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Hohenfelder Kellerbier

Im nächsten Biertest wird es wieder ein bisschen trüber. Ich verkoste das Kellerbier der Hohenfelder Brauerei. Lange gab es diese Spezialität nur in einer großen 1,5 Liter Flasche. Seit einiger Zeit gibt es das Bier auch im hantlicheren 0,33 Gebinde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier macht insgesamt einen brotig getredigen Eindruck auf mich.

Zum Geschmack: Im ersten Moment wirkt das Bier durchaus kräftig und auch spritzig. Im Abgang hat man eine leichte Fruchtigkeit. Das Bier ist im Körper insgesamt eher schlank, verfügt aber über eine gute Würze die auch im Nachgang noch am Gaumen hängt. Diese ist auch nicht zu bitter, sondern passt gut auch zu dem etwas getreidigen Aorma. Im nachgang hat man ein leicht säuerliches Zitrusaroma, was sehr erfrischend wirkt.

Zum Fazit: Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich erfrischendes, nicht zu schweres, gut würziges Kellerbier.

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Adam Wellers 3×11

Zwar gibt es das Weller Bier und die Genossenschaftsbrauerei erst seit 2011, die Geschichte der Brauerei bzw. des Vorgängerbetriebs der Familie Weller hat ihren Ursprung aber schon 200 Jahre vorher, nämlich im Jahr 1811. In diesem Jahr kaufte ein gewisser Johann Adam Erich das Erlanger Gasthaus zum Goldenen Engel und richtete dort eine Brauerei ein. 1868 kam der Betrieb durch Kauf schließlich an den Namensgeber meines heutigen Testbieres, nämlich einen gewissen Adam Weller. Dieser übergab die Brauerei schließlich an seinen Sohn Johann Weller, der den Betrieb bis zum Jahre 1911 fortführte. In diesem Jahr, also genau 100 Jahre nach der Gründung, wurde der Betrieb jedoch aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt. Weitere 100 Jahre später lässt nun der Urenkel von Adam Weller, Hans Kurt Weller diese Brautradition wieder aufleben. Als genossenschaftlich organisierte Gasthausbrauerei steht sie nun wieder ganz in der Tradition Adam Wellers, wobei sie die Flaschenbiere bei der Brauerei Göller in Zeil am Main herstellen lässt. Das 3×11 ist ein typisches helles Lagerbier, wie es früher schon Adam Weller geschmeckt hätte mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges hopfiges Aroma. Es ist sogar ganz leicht fruchtig in der Nase

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein erfrischendes und schön getreidges Bier mit einem leicht bitteren Abgang. Die Hopfennote wirkt durchaus aromatisch und natürlich und verleiht dem Bier eine gewisse Würze. Im Körper ist es wie zu erwarten eher ein bisschen schlank gehalten. Es ist aber auch im weiteren Trinkverlauf ein doch hopfenbetontes Bier das einen einigermaßen schlanken Körper aufweist und wenig von seinem Geschmack verliert.

Zum Fazit: Ein würziges, hopfenbetontes Helles, dass mir wirklich schmeckt. Von mir gibt es dafür eine Wertung von 4 Sternen.

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Brauhaus zur Güld’nen Rose Pale Ale

Ich bleibe im Rhein-Main Gebiet und gehe dieses Mal zum Brauhaus zur Güld’nen Rose nach Schriensheim. Von dort gibt es nun das Pale Ale, dass auf einen Alkoholgehalt von 5,6% besitzt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat nicht so wahnsinnig viel Schaum.

Zum Geruch: Es riecht gerteidig, dezent fruchtig, tropisch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass im Körper durchaus eher schlank ist, aber dennoch eine würzige Note in Richtung Abgang zeigt. Im Nachgang finde ich es aber ei wenig schwach und der Hopfen kann sich nicht so richtig durchsetzten. Frucht zeigt sich in Ansätzen hier vor allem die typische Zitrusnote, aber auch etwas Mango und Maracuja. Insgesamt ist das Bier einigermaßen vollmundig. Dennoch hält sich der Hopfen und auch die fruchtige Süße meiner Meinung nach etwas zu sehr zurück, sodass man immer wieder einen leicht wässrigen Eindruck hat.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ein eher durchschnittliches Bier bzw. Pale Ale. Hier gibt es bessere.

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Eichbaum Pilsener

Seit gestern herrscht traurige Gewissheit. Die Rettung der Eichbaum Brauerei ist trotz intensiver Bemühungen gescheitert. Damit stellt nach fast 347 Jahren auch die letzte Mannheimer Traditionsbrauerei ihren Betrieb ein. Nachdem die Brauerei, die schon seit Beginn des Ukrainekriegs mit erheblichen Absatzrückgängen zu kämpfen hatte, im Oktober einen Insolvenzantrag stellen musste, sah zuletzt eigentlich alles nach einer Rettung, wenn auch mit großem Personalabbau, durch den Einstieg von neuen Investoren, aus. Da schlussendlich aber einfach die liquiden Mittel für eine Fortführung fehlten, scheiterten die Gespräche und das Ende der Brauerei ist damit wohl leider besiegelt. Die ganz großen Zeiten sind bei Eichbaum ohnehin schon lange vorbei. War man früher Teil verschiedener Braugruppen und damit auch mit der Marke Eichbaum weit über das Stammgebiet hinaus in den Getränkemärkten vertreten, schrumpfte man die letzten Jahre doch enorm und das Eichbaum Bier war nunmehr eigentlich fast nur noch im weitläufigen Mannheimer Umland erhältlich. Die freien Kapazitäten versuchte man mit allerhand Lohnbrauaufträgen zu füllen, vor allem mit Exportware für den russischen und den chinesischen Markt. Diese Exportabhängigkeit war letztendlich auch einer der wesentlichen Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang, wenngleich bei Weitem nicht der einzige. Das Bier selbst hatte auch nicht unbedingt den allerbesten Ruf, obwohl es dennoch tief in Mannheim verwurzelt war. Auch ich habe schon das ein oder andere Bier von Eichbaum hier vorgestellt und auch mich haben die Bier nicht unbedingt vom Hocker gehauen. In Erinnerung schwelgend gibt es nun aber das Eichbaum Pilsener mit einem Alkoholgehalt von 4,9%. Denn noch sind die Biere der Brauerei erhältlich und auch die bereits produzierte Ware wird wohl abverkauft werden.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, karamellig bis leicht buttrig, hopfiges Aroma.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, dass im ersten Eindruck durchaus herb ist. Dennoch zeigen sich am Gaumen auch leicht malzige Noten. Es wirkt eigentlich ganz rund und stimmig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, dass durchaus eine gewisse Herbe mitbringt. die aber bei weitem nicht besonders nachhaltig ist sondern sich eher etwas mild gestaltet. Es hat zudem diesen keksigen leicht buttrigen Geschmack, den man öfter bei Pilsbieren findet. Etwas schmeckt der Hopfen leider auch nach Extrakt und Metall.

Zum Fazit. Das Ureich ist meiner Meinung nach das bessere Bier. Dieses hier würde ich als eher feinherb bzw. eher milderes Pils beschreiben. Es hat schon seine Schwächen, wenngleich es sich durchaus trinken lässt. Ich persönlich müsste es aber auch nicht unbedingt ein weiteres Mal verkosten. Standard Pils, dass sich nicht groß von den meisten anderen Fernsehpilsnern unterscheidet. 2 Sterne.

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Söhnstetter Hausbier

Ursprünglich gebraut für das Hotel Zum Kreuz in Steinheim konnte man das Hausbier aus Söhnstetten aber auch in gut ausgewählten Getränkemärkten bekommen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz passablen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht brotig, getreidg und ist leicht säuerlich in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt sehr urig, etwas cremig und auch leicht fruchtig bis beerig. Es hat im nNachgang wie ich finde etwas von Aprikose und Waldbeeren. Das Bier prickelt insgesamt ganz gut, es hat einen etwas hefigen, leicht teigigen Abgang. Ich finde aber auch, dass das fruchtige, leicht säuerliche Aroma gut im Nachgang noch länger im Mundraum bleibt. Der Körper wirkt indes recht schlank.

Zum Fazit: EIn solides, mir etwas zu säuerliches Bier. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Der Hirschbräu Adlerkönig Urtyp Hell

Leo Dorn, der legendäre Leibjäger von Prinzregent Luitpold von Bayern, war im Volksmund vor allem unter dem Namen Adlerkönig bekannt wie auch berüchtigt. Nachdem er sich in den Allgäuer Alpen als erfolgreicher Jäger sowohl der großen Greifvögel, als auch von Wilderern einen Namen gemacht hatte, wurde ihm der Titel Adlerkönig im Jahre 1890 vom Regenten höchstselbst verliehen, als er seinen offiziell 50. Adler erlegt hatte. Der Brauerei Höss aus Sonnthofen hat dem berühmten Allgäuer sogar ein eigenes Bier gewidmet, stilitstisch ein klassisches Helles Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches, aber dennoch etwas getreidiges Aroma. Dazu kommen leichte Honignoten.

Zum Geschmack: Ein sehr mildes Bier, welches aber immer noch eine gewissen Körper aufweist und bei weitem nicht wässrig wirkt. Es hat einen leicht süßlichen Geschmack und wirkt auf gewisse Weise auch mineralisch bis leicht metallisch. Dazu kommt eine leichte Honigsüße. Im Abgang ist es am Gaumen dezent hopfig.

Zum Fazit: Nichts besonders aber ganz gut trinkbar. Insgesamt ein eher mildes Bier mit nur leicht süßlichem Geschmack. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Delirium Nocturnum

Da heute Abend bei der WM Spanien und Belgien gegen den Ball treten gibt es im folgenden Test wieder ein Bier aus der Heimat der Roten Teufel. Von den durch ihren rosa Elefanten weltbekannten Delirium Bieren der Brouwerij Huyghe gibt es heute mit dem Nocturnum nun die dunkle Version. Genau wie das Tremens liegt auch hier der Alkoholgehalt bei 8,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, sehr braunes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: lakritze, Dörrobst, Toffee, Datteln und andere Trockenfrüchte kommen in die Nase.

Zum Geschmack: Man hat hier ein sehr intensives Bier mit schönen Lakritznoten, aber auch einem herben Abgang, dem intensive Kakaonoten im Nachgang folgen. Dazu kommen auch Noten von Dörrobst wie Dattel und Rosine, die noch mitwirken. Der Alkohol ist wärmend und mit einer leichten Bittere versehen, die an Zartbitterschokolade erinnert. Störend ist das die Karbonisierung nicht zum Bier passt und teilweise etwas zu viel ist für ein dunkles Starkbier. So wirkt es fast schon etwas spritzig. Deswegen können sich die tollen Intensiven Aromen nicht vollständig entfalten.

Zum Fazit: Wenn die Kohlensäure besser eingestellt wäre würde das Bier von mir die Höchstwertung bekommen. So reicht es zu sehr guten 4 Sternen.

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Felsenbräu Kirchweihbier

Kerwa, Kirbe oder einfach nur Kirchweih, je nach Region gibt es eine andere Bezeichnung für ein Volksfest mit der man den Tag der Weihe der Dorf oder Stadtkirche zelebriert. Gerade jetzt im Sommer und im Herbst haben diese Feste Saison. Passend zum jeweiligen fest gibt es dann, sofern noch vorhanden von der Örtlichen Brauerei ein extra gebrautes Festbier. Auch die Felsenbräu aus Thalmannsfeld hat ein solches Bier im Sortiment und so gibt es jedes ab Juli das Felsenbräu Kirchweihbier. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein helles, leicht trüb wirkendes Bier. Es hat keinen wirklich erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig, malziger, leicht karamelliger Duft zieht mir in die Nase.

Zum Geruch: Ich habe ein Bier mit einem durchaus sehr präsenten Malzkörper, das zunächst aber nicht so präsent wirkt wie bei anderen Festbieren. Im Abgang ist das Bier etwas bitter, auch leicht alkoholisch ist. So hat man ein würziges, vollmundiges Bier. Insgesamt könnte das Bier für meinen Geschmack durchaus noch mehr Kohlensäure vertragen. So ist das Bier wirklich sehr süffig.

Zum Fazit: Ein solides Festbier. Nicht zu mastig und schön würzig, aber es dürfte gerne noch etwas kräftiger und auch karamelliger sein. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Frauendorfer Pils

In meinem nächsten Biertest schreibe ich nun wieder über ein Bier der oberfränkischen landbrauerei Hetzel aus Frauendorf. Der Pils ist nun an der Reihe und mit einem Alkoholgehalt von 5,3% ist es außerdem auch ungewöhnlich stark für ein Bier seiner Sorte.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Schaum ist leider nicht wirklich viel vorhanden.

Zum Geruch: Ein herb-hopfiger, aber auch etwas getreidger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein für ein Pils erstaunlich vollmundiges Bier mit durchaus auch wahrnehmbarem Malzkörper. Ich finde es geschmacklich in den ersten Schlucken durchaus eher malzig süßlich als hopfig, Vor allem im Nachgang bleibt ein eher hopfigeres Aroma im Mund. Insgesamt hat man eine vor allem gegen Ende etwas hopfigeres Bier, dass aber einen zu wuchtigen Malzkörper hat und dem mir im Nachgang zu sehr die Malzsüße dominiert. Hopfen ist zwar vorhanden und hat durchaus auch eine gewisse Würze am Gaumen, mir ist das hier aber zu wenig Hopfenbetont.

Zum Fazit: Ein an sich gutes Bier, mir ist aber für den Bierstil hier zu viel Malzkörper und zu wenig Hopfen. Gerne dürfte es noch bitterer und knackiger sein. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Superfreunde x the Dudes Beerzebulb

Beerzebulb heißt ein Bier einer Kooperation der Craftbeer Enthusiasten von Superfreunde und der Lifestylemarke The Dudes aus Berlin. Stilistisch ist das Bier ein IPA und der Alkoholgehalt liegt bei 6,66% was auch den Namen erklärt.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma, aber jetzt nicht explosiv fruchtig. Es riecht nach Kiwi bzw. Passionsfrucht. Dazu kommen schöne harzige Noten. Die andere Komponente wird dann noch ergänzt durch karamellige und am Rande anklingende getreidige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat das Bier zunächst einmal einen herb bitteren Geschmack, der sich jedoch langsam legt und dann getreidgere Noten preisgibt. Es bleibt zwar eher herb, erinnert dann aber eher ein ein grobes Landbrot bzw. Brotkruste. Dazu kommen etwas harzige Noten. Gegen Ende ist es dann etwas weniger bitter, vereinzelt im Ab- und Nachgang kommen aber auch etwas karamellige Noten.

Zum Fazit: Ein grundsätzlich sehr überzeugendes IPA bei dem sich harzige Hopfennoten und leicht karamelliges Malz gut ergänzen. Von mir gibt das eine Wertung von 4 Sternen.