Veröffentlicht in 3-Sterne

Lübzer Pils

Im heutigen Biertest geht es nach Mecklenburg. Da nach der Wiedervereinigung recht schnell viele Betriebe schließen mussten gibt es dort nur noch ein handvoll Traditionsbrauereien. Eine davon ist die Lübzer Bierbrauerei. Diese befindet sich in der Ortschaft Lübz auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Seit 1877 braut die Brauerei und hat in ihrer langen Geschichte unter anderem den wirren des zweiten Weltkriegs und der DDR getrotzt und sich zu einer der größten Brauereien in Norddeutschland entwickelt. Das die Brauerei heute so gut dasteht und eine der modernsten ist, hat sie hauptsächlich der Tatsache zu verdanken, das die Brauerei 1991 von Holsten aus der Treuhand übernommen wurde und dadurch massiv in den Standort Lübz investiert wurde. Mittlerweile gehört aber sowohl die Holsten als auch die Lübzer Brauerei zum dänischen Carlsberg Konzern. Vorkostet wird heute das Pils der Brauerei, die bekannteste Sorte der Brauerei und auch ein typisches Bier, wenn man an die raue und stürmische Ostseeküste denkt. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,9%

Zur Optik: Klares hellgoldenes Bier. Der Schaum ist für ein Pils ganz ordentlich und wirkt sehr sprudelig.

Zum Geruch: Ja der Hopfen weht einem wie ein steife Brise an der Ostsee entgegen. Grasige Noten machen sich in der Nase breit. Aber auch das leicht süßliche Malz trägt zur Geruchsnuance bei.

Zum Geschmack: Hopfiger spritziger Antrunk leicht süßlicher Mittelteil und im Abgang dann wieder der herbe Hopfen. Insgesamt sehr hopfenbetontes Bier, das aber eher ins blumige, als ins richtig herbe und trockene geht. Im Abgang hat man eine Hopfennote auf der Zunge, die von feinen Malztönen umspült wird. Jedoch ist mir dieses Bier insgesamt zu flach, den vom Malz ist fast so gut wie gar nicht zu schmecken und so fehlt diesem Bier das Malzbett. Hintenheraus breitet sich die zarte bittere dann auch in die Backengegend aus. Von einem norddeutschen Pils hätte ich mir jedoch mehr raue herbe erwarte, wie sie an eine stürmische Küste erinnert.

Zum Fazit: Ganz solides Pils welches durch seinen herbe auch klar als Pils rüberkommt. Jedoch ist es zu geradlinig und massentauglich. Ich bevorzuge, wenn ich ein Pils trinke, hopfigere und herbere Biere. Außerdem könnte es im Hopfen noch etwas fruchtiges sein. Dennoch ein recht solides Bier, dem so ein bisschend er Körper fehlt, trotzdem aber besser ist als viele andere Pilsbier aus vergleichbaren Brauereien. Hierfür gibt gute 3 Sterne.

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