Veröffentlicht in 3-Sterne

Kiara Blanche

Nachdem wir gestern auf dem französischen Festland waren, verschlägt es uns heute auf Frankreichs größte Insel Korsika. Dabei gilt es zunächst einmal einen herzlichen Dank an Freunde auszusprechen, die mir diese Bierspezialität mitgebracht haben. Es geht zur noch recht jungen Brauerei Kiara nach Aleria, welches sich an der Ostküste der Insel befindet. Kiara, nach der die Brauerei benannt ist und welche sich auch auf dem Etikett befindet, soll eine Nymphe der Sage gewesen sein, welche nur wenige hundert Meter von der Brauerei geboren worden sein soll. Verantwortlich für das Bier ist Ghjuvan Petru Pieri, der die Brauerei erst Anfang 2019 ins Leben rief. Es gibt 2 Sorten, von denen ich heute das Blanche, ein Witbier verkosten möchte. Der Alkoholgehalt des Bieres beträgt 4,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Es ist sehr fruchtig und riecht nach Orange, aber auch Banane und Aprikose.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es doch recht herb und aber gar nicht bitter. Es ist sehr spritzig, aber ohne lange nachzuhallen. Vor allem im Antrunk ist es spritzig und so kommt leider noch nicht so viel vom eigentlichen Geschmack durch, die Kohlensäure mit ihrem prickeln die Geschmacksknospen ein wenig betäubt. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf sehr sprudelig und so nimmt es sich so leider viel vom Geschmack weg. Es ist sehr leicht am Gaumen, aber auch süßlich mit einer gewissen Orangennote die am Gaumen zum Vorschein kommt. Dazu ist im Abgang etwas Banane.

Zum Fazit: Ich würde dem Bier solide 3 Sterne gebe. Es ist zwar wirklich erfrischend und sehr sehr prickelnd, aber die Kohlensäure ist bisweilen auch einfach störend. Es bleibt so leider nicht so viel von anderen Geschmacksnuancen übrig.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Stuttgarter Hofbräu Herren Pils

Im heutigen zweiten Biertest gibt es dieses Mal wieder ein Bier von Stuttgarter Hofbräu. Es handelt sich dabei um das Herren Pils einen absoluten Klassiker der Brauerei. Mit einem Alkoholgehalt von 4,8% ist es auch hier im Pilsbereich anzusiedeln.

Zur Optik: Ein goldenes Bier. Es ist klar filtriert und der Schaum kann sich sehen lassen.

Zum Geruch: Ein hopfiges Aroma, das sogar ein wenige florale und grasige Noten hat. Es wirkt aber auch ein wenig parfümig.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr herbes Bier mit einem wirklich sehr feinen Hopfenaroma. Jedoch ist der Abgang wirklich parfümig. Es hat einen harzigen Geschmack am Gaumen. Also das ist schon ein echtes Pils, bei dem der parfümige Geschmack dann auch nach dem ersten Eindruck weitestgehend verschwindet. Stattdessen hat man im Nachgang nun einen leicht süßlichen Malzton am Gaumen. Die Hopfennoten beschränken sich hauptsächlich auf den Antrunk und den Abgamg. Am Gaumen bekommt der Hopfen jedoch dann einen Schub der Kohlensäuren, sodass eine sprudelnde Bittere am Gaumen ensteht, die nicht ganz so angenehm ist, sondern fast schon ein bisschen kratzig.

Zum Fazit: Ich finde man hat hier ein doch einigermaßen ansprechendes Pils. Es ist herb und hat Charakter, der Körper ist dabei gewohnt schlank. Es ist spritzig, jedoch sprudelt es mir ein wenig zu sehr. Ich gebe dem Ganzen gute 3 Sterne, da der Hopfen für mich noch aromatischer sein könnte.

Veröffentlicht in 3-Sterne

McGargles Francis Big Banging IPA

Nachdem es gestern ein Bier gab, welches den irischen Charakter vermitteln sollte, gibt es heute ein Bier, welches wirklich von der grünen Insel stammt. Ich werde ein IPA der Marke McGargles verkostet, welche von der Rye River Brewery gebraut wird. Die Rye River Brewery existiert seit 2013 und ist nach einem Umzug nun in Celbridge. Das Francis Big Banging IPA, welches ich heute verkosten werde, soll ein IPA sein, welches an US IPAs angelehnt ist, an welche Art IPA genau wird leider nicht näher erläutert. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat eine mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma, aber es ist nicht zu intensiv. Man hat etwas Ananas und Mango. Dazu etwas herbe Hopfennoten.

Zum Geschmack: Auch im ersten Eindruck hat man gewisse ätherische Noten, wobei im Nachgang die oben besprochenen Fruchtnoten durchkommen. Es hat aber auch eine ordentliche Spur bitteren und harzigen Hopfens, der dann doch die Dominanz im ersten Eindruck übernimmt. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es dann eher im biteren Geschmackssegment unterwegs und es wirkt im Mundgefühl teilweise eher trocken und herb. auch wenn eine gewisse Fruchtaromatik am Rande bestehen bleibt. Diese Geschmacksnuancen bleiben bis zum Ende gleich und beständig.

Zum Fazit: Es ist ein doch sehr sehr herbes und bitteres Bier. Der Hopfen ist hier klar tonangebend. Ich finde dem Bier fehlt aber noch eine andere Geschmacksebene und daher wirkt es auf mich ein wenig eindimensional. Ich gebe dem Ganzen daher 3 Sterne.

.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Becks Red Ale

Es ist zwar schon eine ganze Weile her, seitdem Becks versucht mit seinen Taste the World Kreationen im Craftbeerbereich Fuß zu fassen, jedoch möchte ich heute mit dem Red Ale nun auch mal selbst ein Bier aus dieser Reihe verkosten. Das Red Ale soll den Charakter Irlands Repräsentieren und schielt vermutlich in die Richtung eas auch in Deutschland sehr bekannten Kilkenny Bieres. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstiger, leicht milchiger Geruch hat man in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein nettes süßlich getreidiges Aroma mit leichten beerigen Noten. Irgendwie bekommt man dabei aber diesen einen leichten milchigen Charkter nicht los. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier sehr gut trinkbar und bewahrt sich diesen milchigen Charakter.

Zum Fazit: Ich muss sagen es ist bei weitem nicht so schlecht wie ich es erwartet habe. Sicherlich es ist keine Aromenbombe die eine Geschmacksexplosion verspricht aber man kann es doch ganz gut trinken und es geht in die Richtung Kilkenny. Ich gebe dem Bier daher solide 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Rhaner 1776 Oak Aged Bock

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal in den bayerischen Wald zu Rhaner Brauerei. Diese stellt neben ihrem Standardsortiment auch die ein oder andere Craftbeerspezialität her. Eins davon ist der 1776 Oak Aged Bock. !776 steht dabei für das Jahr in dem Jakub Bruckmayer, der Stammvater der heutigen Brauerfamilie die Brauerei erwirbt. Da das Jahr 1776 zugleich auch das Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit ist entschlossen sich die Brauer einen Bock zu kreieren, der in amerikanischen Eichenfässern gelagert wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 8,2%.

Zur Optik: Ein schwarzbraunes Bier. Es hat leider keinen besonders großen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hölzernes Aroma das man da in der Nase hat. Das Fass kommt definitiv durch. Zusätzlich hat man noch Mokka und das röstige, aber auch alkoholische Noten sind natürlich vorhanden.

Zum Geschmack: Irgendwie hab ich mit von diesem Bier etwas mehr Tiefgang erwartet. Man hat schon ganz klar die hölzernen Fassnoten. aber dem Bier fehlt einfach jegliche Kohlensaure bzw. auch der hopfen. Man kann erwarten das bei einer solcher Art von Bier, die Kohlensäure nicht besonders präsent ist, aber das sie gänzlich fehlt mhh. Was dem Bier wirklich sehr gut zu Gesicht steht ist, das alkoholische Noten eigentlich gar nicht zu schmecken sind, sondern man ein schönes Aromenbett von Mokka, Schokalde und röstigen Noten hat.

Zum Fazit: Mich überzeugt das Bier nicht so ganz. Da hatte ich schon vielschichtigere und besser komponierte Fasslagerungen. Ich gebe dem Ganzen 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

HBH Fridolin

Das nicht nur alteingesessene Brauereien klassische Bierstile produzieren möchte ich mit meinem heutigen Biertest unter Beweis stellen. Mit dem Fridolin gibt es heute nämlich eine klassisches Helles im Test. Hergestellt wird das Ganze von der Hohmanns Brauerei aus dem hessischen Fulda. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein helles Bier. Es hat eine Farbe die ein Mix aus bernstein und orange ist. Der Schaum ist ca. 3 cm breit und sehr ordentlich.

Zum Geruch: Es ist ein sehr brotiger Geruch. Es hat etwas von Brotkruste. Die getreidigen Noten sind eindeutig dominant.

Zum Geschmack: Man hat malzige Noten mit einer ordentlichen Portion Hopfen, die für ein Helles eher ungewöhnlich ist. Im Abgnag prickelt es schon arg und man hat schöne grasige Noten am Gaumen. Es ist aber ansonsten recht unspektakulär und wirkt auch ein bisschen schwerfällig. Was aufällig ist ist eine schöne Honignote im Bier, die vor allem im Abgang zum tragen kommt.

Zum Fazit: Ein ungewöhnlich hopfiges Helles und mir ist dabei vor allem die Kohlensäure ein Dorn im Auge. Man kann das Bier trinken, aber mir ist es nicht süffig genug. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Landwehr Kellerbier

Abendstund hat Bier im Mund. Getreu diesem Motto gibt es zu später Stunde heut auch noch den zweiten Test. Dabei geht es zur Landwehrbräu nach Reichelshofen, einer Ortschaft in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber. Die Braugeschichte dieses Betriebs lässt sich dabei bis in das Jahre 1755 zurückverfolgen. Der Name Landwehr leitet sich übrigens von der Rothenburger Landwehr ab, der Grenzsicherungsanlage, der ehemals freien Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber, auf derem Gebiet sich die Brauerei befand. Da mag es auch nicht verwunderlich sein, das der Soldat im Brauereilogo einem damaligen Grenzwächter nachempfunden ist. Aus dem Sortiment, das viele klassisches fränkische Bierstile umfasst möchte ich dabei das Kellerbier verkosten, welches mit einem Alkoholgehalt von 4,7% doch recht leicht daher kommt.

Zur Optik: Ein hellorangens Bier. Es hat einen ganz ordentliche Trübung und die Hefe sinkt langsm nach unten. Der Schaum ist recht ordentlich.

Zum Geruch: Man hat ein sehr brotiges Aroma. Es hat leichte karamellige Noten. Reicht aber auch leicht muffig nach Keller.

Zum Geschmack: Das Bier gibt sich zunächt mit einem sehr würzigen ersten Eindruck, den es im Mundgefühl hinterlässt. Vor allem hat man einen hopfigen Grundton, der den Geschmack auch dominiert und vor allem am Gamuen den Ton angibt. Dieser istaber von erstaunlich blumiger Natur. Im Abgang sind es dann wieder die ein wneig karamlligen Noten und getreidge Aromen, die wie ich finde aber auch leicht angebrannt wirken. Irgendwie ist das ein bisschen ein komischer Beigeschmack und auch der Geschmack allgemein könnte ein wenig mehr sein. Es hat aber dennoch einen eigenen Charakter und schmeckt nicht so glattgebügelt.

Zum Fazit: Es ist ein sehr eigenes Kellerbier, das doch vor allem sehr urig daherkommt. Man muss das definitiv mögnen. Mir ist das ein bisschen zu viel durcheinander und hier und da passt es für mich einfach nicht so ganz. Ich gebe dem Bier solide 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Braukatz Pussycat

Beim heutigen Biertest möchte ich heute Mal wieder ein Bier aus der Braukatz Reihe der Braumanufactur Allgäu verkosten. Das Bier das ich verkoste, welches auf den ungewöhnlichen Namen Pussycat hört, ist ein Red Lager und hat einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein wirklich pinkes bis rubinrotes, naturtrübes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig beeriger Geruch. Es riecht leicht nach Himbeere und etwas Kirsche ist auch dabei.

Zum Geschmack: Ein hopfenbetontes leicht bitteres Bier, welches sich im Nachgang durchzieht. Man hat auch so einen leicht fruchtiges , beeriges Aroma, welches sich im Mundraum ausbreitet. Insgesamt ist es aber ein doch eher geschmacksneutrales Bier. Man hat immer dieses leicht fruchtige im Mund und etwas Hopfen der prickelt, das war es dann aber auch.

Zum Fazit: Bei diesem Bier ist der Name definitiv spektakulärer als sein Inhalt. Es ist jetzt nicht schlecht aber überhaupt nichts besonderes. Ein doch sehr generisches Red Lager. Daher gibt es auch nur 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Ehringsdorfer Ritterbräu

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal in den Osten der Republik nach Thüringen. Es geht in die Stadt der Dichter und Denker nach Weimar, wo Goethe und Schiller einen Großteil ihrer Schaffenszeit verbrachten, als sie am dortigen Fürstenhof wirkten. Für das Bier muss ich mich bei einem Freund bedanken, der mich mit einer Reihe von thüringischen Bieren versorgt hat. Die Brauerei um die es sich heute dreht ist die Ehringsdorfer Brauerei, welche 1840 im gleichnamigen Weimaer Stadtteil als Ritterguts Brauerei Ehringsdorf gegründet wurde. Auf jenes uralte Rittergut, auf die sich die Brauerei namentlich bezieht geht auch mein heutiges Testbier, das Ritterbräu zurück. Bei ihm handelt es sich um ein bernsteinfarbenes Lager mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Man hat ein rotbraunes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr brotig und gerteidig in der Nase. Diese leicht karamelligen Noten wissen sehr zu überzeugen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein sehr sehr kerniges Bier mit einem bestimmt herben Aroma am Gaumen. Es ist auf jeden Fall würzig und hat auch gewisse getreidige attribute. Dazu einen leichten hauch von karamelligen Noten. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein sehr kantiges Bier, das hopfig, aber auch etwas röstig ist. Es ist ein wenig herb und irgendwie passen die einzelnen Komponenten aber nicht so recht zueinander.

Zum Fazit: Ich finde dieses Bier hat einen ganz eigenen Charakter. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig und passt gegen Ende auch nicht mehr so gut zueinander, dennoch hat man hier ein spannendes Produkt, das sich durchaus zu trinken lohnt. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Sander Saure Susi

Im heutigen Biertest verschlägt es uns dieses Mal nach Rheinland Pfalz zur Braumanufaktur Sander, welche sich in der Domstadt Worms befindet. Mit der Sauren Susi möchte ich dabei heute ein Sour Lager verkosten, welches die Säure mit Hilfe von Milchsäurebakterien bekommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, gold bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr beeriges Aroma nach Johannisbeere und Stachelbeere und dazu etwas Himbeere habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein erwartungsgemäß säuerliches Bier mit einer leicht beerig fruchtigen Note. Diese erinnern mich an Sauerkirsche und Stachelbeere. Man hat im Abgang aber auch ganz leichte getreidige Noten. Auch im weitere Trinkverlauf hat es etwas von Kirschen, aber auch Trauben bzw. Traubenzucker, da es im Abgang eine gewisse Süße ausstrahlt. Es bleibt dabei insgesamt dezent ohne zu sauer zu werden.

Zum Fazit: Ich gebe dem ganzen 3 Sterne, da es für mich ein gutes Einsteigerbier ist was das Thema Sauerbiere angeht. Es ist aber doch sehr dezent und eher leicht, für den Sommer aber eine sehr gute Erfrischung.