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Feldschlösschen Original

Der heutige zweite Biertest verschlägt uns dieses Mal in unser südliches Nachbarland, die Schweiz. Die größte Brauerei dort ist die Feldschlösschen Brauerei aus Rheinfelden. Der betrieb selbst ist aber nicht mehr in Schweizer Hand, sonder gehört zum dänischen Biergiganten Carlsberg. Ihr beliebtestes Bier, das Original, welches ich heute auch verkosten möchte, ist zugleich auch das beliebteste Bier der Schweiz. Mit einem Alkoholgehalt von 5,2% bewegt es sich in der nähe eines typischen Exports bzw. Lagerbiers.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klare filtriertes Bier. Die Schaumhaube ist überraschend gut.

Zum Geruch: Man hat einen ganz komischen Geruch, das Malz riecht streng und irgendwie verbrannt. Es ist ein sehr stark metallischer und mineralischer Geruch.

Zum Geschmack: Hm auch hier ein sehr komisches Bier. Die metallischen Aromen setzen sich auch im Geschmack fort. Auf der anderen Seite hat man im Abgang und im Nachgang eine gewisse Malzsüße, die ein wenig an Honig erinnert. Außer diesen leichten Honigaromen gibt das Bier nicht viel her. Es ist bis auf die metallischen Aromen nicht wirklich richtig schlecht, aber da gibt es deutlich intensivere und vollmundigere Lager. Auch wirkt es nicht mehr ganz so spritzig und frisch. und die Süße ist fast ein wenig zu extrem. Es schmeckt einfach irgendwie chemisch und wirkt nicht so recht natürlich.

Zum Fazit: Also ich werde nicht so richtig warm mit dem Bier, es schmeckt einfach nicht natürlich. Es ist jetzt wahrlich Nichts zum in den Ausguss schütten, aber es ist wirklich nicht richtig gut. Daher gibt es für mich hier auch nur eine einzige Möglichkeit und die lautet 1 Stern.

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Schoppe French Kiss

Zum heutigen Tag des Kusses wird es dieses Mal französisch, auch wenn wir dann schlussendlich doch wieder in Berlin bei Schoppebräu landen. Deren Kreation French Kiss wird nämlich mein heutiges Testbier sein. Beim Bier selbst handelt es sich um ein Biere de garde, einem alten französischen Bierstil, der so etwas wie ein Saison oder ein Farmhouse Ale ist. Es handelt sich hierbei um einen Bierstil, der von nordfranzösischen Bauernhöfen stammt. Er ist obergärig und wird eine längere Zeit in Fässern gelagert. Als Highlight wurde der French Kiss aber nicht in normalen Fässern gelagert, sondern 6 Monate in einem Cognac Fass. Der Alkoholgehalt ist mit 9% auch nicht ohne.

Zur Optik: Ein. naturtrübes, rotbraunes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein sehr süßliches Aroma, das in gewisser Weise geringe alkoholoische Noten mit einfließen lässt. Dazu kommt etwas Dörrobst.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es doch sehr karamellig und getreidig mit fast schon etwas nussigen Noten, jedoch bleibt es dann vor allem im Abagang karamellig. Es ist schon in den erste Schlücken  ein wenig Bitter und man schmeckt den Alkohol deutlich heraus. Man hat aber auch diese wunderbaren Fassnoten, die leicht anklingen, ohne das Bier damit zu überlasten. Die Kohlensäure ist sehr hoch dosiert und macht das Bier besonders spritzig.

Zum Fazit: Für mich ein sehr spannendes Bier, das mir aber zeitweise ein wenig zu alkoholisch ist. Ich finde es dennoch einmal eine Abwechslung da eine so hohe Kohlensäurekonzetration und die Fassnoten in Kombination wirklich etwas spannendes sind. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Schwaben Bräu Pilsener

Im heutigen zweiten Biertest gibt es dieses Mal ein Bier der Marke Schwaben Bräu. Eher untypisch für die Marke wird das Pilsener nicht in einer Bügelflasche sondern mit einem Kronkorkenverschluss. Der Alkoholbetrag beträgt 4,9%.

Zur Optik: Es ist ein klar filtriertes. hellgoldenes Bier. Der Schaum ist leider sehr flukativ aber in Ordnung.

Zum Geruch: Man hat ein grasiges Hopfenaroma. Dazu ganz leichte Malzaromen

Zum Geschmack: Für ein Pils ist es gar nicht mal so hopfig.Es wirkt auf mich eher leicht süßmalzig. Insgesamt ist es aber doch erst einmal recht nichtssagend dieses Bier. Im Abgang kommt der Hopfen leicht durch, jedoch auch hier nur ganz marginal. Nach wie vor ist das Malz überraschend dominant und das bleibt auch so im weiteren Trinkverlauf. Das Bier ist eher dünn und so nicht wirklich überzeugend.

Zum Fazit: Für mich ein recht unspektakuläres Bier, welches daher auch recht schnell abgearbeitet ist. Für mich reicht es hier dann auch nur für 2 Sterne.

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Lehe und St Erhard Endpsiel

Gestern fand in Berlin das Endspiel um den deutschen Fußballpokal statt, welches mit dem FC Bayern auch seinen verdienten Sieger gefunden hat. Um dieses Spiel noch einmal Revue passieren zu lassen trägt mein heutiges Testbier den Namen Endspiel. Das Bier selbst ist ein Brauprojekt der estnischen Brauerei Lehe mit St. Erhard aus Bamberg. Stilistisch ist es als Barleywine einzuordnen und ist mit 9,5% Alkohol auch nicht ohne.

Zur Optik: Ein rotbraunes, leicht trübes Bier. Der Schaum ist für ein so hochprozentiges Bier erwartungsgemäß gering.

Zum Geruch: Es riecht nussig mit leicht röstigen, aber auch leicht alkoholischen Noten. Vor allem überwiegt aber das nusisge Aroma.

Zum Geschmack: Ein wirklich sehr interessantes Bier, bei dem auch zunächst die nussigen Aromen durchstechen, die von einer schönen schokoladigen, leicht süßlichen Note flankiert werden. Vor allem im Abgang  ist dieses schokoladige sehr überzeigend und man hat fast wirklich den Eindruck, man hätte gerade etwas Schokolade gegessen. Es ist ein sehr tiefgründiges Bier, das auch im weiteren Trinkverlauf durch sein schokoladiges Aroma befeuert wird. Es wird dabei immer wieder flankiert von leicht bitteren Aromen. Dazu kommen Aromen von trockenobst die das Ganze geschmacklich abrunden.

Zum Fazit: Es ist für mich ein sehr vielschichtiges Bier. Vor allem die Schokoladennote ist für mich sehr überzeugend. Ich gebe dem Bier volle 5 Sterne, da es eine wahre Aromenbombe ist.

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Schäffler Allgäuer Hell

Mein heutiges Testbier wurde im Jahre 2017 von der Allgäuer Brauerei Schäffler aus Missen auf den Markt gebracht und hat es innerhalb dieser kurzen Zeit zu einem sehr beliebten Vertreter der Sorte Helles Lager gebracht. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt dabei bei schlanken 4,9%.

Zur Optik: Man hat ein helles, goldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der weiße Schaum ist ok, jedoch nicht besonders erwähnenswert.

Zum Geruch: Es riecht leicht getreidig, ansonsten hat man aber kaum mehr Geruchseindrücke.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr süffiges Helles Bier, das sofort einen schönen ersten Eindruck hinterlässt. Es macht auf mich einen würzigen und erfischenden Eindruck. Es ist dabei aber dennoch sehr mild im Geschmack ohne dabei aber wässrig zu werden. Die Kohlensäure ist gut dosiert und macht das Bier sehr erfrischend. Ansonsten sind bei diesem Hellen klar die süßlichen Malzaromen dominant. Der Hopfen ist nicht wirklich präsent, wenn dann nur ganz marginal.

Zum Fazit: Ich habe hier ein wirklich stimmiges Bier, das für mich vieles hat, was ein gutes Helles ausmacht. Es ist mild, aber auch würzig und dennoch schlank im Körper. Es ist zwar nicht wirklich spektakulär, aber das muss ein Helles auch nicht unbedingt sein. Ich gebe diesem Bier 4 Sterne, da mir noch etwas die typische Honigsüße fehlt.

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Braukatz Pussycat

Beim heutigen Biertest möchte ich heute Mal wieder ein Bier aus der Braukatz Reihe der Braumanufactur Allgäu verkosten. Das Bier das ich verkoste, welches auf den ungewöhnlichen Namen Pussycat hört, ist ein Red Lager und hat einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein wirklich pinkes bis rubinrotes, naturtrübes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig beeriger Geruch. Es riecht leicht nach Himbeere und etwas Kirsche ist auch dabei.

Zum Geschmack: Ein hopfenbetontes leicht bitteres Bier, welches sich im Nachgang durchzieht. Man hat auch so einen leicht fruchtiges , beeriges Aroma, welches sich im Mundraum ausbreitet. Insgesamt ist es aber ein doch eher geschmacksneutrales Bier. Man hat immer dieses leicht fruchtige im Mund und etwas Hopfen der prickelt, das war es dann aber auch.

Zum Fazit: Bei diesem Bier ist der Name definitiv spektakulärer als sein Inhalt. Es ist jetzt nicht schlecht aber überhaupt nichts besonderes. Ein doch sehr generisches Red Lager. Daher gibt es auch nur 3 Sterne.

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Ehringsdorfer Ritterbräu

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal in den Osten der Republik nach Thüringen. Es geht in die Stadt der Dichter und Denker nach Weimar, wo Goethe und Schiller einen Großteil ihrer Schaffenszeit verbrachten, als sie am dortigen Fürstenhof wirkten. Für das Bier muss ich mich bei einem Freund bedanken, der mich mit einer Reihe von thüringischen Bieren versorgt hat. Die Brauerei um die es sich heute dreht ist die Ehringsdorfer Brauerei, welche 1840 im gleichnamigen Weimaer Stadtteil als Ritterguts Brauerei Ehringsdorf gegründet wurde. Auf jenes uralte Rittergut, auf die sich die Brauerei namentlich bezieht geht auch mein heutiges Testbier, das Ritterbräu zurück. Bei ihm handelt es sich um ein bernsteinfarbenes Lager mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Man hat ein rotbraunes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht sehr sehr brotig und gerteidig in der Nase. Diese leicht karamelligen Noten wissen sehr zu überzeugen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein sehr sehr kerniges Bier mit einem bestimmt herben Aroma am Gaumen. Es ist auf jeden Fall würzig und hat auch gewisse getreidige attribute. Dazu einen leichten hauch von karamelligen Noten. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein sehr kantiges Bier, das hopfig, aber auch etwas röstig ist. Es ist ein wenig herb und irgendwie passen die einzelnen Komponenten aber nicht so recht zueinander.

Zum Fazit: Ich finde dieses Bier hat einen ganz eigenen Charakter. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig und passt gegen Ende auch nicht mehr so gut zueinander, dennoch hat man hier ein spannendes Produkt, das sich durchaus zu trinken lohnt. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Sander Saure Susi

Im heutigen Biertest verschlägt es uns dieses Mal nach Rheinland Pfalz zur Braumanufaktur Sander, welche sich in der Domstadt Worms befindet. Mit der Sauren Susi möchte ich dabei heute ein Sour Lager verkosten, welches die Säure mit Hilfe von Milchsäurebakterien bekommt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, gold bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr beeriges Aroma nach Johannisbeere und Stachelbeere und dazu etwas Himbeere habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein erwartungsgemäß säuerliches Bier mit einer leicht beerig fruchtigen Note. Diese erinnern mich an Sauerkirsche und Stachelbeere. Man hat im Abgang aber auch ganz leichte getreidige Noten. Auch im weitere Trinkverlauf hat es etwas von Kirschen, aber auch Trauben bzw. Traubenzucker, da es im Abgang eine gewisse Süße ausstrahlt. Es bleibt dabei insgesamt dezent ohne zu sauer zu werden.

Zum Fazit: Ich gebe dem ganzen 3 Sterne, da es für mich ein gutes Einsteigerbier ist was das Thema Sauerbiere angeht. Es ist aber doch sehr dezent und eher leicht, für den Sommer aber eine sehr gute Erfrischung.

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Freigeist, Emma, Hertl Room 309

Im heutigen Biertest wird es dieses mal ein wenig skurril und auch ein wenig komplex. Nicht weniger als 4 Akteure waren an meinem heutigen Testobjekt dem Room 309 beteiligt. Das Bier ist ein Kooperationssud von Freigeist Bierkultur, Emma Biere ohne Bart und der Braumanufaktur Hertl. Gebraut wurde das ganze dann bei der Brauerei Vormann in Hagen. Herausgekommen ist schlussendlich ein Trüffel Ale, bei dem eben jener sowie schwarzer Pfeffer verwendet wurden. Der Alkoholgehalt liegt bei 6%.

Zur Optik: Ein rötliches Bier. Dazu ist es klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man riecht ganz deutlich diese trüffeligen erdigen Töne. Dieses pilzige zugleich aber auch leicht scharfe ist schon ganz klar dominant. Ganz leicht hat man eine Malzsüße die noch dazu kommt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck finde ich kommt dieses sehr dominante Trüffel bzw erdige gar nicht so dominant rüber. Es ist zwar im Mundgefühl da und darauf baut es auf, jedoch hält es sich so dezent im Hintergrund. Der Abgang ist sogar erst leicht spritzig und leicht hopfig am Gaumen, bevor dann langsam der Trüffel durchkommt und den Nachgang dominiert. Insbesondere der Hopfen ist aber auch da und harmoniert sehr gut mit dem Trüffel. Es hat ganz leicht etwas von Champagner bzw. trockener Traube. Gegen Ende kommt das erdig trüffelige eventuell etwas mehr durch. Das Malz ist so gut wie gar nicht zu schmecken.

Zum Fazit: Ich finde man hat hier ein spannendes und zugleich auch komplexes Bier. Es ist durchaus sehr gewöhnungsbedürftig und man muss mit ihm definitiv erst warm werden. Mir hat es dennoch ganz gut geschmeckt, auch wenn ich es nicht unbedingt erneut trinken möchte. Ich gebe hierfür 3 Sterne.