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Ratsherrn Imperial Pilsner

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier aus der New Era Pilsner Serie der Ratsherrn Brauerei aus dem Hamburger Schanzenviertel. Beim imperial Pilsner handelt es sich dieses Mal um ein stärker eingebrautes Pilsner Bier, einen Pils-Bock wenn man so will. Der Alkoholgehalt liegt dementsprechend bei 7,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes bis bernsteinfarbens Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges Aroma mit einem leicht fruchtigen Touch. Es ist Bier, das auch etwas kerniges und eine hopfig herbe Note hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es zum einen etwas süßlich mit dann etwas getreidg en Noten im Abgang, dann wird es aber herber. Es hat einen sehr kräftigen Malzkörper, der jedoch je weiter der Trinkverlauf andauert von herben Hopfennoten kaschiert wird, im Mundgefühl aber präsent ist. Es ist ein doch herbes und bitteres Bier, dessen Pilscharakter man nicht wegdiskutieren kann.

Zum Fazit: Ein Bier, das so rau ist wie der Norden und kräftig wie eine steife Brise. Wer auf solch ein Pils mit dem gewissen Kick steht ist hier gut aufgehoben. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, da es noch etwas aromatischer sein könnte.

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Bruch Landbier

Für mein heutiges Bier muss ich mich bei einem Kumpel fürs Beschaffen bedanken. Es führt mich dabei ins Saarland zur Bruch Brauerei die sich in der Landeshauptstadt Saarbrücken befindet. Die Ursprünge des Betriebes gehen dabei zurück bis ins Jahre 1702. Auch meine heutiges Testobjekt das Landbier 1702 trägt diese Zahl im Namen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Man hat ein rötlich beeriges Aroma. Es riecht leicht röstig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, bei dem beerige bis röstige Noten dazukommen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier das süffig ist. Die leicht röstige, karamellige Note schwingt leicht mit, ist aber nicht unbedingt stark präsent.

Zum Fazit: Ich habe hier ein Bier, welches ich als gut trinkbar erachte. Es ist aber ein wenig unspektakulär und für ein dunkles Bier sind die Röstnoten zu schwach. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Timmermans Kriek Lambic

In meinem heutigen Test geht es nach Itterbeek, welches sich im unmittelbaren Einzugsgebiet der belgischen Hauptstadt Brüssel befindet. Die Ursprünge der Brauerei lassen sich bis ins Jahre 1702 zurückverfolgen. Damit ist sie eine der ältesten Brauereien in Belgien. Die Brauerei war ab 1911 in besitz der Familie Timmermans die ihr auch den Namen verliehen. Sie verkauften jedoch 1993 ihre Mehrheitsanteile an den Bierhändler John Martin. Spezialisiert ist die Brauerei auf das für die Brüsseler Gegend typische Lambic Bier. Im Test habe ich heute das Kriek Lambic, ein Lambic welches mit Sauerkirschen verfeinert wurde. Im Gegensatz zu Radlern oder anderen Biermischgetränken werden bei Fruchtlambics die Früchte bzw. das Fruchtmus schon während des Brauvorgangs zum Bier gegeben und nicht erst mit dem fertigen Bier vermischt. Der Alkoholgehalt liegt dementsprechend auch bei 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist süßlich und natürlich nach Kirsche aber nicht unbedingt nach Sauerkirsche. Es wirkt leicht aromatisiert. Ein ganz wenig kommt das Bier durch.

Zum Geschmack: Im Antrunk prickelt es auf der Zunge. In der Mitte ist es süßlich und im Abgang dann ein wenig säuerlich. Am Gaumen prickelt es zunächst, bevor es dann im Nachgang wieder süßlich wird. Im Rachen hat man sogar ein wenig malzige Noten, während sich auf der Zunge eine gewisse Malzsüße festsetzt.  Das Bier kommt aber nicht so richtig durch und es erinnert doch eher an Kirschsaft.

Zum Fazit: Ein Bier, das auf jeden Fall natürlich und nicht künstlich wirkt. Es ist authentisch, jedoch könnte es noch ein wenig säuerlicher sein. Auch kommt das Lambic nicht so recht durch. Ich gebe dem Bier 3 Sterne, aber erachte es als sehr erfrischend.

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Hersbrucker Dampfsud

Heute habe ich in meinem Test ein Bier aus der im Nürnberger Land gelegenen Stadt Hersbruck. Von einem Hopfenanbaugebiet umgeben, finden sich in der Stadt also beste Voraussetzungen um eine Brauerei zu betreiben. Das dachten sich auch die Bürger der Stadt und so gründeten sie im Jahre 1920 um den Brauersohn Hans Deinlein die Bürgerbräu Hersbruck, welche inzwischen komplett in Familienbesitz ist. Der Dampfsud, den ich vor mir stehen habe ist ein Dunkles, wie es zur damaligen Zeit üblicherweise getrunken wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein rötlich-braunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiges, leicht beeriges Aroma. Etwas vanilliges mache ich zusätzlich aus.

Zum Geschmack: Ein röstiges Bier mit beerigen Noten und auch einer guten würze. Die Kohlensäurekonzentration ist sehr hoch. Im Abgang kommt zudem eine gute Hopfennote. Es ist es zunächst etwas wässrig, bevor dann eine röstige Note durchkommt. Gegen Ende wird das Bier etwas klebrig und verliert auch seine Spritzigkeit. Auch wenn durch das Zurückgehen der Kohlensäure der andere Geschmack durchkommt, ist es doch ein wenig zu klebrig/süßlich.

Zum Fazit: Schade, nach einem starken Einstieg wird es mir leider etwas zu klebrig und so zieht sich die zweite Hälfte des Biergenusses. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Room 203

Im heutigen Biertest habe ich wieder ein Bier der sehr experimentellen Room Serie. Die beteiligten Brauereien sind dieses Mal die Braumanufaktur Hertl, Freigeist Bierkultur und Straßenbräu Berlin. Herausgekommen ist dabei dieses Mal ein Mohn Milk Stout mit einem Alkoholgehalt von 6%.

Zur Optik: Ein trübes braunschwarzes Bier. Es hat einen sehr cremigen leicht bräunlichen Schaum.

Zum Geruch. Man hat etwas Röstiges und milchige Noten. Man riecht auch den Mohn, der etwas nussiges in sich birgt.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es noch etwas weich, bevor dann am Gaumen eine ordentliche Portion Hopfen und röstige Noten hat. Der Nachgang ist dann eher milchig und das bleibt auch doch prägnant am Gaumen hängen. Der Körper an sich ist recht leicht. der milchige Nachgang hängt sich aber recht komisch an den Gaumen. Dieser Nachgang ist leider sehr penetrant und verdirbt dem Bier, den durchaus herb röstigen Einstig. Die einzelnen Komponenten passen auch nicht so recht zusammen und der Mohn klingt nur am Rande an.

Zum Fazit: Durch diesen penetranten Nachgang tut man sich wirklich schwer dieses Bier zu Ende zu trinken. Daher kann ich diesem Bier auch leider nur einen Stern geben auch wenn es gute Ansätze im Antrunk zeigt.

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Oproer refuse/resist

Im heutigen Biertest habe ich ein Bier aus dem niederländischen Utrecht im Programm. Es geht zur Oproer Brouwerij, die erst seit 2016 existiert. Das refuse/resist welches ich heute verkoste ist seines Zeichens ein imperial IPA mit einem Alkoholgehalt von 8,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernstein-orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr obstiger Geruch hab ich hier in der Nase. Man riecht Äpfel oder Birnen.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist ein eher bittererer und hat einen komischen Nachgang im Mund. Es ist wie ich finde sehr harzig im Geschmack dieses Bier. Es handelt sich um ein sehr harziges Bier, das Noten von reifen und tropischen Früchten aufwirft, bei dem für mich vor allem die Papaya in den Vordergrund sticht. Es ist sehr kantig und doch auch hopfig, wenn auch nicht bitter sondern eher harzig.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr gutes Double IPA, dem mir aber etwas die Varianz zu den harzig-fruchtigen Noten fehlt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Kuchlbauer Weisse

Im folgenden Test dreht sich alles um die Weisse der Weissbierbrauerei Kuchlbauer aus Abensberg in Niederbayern. Das Weissbier ist der Klassiker der Brauerei, die durch den von Friedensreich Hundertwasser inspirierten Kuchlbauerturm bekannt ist, der sich auf dem Brauereigelände befindet. Der Alkoholgehalt des Bieres beträgt 5,2%.

Zur Optik: Ein orangegoldenes , naturtrübes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig bananig. Dieser wirkt ein wenig ausgereifter. Dazu komt eventuell noch ein bisschen Pflaume und Nelke.

Zum Geschmack: Ein geschmackiges Bier mit einem leicht kernigern und fruchtigen Abgang bei dem sich Banane und auch die Pflaume leicht in den Nachgang einmischen. Es ist ein wenig sprtzig und bringt auch eine gute Geschmackskombination mit. Es fehlt mir aber so ein bisschen der getreidige Körper. Jedoch gefällt mir bei diesem Bier vor allem die Fruchtigkeit im Abgang, der auch nach einem weiteren Trinkverlauf schöne Bananen- und Pflaumennoten bereithält. Dazu sind sie mit einer leicht beerigen Note apostrophiert.

Zum Fazit: Ich halte das Ganze für ein wirklich gutes Weizenbier, das in sich stimmig wirkt. Mich hat es schlussendlich wirklich überzeugt und so gelange ich zu einer Wertung von 4 Sternen.

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Gusswerk Brotbier

Heute ist der Welternährungstag und da Bier ja bekanntlich zumindest in Bayern ein Grundnahrungsmittel ist bietet sich ein Biertest natürlich an. Des Weiteren ist die Geschichte des Bieres auch unmittelbar mit der Geschichte des Brotes verbunden, das im Grunde genommen aus fast den selben Zutaten besteht. Das erste Bier soll auch durch Zufall durch ein vergessenes Laib Brot das dann vergärte bei den Summerern entstanden sein. Daher wird es heute ein Brotbier geben, welches von der österreichischen Gusswerk Brauerei gebraut wird. Bei diesem Bier wird das Malz zum Teil durch Bio-Brotwaren der Interspar Bäckerei ersetzt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, orangenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotig, süßliches Aroma hat man hier in der Nase. Einzig die etwas zu süßlichen Noten stören den brotigen Geruch.

Zum Geschmack: Eine sehr prickelnde Kohlensäure fällt hier auf jeden Fall auf. Im Abgang ist es sehr süßlich, aber nicht so richtig brotig. Die getreidgen Aromen sind eindeutig dominant. Es ist teilweise leicht karamellig, aber mir fehlt hier vor allem der Hopfen. Er klingt mit leicht grasigen Noten an, aber viel zu wenig wenn ich ehrlich bin.

Zum Fazit: Man schmeckt das bei diesem Bier die getreidigen und brotigen Noten ganz klar im Vordergrund stehen. Diese werden auch gut umgesetzt, jedoch sind sie mir dann schlussendlich etwas zu voluminös. Es fehlt hier ein Gegenpart durch den Hopfen. ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Erdinger Dunkel

Im heutigen zweiten Biertest habe ich ein Bier der für ihre Weissbiere weltbekannten Erdinger Bierbrauerei. Die Brauerei hat ihre Ursprünge im Jahre 1886 und befindet sich seit 1935 in Besitz der Familie Brombach. Seit neuestem scheint auch Liverpool Trainer Jürgen Klopp ein Liebhaber dieser Biere zu sein, ist er doch großflächig in Werbespots der Brauerei zu sehen. Grund genug also nach längerer Zeit einmal wieder ein Bier der Brauerei zu verkosten. Ich habe mich dabei für die dunkle Version des Weißbieres entschieden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein schwarzes, trübes Bier. Der weiße Schaum ist ordentlich und hat leicht bräunlich-cremige Einflüsse.

Zum Geruch: Man hat leichte Schokonoten und es ist etwas fruchtig. Es erinnert ein bisschen an Pflaume.

Zum Geschmack: Zunächst einmal ist es ein geschmacklich eher flaches Bier. Es fehlen die richtig intensiven Noten, vor allem die für ein dunkles Bier charakteristischen fruchtig-schokoladeigen Noten fehlen hier komplett. Im Abgang prickelt es ein wenig und man spürt den Hopfen auf der Zunge. Zusätzlich hat man im Nachgang ein wenig Kakao im Rachen. Im Antrunk betäubt die Kohlensäure die Zunge und verhindert so jegliche Geschmacksverbreitung. Wenn die Kohlensäure nachlässt, wird es ein wenig besser und lässt ein wenig mehr Geschmacksvielfalt zu. Man hat im Abgang somit etwas mehr von den schokoladigen Aromen, die aber weiterhin nur ganz leicht durchkommen. Im ganzen Bier schwingt immer etwas von den getreidigen Noten mit und man kann sich auch denken, dass es ein eher dunkles Bier ist, jedoch nicht unbedingt beim ersten Eindruck.

Zum Fazit: Mich hat dieses dunkle Weizen nicht so richtig überzeugt. Es fehlt einfach das was für mich ein dunkles Weizen ausmacht. Ich dem Bier eine Wertung von 2 Sternen.

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Brussels Beer Project Baby Lone

In meinem heutigen Biertest entführe ich euch in die belgische Hauptstadt zum Brussels Beer Project. Das Beer Project entstand 2013, als sich ein paar Bierliebhaber zusammenschlossen. Das Baby Lone, meine heutiges Testobjekt ist dabei ein ganz besonderes Bier, wurde hier doch zur Gärung auch altes Brot verwendet, das ansonsten weggeworfen wurde. Insofern handelt es sich bei dem Bier also um ein Getränk, das auch für die Umwelt gut ist. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein dunkelorangenes Bier mit einem Bernsteinstich. Es ist sehr trüb und hat einen ziemlich ordentlichen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein dezent fruchtiges Aroma. Das Aroma erinnert an Erdbeere. Dazu kommen leicht tropische Aromen wie Litschi und etwas Maracuja.

Zum Geschmack: Auch hier setzt sich die Fruchtigkeit wirklich in den Vordergrund. Im Abgang wird sie dann von bitteren und harzigen Noten ergänzt. Es ist ein wirklich sehr stimmiges Bier. Das Malz hält sich dezent im Hintergrund, sorgt aber für einen vollen Körper, auf dem sich die Fruchtigkeit entfalten kann. Auch kommt für mich ganz klar die Erdbeere durch, die sich vom Anfang bis an den Gaumen zieht und dann langsam in bittere Noten übergeht. Der Übergang ist perfekt getroffen.

Zum Fazit: Ich schmecke keinen Unterschied, ob hier nun Brot oder Malz verwendet wurde. Es hat einen vollen Körper, aber vor allem die Fruchtigkeit ist für mich hier entscheidend. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.