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Flötzinger Maibock

Es ist Christi Himmelfahrt und gleichzeitig auch Mai. Hier lassen sich zwei Traditionen verbinden. Zum einen wird an Himmelfahrt ja gerne der Vatertag mit ordentlich Bier und Bollerwagen zelebriert, auf der anderen Seite ist der Mai auch die Zeit des Maibocks und darum gibt es einen solchen heute im Test. Ich verkoste nämlich im folgenden Beitrag den Maibock der Brauerei Flötzinger aus Rosenheim. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein klar ifltriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat nicht so viel Schaum.

Zum Geruch: Es riecht etwas getreidig leicht süßlich in der Nase.

Zum Geschmack: Im Körper ist das Bier kräftig und süffig mit einer leichten Süße im Abgang. Man schmeckt aber auch etwas den Alkohol. Der Abgang hingegen zeigt eine dezente Süße von reifem Streuobst. Man hat eine leichte alkoholische Bittere dieses ist aber recht gut eingebunden. Die Kohlensäure ist durchaus prickelnd und lässt das Bier nicht zu schwer wirken. Insgesamt hat man sogar leicht obstige Noten. Insgesamt finde ich sehr positiv das dieser Bock nicht zu süß ist sondern doch ein recht würziges Geschmacksprofil aufweist, denn der Hopfen kommt hier im Abgang nicht zu kurz. Jedoch wird gegen Ende der Alkohol deutlich mehr spürbar und hier ist er gegen Ende dann schon ein wenig störend. Ein leichter Kopfwehverdacht schwingt bei diesem Bier definitiv mit.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist ein wirklich süffiger etwas anderer Bock. Der doch sehr wahrnehmbare Alkohol stört aber etwas und man sollte nicht zu viel davon trinken.

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Duvel 666

Die Zahl 666 steht im biblischen Sinne betrachtet für das Böse, den Antichristen oder kurz den Teufel und da ist es auch nicht weiter verwunderlich das die Brauerei Duvel (deutsch für Teufel) ein Bier mi dem Namen 666 herausbringt. Die 666 stehen dabei nicht nur für die Verbindung zum Teufel, sondern auch für den Alkoholgehalt von 6,66%. Außerdem wurden 6 verschiedene Hopfensorten benutzt.

Zur Optik: Ein naturtrüber, bernsteinfarbener Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein Bier mit einer sehr sehr ausgeprägten Zitrusnote in der Nase. Es hat wie ich finde etwas von Kräuterbonbons, diese sind wirklich deutlich zu riechen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem durchaus bitterfruchtigen Aroma. Es hat im Abgang etwas süßliche Nuancen. Besonders ansprechend ist ein etwas herberer Abgang, der such eine gewisse Fruchtigkeit zulässt. Im Nachgang entfaltet sich dann vor allem bis hoch in die Backen so ein fruchtig kräturegs Aroma, dass einen sehr schönen leichten Zitrus oder Orangeneinfluss hinterlässt und für eine gewisse Säure sorgt. Geschmacklich sind aber vor allem Mandarine und Kräuter dominant.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 5 Sternen. Ein wirklich rundum gelungenes Bier und eines der besseren aus Belgien. Schöne Fruchtigkeit trifft hier auf knackig kräutrigen Hopfen bei einem durchaus präsenten Körper.

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Unertl Mühldorfer Weissbier

Seit der Einstellung des Braubetriebs in Mühldorf am Inn wurden die Unertl Weissbier fortan in Aldersbach gebraut, da sich die Produktion am Stammort nicht mehr rechnete. Nach eine Gerichtsurteil im Rechtsstreit mit der anderen Brauerei Unertl aus Haag aus dem Jahre 2024 darf diese aber nicht mehr den Namen Unertl für die dort nach Familienrezept gebrauten Biere verwenden. Daher werden die ehemaligen Unertl Biere fortan unter dem Aldersbacher Label gebraut, wenngleich ihr Inhalt der selbe sein soll. Das Mühldorfer Weissbier stelle ich jedenfalls in diesem Beitrag vor, das einen Alkoholgehalt von 5% hat.

Zur Optik: Ein naturtrübes Bier mit einer bernstein tief ins bräunliche gehenden Färbung. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges Bier, bei dem auch etwas Schokolade mitschwingt. sowie reife Früchte

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das Charakter hat. Es ist überraschend hopfig unterwegs und hinterlässt am Gaumen einen leicht bitter hefigen Nachgeschmack. Die Zunge wirkt durch die Kohlensäure leicht betäubt. Es ist ein Bier, welches, wenn sich die kohlensaure legt im Abgang schön schokoladige Züge aufweist, bei dem aber auch Aromen von reifen Früchten zum Vorschein kommen. Es hat eine schöne süßliche Note, jedoch macht es der Hopfen auch würzig und erzeugt so ein schokoladig kakaoartiges Mundgefühl mit schönem Nachgang.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes und leckeres Weissbier, das vor allem sehr ausgereift wirkt. Von mir gibt es daher 4 Sterne für dieses Bier.

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Dremel Dunkel

Von der doch eher recht kleinen Brauerei Dremel aus Wattendorf im Landkreis Bamberg habe ich im nächsten Biertest nun das Dunkle in meinem Glas. Der Alkoholgehalt dieses Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, braunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe in der Nase ein durchaus etwas brotiges Bier mit leichter Schokoladennote.

Zum Geschmack: Ein im Abgang leicht röstiges Bier. Im Körper wirkt das Bier dagegen eher etwas leicht. Es ist ein durchaus süßmalziges Bier mit leichtem Körper. Im Abgang zeigen sich aber feine Röstaromen. Den Nachgang empfinde ich eher ein wenig wässrig. Nachdem die erstens Schlucke noch etwas wässrig waren, wird der Körper etwas vollmundiger je länger man das Bier trinkt. Insgesamt ist das Mundgefühl dann cremiger und auch die karamellige Nuance wird dann stärker. Man hat einen schönen karamelligen Abgang, ein leicht milchig schokoladiges Aroma das im Abgang dan durchaus auch leicht würzig, etwas röstig ist. Insgesamt zeigt sich auch bis zum Schluss ein gutes Dunkles mit schönem süßlichen, etwas karamelligen leicht schokoladigen Malzkörper, welche von etwas Röstnoten garniert werden.

Zum Fazit: Zu Beginn noch etwas verhalten entfaltet das Bier immer stärker seinen Geschmack je länger man es trinkt. Es ist vollmundig aber dennoch ein gekonnt dezent gehaltenes Dunkles Bier, das einen beim trinken nicht überfordert aber dennoch genug Geschmack mitbringt, als dass ich es als vollmundig Beschreiben würde. Dann hat man ein typisches fränkisches Dunkelbier. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Maisel & Friends Taonga

Unter dem Label Project Maisel dürfen seit dem Jahre 2020 alle Auszubildenden die ihre Lehre erfolgreich abschließen, zum Ende ihrer Ausbildung ein Bier kreieren, welches dann als limitierter Sondersud in den Handel kommt. Dabei stehen nicht nur die angehenden Brauer im Fokus, sondern auch die Auszubildenden aus anderen Bereichen der Brauerei dürfen am Projekt mitwirken. Das Bier des Jahrgangs 2025 nennt sich Taonga und ist als New Zealand IPA deklariert. Geschmacklich nimmt einem das Bier dabei wirklich mit ans andere Ende der Welt, denn die Besonderheit ist hier, das zum Brauen ausschließlich neuseeländische Hopfensorten verwendet wurden. Der Alkoholgehalt ist mit 5,5% für ein IPA recht moderat gehalten.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen durchaus passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiger Geruch. Man hat Noten die auch an tropische Früchte wie Kiwi oder auch leicht an Melone & Passionsfrucht erinnern.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck zeigt sich ein durchaus sehr lebendiges Bier. Es prickelt, hat eine leichte Bittere am Gaumen und etwas fruchtige Süße. Die Kohlensäure prickelt sehr gut. Insgesamt ist ein durchaus vollmundiges Bier. mit ganz ordentlicher Hopfenbittere, die für ein IPA eher etwas dezent ist. Man durchaus ein saftiges Mundgefühl und es deuten sich leichte auch tropische Fruchtaromen an. Geschmacklich ist mir das ganze aber Alles ein wenig zu dezent.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. In Ansätzen deutet es sein Geschmackspotential an mit leichter Fruchtnote und einem durchaus saftigen Mundgefühl. Mir ist das alles aber ein wenig zu dezent.

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Herbsthäuser Kristall

Ein neuer Biertest zum Wochenstart. Dieses Mal mit dem Kristallweizen der Herbsthäuser Brauerei aus Bad Mergentheim. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht getreidige Noten und ein doch ausgeprägtes Zitrusaroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, dass eher mild im Geschmack ist, aber ordentlich prickelt und eine hohe Kohlensäure mitbringt. Es ist ein Bier, dass ansonsten geschmacklich zunächst nicht so wahnsinnig viel mitbringt, da es vor allem sehr prickelt. Es ist auch weiterhin bis zum Ende des Trinkgenusses ein Bier, dass vor allem von seinem spritzigen getreidigen Charakter lebt und im Abgang etwas Zitrus und auch eine leichte Banane hat.

Zum Fazit: Ein für mich eher etwas fades Kristallweizen. Dennoch bekommt es von mir eine Wertung von 3 Sternen, da es wirklich spritzig und erfrischend ist.

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Hoepfner Helles

Mal wieder etwas aus dem Ländle, wenn auch aus Baden, habe ich in meinem nächsten Biertest nun im Glas. Von der Brauerei Hoepfner aus Karlsruhe nehme ich nämlich deren Helles unter die Lupe. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen durchaus ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier wirkt auf mich brotig mit einem Hauch von Zitrus in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das sehr erfrischend wirkt. Es ist etwas süßlich im Geschmack. DIe Kohlensäure sorgt dafür, dass das Bier insgesamt schön spritzig ist und auch leicht und erfrischend wirkt. Dadurch ist es sehr süffig und lässt sich zügig trinken. Die Geschmacksintensität ist eher nicht besonders ausgeprägt und das Bier insgesamt eher mild.

Zum Fazit: Ein ganz nettes, recht süffiges Bier. Aber insgesamt schon recht mild aber nicht wässrig. Daher gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Ballast Point Wee Gus

Sogenannte Light Biere aus den USA haben keinen besonders guten Ruf und tragen international dazu bei, das amerikanisches Bier in der breiten Masse eher belächelt wird. Dabei wissen inzwischen nicht nur Craft Beer Fans und USA Urlauber das die USA in Sachen Bier soviel mehr als Bud Light zu bieten hat wie nun auch mein nächster Bierteste zeigen soll. Hier verbindet die Brauerei Ballast Point aus San Diego Lightbier mit handwerklicher Braukunst und zaubert ein Lagerbier welches auf der einen Seite zwar nur 4,2% Alkoholgehalt aufweist, auf der anderen Seite aber mit ausgewählten Artomahopfensorten kaltgehopft wurde,

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht leicht fruchtig mit etwas Zitrus.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt durchaus frisch, dann kommt eine leichte Säure, bevor im Abgang dann durchaus eine gewisse Fruchtigkeit zum Tragen kommt, die aber doch stark an Zitrusfrüchte und Grapefruit erinnert. Der körper des Biere ist hingegen schlank gehalten. Ich habe ein Bier, dass auch im weiteren Trinkverlauf eine leicht fruchtige Kompnete hat, aber vor allem auch leicht ist ohne wässrig zu sein. Gegen Ende lässt die Kohlensöure etwas nach und dann könnte noch etwas mehr vom Malz kommen. Insgesamt ist es aber ein erfrischendes, hopfig fruchtiges Bier mit auch leichten Noten von Melone und Litschi. Vor allem aber schmecke ich Zitrone und Grapefruit.

Zum Fazit: Ein schönen hopfig fruchtiges nicht zu schweres Bier, dass zeigt das vollmundiger Geschmack nicht immer mit hohem Alkoholgehalt verbunden sein muss. Eine gute Alternative für alle die noch etwas vor haben oder Auto fahren müssen. Von mir gibt es 4 Sterne,

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Elch Nix Amore

Erst 2007 gegründet ist die Elch Brauerei im fränkischen Thulsbrunn noch vergleichsweise jung. Dennoch hat sie bereits eine feste Fangemeinde und auch ich werde mit dem Nix Amore getauften Kellerbier nun das nächste Bier nachlegen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen eher nicht wirklich besonders ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein überraschend fruchtig blumiger Geruch gemischt mit Karamell in der Nase.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist das Bier zunächst süßlich, jedoch ist es in Richtung Abgang überraschend hopfig am Gaumen, sogar etwas fruchtig bis floral. Es ist ein würziges Bier, dass die hopfige Komponente ganz klar am Abgang hat. Es ist auch etwas getreidig. Insgesamt ist es ein hopfenbetontes Kellerbier, das auch eine gewisse Fruchtigkeit in Richtung Abgang besitzt, die durchaus zu überzeugen weiß.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein eher würziges, aber deswegen keinesfalls schlechtes Kellerbier. Dennoch kein Kellerpils, da durchaus auch Getreidenoten zu erkennen sind.

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Falter Export Hell

Auch wenn heute nach zuletzt zwei eher etwas regnerischen Tagen wieder die Sonne scheint, gibt es im folgenden Beitrag nun ein Bier aus Regen. Richtig diese Stadt gibt es wirklich und sie befindet sich ganz im Osten Bayerns im Bayerischen Wald. Regen ist nicht nur staatlich anerkannter Luftkurort, sondern auch Heimat der Brauerei Falter. Erstmals erwähnt wurde sie im Jahre 1649, firmierte jedoch lange Zeit als Bürgerliche Brauhaus, bis sie im Jahre 1928 von Johann Baptist Falter, Sohn einer Brauerfamilie die eine gleichnamige noch immer aktive Brauerei in Drachselsried betreibt, erworben wurde. Heute führt Sepp Falter den Betrieb in dritter Generation und das Aushängeschild der Brauerei, das helle Exportbier, werde ich im folgenden Test nun vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat durchaus ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig brotiger, leicht süßlicher Geruch. Es hat etwas von Streuobst.

Zum Geschmack: Ein Bier mit durchaus kräftigem Körper und überraschend hopfigem Abgang. Die Kohlensäure ist sehr lebendig und der Körper des Bieres durchaus vollmundig und kräftig. Insgesamt ist es ein eher würzigeres Exportbier und Hopfenbetont. Das Malz kommt hier gar nicht so zum Ausdruck. Auch im Nachgang bleibt eher ein dezent hopfig herber Geschmack im Mund und dementsprechend ist er auch ein wenig trocken. Ich vermisse schon ein wenig den Malzgeschmack und es ist durchaus süffig, für ein richtiges Export ist es mir aber eine Spur zu hopfig und zu wenig malzig.

Zum Fazit: Rein geschmacklich betrachtet ist es ein durchaus leckeres Bier. Für ein Export ist es mir aber zu hopfig, Hier hätte ich mehr Malz und Süße erwartet. Dennoch bekommt es 4 Sterne.