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Gessner Alt Sumbacher

Im heutigen zweiten Biertest geht es dieses mal in den Thüringer Wald nach Sonneberg. Dort hat nämlich die Brauerei Gessner ihren Sitz. Seit 1622 existiert die Brauerei schon befindet sich inzwischen in der Hand der nun schon 14ten Generation. Verkosten möchte dabei mit dem Alt Sumbacher heute ein Dunkles, das einen Alkoholgehalt von 5,2% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelbraunes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstig/getreidges Aroma. Es riecht aber auch etwas verbrannt.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck wirkt es doch recht neutral, bevor es dann im Abgang eine schokoladige und süßliche Note entfaltet. Diese bleibt auch bis in den Abgang bestehen. Es kratzt etwas am Gaumen. Im Nachgang stellt sich aber ein schön süßliches Mundgefühl ein. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier, dass einen gewissen röstigen Geschmack mitbringt, aber vor allem auch ein milchig getreidiges Aroma dabei hat, das süßen Noten aufweist.

Zum Fazit: Wenn auf eher süßliche Biere steht kann man dieses Bier durchaus weiterempfehlen. Es ist sehr facettenreich und bringt aber auch etwas leicht röstiges mit. Ich gebe dem ganzen 4 Sterne.

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Braurevolution Stout

Im heutigen Biertest geht es dieses Mal zum noch recht jungen Brauprojekt Braurevolution nach Kirchheim am Neckar. Marc und Felix, die beiden Köpfer hinter Braurevolution haben ein recht umfangreiches Angebot an teilweise auch wechselnden Bieren, das sowohl craftige Spezialitäten als auch deutsche Klassiker umfasst. Stiltechnisch verschlägt es mich dabei nach England, den mit dem Stout werde ich eine eigentlich typisch britische Sorte verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei schlanken 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen röstig/bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Ein kaffeeartiger Geruch. Es ist aber auch leicht röstig.

Zum Geschmack: Auch hier ist es im ersten Eindruck ein röstiges Bier, welches aber vor allem im Antrunk noch ein wenig moderig und muffig daher kommt. Es bleibt auch im Nachgang vom Mundgefühl her eher moderat und der röstige Geschmack nimmt nur einen Teil des Mundraums ein. Auch im weiteren Trinkverlauf kommen zwar Stoutnoten durch, jedoch nicht so intensiv und es ist teilweise auch zu sprudelig für ein Stout wie ich finde.

Zum Fazit: Gut es ist ein Stout welches vom Alkoholgehalt und Geschmack eher an seine britischen Vorbilder angelehnt ist. Mir mundet das aber nicht so unbedingt, da ich es mir gerne kräftiger gewünscht hätte. Mit ist es zu sehr auf das röstige zentriert. Ich gebe hierfür leider auch nur 2 Sterne.

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Alpirsbacher Klosterstoff

Im folgenden Biertest geht es dieses mal um ein Bier von der Alpirsbacher Klosterbräu. Verkosten möchte ich dabei mit dem Klosterstoff ein Märzenbier. Auf der Website wird zu dem Bier eine schöne Geschichte über einen Wirt aus Stuttgart geschrieben, die aber zu lang wäre um hier ausführlich darauf einzugehen. Ich komme daher nun direkt zum Bier. Der Alkoholgehalt beläuft sich auf 5,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat getreidig süßliche Noten in der Nase. Zeitweise hat man sogar ganz leicht karamellige Einflüssen.

Zum Geschmack: Eine sehr hohe Kohlensäurekonzentration sticht zunächst einmal heraus. Es überdeckt so ein bisschen den Geschmack, der sehr getreidg daherkommt. Auf eine gewisse weiße ist es aber auch herb/bitter bzw. getreidg und herb/schrotig wie Brotkruste. Im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein ganz aromatisches Bier und wenn die Kohlensäure nachlässt kommt ein sehr schönes brotiges Aroma, welches weder zu süß noch zu brotige ist. Irgendwie hat man aber immer so einen leicht muffigen Beigeschmack.

Zum Fazit: Ein Bier das Licht und Schatten hat. Auf der einen Seite hat man brotige Noten während man auf der anderen Seite leicht muffige hat. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

 

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Schneider Weisse meine Hopfenweisse

Im heutigen Biertest gibt es dieses Mal ein Bier von der Brauerei Schneider die ursprünglich aus München stammt, seit Ende des 2. Weltkriegs aber in Kelheim produziert. Die Brauerei Schneider blickt auf eine lange Tradition im Weissbierbrauen zurück und so war der Gründer Georg Schneider 1. der erste Bürgerliche, dem es in Bayern genehmigt war Weissbier zu brauen und auszuschenken. Das Bier, welches ich heute verkoste entstammt ursprünglich einem Kollaborationssud von Schneider und der Brooklyn Brewery. Es war aber so beliebt, das es als Hopfenweisse ins Stammsortiment überging. Das etwas andere Weissbier wurde nämlich stärker auf den Hopfen ausgelegt und zusätzlich auch noch kaltgehopft. Der Alkoholgehalt ist mit 8,2% auch im Bockbierbereich.

Zur Optik: Ein mittelorages Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum. Es ist naturtrüb und unfiltriert.

Zum Geruch: Es riecht sehr fruchtig und sehr stark nach Erdbeere. Es kommen aber auch tropische Einflüsse, allen voran Melone. Zusätzlich mischt sich aber auch eine Maracuja darunter.

Zum Geschmack: Es ist sehr bitter im Geschmack, aber hat zugleich auch eine sehr sehr  fruchtige Note,die die im Geruch wahrgenommenen Geschmäcker bestätigt. Es kommt vor allem die tropische Note durch, die mit Litschi und vor allem sehr viel Maracuja und etwas Melone daherkommt. Es erinnert fast schon an einen Multisaft, da auch die Textur etwas saftiges hat. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein sehr fruchtiges Bier, das sich auch hier durch seinen fruchtigen Geschmack definiert und es so auf der Zunge dominiert. Ab und an kommen etwas herbe Noten durch, jedoch nie so als das sie den Geschmack stören würden.

Zum Fazit: Ein wirklich klasse Bier, das einem beim trinken immer wieder überrascht und Freude bereitet. Vor allem diese schönen Fruchtnoten, harmonieren gut mit allem anderen, was ein Weissbier so ausmacht. Ich gebe hierfür auch die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

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Inselbrauerei Überseehopfen

Im heutigen Biertest gibt es dieses mal wieder ein Bier von der Inselbrauerei aus Rügen, die für ihre in Papier eingewickelten Flaschen bekannt ist. Verkostet wird heute mit dem Überseehopfen ein IPA. Der Alkoholgehalt beträgt 5,6%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma mit Anflügen von Traube bzw Traubenzucker. Es hat Noten von Granatapfel bzw ein leichte Ananas. Es hat ein sehr fruchtiges Aroma.

Zum Geschmack: Auch hier bleiben die Fruchtaromen, die ich in Richtung Traube einordnen würde, aber auch etwas tropisches bestehen. Diese Noten ziehen sich dann auch sehr schön bis in den Nachgang und beleben den Mundraum längerfristig. Dazu gesellen sich noch Granatapfel und Ananas. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein durchaus aromatisches Bier, welches seinem herben Fruchtgeschmack treu bleibt. Ich denke, dass es Traube und Ananas doch recht gut treffen, eventuell hat man noch etwas Honigmelone oder Mango. Es wird mit zunehmendem Trinkverlauf aber dann doch auch herber.

Zum Fazit: Ein ganz gutes IPA, das viele Facetten hat. es ist auf der einen Seite vor allem Am Anfang sehr fruchtig, bevor es dann gegen Ende eher herber wird. Ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.

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Dinkelacker Hell

Im heutigen späteren Biertest möchte ich dieses Mal ein Bier der Stuttgarter Brauerei Dinkelacker vorstellen. Dabei handelt es sich um das Helle, welches noch gar nicht so lange im Sortiment ist. Der Alkoholgehalt beträgt schlanke 5,0%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier mit einem mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist ein süßmalziges Bier. Mit einem sehr körnigem getreidigen Geruchsprofil.

Zum Geschmack: Ein sehr prickelndes und lebendiges Bier. Es hat sogar ein wenig eine herbe Spur drin. Die dezenten Hopfennoten verleihen dem Bier eine sehr dezente Milde am Gaumen. Es schmeckt aber hier und da auch ein wenig muffig nach Kellerbier, aber ansonsten ist es eine sehr süffige Angelegenheit. Dazu hat man einen leicht grasigen Geschmack und es erinnert schon fast leicht an ein Pils. Insgesamt wirkt es sehr frisch und weich.

Zum Fazit: Ein wie ich finde sehr süffiges und erfrischendes Bier. Es ist wie ich finde vor allem im Sommer ein idealer Durstlöscher. Ich gebe dem Ganzen daher 4 Sterne

 

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Germeringer Bavarian Ale

Im heutigen Biertest geht es dieses mal nach Germering in der Nähe von München. Hier gibt es mit dem Brauhaus Germering ein Brauprojekt, welches aus einer Idee von 11 Freunden entstand, die selbst ihr eigenes Bier brauen wollten. Seit 2018 gibt es dieses Projekt, welches mittlerweile eine eigene Braunanlage in einer ehemaligen Molkerei betreibt. Verkosten möchte ich heute das Gupf No. 4 Bavarian Ale. Der Alkoholgehalt beträgt 5,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orange-goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein relativ unspektakulärerer Geruch. Man hat etwas von Äpfeln und Orangen wie ich finde. Dazu kommt noch Mandarine.

Zum Geschmack: Hier schmeckt man zunächst getreidge Noten im Antrunk, bei denen sich dann im weiteren Trinkverlauf aber dann auch fruchtigr und hopfige Noten hinzugesellen. Man hat im Abgang Noten von Mandarine und Orange, die aber einen gewissen Unterton haben, der bitter schmeckt. Das Malz sorgt für einen guten Körper. Auch gegen Ende ein Bier, welches von seiner Fruchtigkeit lebt, wobei es dann doch etwas sehr lasch wird.

Zum Fazit: Ein eher durchschnittliches Bier. Es ist hier und da hopfig und eine gewisse Fruchtigkeit kling an, aber so richtig was dahinter steckt finde ich nicht. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Memminger Premium

Im heutigen späten Biertest verschlägt es mich dieses mal ins Allgäu. Es verschlägt mich nach Memmingen, auch als Tor zum Allgäu bekannt. Die dortige Memminger Privatbrauerei ist eine der größten der gesamten Region. Die Brauerei ist das Produkt einer Fusion von Bürger und Engelbräu und firmierte auch bis in die 90er Jahre unter dem Namen B&E Biere Memmingen. Vorstellen möchte ich dabei heute das Premium ein Pils mit 5,1% Alkohol.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein relativ geruchsneutrales Bier. Es hat eher fast schon süßliche Noten.

Zum Geschmack: Ein hopfig aromatischer Geschmack mit einer auf der eine Seite süßlichen Note, die aber klar eher in das florale/hopfige übergeht. Es hat aber nicht diese Malzsüße, wie sie bei hellen Bieren vorhanden wäre. Im Abgang ist es ein wenig herb. Gegen Ende ist es dann nicht mehr so harmonisch mild, sondern wird dann eher hopfiger. Der Hopfen ist aber nicht typisch pilsig herb sondern geht auch hier eher ins florale.

Zum Fazit: Ein Bier, welches ganz gut trinkbar ist und eine schöne floral/aromatische Hopfennote mitbringt. Man könnte es mit dem Wort feinherb ganz gut beschreiben. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Brewdog Kiezkeule

Im heutigen Biertest werde ich eines der drei Biere verkosten die Brewdog anlässlich der Eröffnung ihre Berliner Standorts gebraut hat. Brewdog hat nämlich 2019 die von Stone Brewing in Berlin-Mariendorf eingerichtete Brauerei mit Eventlocation übernommen. Beim Kiezkeule wie das Bier heißt handelt es sich um ein Dortmunder Export, welches aber noch kalt gehopft wurde. Der Alkoholgehalt beträgt 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentliche weißen Schaum.

Zum Geruch. Es hat ein dezent fruchtiges und auch tropisches Aroma, das wie ich finde an Ananas erinnert. Aber auch etwas Apfel nehme ich wahr. Dazu kommt auch etwas brotiges durch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, welches im Antrunk leicht fruchtig ist. Es hat dezente Malznoten und ist im Abgang sehr deutlich mit seinen Hopfennoten zu spüren. Die Hopfennote hängt auch lange am Gaumen. Sie ist etwas grasig. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier, bei dem sich herbe und fruchtige Noten die Waage halten. Man schmeckt aber auch, dass ein gewisser Körper dahinter steht, der das Bier kräftig macht.

Ein durchaus gelungene Kreation, die zeigt das wenn richtig eingesetzt auch etwas mehr Hopfen einem Export nicht schadet. Durch diesen hat das Bier eine schöne Fruchtigkeit ohne dabei herb oder bitter zu werden. Darüber hinaus finde ich es sehr frisch und süffig, sodass mir nicht anderes übrig bleibt als hier 5 Sterne zu vergeben.

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Hochdorfer Kellergold

Da ich sehr viele Beiträge auf Reserve habe und momentan die meisten wohl etwas mehr Zeit zum lesen, habe ich mich dazu entschlossen am Tag noch einen zweiten Beitrag zu veröffentlichen. Da ich aufgrund der Aktualität in meinen Hauptbeiträgen den Fokus eher darauf lege, die möglichst neuesten Craftspezialitäten aus aller Welt zu verkosten, möchte ich im zweiten Tagesbeitrag immer „klassische“ Biere von vorwiegen alt eingesessenen Mittelstandsbrauereien vorstellen, damit diese auch nicht zu kurz kommen und ich sonst nicht dazu kommen würde all diese Beiträge zu veröffentlichen. Außerdem möchte ich so dem Ziel möglichst viele Biere zu rezessieren und irgendwann eine Art Nachschlagedatenbank zu haben näherkommen. Starten möchte ich dabei mit dem Kellergold aus der Hochdorfer Kronenbrauerei. Das untergärige Kellerbier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen ordentliches weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hefiger Geruch mit leichten Zitrusaromen. Dazu leichte Aromen von Plätzchenteig. Es riecht insgesamt sehr teigig mit einer Spur zitrus.

Zum Geschmack: Ein sehr süßliches, aber zugleich auch frisches Bier. Es ist sehr feinmalzig und zugleich aber auch leicht fruchtig. Es schmeckt für mich ein wenig nach Apfel , Birne und etwas Mandarine, die sich noch an den Gaumen hängt. Der Hopfen kommt für mich nur sehr marginal am Gaumen durch. Das Bier ist mir bisweilen etwas zu süß. Doch ab und zu kommt auch wieder die gewohnte Fruchtigkeit durch.

Zum Fazit: Ein relativ gutes und fruchtig rezentes Kellerbier. Der Hopfen kommt mir etwas zu kurz, aber es ist dennoch nicht zu hefig. Ich gebe dem Bier daher 4 Sterne.