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Mahrs Sommerpils

Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei und damit gibt es durchaus auch noch das ein oder andere Sommerbier im Regal. Saisonale Sommerbier sind vor allem in den letzten Jahren in Mode gekommen und sind meist fruchtiger und haben in der Regal auch einen geringeren Alkoholgehalt als normale Bier, sodass sie gut zur teilweise doch sehr starken Hitze passen. Auch die Brauerei Mahrs geht mit ihrem Sommerpils in diese Richtung, welches einen Alkoholgehalt von 2,8% mitbringt.

Zur Optik: Ein leicht trübes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein grasiges, leicht fruchtiges Geruchsaroma.

Zum Geschmack: Ein schlankes und zugleich auch erfrischendes Bier. Man hat ein im Körper schon sehr leichtes Pilsbier, dass im Abgang durchaus auch eine leichte Hopfenherbe hat. Insgesamt hat man ein erfrischendes Bier mit einer leicht hopifgen Note im Abgang. Dazu kommen auch sehr gute grasige Noten. Insgesamt finde ich es aber ein wenig zu mild geraten.

Zum Fazit: Frisch, hopfig mit angenehmer grasiger Hopfenbitter. Mir ist es aber etwas zu mild und von mir bekommt das Bier 3 Sterne.

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Keizer Karel Goud Blond

In meinem nächsten Biertest steht nun wieder etwas belgisches auf dem Programm und zwar das Keizer Karel Goud Blond der flämischen Brauerei Haacht aus Boortmeerbeek. Aus der Serie die dem römisch-deutschen Kaiser Karl V. gewidmet ist, hatte ich schon das Robijn Root, dem nun dieses oberäige belgische Blonde Ale mit einem Alkoholgehalt von 8,5% folgt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen, sehr stabilen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, zitroniges Aroma hat man in der Nase. Es hat durchaus auch etwas kräutriges, dass mich leicht an Minze erinnert.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das doch sehr aromatisch ist und wie ich finde Noten von einer saftigen Zitrone und etwas Orange mitbringt, die auch am Gaumen sehr schön hängen bleiben und es dadurch aber auch leicht säuerlich machen. Die Kohlensäure ist wirklich sehr gut dosiert und lässt so Raum für die ein wenig an ein Bonbon erinnernde Noten von Orange und Zitrone. Dazu kommt etwas ganz leicht kräutriges.

Zum Fazit: Ein interessantes, wirklich gutes und abwechslungsreiches Bier. Von mir bekommt es 4 Sterne.

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Abk Fendt Vario Weizen

Aufatmen in Kauffbeuren. Wie die Kaufbeurer Aktienbrauerei am 28.08 mitteilte kann der Braubetrieb bis auf weiteres uneingeschränkt fortgeführt werden. Nachdem bereits Mitte Juni Insolvenz beantragt worden ist, wurde nun zum 28.08 offiziell das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Mit einem Sanierungskonzept, welches unter anderem jedoch mit dem Wegfall von 46 Jobs und damit über der Hälfte der aktuell 84 Stellen verbunden ist, soll so die Rettung geschafft werden. Auch der Mehrheitseigentümer, die britische ROKiT Gruppe hat dem Sanierungsplan zugestimmt und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereit gestellt. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Sanierung gelingt und es die aus meiner Sicht wirklich guten Biere auch weiterhin geben wird. Im folgenden Test wird nun das Vario Weizen, eines der Biere aus der Kooperation mit Fendt geben, das auf einen Alkoholgehalt von 5,3% kommt.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges, beeriges Aroma. Ansonsten kommen noch Pflaume durch. Insgesamt ist es ein sehr reifes Fruchtaroma. Aber auch leicht säuerlich riecht das Bier.

Zum Geschmack: Ein getreidig fruchtiges Aroma. Ich schmecke ganz klar Pflaume und eine sehr reife Banane heraus. Eventuell geht es in Richtung Kochbanane, da der Geschmack nicht so ganz süßlich ist. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man ein fruchtiges, aber nicht unbedingt süßliches Aroma, kombiniert mit Getredigenoten. Im Antrunk noch eher kernig bis würzig, kommen im Abgang dann fruchtige Noten besonders zum tragen.

Zum Fazit: Nicht schlecht. Man hat ein kräftiges, äußerst wohlschmeckendes Weizenbier mit schöner Fruchtigkeit, aber auch entsprechender Würze. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Hummel Spezial

Jedes Jahr ab Ende August gibt es von der Brauerei Hummel aus Merkendorf das Spezial, welches erstmals 2016 zum 500 jährigen Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebotes gebraut wurde. Weil das Bier so gut ankam, hat man sich dann entschlossen es als saisonale Spezialität neu aufzulegen. Der Alkoholgehalt des Märzenbieres liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rötliches Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, sehr karamelliger Duft den ich hierin der Nase habe. Etwas beerig und leicht säuerlich reicht es zudem.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem lebendeigen ersten Eindruck. Im Nachgang ist es würzig, hat aber auch ein durchaus ansprechendes Karamellaroma. Mir gefällt dieses würzige, leicht fruchtige karamellige Aroma im Abgang wirklich sehr. Der Körper wirkt hier dann auch durchaus kräftig. Mich überzeugt hier vor allem die gute Würze am Gaumen, die auch schön karamellig ist. Mir hängt es aber dann auch ein bisschen zu sehr am Gaumen. Etwas mehr würze wäre hier vor allem gegen Ende durchaus noch besser, so hat man teilweise den Eindruck man lutscht an einem Malzbonbon. Dennoch hat das Bier insgesamt einen wirklich sehr schönen karamelligen Malzgeschmack.

Zum Fazit: Ein gutes mir aber stellenweise etwas zu malziges Festbier. Von mir bekommt es eine Bewertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Fürst Carl Märzen

2025 gewann mein nun folgendes Testbier beim European Beer Star Award die Silbermedaille. Grund genug also es hier im Blog auch mal vorzustellen. Beim Bier handelt es sich um das Fürst Carl Märzen der Schlossbrauerei Ellingen aus dem Süden Mittelfrankens. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, etwas orange bis schön bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat einen brotig karamelligen ersten Eindruck, bei dem auch Noten von Lebkuchen und auch ganz leichte Röstaomen durchkommen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit schön malzigen Noten, die einen gewissen karamelligen Touch aufweisen. Es hat dazu eine gut passende bittere, die sich am Gaumen mit den karamelligen Noten sehr gut ergänzt. Es hat dazu einen sehr schönen Biskuitgeschmack der auch etwas leicht teigiges hat. Im großen und Ganzen bleibt es aber ein kräftiges und würziges Bier, bei dem das malzige dominiert.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes und vollmundiges Märzenbier. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Grohe Devil in Disguise

Die Brauerei Grohe aus Darmstadt ist Kult und bezeichnet sich auch selbst als die „Brauhaus Legende“. neben ihren Klassiker wird dort zudem auch viel mit etwas anderen Bierstilen herumexperimentiert und so entstehen immer wieder limitierte Sonderabfüllungen, wie zum Beispiel mein heutiges Testbier namens „Devil in Disguise“, das es wirklich in sich hat. Der Name ist hier wirklich Programm, denn in der wirklich schön gestalteten Flasche verbirgt sich ein Gebräu mit satten 9,4% Alkohol. Stilistisch ist es ein belgisches Tripelbier und entstand in Zusammenarbeit mit den österreichischen Kreativbrauern von Two in a Rocket.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat wirklich eine sehr intensiven Geruch nach Orangenschale bzw. Orange oder Mandarine, aber auch etwas leicht kräutriges.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit kräftigem Körper und einer doch auch dann sehr kräftigen und kräutrigen Hopfenbittere mit ordentlich bitterem Abgang, wobei man auch leicht Noten von Kandiszucker und Mandarine schmeckt Auch ist eine gewisse Säure wahrnehmbar. Insgesamt ist es dennoch recht rund und durch diese kräutrigen Noten im Abgang kommt es sehr gut an belgische Vertreter heran und ist dabei auch nicht zu süß oder gar alkoholisch. Zudem sorgt die Kohlenbsäure dafür, dass es sehr spritzig ist und an einen Aperitif erinnert.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr sehr gutes und spanendes Bier, das man so nicht oft hat und das viele verschiedene Geschmacksnuancen in sich vereint. Von mir gibt es 5 Sterne und damit die volle Punktzahl.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hacklberg Dultfestbier

Als Dult wird vor allem in Altbayern und im angrenzenden Österreich ein Jahrmarkt oder Volksfest bezeichnet. Dementsprechend haben viel dort ansässige Brauereien auch ein Dultfestbier im Angebot, welches dann dort auch im Festzelt zum Ausschank kommt. Da wir uns gerade mitten in der Volksfestsaison befinden verkoste ich heute so ein Bier und zwar jenes der Brauerei Hacklberg aus Passau. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filrtiertes, goldenes Bir. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Das Bier hat einen etwas süßlichen ansonsten nichtssagenden Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen durchaus sehr kräftigen Körper, der auch geschmacklich sehr intensiv und präsent ist. das bier hat auch etwas Resenz. Im Abgang ist es auch eine überzeugene karamellige Note, die noch lange am Gaumen bleibt. Das Bier ist sehr kräftig und hat einen harmonischen wohlschmeckenden Körper. Es ist durchaus sehr süffig und durchaus auch würzig, ohne jedoch eine besonderen Hopfeneinfluss zu haben.

Zum Fazit: Ein süffiges, wirklich gutes Festbier, bei dem mir vor allem die Karamellnote überzeugt. Etwas mehr Hopfen könnte das Bier durchaus noch vertragen.

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Rhaner Pils

Von Oberfranken geht es nun in die Oberpfalz zur Brauerei Rhaner, die sich als älteste Familienbrauerei Ostbayern bezeichnet. Von dort kommt nun das Pils zu mir in den Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier verfügt über einen leicht hopfigen etwas grasigen Geruch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus hopfigen Geschmack. Es ist etwas bitter im Abgang, mehr kommt aber zunächst ehrlicher Weise nicht. Das Bier hat im Abgang zudem eine schöne Hopfennote. Der Körper hingegen ist recht schlank und das Malz ist eher zurückhaltend. Der Hopfen am Gaumen ist bitter, hat aber auch etwas aromatisches. Der Nachgang hingegen wirkt durchaus rund und ist nicht trocken herb, sondern sogar etwas floral. Man hat zudem eine schone Hopfenblume am Gaumen, die auch im Nachgang lange hängen bleibt und Lust auf den nächsten Schluck macht. Die Kohlensäure ist gut dosiert und das Bier wirkt insgesamt frisch.

Zum Fazit: Ein gutes frisches, nicht all zu bitteres und typisch bayerisches Pilsbier. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Kalkbräu Vollbier

Mit der Kalkbräu stelle ich nun wieder eine noch recht junge, aus der wahrlich nicht brauereiarmen Stadt Bamberg kommende, Brauerei vor. Gegründet wurde sie im Jahre 2022, als die beiden Freunde Thomas und Benedikt beschlossen ihr Hobby und die daraus resultierenden Bieren mit anderen zu teilen. Vor allem die Coronazeit nutzten die beiden um zu experimentieren und ihre Rezepte zu entwickeln. Durch die positive Resonanz aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und ersten Anfragen, wo man denn ihr Bier käuflich erwerben könnte, fühlten die beiden sich motiviert, dass Ganze etwas größer aufzuziehen. So war dann schließlich das Kalkbräu geboren. Der Name hat eigentlichen tiefgründigen Hintergrund und entstammt laut Website eher einem zufälligen Gedankengang unter der Dusche und leitet sich vom traditionell sehr kalkhaltigen Wasser der Stadt Bamberg ab. Aktuell gibt es ein Kellerbier und ein Vollbier und dieses stelle ich heute im Blog vor. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, aber auch leicht fruchtiges Bier. Es hat auch etwas von Beere und auch leicht Pfirsich mache ich aus.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier im ersten Eindruck ein durchaus fruchtig süßes Bier. Es hat aber auch einen durchaus hopfig würzigen Abgang, der auch leicht harzig ist. Dennoch hat es auch eine leicht beerige Note. Die Kohlensäure ist eher gering und so ist das Bier sehr bekömmlich. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Wechselspiel zwischen leichtr fruchtigen Noten und etwas Karamell. Eine leichte Hopfenbittere sorgt für eine angenehme Würze und rundet das Bier ab.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes, überraschend fruchtiges Lagerbier. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Heylands Helles

Neben Schlappeseppel und der eigenen Hausmarke werden bei der Brauerei Eder in Großostheim auch Biere der beliebten Aschaffenburger Kultmarke Heylands gebraut mit welcher die Brauerei im Jahre 1998 fusionierte. Nach der Fusion wurde auch der Braubetrieb am Aschaffenburger Stammsitz kurze Zeit später eingestellt und die Produktion der Heylands Biere erfolgt nun eben in Großostheim. Von der Marke Heylands gibt es seit ein paar Jahren nun auch ein Helles, welches es nur in der kleinen 0,33 Literflasche gibt und einen Alkoholgehalt von 4,6% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit sehr ordentlichem Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht getreidiges, aber eher nichtssagendes Bier.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein leicht süßliches, aber irgendwie schon sehr glattgebügeltes Bier. Die Kohlensäure prickelt ganz gut, lässt aber auch nicht viel Raum für Geschmacksentfaltung. Es ist ein leicht würziges, aber insgesamt eher nichtssagendes Lagerbier. Der Körper ist einigermaßen präsent und man hat auch eine etwas keksigen Malzgeschmack, aber insgesamt ist mir das zu wenig und es wirkt im Mundegfühl auch nicht harmonisch und ausbalanciert.

Zum Fazit: Nichts besonderes. Kann man trinken, muss man aber nicht. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.