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Vergina Lager Beer

Für den nächsten Biertest geht zunächst einmal wieder ein ordentliches Dankeschön an meinen treuen Bierspender der mich mal wieder auf den Balkan entführt. Genauer gesagt geht es ganz in den Süden, ins Land der Götter nach Griechenland. Es gibt ein Bier der Macedonian Thrace Brewery, die sich mit ihrem Namen auf ihren Standort, die historischen Landschaften Makedonien und Thrakien bezieht. Hauptsitz ist hierbei die Stadt Komotini, welche recht nahe der türkischen und bulgarischen Grenze liegt. Diese erst 1996 gegründete Brauerei nun braut Bier unter dem Namen Verginia und das in durchaus großem Stile. Aus ihrem Sortiment gibt es heute das Lager, das auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges, leicht keksiges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einer soliden malzigen Basis. Die Kohlensäure prickelt etwas und macht das Bier einigermaßen erfrischend und ist nicht zu übertrieben sprudelig. Der Abgang hat dann aber leicht süßliche Noten, die sogar etwas leicht verbrannt wirken und sich etwas im Mundraum festsetzten. Dieses leicht angebrannte Aroma des Malzes ist durchaus nicht so wahnsinnig genussvoll und stört den Trinksspaß entscheidend.

Zum Fazit. Der Anfang ist gut, aber je länger man diesen leicht verbrannten Beigeschmack hat, desto unangenehmer wird dieses Bier. Ich gebe ihm daher auch nur eine Wertung von 2 Sternen.

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Kaiser Bohemian Lager

Von der Kaiserbrauerei aus Geislingen gibt es wieder mal ein neues Bier. Das mittlerweile dritte Bier der Serie Kaiser Braueredition ist seit wenigen Wochen im Handel und hört auf den Namen Bohemian Hopsody. Verantwortlich für dieses Bier zeigt sich Brauer Thomas Stiepani, der ansonsten für die Abfüllung der Biere zuständig ist. Stilistisch geht das Bohemian Lager in Richtung Pils, welches bekanntlich in Böhmen das Licht der Welt erblickte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum der aber recht schnell wieder in sich zusammenfällt

Zum Geruch: Ein gut hopfiges Aroma. Es geht ins blumige mit schönen florale Noten.

Zum Geschmack: Ich habe ein im Körper schlankes Bier mit einer guten Bitteraromatik. Diese fein bittere Aromatik bleibt auch im Nachgang noch leicht im Gaumen hängen. Manchmal wirkt diese Bittere noch etwas unausbalanciert wenn man das verhältnis zum Malzkörper betrachtet. Sie offenbart aber auch leichte Zitrusnuancen, welche immer wieder mal aufblitzen. Das Bier ist auch im weiteren trinkverlauf noch aromatisch hopfig und hat einen schönen floral-hopfigen Abgang.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Pils und wenn man ehrlich ist überhaupt kein Vergleich zum im Standartsortiment befindlichen Pils der Brauerei, welches geschmacklich eher fad ist. Dieses Bier hat Hopfen, es hat bittere und vor allem Aromatik und ist nicht nur eindimensional, wie viele andere Pilsbiere, die einfach nur herb sind. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen und kann es wirklich nur weiterempfehlen.

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Ahornberger Landbier würzig

Die Brauerei Strössner, besser bekannt als Ahornberger Landbrauerei, war eine ehemalige Brauerei in der oberfränkischen Gemeinde Konradsreuth unmittelbar vor den Toren Hofs gelegen. Die 1739 gegründete Brauerei musste jedoch im Jahre 2011 Insolvenz anmelden und ihre Brautätigkeit einstellen. Die Geschichte ihrer bekannten Ahornberger Landbiere ist damit aber noch lange nicht zu Ende erzählt, denn sonst würde es diesen Biertest nicht geben. Das Frankenwälder Brauhaus aus Naila nahm sich nämlich den Konradsreuther Bierspezialitäten an und so werden die Biere seit dem auch dort gebraut. Das Landbier würzig habe ich mir hierbei aus der Produktwelt der Ahornberger Landbiere herausgesucht. Es handelt sich stilistisch um ein Lager mit einem Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr brotig und auch etwas leicht karamellig. Man hat eine gewisse Honigsüße.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich hier ein sehr getreidiges Bier. Es ist herb am Gaumen, hat aber auch etwas leicht erdiges. Darüber hinaus hat es aber auch etwas leicht süßliches und eine gewisse Honignote. ist dabei aber auch ganz leicht herb am Gaumen. Im weiteren Trinkverlauf kommt der Hopfen noch ein wenig mehr durch und sorgt für ein leichtes prickeln am Gaumen.

Zum Fazit: Ich finde man hat hier ein rundes und würziges fränkisches Landbier, wie ich es schätze. Dieses hat sich so auch eine Wertung von guten 4 Sternen verdient.

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Apenzeller Brandlöscher

Bevor ich zu meinem nächsten Biertest komme geht zunächst wieder einmal ein Dank an meinen treuen Bierspender fürs Besorgen des folgenden Bieres. Mein heutiges Testbier hört hierbei auf den doch ungewöhnlichen Namen Brandlöscher. Laut Website löscht das Bier nahezu jeden Brand, sei die Situation auch noch so feurig oder brenzlig. Kurz gesagt, mit diesem Bier bleibt wohl keine Kehle trocken. Stilistisch handelt es sich bei dem Bier, welches von der Appenzeller Brauerei in der Schweiz gebraut wird, um ein Lagerbier, welches mit etwas Röst- und Karamalz verfeinert wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Bier, das einigermaßen brotig und getreidig im Geruch ist.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein getreidiges und doch auch süffiges Bier. Es prickelt leicht herb am Gaumen. Insgesamt Bier ist absolut süffig und sehr gut bekömmlich. Ein Wahrer Durstlöscher. Eine leicht Malzsüße, die auch kräftig im Geschmack ist rundet das Bier ab und ist dafür verantwortlich das es os süffig ist.

Zum Fazit: Der Name Durstlöscher passt hier wirklich perfekt. Es ist ein sehr süffiges Lagerbier, bei dem es wenig zu kritisieren gibt. Da es aber nicht sonderlich spektakulär ist reicht es nicht ganz für 5 Sterne, dafür gibt es aber sehr gute 4 Sterne für den Brandlöscher aus Appenzell.

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Weihenstephan Original Hell

Von der offiziell ältesten Brauerei der Welt aus Weihenstephan habe ich heute nun das Original Hell, ein klassisch bayerisches Lagerbier in meinem Test. Im wahrsten Sinne des Wortes handelt es sich dabei um eine ausgezeichnete Brauspezialität, hat dieses Bier doch bereits mehrere Preise, u. A. den World Beer Award gewonnen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßlicher Geruch, der aber schon ins brotige geht.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist süßlich, aber auch mineralisch. Ich bemerke obendrein, dass dieses Bier sehr lebendig ist und ordentlich prickelt. Die Kohlensäure nimmt mit der Trinkdauer etwas ab ist jedoch im großen und ganzen auch im weiteren Trinkverlauf vorhanden. Es wirkt etwas mineralisch, aber ihm fehlt etwas die süße. Im weiteren Trinkverlauf wird es etwas weniger mineralisch und es wechseln sich leicht süßliche Aromen mit etwas mineralischen kantigeren Noten ab. Die Kohlensäure ist am Gaumen ab und an zu viel. Der Malzkörper ist im ganzen Trinkverlauf solide ohne zu schwer oder zu schwach zu sein.

Zum Fazit. Ein grundsolides Helles Lagerbier, das auf jeden Fall sehr prickelnd und erfrischend ist. Es wirkt belebend, ist was den Grundgeschmack angeht aber eher noch etwas neutral wie ich finde. Daher gibt es für dieses Gute aber nicht herausstechende Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Sternla Helles

Sternla schmeckt, dieser so simple wie geniale Slogan gehört zum nächsten Bier auf meiner Testagenda, dem Sternla Hell. Gebraut wird das Ganze von der Würzburger Hofbräu, die einen solchen Brauerstern auch in ihrem Logo führt. Wie es sich für ein klassisches Lager gehört liegt der Alkoholgehalt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum, der dazu eher schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Es riecht etwas brotig und etwas süßlich, aber ansonsten recht unspektakulär.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es etwas süßlich, aber auch ein wenig getreidig. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man auch einen süßlich malzigen Geschmack, der aber von einer sehr gut dosierten Kohlensäure aufgefangen wird, sodass das Ganze nicht zu süßlich wird. Es ist geschmackiges Helles mit einem leicht süßlichen Abgang, aber insgesamt recht unspektakulär.

Zum Fazit: Ein solides Helles, das aus der inzwischen großen Masse an Lagerbieren weder herausfällt noch heraussticht. Es ist ganz gut trinkbar und süffig wie so viele andere Biere seines Typus ebenfalls. Das gibt 3 Sterne.

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Bellheimer Meistersud

Das heutige Testbier kommt nicht aus Bayern und auch nicht aus Baden-Württemberg, sondern aus Rheinland Pfalz. Von der Bellheimer Brauerei, von welcher ich schon Biere vorgestellt habe darf es heute der Meistersud sein. Der Meistersud ist eine Hommage an jene Biere, die ein angehender Braumeister zum Abschluss seiner Ausbildung brauen musste um der Zunft sein Können unter Beweis zu stellen. Stilistisch ist es ein untergäriges Lagerbier das auf einen Alkoholgehalt von 5,3% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges, leicht säuerliches Bier. Es ist dezent hopfig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das im Abgang dezent hopfig ist und im Antrunk etwas getreidig. Insgesamt ist hat es nur eine ganz leichte getreidige Note. Es ist am Gaumen durchaus hopfig, ohne das diese Ramone überhand nehmen. Im weitere Trinkverlauf wird das Bier wie ich finde etwas karamelliger. Dennoch ist es insgesamt ein Bier, das geschmacklich nicht so ausgeprägt ist und dessen verschiedene Geschmacksausprägungen eher dezent sind.

Zum Fazit: Von einem Bier, das unter dem Namen Meistersud läuft hätte ich mir schon etwas mehr erwartet. So ist es ein bisschen zu gewöhnlich und nichts anderes als ein leicht karamelliges Exportbier mit gelegentlicher Hopfenaromatik. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Bayerischer Wald Brotzeitbier

Zugegeben der bayerische Wald ist eine eher entlegene Region am Rande des Bundesgebietes, die noch relativ ländlich geprägt ist. Dennoch ist hier, zumindest was die Bier und Braukultur angeht, bei weitem nicht der sprichwörtliche Hund begraben. So gibt es in der Region noch einige kleine Privatbrauereien, unter anderem die Dampfbrauerei aus Zwiesel, von der mein heutiges Testbier stammt. Das Brotzeitbier wird mit seiner Aufmachung als typisch bayerisches Alltagsbier, wie es zum Beispiel die Feld- und Waldarbeiter in früheren Tagen zur Stärkung tranken vermarktet. So ist es natürlich auch nicht verwunderlich das dieses Bier als klassisches Helles mit einem Alkoholgehalt von 4,8% daherkommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgodenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es ist getreidig und brotig in der Nase. Ansonsten hat es nicht so viel zu bieten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier mit einer sehr ordentlichen Getreidenote, die aber noch dezent zurückhaltend ist. Die Kohlensäure ist sehr prickelnd und wird nur durch das etwas getreidige am Gaumen ergänzt. Im weiteren Trinkverlauf pendelt sich das Bier ein wenig ein. Es ist nicht wirklich herb, aber dafür ganz gut ausbalanciert, auch wenn der Nachgang etwas unrund schmeckt.

Zum Fazit: Ein unspektakuläres Bier, das im Abgang noch etwas unrund ist. Ansonsten ist es ein klassischer Allatgsbegleiter der erfrischt und der einen entspannen lässt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Adler Alt-fränkisches Lagerbier

Im heutigen Biertest gibt es wieder ein Bier einer typischen fränkischen Dorfbrauerei. Dieses mal von der Brauerei Schwarzer Adler aus Stettfeld. Steffeld ist eine kleine Ortschaft in Oberfranken, welche in unmittelbarer Mainnähe nordwestlich von Bamberg gelegen ist. Wie es sich für ein richtiges Dorf in Franken gehört, ist auch hier eine Brauerei mit angeschlossenem Gasthof zu finden, nämlich die bereits erwähnte Brauerei zum schwarzen Adler. Diese hat ihre Ursprünge im Jahre 1730 und ist bis heute eine relativ kleine Lokalbrauerei geblieben. In ihrem Sortiment finden sich allerlei klassische Bierstile, darunter auch mein heutiges Bier, das Alt-fränkische Lagerbier. Der Alkoholgehalt lieg bei runden 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, matt bis goldbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger, malziger Geruch. Dazu kommt etwas karamelliges. Vorrangig ist es aber brotig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein brotiges und getreidiges Bier, welches auch ordentlich prickelt. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt dieser Geschmack erhalten und es ist ein kräftig würziges Bier mit einer schönen Getreidenote. Die Kohlensäure prickelt zudem recht angenehm am Gaumen. Hopfen schmeckt man bei diesem Bier nicht wirklich heraus. Eher ist hier noch eine leicht karamellige Note zu erwähnen.

Zum Fazit: Ein rundes Lagerbier, das mich vor allem durch seine Würzigkeit überzeugt. Es hat deutlich mehr Geschmack als viele andere Lagerbier, wenn auch einen etwas eigenen. Ich gebe ihm solide 4 Sterne.

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Flensburger Gold

Das Flensburger Gold erinnert mich von der Aufmachung irgendwie an das Bier selben Namens, welches von Becks gebraut wird. Gut im Gegensatz zu Becks ist das Flensburger in einer Bügelflasche zu finden, jedoch sind beide in der für Bier recht untypischen Weißglasflasche abgefüllt. Auch die Beschreibung als sehr helle, milde Alternative zum sonst aus dem Hause geläufigen, bitteren Pils finde ich identisch. Ob das Flensburger dabei eine geschmackvolle Alternative zum Bremer Produkt darstellt, wird sich nun im folgenden Test zeigen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein grob getreidiges Aroma, das dennoch eine leichte Hopfennote mitbringt die es auch nicht versteckt. Süßlich getreidiges kommt nur leicht durch.

Zum Geschmack: Ein Bier das mild, aber doch erstaunlich getreidg ist. Im ersten Eindruck habe ich den Hopfen nicht so wahrgenommen. Das Mundgefühl ist wässrig. Am Gaumen hängt aber etwas getreidiges, ja leicht erdiges nach. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, das geschmacklich zwar ein gewissen Volumen hat, jedoch aber insgesamt recht unspektakulär. Es ist durchaus ein Bier, welches kernig und getreidig ist und dabei durch den Hopfen auch noch eine gewisse Würzigkeit bekommt.

Zum Fazit: Nichts besonders spektakuläres, aber dennoch auch ohne Geschmack. Im Gegensatz zur Bremer Version hat es also ein gewisses Aroma zu bieten und bekommt von mir 3 Sterne.