Veröffentlicht in 4-Sterne

Günther Bräu Sommer Halbe

Passend zur jahreszeit hat Günther Bräu aus Burgkunstadt eine Sommer Halbe im Sortiment, die jedes Jahr für die besonders heißen Tage gebraut wird. Stilistisch handelt es sich hier um ein naturtrübes Helles mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik. Ein trübes, orangenes Bier. Es hat nicht wirklich viel Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiger Geruch bei dem zusätzlich noch ein leichter Hauch von Zitrus in die Nase kommt.

Zum Geschmack: Ich habe ein durchaus überzeugendes Bier. Es ist etwas schlank im Abgang mit einem leicht süßlichen, aber auch an Zitrus erinnernden Ab- und Nachgang. Im Körper ist es dagegen angenehm schlank. Insgesamt wirkt das Bier auf mich sehr erfrischend mit einer fruchtigen Süße im Abgang, die mich doch stark an Apfel erinnert mit einem leichten hauch von Zitrus. Dennoch gibt der Hopfen durchaus auch etwas herbe, würzige Aspekte mit, die den Geschmack insgesamt sehr gut abrunden.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr gelungenes fruchtiges und erfrischendes Sommerbier.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Hennemann Zwickl

Mit der Brauerei Henemann aus Sambach-Pommersfelden hat auch der für seine Biervielfalt weltbekannte Landkreis Bamberg Ende Juli wieder eine Braustätte verloren. Mangels Nachfolger haben sich die Eigentümer Hans und Siglinde Hennemann nämlich dazu entschlossen, Brauerei und Gasthof Ende Juli stillzulegen und in den verdienten Ruhestand zu gehen. Das ist natürlich zutiefst schade, aber doch irgendwo auch verständlich. In Erinnerung an die Brauerei verkoste ich folgenden Test nun noch einmal deren Zwickl, dass auf einen Alkoholgehalt von 4,9% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiger Geruch, der auch leicht brotig erscheint.

Zum Geschmack: Das Bier hat einen durchaus würzigen Charakter. Der Körper ist einigermaßen schlank, aber verfügt dennoch über eine durchaus angenehme Würzung am Gaumen. Zudem ist das Bier sehr spritzig. gegen Ende zeigt sich noch eine etwas keksige Malznote und auch leichte Karamellnoten. Vor allem ist es jedoch diese schöne hopfige Bittere am Gaumen, die dem Bier den entscheidenden Kick gibt.

Zum Fazit: Wirklich ein richtig leckeres, vor allem eher hopfenbetontes Zwicklbier, das mir wirklich hervorragend schmeckt und deshalb auch eine Wertung von 4 Sternen bekommt.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Weiherer Keller Märzen

Vom recht umfangreichen Sortiment der Weiherer Brauerei Kundmüller habe ich im folgenden Biertest das Kellermärzen. Erstmals gebraut anlässlich des 140 jährigen Jubiläums ist es ein Hommage an die Biere, wie sie schon zur Gründungszeit der Brauerei gebraut und getrunken wurden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger, vor allem sehr sehr karamelliger Geruch zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, das sehr getreidig und kräftig ist, aber irgendwie aber auch sehr urig und im Abgang würzig wirkt. Es hat zudem eine ganz leichte Honigsüße, die dann und wann dazwischenkommt. Es ist ein sehr kerniges Bier, das mir aber im Abgang etwas zu süß ist und dieser doch etwas fruchtige Geschmack finde ich passt nicht so richtig zum restlichen Bier. Dennoch kommen auch schöne Karamellnoten und etwas von roten Beeren im Geschmack an.

Zum Fazit. Ein vor allem würziges, hopfig bitteres Bier, das dennoch auch über einen kräftigen Malzkörper verfügt. Die Fruchtnoten sind etwas unpassend aber dennoch wirklich lecker und geschmackvoll. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Aufsesser Hopfen Trunk

Den Hopfentrunk der Familienbrauerei Rothenbach aus den oberfränkischen Aufsess nehme ich nun im folgenden Biertest genauer unter die Lupe. Wie der Namen schon vermuten lässt steht bei diesem Bier der Hopfen im Mittelpunkt und zwar hier der Hersbrucker Doldenhopfen, welcher ebenfalls in Franken im Nürnberger Land angebaut wird. Bei diesem Bier handelt es sich also folglich um eine wirklich durch und durch fränkische Angelegenheit. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig grasiger Geruch. Er riecht leicht nach Zitrusfrüchten.

Zum Geschmack: Ich habe ein frisches Bier mit grasigem, leicht fruchtigem Hopfen, der im Abgang eine feine Süße und etwas Zitrusaroma offenbart. Das Bier hat eine wie ich finde ganz angenehme Hopfung, etwas Würze und auch Malzsüße im Abgang, schmeckt aber wie ich finde auch leicht nach Kräuterbonbons. Der Körper des Bieres zeigt sich insgesamt eher leichter, es ist aber im Abgang schön herb und leicht fruchtig. Insgesamt wirkt das Bier auch sehr vollmundig und dennoch auch sehr frisch. Die Kohlensäure ist eher ein wenig moderat und könnte durchaus noch etwas mehr sein, dann wäre es wirklich sehr süffig.

Zum Fazit: Im Geschmack ein sehr sehr wirklich ordentliches Bier mit sehr frischer Hopfennote. die aber sehr grasig ist mit einer guten Fruchtaromatik die an Zitrus erinnert. Von mir gibt es dafür 4 Sterne

Veröffentlicht in 4-Sterne

Thomann Kellerteufel

Die Brauerei Thomann ist eine recht kleine Landbrauerei im nur etwa 150 Einwohner zählenden Ort Wiesen welcher zu Bad Staffelstein gehört. Seit 1770 wird dort nachweislich Bier gebraut, seit 1870 durch die namensgebende Familie Thomann. Der Klassiker der Brauerei ist der Kellerteufel, der auf einen Alkoholgehalt von 5% kommt.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.


Zum Geruch: Ein brotiger, süßlicher und leicht teigiger Geruch steigt einem in die Nase. Es riecht auch etwas fruchtig eventuell nach Streuobst.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist das Bier sehr vollmundig. Zunächst hat man einen durchaus süßmalzigen, aber auch leicht fruchtigen in die Richtung von Apfel gehenden Geschmack. Im Abgang ist durchaus auch eine dezente Hopfennote, die etwas Würze ins spiel bringt vorhanden. Insgesamt gefällt mir beim Bier vor allem seine Vollmundigkeit. Es hat zwar schon eine durchaus ausgeprägte Süße im Geschmack, diese ist aber so gehalten, dass sie nicht unbedingt zu süß wird. Im Nachgang kommt etwas Hopfen und eben diese getreidige, leicht teigig wirkende Süße, die durchaus auch an Äpfel oder Birnen erinnert. Die Kohlensäure ist moderat gehalten, aber das Bier dennoch sehr süffig. Auch Karamellnoten klingen an.

Zum Fazit: Das klassische fränkische Land oder Kellerbier wird einem hier definitiv geliefert. Es ist nicht ganz so würzig wie andere Biere, dafür hat es eine sehr schöne Malzsüße, etwas Fruchtnoten und Karamell. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Hertl Der Leisi

Der Leisi ist der Cousin von Besitzer und Braumeister David Hertl. Da der Handwerker in der Brauerei gerne mit anpackt, wenn es irgendwo mal wieder klemmt, hat er von seinem Cousin ein eigenes Bier bekommen. Stilistisch handelt es sic um ein Rotbier mit einem Alkoholgehalt von 4,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein überraschend fruchtiges Hopfenaroma in der Nase. Es ist etwas obstig und hat auch Anflüge von Pfirsich oder Pflaume und das obligatorische Karamell.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier, welches spritzig frisch ist und dennoch auch eine gute Portion Hopfen am Gaumen mitbringt, der es angenehm herb macht. Der Körper wirkt hingegen einigermaßen schlank. Das Bier ist dennoch mit ein ganz klein wenig an Röstaromen und Karamell am Gaumen ausgestattet. Man hat ein Bier, welches auch im weiteren Trinkverlauf sehr aromatisch ist und dazu diese fruchtig herben Noten mit in den Geschmack bringt.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 3 Sternen. Es ist durchaus etwas gehaltvoll, aber mir persönlich insgesamt einfach ein wenig zu mild.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Keesmann Herrenpils

Das bekannteste Bier der Brauerei Keesmann aus Bamberg ist zweifelsohne das Herrenpils, dass einen Großteil der dortigen Bierproduktion ausmacht. Auch die Gaststätte, in der ich selbst schon einmal war, ist durchaus einen Besuch wert, wenn man dieses Bier frisch vom Fass genießen möchte. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein blumiges, aromatisches Bier. Es riecht nur leicht getreidig und etwas strohig.

Zum Geschmack: Es ist auch im ersten Eindruck ein sehr erfrischendes Bier mit einer leichten Hopfennote am Gaumen. Es hat einen leichten Körper und eine mittlere Spritzigkeit. Es ist aber auch blumig hopfig. Auch im weiteren Trinkverlauf finde ich es ein sehr aromatisches und frisches Pils, dass mit seinem schlanken Körper überzeugt. Ich empfinde es als sehr erfrischend. Es ist aber auch überhaupt nicht herb, da der Hopfen eher blumig und aromatisch daherkommt. Dennoch ist der Abgang leicht trocken. Das Malz sorgt für eine leichte Süße.

Zur Fazit: Ein sehr frisches und vor allem wirklich schön florales Hopfenaroma hat dieses Bier. Alles in allem dürfte es gerne noch eine kleine Spur würziger sein, aber dennoch habe ich hier ein wirklich sehr süffiges und gut schmeckendes Bier. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Lang Bräu Pils

Eigentlich gibt es die Biere der Langbräu aus Schönbrunn seit der Schließung im Mai letzten Jahres nicht mehr. Es gibt jedoch eine Ausnahme. Das Bräustüberl hat nämlich weiterhin geöffnet und dort gibt es unter anderem das Lang Bräu Pils vom Fass, welches nach strengen Vorgaben von der Brauerei Jacob gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges Bier. Ansonsten eher geruchsneutral..

Zum Geschmack: Ich habe ein erfrischendes, prickelndes Pils. Es ist im Abgang zunächst leicht süßlich, dann aber auch hopfig fruchtig. Der Körper des Bieres zeigt sich insgesamt schlank, etwas hopfig im Abgang mit einer leichten Süße des Malzes. Insgesamt hat man ein durchaus etwas hopfigeres Bier, der Malzkörper ist hier aber auch deutlich zu schmecken und bringt etwas Malzsüße mit. So hat man ein im Antrunk zunächst etwas getreidige Süße, bevor dann im Abgang durchaus mehr Hopfen ins Spiel kommt und dies so ein sehr schönes feinherbes Mundgefühl im Abgang erzeugt. Durch das Malz ist der Abgang nicht ganz so trocken wie bei anderen Pilsbieren.

Zum Fazit: Ein feinherbes Pilschen. Das ich durchaus als sehr lecker empfinden würde. Das Malz kommt stärker zur Geltung als bei anderen Pilsnern, aber dennoch kommt auch der Hopfen nicht zu kurz. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Wiethaler Kirchweihbier

Aktuell ist Kirchweihsaison in Franken und für diese Zeit haben viele der vor Ort ansässigen Brauereien auch ein passendes Festbier im Sortiment. So gibt es auch von der Wiethaler Brauerei ein spezielles Kirchweihbier, welches ich in diesem Beitrag vorstellen möchte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, süßliches, auch etwa komisch riechendes Bier.

Zum Geschmack: Im Körper zeichnet sich das Bier durchaus kräftig, im Nachgang ist es mir hier aber zu süßlich im Mund. So richtig süffig finde ich es aber nicht, weil es eben so ein brotig süßliches Mundgefühl im Nachgang hinterlässt, das von der Struktur etwas teigig wirkt. Mir fehlt hier klar die Hopfenwürze. Zudem könnte auch die Kohlensäure durchaus noch etwas präsenter sein. Es wirkt zudem auch ganz leicht alkoholisch. Insgesamt finde ich das Bier einfach unrund und mir ist es zu malzig im Abgang. Es bleibt im Ab- und Nachgang einfach so eine Art malzig teigiges Aroma im Mund, welches ich als durchaus eher unangenehm empfinde.

Zum Fazit: Nein mit diesem Festbier habe ich nicht wirklich Freude. Insgesamt ist das einfach doch wirklich unangenehm und so gibt es von mir dafür auch nur 2 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Leupser Pils

Neben dem dunklen Vollbier gibt es von der Brauerei Gradl aus dem oberfränkischen Leups ganzjährig auch noch ein Pils. Dieses verkoste ich nun im folgenden Beitrag. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ich habe ein ganz leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen eher mäßigen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus leicht hopfiger, dezent grasiger Duft, der in die Nase strömt.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein erfrischendes und durchaus auch hopfiges Bier, das im Abgang und vor allem im Nachgang dann durchaus ein feinherbes Hopfenaroma hat, dass sehr lecker und frisch wirkt. Auch im weiteren Tirnkverlauf hat man ein Bier mit einer durchaus knackigen Hopfennote im Gaumen, die auch noch lange im Nachgang bestehen bleibt. Die Hopfennote ist durchaus bitter, hat aber auch etwas aromatisches, leicht grasiges. Mir fehlt hier aber etwas der Körper und es wirkt leicht Eindimensional.

Zum Fazit: für fränkische verhältnisse hat man hier ein durchaus ordentliches Pilsbier mit knackiger Hopfenbittere. Ein bisschen etwas fehlt aber dennoch, vor allem der Malzkörper. Von mir gibt es 4 Sterne.