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Camba Grätzer

Das letzte von mir noch nicht vorgestellte Bier der Camba Serie Bierlegenden, die heute nur noch recht wenig bekannte historische europäische Bierstile neu interpretiert, ist das Grätzer. Dieser Bierstil stammt aus der heute zu Polen gehörenden Stadt Grodzisk Wielkopolski, welche zeitweise auch ein Teil von Preußen und damit dem deutschen Kaiserreich war. Beim Bier selbst handelt es sich um ein obergäriges Weizenbier, welches zu 100% aus Weizenmalz gebraut wird und damit im Gegensatz zum bayerischen Weissbier auf jegliche Form on Gerstenmalz verzichtet. Zudem wird das Weizenmalz auf Eichenholz geräuchert, sodass man das Bier als eine Art Rauchweizen bezeichnen könnte. Genau wie beim Original ist auch bei der Interpretation von Camba der Alkoholgehalt recht gering und liegt bei lediglich 3,5% Vol.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, sehr sehr helles Bier. Es ist durchaus etwas weißer Schaum vorhanden.

Zum Geruch: Ein rauchiges Aroma mit Schinkennoten des Rauchbieres und holzigen Noten und etwas rauchiges, dass fast schon an Asche erinnert.

Zum Geschmack: Es geht geschmacklich in Richtung des fränkischen Rauchbiers mit diesen holzigen, leicht angerauchten Noten. Dazu hat man auch ganz klar diesen typischen geschmack von abgehangenem Schinken. Es ist jedoch etwas dünn ihm fehlt es an Körper. Eine leichte Frucht des Weizens kommt aber dennoch auch durch. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein Bier, dass etwas von dieser rauchigen Note hat, jedoch nimmt die Geschmacksintensität insgesamt ab.

Zum Fazit: Grundsätzlich ist mir das Bier etwas zu eindimensional und irgendwie zu sehr auf den Rauch beschränkt. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Weiherer Keller Märzen

Vom recht umfangreichen Sortiment der Weiherer Brauerei Kundmüller habe ich im folgenden Biertest das Kellermärzen. Erstmals gebraut anlässlich des 140 jährigen Jubiläums ist es ein Hommage an die Biere, wie sie schon zur Gründungszeit der Brauerei gebraut und getrunken wurden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger, vor allem sehr sehr karamelliger Geruch zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das sehr getreidig und kräftig ist, aber irgendwie aber auch sehr urig und im Abgang würzig wirkt. Es hat zudem eine ganz leichte Honigsüße, die dann und wann dazwischenkommt. Es ist ein sehr kerniges Bier, das mir aber im Abgang etwas zu süß ist und dieser doch etwas fruchtige Geschmack finde ich passt nicht so richtig zum restlichen Bier. Dennoch kommen auch schöne Karamellnoten und etwas von roten Beeren im Geschmack an.

Zum Fazit. Ein vor allem würziges, hopfig bitteres Bier, das dennoch auch über einen kräftigen Malzkörper verfügt. Die Fruchtnoten sind etwas unpassend aber dennoch wirklich lecker und geschmackvoll. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Wernesgrüner Landbier

Ich bleibe bei meinen Test in Ostdeutschland und widme mich dieses mal dem Wernesgrüner Landbier, welches wohl Anfang des Jahres aus dem Sortiment genommen wurde und durch ein neues Helles, welches ich bisher aber noch nicht verkosten konnte ersetzt wurde. Auf der Website findet man aber wenn man über Google sucht noch immer den Link zu besagtem Bier, ob es also wirklich schon komplett verschwunden ist kann ich also nicht genau sagen. Ich nehme es jedenfalls in diesem Beitrag nun einmal unter die Lupe. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit einem sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen brotig, getreidigen und leicht keksigen Geruch wie ich finde.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier ein Bier mit einem getreidig würzigen Körper. Es hat einen sehr schönen Abgang, bei dem sich auch karamellige Noten zeigen und welche noch lange am Gaumen hängen bleiben. Die Kohlensäure prickelt wirklich ganz gut und der Hopfen sorgt für eine angenehme Würze. Vor allem aber fällt ein karamelliges Aroma auf, dass wirklich sehr lange anhält.

Zum Fazit: Für ein Bier einer Großbrauerei ist dieses Erzeugnis tatsächlich gar nicht mal so schlecht und ich hoffe, dass das neue Helle einen ähnlich guten Geschmack mitbringt. Von mir gibt es für dieses doch würzige Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Aufsesser Hopfen Trunk

Den Hopfentrunk der Familienbrauerei Rothenbach aus den oberfränkischen Aufsess nehme ich nun im folgenden Biertest genauer unter die Lupe. Wie der Namen schon vermuten lässt steht bei diesem Bier der Hopfen im Mittelpunkt und zwar hier der Hersbrucker Doldenhopfen, welcher ebenfalls in Franken im Nürnberger Land angebaut wird. Bei diesem Bier handelt es sich also folglich um eine wirklich durch und durch fränkische Angelegenheit. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig grasiger Geruch. Er riecht leicht nach Zitrusfrüchten.

Zum Geschmack: Ich habe ein frisches Bier mit grasigem, leicht fruchtigem Hopfen, der im Abgang eine feine Süße und etwas Zitrusaroma offenbart. Das Bier hat eine wie ich finde ganz angenehme Hopfung, etwas Würze und auch Malzsüße im Abgang, schmeckt aber wie ich finde auch leicht nach Kräuterbonbons. Der Körper des Bieres zeigt sich insgesamt eher leichter, es ist aber im Abgang schön herb und leicht fruchtig. Insgesamt wirkt das Bier auch sehr vollmundig und dennoch auch sehr frisch. Die Kohlensäure ist eher ein wenig moderat und könnte durchaus noch etwas mehr sein, dann wäre es wirklich sehr süffig.

Zum Fazit: Im Geschmack ein sehr sehr wirklich ordentliches Bier mit sehr frischer Hopfennote. die aber sehr grasig ist mit einer guten Fruchtaromatik die an Zitrus erinnert. Von mir gibt es dafür 4 Sterne

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Altenburger Sommer Hell

Sommerbier sind im Trend. Viele Brauereien haben in den letzten Jahren passend zur Jahreszeit ein spezielle für diese Jahreszeit gebrautes Bier in ihr Sortiment aufgenommen. Dabei handelt es sich meist um leichtere Helle Lagerbiere, die oftmals recht spritzig und fruchtig schmecken sollen. Das soll auch beim Sommerbier aus Altenburg der Fall sein, dessen Alkoholgehalt nur bei 3,5% liegt. Ob so der viel besungen Sommer schmeckt, wird sich in diesem Test nun zeigen.

Zur Optik: Ein sehr helles, goldenes Bier mit leichter Trübung.

Zum Geruch: Das Bier riecht getreidig und ist auch etwas fruchtig. Vorrangig ist es mit Zitrusnoten bestückt.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass durchaus süffig ist. Es ist aber auch im Körper sehr leicht bzw. schlank. Das Bier hat eine sehr gute Kohlensäurekonzentration und eine leichte Fruchtigkeit, die an Traube, aber auch Äpfel und etwas Pfirsich und Mandarine erinnert. Gegen Ende ist die Kohlensöure aber leider recht schnell verschwunden, weshalb es dann durchaus ein wenig lack wirkt.

Zum Fazit: Ein recht schlankes, dezent fruchtiges und vor allem zu beginn sehr lebendiges und erfrischendes Sommerbier, das dennoch eher ein bisschen mild ist. Gegen Ende geht ihm aber etwas die Pust aus. Von mir gibt es dafür 3 Sterne. Ich würde auf jeden Fall sagen, das so durchaus der Sommer schmeckt, bzw. sich dieses Bier gut für den Sommer eignet.

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Braustolz Helles Lagerbier

Früher wurde das Bier der marke Braustolz noch in der eignen Brauerei in Chemnitz-Kaüüel gebraut. Nach deren Schließung im Jahre 2017 wird das Bier bei Sternquell in Plauen gebraut. Diese gehört genau so wie Braustolz zur Kulmbacher Gruppe. Mit einem Alkoholgehalt von 4% ist das Bier auch nicht zu stark, womit es sich besonders gut als Durstlöscher bei den aktuell sehr hohen Temperaturen eignet.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht getreidiger und etwas hopfiger Duft zieht in die Nase.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier mit einem leicht süßlichen Aroma, dass vor allem durch sehr viel prickelnde Kohlensäur besticht. Es ist somit ein sehr lebendiges Bier, das durchaus erfrischend wirkt. Durch die Kohlensöure ist es aber nicht so bekömmlich. Es ist im Körper erwartungsgemäß ein eher schlankeres Bier, dass geschmacklich jetzt keine großen Highlights bereit hält und nur eine ganz leichte Malzsüße hat. Ansonsten ist es schon eher mild.

Zum Fazit. Es ist durchaus erfrischend, aber schon sehr mild im Geschmack. Man kann es trinken, mir ist das aber zu glattgebügelt und langweilig. Von mir gibt es dafür leider auch nur 2 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Falk Weizen Hell

Neben ihren eigenen Bieren hat die Amberger Brauerei Bruckmüller auch 2 Biere der ehemaligen Brauerei Falk in ihrem Sortiment. Diese gehen zurück auf die Weizenbierbrauerei von Hans Falk, welche dieser 1931 ebenfalls in Amberg an der Stelle der ehemaligen Brauerei Aitermoser gründete. Lange konnte sich die Brauerei aber nicht halten und stellte bereits Ende der 1970er Jahre wieder ihren Betrieb ein. Bei der Vermarktung seines Weizenbieres griff die Brauerei Bruckmüller auf die seinerseits sehr beliebte Biermarke zurück, welche heute durchaus einen gewissen Kultstatus genießt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr stabilen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier ist insgesamt sehr fruchtig mit einer gut ausgeprägten Banane im Geruch. Dazu kommt etwas Vanille und Nelke.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im Körper durchaus präsent ist und im Nachgang süß bananig ausfällt. Es ist was die Kohlensäure betrifft eher mäßig spritzig, aber im Abgang bleibt eine doch etwas zu starke Malzsüße hängen, die ich als etwas penetrant empfinde. Man hat aber auch Hopfenwüeze und etwas kräutriges, dass in Richtung Nelke geht. Insgesamt könnte das Bier süffiger sein, aber es fehlt ihm einfach an Spritzigkeit und im Nachgang ist es insgesamt etwas zu hefig und die Malzsüße hängt etwas unangenehm nach.

Zum Fazit: Mir gefällt dieses Bier nicht wirklich. Es ist zu süß und auch die Kohlensäure fehlt. Von mir gibt es dafür 2 Sterne.

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Bergbräu Altstadt Dunkel

Die schlechten Nachrichten in der Bierbranche sie reisen nicht ab. Gestern hat nun auch die Bergbräu aus dem Niedersächsischen Uslar bekannt gegeben, dass sie ihre Liquidation eingeleitet hat und den Braubetrieb 30.09 einstellen wird. Wieder einmal trifft es hier die Region Nordhessen/Ostwestfalen/Südniedersachsen, die erst kürzlich mit den angekündigten Schließungen in herford und möglicherweise Paderborn in den Schlagzeilen war. In den vergangen Jahren hatte man zudem auch schon die Hütt Brauerei und die Allersheimer Brauerei verloren und auch die Westheimer Brauerei stickt in einem Insolvenzverfahren. Ebenso hat auch der größte Produzent der Region, das Einbecker Brauhaus seit Jahren mit anhaltenden Verlusten zu kämpfen. Im schlimmsten Fall droht hier der Region somit binnen weniger Jahre fast der komplette Wegfall eines großen Teils seiner eigenständigen Bierkultur. Die Gründe für das Aus sind eigentlich immer die selben, ein hart umkämpfter und schrumpfender Markt mit hohem Preisdruck, sowie steigende Energie, Rohstoff und Personalkosten. Meiner Meinung nach ist es aber vor allem der harte Kampf mit den Supermärkten und den Produzenten der großen Fernsehbiere, der den kleinen Brauereien in einem sinkenden Markt zunehmend den Gar aus macht. Schade eigentlich, weshalb ich nur immer wieder dazu aufrufen kann lokal zu trinken. Viele Brauereien habe hier inzwischen auch Getränke ohne Alkohol im Sortiment, wenn man dies nicht möchte. Wie auch immer ist diese Entwicklung wirklich sehr schade und im folgenden Test verkoste ich nun noch einmal ein Bier aus Uslar, nämlich das Altstadt Dunkel, das auf die wirklich sehr schöne kleine Fachwerkaltstadt aufmerksam macht. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat keinen so besonderen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstiges, etwas schokoladig Aroma kommt in die Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das nicht mehr ganz so frisch schmeckt. Es ist etwas schokoladig, im Abgang, mehr aber auch zunächst nicht. Im Nachgang zeigt sich eine ganz leichte Spur von Röstaromen. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf eine eher nichtssagendes Bier das nur ganz leicht röstig im Abgang ist und dann etwas toastig. Das war es aber auch. Im Mundgefühl zeigt sich das Bier als durchaus cremig

Zum Fazit: So richtig überzeugt hat mich das Bier nicht. Ihm fehlt es einfach ein wenig an Charakter und Tiefe. Von mir bekommt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Thomann Kellerteufel

Die Brauerei Thomann ist eine recht kleine Landbrauerei im nur etwa 150 Einwohner zählenden Ort Wiesen welcher zu Bad Staffelstein gehört. Seit 1770 wird dort nachweislich Bier gebraut, seit 1870 durch die namensgebende Familie Thomann. Der Klassiker der Brauerei ist der Kellerteufel, der auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.


Zum Geruch: Ein brotiger, süßlicher und leicht teigiger Geruch steigt einem in die Nase. Es riecht auch etwas fruchtig eventuell nach Streuobst.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier sehr vollmundig. Zunächst hat man einen durchaus süßmalzigen, aber auch leicht fruchtigen in die Richtung von Apfel gehenden Geschmack. Im Abgang ist durchaus auch eine dezente Hopfennote, die etwas Würze ins spiel bringt vorhanden. Insgesamt gefällt mir beim Bier vor allem seine Vollmundigkeit. Es hat zwar schon eine durchaus ausgeprägte Süße im Geschmack, diese ist aber so gehalten, dass sie nicht unbedingt zu süß wird. Im Nachgang kommt etwas Hopfen und eben diese getreidige, leicht teigig wirkende Süße, die durchaus auch an Äpfel oder Birnen erinnert. Die Kohlensäure ist moderat gehalten, aber das Bier dennoch sehr süffig. Auch Karamellnoten klingen an.

Zum Fazit: Das klassische fränkische Land oder Kellerbier wird einem hier definitiv geliefert. Es ist nicht ganz so würzig wie andere Biere, dafür hat es eine sehr schöne Malzsüße, etwas Fruchtnoten und Karamell. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Hopfenstopfer Hefedieb

Als nächstes Testbier habe ich heute den Hefedieb von Hopfenstopfer. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein trübes, helloranges Weizenbier mit ordentlichem Schaum.

Zum Geruch: Es riecht bananig, fruchtig mit etwas tropischem Fruchtaroma.

Zum Geschmack: Es wirkt im ersten Moment wirkt es doch sehr frisch und spritzig. Es ist ein lebendiges Weizenbier mit leicht säuerlich fruchtigen Abgang, der sich gegen Ende immer mehr im Mundraum entfaltet. Man hat Noten von Banane, aber wie ich finde auch etwas in Richtung von Melone. Den Körper empfinde ich hier eher als schlank.

Zum Fazit: Mir ist dieses Bier fast schon ein wenig zu säuerlich. Dennoch ist es ganz ok, dürfte aber gerne vollmundiger sein. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.