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Dreykorn Pils

Nachdem mich mein letzter Beitrag westlich von Nürnberg geführt hat, geht es mit meinem nächsten Biertest nun östlich der Frankenmetropole weiter. Lauf an der Pegnitz hierbei auch historisch eine enge Verbindung zur Stadt, war es doch lange ein Teil des Territoriums der mächtigen Reichsstadt Nürnberg, ehe sie wie das gesamte Gebiet im Jahre 1806 dem Königreich Bayern zugeschlagen wurde. Eine der bis heute aktiven Brauereien in der Stadt ist die Dreykorn Bräu, welche 1831 gegündet wurde. Noch heute ist sie ein kleiner mittelständischer Familienbetrieb. Ganz klassisch gibt es in meinem heutigen Test das Pils zur Verkostung. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 5,2%, was für ein Pils durchaus viel ist.

Zur Optik. Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen leicht hopfigen, floralen Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Das Bier ist schon im Antrunk sehr hopfig und hat einen blumig floralen Geshcmack, bei dem auch eine dezente Hopfebittere spürbar ist. Das Bier wirkt insgesamt sehr frisch. Die Kohlensäure ist obendrein auch sehr lebendig und macht das Bier frisch. Das Bier hat auch im weiteren Trinkverlauf ein gut hopfiges Aroma, das nicht allzu bitter ist, dafür aber schöne florale Noten hat. Der Malzkörper ist leicht und zeigt nur im Abgang etwas Süße.

Zum Fazit: Mir gefällt das Pils. Es ist urig und nicht so geradlinig gebraut. Der Körper ist hier durchaus präsent. Insgesamt ist mir das Pils 4 Sterne wert.

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Frankenbräu Pils

Aus dem Baden-Württembergischen Teil von Franken, genauer gesagt aus Franken-Hohenlohe stammt mein nächstes Testbier. Es ist das Pils der passenderweise auch als Frankenbräu firmierenden Brauerei aus Riedbach. Über 200 Jahre gibt es die Brauerei schon und das ein oder andere Bier von ihnen habe ich bereits verkostet. Der Alkoholgehalt des Pils liegt bei 4,7%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßmalziges, Aroma, dazu sehr florale Noten. Auch leicht teigig ist es in der Nase. Dazu wirkt es sehr lebendig.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Bier, das irgendwie im Abgang ein wenig süßlich wirkt. Von Hopfenherbe ist in den ersten Schlücken nichts zu schmecken. Es schmeckt im Grundaroma eher getreidig. Dazu hat es leicht florale Noten. Nach den ersten Schlücken kommt dann auch der Hopfen endlich mal durch und entfaltet sich dann aber wirklich schön am Gamuen mit wirklich tollen grasigen und floralen Noten. Im Abgang ist es soagr ein wenig herb. Ich vermisse insgesamt ein wenig die Kohlensäure. Auch ist das Ber im Mundgefühl ein wenig pappig.

Zum Fazit: Von mir gibt es drei Sterne. Der Hopfen braucht viel zu lange um sich geschmacklich entfalten zu können. Auch ist mir das Mundegfühl insgesamt zu pappig.

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Riegeler Felsen Pils

Die Brauerei Mayer aus Riegel am Kaiserstuhl war bis Anfang der 2000er Jahre eine der größten Brauereien in Baden. Nachdem bereits ab 1972 die Bindingbrauerei aus Frankfurt am Unternehmen beteiligt war, übernahm diese im Jahre 1999 99% der Unternehmsanteile und war damit fast alleiniger Eigentümer der Brauerei. Im Jahre 2000 wurde dieser Anteil und damit die Brauerei von der Fürstenberg Brauerei übernommen. Nachdem diese selbst im Jahre 2003 übernommen wurde, entschloss man sich, obwohl wirtschaftlich profitabel, den Riegeler Standort stillzulegen, da man davon ausging, kosteneffizienter arbeiten zu können, wenn die gesamte Produktion an einem Standort erfolgt. Die Marke Riegeler hat sich trotz dessen, genau wie das imposante, als Riegeler Schloss bezeichnete Brauereigebäude, bis heute erhalten. Im alten Brauereigebäude befindet sich heute unter anderem auch wieder eine kleine Brauerei, sodass die Brautradition auch hier weiterlebt. Ich verkoste heute das Felsenpils von Riegeler, das einen Alkoholgehalt von 4,9% aufweist.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leichtes hopfiges Aroma, mit ganz leicht feinbitter den Gaumen kitzelt. Dazu kommen doch eher noch fast mehr getreidge Noten.

Zum Geschmack: Im Geschmack hat das Bier ein herbes Grundprofil, mit einem gewissen süßmalzigen Anstrich. Der Hopfen hat durchaus auch ein aromatisches Profil, welches im Abgang auch ein wenig durchkommt. Für ein Pils ist mir aber irgendwie ein wenig zu süßlich und je länger man das Bier trinkt, dest mehr finde ich kommt eine süßmalzige Note zum vorschein und der Hopfen rückt in den Hintergrund. Es ist aber auch etwas herb am Gaumen und es wirkt so, als ob sich das Bier nicht so recht entscheiden könnte, was es jetzt sein mag. Eher ein Pils oder doch ein Lager.

Zum Fazit: Ein ganz solides Bier, das mir für ein Pils aber doch etwas zu süß ist. Es ist im Körper schlank, aber für ein Pils sollte die hopfige Note eindeutiger und dominanter sein. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Glaabsbräu Reifeprüfung

Auch die älteste Brauerei Südhessens, die Glaabsbräu aus Seligenstadt, geht neue Wege und braut neben ihrem umfangreichen Sortiment an klassischen Biersorten auch hin und wieder auch das ein oder andere besondere Bier, das auch klassische Bierstile neu interpretiert. So auch die Reifeprüfung, ihres Zeichens ein Imperial Pils, also eine stärker eingebraute Version, von Deutschlands beliebtester Biersorte mit besonderem Aromahopfen, in diesem Fall Hallertau Blanc. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr fruchtiges und vor allem beeriges Aroma wie ich finde. Es hat aber auch etwas von Traube.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck unterstreicht sich dieses Traubenaroma. Es hat etwas von Traubenzucker wie ich finde, ohne dabei aber zu süß zu sein. Es haftet auch lange am Gaumen nach und ich finde es gar nicht so bitter, sondern das gesamte Mundgefühl durchaus harmonisch. Im nächsten Schluck löst sich das ein wenig. Es ist aber auch sehr grasig und der Hopfen wirkt für sich betrachtet sehr frisch. Im weiteren Trinkverlauf wird es dann aber auch etwas herber, bleibt aber insgesamt im Mundgefühl harmonisch und grasig.

Zum Fazit: Ein sehr schönes, harmonisch komponiertes Bier. Ich bin fast versucht hier die Höchstwertung zu geben, aber irgendetwas fehlt mir an diesem Bier. Von mir gibt es für das Bier 4 Sterne.

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Leibinger Pils

Von der Leibinger Brauerei aus Ravensburg habe ich in meinem nächsten Biertest das Pils. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges Aroma habe ich mit etwa blumigen Nuancen

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einem leicht hopfigen Abgang. Es ist etwas bitter und dies bleibt auch länger im Mundraum bestehen. Im weiteren Trinkverlauf nimmt der Hopfen etwas ab, das Bier bleibt aber dennoch etwas aromatisch. Das Bier hat ein ausgewogenes Mundgefühl, einen schlanken Körper und eine gute Hopfenherbe die nur leicht bitter, dafür aber floral wirkt.

Zum Fazit: Ein solides Pils, das eine schöne Hopfenblume hat. Es ist aber nicht zu intensiv und insgesamt auch eher etwas leicht. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Haller Löwenbräu Edelpils

In die ehemalige Reichsstadt Schwäbisch Hall verschlägt mich mein nächster Biertest. Die ortsansässige Löwenbrauerei ist eine der größeren Brauereien im Norden Württembergs. Das ein oder andere Bier von dort hat schon den Weg zu mir in den Test gefunden. Heute ist nun das Edelpils aus Hall an der Reihe. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger Geruch mit einer leicht fruchtigen Note. Dazu kommt ein etwas florales Aroma.

Zum Geschmack: Ein hopfig, herbes Aroma. Der Malzkörper ist zurückhaltend und das Bier insgesamt schlank. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es herb frisch im Aroma. Neben den durchaus hopfigen Noten, hat es aber auch süßliche Malznoten die zunehmend dominanter werden. Es bleibt bis zum Schluss ein durchaus hopfenherbes Bier, bei dem im Nachgang dann aber immer mehr malzig süßliche Noten im Mundraum hängen bleiben.

Zum Fazit: Ich habe ein Bier, das über eine durchaus interessante Hopfennote verfügt. Leider setzten sich im weiteren Trinkverlauf immer mehr die süßlichen Malznoten durch, die ich als durchaus unpassend empfinde. Von mir gibt es daher nur 3 Sterne für das Edelpils. Wenn der Malzkörper etwas reduziert würde, wäre es noch deutlich besser.

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Bernard Svatecni Lezak 12°

Von Franken springe ich über die östliche Landsgrenze nach Tschechien. Über die dortige Biertradtion habe ich in vorangegangenen Berichten schon das ein oder andere Wort verloren. Auch über die Brauerei Bernard, die sich im südlichen Teil Zentraltschechiens befindet habe ich schon einmal geschrieben. Sie ist eine der größeren Brauereien im Land und gehört zur Hälfte der belgischen Familienbrauerei Duvel. Die andere Hälfte befindet sich in Privatbesitz. Bernard ist zudem eine der wenigen Brauereien außerhalb Deutschlands, die ihre Biere größtenteils in Bügelverschlussflaschen abfüllt. Das Svatecni Lezak ist eines der Standardbiere der Tschechen und kommt auf einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich empfinde es als ein eher geruchsneutrales Bier. Es hat ein bisschen brotige Noten.

Zum Geschmack: Ein sehr fruchtiges Aroma, das gleichzeitig aber ordentlich herbe Noten am Gaumen hat. Sehr schön finde ich diese leichten Apfelnoten die man hat. Vor allem im Nachgang setzten sich diese fest. Dazu kommen bittere Hopfennoten, gepaart mit leicht getreidigen Noten. Insgesamt wirken die hopfigen Noten am Gaumen auf mich sehr harzig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr abwechslungsreiches und vor allem sehr würziges Bier.

Zum Fazit: Ein würziges, hopfenbetontes Bier, wie man es aus Tschechien gewohnt ist. Hier wurde der Hopfen gut eingesetzt. Es isngesamt ein wenig urwüchsiger und hat klare Kanten. Dafür ist es nicht ganz so aromatisch wie manch anderes hopfiges Gebräu. Mir hat es aber geschmeckt, denn dieses Bier bringt definitv eine gute Portion Geschmack mit. Das gibt 4 Sterne.

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Weissenoher Eucharius Pils

Jetzt wirds mal wieder fränkisch. Mein nächster Biertest dreht sich um das Eucharius Pils der Klosterbrauerei Weissenohe. Ort und Kloster befinden sich im Landkreis Forchheim am südlichen Rand der fränkischen Schweiz. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein im Geruch doch vorzugweise hopfiges Bier.

Zum Geschmack: Ein herb frisches Bier. Im Mittelteil hat man getreidige Noten, die von einem Hopfenanflug umspielt werden. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und verleit dem Bier eine angenehme Spritzigkeit. Im Abgang ist es ein wenig schmierig mit diesen leicht säuerlichen, estrigen Noten, die auch etwas erdiges an sich haben. Diese empfinde ich leider als unpassend und sie harmonieren nicht mit der Hopfenbittere. Irgendwie finde ich, passt das Ganze hier nicht so recht zusammen. Ja das Bier hat Charakter und ist würzig, aber irgendwie wirkt es für mich einfach nicht ausgeglichen und ich finde diese malzigen Noten, die sich leider recht hartnäckig am Gaumen festsetzt zu dominant und teigig.

Zum Fazit: So gut die meisten anderen Biere aus dem Kloster auch sein mögen, dieses Bier überzeugt mich leider gar nicht so richtig. Es ist irgendwie leicht seifig schmierig und auch für ein Pils viel zu malzig und teigig. Dazu kommt dieser erdige Nachgang. Was das Bier rettet, ist das es eine gute und wahrnehmbare Hopfenbittere hat, die sich schön um den Gaumen schmiegt. Insgesamt empfinde ich das Bier aber als unausgewogen. Ich gebe ihm 2 Sterne.

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Weisse Elster Pilsner

Die Weisse Elster ist ein deutscher Fluss, der unter anderem auch Leipzig durchfließt. Hier ist auch der Sitz eines 2014 gegründeten Craftbeerstartups selbigen Namens. Diese haben ein Pale Ale und ein Pils im Sortiment. Das Pale Ale habe ich vor einigen Jahren schon verkostet, daher widme ich mich heute dem Pils. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein matt goldenes Bier mit orangenem Stich. Es ist naturtrüb und hat eine schöne weiße Schaumhaube.

Zum Geruch: Eine leichte Fruchtigkeit mit Zitronen und Orangennoten hat man in der Nase, diese kitzeln diese auch leicht. Vor allem die orange aber auch etwas Apfelsine ist sehr gut getroffen.

Zum Geschmack: Ein geschmacklich doch sehr herbes Bier, das auf der einen Seite eine gute herbe Bittere im Abgang vereint, aber dennoch nicht trocken und kratzig im Hals wirkt, sondern unsterstützt von einem feinen Malzbett samtweich den Hals hinunter gleitet. Aber auch ein kleine wenig Fruchtigkeit kommt hinzu, jedoch wird der Geschmack von den herben Noten dominiert.

Zum Fazit: Ein etwas anderes, dafür aber wie finde sehr geschmackvolles Bier. Es wirkt zwar im ersten Moment etwas rustikal und nicht ganz rund wie so manches Industriepils, aber das verleiht dem Bier auch einen gewissen Charme. Es hat Fruchtigkeit, eine ordentliche Portion Hopfenbittere und dazu aber auch feines Malzbett, das gut eingearbeitet ist. So wirkt der Nachgang auch nicht zu trocken im Hals. Ich gebe dem Bier die Höchstnote von 5 Sternen.

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Stiegl Pils

Von der Salzburger Stieglbrauerei habe ich im folgenden Test das Pils. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Pils in Österreich nicht ganz so verbreitet und Märzen und Hellbiere deutlich beliebter. Dennoch haben die meisten Brauereien aber auch ein Pils im Sortiment wie auch Stiegl, Österreichs größte Privatbrauerei. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges, ansonsten eher geruchsneutrales Bier.

Zum Geschmack: Man hat ein Bier, das vom ersten Schluck an ein sehr hopgies, fast schon bitteres Profil ha. Auch im Nachgang bleibt dieses Aroma gut bestehen. Der Hopfen ist insgesamt aber sehr aromatisch, fast schon floral und nicht wirklich herb und der Nachgang bleibt einigermaßen pasabel und eher süßlich als herb.

Zum Fazit: Ein gutes, aromatisches Pils. Es reiht sich geschmacklich eher in die Riege der Süddeutschen Pilsbiere ein und ist eher floral als wirklich trocken herb. Dieses feinbittere, blumige Hopfenaroma gefällt mir aber sehr und so gibt es von mir 4 Sterne.