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Göttinger Pils

Zwar gibt es die Göttinger Brauhaus AG schon seit dem Jahre 1997 nicht mehr, das Göttinger Pils hat sich aber seit seinem Revival im Jahre 2010 als ein beliebtes Bier im Süden Niedersachsens etabliert. Nachdem in der Stadt schon seit dem Mittelalter Bier gebraut wurde, wollte man die städtischen Brauaktivitäten mit der Gründung der Brauhaus AG im Jahre 1889 bündeln und kommerzialisieren. In den folgenden Jahrzehnte etablierte sich die Brauerei als eine der wichtigsten lokalen Braustätten, jedoch wechselten auch die Besitzerverhältnisse mehrfach. So hatte nun zunächst die Elbschlossbrauerei aus Hamburg die Aktienmehrheit bevor diese über die Brau und Brunnen AG an das Einbecker Brauhaus überging, welche dieses im Jahre 1988 erwarb. Dort hielt man zunächst am Standort fest, jedoch war am aufgrund von Umstrukturierungsmaßnem gezwungen, die Produktion Ende der 90er Jahre einzustellen und auch das Göttinger Pils verschwand vorerst vom Markt. Im Jahre 2010 entschloss man sich dann aber in Einbeck für ein Revival der Marke Göttinger Pils, wenngleich es nicht mehr nach dem ursprünglich Originalrezept gebraut werden soll. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik:Eein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat nur einen eher mittleren weißen Schaum

Zum Geruch: Das Bier ist sehr sehr geruchsneutral ohne besonders herausstechende Nuancen.

Zum Geschmack: Auch hier ist im ersten Eindruck das Bier geschmacklich sehr zurückhaltend und eher recht mild. Es ist ist herb am Gaumen, aber ohne besonders langen Nachgang. Der Hopfen ist in Ordnung aber wirkt etwas unrund und schmeckt etwas nach Extrakt. Es er ist schon bitter herb und knackig, aber nicht besonders aromatisch, eher leicht metallisch. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ganz in Ordnung zu trinken, die bittere Hopfennote wirkt aber nicht optimal auf den weitern Geschmackseindruck abgestimmt und ist etwas kratzig.

Zum Fazit: Es ist ganz in Ordnung, aber vor allem gegen Ende finde ich es doch ein wenig unrund. Man schmeckt in jedem Falle den Hopfen und das es ein Pils ist, so richtig überzeugend finde ich es aber nicht. 2 Sterne.

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Gordon Scotch Ale

Man könnte meinen das Gordon Scotch Ale sei ein Bier, welches vom nördlichen Teil der britischen Insel stammt. Jedoch weit gefehlt, denn das Gordon Scotch Ale ist ein Bier, welches von John Martin aus Belgien gebraut und vertrieben wird. Der Name leitet sich vom historischen Gordon Clan ab, der in der schottischen Historie eine bedeutende Rolle einnimmt. Der Alkoholgehalt liegt bei 8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein kaffeeartiges Aroma, das nur leichte süßliche Noten hat. Es hat etwas von Kaffeeschokolade.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer süßlich kaffeeartigen Aromatik im Abgang, dass aber von leichten alkoholischen Aromen begleitet wird. Im weiteren Trinkverlauf wird dann leider die alkoholische Note etwas mehr von Bedeutung. Es bleibt im Mundraum eine süßliche Note bestehen, die irgendwie an Süßstoff erinnert. Man hat aber hier und da leichte Kaffeenoten die dazukommen und den Geschmack abrunden. Trotz des Alkoholgehalts wirkt der Körper nicht wirklich vollmundig.

Zum Fazit: Mein Fall ist es nicht unbedingt, mir ist es zu alkoholisch und nicht komplex genug. Das gibt 2 Sterne.

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Braukatz Golden Cat

Im nächsten Biertest habe ich nun das Golden Cat der BrauManufactur Allgäu aus Nesselwang. Stilistisch handelt es sich hier um ein untergäriges Lagerbier, das einen Alkoholgehalt von 5,1% besitzt.

Zur Optik: Ein naturtübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges Aroma. Ansonsten ist es recht geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ein hopfiges Aroma mit gewisser getreidger Note. Ansonsten ist das Bier hat das Bier geschmacklich keine wirkliche Tiefe. Es hat noch eine leichte Orangennote. Auch im weiteren Trinkverlauf hat dieses Bier nur eine leichte Bitternote. Auffällig ist hier vor allem die sehr sehr lebendige Kohlensäure, die fast schon ein wenig zu sehr am Gaumen kratzt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus gut zu trinken aber kein Highlight und doch recht generisch bzw. langweilig.

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Göller Zeiler Abendrot

Für den jetzt langsam zu Ende gehenden Sommer bzw. den Spätsommer hat die Brauerei Göller das Zeiler Abendrot in ihrem Craftbier Kalender. Diese nun langsam beginnende Zeit hat bekanntlich ihre ganz eigene Magie und besonders eben dieses titelgebende Abendrot lässt sich dann am Abendhimmel beobachten. Stilistisch handelt es sich bei diesem Bier um ein Red Ale, das einen Alkoholgehalt von 4,8% aufweist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes, rötlich schimmerndes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr fruchtig mit beerigen Noten. Es riecht nach Waldfrüchten vornehmlich Brom- und Himbeere.

Zum Geschmack: Das Bier wirkt sehr süffig und hat einen sehr intensiven beerigen Abgang. Man schmeckt Johannisbeere aber auch Brom- und Himbeere, also Weldfrüchte wenn man so möchte. Der Körper an sich ist eher schlank gehalten. Das Bier ist durchaus herb im Abgang und hat auch gegen Ende eine leicht karamellige Nuance. Dazu kommt eine feine Säure und etwas röstiges. Es wirkt aber ehrlicher Weise auch ein klein wenig unrund.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich leckeres Bier und ein eigentlich sehr gute Begleitung für den Sonnenuntergang im Spätsommer.

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Gundel Dunkles Gold

Von der doch recht kleinen fränkischen Brauerei Gundel habe ich im nächsten Biertest das Dunkle Gold. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Ein schön röstiger, kekisger Geruch. Es hat etwas beeriges an sich, aber auch leichte Nuancen von Lebkuchen und etwas Karamell

Zum Geschmack: Ich finde das Bier süffig. Es wirkt im Körper eher schlank, hat im Abgang aber durchaus auch einen etwas röstigen Charakter und eine leichte Hopfenwürze. Im Nachgang bleibt aber doch ein eher süßlicher Charakter übrig, aber auch etwas das an Kakao erinnert. Die Kohlensäure ist gut dosiert und macht das Bier süffig. Auf der anderen Seite ist sie aber auch nicht zu viel, sodass noch genug vom Geschmack im Mundraum durchkommt. Im Abgang at man einen schokoladig süßlichen Geschmack, der auch lange bestehen bleibt und den Mundraum ausfüllt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr schönen vollmundiges Dunkles mit einem langen Ab und Nachgang. Schokoladige Noten werden sehr gut in Szene gesetzt.

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Ammerndorfer Lager Urtyp

Das Ammerndorfer Lager Urtyp fällt doch ein wenig aus der Reihe, wenn man sich so die anderen Biere dieser mittelfränkischen Brauerei anschaut. Im Gegensatz zu diesen wird dieses Bier nämlich in eine Bügelverschlussflasche gefüllt. Dieses Tatsache führt in Fachkreise zu Spekulationen, wonach dieses Bier gar nicht in Ammerndorf, sondern bei einer anderen Brauerei als sogenanntes Lohnbrau gebraut und abgefüllt wird. In wie fern das stimmt, vermag ich nicht zu sagen, jedoch kann da durchaus etwas dran sein, wenn man so die Foren im Internet durchstöbert. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier mit sehr ordentlichem Schaum.

Zum Geruch: Ein keksig getreidiges, sehr frisch wirkendes Bier zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich durchaus würziges Bier, dass ich hier im Mund habe. Es ist im Abgang dann auch durchaus würzig. Ein grundsätzlich eher leicht süßliches malziges Lagerbier. Es ist ein süßliches schlankes Lagerbier, dass aber durchaus Geschmack hat. Eine feine Hopfenherbe ist dennoch steht präsent und umspült die süßen Malznoten.

Zum Fazit: Ein feinwürziges Bier mit dezenter Hopfennote. Für mich sind aber dennoch die Malznoten etwas dominanter. Von allem sehr süffig un von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Fortuna Hefeweizen

Mein nächstes Bier ist wieder eines aus der Kategorie Billigbier. Dieses Mal dreht es sich um das Fortuna Hefeweizen welches von der Hasenbräu aus Augsburg gebraut wird und somit Teil von Tucher und damit der Radeberger Gruppe ist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein leicht banaiges Aroma, dass aber nicht so intensiv ist. Dazu kommen leicht getreidige Noten.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das ein Aroma hat, dass mit einer leicht hefigen Note im Abgang daherkommt. Es prickelt leicht, sonst kommt aber geschmacklich ehrlicherweise nicht so viel bei mir an. Es hat eine ganz passable Malzaromatik und man hat auch eine gewisse Banane im Abgang, die aber nicht zu intensiv ist. Es könnte bisweilen aber geschmacklich auch noch etwas mehr sein. Für mich hat es den Hang gerade gegen Ende dann doch etwas zu süß zu sein.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Für den Preis ganz ok, mir ist es aber vor allem im Abgang doch ein wenig zu süß.

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Fischers Höpferlin Bier

Auch wenn das Jahr 2020 allen wohl als das Coronjahr in Erinnerung bleiben wird, gab es dennoch einige Jubiläen, die den gegebenen Umständen entsprechend gefeiert wurden. So feierte zum Beispiel einer der bekanntesten Bewohner der Universitätsstadt Tübingen seinen 250. Geburtstag, nämlich der schwäbische Dichter Friedrich Hölderlin. Anlässlich dieses Jubiläums gab es in Kooperation zwischen dem in Mössingen bei Tübingen beheimateten Brauhaus Fischer und dem WIT ein spezielles Hölderlin Bier, welches ich hier nun vorstellen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht getreidiges Bier mit einer ganz feinen keksigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer leichten Hopfenherbe am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist ein sehr klassisches Bier mit einer aromatischen Hopfenbittere die etwas blumig ist, aber ansonsten nicht wirklich viele Fruchtaromen hat. Dazu kommt etwas Süße eines ansonsten eher zurückhaltenden, leichten Malzkörpers. Für meinen Geschmack könnte das Bier etwas mehr Kohlensäure vertragen.

Zum Fazit: Ein solides recht generisches Lagerbierchen. Es ist mild. leicht hopfig, aber schon recht süffig. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.

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Flötzinger Wiesn Märzen

Bald, nämlich am 29. August startet wieder das Rosenheimer Herbstfest und auch die ortsansässige Flötzinger Brauerei ist dort mit einem eigenen Festzelt vertreten. Natürlich wird dort deren eigens für dieses Fest gebraute Wiesn Märzen ausgeschenkt, welches man bereits jetzt in Flaschen im Getränkehandel erwerben kann, falls es einem doch noch zu lange dauert, bis wieder das Bier auf der Loretowiese fließt. Der Alkoholgehalt liegt bei ordentlichen 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensiv brotiges Aroma habe ich in der Nase, süßliche und leicht karamellige Malzdüfte runden es ab.

Zum Fazit: Es wirkt aber wie ein sehr sehr süffiges Bier, das absolut wohlschmeckend ist, aber dem es eventuell etwas an Kohlensäure fehlt. Auch im weiteren Trinlverlauf ein kräftiges, gut zu trinkendes Bier. Ein leichte Alkohol bedingte Bittere zeigt sich im weiteren Trinkverlauf aber doch am Gaumen. Ansonsten wirkt das Bier im Mundgefühl sehr weich und die Hopfung ist wirklich recht mild. Es bestimmen für allem kräftige und süße, aber nicht zu süße Malznoten den Geschmack.

Zum Fazit: Ein wirklich gefährlich süffiges Festbier. Oft bin ich kein großer Fan derartiger Lagerbiere, da viel einfach zu mastig und alkoholisch sind. Dies trifft hier aber zum Glück nicht zu. Mir fehlt hier dafür etwas die Kohlensäure, die es noch frischer und spritziger machen würde. Von mir gibt es dennoch 4 Sterne.

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Raab Kellerbier

Im nächsten Biertest habe ich wieder etwas fränkisches, dieses Mal von der Brauerei Raab aus Hofheim. Für eine Traditionsbrauerei ist diese aber noch gar nicht, wurde sie doch erst im Jahre 1937 gegründet. Damals eröffnete Michael Raab seine Gasthausbrauerei, die schon bald stetig wuchs und heute in der 3. Generation ebenfalls von Michael Raab geführt wird. Das Sortiment beschränkt sich auf Limonaden und klassische untergärige Bierstile von denen ich heute das Kellerbier vorstelle. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik. Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen durchaus passablen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig karamelliges, leicht süßliche Aroma zeigt das Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Im Körper ist das Bier kräftig und die Kohlensäure ist wie es in Franken oft anzutreffen eher moderat dosiert. Im Abgang kommt etwas leicht karamelliges mit etwas Hopfen hinzu. Insgesamt hat man ein süffiges und vollmundiges Bier mit einer durchaus angepassten Würze. Der Hopfen passt hier wirklich sehr gut zu den leicht karamelligen Noten und auch etwas Zitrus schimmert im Abgang durch.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr gutes extrem süffiges Kellerbier in einer Qualität wie man sie aus Franken gewohnt ist.