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Göller Zum Hirschen

Mit ihren vielen verschiedenen Craftbieren bietet die Brauerei Göller aus Zell am Main für jeden Monat ein anderes Bier und bringt somit ordentlich Abwechslung ins Bierregal. Vom malzig rauchigen Stout bis zum wirklich schön fruchtigen IPA ist hier für jeden Bierliebhaber etwas dabei. Auch für jene, die es lieber etwas leichter mögen hat man mit dem Zum Hirschen gerade für die heißen Sommertage ein eher leichteres Bier im Sortiment. Die Brauart des Bieres ist obergärig und mit einem Alkoholgehalt von 4,3% würde ich es als Session-Ale einstufen.

Zur Optik: Ein trübes, hellorangenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Aroma an Zitrusfrüchten und grünem Apfel aber auch etwas Orange zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein schlankes, spritziges Bier mit einem fruchtig süßen Abgang, dass an Noten erinnert, die in die Richtung von Orange und anderer leicht säuerlicher Zitrusfrüchte geht. Aber auch ein klein wenig Pfirsich mache ich aus. Es ist im weiteren Trinkverlauf nicht mehr ganz so fruchtig wie zu beginn, aber ist durchaus spritzig und leicht bitter im Abgang. Das Bier wirkt insgesamt durchaus süffig und überzeugt mit dem leicht hefigen fruchtig-säuerlichen Abgang. Der Körper ist schlank und im Abgang hat an immer wieder diese hefigen Noten mit dem leichten Hauch von Zitrus und vor allem einer guten Orangennote.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen für dieses fruchtig spritzige Sommerbier. Ich finde es wirklich sehr lecker und man merkt nicht wirklich, dass es doch etwas weniger Alkohol als herkömmliches Bier hat.

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Cornelissen Pax Pils

Jef Cornelissen verkörpert die nunmehr 6te Generation der Brauerfamilie Cornelissen die seit 1859 in ihrer Brauerei im belgischen Opitter, einem kleinen Dorf im nordöstlichsten Zipfel des Landes, ihre Biere braut. Neben klassischen belgischen Biersorten legte die brauerei aber auch schon früh den Fokus auf untergärige Lagerbiere, da diese sich auch international noch besser vermarkten liesen. Bereits 1937 führte Jaak Cornelissen mein heutiges Testbier das Pax Pils ein und es entwickelte sich schnell zum beliebten Klassiker. Um ein Zeichen für Frieden in einer damals vom beginnenden 2 Weltkrieg geprägten Welt zu setzten, wählte er bewusst diesen Namen für sein neues Bier aus, welcher auch heute nicht aktueller sein könnte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Der Schaum gibt leider nicht wirklich viel her.

Zum Geruch: Ein sehr süßliches, fast schon obstiger Geruch. Es ist getreidig, aber hat auch etwas von Apfel.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein leichtes, süßmalziges Bier. Es hat am Gaumen einen schönen prickelnden, leicht bitteren Geschmack des Hopfens. Der Nachgang klingt aber nur leicht nach. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein schön süffiges Bier mit einem schönen, leicht herben Geschmack am Gaumen. Insgesamt finde ich es aber ein klein wenig flach und zu mild im Geschmack.

Zum Fazit: Ich weiß nicht, was die Belgier unter einem Pils verstehen, aber das ist hier eher ein typisches internationales Lagerbier, bei dem vielleicht der Hopfen etwas mehr durchkommt. Insgesamt eher mild, aber süffig. Für ein Pils aber zu harmlos und daher gibt es von mir auch nur 2 Sterne. Kann man trinken, ist nicht eklig, aber einfach ein wenig langweilig und zu mild.

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Lancelot Morgane Bio Blonde

Dank meines treuen Bierspenders wird es im folgenden Biertest wieder ein wenig französisch. Den ich habe wieder ein Bier der Brasserie Lancelot aus der Bretagne, einer Region in Frankreich, die nicht unbedingt für den ansonsten in einem Großteil des Landes deutlich beliebteren Weinbau bekannt ist. Aus der Serie Morgane, benannt nach Morgan le Fay, einer Figur aus der Artus Sage, welche die Halbschwester von König Artus und Herrscherin des sagenumwobenen Avalons ist, stelle ich das Blonde vor. Das Bier wird nach strengen biologischen Vorgaben gebraut und hat einen Alkoholgehalt von 5,6%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat nicht so viel Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, aber auch sehr hefiger Geruch den ich in der Nase habe. Es hat durchaus etwas von Banane oder Orange.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier ein doch sehr sehr lebendiges und sprudelndes Bier mit etwas hefigem Abgang. Dazu kommen auch Kräuter und ein doch ordentlich biiterer Abgang, bei dem auch Zitrusfrüchte und Banane zu schmecken sind. Der Nachgang gestaltet sich dann durchaus sehr trocken im Hals. Mir ist es aber insgesamt vor allem im Nachgang ein wenig zu hopfig und gegen Ende lässt die Kohlensäure doch schon sehr nach.

Zum Fazit: Ein doch auf der einen Seite über lange Zeit sehr spritziges und vor allem kräutrig bitteres Bier. Hier ist der Hopfen wirklich knackig. Mir ist das aber ein bisschen zu viel und unausgewogen. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Maisels & Friends Wheeepa

Das nächste Bier aus der Limited Serie von Maisel and Friends ist der Sieger des Hobbybrauwettbewerbs von 2024. Unter dem Motte Weizen IPA konnte sich dieses Bier gegen 147 andere Biere im von der BrauBeviale und Maisel & Friends veranstalteten Wettbewerb durchsetzen. Damit ist auch des Bierstils des Bieres von Hobbybrauer Pascal Wolke klar, das einen Alkoholgehalt von stattlichen 7,2% besitzt.

Zur Optik: Ein trübes, recht hellorangenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein spritzig fruchtiger erster Eindruck zeigt sich in der Nase. Es hat auch etwas Zitrus und eine leichte Säure. Auch tropische Noten à la Mango und Ananas sowie die typische Banane kann ich riechen.

Zum Geschmack: Ich habe einen wirklich erfrischenden ersten Eindruck, bei dem sich der Körper in Richtung Abgang hin immer mehr aufbaut. Dennoch wirkt es für den Alkoholgehalt recht schlank, was durchaus auch die sehr lebendige Kohlensäure bewirkt. Im Abgang kommen dann die Früchte. Hier schmeckt man vor allem Grapefruit, aber auch etwas Mango oder Ananas. Irgendwie schmeckt man aber auch eine etwas parfümige Note. Dazu kling eine, wenn auch dezente sehr reife Banane an. Das Mundgefühl ist sehr saftig bis cremig und wirklich weich. Insgesamt ist das Bier auch im weiteren Trinkverlauf im Körper durchaus schlank und die Kohlensäure prickelt wirklich sehr schön und verleiht dem Bier so eine gute Spritzigkeit die gepaart mit der leichte Säure das Bier wirklich sehr frisch wirken lässt.

Zum Fazit: Ein wirklich richtig gelungenes Bier. Es gibt hier wirklich nicht viel auszusetzen, da es sich um ein spritzig, erfrischendes Bier handelt, bei dem man angesichts des Alkoholgehalts aber wirklich aufpassen muss. Ich kann hier nur die Höchstwertung von 5 Sternen vergeben.

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Stoxbräu Bernhart

Im nächsten Test wird es wieder fränkisch und ich widme mich dem Bernhart, einem bernsteinfarbenen Märzenbier von Stoxbräu. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernstein bis rötlich/braunes Bier. Es hat ein doch schnell verfliegenden Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig bis karamellig mit leicht säuerlichen Fruchtnoten.

Zum Geschmack: Das Bier prickelt recht gut und hat einen karamelligen sehr präsenten Malzkörper. Es ist zudem etwas säuerlich im Abgang. Dazu kommen nussige Noten die recht gut zur Karamellnote passen. Das Bier wirkt im Körper sehr kräftig und hat auch etwas bittere am Gaumen, die so eine gute Würze ins Spiel bringt. Dennoch fehlt es dem Bier für mein befinden etwas an Kohlensäure.

Zum Fazit: Ein wirklich vorzügliches Mörzenbier. Kräftig, vollmundig schön Karamell und dennoch eine ansehnliche Würze am Gaumen. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Kühbacher Export

Ich mache weitere in meinen Biertest in Bayrisch-Schwaben. Die im Schloss Kühbach ansässige Familie von Beck-Peccoz betreibt auch die dazugehörige Brauerei von der es im heutigen Test das Kühbacher Export geben wird. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum, der jedoch schnell in sich zusammen fällt.

Zum Geruch: Das Bier hat einen wirklich intensiven, brotig-getreidigen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier ist kräftig getreidig mit leicht süßlichem Abgang. Die Kohlensäure ist aber eher etwas verhalten. Zudem hat das Bier eine leichte Süße am Gaumen. Der Körper ist präsent und hinterlässt im Nachgang auch ein gewisses keksiges Aroma. Das Bier wirkt insgesamt sehr kräftig, aber nur wenig malzig süßlich. Erst im Nachgang legt sich eine schwerere malzig teigige Aromatik um den Gaumen. Die Kohlensäure macht es zudem sehr süffig. jedoch irritiert der teigige Nachgang dann doch sehr.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier insgesamt eine Wertung von 2 Sternen. Es ist kräftig nd vollmundig im Geschmack. Dieses unangenehme, ich würde es als teigig beschreiben, Mundgefühl schmeckt mir aber nicht so wirklich

Veröffentlicht in 2-Sterne

Schöfferhofer Weizen Kristall

Nicht das ich wirklich ein Fan sogenannter Fernseh- und Konzernbiere bin, zumal viele kleine Privatbrauereien gerade zu kämpfen haben, aber um der Chronistenpflicht Rechnung zu tragen, komme ich nicht drum heraum auch diese Biere einmal hier zu verkosten. Mein heutiges Bier ist nämlich genau wieder so ein Fall, denn von dem bekannten Schöfferhofer Weizen der Radeberger Gruppe gibt es auch eine Kristallversion. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein erfrischendes, zitronig frisches Aroma mit einer durchaus auch getreidigen Nuance. Es ist eher ein wenig süßlicher im Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einem eher getreidigen Aroma, das in Richtung Abgang diese typischen Noten hat die man vom Weizenmalz kennt. Es hat eine gewisse herbe Note im Abgang, die durchaus etwas Würze verleiht. Ich finde es fast schon etwas ungewohnt bitter und hat dann so einen leicht keksig-weizigen Eindruck der mir nicht gefällt. Im Körper ist es eher schlank und auch eine leichte Säure und Zitrus zeigen sich. Wie es sich für ein Kristallweizen gehört ist die Kohlensäure schon sehr lebendig.

Zum Fazit. Ein bitter spritziges Weizenbier, das nicht so wirklich mein Fall ist. Man schmeckt hier meiner Meinung nach zu stark das Malz. Von mir gibt es dafür auch nur 2 Sterne.

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Störtebeker New England IPA

Die Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund veranstaltet jedes Jahr eine deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer, deren Siegerbier als limitierte Abfüllung von der Brauerei in die Getränkemärkte gebracht wird. Im Falle meines heutigen Testbieres, dem Siegerbier von 2023, hat es die Kunden so sehr überzeugt, dass man sich bei Störtebeker dafür entschieden hat, dieses Dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen. So gibt es nun auch ein New England IPA von der Ostseeküste. Knackige 6,8% und ein ordentliches Fruchtaroma verspricht die Brauerei nun mit diesem Bier. Ob das stimmt wird der folgende Test nun zeigen.

Zur Optik: Ein trübes, hellorangeens Bier. Es hat einen sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es hat einen hopfig herben bis fruchtigen Geruch mit ordentlich Zitrus und Grapefruit. Es riecht im Geruch durchaus nach etwa säuerlichem Obst wie Passionsfrucht oder eben auch Zitrus.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier durchaus süffig mit einem leicht herb säuerlichen Abgang. Im Geschmack hat man vor allem Zitrusfrüchte, Passionsfrucht und Grapefruit Insgesamt wirkt das Bier sehr voll und saftig im Mundgefühl und hat eine schöne Hopfenbittere im Abgang, die durchaus noch etwas knackiger ausfallen dürfte. Als Kritik fehlt mir etwas die Kohlensäure, die es noch spritziger und erfrischender machen würde. Auch eine leichte Ananas schmecke ich sodass man insgesamt schon tropische Einflüsse. Die zu beginn nach stark vorhandene Säure lässt etwas nach und Zitrone kommt dann mehr über ihre Fruchtigkeit.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes und vollmundiges, säuerlich fruchtiges Bier. Für den Sommer ideal, wenn auch ein bisschen schwer. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Schlappeseppel Dunkel

Das dunkle von den bekannten Schlappeseppelbieren, die von der Eder Brauerei in Großostheim gebraut werden ist nun mein Testbier für den heutigen Tag. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, braunes Bier. Es hat einen weißen, leicht bräunlich angetouchten Schaum.

Zum Geruch: Ein doch recht geruchsneutraler, aber doch etwas röstiger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das erfrischend & leicht röstig ist, aber insgesamt dezent zurückhaltend. Insgesamt hat das Bier zwar klar typische Noten von Röstmalz und dunkel gebackenem Brot und auch etwas Würze. Der Geschmack ist aber eher dezent gehalten. Leichte Karamellnoten klingen zudem an.

Zum Fazit: Ein solides, aber eher durchschnittliches Dunkles. Röstmalze klinge an im Körper wirkt es aber eher dünn. Das gibt 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hohenfelder Kellerbier

Im nächsten Biertest wird es wieder ein bisschen trüber. Ich verkoste das Kellerbier der Hohenfelder Brauerei. Lange gab es diese Spezialität nur in einer großen 1,5 Liter Flasche. Seit einiger Zeit gibt es das Bier auch im hantlicheren 0,33 Gebinde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier macht insgesamt einen brotig getredigen Eindruck auf mich.

Zum Geschmack: Im ersten Moment wirkt das Bier durchaus kräftig und auch spritzig. Im Abgang hat man eine leichte Fruchtigkeit. Das Bier ist im Körper insgesamt eher schlank, verfügt aber über eine gute Würze die auch im Nachgang noch am Gaumen hängt. Diese ist auch nicht zu bitter, sondern passt gut auch zu dem etwas getreidigen Aorma. Im nachgang hat man ein leicht säuerliches Zitrusaroma, was sehr erfrischend wirkt.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich erfrischendes, nicht zu schweres, gut würziges Kellerbier.