Veröffentlicht in 4-Sterne

Farny Edelweissbier

Ostern und damit auch die Fastenzeit sind vorbei. Es ist also mal wieder Zeit für einen Biertest. Da auch das Wetter die letzten Tage mitspielt und es so langsam wieder wärmer wird, beginnt auch langsam wieder die Biergartensaison. Nun stellt sich die Frage : welches Bier trinkt man denn am liebsten im Biergarten ? Eher ein Helles oder ein Weizen? Meiner Meinung nach eher ein Weizen, da es einfach spritiger und erfischender ist und meiner Meinung nach besser zu einem sommerlichen Biergartenbesuch im Schatten einer Kastanie passt. Dennoch kann man natürlich auch andere Biere, wie z.B. ein prickelndes Helles im Biergarten genießen. Unser Test beinhaltet also heute ein Weizen und es ist ein besonderes Weizen, von einer besonderen Brauerei. Das besondere an diesem Weizenbier ist, das sein filtrierter Bruder das Kristallweizen des Herstellers das angeblich erste Kristallweizen sein soll, dass überhaupt auf dem Markt war. Hergestellt wird das ganze von der Brauerei Farny. Die Edelweissbrauerei Farny befindet sich in Kißlegg, im Baden Würtembergischen Teil des Allgäus gelegen, und rühmt sich eben jener Erfinder des Kristallweizens zu sein. 1924 soll der damalige Braumeister Wilhelm Zeitler diesen Biertyp zum ersten Mal gebraut und verkauft haben. Nun aber zu seinem hefetrüben Bruder dem Edelweissbier, welches sich heute bei uns im Test befindet. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Orangenes, trübes Bier. Die Schaumentwicklung ist wirklich gut. So sollte ein Weissbier sein.

Zum Geruch: Sehr hefig. Spritzig frisch und Getreidearomen. Im Abgang typische Bananennoten, die durch ein wenig Pflaume unterstützt werden. Dazu ganz feine Nelke und Vanille. auch leicht säuerlich

Zum Geschmack: Sehr würziges und frisches Weizen in den Backen ein bisschen zu hefig ansonsten wirkt es aber sehr bekömmlich. Die Kohlensäure ist anfangs gut dosiert. Auch hat es einen schönen Abgang. Leicht hopfige Noten im Abgang. Schöne bananige Noten hat dieses Weizen. Dominant ist aber die hefige Note und die getreidigen Weizenaromen. Einen schönen fruchtigen Nachgeschmack lässt dieses Bier im Rachen übrig und macht so Lust auf den nächsten Schluck. Insgesamt fehlt mir hier aber ein wenig die Kohlensäure und es neigt ein wenig schwerfällig zu werden, was vor allem gegen Ende zu Tage tritt.

Zum Fazit: Ein Bier das seine Freunde hat und auch bei mir wirklich gut ankommt. Ich bin wirklich ein Fan dieses Weizens. Es ist spritzig frisch und dazu noch sehr bekömmlich. Hierfür gebe ich doch glatt 4 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Hopfenfänger Rotbier

Heute ist Gründonnerstag. Das ist bekanntlich der Tag an dem Jesu mit seinen Jüngern sein letztes Abendmahl feierte. Zu trinken gab es damals zwar kein Bier, sondern Wein ,aber dennoch versuche ich hier einen Bezug zu einem Biertest herstellen. In der Kirche wird bei letzten Abendmahl das Blut Christi ebenfalls mit Wein symbolisiert. Den Bezug zum Bier lässt sich für mich nun über die Farbe herstellen, denn welche Farbe haben sowohl Blut als auch der verwendete Wein – genau es ist rot und daher befindet sich heute ein Rotbier im Test. Das Rotbier stammt von der Bremer Braumanufaktur einer noch recht jungen Bremer Brauerei die es sich zur Aufgaben gemacht hat andere Biere als Pils oder Export zu brauen. Genauer gesagt möchte sie alte Bremer Bierstile wieder aufleben lassen die zu Zeiten der Hanse in Bremen bekannt und beliebt waren und in der Zwischenzeit fast wieder in Vergessenheit gerieten. Einer davon ist eben jenes Rotbier.

Zur Optik: Bernsteingoldenes Bier mit rötlichem Stich. Es ist filtriert und hat nur einen sehr schwachen Schaum.

Zum Geruch: Rötlichmalzige Noten. Sehr viel Karamelll, ein wenig Gerste. Auch leichte Röstnoten hat man in der Nase. Zusätzlich wird alles noch von einer Fruchtigkeit die an Johannisbeeren erinnert abgerundet.

Zum Geschmack: Ein Bier das im ersten Eindruck vor allem durch seinen zartbittere Hopfennote besticht. Diese harmoniert sehr gut mit den leichte karamelligen Noten des Malzes, die vor allem im Abgnag zum tragen kommen. Ansonsten ist das Bier wie ich finde sehr sehr flach. Außer im Abgang hat das Bier nicht viel Geschmack. dort setzt allerdings schlagartig die bittere ein.

Zum Fazit. Ein Bier das für mich jetzt nicht besonders spektakulär rüber kommt und genauso schnell aus dem Gedächtnis verschwindet wie es kam. Hierfür gibts nur 2 Sterne. frohe Ostern wünscht julis Bierblog.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Kaiser Frühlingsmärzen naturtrüb

Heute ist Frühlingsanfang, zumindest kalendarisch, denn wenn man zum Fenster hinausschaut ist es doch noch ziemlich winterlich. Um bei diesen kalten Temperaturen dennoch ein wenig in Frühlingsstimmung zu kommen, hab ich mir gedacht gibt es aus diesem Anlass ein Frühlingsbier im Test.

Verkostet wird das Frühlingsmärzen von Kaiser aus Geislingen, welches sich in der äußeren Erscheinung, aber auch im Rezept im Vergleich zu den Vorjahren geändert hat. Der größte Unterschied: Im Verglich zu seinen Vorgängern kommt es jetzt naturtrüb daher. Schauen wir mal ob das Schmeckt. Es hat einen Alkoholgehalt von 6,2 und ist damit schon ein wenig stärker.

Zur Optik: naturtrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch. Süßmalziger Geruch. Ein wenig Honig lässt sich noch im Geruch ausmachen. Die süßlich malzigen noten dominieren eindeutig.

Zum Geschmack: Kernig getreidiger Geschmack. Aber auch ein wenig klebrig süßlich im ersten Eindruck. Im Abgang leicht karamellig. Der Hopfen kommt leider noch nicht so durch. Insgesamt ein sehr süßliches Bier, welchem es aber insgesamt für ein Märzen ein wenig an Geschmack fehlt. Hier erwartet man von einem Märzen einfach eine noch kräftigeren malzigen Geschmack.

Zum Fazit: Im vergleich zu meinen Erinnerungen von früher hat sich dieses Bier wirklich gesteigert, dass muss man einfach anerkennen. Dennoch fehlt dem Bier das gewisse etwas. Aber es ist vollmundig und würzig. Hierfür gibts 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Heidelberger Medicus

Heute ist Tag der gesunden Ernährung und auch der der Zerealien. Was liegt da also näher als ein Biertest, denn Bier ist gesund und irgendwie auch eine Arte Zerealien. Um den Tag der gesunden Ernährung zu unterstreichen, gibt es heute den Heidelberger Medicus. Wie der lateinische Name schon vermuten lässt ist dieses Bier, weclhes in Heidelberg produziert wird, den hier studierenden und praktizierenden Ärzen gewidmet ist.  Die Heidelberger Brauerei, Brauer des Medicus, ist ein alteingesessenes Unternehmen in der Stadt, und von den vormals zahlreichen Brauereien die einzige die noch heute existiert. Bereits 1753 wurde sie zum ersten male erwähnt. Nach einigen Namens und Besitzerwechseln wurde sie 1996 wieder zur Privatbrauerei und seit 2005 ist sie nun Besitz des heutigen Eigentümers. Neben ihrer breiten Palette an traditionellen Bierspezialitäten braut sie auch zwei Craftbiere. Eines davon ist eben dieser Medicus, ein Wheat Pale Ale, welches eine Ähnlichkeit zum Weizenbock aufweist. Es besitzt einen Alkoholgehalt von 7,3%.

Zur Optik: Dunkeloranges Bier . Schöner stabiler weißer Schaum.

Zum Geruch: Schöner würziger Geruch bei dem sofort ein kräutrige Geruch in die Nase kommt. Man nimmt Nelke und leicht Zimt wahr. Aber auch Fruchtnoten von reifen Beeren, Birnen und schon leicht angegärten Äpfeln kompetieren den Geruch.

Zum Geschmack: Das Bier hat eine schöne fruchtige Note in der zuerst einmal vor allem die beerige Note durchkommt vornehmlich Erdbeere macht sich im Mund breit. Im Abgang hat man dann wieder dieweizentypischen Bananennoten, die man so im Geruch gar nicht hatte. Sie wirken sehr reif. Die Kohlensäure ist vielleicht ein bisschen zu arg dosiert für einen Weizenbock. Auch wenn sie ihn dadurch nicht ganz so schwer wirkten lässt. Auch die leichten Nelkennoten kann man schmecken und runden den Geschmack ab.

Zum Fazit. Ein wirklich leckeres Bier mit einer sehr schönen aromatischen Harmonietät. Es fehlt so de letzte aha Effekt. Aber dennoch solide und gute 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Böhringer Bockbier

Da die Fastenzeit noch läuft und da der Sonntag bekanntlich kein Fastentag ist, ist heute der Ideale Zeitpunkt für einen Biertest und in Verbindung zu Fastenzeit ist dies natürlich ein Bock. Es gibt mal wieder ein Bier der Böhringer Hirschbrauerei aus Römerstein einer kleinen Ortschaft auf der schwäbischen Alb.

Zur Optik: Bernsteimfarbenes Bier mit einem deutlichen rötlichen Stich. Es ist klar filtriert. Die Schaumentwicklung ist jetzt nicht überdimensional, aber für ein Bockbier ok.

Zum Geruch: Sehr malziges Aroma, hat tolle Biskuittöne. Aber man riecht auch reife früchte, vornehmlich Pflaume heraus.

Zum Geschmack: Man hat am Anfang sogar den Eindruck, dass es sich um eine leicht röstmalzige Textur handelt. Im Abgang hat man hopfige Noten die ganz leicht bitter, den ansonsten malzdominanten Geschmack abrunden. Nachteilig finde ich leider, dass man eine klare alkoholische Note hat, die wie ich finde, ein wenig unangenehm ist. Das Malz hat eine sehr schöne Biskuitnote. Es ist aber auch leicht karamellig, was den insgesamt sehr guten Malzkörper abrundet. Ich persönlich finde das der Übergang vom Malz zum Hopfen ein wenig zu abrupt kommt und es keinen klaren Übergang gibt.

 

Zum Fazit: Ein Bockbier bei dem ich nicht so recht weis woran ich bin. Es hat eine schöne Malzstruktur aber ansonsten fehlt es ein wenig, vor allem ist es nicht ausgewogen abgestimmt. Hierfür gibts nur 3 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Schwaben Bräu Das Echte

Im Märzen der Brauer. Der März ist für Brauer historisch bedingt ein besonderer Monat. Der März ist meist nicht nur der letzte Monat in dem es noch richtig frostet, sondern auch der Monat für ein ganz besonderes Bier. Historisch war es nämlich der letzte Monat in dem früher untergäriges Bier gebraut werden konnte. Dies hängt damit zusammen das untergärige Bierhefe nur bei einer Temperatur von ca. 5 Grad zu arbeiten beginnt. Da die Kühlung früher nur mit Natureis erfolgte war der März damit der letzte Monat in dem untergäriges Bier gebraut werden konnte. Um aber auch im Sommer ein untergäriges Bier trinken zu können wurde dieses im März gebraute Bier stärker eingebraut. Das Resultat war dann ein etwas stärkeres untergäriges Bier das in der Regel zwischen 5,5 und 6% Stammwürze hat. Das Märzen war damit geboren. Unser heutiges Bier ist daher auch ein Märzen, auch wenn dieses ganzjährig erhältlich ist, was durch die Erfindung der Kühlmaschine mittlerweile möglich ist. Es handelt sich um das Echte von der Dinkelacker Schwabenbräu.  Mal schauen was dieses Bier kann und ob es sich als schön kräftiges Märzen entpuppt.

Zur Optik: Klares, goldenes Bier. Es hat einen leicht rötlichen Stich. Der Schaum ist leider recht schnell wieder verflogen.

Zum Geruch: Sehr feines malziges Aroma. Leichte karamellige Anklänge und Noten von Honig.

Zum Geschmack: Sehr würziges, süffiges Bier. Im Abgang hat man eine prickelnde, leicht blumig Hopfennote. Feine karamellige Noten im Abgang. Leichte Noten von Apfel hat man ebenso im Abgang. Der Hopfen ist fast schon ein wenig zu penetrant im Abgnag und hält sich vor allem im Nachgang hartnäckig am Gaumen. Dadurch wirkt es ein wenig pappig und ganz ganz leicht metallisch. Dominant ist insgesamt aber schon der Malzgeschmack der sich über das ganze Bier durch auch in den letzten sShlücken erstreckt.

Zum Fazit: Es ist ein Bier das ganz in Ordnung schmeckt und bei dem das Märzen auch durchkommt. Jedoch finde ich es aber ein wenig schlampig gebraut und hier und da fehlt es dem Bier einfach an Profil und es hat das ein oder andere Fehlaroma. Hierfür gibts nur 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Welde Kurpfalz Bräu Helles

In unserem heutigen Test geht es in die schöne Kurpfalz. Es geht zur Weldebräu die für ihre extravaganten Flaschendesgins bekannt sind. Unser heutiges Objekt ist aber zur Abwechslung in einer Euroflasche daher. Ansonsten sind die meisten anderen Biere in der für Welde einzigartigen geschwungenen Flasche zu haben. Die Weldebrauerei an sich geht auf eine 1752 erstmals erwähnt Brauerei in Schwetzigen zurück. Nach mehreren Erweiterungen und Eigentümerwechseln befindet sich die Brauerei heute in Besitz der Familie Spielmann. Der Standort ist seit 1981 in einem Neubau in der Schwetzinger Nachbargemeinde Palankstadt. Unser heutiges Objekt ist eines der neuesten Bier der Welde Brauerei, die nach ihrer neuen Craftbierline nun mit dem Kurpfalzbräu Helles wieder ein klassisches Bier auf den Markt bringt. Es handelt sich hierbei um ein klassisches Helles mit 5,6% Alkohol.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier mit ordentlich weißem Schaum.

Zum Geruch: Malzig frisch mit einer feinen, fast schon dominanten grasigen  Hopfennote, so muss ein Helles riechen.

Zum Geschmack: Sehr frischer und süffiger erster Eindruck wirklich ein lecker Bier. Der Geschmack ist weder klar malzig noch klar hopfig sondern so ein Zwischending. Wirkt zwar schon ein wenig wässrig aber nicht so das es schlecht wäre sondern es schmeckt einfach herrlich mild und ist sehr erfrischend. Feine malzige Noten sind hier gepaart mit leichten grasigen Aromen das Hopfens im Abgang. Im Nachgang hat man ganz feine Hopfennoten am Gaumen hängen die Lust auf mehr machen. Wirkt herrlich leicht aber trotzdem nie fad oder schal.

Zum Fazit: Ein ganz nettes Helles, das sich schnörkellos trinken lässt. Es ist nicht wirklich spektakulär aber sehr erfrischend und süffig. Für mich ein gutes Helles das manchen Hellen aus Bayern in Nichts nachsteht. Hierfür gibts 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Ott Bockbier

Nach einer etwas längeren Fasnetspause meldet sich auch Julis Bierblog wieder mit einem Test zurück. Nachdem die tollen Tage nun vorbei sind, hat ab Aschermittwoch die Fastenzeit begonnen. Viele nutzen diese 40 Tage zum Verzicht auf bestimmte Dinge, darunter ist bei einigen auch Alkohol. Dies mag zwar gut für den Körper sein traditionell christlich wird in der Fasntenzeit aber Hauptsächlich auf feste Nahrung respektive Fleisch verzichtet. Alkoholische Getränke speziell Bier spielen aber dennoch eine sehr wichtige rolle in der kaatholischen Fastentradition. Dies geht den Erzählungen nach auf die Mönche in den Klostern zurück. Diese hatten sich an besonders strenge Fastenregeln zu halten und durften während der Fastenzeit praktisch keine feste Nahrung aufnehmen. Da sie aber dennoch ihren Kalorienbedarf decken mussten, musste etwas anderes her. Nach dem Motte „Flüssiges bricht fasten nicht“, begannen sie ihr Bier einfach mit mehr Malz und somit Stammwürze Einzubrauen. Das Ergebnis, ein deutlich nahrhafteres und stärkeres Bier, ist das was uns heute als Bockbier bekannt ist.Der Legende nach schickten die Mönche ein Fass, dieses nun stärkeren Bieres nach Rom zum Papst um die Freigabe zum Konsum in der Fastenzeit zu erhalten. Da das Fass aufgrund der langen Reisezeit aber umkippte, soll es so scheußlich geschmeckt haben, dass er es für die Fastenzeit freigab. So wurde das Bockbiertrinken zur Tradition, während der Fastenzeit. Land auf Land ab bringen nun viele Brauereien wieder ihre traditionellen Fastenböcke auf den Markt, die ist auch der Grund warum sich eingefleischte Bierfans eher auf die Fastenzeit freuen, denn es ist die Möglichkeit einmal im Jahr diese faszinierenden Bierspezialitäten zu verkosten. Der Tradition folgend ist also auch der heutige Biertest ein Bocktest. Er stammt von der Brauerei Ott aus dem Leinleitertal aus Franken. Der Alkoholgehalt beträgt 6,8%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Schaum ist ganz wenig und nur eine kleine Schicht.

Zum Geruch: Intensiver grünmalziger Geruch. Ansonsten noch eine leicht alkoholische note.

Zum Geschmack: Sehr süßliches Bier, welches durch seine Karamellisierung im Abgang auffällt. Zusätzlich hat man so einen leicht herbe Färbung des Hopfens am hinteren Ende des Gaumens. Die Malzmischung ist sehr gut, da sie nicht zu süß gestaltet ist und sogar einen Hauch Zitrone hat. Auch im weiteren Geschmacksverlauf hat das Bier die süßmalzigen Aromen mit leicht karamelligen Anklängen. Gegen Ende wird das Bier sehr herb. Zusätzlich leicht schmierig, das gibt etwas Abzüge. Außerdem ein wenig zu alkoholisch.

Zum Fazit: Ein süffiges Bier, das wirklich sehr schmackhaft ist. Es hat ein schöne Süße und die Kohlensäure ist gut dosiert. Lediglich ist es etwas zu alkoholisch. Hierfür gibts 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Fürstenberg Pilsener

Im heutigen Biertest wird es royal. Warum? Das werden euch die folgenden Zeilen verraten.

Im heutigen Bierstet widmen wir uns mal wieder einem klassischen Pilsner. Das Testobjekt stammt von der fürstlich Fürstenbergischen Brauerei kurz Fürstenberg aus Donaueschingen. Laut Website soll dieses Pils eines der ersten in Deutschland gewesen sein, als die Brauart gerade frisch entwickelt worden war. Das Pilsner soll sogar so gut sein, dass es der deutsche Kaiser Wilhelm zu seinem Tafelgetränk erhoben hat. Dies liegt auch in sofern nahe, als das der Stammsitz der Hohenzollern, die Burg Hohenzollern sich nicht weit entfernt von Donaueschinegn befindet. Das Pilsner, welches in einer Dose vor mir steht hat einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Der Schaum ist wirklich recht ordentlich

Zum Geruch: Leicht hopfiger Geruch, der eine süßliche malzige Komponente hat. Dominant sind aber die grasigen Hopfennoten.

Zum Geschmack: Im Antrunk leicht süßlich, macht sich im Abgang eine grasige Hopfennote breit. Im Nachgang vermischen sich die grasigen hopfigen Noten mit der Malznote. Die grasigen leicht bitteren Noten sind jedoch dominant und bestimmen den Geschmack klar. Auch im weitern Trinkverlauf ist dieses Pilsner spritzig und hat eine edle Hopfenbittere. Es ist jetzt nicht so herb wie ein norddeutsches Pilsener, aber man schmeckt deutlich das es sich hier um ein Pils handelt.

Zum Fazit: Ein grundsolides süddeutsches Pilsner, das aber wie ich finde ein wenig zu eindimensional bitter ist. Da kenne ich Pilsner die noch ein wenig floraler und auch fruchtiger sind. Dennoch ein gutes Pils bei dem an Hopfen nicht gespart wurde. Der Kaiser wird wissen was gut für ihn ist. 4 Sterne.

Veröffentlicht in 2-Sterne

Brlo Redlight Ale

Berlin ist mittlerweile wieder ein Zentrum des Bieres geworden. Waren vor ca. zehn bis Fünfzehn nur noch 2 Brauereien wirklich aktiv in der größten Stadt Deutschlands, so sind in den letzten Jahren etliche kleine Craftbrauereien wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor allem auch durch das internationale Flair bedingt, hat die Craftbeer Bewgung in Berlin besonders schnell Fuß gefasst. Denn im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, bietet sich in Berlin nunmal die Szene die offener gegenüber neuen Geschmacksrichtungen und international geprägten Bieren ist. Aus eben einer dieser neuen kreativen Brauereien stammt auch das heutige Testbier. Es stammt von der erst 2014 gegründeten Brauerei Brlo. Abgeleitet vom alten slawischen Namen der Stadt Berlin, hat sich die Brauerei in den letzten Jahren zu eine der top Bieradressen in Berlin entwickelt. Verkostet wird heute das redlight Ale, das lustigerweiße eigentlich aus einem fehlgeleiteten Brauversuch stammt. Da es aber dennoch geschmacklich so sehr überzeugte, das die Brauer hellauf begeistert waren kam es in die Flasche und steht nun vor mir auf dem Tisch. Das Redale hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Rotoranges und trübes Bier. Sehr schöner feinporiger weißer Schaum.

Zum Geruch: Fruchtiges beeriges Aroma in der Nase, Noten von Himbeere aber auch herbe grasige Töne. Zusätzlich tropische Einflüsse von Maracuja und Passionsfrucht.

Zum Geschmack: Sehr bitterer Nachgeschmack, der als erstes heraussticht. Im Antrunk kommen die Fruchtigen Noten zum Tragen. Alles eingebettet in ein feinmalziges Malzbett. Wirkt insgesamt sehr bekömmlich und leicht trinkbar. Feine hefie Noten runden den Geschmack ab. Man schmeckt aber nicht so richtig so richtig das red heraus. Es wirkt eher wie ein leichtes pale ale. Die fruchtigen Noten kommen leider auch nur noch sporadisch zum tragen. Sie äußern sich wenn dann auch nur in beeriger Natur. Die Herbe im Abgang bleibt jedoch bestehen. Sie ist auch nicht zu herb, sondern genau richtig dosiert, sodass sie dem Bier ein bekömmlich leichten Geschmack verleiht.

Zum Fazit: Ein erfrischendes Sommerbier ist es ja. Sehr spritzig und eine gute Bittere hat es. Es ist aber bis auf die Bittere nur noch ganz wenig andere Geschmack vorhanden. Vor allem gegen Ende wird es dann doch sehr wässrig. Hierfür gibts dann leider nur 2 Sternen.