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Rossdorfer Bock

Passend zur Fastenzeit ist mein nächstes Testbier wieder ein Bock. Dieses mal jener der Rossdorfer Brauerei Sauer. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen intensiv malzigen Geruch in der Nase, aber auch reifes Streuobst ist zu finden.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem kräftigen malzigen Körper. Die Süße hängt auch im Nachgang noch länger nach. Das Bier ist süffig und hat einen sehr schönen Malzkörper mit gewisser Würze am Gaumen. Dazu ist es aber nicht wirklich alkoholisch, was ich ebenfalls positiv herausstellen würde. Der Nachgang ist auch süßlich offenbart aber auch fruchtige Noten von reifem Streuobst ala Äpfel und Birnen. Diese fruchtigen Noten breiten sich vor allem im Nachgang sehr schön im Mundraum aus und machen Lust auf den nächsten Schluck. Zudem sorgt die Kohlensäure für ein leichtes prickeln und nimmt dem Bier etwas die Schwer und sorgt zusätzlich dafür das es süffig bleibt und nicht zu süß wird.

Zum Fazit: Ein wirklich guter heller Bock, der sehr süffig ist und mit einer schönen reifen Obstnote im Abgang überzeugt. Eine leichte Hopfenwürze rundet das Ganze ab. Ich bin kurz davor, hier die Höchstpunktzahl zu vergeben, aber etwas fehlt mir hier noch, dass es von den anderen guten Bieren noch einmal deutlich abhebt. Daher gibt es von mir sehr gute 4 Sterne.

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Rieder Helle Weiße

Die Stadt Ried am Inn hat historisch eine lange Verbindung. Erst 1813 wurde es endgültig Österreich zugesprochen. Die lange Verbindung zu Bayern sieht man nicht nur im Wappen, sondern auch im Bier. Denn das Sortiment der Rieder Brauerei umfasst nämlich schon seit längerer Zeit viele eigentlich eher für Bayern typische Bierklassiker. Unter anderen gibt es auch ein helles und ein dunkles Weissbier, wovon die helle Version nun in meinem Blog verkostet wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr hefiges und bananiges Aroma habe ich in der Nase, wie sich das für ein Weißbier gehört.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit mit sehr kräftigem Körper, dass vor allem auch durch einen bananig fruchtigen Abgang auffällt, der dennoch auch etwas hefelastig ist. Insgesamt ist die Hefe geschmacklich schon sehr dominant und dementsprechend verfügt der Abgang auch über eine lange Banane. Es ist ein Bier mit mittlerem Körper und für meinen Geschmack dürfte es gerne noch etwas spritziger sein.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich muss sagen, dass es sich hier um einen wirklich sehr erfrischenden und vor allem sehr schön fruchtig, bananigen Vertreter seiner Zunft handelt. Deshalb bekommt es von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Pyraser Weizen Bock

Fastenzeit ist Bockbierzeit. Dieses Mal widme ich mich aber nicht dem klassischen untergärigen Bock, sondern einem obergärigen Vertreter, nämlich einem Weizenbock. Ich stelle nun jenen der Pyraser Landbrauerei, einer inzwischen durchaus recht großen Mittelstandsbrauerei aus der gleichnamigen mittelfränkischen Gemeinde Pyras. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen jedoch nicht sonderlich ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives fruchtiges Aroma. Man hat noch Noten von Pflaume und reifer Banane.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das ein doch ausgeprägtes Fruchtaroma hat, mit einer reifen Banane, die aber dennoch nicht zu intensiv ist. Für seinen Bierstil finde ich es durchaus ein wenig unspektakulär. es klingt teilweise ein aromatisches Fruchtaroma an, dieses ist aber dann doch irgendwie zu schwach. Im weiteren Trinkverlauf und vor allem gegen Ende kommen noch etwas leicht alkoholische Noten dazu und es wirkt irgendwie dennoch etwas unausgereift.

Zum Fazit: Für einen Weizenbock finde ich dieses Bier nicht so überzeugend. Es wirkt für mich nicht ausbalanciert und so kann es auch nur eine Wertung von 3 Sternen bekommen.

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Leitner Lager

Ein Bier, welches leider auch seit nunmehr 16 Jahren nur noch als Marke existiert, ist jenes der Brauerei Leitner aus Schwabach. Bei der 1649 gegründeten Brauerei entschloss man sich im Jahre 2010 mangels Nachfolge zu einer Aufgabe des betriebs und verkaufte die Markenrechte an Herrnbräu aus Ingolstadt, welche die Biere seitdem braut und vertreibt. Mit ihrer Schließung endete auch die Jahrhundertealte Brautradition in Schwabach die ihren Höhepunkt in den 1920er und 1930er Jahre hatte. Dennoch bliebt zumindest mein heutiges Testbier erhalten, welches ich in diesem Beitrag nun vorstellen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßlich getreidiges Aroma, mehr gibt das Bier leider nicht her.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es brotig und getreidig, mir aber fast schon zu süßlich bzw. teigig.  Im Abgang hat man leicht bittere Nuancen des Hopfens. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein süßgetreidiges Bier, das aber ansonsten nicht viel zu bieten hat und mir doch zu süß ausfällt.

Zum Fazit. Ein solides, aber etwas zu süßes und durchaus auch langweiliges Lagerbier. Ich bin mi sicher, dass das Original durchaus mehr Kanten aufzuweisen hat. Daher gibt’s auch nur 3 Sterne von mir für dieses Bier.

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Püttner Basalter Dunkel

Im nächsten Bier wird es wieder ein wenig dunkler. Zu Ehren des Naturparks nördlicher Oberpfälzer Wald wurde 2014 erstmals das Basalter Dunkel der Brauerei Püttner aus Schlammersdorf gebraut. Dies hat einen Alkoholgehalt von 5,2% und wird in nun folgendem Beitrag vorgestellt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig aber auch eine gute Portion schokoladig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier leicht röstig im Abgang, bevor es dann ins etwas süßlichere übergeht. Im Körper ist das Bier durchaus kräftiger und auch nach hinten heraus zeigt sich ein Wechsel mit durchaus schokoladig süßlichen und röstigen Malznoten. Diese ergänzen sich gut. Trotz des kräftigen Körpers finde ich, dass es dem Bier etwas an Substanz bzw. geschmacklicher Tiefe fehlt.

Zum Fazit: Ich finde das Bier hat ein gutes Wechselspiel aus leicht süßlichen und etwas röstigen Noten. Insgesamt ein gutes Dunkles, dem aber noch ein Tick zu einem sehr guten fehlt. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Propeller Aufwind

Aufwind, so nennt sich das Double IPA der Propeller Bier der Craft Bier Linie der Brauerei Bosch aus Bad Laasphe. Wie auch der Nachtflug ist das Bier eine Kooperation zwischen der Brauerei Bosch und Sepp Wejwar einem bekannten Österreichischen Bierpublizist. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein recht klares, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein dezent fruchtiges Aroma, das nach reifen, tropischen Früchten riecht. Es hat aber auch eine durchaus alkoholische Note. Mir fallen vor allem Pfirsich und Zitrusfrüchte auf.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ein doch recht bitteres, sehr hopfenbetontes Bier, bei dem man in den Backen ein recht bitteres Aroma hat, das sich langsam den Gaumen hinab arbeitet und immer dann bitterer wird. Auch Fruchtnoten hat man, vor allem tropische, jedoch stehen auch diese unter dem Eindruck dieser knackigen Bittere. Der Abgang ist durchaus trocken dennoch wird das Bier insgesamt von einem kräftigen Malzkörper unterstützt.

Zum Fazit: Ein kräftiges und auch vor allem hopfig-bitteres Bier. Der Hopfen kickt hier richtig knackig am Gaumen. Die Fruchtaromatik könnte noch etwas mehr betont werden, dennoch ist das Bier wirklich schön hopfig und dennoch im Körper auch kräftig und damit nicht zu trocken. 5 Sterne.

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Mayers Pfalzstoff

Eine der letzten Brauereien in der Pfalz ist bekanntlich die Brauerei Mayer aus Oggersheim, jenem Ludwigshafener Stadtteil, den auch der Kanzler der Einheit, Helmut Kohl seine Heimat nennt. Ihrer Heimat zu ehren haben die Mayers den Pfalzstoff auf den Markt gebracht, ein untergäriges Lagerbier, dass eher in die Pilsrichtung geht, aber mit 5% Alkohol etwas stärker als das eigentliche Pils eingebraut wurde.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges, aber auch sehr süßliches Aroma, das ich in der Nase habe.

Zum Geschmack: Ich finde es ist ein Bier, bei dem mir im zunächst einmal eine harmonische Hopfenbittere auffällt, die gut in den Gesamteidruck passt. Das Bier schmeckt aber insgesamt irgendwie komisch pappig, man hat aber einen etwas grasigen – zitronigen sehr frisch wirkenden Hopfengeschmack. Für ein Pils ist es aber eher etwas milder gehalten und auch der Malzkörper kommt mit leicht süßlichen Noten im Geschmack etwas durch. Die Kohlensäure ist ok und macht das Bier recht süffig.

Zum Fazit: Solides Pils, das mir für ein Bier pilsener Brauart aber nicht pilsig genug ist. Ich würde es daher eher als Lager bezeichnen. Dennoch ein eher milderes Bier, dem ich dafür 3 Sterne gebe.

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Kesselring Himmlisches Fastenbier

Nach der feucht fröhlichen Fasnetszeit kommt bekanntlich die Fastenzeit. Während einige hier bewusst auf Alkohol verzichten ist in Bayern das genaue Gegenteil der Fall. Hier ist Fastenzeit Starkbierzeit, denn flüssiges bricht bekanntlich Fasten nicht. Extra für die Zeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag brauen viele Brauereien jedes Jahr ein besonderes Stark bzw. Bockbier, welches dann auf dem Bockbieranstich zelebriert wird. Im heutigen Test stelle ich einen solchen Vertreter aus dem fränkischen Landesteil vor, das Himmlische Fastenbier der Brauerei Kesselring aus Marktsteft. Das Bier, welches in eine für Bier doch recht ungewöhnliche Weißglasflasche gefüllt ist, kommt auf einen Alkoholgehalt von 7,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes kupferfarbenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger, durchaus auch leicht karamelliger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein kräftiges und auch würziges Bier mit einem aber durchaus auch wahrnehmbaren alkoholischen Abgang. Im Körper zeigt sich das Bier kräftig, ist aber auch etwas bitter und dadurch alkoholisch. Das ist jedoch nicht zu störend, sondern noch angenehm moderat und es zeigt sich vor allem im Abgang dann auch mit einer leicht karamelligen Malzsüße aber auch leicht pappigen Noten. Im Mundgefühl hat das Bier etwas toastiges, aber über allem liegt dieser störende doch penetrante und billig wirkende Alkoholbittere. Die Bitterstoffe dieses Bieres kommen somit weniger vom Hopfen als vom Alkohol.

Zum Fazit: Dieser unausgewogene Geschmack von einerseits durchaus kräftigem Malzkörper und sehr penetranter Bittere im Abgang überzeugt mich nun wahrlich nicht wirklich. Von mir gibt es daher für das Bier auch nur eine Wertung von 2 Sternen.

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Palmbräu Export

Die Eppinger Brauerei zur Palme aus Eppingen im Kraichgau ist der Produzent meines nun folgenden nächsten Testbieres. Gebraut wird dort neben Pils, Weizen und anderer Spezialbiere natürlich auch ein Exportbier, die klassische Halbe eben. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches und aber durchaus auch getreidiges Aroma zeigt das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein durchaus würziges Bier mit einem leicht getreidigen Nachgeschmack. Es prickelt etwas aber nicht zu sehr sodass es dennoch recht süffig wirkt. Es ist ein geschmacklich eher neutraleres bzw. milderes Exportbier, das im Körper zwar präsent ist, aber doch relativ unauffällig. Geschmacklich ist es dezent malzig süßlich und verfügt über für ein Export schon eher hopfigeren Abgang, dennoch finde ich es nicht herausstechend. Die Kohlensäure macht das Bier recht süffig, auch wenn sie den Magen schon recht aufbläht.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus recht süffig und eigentlich geschmacklich auch recht solide.

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Kuchlbauer Dunkel

Das letzte Bier vom Kuchlbauer aus Abensberg welches mir noch nicht hier am Blog vorgestellt habe ist das Dunkle. Auf der Website der Brauerei werde komischer Weise nur deren obergärige Biere vorgestellt, die gewisse auch den meisten Umsatz generieren, jedoch hat zumindest deren untergräiges Helles auch mich voll und ganz überzeugt. Dementsprehend habe ich durchaus auch ein wenig Vorfreude, wenn es jetzt an das Dunkle geht. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig, krustig mit einer gewissen Süße.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem eher süßlichen Aroma. Es wirkt frisch und süffig. Zudem hat es einen sehr intensiven Nachgang, der noch schön lange im Mundraum präsent ist. Die Kohlensäure ist gut dosiert und prickelt nicht übermäßig wie es bei einem Dunklen Bier sehr gut passend ist. Ansonsten ist das Bier sehr süffig und wirkt frisch und ausgeglichen. Das Bier ist nicht röstig hat dafür aber einen etwas süßlichen, leicht schokoladigen Abgang. Allgemein hat das Bier ein wirklich sehr schön cremiges Mundgefühl.

Zum Fazit. Ein gutes Dunkles Lagerbier mit schönem cremig-schokoladigen Mundgefühl. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.