Veröffentlicht in 4-Sterne

Hopfenstopfer Sacknacht

Es ist Winter und die Tage werden immer kürzer. Demzufolge ist es inzwischen bereits zwischen 4 und 5 dunkel. Daher passt unser heutiges Bier mit dem Namen Sacknacht, wohl perfekt zur aktuellen Jahreszeit. Hergestellt wird es bei der Häffner Bräu in Bad Rappenau. Hier in der schönen Kurstadt bei Heilbronn braut der Braumeister der Häffner Bräu, Thomas Wachno, unter dem Label Hopfenstopfer, zusätzlich zum normalen Sortiment der Häffner Bräu, abwechselnd die verschiedensten Craft Beer Spezialitäten. Unser heutiges Testbier ist ein schwarzes Lager. und daher eher einem der klassischen heimischen Bierstile zuzuordnen. Im Unterschied zu normalen Schwarzbieren, ist es aber dreifach gehopft. Ich bin gespannt auf den Geschmack. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Tiefschwarzes Bier. Es ist außerdem trüb und mit einem bräunlich angehauchtem Schaum.

Zum Geruch: Röstige, getreidige und dazu noch wie ich finde Lakritze und ein wenig Beere

Zum Geschmack: Auch hier spiegelt sich das zunächst röstige Aroma im gesamten Mundgefühl wieder. Etwas überraschend und auch gut finde ich, dass es durch leicht grasige bzw. hopfige Noten im Abgang ergänzt wird. Der Nachgang gestaltet sich wie ich finde ein wenig trocken.

Zum Fazit. Ein etwas anderes Schwarzbier, das sich vor allem durch die hopfigen Noten auszeichnet. Durchaus eine Abwechslung. Hierfür gibts 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Hacker Pschorr Münchner Gold

Im heutigen Biertest geht es mal wieder nach München. Es gibt ein Bier der Marke Hacker-Pschorr, welche zu Paulaner gehört und in deren Brauerei hergestellt wird. Seit 1998 ist Hacker Pschorr nur noch eine Marke und wird nicht mehr in der ehemaligen Hacker Brauerei gebraut, welche mittlerweile nicht mehr existiert. Auf dem Gelände der Brauerei, heute als Hackerhöfe bekannt, befinden sich mittlerweile Wohn- und Bürogebäude. Aus dem Sortiment der Brauerei, von dem schon das ein oder andere im Test war, ist heute das Münchner Gold an der Reihe, ein untergäriges Exportbier mit 5,5% Alkohol.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Der Schaum ist recht ordentlich und schön weiß.

Zum Geruch: Frischer malziger Geruch. Sehr brotig. Leichte karamellige Noten.

Zum Geschmack: Sehr kerniger erster Geschmackseindruck. Aber auf der anderen Seite auch sehr frisch. Hat einen herben beigeschmack, der den kernig würzigen Charakter dieses Bieres unterstreicht. Vor allem im Abgang finde ich harmonieren diese bitteren leicht harzigen Noten perfekt mit den etwas kernigern Brotnoten, die ein wenig den Charakter von Brotkruste haben. Im Abgang zieht sich der Hopfen leider ein wenig zurück und so nimmt im Abgnag leider die Süße zu. Es wird dann schon ein wenig zu süß und die Süße fängt an den Trinkgenuss ein wenig zu schmälern. Vor allem, wenn es sich in den Nachgang hinein am Gaumen festsetzt. Gegen Ende wird dieses Bier dann doch recht schal und büßt leider einiges seiner Vorschusslorbeeren ein.

Zum Fazit: Schade nach einem tollen start lässt dieses Bier doch ganz schnell nach. Es wird recht schnell durchschnittlich und so ist es dann, wenn es beim relativ neutralen Geschmack angelangt ist nichts wirklich besonderes mehr. Hierfür gibts dann dementsprechend auch nur 3 Sterne.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Hofbräu Winterzwickl

So langsam wird es kälter und der Winter hält Einzug. In höheren und mittleren Lagen gab es diese Woche ein wenig Schnee und so langsam aber sicher ist auch die Skisaison wieder eröffnet. Daher wird heute passend dazu ein Bier verköstigt das den Namen Winterzwickl trägt. Hergestellt von der Münchner Hofbräu, zu der auch das weltberühmte Hofbräuhaus gehört, ist dieses Bier alles andere als ein klassisches Winterfestbier. Denn anderes als die meisten seiner Vertreter kommt dieses Bier ungefiltert und somit naturtrüb daher. Ich bin also gespannt, ob dieses Bier daher auch ein wenig anders schmeckt, als die meisten bekannten Weihnachtsbiere. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Kastanienbraunes Bier, welches ordentlich trüb ist.  Der cremige Schaum ist feinporige und sehr reichlich vorhanden.

Zum Geruch: Kastanienangehauchter Duft, mit leicht röstigen Noten und hefigem Eindruck. Dominierend sind die nussigen noten. Das cremige aus dem Schaum hat sich auch im Geruch eingeschlichen.

Zum Geschmack: Herb nussiger erster Eindruck. Insgesamt sehr weiches Bier. Vor allem die nussigen Töne die durchkommen sind ein Geschmackserlebnis. Im Abgang leichte süßliche Hopfennoten. Die Hefe sorgt für leicht säuerliche Töne, welche aber nicht weiter störend sind. Auch im weiteren trinkverlauf ein sehr feines und ACHTUNG bekömmliches Bier. Im mundgefühl wirkt es sehr cremig und bestätig so diesen Eindruck. Zusätzlich leicht caramellige Töne durch die Hefe.

Zum Fazit: Ein wirklich etwas anderes Festbier, bei dem vor allem die nussigen Töne zu überzeugen wissen. Aber auch das leicht cremige Mundgefühl und Aroma trägt zu einen insgesamt sehr runden Geschmackserlebnis bei. Wer eine solche Art Bier mag dem kann ich nur empfehlen, damit seine Festtage zu verbringen. Hierfür gibts 5 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Dinkelacker CD Pils

Im heutigen Biertest gibt es einen sprichwörtlichen regionalen Klassiker, den das CD Pils der Brauerei Dinkelacker ist eines der am weitesten verbreiteten Biere im württembergischen Teil des Südwestens. Daher dürften viele ihm zumindest schon mal über den Weg gelaufen sein. Die Brauerei Dinkelacker selbst, hat sich mittlerweile seit ihrer Reprivatisierung, zum mehr oder weniger regionalen Marktführer gemausert. Neben dem Exportbier Privat ist eben nun heute verkostetes CD Pils das Flaggschiff der Brauerei. Es besitzt einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Goldenes, klar filtriertes Bier. Der Schaum ist recht flukativ und sehr schnell weg.

zu Geruch: Leicht hopfiges Bier mit einem Hopfenakzent, bei dem aber dann doch deutlich das süßmalzige Aroma durchkommt.

zum Geschmack: Hopfig süßliches Bier, wobei hier der Hopfen zunächst nicht zwingend ist. Man würde nach den ersten Schlücken nicht zwingend vermuten, dass es sich um ein Pils handelt. Der Hopfen kommt nur im Abgang recht marginal durch.  Der schwingt immer irgendwo mit und man merkt, dass es sich um ein Pils handelt. Gegen Ende nimmt der Hopfen dann immer mehr fahrt auf. Jetzt wird es dann aber irgendwie zu viel und der Geschmack besteht hauptsächlich aus einer Hopfennote, die schon etwas am Gaumen kratzt. Dies macht es in den letzten 2-3 Schlücken sehr unangenehm zu trinken.

Zum Fazit: Für mich kein wirklich gutes Pilsener. Vor allem ist es nicht besonders süffig und der Trinkspaß hält sich in Grenzen. Da es aber erst in den letzten Zügen wirklich unangenehm wird, bekommt es noch gerade so 2 Sterne.

Veröffentlicht in Allgemein

Weihenstephan Vitus

Es ist Freitagabend und damit Wochenende. Zeit also für einen Biertest. Dieser führt uns dieses mal zur ältesten, ununterbrochen tätigen Brauerei der Welt, nämlich zur bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan. Seit 1040 soll hier schon gebraut worden sein, wobei dies allerdings mehr als fraglich ist, da die Dokumente die dies belegen im Ruf stehen, Fälschungen aus dem frühen 17 jahrhundert zu sein. Da dies jedoch nicht eindeutig nachweisbar ist, darf sich die Brauerei dennoch älteste Brauerei der Welt nennen. Im Zuge der Säkularisation kam die vormalige Klosterbrauerei 1803 in bayerischen Staatsbesitz, wo sie bis heute verblieb. Mittlerweile befindet sich die Brauerei auf dem Areal des Campus Weihenstephan der TU München. Diese bietet als eine von nur 2 Universitäten in Deutschland den Studiengang Brau- und Lebensmitteltechnologie an. So ist es nicht verwunderlich, dass die Brauerei von den Studierenden und die Studierenden von der Brauerei profitieren. Nun aber zum Bier. Verkostet wird heute der Vitus. Bei ihm handelt es sich um einen Weizenbock mit 7,7% Alkohol.

Zur Optik: Orangenes bis bernsteinfarbenes Bier. Der Schaum ist recht schnell verflogen, jedoch ist das für einen Bock in Ordnung.

Zum Geruch: Sehr intensiv fruchtiges Aroma. Sehr schön nach Pflaume duftend macht dieses Bier seine Aromen breit. Dazu habe ich noch Erdbeere in der Nase. Banane ist nur marginal anwesend und dann auch in sehr sehr ausgereifter Form.

Zum Geschmack: Ein sehr fruchtiges und reifes Aroma, welches aber von leicht bitteren alkoholischen Aromen flankiert wird. Dannach sehr süßlich. Die Banane kommt sehr gut durch, jedoch wirkt es dann bisweilen schon fast ein wenig zuckrig. Dies steht schon sehr in Kontrast zu den ab und an auftretenden alkoholischen Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf ein Mix aus diesen noten von intensivem Getreide und der prickelnden Kohlensäure und den etwas bitteren alkoholischen Noten. Die fruchtnoten muss man sich schon sehr arg denken das man hier und da etwas Pflaume und etwas banane rausschmeckt.

Zum Fazit: Naja ich hatte mir von diesem Bier schon mehr erwartet. Für mich ein alles andere als ein guter Weizenbock. Es fehlt mir einfach an richtig überzeugenden Fruchtnoten. auch ist es zu alkoholisch. Hierfür gibts nur 2 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Heubacher Hirschbräu Märzen

Im heutigen Biertest bleiben wir mal wieder ein wenig in der Region und verkosten ein Bier aus dem Ostalbkreis. Es stammt von der Heubacher Hirschbrauerei, von der schon das ein oder andere Bier im Test war. Da die Biere der Brauerei bisher nie so richtig schlecht abgeschnitten haben, habe ich diesem Bier gegenüber schon eine gewisse Erwartungshaltung. Das Bier, welches es nun dieses mal zu mir ins Glas geschafft hat, ist das Hirschbräu Märzen. Dieses untergärige Lagerbier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%. Eigentlich ein bisschen wenig für ein richtiges Märzen. Es erinnert somit eher an österreichische Märzen, welche sich um diesen Alkoholgehalt ansiedeln.

Zur Optik: Sehr hellgoldenes und wie ich finde leicht trübes Bier. Der Schaum ist doch eher überschaubar.

Zum Geruch: Sehr getreidige und brotige Noten. Dazu noch in der Ecke ganz leichte noten vom Hopfen.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Bier mit einer ausgeprägten, recht milden Malznote, die aber dennoch eine gewisse Würzigkeit versprüht. Die Kohlensäure ist bei diesem Bier echt gut dosiert und es neigt auch nicht dazu, zu süßlich zu werden, auch wen man in diesem Bier immer wieder mal einen Anflug von leicht süßlichen Noten, vor allem im Abgang nachsagen muss.

Zum Fazit: Ein recht mildes Bier das mit einem echten Märzenbier nicht so viel gemeinsam hat. Da trifft es die Beschreibung der Brauerei, als milden Partyklassiker schon genauer. Hierfür allerdngs eine gute süffige Alternative. 3 sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Königsbräu dunkel

Der Herbst hält Einzug und nicht nur die Tage werden dunkler sondern auch die Biere. Wenngleich viele dunkle Biere das ganze Jahr über verfügbar sind, so habe ich doch die Erfahrung gemacht, dass dunkle Biere in der kälteren Jahreszeit überaus beliebter sind als sonst. Es liegt vielleicht einfach das diese mit irhen kräftigeren und intensieveren Geschmäckern eifach auch ein wenig den Körper von innen wärmen. Das heutige Testobjekt kommt von der Königsbrauerei Majer aus Heidenheim-Oggenhausen. Deren dunkles Lagerbier besitzt ein Alkoholgehalt von 5,1% und wird nun verkostet.

Zur Optik: Röstbraunes Bier. Es hat einen leicht röstig angehauchten Schaum und ist klar filtriert.

Zum Geruch: Brotig, mit leicht röstigen Malzaromen hat dieses Bier in der Nase. Es riecht sogar ein ganz klein wenig cremig.  Dazu noch nussige Noten.

Zum Geschmack: Ein Bier das hier genauso weitermacht. Man hat in den Backen ein leicht nussiges und cremiges Aroma, dass sich auch in den Nachgang durchzieht. Hier wird es sogar leicht röstig, wobei dieses Bier insgesamt eher zahm bleibt.                             Die Kohlensäure ist meiner Meinung nach einen Ticken zu hoch angesetzt.

Zum Fazit: Ein Bier, welches recht ordentlich ist, mir fehlt hier aber zu einem perfekten Dunklen noch etwas intensivere Töne und vor allem mehr Röstigkeit. Hierfür gibts 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Schönramer hell

Beim heutigen Biertest muss ich mich zunächst einmal für die Beschaffung des heutigen Testobjekts bedanken. Ein sehr guter Freund hat mir dieses Bier aus der Münchner Umgebung mitgebracht. Es handelt sich um das Schönramer Hell der gleichnamigen Brauerei in Schönram in Oberbayern. Die Brauerei, die 2014 einen World Beer Cup für das beste Pils der Welt gewann, schon seit 1780. Ihr bekanntestes Bier ist aber das Helle, ein klassisches bayrisches Helles. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Hellgoldenes, klar filtriertes helles Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Getreidig frisches Bier. Es hat ein süßmalziges Aroma und wirkt insgesamt süß, etwas getreidig und hier und da irgendwie ein wenig mineralisch.

Zum Geschmack: Sehr frisches Bier. Es schmeckt süßgetreidig und hinterlässt ein gutes weiches Mundgefühl. Der erste Geschmackseindruck ist zwar bis auf diese leichte Süße noch eher zurückhaltend und mild, dennoch wirkt es auf den ersten Blick sehr süffig. Auch im weiteren Trinkverlauf ein eher mildes Bier mit einer Note, die zwar nicht so richtig süßlich ist, dennoch aber eine typisch malzige Note mit enem leichten Honigaroma hat. Nach der anfänglichen Zurückhaltung entfaltet das Bier immer mehr sein Geschmacksprofil und die getreidigen Noten kommen durch. Sehr überzeugend ist außerdem das es nie zu süßlich wird und daher immer sehr bekömmlich schemckt.

Zum Fazit: Ein sehr frisches Bier, das nicht zu süß aber auch nicht zu wässrig ist. Einzig die Kohlensäure könnte ein bisschen mehr sein und das Bier noch zusätzlich etwas beleben. Kurz gefasst aber ein sehr gutes  Helles, welches mir 4 Sterne wert ist. Klasse.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Simon Weissbier

Der Oktober ist Vorbei und der November hat Einzug gehalten. Es geht nun schnurstracks auf Weihnachten zu. Um dem nun drohenden Weihnachtsstress ein wenig zu entfliehen, eignet sich dafür natürlich bestens der Genuss einer leckeren Bierspezialität. Die heutige ist mal wieder eine fränkische Bierspezialität aus Lauf an der Pegnitz, in der Nähe von Nürnberg. Es ist das Weißbier der Brauerei Simon. Kurios hierbei, die Brauerei Simon als eigentliches eigenständiges Brauhaus ist noch gar nicht so alt wie viele andere Brauereien der Region. Erst seit 1957 braut die Brauerei ihre Biere an einer eigenen Braustätte. Davor wurde abwechselnd in Kommunbräuhäusern gebraut, in der jeder brauen konnte, dessen Haus ein Braurecht besaß. Das Weißbier hat einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat einen wirklich ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Sehr eigenwilliger Geruch, mit schöner Banane und etwas beerigem in der Nase. Insgesamt sehr fruchtig.

Zum Geschmack: Sehr prickelndes Bier, mit einer fruchtigen, zugleich aber auch bittern Herbe. Fast schon zitronige Noten  die da leicht durchkommen und leicht säuerlich angehaucht sind. Im Abgang am Gaumen, sind dann ein wenig Vanillenoten am Gaumen. Im weiteren Trinkverlauf bleibt dieses leicht säuerliche immer irgendwie bestehen und das Bier wirkt irgendwie nicht richtig frisch bzw. abgelaufen.

Zum Fazit: Bis auf dieses leicht säuerliche ein wirklich gutes Wießbier. Dies schwingt zwar immer ein wenig mit ist aber nicht so richtig störend. Hierfür gibts 4 Sterne.