Veröffentlicht in 3-Sterne

Döbler Altstadt hell

Aus der ehemaligen freien Reichsstadt Windsheim, die seit 1961 das Prädikat „Bad“ führt habe ich im folgenden Biertest nun wieder ein Bier der Brauerei Döbler. Das Bier nennt sich Altstadt Hell und wenn man schon einmal in Windsheim war, weiß man, dass die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäuser auch wirklich sehenswert ist und sich meiner Meinung nach ein Ausflug dorthin wirklich lohnt. Auch um sich mal mit dem folgenden Testbiere und den anderen Brauschätzen der Brauerei Döbler vertraut zu machen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keinen besonders auffälligen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht brotiger, ansonsten eher noch ein wenig dezenter Geruch kommt mir in die Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein erfrischendes, aber auch recht geschmacksneutrales Lagerbier. Im Abgang hat man leicht herb würzige Hopfennoten. Die Kohlensäure ist hier für ein fränkisches Lagerbier schon auffallend lebendig und so wirkt das Bier sehr erfrischend und spritzig. Der Körper ist schlank und so hat man nur eine leichte Malzsüße die den Geschmack abrundet.

Zum Fazit: Ein würzig mildes, solides Helles mit ganz ordentlicher Hopfenwürzung. Ansonsten eher ein wenig mild und unauffällig. Aber sehr süffig. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Einbecker Lager

Mit dem Lager hat die Einbecker Brauerei vor gar nicht allzu langer Zeit ein neues Bier auf den Markt gebracht, welches eher Freunde eines milden und vor allem leichteren Trinkgenusses ansprechen soll, denn mit einem Alkoholgehalt von nur 4,4% bewegt es sich schon in der Näher amerikanischer Light Biere.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier, mit passablem weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus etwas leicht hopfiger Geruch der mir hier in der Nase begegnet. Ansonsten ist das Bier eher ein wenig nichtssagend.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass ich als durchaus süffig empfinde. Es ist im Abgang etwas bitterer aber nicht zu sehr, dass an von einem Pils sprechen könnte. Im Körper wirkt das Bier eher leicht, aber die Kohlensäure ist ganz gut dosiert und macht es sehr erfrischend. Grundsätzlich kommt auch eine leichte Malzsüße im Geschmack hinzu, welche dann schon charakteristisch für das Bier ist und den Hopfen ein wenig in den Hintergrund drängt.

Zum Fazit: Ein okayes Bier, nichts Besonderes, aber auch nicht wirklich schlecht. Kann man, vor allem gut gekühlt bestimmt ganz gut trinken, da es wirklich süffig ist. Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr mild im Geschmack. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Carlsberg Carls Special

Was viele nicht wissen, die dänische Großbrauerei Carlsberg braut nicht nur das hierzulande erhältliche Pils und den Elephant, sondern speziell auch in Dänemark und dem Rest Skandinaviens durchaus noch eine ganze Reihe anderer Spezialbiere, die man hier bei uns aber gar nicht so kennt. Auch mein heutiges Testbier, das Carls Special ist so ein Fall, welches erstmals zum 150. Geburtstag der Brauerei gebraut wurde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht toastiger etwas röstiger Geruch mit karamelligen Nuancen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im Abgang etwas karamellig ist und bei dem im Abgang auch röstige Noten auftauchen. Diese haben durchaus einen brotig-röstigen Charakter wie dies bei einem sehr dunkel gebackenen Brot, bzw. vor allem bei dessen Kruste der Fall ist. Der Körper ist insgesamt im Bier doch eher schlank gehalten und dadurch fehlt dem Bier auch einiges an Substanz und Tiefe.

Zum Fazit: Für ein Industriebier tatsächlich ganz solide, aber ihm fehlt doch auch etwas die Tiefe und der Körper im Geschmack, sodass es zeitweise etwas wässrig wirkt. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Erlkönig Hell

Josef und Ludwig Erl führen die gleichnamige Traditionsbrauerei aus Geiselhöring nun in der inzwischen 5. und 6. Generation, die 1871 mit Ulrich Erl begann. Er erwarb die bereits 1852 als Brauerei Mayer gegründete Brauerei und begründete damit die bis heute anhaltende Familientradition. Aushängeschild ist bis heute das Erlkönig Hell, das unter anderem 2018 die Bronzemedaille beim European Beer Star Award erringen konnte und auch sonst bisher die ein oder andere Auszeichnung eingeheimst hat. Daher habe ich schon eine gewisse Erwartungshaltung an mein folgendes Testbier, das einem Alkoholgehalt von 5% aufweist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Getreidig, leicht süßlich minimal Honig und Hopfen zeigen sich in der Nase.

Zum Geschmack. Das Bier ist süffig und hat einen durchaus würzigen Abgang, der dennoch auch leicht süßlich ist. Die Kohlensäure ist ganz gut dosiert und wirkt sehr belebend, was zur Süffigkeit des Bieres beiträgt. Es ist zwar wie beschrieben ein durchaus würziges Bier, für meinen Geschmack könnte es aber dennoch ein wenig mehr Hopfen vertragen. Der Körper des Bieres ist eher schlank und im weiteren trinkverlauf kommen durchaus vermehrt eher süßlichere Noten zum Vorschein.

Zum Fazit: Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Helle. Es ist wirklich lecker und an sich eine runde Sache. Hier und da könnte es noch etwas mehr sein, aber ein süffiges und sehr frisch wirkendes Bier.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Maisacher Räuber Kneißl Dunkel

Matthias Kneißl, war ein berüchtigter Räuber, der sein Unwesen Ende des 19. Jahrhunderts in der Gegend zwischen Augsburg und München trieb. Genau dort befindet sich auch die Maisacher Brauerei, welche, dem legendären Räuber um den sich zahlreiche Geschichten ranken, ein Bier widmete. Dieses dunkle Bier ist nun Teil meines heutigen Biertest und besitzt einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat eine mittel ausgeprägten Schaum, der leicht bräunlich ist.

Zum Geruch: Etwas getreidig, leicht schokoladig ist das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Ein röstig herbes Bier. Es ist nicht ganz so süßlich, sondern ein eher derb uriges und auch getreidiges Bier. Es ist so auch im weiteren trinkverlauf ein eher röstiges und würziges Dunkelbier, dass durchaus dann auch Hopfennoten im Abgang hat. So bleibt dann ein durchaus eher trockenes Mundgefühl zurück.

Zum Fazit: Ein uriges und kerniges Dunkelbier, wie wohl auch dem Räuber Kneißl geschmeckt hätte, der auch ein guter Zecher gewesen sein soll. Mich hat es in jedem Falle überzeugt und so gibt es von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Apostelbräu Dinkel Bock

Im nächsten Biertest habe ich wieder ein Bier von der Apostelbräu aus dem niederbayerischen Hauzenberg im Landkreis Passau. Die Brauerei ist bekannt dafür auch Biere anzubieten, bei denen Getreidesorten eingesetzt werden, die üblicherweise nicht im Bier landen, sondern eher für die Herstellung von Tierfutter, Backwaren oder andere Lebensmittel verwendet werden. So ist das auch beim Dinkel Bock der Fall, eine stärke Version ihres bekannten Dinkelbieres. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelorangenes bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßliches Aroma. Man hat auf der eine Seite weizige, süßliche Noten, die aber von einem durchaus fruchtigen leicht bananigen Duft überlagert werden.

Zum Geschmack: Geschmacklich zeigt sich ein zunächst doch recht herbes Bier im ersten Eindruck. Man hat eine schöne hopfige Noten die dieses Bier auszeichnen. Bei Bockbieren speziell obergärigen findet man das eher weniger, und mir gefällt dieser Aspekt durchaus. So hat man einen fruchtig hopfigen Abgang mit Noten von Nelke, bei dem aber auch eine leichte Banane vorbeischaut. Für meinen Geschmack erinnert mich das auch ein wenig an Melone. Dazu kommen natürlich sehr kräftige und würzige Getreidenoten, die den gesamten Trinkverlauf begleiten.

Zum Fazit: Im Grunde schmeckt dieses Bier ähnlich wie ein Weizenbock, was auch nicht verwunderlich ist, da Dinkel selbst auch Getreide ist welches zur Gattung Weizen gehört. Mir schmeckt es wirklich ganz gut, es fehlt aber noch das gewisse Etwas für die ganz hohen Gefilde. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Esele Hefeweizen

Vom Esele aus Asperg in Baden-Württemberg habe ich im nächsten Biertest nun ein Hefeweizen im Test. Gefüllt ist es in eine für ein Weizen eher untypische 0,33 Liter Flasche, was ich schon ein wenig merkwürdig finde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes Bier, jedoch mit keinem wirklich überzeugenden Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht fruchtiges Aroma mit Banane und Nelke in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus kräftig getrediges Bier, bei dem sich vor allem im Abgang eine Bananennote am Gaumen festsetzt. Es ist ein Weizenbier mit einem mäßigen, eher schlankeren Körper und einer leichten Banane im Abgang. Es ist auch nicht besonders würzig und im Nachgang bleibt eine eher fruchtig, leicht bananiges bis süßliches Mundgefühl zurück.

Zum Fazit: Ein Bier, dass man eigentlich ganz gut trinken kann. Es ist durchaus fruchtig, aber auch doch insgesamt geschmacklich sehr getreidig. Hier gibt es aber auch Weizenbier, die deutlich mehr Aroma mitbringen. Von mir gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Eschenbacher Frankentrunk

Der Frankentrunk der Eschenbacher Privatbrauerei, die sich seit 2018 in der Hand von Arcobräu aus Niederbayern befindet, hat es mir in meinem nun nächsten Biertest angetan. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man riecht röstog süßliche Noten. Etwas nussiges, dass eventuell auch etwas an Kastanie erinnert gesellt sich hinzu.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im Abgang ein etwas schokoladiges, leicht cremiges Aroma hat. Im Abgang prickelt das Bier mit einer ordentlichen Portion Kohlensäure. Röstaromen oder ähnliches kommen aber nur ganz vereinzelt vor. Ich finde es nur im Abgang ein klein wenig bitter, auch alkoholisch und dann aber auch würzig mit einem leicht trockenen Nachgang, der im Mundraum bleibt. Dann kommt auch etwas das Aroma des dunklen Bieres durch udn es zeigen sich leichte Röstnoten.

Zum Fazit: Etwas lieblos dieses Bier. Im Vergleich zu anderen Bieren aus Franken ist es etwas langweilig. Auch wirkt es etwas unausgewogen und ist mir ein Tick zu alkoholisch. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Bielefelder Abendrot

Bielefeld, ob es diese Stadt nun gibt oder nicht, ist nun wahrlich nicht als Bierstadt bekannt. Obwohl in Bielefeld schon seit Jahrzehnten nicht mehr gebraut wurde, hat mit Dr. Oetker der Mutterkonzern von Deutschlands größter Brauereigruppe, der Radeberger Gruppe, hier seinen Sitz. Diese sprichwörtlich lange Durststrecke fand nun glücklicherweise im Jahr 2016 mit der Gründung der Bielefelder Braumanfaktur durch Mike Cacic ihr Ende. Zunächst noch als Gypsy Brauer in der Schlossbrauerei Rheder und der Westheimer Brauerei unterwegs, hat er seit 2022 auch eine eigene Brauerei auf dem Gelände der ehemaligen Möllerwerke im Stadtteil Brackwede. Vorrangig eher klassische Bierstile finde sich im Sortiment, wie Helles und Pils. Mit dem Bielefelder Abendrot, meinem heutigen Testbier finde sich aber auch ein Dunkles bzw. Rotbier im Sortiment. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rostbraunes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum und auffällig schwimmende Hefeteilchen.

Zum Geruch: Ein karamelliges, röstig angehauchter Geruch. Dazu habe ich eine leicht beerige Nuance.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, dass im Antrunk noch zurückhaltend ist, aber dann in Richtung Abgang seinen vollen Geschmack ausbreitet. Zunächst noch etwas röstig, bringt es dann eine sehr feine beerig süßliche Aromatik mit. Es zeichnet ein wunderbares Wechselspiel zwischen diesem süßlichen nussig-karamelligen und einer immer wieder dazwischen kommenden herb röstigen Note, die dem Bier eine gewisse Würze verleiht. Im Nachgang dominiert aber dieses nussig karamellige, das je länger es im Mund durchaus auch süßer wird. Leitgeschmack ist aber diese wunderbaren Karamellnoten.

Zum Fazit: Ein wirklich sensationelles Bier. Eines der besten Rotbiere die ich bisher hatte. Vor allem dieses sehr gut ausbalancierte Wechselspiel zwischen Karamell und Röstnoten überzeugt mich wirklich. Von mir gibt es daher die volle Punktzahl von 5 Sternen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Antoniter Bayerisch hell

Egal ob Augustiner, Franziskaner oder auch Paulaner. Viel bekannte Biermarken in Deutschland haben ihren Namen von einem Mönchsorden. Dies ist oft der Tatsache geschuldet, dass viele Brauereien ihren Ursprung in einem Kloster hatten, denn im frühen Mittelalter waren es oft die Mönche in den Klöstern, die sich der Braukunst verschrieben hatten. Aus vielen dieser Klosterbrauereien wurden jedoch im Laufe der Jahrhunderte kommerzielle Bürgerliche Brauereien und so blieb oft nur der Name, der noch an den Ursprung der Brauerei erinnert. Somit steht heute hinter keiner der bekannten Biermarken mit Bezug zu einem Mönchsorden noch ein richtiges Kloster, sondern sie alle sind inzwischen kommerzieller Natur und teilweise Teil globaler Großkonzerne. Auch mein nächstes Testbier ist so ein Fall, denn das Antoniter Hell hat weder einen direkten Bezug zu einem Kloster noch wirklich zu besagten Mönchsorden. Die produzierende Brauerei, die Kaiser Bräu aus Neuhaus in Franken, nutzt hier lediglich den Namen und das Antoniterkreuz zur besseren Vermarktung ihres Bieres. Vermutlich will man so auch etwas von der Beliebtheit des Augustinerbieres abgreifen. Ob es auch geschmacklich etwas taugt, soll nun der folgende Biertest herausfinden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Shaum.

Zum Geruch: Ein brotig getridges Aroma, dass aber nicht so süßlich ist.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus erfrischendes Bier mit leicht würziger Note im Abgang. Hier zeigt es dann durchaus auch einen etwas hopfigen Eindruck. Aber auch das Malz zeigt sich und sorgt für eine gewisse Süße, die sich dann schön im Nachgang im Mundraum ausbreitet. Insgesamt ist es im Körper eher schlank, die Kohlensäure prickelt dafür aber sehr gut und macht das Bier insgesamt schön süffig. Geschmacklich ist es mild und daher auch leider ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Ein eher leichteres Bier, dessen Geschmack für mich aber grundsätzlich in Ordnung geht. Kann man trinken, aber irgendwie ist es auch austaschbar und hat wenig Tiefe. Von mir gibt es 3 Sterne.