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Shumensko Specialno

Vor kurzem hatte ich hier mein erstes Bier aus Bulgarien vorgestellt das Pirinski Pivo. Auch mein heutiges Bier namens Shumensko kommt aus Bulgarien. Noch dazu gehört es genau wie die Marke Pirinsko zum dänischen Brauriesen Carlsberg. Im Gegensatz zu Pirinsko ist die Brauerei in Shumen im Nordosten von Bulgarien deutlich älter und kann eine Tradition die bis ins Jahre 1882 zurückreicht aufweisen. Gegründet durch den tschechischen Bierbrauer Frantisek Milde wurde das Bier im Jahre 1917 sogar zum offiziellen Tafelgetränk des bulgarischen Königshofes erhoben, bis der Betrieb genauso wie alle anderen bulgarischen Brauereien nach Ausrufung der Bulgarischen Volksrepublik verstaatlicht wurde. 2002 wurde sie dann von der Carlsberg Gruppe aufgekauft, die die Brauerei bis heute betreibt. Von den insgesamt drei angebotenen Sorten verkoste ich heute das Shumensko Specialno, das einen Alkoholgehalt von 5,3% aufweist. Abschließend gebührt auch hier ein Dank meinem treuen Bierspender, der mir dieses Bier mitgebracht hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, hopfiger, aber auch metallischer Geruch. Es reicht typisch nach Hopfenextrakt.

Zum Geschmack: Ich habe auch hier ein Bier das im Körper kräftig ist, im Abgang aber diese unpassende Hopfenbittere hat und dann auch dieses metallische das von billigem Hopfen bzw. dem Extrakt kommt. Im Körper zeigt sich das Bier durchaus kräftiger, hat aber einfach dieses künstlich wirkende Fehlaroma im Abgang. Dazu kommt je länger man das Bier trinkt eine unangenehme pappige Süße.

Zum Fazit. Hier stimmt meines Erachtens leider nicht besonders viel. Es ist unausgewogen, hat einen komischen, billig wirkenden Geschmack und ist auch sehr metallisch. Daher kann ich hierfür auch leider nur 1 Stern vergeben.

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Baltika 7

In aufgeregten Zeiten wie diesen ist es durchaus etwas kontrovers hier ein russisches Bier zu verkosten. Da es hier aber um Bier und nicht um Weltpolitik geht, will ich mich in diesem Beitrag dennoch einmal auf ein russisches Bier fokussieren, welches mir von Freunden aus dem Urlaub mitgebracht wurde. Vielen Dank hierfür! Trotz meines inzwischen doch recht umfangreichen Wissens über Bier und die diversen Marken die es gibt, ist der russische Biermarkt für mich doch ein eher unbekannter. Das mag zum einen an der wirtschaftlichen Isolation Russlands liegen, zum anderen waren Biere aus Russland auch schon vor dem Ukraine Krieg in den Regionen die ich bisher bereist habe nicht unbedingt verfügbar. Wenn man mal über ein russisches Bier gestolpert ist, dann meist von der Baltika Brauerei aus St. Petersburg, der größten Brauerei des Landes, welches bis 2024 noch zum Carlsberg Konzern gehörte. Vor ganz langer Zeit habe ich schon einmal ein Bier von dort verkostet, welches mich aber nicht besonders begeistert hat. Dementsprechend ist auch meine Erwartungshaltung bei diesem Beitrag nicht besonders hoch. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertesm goldenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum, der aber schnell wieder verschwunden ist.

Zum Geruch: Das Bier riecht erdig getreidig, irgendwie aber auch ganz komisch. Es hat so etwas von Mais, aber irgendwie auch etwas leicht verbranntes.

Zum Geschmack: Das Bier ist durchaus süffig, hat aber einen interessanten etwas cremigen Eindruck, der mich erstaunlicherweise sehr stark an Milchkaffee erinnert, auf der anderen Seite aber auch schweflig wirkt. Auch im weiteren Trinkverlauf werde ich diese Eindruck nicht so richtig los, es erinnert mich wirklich an einen Latte Macchiato, obwohl das Bier hell ist. Es ist aber auch sehr süßlich und milchig im Geschmack. Das Bier hat einen sehr keksigen Geschmack und ihm fehlt es eindeutig an Kohlensäure. Auch vermisse ich hier eine gewisse Würze, auch wenn es einen durchaus präsenten Körper hat.

Zum Fazit. Einen ganz komischen Geschmack hat dieses Bier, der mich überhaupt nicht überzeugt. Für mich ist das nichts und deshalb bekommt das Bier von mir auch nur eine Wertung von 1 Stern. Es ist einfach sehr unausgewogen und voller Fehlaromen.

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Klösterle Privat

Kein Markenbier, sondern wieder ein heimatloses Billigbier namens Klösterle Privat stelle ich im nun folgenden Beitrag vor. 2 Klösterle Biere hatte ich bereits, von denen mich keines wirklich überzeugen konnte. Nun folgt das Privat ein Lagerbier mit etwas weniger Alkoholgehalt als das Export, ob das nun ein Helles oder ebenfalls ein Exportbier sein soll, lässt sich aber nicht genau sagen, das einzige Bier selbigen Namens, dass mir bekannt ist, ist das Privat von Dinkelacker, seines Zeichens ebenfalls ein Exportbier. Der Alkoholgehalt legt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat eine sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht estriger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr süßliches und gerstiges Bier. Man hat dazu noch estrige und etwas zuckrige Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es nicht besonders wohlschmeckendes Bier, welches zu süßlich ist und nicht ausgewogen wirkt.

Zum Fazit: Süß, süß und nochmal süß. Das trifft es bei diesem Bier sehr gut und ist geschmacklich wirklich unangenehm. Von mir gibt es dafür auch nur 1 Stern. Bah

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Sester Kölsch

Auch das Sester Kölsch ist eine der vielen Kölschmarken die sich inzwischen unter dem Dach der zur Dr. Oettker gehörenden Radenberger Gruppe versammelt haben. Bis 2020 wurden alle diese Marken in der ehemaligen Gilden Brauerei im Stadtteil Mühlheim gebraut, welche von Radeberger in Haus Kölscher Brautradition umbenannt wurde. Nach der Schließung der Brauerei werden die Biere und eben auch das Sester Kölsch per Lohbrauverfahren bei Früh Kölsch gebraut.

Bevor die Marke Sester Kölsch im Radeberger Konzern aufging, war sie jedoch eine eigenständige Brauerei, deren Ursprünge im Jahre 1805 im damals noch nicht zu Köln gehörenden Widdersdorf liegen. Dort gründete Wilhelm Sester seine Brauerei, ehe man 1918 nach Köln-Ehrenfeld umzog, da der alte Standort für die rasch wachsende Brauerei zu klein geworden war. Bekannt war die Brauerei vor allem durch ihre stattlichen Brauereigespanne, welche sich auch heute noch auf den Flaschen der Marke wiederfinden. Bis in die 1970er Jahre hinein wuchs man dann zu einer der größten Kölschbrauereien und beschäftigte zeitweise bis zu 120 Mitarbeiter. Das Ende kam relativ abrupt, als sich die Familie Sester entschloss Marke und Vertriebsrechte 1993 an die Brau und Brunnen AG zu verkaufen. Da man sich jedoch von den Gebäuden und Grundstücken nicht trennen wollte, wurde das Bier seit diesem Zeitpunkt in besagter Gilden Brauerei gebraut welche 2020 schloss. Heutzutage fristet das Sester Kölsch im Portfolio des Radeberger Konzerns eher ein Schattendasein und wird hauptsächlich als billiges Flaschenbier verkauft. Dementsprechend ist auch das Design der Flasche sehr schlicht gehalten. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht getreidg süßlich riecht das Bier. Ansonsten ist es eher unspektakulär.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier wirklich süffig. Es ist etwas herb im Abgang, wird dann aber leider doch eher ein wenig metallisch. Im Nachgang ist das ganze doch eher sehr dünn und dieser ist daher auch nicht lange anhaltend. Insgesamt ist das Bier durchaus etwa würzig, aber irgendwie ist es im Abgang auch etwas metallisches und es wirkt auf mich als ganzes einfach recht unrund. Ihm fehlt wenn ich ehrlich bin auch einfach der körper um mehr Geschmack zu erzeugen. Vor allem aber fehlt ihm auch wie ich finde ein wenig die Kohlensäure und so wirkt das Bier insgesamt nicht gut zusammen und sehr einfältig bis langweilig, durchaus auch wässrig. Dazu schmeckt der Hopfen einfach künstlich und hat ein sehr metallisches Aroma. Je länger man das Bier trinkt, desto mehr leidet der Geschmack und gegen Ende hat es dann auch einfach etwas seifiges.

Zum Fazit: Leider heut zu Tage ein absolutes Billigbier. Ich vermute stark, dass es früher deutlich besser geschmeckt haben muss. So ist es aber für mich nahe an der Ungenießbarkeit wegen oben beschriebener Mängel. Absolut nicht zu empfehlen und deshalb meine Empfehlung: Finger Weg! Mit wohlwollen könnte man noch sagen, dass es größten Teils wässrig ist, aber auch das ist nicht wirklich förderlich für den Trinkgenuss.

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Solotoye Piwo

Im folgenden Test ist mir mal wieder, dieses mal im Kaufland, ein Bier über den Weg gelaufen, von dem ich bisher noch gar nicht gesehen oder gelesen habe. Es handelt sich um ein Bier namens Solotoye Piwo. Beim Namen Piwo kommt man dann natürlich auch sofort auf den Gedanken, dieses Bier im slawischen Sprachraum zu verorten, da in nahezu jeder slawischen Sprache Piwo oder Pivo Bier bedeutet. Nun hat auch dieses Bier einen Bezug zu diesem Kulturraum, jedoch ist dieser anders als man denkt. Denn das Bier ist einen Marke von Dovgan, einer Firma, die sich zwar auf den Import und Vertrieb Osteuropäscher, insbesondere russischer Spezialitäten spezialisiert ist, ihren Sitz jedoch in Hamburg hat. Gebraut wird das Bier angeblich in Litauen, doch von welcher Brauerei, dass lässt sich nicht herausfinden. In jeden Fall handelt es sich hier aber bloß um eine Handelsmarke. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein oranges, klares Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßliches und vor allem getreidig hefiges Aroma. Es riecht ein wenig säuerlich und nach Jogurth. Eventuell sehr getreidig nach Haferschleim oder auch leicht bitter.

Zum Geschmack: Es schmeckt sehr sehr süßlich und man hat eine ordentliche Honig Note. In gesamter Kombination ist es aber viel viel zu süß und sehr zuckrig. Dieses zuckrige schmeckt auch irgendwie künstlich bzw. chemisch und nicht natürlich. Ebenso gibt es so gut wie keine Kohlensäure die dagegen steuert.

Zum Fazit: Es fällt mir wirklich schwer dieses Bier zu Ende zu trinken, was immer das auch ist, es ist einfach viel zu süß und unnatürlich. Daher gebe ich dem Bier auch nur 1 Stern.

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Wiethaler Pils

Ich mache weitere mit meinen Biertest in Franken. Dieses Mal aber nicht Ober-, sondern Mittelfranken. Im Nürnberger Land in Neunhof hat die Brauerei Wiethaler ihren Sitz, von welcher ich nun das Pils verkoste. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Der Geruch ist hier doch sehr erdig und leicht buttrig.

Zum Geschmack: Ich habe im ersten Eindruck ein Pils das irgendwie sehr eigenwillig schmeckt. Es wirkt auf mich rund, auch weil es zu viel Süße, gepaart mit einem etwas erdigen Abgang hat. Das Bier wirkt im Körper schlank, jedoch hat es nach wie vor einen etwas komischen, mir zu süßen Abgang. Dieser bleibt auch im Nachgang irgendwie viel zu lange hängen. Gegen Ende wird das Bier etwas würziger, aber ich finde im Großen und Ganzen ist es ein eher teigiges, leicht buttriges Pils, bei dem zum Glück die Süße gegen Ende nicht mehr so stark aufgeprägt ist.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine leider eine Wertung von nur 1 Sterne, denn mich überzeugt es gar nicht und an ein Pils erinnert es leider auch nicht wirklich, da zumindest aus meiner sich es viel zu teigig und erdig schmeckt und weniger hopfig.

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Liebharts Bio Reisbier dunkel

Wer kein Gluten verträgt, bzw. eine Glutenallergie hat, für den wird es mit Biertrinken schwer, enthält doch sowohl Gerste, als auch vor allem Weizen Gluten. Es gibt jedoch auch immer wieder Biere, die genau hier ansetzten und somit auch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit die Möglichkeit bieten, Bier trinken zu können. Eines dieser Biere ist zum Beispiel das dunkle Reisbier der Liebharts Privatbrauerei aus Detmold, bei dem anstatt Weizen oder Gerste Reis zum brauen verendet wird, der von Natur aus kein Gluten enthält. Ohnehin wird Reis in vielen anderen Ländern durchaus gerne zum Bierbrauen verwendet. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr gewöhnungsbedürftig. Man hat deutliche Hopfennoten. Ansonsten riecht man schon auch den Reis.

Zum Geschmack: Auch im ersten Eindruck ist es ein sehr gewöhnungsbedürftiges Bier. Es ist leicht herb am Gaumen, aber hat diesen ganz komischen Geschmack von dem Reis der mir gar nicht schmeckt. Irgendwie sprudelt es auch sehr sehr viel, was es zumindest ein bisschen erträglich macht. Es erinnert auch im weiteren Trinkverlauf nur entfernt an Bier, da es einen wirklich komischen Beigeschmack hat.

Zum Fazit. Ich denke dieser komische Geschmack, der sich nur schwer beschreiben lässt kommt vom reis. Anderst kann ich mir das nicht erklären. Mir schmeckt es jedenfalls gar nicht und mit Bier hat das für mich auch nicht so wirklich etwas zu tun. Daher gibt es für mich auch nur 1 Stern für dieses Bier.

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Paderborner Gold

Zwar wird das Paderborner Gold von der Paderborner Brauerei gebraut, taucht jedoch nicht in deren „normalem “ Sortiment auf. Stattdessen wird es von der Warsteiner Gruppe, zu der auch die Paderborner Brauerei gehört als separate „regionale Premiummarke“ geführt und beworben, das insbesondere in der Gastronomie zuhause sein soll. Unter anderem auch als Partner des Zweitligisten SC Paderborn, wie man dem Etikett entnehmen kann wird es dort im Stadion ausgeschenkt. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht doch erstaunlich süßlich malzig und nur leicht hopfig.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier das im ersten Eindruck durchaus bitter daherkommt, aber auch gut sprudelt. Die Kohlensäure ist ordentlich, man merkt aber deutlich das man hier im Pilsbereich unterwegs ist. Der Abgang ist bitter, die Bittere ist aber komisch und wirkt nicht natürlich. Es ist insgesamt auch ein eher nichtssagendes und langweiliges Bier, das im weiteren Trinkverlauf immer wässriger wird und nur eine gewisse metallische Art der Hopfenbittere am Gaumen versprüht.

Zum Fazit: Ne das Bier ist wirklich nix. Eine komische Bittere die leicht metallisch schmeckt und auch ansonsten ist das alles sehr dünn und wässrig. dafür gibts nur 1 Stern. Premium ist an diesem Bier wirklich gar nix. Ein wirklich charakterlose, nichtssagende Brühe.

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Haacht Keizer Karel Robijn Rood

Die belgische Brauerei Haacht war an ihrem heutigen Standort zunächst als reine Molkerei konzipiert worden. Eugene de Ro, der Urgroßvater des heutigen Brauereichefs braute dann 1898 das erste Bier und benannte den Betrieb in Brauerei und Molkerei Haacht um. 1929 wurde die Molkerei aufgegeben und fortan nur noch Bier gebraut. Dies wird bis heute beibehalten und durch zahlreiche Übernahmen ist die Brauerei heute die drittgrößte in ganz Belgien. Durch die Übernahmen besitzt die Brauerei heute ein breites Sortiment unterschiedlichster Biermarken, unter anderem auch Biere der Marke Keizer Karel.

Gewidmet sind diese Biere Kaiser Karl V. , später römisch deutscher Kaiser aus dem Hause der Habsburger, welcher in Gent geboren wurde und einen Großteil seiner Jugend in Belgien verbracht hat. Karl V. der neben seiner Rolle als Kaiser, auch erster König von Spanien wurde, regierte nach der Kolonisierung Amerikas über einen großen Teil der westlichen Hemisphäre und herrschte somit praktisch über ein Reich in dem Sonne sprichwörtlich niemals unterging. Er soll zudem aber auch ein großer Bierliebhaber gewesen sein, was wohl eigentlich schon genug Grund sein sollte um, jemandem ein Bier zu widmen, gleich ob diese Person nun eine Krone auf ihrem Haupt trägt oder nicht. Nach so viel Geschichte komme ich aber nun zum Bier dem Kaizer Karel Robijn Rood, einem obergärigen belgischen Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 8.5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges Bier, mit leichten herbem Duft.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es auch kräftig getreidig und im Abgang vor allem süßlich. Vor allem im Nachgang ist es dann aber fast auch ein wenig zuckrig. Das süßliche bleibt jedoch auch noch etwas länger am Gaumen hängen. Es ist hier kräutrig erinnert aber auch etwas an Kandiszucker. Es bleibt eins sehr sehr süßliches Bier, mit aber auch herb alkoholischem Abgang. Die süßlichen Noten haben durchaus auch etwas karamelliges bis leicht schokoladiges.

Zum Fazit: Ich weiß nicht. Dieses belgische Bier schmeckt mir leider so gar nicht. Es ist zwar durchaus komplex. Ich finde es aber vor allem viel zu süß und im Abgang dann unpassend bitter bis auch alkoholisch. Daher gibt es auch nur 1 Stern.

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Ozujsko Pivo

Meine bisher erste Rezession eines kroatischen Bieres erfolgt nun im folgenden Beitrag. Dabei handelt es sich um eines der bekanntesten Biere des Balkanstaates an der Adria, das Ozujsko. Auch wenn Kroatien, wie viele andere Mittelmeerstaaten vom Weinbau geprägt ist, erfreut sich dennoch wie in vielen anderen slawischen Staaten auch Bier, in Kroatien Pivo genannt, sehr großer Beliebtheit, was dem Land einen Platz unter den Top 10 der Länder mit dem höchsten Bierkonsum pro Kopf verschafft. Gebraut wird Ozujsko in der Hauptstadt Zagreb, seinen Ursprung hat es jedoch in Nova Gradiska in der Brauerei Lobe. Diese gründete Ableger im Ganzen Lande unter anderem eben auch einen in Zagreb. Im Jahre 1943 entschloss man sich die Brauerei in Nova Gradisca zu Schließen und sich ganz auf den Zagreber Betrieb zu konzentrieren wo das Bier eben bis heute seine Heimat gefunden hat. Ozujsko selbst wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt gebracht, jedoch ist das genaue Datum nicht überliefert. Inzwischen ist die Brauerei wie auch die Marke Ozujsko im Besitz der amerikanisch-kanadischen Brauereigruppe MolsonCoors. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat etwas Schaum, welcher aber schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Ein leicht süßlicher Geruch. Ansonsten hat das Bier aber relativ wenig zu bieten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier das geschmacklich einen etwas komischen metallischen Nachgeschmack hat. Dieser ist leicht süßlich, prickelt aber auch etwas auf der Zunge im Nachgang. Man hat eben einen teigig leicht süßlichen Einstieg bevor dann etwas metallisch wirkender leicht herber Hopfen am Gaumen hinzu kommt. Insgesamt ist es aber doch geschmacklich sehr mild und langweilig und unterscheidet sich nicht wirklich von den vielen anderen Lagerbieren.

Zum Fazit: Zum einen ist das Bier recht langweilig bis auch wässrig. Zudem hat es den etwas unangenehmen metallischen Nachgeschmack. Man kann es gut gekühlt sicherlich trinken, mein Favorit ist es aber bei weitem nicht und daher gibt es auch nur 1 Stern.