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Reindler Landbier

Der folgende Test führt mich ins Mittelfränkische Leutershausen. Im dortigen Stadtteil Jochsberg hat die Brauerei Reindler ihren Sitz, die Produzent meines heutigen Testobjekts ist. Die Brauerei geht auf das Jahre 1663 und die Schlossherren von Jochsberg zurück die Gründer des Betriebes waren. 1706 aber wurde die Brauerei schon privatisiert und ist nach mehreren Besitzerwechseln seit 1822 in Besitz der Familie Reindler. Verkosten möchte ich nun das Landbier der Brauerei mit einem Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma, welches leicht verbrannt riecht. Dazu kommen auch ein wenig erdige Töne.

Zum Geschmack: Ein sehr würziges Bier, mit einem Aroma, dass vor allem mit getreidigen Noten im Abgang zu überzeugen weist. Es ist sehr süßlich und hat gewisse Honignoten. Ein wenig erinnert es auch an Kandiszucker. Man hat einen teilweise gerstigen Geschmack und es ist mir bisweilen zu süßlich, aber das wird ganz gut überspielt. Es ist insgesamt  eine würzige Angelegenheit, die diesen typisch fränkischen zuckrigen und erdigen Aromen durch einen guten Einsatz der Kohlensäure im Mittelteil gut zu kaschieren weiß, sodass im Abgang nur leicht zuckrige Noten überbleiben.

Zum Fazit: Ein Bier von dem ich sagen muss, das es gerade im Vergleich mit anderen fränkischen Landbieren leider etwas abfällt. teilweise ist es etwas zu süßlich, zu gurkig. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Hanscraft Bayerisch Nizza Melon Special

Das Bayerish Nizza von Hanscraft aus Aschaffenburg darf sich wohl zu recht als eines der beliebtesten Craftbiere Deutschlands bezeichnen. Hanscraft waren dabei auch eine derjenigen, die das Thema Craftbeer in Deutschland überhaupt erst populär machten. Vom Bayerisch Nizza gibt es nun auch eine Melon Special Version des ursprünglichen Wheat Pale Ales mit einem Alkoholgehalt von 5,3%. Hier ist die Rezeptur des Originals zusätzlich mit der Hopfensorte Hüll Melon verfeinert worden.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen eher flachen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat eine leichte Melone, aber auch einen Hauch von Mandarine hat man in der Nase. Zusätzlich kommt eine leichte Kräuternote in die Nase.

Zum Geschmack: Eine zunächst einmal auffällig spritziges Bier mit einer dezent bitteren Hopfennote. Die Melone ist nur marginal herausschmeckbar, aber sie ist erkennbar . Leider ordnet sie sich ein wenig zu stark dem getreidigen Weizenaroma unter. Auch im weiteren Trinkverlauf gibt das Bier vor allem durch die Kohlensäure etwas her und bleibt spritzig. Insgesamt ist es mir aber dennoch ein wenig zu geschmackslos.

Zum Fazit: Im vergleich zum Original schmecke ich nur einen ganz marginalen Unterschied der Melone. Ansonsten ist es gewohnt spritzig, aber auch etwas flach. ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Calanda Glatsch

Für meinen heutigen zweiten Biertest geht es dieses Mal wieder in die Schweiz. Vielen Dank hierfür schon einmal an einen Kumpel fürs besorgen. Dabei gibt es ein Bier der Marke Calanda die aus Chur stammt. Ihre Ursprünge reichen zurück bis ins Jahre 1780. Nach mehreren Fusion gehört die Brauerei inzwischen seit 1993 zum Heineken Konzern. Das Glatsch, welches ich heute verkosten möchte ist nach der Rätoromanischen Bezeichnung für Eis benannt. Das Lagerbier wird dementsprechend bei besonders eiskalten Temperaturen gereift. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Bier. Es riecht leiht nach Mais.

Zum Geschmack: Ein leicht getreidiges Bier, das am Gaumen eine ordentliche Kante zeigt. Es ist sehr urig am Gaumen. Aber es ist ein nur bedingt würziges Bier, jedoch schwingt ein Beigeschmack mit, der das Bier nicht so recht bekömmlich macht.

Zum Fazit: Nichts besonderes. Es ist mild, aber hat auch einen etwas komischen Beigeschmack. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Steambrew German Red

Im heutigen Beitrag habe ich wieder ein Bier aus der Steambrew Reihe im Test, welche von Eichbaum für den Discounter Lidl hergestellt wird. Auf der dazugehörigen Website wird zwar zu jedem Bier eine Geschichte erzählt, jedoch möchte ich euch diese an den Haaren herbeigezogenen Märchen ersparen. Das German Red jedenfalls ist nicht wie viele denken ein red Ale, sondern ein roter Bock, sprich ein stärker eingebrautes Rotbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rot-kastanienfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, röstiges Aroma gepaart mit alkoholischen Noten.

Zum Geschmack: Auch hier ist es doch die alkoholische Note, die irgendwie dominant im Geschmack bleibt. Auch im weiteren Trinkverlauf werden die alkoholischen Noten dann etwas weniger und man hat eher noch die rötlich-getreidgen Noten, die irgendwie auch etwas milchiges an sich haben. Gegen Ende wird es dann eher wieder etwas bitterer und alkoholischer.

Zum Fazit: Für mich kein wirklich gutes Bier. Mir kommt hier vor allem die alkoholische Note viel zu stark durch. Sie behindert den Geschmack so sehr, dass es wirklich störend ist. Ich gebe dem Bier daher nur 2 Sterne.

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Altenmünster Winterbier

Am Wochenende gab es mit dem ersten Schneefall den ersten Wintereinbruch dieses Herbstes. Grund genug also für mich mal wieder ein Winterbier zu verkosten. Das Winterbier der Marke Altenmüntser ist dabei passenderweis ab jetzt auch wieder erhältlich. Der Alkoholgehalt des in einer sehr schönen Reliefflasche verpackten Bieres liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstiges Aroma. Ansonsten kommt nicht bei mir nicht viel rüber. Eventuell ist es noch etwas nussig.

Zum Geschmack: Ein leicht röstiges und lakritzartiges Aroma. Es hat aber auch etwas nussiges im Abgang. Vor allem im Abgang kommen auch leichte grobgetreidge Noten die an ein dunkles Brot erinnern. Diese Noten werden durch eine ganz leichte Schokosüße flankioert. Es hat einen gewissen herben Charakter und dieser harmoniert auch ganz gut mit den bisweilen röstig anklingenden getreidigen Noten, sodass es nicht zu schmierig wirkt. Ich finde es aber insgesamt betrachtet zu schwach.

Zum Fazit: Ein etwas anderes Winterbier, das im Gegensatz zu den üblichen Verdächtigen als dunkle Variante daherkommt. Ich finde es jetzt aber nicht so besonders spektakulär und deshalb gebe ich dem Bier auch nur 3 Sterne.

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Westmalle Triple

In meinem heutigen Biertest habe ich dieses Mal ein echtes belgisches Trappistenbier am Start. Die Abtei Westmalle, von der mein heutiges Bier stammt, wurde 1794 gegründet und befindet sich in der Provinz Antwerpen. 1836 begannen die Mönche dann mit dem Bierbrauen und betreiben dies noch bis heute selbst. Das Triple, welches ich heute verkoste ist eine Art Referenzgröße dieser Sorte, war es doch 1934 das erste seiner Art als es auf den Markt kam. Der Alkoholgehalt liegt hier auch bei stolzen 9,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, leicht trübes Bier. Der weiße Schaum ist wirklich immens.

Zum Geruch: Ein spritzig frischer Geruch. Man hat ein leicht süßliches Aroma. Es ist ein sehr spritziges Aroma mit Noten von Orange und Apfelsine. Man hat aber noch ganz leicht alkoholische Noten. Die getreidigen Noten und die dazu passende leichte Fruchtigkeit ergänzen sich sehr gut.

Zum Geschmack: Auch hier ist es ein sehr spritziges Bier, das aber auch einen gewisseen bitteren Nachgeschmack aufweist. Dieser ist aber nur sehr bedingt alkoholisch. Man hat aber auch eine sehr schöne fruchtige Note, die sich vor allem im Gaumen festsetzt. Es entwickelt sich ein richtiger Mix aus fruchtig herben Noten im Mund. Auf der einen Seite hat es ein unverkennlich süßliches Mundgefühl, welches jedoch gepaart ist mit dieser immer wieder aufkommenden Zitrusbittere. Am Gaumen bleibt es leicht süßlich und es erinnert eventuelle leicht an Kandiszucker oder Waldhonig.

Zum Geschmack: Ich habe hier wirklich eine Referenzgröße für den Bierstil Tripel getrunken. Es ist ein wirklich vielseitiges und abwechslungsreiches Bier. Ich kann also gar nicht anders als diesem Bier die Höchstwertung von 5 Sternen zu geben.

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Waldhaus Diplom Pils

Zum Abschluss der Woche habe ich nun noch heute das Diplom Pils von Waldhaus im Test. Laut Website erhielt dieses Bier seinen Namen und damit auch sein Diplom 1975 durch den damaligen Brauereichef Hilmar Schmid der mit dem Bier seinen Wissensdurst stillte. Da es aber auch bisher 56 Preise erhielt, hat sich das Bier diesen akademischen Titel durchaus verdient. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr aromatisches, florales Aroma was man hier in der Nase hat.  Es riecht leicht süßlich, aber nicht malzig-süß, sondern eher fruchtig süß. Es erinnert ganz leicht an Traube oder Aprikose wie ich finde.

Zum Geschmack: Auch hier bewährt sich der florale, leicht fruchtig angehaucht Charakter. Das Pils wirkt sehr frisch, ohne das die Süße aufdringlich wirkt. Auf der anderen Seite ist die Herbe bzw. die Bittere nur sehr marginal und prickelt vor allem im Antrunk und ein wenig am Gaumen, während sie sich im Nachgang und Abgang eigentlich relativ zurückhält. Trotzdem hält dieser harmonische Geschmack an und bietet bis zum Ende ein wunderbares Pils Erlebnis.

Zum Fazit: Für Pilstrinker wie mich, die eher auf die blumig-aromatischen Biere anstatt der norddeutsch-herbe Variante stehen, gibt es wohl kaum ein besseres Pils. Man schmeckt den Aromahopfen wirklich sehr gut heraus. Daher gebe ich dafür auch 5 Sterne. Diplom verdient.

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Fischers Saphir

In meinem heutigen Biertest widme ich mich dieses mal einem Bier von Fischers Brauhaus aus Mössingen im Kreis Tübingen. Diese haben nämlich auch eine kleine feine Range an Craftbieren im Sortiment. Eines davon ist das Saphir, bei dem wie könnte es anders sein Saphir Hopfen aus Tettnang verwendet wurde. Die Brauart ist untergärig und der Alkoholgehalt liegt bei 6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig fruchtiges Aroma. Man hat die Fruchtnote von Äpfeln oder Birnen. Dazu kommt aber trotzdem eine Getreidenote.

Zum Geschmack: Auch hier bringt man zuerst einmal die Geruchsnoten im Geschmack unter. Der dominante Geschmack stammt wie ich herausschmecke vom getreidigen Aroma. Dies hat bisweilen Ausprägungen, die in den obstigen Bereich des oben genannten Fallobstes, namentlich Apfel und Birne geht. Auch gegen Ende ist es ein eher in der getreidgen Richtung orientiertes Bier, das aber durch diese Obstnoten wunderbar abgerundet wird.

Zum Fazit: Ein Bier, das mit diesen Obstnoten wirklich zu überzeugen weis. Gerade jetzt im Herbst sind diese Fruchtnoten wohl passender denn je. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, da es zwar nichts absolut spektakuläres, aber eine sehr runde Sache ist.

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Leibinger Edel

In meinem heutigen zweiten Biertest habe ich heute ein Bier, der Leibinger Brauerei aus Ravensburg im Test. Mit dem Edel habe ich heute das Stammbier der Brauerei und ein Exportbier vor mir stehen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der Schaum ist leider recht schnell verschwunden.

Zum Geruch: Es riecht eher geschmacksneutral. Es ist ganz leicht getreidig süßlich.

Zum Geschmack: Ein malzig, süßliches Bier. Es ist im Abgang leicht herb, aber dennoch recht mild im Geschmack. Es prickelt im Antrunk und ist auch im weiteren Trinkverlauf sehr lebendig. Im Abgang und Nachgang ist es ganz leicht süßlich. Insgesamt ist es jedoch sehr mild und irgendwie einfach ein wenig zu wässrig. Ich hätte mir etwas mehr Malzsüße gewünscht.

Zum Fazit: Ein Bier, an dem, wenn man etwas finden möchte, vor allem die fehlende Malzsüße bemängeln kann. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Fuhrmanns Citra Pale Ale

In meinem heutigen Test habe ich wieder ein Bier aus der Fuhrmanns Reihe von Kärners Gasthausbrauerei im Test. Verkostet wird das Citra Pale Ale, bei dem der namensgebende Aromahopfen Citra im Fokus steht. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes, Bier mit schönem weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht zitronig bitter mit einer leicht grasigen Note. Dazu kommt etwas Orange und Mandarine.

Zum Geschmack: Im Antrunk kommt einem eine ordentliche Note der Zitrone entgegen, die mit einer angenehmen säuere ausgestattet ist. Im Abgang ist es dann eher mild mit orangigen Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es mild fruchtig. Ein Limette sorgt dann für eine angenehme Säure.

Zum Fazit: Ein angenehmes Pale Ale, das eine schöne Zitrone mitbringt und das man wirklich ganz entspannt trinken kann. Es ist aber auch ein kleines bisschen unspektakulär wie ich finde. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.