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Paulaner Zwickl

Heute gibt es mal wieder etwas von der alt ehrwürdigen Paulaner Brauerei aus München. Dort haben sich die Braumeister mal wieder etwas einfallen lassen und mit dem Zwickel ein neues Bier auf den Markt gebracht. Was sofort auffällt, ist die besondere Flasche mit nostalgischer Prägung. Bei genauerem hinsehen fällt jedoch auch auf, dass das Bier nur 0,4 anstatt 0,5 Liter enthält. Das untergärige Kellerbier hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Sehr hellorangenes Bier. Wikrlich eine durchgehende schöne Trübung. Der weiße Schaum ist jetzt nicht besonders erwähnenswert, denn er ist ungefähr nur 1 cm breit und schwimmt etwas leicht auf der Oberfläche.

Zum Geruch: Sehr hefiger Geruch, riecht schon richtig nach Kellerbier. Auch das Getreide riecht man durch. Riecht richtig brotig. Aber man kann auch ganz feine Zitrusnoten riechen.

Zum Geschmack: Ich bin echt überrascht wirklich interessantes Bier, das vor allem im Antrunk mit einer großen Spritzigkeit aufwartet. Es ist leicht säuerlich und hat feine Zitrusnoten, die es wirklich sehr spritzig machen. Vor allem am Gaumen wird es dann auch ein wenig bitter durch den Hopfen. Jedoch ist der Abgang bzw. vor allem der Nachgang sehr wässrig und nach einem kurzen hefigen Geschmack hat man eigentlich keinen Geschmack mehr im Mund. Im Natrunk kommen jetzt so langsam auch mal ein wenig getreidge Noten auf, die langsam auch in den Abgang übergehen und etwas karamellig schmecken.

Zum Fazit: Ganz interessantes Bier, das mit seinen leicht säuerlichen Zitrusnoten mal etwas anderes schmeckt als andere Kellerbiere. Hierfür gebe ich 4 Sterne.

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Lübzer Pils

Im heutigen Biertest geht es nach Mecklenburg. Da nach der Wiedervereinigung recht schnell viele Betriebe schließen mussten gibt es dort nur noch ein handvoll Traditionsbrauereien. Eine davon ist die Lübzer Bierbrauerei. Diese befindet sich in der Ortschaft Lübz auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Seit 1877 braut die Brauerei und hat in ihrer langen Geschichte unter anderem den wirren des zweiten Weltkriegs und der DDR getrotzt und sich zu einer der größten Brauereien in Norddeutschland entwickelt. Das die Brauerei heute so gut dasteht und eine der modernsten ist, hat sie hauptsächlich der Tatsache zu verdanken, das die Brauerei 1991 von Holsten aus der Treuhand übernommen wurde und dadurch massiv in den Standort Lübz investiert wurde. Mittlerweile gehört aber sowohl die Holsten als auch die Lübzer Brauerei zum dänischen Carlsberg Konzern. Vorkostet wird heute das Pils der Brauerei, die bekannteste Sorte der Brauerei und auch ein typisches Bier, wenn man an die raue und stürmische Ostseeküste denkt. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,9%

Zur Optik: Klares hellgoldenes Bier. Der Schaum ist für ein Pils ganz ordentlich und wirkt sehr sprudelig.

Zum Geruch: Ja der Hopfen weht einem wie ein steife Brise an der Ostsee entgegen. Grasige Noten machen sich in der Nase breit. Aber auch das leicht süßliche Malz trägt zur Geruchsnuance bei.

Zum Geschmack: Hopfiger spritziger Antrunk leicht süßlicher Mittelteil und im Abgang dann wieder der herbe Hopfen. Insgesamt sehr hopfenbetontes Bier, das aber eher ins blumige, als ins richtig herbe und trockene geht. Im Abgang hat man eine Hopfennote auf der Zunge, die von feinen Malztönen umspült wird. Jedoch ist mir dieses Bier insgesamt zu flach, den vom Malz ist fast so gut wie gar nicht zu schmecken und so fehlt diesem Bier das Malzbett. Hintenheraus breitet sich die zarte bittere dann auch in die Backengegend aus. Von einem norddeutschen Pils hätte ich mir jedoch mehr raue herbe erwarte, wie sie an eine stürmische Küste erinnert.

Zum Fazit: Ganz solides Pils welches durch seinen herbe auch klar als Pils rüberkommt. Jedoch ist es zu geradlinig und massentauglich. Ich bevorzuge, wenn ich ein Pils trinke, hopfigere und herbere Biere. Außerdem könnte es im Hopfen noch etwas fruchtiges sein. Dennoch ein recht solides Bier, dem so ein bisschend er Körper fehlt, trotzdem aber besser ist als viele andere Pilsbier aus vergleichbaren Brauereien. Hierfür gibt gute 3 Sterne.

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Spalter Helles vollbier

Im heutigen Biertest geht es ins Hopfenland Spalt. Eines der bekanntesten deutschen Hopfenabaugebiete. Dort befindet sich die Stadt Spalt mit der Spalter Brauerei. Diese Brauerei ist etwas besonderes, denn sie ist die einzig noch in Betrieb befindliche Stadtbrauerei. Dies bedeutet das Brauerei Eigentum der Kommune ist und der Bürgermeister ihr vorsteht. Aus ihren Biere, natürlich mit Spalter Aromahopfen gebraut, wird heute das Helle Vollbier verkostet. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,8% .

Zur Optik: Goldenes klares Bier. Schöne Schaumentwicklung mit wirklich stabilen Schaum.

Zum Geruch: Interessanter Geruch riecht sehr erdig und hat irgenwie so diesen typischen grünen Geruch, der bei vielen Hellen aus Franken vorhanden ist. Aber auch einen sehr schöne Honignote hat man im Geschmack. Natürlich ist auch der bekannte Spalter hopfen im Geruch, wenn auch sehr zurückhaltend, so versprüht er doch leichte Fruchtnoten und Grasnoten.

Zum Geschmack: Man schmeckt deutlich den Hopfencharkter und es ist deutlich herber als andere helle Biere. Hier will man wohl wirklich auch den Spalter Hopfen zur Geltung bringen. Aber es wirkt auch echt körnig und getreidig. Wikrlich ein interessantes Bier, da es doch mehr auf dem Hopfen als auf dem Malz betont ist, gleichzeitig aber gar nicht bitter wirkt. Es wirkt eher grasig und blumig. Sogar etwas röstiges kommt durch. Dieses Bier wirkt einfach recht urig, so wie man sich ein Helles Bier von früher in Franken vorstellt. Im Abgang kommen dann wiederum auch leicht süßmalzige Noten, die perfekt mit den Hopfennoten harmonieren.

Zum Fazit: Ein wirklich spannendes und interessantes Bier. So stellt man sich ungefähr ein urtypisches fränkisches Hellbier vor. Man schmeckt richtig noch die Zutaten und es harmoniert eigentlich ganz gut. Einzig schmeckt es ein wenig zu erdig und es ist nicht unbedingt süffig, aber ansonsten wirklich eine gutes Seidla. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

 

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Kulmbacher Festbier

Im heutigen Biertest geht es in die laut Etikett heimliche Hauptstadt des Bieres. Es geht nach Kulmbach in Oberfranken. Sicher ist die Stadt für ihre Bier bekannt, jedoch werden alle bekannte Marken mittlerweile von einer Brauerei gebraut. So werden sowohl Eku als auch Mönchshof und Kapuziner bei der Kulmbacher Brauerei, vormals Reichelbräu, gebraut und abgefüllt. Somit trügt also der schein, was der Vielfalt aber dennoch keinen Abbruch tut, denn die Kulmacher Brauerei bringt unter dem Dach dieser verschieden Marken um die 30 verschiedene Biere auf den Markt. Aus diesem riesen Sortiment wird heute ein Festbier verkostet, welches exklusiv für die Kulmabacher Bierwoche gebraut und abgefüllt wird. Die Kulmabacher Bierwoche wird jedes Jahr ende Juli gefeiert, um die Kulmabacher Biertradition zu feieren, und dieses Bier kommt dort zum Ausschank. Mit seinen 5,8% hat dieses Bier schon ordentlich wums.

Zur Optik: Tief goldenes Bier mit rötlichem Stich. Es ist klar filtriert und hat eine stabile grobporige Schaumhaube.

Zum Geruch: Sehr intensiver, maziger Duft. Hat Noten von Biskuit und Karamell. Aber auch leicht erdige Noten. Der Hopfen sendet ein wenig ein blumiges Aroma aus, dennoch beherrscht das Malz den Geruch.

Zum Geschmack: Sehr intensiver Malzgeschmack. Jedoch bin ich überrascht, dass man im Abgang eine schöne Hopfennote hat. Intensive Karamellnoten hat man in der Backen und Gaumengegend, die auch im nach dem Schluck noch nachklingen. Im Antrunk ist es sogar ein wenig wässrig. Jedoch hat man im ganzen Bier auch immer eine gewisse alkoholische Note. Die 5,8% schmeckt man also schon. Wirklich ein recht ordentliches Festbier, welches ich aber summasumarum nicht ganz so süffig finde. Dies resultiert daraus, da es einfach schwerfällig und ein wenig zu malzig wirkt. Es bleibt einfach so eine schwere Malzsüße am Gaumen hängen, die nicht unbedingt nach dem nächsten Schluck verlangt. Hat teilweise wirklich auch nussige Töne.

Zum Fazit: Naja nicht wirklich das gelbe vom Ei, da es einfach viel zu malzig schmeckt und eine Alkoholische Note durchkommt die echt unangenehm ist. Aber nichts desto Trotz hat man auch wirklich feine Malznote, vor allem im Antrunk und Mittelteil. Somit halten sich für und wieder die Waage. Auch wenn es für mich zumindest nicht wirklich ein Bier zum zechen wäre, da es einfach nicht süffig ist. Hierfür gitbs 3 Sterne.

 

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Bierschau Diafabocha

Die Bierschau aus Landshut war ja schon einmal im Test und hat dort recht gut abgeschnitten. In sofern bin ich gespannt wie das heutige Bier schmeckt. Es ist ein bayrisches Märzen, das aus dem Sortiment der untergärigen Biere von der Bierschau den Weg zu mir gefunden hat. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,9%, also schon nahe an der grenze zum Bock.

Zur Optik: Rötliches bis kastanien Frabenes Bier. Der Schaum ist durchaus üppig.

Zum Geruch:; Leicht würzig, aber auch eine leichte nussige Note im Geruch.

Zum Geschmack: Der nussige und malzige Geschmack bestätigt sich auch im Geschmack. Vor allem im Abgang sind die leicht nussige Noten wirklich sehr fein. Die nussigen Noten sind wirklich überzeugend und mit dem immer wieder einsetzende Hoppfendeindruck gut verbunden.

Zur Fazit: Ein Bier ohne echt Highlights, aber unkompliziert und Lecker. Absolut trinkbares Bier mit einer schönen nussigen Note, welches nicht unbedingt gleich an ein Märzen erinnert. Dennoch einfach gut und trinkbar 4 Sterne.

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Hohenthanner Polar Sommer

Heute geht es nach Bayern in die schöne Hallertau zur Schlossbrauerei Hohenthann. In ihrem breiten Sortiment erscheinen immer mal wieder auch Craftbiere. So auch unser heutiges Bier das Polar Sommer. Es ist extra noch mit dem Aromahopfen Polaris kaltgehopft und soll laut Etikett ein wenig nach Gletscherbonbon schmecken. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Hellgelbes bis Orangenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen ca. 4-5 cm breite Schaumhaube.

Zum Geruch: Zunächst einmal hat man klare Aromen von Citrus in der Nase. Aber auch fruchtige Aromen von des Hopfens hat man in der Nase, die schmecken leicht nach Mandarine und Birnen. Die Malznote kommt im Geruch auch nicht zu kurz und umrahmt den Duft mit feinen Getreidenoten.

Zum Geschmack: Man hat zunächst einmal einen Mix aus hefigem und hopfigem Charakter. Man hat teilweise, vor allem im Abgang schon den Eindruck, dass man die auf dem Etikett versprochenen Aromen von Gletscherbonbon wahrnimmt. Alles wird von einer dezent bitteren Hopfenote begleitet. Die jedoch im Abgang sogar ein wenig im Hals kratzt. Auch die Malznoten sind wirklich gelungen. Die herben Noten des Hopfens haben zuweilen auch eine schöne Zitrusnote, welche sich wunderbar in das bisherige Thema einreiht. Wirklich sehr spritzig dieses Bier und erfrischend.

Zum Fazit. Ein wirklich tolles Sommer Kellerbier. Spritzig frisch mit Zitusnoten und auch der Polarsommer ist wie ich finde in diesem Bier umgesetzt worden. Ein wirklich gutes Bier für den Sommer. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Stone IPA

Heute gibt es mal wieder ein Bier aus dem Berliner Ableger der Stone Brewery. Diesmal sit es das IPA, angeblich das Bier mit dem Stone Brewing bekannt geworden ist. Das IPA hat einen Alkoholgehalt von 6,9%.

Zur Optik: Sehr trübes Bier, das eine hell orangene Farbe besitzt. Sehr schöner Schaum.

Zum Geruch: Zuerst natürlich stechen einem die klassichen Fruchtnoten in die Nase, welche man bei vielen IPAs hat. Man hat vornehmlich Grapefruit und Zitrone. Aber auch einen Hauch Mandarine. Auch leicht Traube und Mango bekommt man in die Nase.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es noch etwas zurüchaltend aber dann wird es so langsam Bitter. Man muss aber auch zunächst einmal positiv festhalten, dass dieses Bier nicht nur Bitter und herb ist sondern sofort auch immer eine gewisse Fruchtigkeit mitschwingt. Zeitweise wirkt es sogar ein klein wenig wässrig, bzw. nicht mehr ganz so frisch, was aber auch daran liegen kann , dass es schon ein wenig bei mir im Regal steht. Insgesamt wirkt das Bier sehr ätherisch und ölig, sprich man schmeckt richtig den Hopfen beziehungsweise die Kalthopfung.  Die Fruchtigkeit verfliegt aber nach den ersten Schlücken und lässt sich auch nicht einer gewissen Frucht zu ordnen. Am ehesten noch einer Mandarine. Zitusaromen schwingen sowiso immer mit diese treten aber eher bitter auf. Allgemein wirkt das Bier  dann doch eher trocken und Bitter und auch ein wenig flach. Vor allem gegen Ende übernehmen die bitteren und herben Hopfeneindrücke die Oberhand.

Zum Fazit: Naja auch dieses Bier finde iche jetzt nicht mega überragend. Es ist zwar ganz solide, aber es fehlt einfach noch die richtige Geschmacksexplosion, die es zu einen guten bis sehr guten IPA machen. So ist es hald Durchschnitt. Da ich mir aber vorstellen kann, dass dieses Bier noch besser schmeckt wenn man es sehr frisch trinkt, gibt es 3 Sterne mit Tendenz nach oben. Denn gute Ansätze sind durchaus vorhanden. Gut man muss dazu sagen, dass es ein West Coast IPA ist, dieses sind für gewöhnlich auch eher bitter und trocken, als fruchtig.

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Pyraser Landbier Helles

Ein kleines Dorf im Frankenland ist für sein gutes Bier bekannt. Dies ist der Werbespruch der Pyraser Brauerei. Und an diesem ist auch etwas dran, denn das kleine Dorf Pyras ist, sofern es überhaupt jemandem bekannt ist, wenn dann nur für sein Bier bzw. die Brauerei bekannt. Vor kurzem war ja schon das Pils im Test und nun kommt also das Landbier. Das Landbier ist ein Helles Exportbier. Auf dem Rückenetickett ist eine schöne Geschichte über das Bier und einen Zimmermann bei dem es heißt, es sei „ein Bier wie ein Dachstuhl“. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Es hat einen sehr schönen Schaum.

Zum Geruch: Riecht sehr getreidig. Aber eher grün getreidig. Sogar mit leichter Röstnote. Schon sehr grasig und erdig das Aroma in der Nase. Auch ein wenig ledrig und irgendwie leicht muffig kommt es daher.

Zum Geschmack: Sehr würzig das Bier, vor allem getreidige Noten. Man schmeckt sofort, dass es ein wenig kräftiger ist als ein normales Helles. Diese erdigen und leicht muffigen Noten sind im Geschmack zum Glück nicht so extrem und kommen erst im Nachgang zum tragen, dort wechseln sie sich mit grasigen Hopfenoten und einer leicht befremdlichen Süße ab. Diese ist in sofern befremdlich, als dass sie viel zu süß wirkt und so das Bier nicht so wirklich schmackhaft machen. Nachdem man im Antrunk fast gar keinen Geschmack hat, kommt sofort diese Süße, die schon fast ein wenig zu penetrant ist. Im Nachgang wirds dann immer hopfiger und man hat schon eine herbe Färbung am Gaumen. Jedoch ist dieses bier allgemein eher eine Mischung aus einem extrem wässrigen Antrunk und einer ab dem Gaumen viel zu penetranten Malzsüße.

Zum Fazit: Naja, kein so mega gutes Bier. Es hat zwar eine recht gute Hopfennote, aber der Malzeinsatz ist schon eher unpassend. Es ist zum einen am Anfang mega wässrig, bevor es dann im Abgang viel zu süß wird. Außerdem kommt immer mal wieder dieser komische ledrige und erdige Geschmack durch. Hierfür gibts nur 2 Sterne.

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Freigeist Köpenickiade

Freigeist, dass ist genau das, mit dem man Sebastian Sauer und seine gleichnamigen Biere am besten beschreibt. Denn viele Bier sind freie Interpretationen alter vergessener Bierstile und vom Reinheitsgebot oft weit entfernt. Von der Helios Braustelle in Köln heraus, ebenfalls eine angesagte Craft beer Brauerei, enstehen seine außergewöhnlichen Bierkreationen. Hauptsächlich auf uralte deutsche Bierstile bedacht, versucht er dem mittlerweile üppigen Angebot an Pale Ales und Stouts noch etwas sehr spezielles hinzuzufügen. Damit will er alle ansprechen denen ein mega bitteres IPA immer noch nicht genug ist, und die sich an wirklich ausgefallene Bierkreationen herantasten wollen. Nun zu unserem heutigen Bier dem Köpenickiade. Wie der Name es schon vermuten lässt hat es etwas mit Berlin zu tun. Nämlich in sofern, als das es sich beim Bier um eine Berliner Weisse handelt. Einem Bierstil, der vor allem in letzter Zeit von den ganzen Berliner Craftbierrbauereien langsam wieder entdeckt wird. Das besondere an diesem Bier ist das zusätzlich noch Weinbergpfirsich mit verbraut wurde, der dem Sauren Aroma etwas entgegenwirken soll. Außerdem wurde der Malzmischung Dinkelmalz beigemischt.Das Gebräu hat einen Alkoholgehalt von 3,5%

Zur Optik: Trübes Bier, wobei die Hefe langsam im Glas nach unten sinkt. Stabiler grobporiger Schaum.

Zum Geruch: Säuerlich, reicht nach Essig bzw. Spreewaldgurke. Man hat deutlich die Säure die, die Nase ein wenig zusammenzieht. Daraus resultiert auch intensives Zitrusaroma. Aber auch leicht Pfirsich ist dabei

Zum Geschmack: Natürlich hat dieses Bier einen Sauren Charakter, aber irgendwie bin ich enttäuscht. Ich hätte es mir doch noch eine deutliche Spur saurer vorgestellt. Jedoch ist dieser Eindruck nur in den ersten paar Schlücken und ich muss meine Aussage revidieren. Es wird in den nächsten Schlücken deutlich saurer vor allem zwischen Gaumen und Rachen. Interessant ist vor allem das sich zwischen diese Sauren Zitrusnoten ein Hauch von Pfirsich schwingt. Wirklich ein interessantes Bier, den auch das Malz kommt leicht durch auch wenn das säurliche natürlich dominierend ist.

Zum Fazit: Man muss so etwas mögen, vor allem wenn dieses Bier nach dem ersten schluck langsam immer Saurer wird. Gegen Ende ist es mir dann jedoch irgendwann zu Sauer und nicht mehr so ganz ein Trinkvergnügen. Dennoch ein sehr interessantes Bier, welches bestimmt seine Fans haben wird. Für mich sind so extrem saure Biere nicht wirklich etwas. Dennoch gibt es hierfür 3 Sterne mit Tendenz nach oben, da es wahrlich nicht schlecht ist, aber nicht so ganz meinen Geschmack trifft, aber der ist ja sowieso subjektiv

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Braukunstkeller Bavarian Dry Hoped Lager

Trotz seiner noch jungen Firmengeschichte haben Alexander Himburg und sein Braukunstkeller bereits eine bewegte Zeit hinter sich. 2012 gegründet ging es für die Brauerei in kurzer Zeit sehr steil bergauf und so konnte er sowohl Absatz als auch Austoß auf bis zu 800 Hektoliter steigern bis 2016 hielt dieser Entwicklung ein jähes Ende fand. Denn Gründer Alexander Himburg musste für viele überraschend Insolvenz anmelden und die Zukunft des Braukunstkellers war für kurze Zeit stark gefährdet. Doch der Grund war keineswegs mangelnder Absatz oder schlecht Umsätze, sondern die Insolvenz eines Geldgebers bzw. Komplikationen mit der Michelstädter Brauerei, wo gebraut wurde. Und so musst Alexander Himburg die ursprüngliche Heimat des Braukunstkellers, Michelstadt im Odenwald, verlassen und geht fortan als Gypsy Brauer auf Wanderschaft. Gypsy Brauer heißt, dass ein Brauer sich in wechselnde Brauereien einmietet und dort seine Biere ohne festen Stammsitz braut. Momentan wird unter anderem bei der Hofmark Brauerei gebraut, wo auch das heutige Bier gebraut wurde. Neben seinen bekannten Ales stellt er seit neuestem auch ein Bavarian Lager her, welches heute im Test ist. Im Gegensatz zu normalen Hellen ist dieses Bier natutrüb und wird mit besonderen Aromahopfen gebraut. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Leichte trübes Bier mit einer hellgodene Farbe mit leichtem Kupferstich. Wirklich sehr schöner Schaum

Zum Geruch: Gleich von beginn an tritt das feine Hopfenaroma durch, das betont auf Zitrusnoten liegt, aber trotzdem nicht bitter wirkt. Wirkt im Haupton sogar eher tropisch fruchtig mit Noten von Melone und Ananas, welche dann gekonnt von Zitrusaromen umrahmt wird.

Zum Geschmack: Sehr feines Bier, welches wirklich eine sehr schöne Fruchtnote hat, die zunächst einmal hauptsächlich an Melone und Trauben erinnert. Aber vor allem fällt auf das dieses Bier unheimlich frisch und weich im Wasser wirkt. Wirklich sehr weiches Mundgefühl. Im Abgang kommen dann leicht Bittere Zitronennoten auf und es hinterlässt einen trockenen Rachen. Dies wird aber erst zum Problem, wenn das Bier leer ist, denn so verlangt der trockene Hals nach dem nächsten Schluck.  Wirklich ein sehr schöner Mix, wenn die fruchtigen Melone/Traubenoten in bittere und leicht säuerliche/trocken Zitrusnoten übergehen. Wobei man allgemein sagen muss das, dass Bier deutlich fruchtiger ist als angenommen und man eher fruchtige Noten als Zitruseindrücke hat.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier und eines der besten Lagerbier, die ich bisher hatte. Fruchtig frisch und wenn es auch nicht so die extreme Zitronennote hatte, die ich erwartet habe, ist es wirklich ein sensationelles Lager. Hierfür gibts 5 Sterne.