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Schleicher Itzgrunder Landbier

Auch im nächsten Biertest geht es für mich wieder nach Franken. Dieses Mal nach Itzgrund, einer Gemeinde die 1972 durch den Zusammenschluss mehrerer kleiner Gemeinden entstanden ist und sich im oberfränkischen Landkreis Coburg befindet. Im Gemeindeteil Kaltenbrunn befindet sich die Brauerei Schleicher, von der ich im folgenden Test das Itzgrunder Landbier vorstellen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes Bier mit bernsteinfarbener bis leicht bräunlicher Optik.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma mit leicht karamelliger Noten beherrscht den Geruch. Man hat dazu schön brotige Töne.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, dass im ersten Eindruck durch ein brotig-getreidiges und bisweilen sogar leicht röstigen Eindruck auffällt. Vor allem im Abgang hat man ein doch leicht cremiges Mundgefühl, dass sich auch am Gaumen festsetzt. Es hat etwas von dunklem Malz, dass den Geschmack sogar leicht dominiert. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, dass durchaus Geschmacksvolumen mitbringt und sich durch einen ausgewogenen Getreidigen Teil mit einem cremigen Mundgefühl auszeichnet, dass auch etwas süßlicher ist. Insgesamt ist es ein vor allem vom Malz dominiertes Bier, dass einen sehr sehr brotigen Eindruck macht. Die brotigen Noten erinnern an ein rustikales, dunkel gebackenes Misch- oder Landbrot mit leicht röstiger bzw. knusprig gebackener Kruste. Hopfen ist nur ganz leicht wahrnehmbar, sorgt aber dafür, dass das Bier durchaus auch eine gewisse Würze hat, wenngleich hierfür eher das Röstmlaz dafür verantwortlich ist. Im Nachgang gesellt sich noch ein Schwung Karamell an den Gaumen. Im Körper ist es nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht, sonder wirklich gut ausbalanciert.

Zum Fazit: Ein Wertung von 4 Sternen vergebe ich für dieses süffige, äußerst würzige Landbier, dass dazu noch wirklich süffig ist.

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Pfister Schwarzer Keller

Eine Brauerei aus Oberfranken, von der ich bisher aber noch kein Bier hier vorgestellt habe ist die Brauerei Pfister aus Weigelshofen. Das besondere an der 1848 gegründeten Brauerei ist, dass sie seit 1995 Mitglied im Bioland-Verband ist und daher sämtliche Biere nach den strengen ökologischen Richtlinien des Verbands gebraut werden. Heute führt Stefan Pfister den Betrieb, der nicht nur Braumeister, sondern auch Biersommelier ist. Ganzjährig werden vier Biere mit Alkohol und zwei alkoholfreie Varianten gebraut. Mir hat es heute der Schwarze Keller angetan, ein Bier, welches 1998 im Rahmen des 150. Firmenjubiläums kreiert wurde und einen Alkoholgehalt von 4,9% hat.

Zur Optik: Ein trübes, braunschwarzes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat für mich einen sehr intensiven, durchaus schokoladigen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Im Mundegfühl zeigt sich das Bier wie ich finde durchaus eher cremig. Es ist im Abgang aber doch auch süßgetreidig. Eine leichte Röstnote versucht sich durchzukämpfen. Insgesamt ist das Bier dann im weiteren Trinkverlauf durchaus röstig. Ist es im Anfang durchaus eher noch etwas milchig bis süßlich getriedig, lässt es im weiteren Trinkverlauf durchaus auch etwas röstigere Noten zu. Im Abgang ist es auch etwas leicht Hopfenbitter. Insgesamt ist es durchaus süffig, aber im Körper etwa verbesserungswürdig.

Zum Fazit: Ein wirklich mehr als solides Bier. Man hat durchaus den urigen, würzigen Charakter. Ich finde im Körper dürfte hier aber gerne noch etwas mehr gehen. Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen

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Reutberger Daisenberger Dunkle Weisse

Der Sachsenkamer Pfarrer Alois Daisenberger ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass aus der ehemaligen Klosterbrauerei in Reutberg im Jahre 1924 eine Brauereigenossenschaft wurde, welche bis heute bestand hat und der inzwischen über 5000 Genossen angehören. Unter anderem auch der aktuelle Bundeskanzler Friedrich merz soll unter den Anteilseignern sein, genauso wie der inzwischen verstorbene Filmstar Bud Spencer bzw. dessen Erben. Pfarrer Daisenberger zu Ehren wurde das dunkle Weizenbier der Brauerei nach ihm benannt, welches ich heute nun auch verkosten kann. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr schokoladiges Bier, das interessante Kakaonoten hat. Es hat dazu eine leichte Fruchtigkeit von Pflaume.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck prickelt es am Anfang, bevor man dann in Richtung Abgang sehr schöne Kakaonten hat, die einen schönen Nachgang im Mund hinterlassen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, dass vor allem durch sehr schöne Kakaonoten überzeugt. Es wird dann aber wieder eher süßlicher und auch schokoladiger. Eine leichte Würze und etwas Röstnoten sorgen für eine recht rundes Geschmackserlebnis.

Zum Fazit: Ein solides Bier, aber hier geht durchaus noch mehr. Insgesamt ein nettes dunkles Weizen, für meinen Geschmack dürfen die dunklen Malznoten aber gerne noch etwas intensiver sein. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Ottenbräu Pfingstfestbier

Gefühlt ist gerade wieder jene Zeit im Jahr, in der jede Woche ein anderer Feiertag ansteht. So stand dieses Wochenende ganz im Zeichen des Pfingstfestes. Wenn auch eher selten, gibt es doch die ein oder andere Brauerei, die speziell zu diesem Fest auch ein eigenes Bier im Kalender hat, welches nur für diesen speziellen Anlass gebraut wird. So ist das zum Beispiel auch bei Ottenbräu aus Abensberg der Fall, deren Pfingstfestbier ich nun heute vorstellen werde. Wie es sich für ein Märzen/Festbier gehört ist dieses Bier auch etwas stärker eingebraut und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht kräftig und auch brotig in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist ein kräftiger, im Abgang leicht süßlicher. Vor allem ist das Bier getreidig. Im Körper hingegen ist es eher kräftiger, mit durchaus etwas fruchtigem Abgang, der dennoch vor allem süßlich am Gaumen hängen bleibt. Insgesamt schmeckt man durchaus auch reiferes Streuobst. Der Körper ist schon präsent, dennoch merkt man nicht unbedingt den starken Alkoholgehalt des Bieres. Die Kohlensäure ist gut dosiert und ist insgesamt doch sehr lebendig, was dass Bier schön süffig und vollmundig macht. Das Bier ist auch im weiteren Trinkverlauf durchaus süffig und hat einen schön süßlichen Abgang. Würze ist wenn dann nur leicht vorhanden, dass braucht das Bier aber auch nicht unbedingt, da man einen schönen getreidigen bisweilen auch leicht karamelligen Abgang hat

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein kräftiges, dennoch auch süffiges und irgendwie trotzdem ausgewogenes Bier.

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Dorns Röschen

Dorns Röschen, in Anlehnung an Grimms berühmtes Märchen, nennt die Brauerei Dorn aus Bruckberg ihr helles Lagerbier in der handlichen 0,33 Flasche. Im folgenden Biertest stelle ich nun jenes Bier vor, das einen Alkoholgehalt von genau 5% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat ehrlicher Weise nicht so viel Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht keksig leicht hopfiger Duft der einem in die Nase strömt.

Zum Geschmack: Ich hab im ersten Eindruck ein Bier, das geschmacklich eher nicht so viel zu bieten hat. Es hat, wie ich finde dennoch einen einigermaßen präsenten Malzkörper. Leicht herbe Hopfennoten zeigen sich im Abgang, ansonsten ist vom malzaußer einer leichten Süße nicht so viel zu schmecken.

Zum Fazit: Ein unspektakuläres, eher langweiliges bzw. mildes Bier. Es ist aber dennoch nicht wirklich wässrig und durchaus süffig. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Birrificio Lucchese Preziosa

Dank meines treuen Bierspenders kann ich im nächsten Biertest eine kleine Reise in die Toskana unternehmen. Es geht in die für ihre Altstadt und vor allem für die sie umgebenden Festungsanlagen bekannte Stadt Lucca. In der Stadt gibt es auch die kleine Biermanufaktur Lucchese, welche um 2020 herum von drei Bierbegeisterten jungen Menschen gegründet wurde. Mein heutiges Testbier, das Preziosa von dort ist ein obergäriges Amber Ale welches einen Alkoholgehalt von eher schlanken 4,2% hat.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes bis rötliches Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat etwas sehr florales, wirkt aber auch etwas parfümig/künstlich und leicht säuerlich bis beerig in der Nase.

Zum Geschmack: Ein erfrischender erster Eindruck mit einem dann doch knackig hopfigen Abgang. Im Nachgang kommt dann eine leichte parfümig floale Hopfennote. Insgesamt ist es im Körper ehr schlank, aber es ist ein durchaus hopfiges Bier mit dann auch einsetzendem Röstaroma am Gaumen, sodass dieses typische leichte beerig-nussige Aroma eines Rotbieres entsteht. Insgesamt hat es durchaus diese malzigen Noten eines Rotbieres, aber vor allem gegen Ende einen immer stärker werdender Hopfen.

Zum Fazit: gar nicht mal so schlecht dieses Bieres, der parfümig wirkende Hopfen lässt das Ganze etwas künstlich wirken, dieser Eindruck verschwindet aber recht schnell. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Brandy Bräu Helles

Im nächste Biertest bin ich in Wallersdorf in Niederbayern und teste nun das Helle von Brandy Bräu in Wallersdorf. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Es ist leicht fruchtig und hat eine leichte Zitrusnote im Geruch. Dazu kommt etwas ganz leicht brotiges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer leicht von zitrus angehauchten Note. Es ist etwas bitter im Geschmack. Ansonsten ist es eher etwas milder, aber nicht wässrig oder farblos. So ist es ein eher recht leichtes Bier. Es hat ganz leichte, dezente süßmalzige Noten, die am Gaumen auftauchen und ein rundes Geschmackserlebnis verursachen. Ich finde, dass dieses Bier durchaus eine gewisse Fruchtigket aufbringt und durchaus auch leicht bitter ist. Es hat einen dezenten Malzkörper, aber ansonsten ist es geschmacklich noch etwas ausbaufähig.

Zum Fazit: Ein solides Helles, aber noch etwa ausbaufähig. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Bräunlinger Kellerpils

Bräunlingen ist eine pittoreske Kleinstadt auf der Baar im Südwesten Deutschlands. Neben der schönen Altstadt hat das Städtchen auch biertechnisch mit der 1760 gegründeten Löwenbrauerei für alle Bierliebhaber etwas zu bieten. Gegründet von Baldus Enderle wird die Brauerei heute noch immer von Nachfahren des Brauereigründers in der mittlerweile 7ten und 8ten Generation geführt. Auch dem Thema Craft Bier und das damit verbundene handwerkliche Brauen ist man sehr aufgeschlossen und so habe ich vor langer Zeit schon einem den vielfach ausgezeichneten Black Lion aus dem Hause Löwenbräu vorgestellt. Heute widme ich mich aber einem anderen Klassiker, nämlich dem Kellerpils, das in eine durchaus recht ungewöhnliche, sehr bauchige Bügelflasche gefüllt ist. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes bis orangenes Bier. Es hat einen durchaus stabilen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig frisches Aroma mit einer ordentlichen Zitrusnote zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein spritziges Bier mit einer im Geschmack durchaus ordentlichen Zitrusnote. Im Abgang zeigt sich eine feine Hopfenbittere. Der Körper des Bieres ist eher schlank gehalten und man hat einen aromatische, sehr zitruslastige Hopfenbittere im Abgang. Die Kohlensäure des Bieres ist gut dosiert und macht das Bier insgesamt sehr spritzig. Auch im weiteren Trinkverlauf habe ich ein schlankes Bier, das vor allem mit sehr frisch wirkendem grasig bitteren Hopfen und einem schönen Ztrusaroma das lange den Mund ausfüllt überzeugt.

Zum Faztt: Ein sehr lebendiges und erfrischendes Kellerpils. Ich empfinde es als sehr erfrischend und frisch mit dezenter Hopfenbittere und einer ordentlichen Portion Zitrusaroma. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Langwieser Diamant

Das Diamant von Josef Langwieseres Edelbierschmiede ist ein unfiltriertes Helles, wenn man so will ein Kellerbier, welches im Stile eines Hellen Lagerbieres gebraut wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein sehr trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier ist getreidig Süß, hat aber auch deutliche Honignoten in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem süßlich säuerlichen Einstieg. Es ist insgesamt auch durchaus erfrischend. Man hat zudem einen durchaus eher schlanken Körper. Vor allem aber eine im Einstige doch leicht säuerlich süße Geschmacksnote. Überzeugend ist vor allem die schöne leichte Honigsüße, wenngleich ich die Säure etwas zu penetrant finde. So wirkt es etwas unausbalanciert. Die Kohlensäure wirkt belebend und macht das Bier erfrischend.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist etwas unausbalanciert und hat mir persönlich eine etwas zu penetrante Säure.

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Angermann Pils

Im folgenden Biertest habe ich wieder ein Bier aus der Kategorie Billigbier, welches in Bamberg von der Brauerei Kaiserdom, die ja so allerhand Biermarken fürs In und Ausland produziert, gebraut wird. Bei besagtem Bier handelt es sich um das Angermann Pils, ein Bier das angeblich auf eine gleichnamige ehemalige Brauerei im Oberfränkischen Rothwind zurückgeht. Das es sich bei besagtem Bier tatsächlich um ein Bier handelt, welches nach Originalrezept der 1971 geschlossenen Brauerei gebraut wurde, darf jedoch stark bezweifelt werden. Jedenfalls nutzt Kaiserdom die Markenrechte an dieser ehemaligen Brauerei für dieses preisgünstige Bier, um ihm so einen gewissen traditionellen Charme zu verleihen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßlich hopfiger Geruch, insgesamt nicht wirklich besonders.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass wie ich finde im ersten Eindruck pappig bis sogar ledrig schmeckt. Der Körper des Bieres ist schlank und insgesamt hat das Bier auch über den gesamten Trinkverlauf eine durchaus angenehme Kohlensäure die schön prickelt. Andererseits habe ich aber wenig Hopfennoten. Erst gegen Ende zeigt sich durchaus noch etwas ganz leicht hopfiges, insgesamt ist es aber ein getreidig pappiges Bier mit eher dünnem Körper.

Zum Fazit: Da die Kohlensäure ganz gut prickelt ist es gerade noch so erträglich. Insgesamt ist es aber schon nicht wirklich gut und sehr dünn im Geschmack. Dazu wirkt der Grundgeschmack einfach pappig. Von mir gibt es dafür auch nur 1 Stern. Eines fränkischen Bieres nicht würdig.