Veröffentlicht in 4-Sterne

Zoller Hof Spezial Export

Heute gibt es ein Bier aus den Hohenzollerschen Landen genauer gesagt aus Sigmaringen. SIgmariringen ist Sitz der Brauerei Zoller Hof, einem mittelständischen Betrieb der sich schon seit 1845 in Familienbesitz befindet. Getestet wird heute das Spezial Export, das Flaggschiff und meistverkaufte Bier der Brauerei.

Zur Optik: Das Bier besitzt eine goldene Farbe und ist klar filtriert. der Schaum ist weiss und feinporig und auf einer breite von etwa einem Zentimeter recht beständig.

Zum Geruch: Typisch bieriger, brotiger Geruch mit leichten Noten von Pfirsich und Apfelsine.

Zum Geschmack: Macht einen sehr frischen Eindruck und die Pfirsichnoten bestätigen sich. Im Antrunk ist dieses Bier ein wenig herb, denn es kommen grasige Noten des Hopfens durch. Es hat im Abgang aber auch eine gute Malzsüße die sich nach dem herunterschlucken wohltuend im Gaumen ausbreitet. Ansonsten ist das Bier recht unspektakulär, dafür aber wirklich gut trinkbar. Auffällig ist auch eine leichte Honigsüße die man herausschmecken kann. Im Abgang ist es leicht muffig aber das tut der Süffigkeit des Bieres keinen großen Abgang.

Fazit: ich gebe diesem Bier gut gemeinte 4 Sterne, da es ein wirklich süffiges Exportbier ist und man von diesem Bier gut auch mal das ein oder andere mehr trinken kann ohne das man am nächsten Morgen gleich eine böse Überraschung erlebt.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Gold Ochsen Special

Heute habe ich mal wieder etwas aus Ulm, von der Brauerei Gold Ochsen, im Test. Getestet wird dieses mal das Special. Das Special wurde erst beim letztjährigen European Beer Star Award mit einer Goldmedaille in der Kategorie „European Style Export“ ausgezeichnet. Man darf also gespannt sein ob dieses Bier wirklich Gold wert ist. Mit 5,5% Prozent Alkohol befindet sich dieses Bier an der Schwelle zwischen Export und Märzen, also einem stärker eingebrauten untergärigen Festbier.

Zur Optik: Der Schaum ist leider so gut wie nicht vorhanden, bzw. er löst sich nach dem eingießen bis auf einen sehr schmalen Rand in Sekunden wieder auf. Ansonsten hat das Bier eine kräftige, goldglänzende Farbe mit einem leichten Stich in bernsteinere Töne.

Zum Geruch: Es überwiegen eindeutig die brotigen und getreidigen Noten. Aber man hat auch einen Hauch von Südfrüchten, vorrangig Ananas und Passionsfrucht in der Nase.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst einmal sehr dezent, auf der hinteren Zungengegend spürt man ein bitteres prickeln vorbeiziehen, welches von einer sehr dezenten Malzsüße umspült wird. Der Antrunk fällt leider sehr wässrig aus. Ich weiß auch nicht so recht, aus diesem Bier werde ich nicht so schlau, da es einfach zu zurückhaltend ist. Man schmeckt deutlich die Guten Ansätze aber sie kommen leider nur sehr schwach durch. Für eine Märzen bzw. Festbier erwarte ich mir da mehr Körnigkeit und einen kräftigeren, malzigeren Geschmack. Auch das oftmals für diesen Bierstil leicht karamellige, ist so gut wie gar nicht vorhanden. Man muss auf der anderen Seite aber auch sagen, dass es so gut wie keine Fehlaromen gibt, oder das dieses Bier ungenießbar ist. Es hat aber dafür sehr schöne leicht hopfige Töne, sprich die leichte Bittere ist deutlich erkennbar und man hat auch grasige Noten. Auch im Abgang zirkuliert die Bittere sehr schön noch einmal kurz am Gaumen.

Zum Fazit: Dieses Bier ist soweit okay, denn es gibt nichts was in irgendeiner Weise abstoßend oder untrinkbar wäre. Aber es hebt sich nunmal von der breiten Masse an vergleichbaren Bieren nicht wirklich ab, da es hier und da einfach zu wenig Kante zeigt und es von allem noch ein wenig mehr sein könnte. Daher kann ich auch die Auszeichnung nicht so ganz nachvollziehen. Dieses Bier ist aber trotz allem grundsolide und ohne Schmerzen gut trinkbar. Daher vergebe ich hierfür 3 Sterne mit Tendenz nach oben.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Baisinger Spezial

Im heutigen Test wird ein Bier aus der Bischofsstadt Rottenburg am Neckar verkostet. Das Bier stammt aus dem Stadtteil Baisingen und wird von der dort ansässigen Brauerei Teufel gebraut. In der Brauerei Teufel wird bereits seit 1775 gebraut und das umfangreiche Sortiment wird immer wieder mit Preisen und Medaillen ausgezeichnet. Getestet wird das Spezial, ein klassisches, im Stile eines Exportbieres gebrautes Bier.

Zur Optik: Das Bier ist sehr hell, fast schon ein bisschen matt. Dies fällt vor allem im Vergleich mit anderen ähnlichen Exportbieren auf.

Zum Geruch: Das Bier riecht sehr frisch. Es fällt der leicht süßliche Duft auf. Es weht ab und zu noch ein leicht rauchiger Duft in die Nase. Es dominiert jedoch der kernige getreidige Duft der ein wenig an einen alten Kornspeicher oder eine Mühle erinnert. Ein wenig bekommt man auch noch beerige Noten, die aus dem Hopfen resultieren.

Zum Geschmack: Der Antrunk wird zunächst einmal von einer leicht bitteren Note eröffnet, welche leicht an der Zungenspitze moussiert. Allgemein ist der erste Eindruck erstaunlicherweise eher hopfig herb, als malzig süßlich, was nicht unbedingt einem Exportbier/Hellem entspricht.Das Bier wirkt aber leider auch ein wenig ölig und seifig, jedoch hat man in der Backengegend beim Abgang eine leichte brotige Süße. Man hat immer wieder auch leicht caramellige Noten am Gaumendach, welche zum Glück die seifigen Noten größtenteils überdecken. Leider wirkt aber bei diesem Bier das Zusammenspiel von Hopfen und Malz unharmonisch. Den es hat einfach eine wirklich unharmonische Bittere die abrupt endet, um dann dem Malz den Vorrang zu lassen, was aber leider sehr wässrig wirkt. Im Abgang funkt diese Bittere aber wieder dazwischen was den Geschmack nicht wirklich aufwertet.

Zum Fazit: Dieses Bier ist leider nicht so wirklich mein Fall es wirkt einfach viel zu unausgewogen. Dazu wird es einfach nicht die seifigen und öligen Töne los und ist allgemein einfach zu bitter. Die Bittere des Hopfens ist auch nicht wirklich grasig hormonisch, sondern eher penetrant Bitter. Es ist aber nicht ganz ungenießbar jedoch gibt es für diesen Bierstil deutlich bessere Alternativen. Hierfür vergebe ich leider nur 2 Sterne.

Brauerei:

Baisinger Biermanufaktur Teufel

Bierstil:

Helles/Export

Alkoholgehalt:

5,2%

Veröffentlicht in 3-Sterne

Zwiefalter Urweizen

Im heutigen Biertest geht es auf die schwäbische Alb, ins beschauchliche Zwiefalten. Bekannt ist der Ort aufgrund seiner ehemaligen Benediktinerabtei, aus der sich auch unsere heutige Brauerei die Zwiefalter Klosterbräu gründet. Diese Brauerei existiert nach eigenen Angaben bereits seit 1521 wobei sie sich aber erst seit 1827 in Privatbesitz befindet, und vorher nur für den eigenen Gebrauch im Kloster genutzt wurde. Verkostet wird heute aus ihrem umfangreichem Sortiment das Urweizen. Das Urweizen ist seineszeichens ein dunkles, naturtrübes Hefeweizen.

Zur Optik: Das Bier ist für ein dunkles Weizen doch recht hell, es hat einen sehr bernsteinfarbenen Ton mit einem Stich ins Braune. Man könnte sagen es hat ungefähr die Farbe eines Colaweizens. Der Schaum ist sehr üppig und sprudelt fleissig. Auf der anderen Seite ist er aber nicht sonderlich stabil und fällt relativ leicht in sich zusammen.

Zum Geruch: Man hat in der Nase zunächst einmal den Geruch von reifen Früchten, vornehmlich Pflaumen. Man kann außerdem leichte Anklänge von Schokolade erhaschen. Wenn man ganz genau riecht kann man auch die für ein Weizen typischen Bananentöne erhaschen sowie ein paar beerige Noten.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck wow-das ist ein Mix aus satter reifer Banane kombiniert mit schönen schokoladen Noten. Die Schokoladen Noten sind aber nicht bitter, sondern gehen in die richtung der süßen Vollmilchschokolade. Diese Schokoladennoten kommen vor allem im Abgang zum tragen. Den Nachgeschmack der im Mund bleibt dominieren dann wieder die bananigen Noten welche lust auf den nächsten Schluck machen. Diese bananenoten haben auch einen liecht bitteren Touch, sodass hier auch der Hopfen ein wenig zum tragen kommt. Was dem Bier aber leider groß abgeht, ist seine frische sprudelige Leichtigkeit. Durch die meiner Meinung nach fehlende Kohlensäure ist dieses Bier ein wenig schwerfällig, da ihm dadurch die Spritzigkeit abhanden kommt. Aber auch die im Geruch bereits bekannten Noten von Pflaumen und Dörrobst kommen im Geschmack zu tragen. Im Antrunk gibt es leicht caramellige malzige Noten, die durch das hier verwendete dunklere Malz entstehen. Das dunkle Malz kommt auch dadurch zum tragen, dass in der Backengegend ein leichtes Rösrtaroma zu spüren ist.

Zum Fazit: Dieses Bier ist ganz ok, aber es fehlt hier einfach ein wenig die Spritzigkeit. Gut bei einem dunklen Weizen mag diese leichte Schwerfälligkeit durchaus passen, aber es ist halt dann doch ein wenig zu viel. Des weiteren ist es hald nicht so richtig dunkel und es fehlt hier einfach ein wenig die Röstaromen. Dieses Bier ist eher ein bernsteines Weizen als ein Dunkles. Von demher trifft es die Bezeichnung Urweizen vielleicht gar nicht so schlecht. Ich gebe dem Bier somit drei von fünf möglichen Sternen.