leicht furchtig, nach grünen Früchten, mit einer gewissen Exotik im Geruch. Erinnert leicht an Melone.

Zum Geschmack: Ein Mix aus einer leicht getreidigen Note des Bieres mit einer gewissen fruchtigen Aromatik. Insgesamt ein recht schmackhaftes Bier, welches zusammengefasst betrachtet aber doch eher dahin plätschert und für seinen hohen Alkoholgehalt recht leicht wirkt. Doch nur bis zum Abgnag. Denn im Abgang lässt es ein wenig seine herbe zu, denn es handelt sich ja schließlich uj ein Pils. Hierbei macht sich jedoch auch bisweilen seine alkoholische Note bemerknar, welche im recht schlanken Malzkörper so gar nicht zu vermuten gewesen wäre. Diese störte leider die etwas fruchtige, grasige Hopfenaromatik am Gaumen und verleiht dem Bier eine recht kratzige Bittere. Die Fruchtaromen erinnern am ehesten an Birne und Traube wie ich finde.

Zum Fazit: Mh eine schwierige Bewertung. Auf der einen Seite eine gute fruchtige Hopfenaromatik, auf der anderen Seite aber auch alkoholische Noten, die nicht so recht zum leichten Malzkörper passen. Daher nur 3 Sterne.