Das Pandurenblut gilt als das Hausbier der Brauerei Sterk aus dem gleichnamigen Amberger Stadtteil. Panduren waren dabei eine berüchtigte Militäreinheit vom Balkan, die im Auftrag Österreich-Ungarns an den schlesischen Kriegen teilnahmen. Einige Adlige engagierten die wild und fremd wirkenden Söldner aber auch als persönliche Leibwächter und so landeten sie in der Gefolgschaft von Baronesse Jeszinsky Mitte des 18. Jahrhunderts in Raigering, als diese den dortigen Schlossherren ehelichte. Dabei sollen diese Männer auch überaus durstig gewesen sein und bis heute werden die Einwohner des Ortes aufgrund dieser historischen Begebenheit im Volksmund als Panduren bezeichnet. Das Märzenbier hat einen Alkoholgehalt von 5,7%.
Zur Optik: Ein trübes, rotbraunes Bier. Es hat einen durchaus annehmbaren Schaum.
Zum Geruch: Ein durchaus sehr beeriger, auch leicht säuerlicher Geruch. Ich rieche hier etwas die Johannis- und Brombeere.
Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper durchaus kröftiges Bier mit schönen beerigen Noten. Im Abgang wirkt es etwas süßlich. Insgesamt ist der Körper des Bieres mit weiterem Trinkverlauf immer kräftiger. Ich finde, es könnte aber noch etwas mehr Kohlensäure vertragen. Dennoch ist es süffig und hat eine schöne röstig süßliche Note, die sich auch im Nachgang noch schön im Mundraum ausbreitet und durch leicht beerige Noten abgerundet wird. Es erinnert geschmacklich auch ein wenig an Lebkuchen. Dazu wird alles von einer leichten Säure begleitet. Auch im weiteren Trinkverlauf empfinde ich das Bier als insgesamt sehr lebendig und durchaus würzig. Vor allem auch die etwas karamellige und auch beerige Note im Abgang überzeugt weiterhin sehr. Je länger man es trinkt wird der Geschmack auch immer besser und intensiver.
Zum Fazit: Ich schwanke, aber ich entscheide mich hier heute für die Höchstwertung von 5 Sternen. Ein wirklich gutes, geschmacklich sehr intensives Bier bei dem eigentlich alles stimmt.