Veröffentlicht in 4-Sterne

Fürst Carl Märzen

2025 gewann mein nun folgendes Testbier beim European Beer Star Award die Silbermedaille. Grund genug also es hier im Blog auch mal vorzustellen. Beim Bier handelt es sich um das Fürst Carl Märzen der Schlossbrauerei Ellingen aus dem Süden Mittelfrankens. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, etwas orange bis schön bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen brotig karamelligen ersten Eindruck, bei dem auch Noten von Lebkuchen und auch ganz leichte Röstaomen durchkommen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit schön malzigen Noten, die einen gewissen karamelligen Touch aufweisen. Es hat dazu eine gut passende bittere, die sich am Gaumen mit den karamelligen Noten sehr gut ergänzt. Es hat dazu einen sehr schönen Biskuitgeschmack der auch etwas leicht teigiges hat. Im großen und Ganzen bleibt es aber ein kräftiges und würziges Bier, bei dem das malzige dominiert.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes und vollmundiges Märzenbier. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Grohe Devil in Disguise

Die Brauerei Grohe aus Darmstadt ist Kult und bezeichnet sich auch selbst als die „Brauhaus Legende“. neben ihren Klassiker wird dort zudem auch viel mit etwas anderen Bierstilen herumexperimentiert und so entstehen immer wieder limitierte Sonderabfüllungen, wie zum Beispiel mein heutiges Testbier namens „Devil in Disguise“, das es wirklich in sich hat. Der Name ist hier wirklich Programm, denn in der wirklich schön gestalteten Flasche verbirgt sich ein Gebräu mit satten 9,4% Alkohol. Stilistisch ist es ein belgisches Tripelbier und entstand in Zusammenarbeit mit den österreichischen Kreativbrauern von Two in a Rocket.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat wirklich eine sehr intensiven Geruch nach Orangenschale bzw. Orange oder Mandarine, aber auch etwas leicht kräutriges.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit kräftigem Körper und einer doch auch dann sehr kräftigen und kräutrigen Hopfenbittere mit ordentlich bitterem Abgang, wobei man auch leicht Noten von Kandiszucker und Mandarine schmeckt Auch ist eine gewisse Säure wahrnehmbar. Insgesamt ist es dennoch recht rund und durch diese kräutrigen Noten im Abgang kommt es sehr gut an belgische Vertreter heran und ist dabei auch nicht zu süß oder gar alkoholisch. Zudem sorgt die Kohlenbsäure dafür, dass es sehr spritzig ist und an einen Aperitif erinnert.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr sehr gutes und spanendes Bier, das man so nicht oft hat und das viele verschiedene Geschmacksnuancen in sich vereint. Von mir gibt es 5 Sterne und damit die volle Punktzahl.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hacklberg Dultfestbier

Als Dult wird vor allem in Altbayern und im angrenzenden Österreich ein Jahrmarkt oder Volksfest bezeichnet. Dementsprechend haben viel dort ansässige Brauereien auch ein Dultfestbier im Angebot, welches dann dort auch im Festzelt zum Ausschank kommt. Da wir uns gerade mitten in der Volksfestsaison befinden verkoste ich heute so ein Bier und zwar jenes der Brauerei Hacklberg aus Passau. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filrtiertes, goldenes Bir. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Das Bier hat einen etwas süßlichen ansonsten nichtssagenden Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen durchaus sehr kräftigen Körper, der auch geschmacklich sehr intensiv und präsent ist. das bier hat auch etwas Resenz. Im Abgang ist es auch eine überzeugene karamellige Note, die noch lange am Gaumen bleibt. Das Bier ist sehr kräftig und hat einen harmonischen wohlschmeckenden Körper. Es ist durchaus sehr süffig und durchaus auch würzig, ohne jedoch eine besonderen Hopfeneinfluss zu haben.

Zum Fazit: Ein süffiges, wirklich gutes Festbier, bei dem mir vor allem die Karamellnote überzeugt. Etwas mehr Hopfen könnte das Bier durchaus noch vertragen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Rhaner Pils

Von Oberfranken geht es nun in die Oberpfalz zur Brauerei Rhaner, die sich als älteste Familienbrauerei Ostbayern bezeichnet. Von dort kommt nun das Pils zu mir in den Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier verfügt über einen leicht hopfigen etwas grasigen Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus hopfigen Geschmack. Es ist etwas bitter im Abgang, mehr kommt aber zunächst ehrlicher Weise nicht. Das Bier hat im Abgang zudem eine schöne Hopfennote. Der Körper hingegen ist recht schlank und das Malz ist eher zurückhaltend. Der Hopfen am Gaumen ist bitter, hat aber auch etwas aromatisches. Der Nachgang hingegen wirkt durchaus rund und ist nicht trocken herb, sondern sogar etwas floral. Man hat zudem eine schone Hopfenblume am Gaumen, die auch im Nachgang lange hängen bleibt und Lust auf den nächsten Schluck macht. Die Kohlensäure ist gut dosiert und das Bier wirkt insgesamt frisch.

Zum Fazit: Ein gutes frisches, nicht all zu bitteres und typisch bayerisches Pilsbier. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in Allgemein

Kalkbräu Vollbier

Mit der Kalkbräu stelle ich nun wieder eine noch recht junge, aus der wahrlich nicht brauereiarmen Stadt Bamberg kommende, Brauerei vor. Gegründet wurde sie im Jahre 2022, als die beiden Freunde Thomas und Benedikt beschlossen ihr Hobby und die daraus resultierenden Bieren mit anderen zu teilen. Vor allem die Coronazeit nutzten die beiden um zu experimentieren und ihre Rezepte zu entwickeln. Durch die positive Resonanz aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und ersten Anfragen, wo man denn ihr Bier käuflich erwerben könnte, fühlten die beiden sich motiviert, dass Ganze etwas größer aufzuziehen. So war dann schließlich das Kalkbräu geboren. Der Name hat eigentlichen tiefgründigen Hintergrund und entstammt laut Website eher einem zufälligen Gedankengang unter der Dusche und leitet sich vom traditionell sehr kalkhaltigen Wasser der Stadt Bamberg ab. Aktuell gibt es ein Kellerbier und ein Vollbier und dieses stelle ich heute im Blog vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, aber auch leicht fruchtiges Bier. Es hat auch etwas von Beere und auch leicht Pfirsich mache ich aus.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier im ersten Eindruck ein durchaus fruchtig süßes Bier. Es hat aber auch einen durchaus hopfig würzigen Abgang, der auch leicht harzig ist. Dennoch hat es auch eine leicht beerige Note. Die Kohlensäure ist eher gering und so ist das Bier sehr bekömmlich. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Wechselspiel zwischen leichtr fruchtigen Noten und etwas Karamell. Eine leichte Hopfenbittere sorgt für eine angenehme Würze und rundet das Bier ab.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes, überraschend fruchtiges Lagerbier. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Heylands Helles

Neben Schlappeseppel und der eigenen Hausmarke werden bei der Brauerei Eder in Großostheim auch Biere der beliebten Aschaffenburger Kultmarke Heylands gebraut mit welcher die Brauerei im Jahre 1998 fusionierte. Nach der Fusion wurde auch der Braubetrieb am Aschaffenburger Stammsitz kurze Zeit später eingestellt und die Produktion der Heylands Biere erfolgt nun eben in Großostheim. Von der Marke Heylands gibt es seit ein paar Jahren nun auch ein Helles, welches es nur in der kleinen 0,33 Literflasche gibt und einen Alkoholgehalt von 4,6% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit sehr ordentlichem Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht getreidiges, aber eher nichtssagendes Bier.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein leicht süßliches, aber irgendwie schon sehr glattgebügeltes Bier. Die Kohlensäure prickelt ganz gut, lässt aber auch nicht viel Raum für Geschmacksentfaltung. Es ist ein leicht würziges, aber insgesamt eher nichtssagendes Lagerbier. Der Körper ist einigermaßen präsent und man hat auch eine etwas keksigen Malzgeschmack, aber insgesamt ist mir das zu wenig und es wirkt im Mundegfühl auch nicht harmonisch und ausbalanciert.

Zum Fazit: Nichts besonderes. Kann man trinken, muss man aber nicht. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Eders Pilsener

Die Brauerei Eder & Heylands aus Großostheim ist überregional vor allem für die Biere der Marke Schlappeseppel bekannt. Aber auch andere Bier gibt es noch im Sortiment, wenn diese auch nur sehr regional vertrieben werden. Ein von diesen ist die Hausmarke Eders, von denen ich das Export schon mal vorgestellt habe. nun ist deren Pilsener an der Reihe. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hopfig, sogar leicht fruchtig in de Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper eher schlankeres Bier, das im Abgang aber durchaus durch eine gewisse Hopfigkeit zu bestehen und zu überraschen weiß. Im Körper bleibt das Bier schlank und vor allem im Abgang hat es eine durchaus wahrnehmbare Hopfennote, auch wenn diese nicht zu bitter sondern eher grasig ausfällt und es im Nachgang durchaus auch ein wenig süßlich wird. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein erfrischendes und überraschend hopfiges Bier, wenn es auch nicht zu bitter ist, aber der Pilscharakter kommt sehr gut durch.

Zum Fazit: Ich bin überrascht angesichts des doch recht hopfenbetonten Pilsbieres. Von mir bekommt es 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Fässla Helles

Das neueste Bier der Bamberger Traditionsbrauerei Fässla ist ein Helles Lagerbier. Im Gegensatz zu anderen Hellen ist hier der Alkoholgehalt mit 5,4% durchaus auf dem Niveau eines typischen Exportbieres.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier mit eher mäßigem Schaum,

Zum Geruch: Es ist reicht leicht süßlich etwas getreidig.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen gut ausbalancierten leicht süßen Malzkörper. Die Kohlensäure ist durchaus vorhanden und auch eine leichte Würzung am Gaumen zeigt sich. Insgesamt wirkt das Bier durchaus sehr süffig ist aber eher ein wenig mild, was aber gut zum Bier passt. Der Körper wirkt trotz des Alkoholgehalts eher schlanker.

Zum Fazit: Ein sauber gebrautes, wirklich sehr schön süffiges und mildes Bier ohne großen Trinkwiderstand. Eventuell mit der Zeit ein wenig zu langweilig, aber für die gewissen Situationen genau das richtige Bier. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Neuschwanstein Sommertraum

Das Schloss Neuschwanstein ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zieht dementsprechend jedes Jahr viele Besucher aus der ganzen Welt an. Mehr als 1 Millionen Menschen begrüßte man dort in den letzten Jahren und diese kaufen dann dementsprechend auch gerne Souvenirs und andere Allgäuer Spezialitäten und auch der umliegenden Gastronomie bescheren sie gute Umsätze. Deshalb nutzt auch die ein oder andere Allgäuer Brauerei gerne das Schloss um ihre Biere an den Kunden zu bekommen. So ist es dann auch mit dem Neuschwanstein Sommertraum der Postbrauerei aus Nesselwang. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges Bier. Es hat etwas schrotige Noten und einen leichten Hauch von Zitrus.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein mildes, aber leicht säuerliches Bier. Es ist im weiteren Trinkverlauf eine wie ich finde pappiges Bier, das vor allem auch Richtung Nachgang diese Noten behält.

Zum Fazit: Mich stört vor allem diese Säure. So wirkt das Bier leider nicht sehr frisch und etwas abgestanden. 2 Sterne

Veröffentlicht in 4-Sterne

Arcobräu Weissbier Dunkel

Im heutigen Biertest habe ich nach längerer Zeit mal wieder etwas von Arcobräu aus Moos in Niederbayern, von denen ich schon einen Großteil des Sortiments vorgestellt habe. Dieses mal soll es nun das dunkle Weizenbier sein, dass auf einen Alkoholgehalt von 5,3% kommt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunschwarzes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht schokoladiges Aroma. mit etwas reifem Dörrobst.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einem schönen malzigen Aroma. Ich finde es wirkt aber irgendwie auch noch ein wenig flach. Etwas Schokoladenaromen sind vorhanden. Man hat dazu eine sehr reife Banane. Bis zum Schluss bleibt es eine eher malziges Bier mit leichter Röstnote und nur wenig wahrnehmbaren Hopfen. Insgesamt finde ich es aber ein wenig flach.

Zum Fazit: Ein solides, mir aber etwas zu mildes Bier. Kann man machen aber kein besonderes Highlight. Das gibt 4 Sterne.