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Berg Hefeweizen

Im heutigen Biertest bleiben wir wieder regional. Dieses mal geht es nach Ehingen zur Berg Brauerei, die sich im gleichnamigen Stadtteil Ehingens befindet. Von den noch aktiven 4 Brauereien in Ehingen ist sie die mit Abstand die größte und hat auch das größte Verbreitungsgebiet. Aus ihrem Sortiment möchte ich heute das Hefeweizen verkosten, welches mit seinen 5,1% Alkohol eher schlank daherkommt.

Zur Optik: Helloranges Bier. Es ist trüb und hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Sehr hefiges Aroma. Was auffällt ist ein schönes bananiges Aroma. Auch leichte Erdbeere und Pflaume hat man. Die Fruchtigkeit fällt sehr positiv auf. Ganz leichte machen sich auch getreidige Noten breit.

Zum Geschmack: Sehr schönes vollmundiges, getreidiges Aroma. Sehr hefiges Aroma durch das schöne Bananennoten durchkommen. Im Abgang hat man einen leichten Anflug des Hopfens der den Gaumen kitzelt. Insgesamt leidet die sprtzigkeit des Bieres leider ein wenig unter der zu wenigen Kohlensäure. Dadurch schmeckt es sehr hefig und wirkt so ein wenig schwer im Glas. Außerdem hat es ein leicht schlammiges Mundgefühl. Vor allem gegen ende liegt das Bier dann wirklich schwer im Glas und ist dann einfach viel zu hefig und sorgt so auch für ein unangenehmes Mundgefühl. Hier fehlt einfach einfach die Spritzigkeit .

Zum Fazit. Trotz nur 5,1% Alkohol ist das Bier eher schwerfällig. Ich hatte es irgendwie auch spritziger in Erinnerung. Wenn es mehr Kohlensäure hätte wäre es ein wirklich gelungenes Weizen, da die Fruchtigkeit und die Banane sehr gut umgesetzt werden. So reicht es aber nur für 3 Sterne.

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Vocation Life & Death

In unserem heutigen Biertest geht es zur Abwechslung auf die britischen Inseln, genauer gesagt nach West Yorkshire in die Nähe von Halifax bzw. die nächste Großstadt ist Manchester. Dort am Rand des Dorfes Cragg Vale in der Landchaft Hebden Bridge, hat die Vocation Brewery ihren Sitz. Ihres Zeichens noch eine recht junge Craft Bier Brauerei sind ihre Biere hierzulande relativ unbekannt. In England sind sie aber schon ein echter Geheimtipp und Craftbeerfreunden. Für das Bier möchte ich mich ausdrücklich bei einem Freund bedanken, der mir dieses Bier aus London mitgebracht hat. Beim Bier selbst handelt es sich um ein IPA mit 6,5% Alkohol.

Zur Optik: Es ist klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum. Die Farbe ist dunkelgold.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges, fast schon saftiges Aroma hat man in der Nase. Man hat tropische Früchte wie Ananas und Litschi, aber auch etwas Zitrusartiges. Eventuell noch etwas Granatapfel und Passionsfrucht. In jedem Fall sehr tropisch.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck vermittelt grundsätzlich auch die fruchtigen Aromen und das Mundgefühl ist im wesentlichen von tropischen Fruchtaromen dominiert. Jedoch findet auch der Hopfen seinen Weg und man hat einen ordentliche Bitterheit. Jedoch macht der Hopfen das Bier keines wegs trocken, sondern es bleibt wunderbar saftig bis weit in den Nachgang hinaus. Die Kohlensäue prickelt schön an, bleibt sonst aber dezent. Der Hopfen ist schön aromatisch bitter und ergänzt das Bier sehr gut, sodas es nicht zu fruchtig wird und verleit ihm die nötige Würze. Insgesamt hält er sich aber für ein IPA eher dezent. Auch gegen Ende bleibt die Fruchtigkeit dominant, auch wenn der Hopfen etwas mehr zuschlägt und das Bier etwas an Saftigkeit verliert. es wird im Abgang bitterer und trockener vor allem am Gaumen,

Ein wirklich super IPA, bei dem man fast nichts abziehen kann. Einzig der wirkliche aha Effekt fehlt, damit ich sagen würde es wäre ein Bier, welches sich von vergleichbaren wirklich abhebt. Dennoch spielt es bei den IPAs in der obersten Liga vorne mit. Hierfür gibts sehr gute 4 Sterne mit Tendenz nach oben.

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Buddelship Eisbrecher

Im heutigen Biertest wird es stark, denn es gibt ein Bier, welches eine Alkoholgehalt von stolzen 11,8% besitzt. Dementsprechend vermittelt der nNme Eisbracher auch etwas brachiales, das sprichwörtlich die Stimmung lockert bzw. das Eis bricht. Beim Bier selbst handelt es sich um eine russich-deutsche Kollaboration zwischen der Brauerei Bakunin aus St. Petersburg und dem Hamburger Buddelship. Das Bier selbst ist, wie könnte es passender nicht sein ein Russian Imperial Stout. Das Besondere ist das es ein Verschnitt ist von zwei doch recht uterschiedlichen obergärigen Bieren. Das eien Bier ist ein weizenähnliches Bier, das andere ein kräftiges dunkles Stoutbier mit einer Stammwürze um die 30 Grad Plato. Beide Biere wurden zu je 50/50 geblendet. Dies verspricht ein interessantes Experiment zu werden.

Zur Optik: Naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Ein schaum ist erwartbarerweise nicht vorhanden.

Zum Geruch: Ein sehr röstiges und getrieiges Aroma, was man hier in der Nase hat. Man hat Noten von Lakritz, Schokolade und Espresso aber auch leicht milchige Aromen. Den Alkohol riecht man komischerweise nicht so.

Zum Geschmack: Auch hier bleiben zunächst im Antrunk sehr süßliche leicht milchige Noten, die dann immer röstiger und bitterer werden. Es geht dann in die Kaffee und Espresso Richtung. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein esehr intensive Bier, weches sehr rötsig, aber zugleich auch ene gewisse Süße daherbirgt. Im abgang ist es sehr herb und röstig. Alkoholische Noten schmeckt man nur ganz leicht am Rande, auch wenn das Bier eine ordentliche schwere mitbringt und teilweise an Rotweine rinnert. Der Geschmack bleibt bis zum Ende recht komplex, auch wenn es hinter raus bitterer wird.

Zum Fazit: Ein wirklich spannendes und zugleich auch komplexes Bier. Wenn man weis worauf man sich einlässt und sich dementsprechnd einstellt, ist es eines der besten Biere die ich bisher getrunken habe. Hierfür gibt es volle 5 Sterne.

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Franken Bräu Festbier

Herbstzeit ist Festzeit, daher möchte ich im heutigen Biertest mal wieder ein Festbier verkosten. Auch wenn das heute vorgestellte Festbier inzwischen ganzjährig verfügbar ist, so war es ursprünglich für diese Art Herbst- und Oktoberfeste gedacht. Das heutige Festbier stammt von der Franken Bräu aus Mitwitz, welches wie man sich denken kann in Franken liegt. Hier im nördlichen Teil Frankens, an der Grenze zu Thüringen wird schon seit 1520 Bier gebraut. Die Franken Bräu ist dabei über die Jahre zu einer der größeren Brauereien der Region gewachsen und so sind ihre Produkte in einem größeren Umkreis erhältlich.

Zur Optik: Goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr schönes getreidiges und leicht röstiges Aroma in der Nase. Teilweise sogar ein wenig karamelliger Einfluss.

Zum Geschmack: Ein würziges Bier mit einem schönen Mundgefühl im ersten Eindruck. Feinmalzige Noten, die sich bis in den Abgang durchziehen. Es prickelt insgesamt sehr schön und ist am Gaumen auch gut harzig bzw. bringt eine gewisse Hopfennote mit. Irgendwie hat es aber einen leichten Fehlgeschmack. Dabei schmeck es eventuell ein wenig zu nussig bzw. holzig. Dies legt sich jedoch und das Bier wird insgesamt doch sehr bekömmlich, wenn auch mit gewissen Nebengeschmäckern.

Zum Fazit: Ein süffiges und kräftiges Bier, bei dem diese nussigen Noten ein wenig stören. Dennoch sehr süffig. Insgesamt reicht es aber nur zu 3 Sternen.

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Gutmann Hefeweizen Hell

Im heutigen Biertest gibt es mal wieder ein Bier der Gutmann Brauerei aus Titting. Für ihre Weissbiere ist die Brauerei weit über die Grenzen Bayerns bekannt. Bekanntestes Bier ist dabei das klassische helle Hefeweizen, welches ich heute auch verkosten möchte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein sehr sprudeliges Weissbier, welches einen außerordentlichen Schaum hat. Ansonsten ist es dunkelgold und recht trüb.

Zum Geruch: Relativ hefig mit sehr beerigen und getreidigen Aromen. Es ist vor allem sehr süßlich fruchtig mit der typischen Banane. Dazu gesellen sich noch etwas Gewürze wie Nelke und Vanille.

Zum Geschmack: Eine auch hier eher würzig und hefiges Bier, bei dem jetzt im Geschmack vor allem die Banane und Vanille durchkommt. Es ist wirklich sehr fruchtig mir fast schon ein wenig zu fruchtig und die Banane wird zu intensiv. Auch gegen Ende bleibt das Bier aromatisch nd büßt wenig von seinem Geschmack ein. Die Kohlensäure ist recht dosiert und wenn sich die süße eingependelt hat ist es sehr bekömmlich.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes Weissbier, bei dem es nicht viele Kritikpunkte gibt. Nur die Süße ist mir etwas zu viel . Hierfür gibt es 4 Sterne.

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Rosa Blanca Hoppy Lager

Male ist nur einmal im Jahr? Bei Mallorca und Bier denken viele natürlich sofort an den Ballermann und den Bierkönig, doch abseits der Schinkenstraße hat Mallorca auch einheimisches Craftbeer zu bieten. Eines davon hat mir ein Freund aus dem Urlaub mitgebracht, welches ich euch heute vorstellen möchte. Herzlichen dank hierfür. Es handelt sich hierbei um das Rosa Blanca Hoppy Lager. Die Geschichte des Biers begann 1927, als es erstmal auf den Markt kam. Jahrelang war Rosa Blanca das dominierende Bier auf der Insel, aber nach einem Hoch in den 1950er und 60er Jahren, verlor das Bier im Zuge des Massentourismus immer mehr an Bedeutung bis es 1998 ganz verschwand. Seit ein paar Jahren ist das Bier aber wieder zurück auf der Insel, dieses mal in einer hopfigeren, dem Craftbiertrend angepassten Version

Zur Optik: Klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Grasiges Aroma, welches einem hier zunächst in die Nase kommt. Dazu zitronige Noten, die aber eher ins fruchtige gehen.

Zum Geschmack: Auch hier ein vom Hopfen geprägtes Aroma, welches aber auch seine Fruchtigkeit entfaltet. Alles in allem ist das Bier geprägt von säuerlich/fruchtigen  Zitrusoten. Der Körper ist sehr leicht und so ist dieses Bier wirklich sehr erfrischend. Auch gegen Ende bleibt es wirklich ein gut trinkbares Bier, auch wenn die Zitrusnoten ein wenig nachlassen und es wässriger wird.

Zum Fazit. Ein wirklich sehr erfrischendes Bier welches ich mir auf Mallorca in der Hitze als optimalen Durstlöscher vorstellen kann. Es ist hier und da vielleicht ein bisschen Flach, aber allemal besser als die Alltagsplörre, die man größtenteils dort erhält. Hierfür gibts 4 Sterne.

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Spaten Münchner Hell

Im heutigen Biertest gibt es einen echten Klassiker der deutschen Bierszene, das Spaten Münchner Hell. Das Bier, welches seit seiner Übernahme  durch InBev ein wenig in Vergessenheit geriet und eher ein Schattendasein fristete, erlebt in den letzten Wochen und Monaten eine Art Renaissance. In der kultigen Euroflasche mit neuem Etikett und Kasten, wurde dem Bier frischer Wind in neuer Retrooptik verliehen. Doch wie wurde das Spaten eigentlich zu dem was es heute ist? Nun die Anfänge des Münchner Originals reichen bis ins Jahre 1397 zurück, als auf dem Spatengelände das erste mal Bier gebraut wurde. Seinen ungewöhnlichen Name erhielt das von der Familie Spatt, der die Brauerei zwischen 1622 und 1704 gehörte. 1807 begann die Ära der Familie Sedlmayr, die die Brauerei nun führte. In den Folgejahren wuchs die Brauerei Stück für Stück, bis sie Ende des 19 Jahrhunderts die größte Brauerei Münchens war. In diese Zeit fällt auch der Ursprung des heute verkosteten Bieres, den 1894 war es die Spaten Brauerei, die mit dem heutigen Testbier das erste Münchner Helle auf den Markt brachte. Nachdem sich die Brauerei zunächst mit der Franziskanerbrauerei zusammenschloss, fusionierte sie schließlich 1997 mit der Löwenbräu zur Spaten-Franziskaner-Löwenbräugruppe. 2003 wurde sie schließlich von InBev aufgekauft. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der Schaum ist nach dem einschenken ganz schnell wieder verflogen und man hat praktisch gar keinen im Glas

Zum Geruch: Feinmalziger Geruch. Die leicht süßlichen Malzaromen vermischen sich mit brotigen Noten. Ansonsten ist es recht wässrig.

Zum Geschmack: Sehr süßmalziger Antrunk. Im ersten Schluck gar nicht so schlecht. Im Abgang hat es sogar ganz leicht hopfige Noten. Was aber gleich auffällt, ist die ziemlich hohen Kohlensäureaktivität. Außerdem wirkt das Wasser hart und eisenhaltig. Dadurch wird dem Bier eine Art metallischer Beigeschmack zugefügt. Im weiteren Trinkverlauf wird es dann auch zu süßlich.

Zum Fazit: So wirklich kann mich dieses Bier nicht überzeugen. Es ist nicht besonders spektakulär und hier und da hat es auch ein paar totale Aussetzer. Hierfür gibt es leider nur 2 Sterne.

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Kaiser Kumpf Kristall

Der 17 Spetember ist der Tag der Nationalhelden und was ist wohl der deutsche Nationalheld? Richtig, Bier! Deshalb gibt es heute wieder einen Biertest. Dieses mal gibt es wieder ein Bier der Kaiserbrauerei aus Geislingen. Dabei handelt es sich um ein Bier, welches schon mehrere Preise in seiner Kategorie gewonnen hat, also in gewisser Weise auch ein Held ist. Die Rede ist natürlich vom Kumpf Kristallweizen. Beim World Beer Award wurde dieses Bier als bestes Kristallweizen der Welt ausgezeichnet, da bin ich natürlich gespannt, was dieses Bier verspricht. Der Alkoholgehalt beläuft sich auf 4,9%.

Zur Optik: Goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat eine äußerst schöne weisse Schaumhaube.

Zum Geruch: Ein leicht hefiges, malziges Aroma in der Nase. Es ist süßlich, mit einer deutlich zitronigen Beinote. Man riecht deutlich das Weizenaroma.

Zum Geschmack: Ein im ersten Eindruck sehr frisches und spritziges Bier. Es ist sprudelig und man hat einen deutlichen Zitruston. Es ist teilweise, vor allem in der Backen und Gaumengegend zunächst etwas herb-bitter, bevor es dann in einen zitronigen Ton übergeht, der sich über den Abgang bis weit in den Nachgang zieht und ein leicht säuerliches Mundgefühl zurücklässt. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf sehr angenehm. Manchmal vielleicht ein wenig zu bitter am Gaumen, aber das ist auch mal sehr abwechslungsreich. Dennoch sind die Zitrusaromen nicht nur säuerlich bizzter sonder auch leicht fruchtig/saftig.

Zum Fazit: Ein wirklich mehr als annehmbares Kristallweizen. Eines der besseren die ich bisher getrunken habe und daher bekommt es 4 Sterne.

 

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Superfreunde Super Ale

Die letzten warmen Tage sind noch einmal ideal um ein Bier zu genießen. Daher gibt es heute zum Abschluss des Wochenendes noch einmal einen frischen Test.  Dieses mal gibt es ein Bier von einem noch recht jungen Bierprojekt, nämlich ein Bier von den Superfreunden aus Berlin. Seit 2016 gibt es dieses Projekt nun. Eine eigene Brauerei haben sie dabei nicht, sondern sie mieten sich in Brauereien ein, die Braukapazitäten frei haben und stellen dort ihr Bier her. Herausgekommen sind dabei immer wieder wechselnde Bierspezialitäten, von IPA bis Pils. Aus dieser bunten Riege möchte ich heute das Super Ale  vorstellen, ein Pale Ale oder Easy IPA wie es auf der Website heißt mit 5,9% Alkohol.

Zur Optik: Rötlich bis bernsteinfarbenes Bier. Recht dunkel für ein Pale Ale. Der Schaum ist weiß und ca. 2 cm breit.

Zum Geruch: Beeriges, aber zugleich auch recht grasig/harziges Aroma vom Hopfen. Die leichte Fruchtigkeit ist dabei den harzigen Noten überlegen.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist recht lasch bzw. wässrig. Im Abgang kommen dann bittere/harzige Noten, die dann dem Bier wenigstens etwas Profil verleihen. Immer wieder kommt auch das feine, leicht süßliche Malzbett hindurch. Auch lassen sich in der Mundhöhle ganz leichte mit beerigem Geschmack angehauchte Nuancen durchblicken. Den Alkohol schmeckt man nicht durch und so ist das Bier doch sehr bekömmlich und gut zu trinken. Immer wieder kommen Ansätze von Orangenen und reifen Äpfeln durch.

Zum Fazit: Es ist eine Easy IPA, den der Gesamteindruck vermittelt schon eher ein leichtes Bier mit angedeuteten Ansätzen eines IPA, die aber leider ein wenig im Sande verlaufen. Dennoch kann man es bei diesem Wetter ganz gut trinken. Ich gebe hierfür 3 Sterne

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Rotochsen hefeweizen hell

Im heutigen Biertest bleiben wir mal wieder in der Region. Dieses mal geht es auf die Ostalb nach Ellwangen an der Jagst. Auch dort hat sich über die Jahrhunderte noch eine Brauerei erhalten. Seit 1680 schon braut hier die Brauerei Rotochsen, die nach wie vor in Besitz der Familie Veit ist. Aus dem kleinen Sortiment, welches einige traditionelle Biersorten umfasst, möchte ich heute des helle Hefeweizen verkosten. Das Weizen hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Mittelorangenes Bier, welches klar filtriert ist. Es hat einen ordentlichen weisen Schaum.

Zum Geruch: Bananig hefiger Geruch, aber auch einen ordentlichen Einfluss von Nelke.

Zum Geschmack: Fruchtiges Bier. Es entfaltet vor allem im Abgang eine schöne Note von Vanille und Banane. Ansonsten hat das Bier eine ausgeprägte Getreidenote, die immer mal wieder von den zuerst beschriebenen Eindrücke umrandet wird. Hier und da wird es noch von ein paar kräutrigen Nuancen ergänzt. Die einzelnen einzelnen Komponenten könnten aber etwas besser aufeinander abgestimmt sein und so wirkt das Bier einfach ein wenig zu schwerfällig. Dies liegt auch an der etwas mangelnden Kohlensäure.

Zum Fazit: Ein solides Weizen, dem aber hier und da einfach etwas an Substanz fehlt. Es hat zwar tolle Nuancen, diese sind aber nicht gut aufeinander abgestimmt und das macht es unrund. Hierfür gibt es dann leider nur 3 Sterne.