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Heidelberger Brückenaff

Mein heutiges Testobjekt führt mich nach Heidelberg und ist dem legendären Brückenaffen gewidmet. Der Heidelberger Brückenaff ist eine Skulptur, deren Geschichte bis ins 15 Jahrhundert zurückreicht. Der Affe befindet sich seither mit einiger Unterbrechung auf der alten Brücke, die direkt in die Altstadt führt. In seiner langen Geschichte wurde der Affe mehrmals zerstört, bis er nun seine heutige Form, eine Bronzestatue von 1977, erreicht hat. Ihm zu ehren hat die Heidelberger Brauerei ein eigenes Bier auf den Markt gebracht, das ein IPA mit einem Alkoholgehalt von 6,7% sein soll.

Zur Optik: Ein orangenes Bier mit einer ausgeprägten Trübung. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Malzige Noten hat man in der Nase, die vor allem am Anfang im Geruch bleiben. Daneben hat man aber auch fruchtige Einflüsse, die leicht nach Ananas und Pfirsich riechen. Sie sind jedoch nicht so stark ausgeprägt.

Zum Geschmack: Es ist feinmalzig und leicht fruchtig. Ich meine im Abgang sogar kurz etwas röstiges wahrgenommen zu haben. ansonsten hat man ein leicht beeriges Mundgefühl und der Abgang ist leicht trocken im Hals. Nach den ersten 2 Schlücken kommt der Hopfen. Es wirkt sehr ölig und ätherisch. Es ist ein Mix aus bitteren und leicht beerigen Aromen, die mit Ananas und Pfirsich kombiniert sind. Insgesamt ist die Bittere aber sehr moderat und doch sehr zurückhaltend.

Zum Fazit: Ich finde es ein wirklich sehr gutes Bier, Es ist ganz gut trinkbar und bringt alles mit was ein gut trinkbares IPA auszeichnet. Zur Spitzenklasse fehlt allerdings noch etwas. Ich gebe 4 Sterne für dieses Bier.

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Kehrwieder Kreativbrauerei Arania

Im heutigen Biertest gibt es dieses Mal wieder ein Bier der Kehrwieder Kreativbrauerei aus Hamburg. Aus ihrer Shipa Serie gibt es dieses Mal das Arania. Es handelt sich hierbei um ein Single Hop IPA, bei dem oben stehende Hopfensorte im Vordergrund steht. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,5%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes Bier. Es hat einen leichten rötlichen Stich. Der Schaum ist nur ca. 1cm breit.

Zum Geruch: Ein hopfiger, leicht fruchtiger Geruch. Man riecht leicht Melone und Traube. Auch ein wenig Mandrine und Orange schwingt mit im Geruch.

Zum Geschmack: Ein sehr herbes Bier, dass von Anfang an aber auch ein wenig ölig wirkt. Es ist ein sehr ausgeprägtes Zitrusaroma in diesem Bier vorhanden, das muss man auf jeden Fall festhalten. Es ist wirklich von Anfang bis Ende durch eine gute Spur Bitterkeit gekennzeichnet. Man schmeckt aber auch das Malz mit seinen süßmalzigen Bett deutlich durch.

Zum Fazit: Für mich ein wirklich hervorragendes IPA, das schöne Zitrusnoten, aber auch saftige, grasige Aromen versprüht. Dazu kommt eine dezente Bitterkeit, die das Ganze abrundet. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Yankee & Kraut Dry Humor

Im heutigen Biertest gibt es dieses Mal wieder ein Bier der beiden Jungs von Yankee & Kraut aus Ingolsstadt. Beim dry Humor handelt es sich um ein Brut IPA, also einer hochvergorenen Variante des IPAs, das es noch etwas sektartig erscheinen lässt und eher bitter und trocken schmeckt. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht, nach Ananas und hat gleichzeitig auch noch etwas sektartiges, traubiges in der Nase. Dazu mache ich noch Mandarine und etwas Pfirsich aus.

Zum Geschmack: Ein im Antrunk recht trockenes Bier, entfaltet es doch im Abgang eine sehr fruchtiges Aroma. Man schmeckt hier eindeutig die Noten von Mandarine durch. Aber auch Birne und Pfirsich sind sehr gut heraus zu schmecken. Es hat im Nachgang diese angekündigte Trockenheit und ist etwas spritzig, jedoch erinnert es nicht so direkt an Sekt. Es ist doch eher fruchtig und man muss tief in den Nachgang gehen um sektartiges zu schmecken. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es im Antrunk harmonisch und im Abgang dann doch recht trocken.

Zum Fazit: Ein Bier, das überraschenderweise fruchtiger ist als gedacht. Ich finde es gar nicht so trocken und bitter wie beschrieben. Mir hat es aber dennoch geschmeckt und so gebe ich hierfür 4 Sterne.

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Cuvee des Trolls

Der 3 Teil meiner Belgientour verschlägt mich heute wieder in den französischen Teil Belgiens. Die Brauerei Dubuisson, von der mein heutiges Testbier Cuvee des Trolls stammt ist sogar die älteste Brauerei der Wallonie. Sie existiert bereits seit 1769. Das Cuvee des Trolls ist dabei noch ein recht junges Bier, das erst im Jahre 2000 auf den Markt kam. Das Bier geht selbst stilistisch in die Richtung der Pale Ales und IPAs und hat seinen Fokus klar auf dem Hopfen. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,0%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelorangenes Bier. Es hat eine sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht zitronige und orangige Notes , etwas Kräuter und Hopfennoten. Ansonsten recht Geruchsneutral.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr spritziges und zugleich auch sehr fruchtigs Bier. Es hat teilweise Anflüge von Beeren und etwas leicht tropischem. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier das wie ich sehr nach Apfel schmeckt. Aber auch noten von Zitrusfrüchten und Orange bleiben nicht auf der strecke. Es hat allgemein ein sehr harziges und kräutriges Mundgefühl und der Hopfen steht klar im Fokus.

Zum Fazit: Für mich ein wirklich ansprechendes Bier, das mich doch sehr überzeugt hat. Es ist wirklich sehr erfrischend und dabei auch noch vor allem durch seine kräutrigen Hopfennoten überzeugend. Der Fokus liegt hier geschmacklich klar auf dem Hopfen. Von mir gibts hierfür 4 Sterne.

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Kona Kua Bay

Mein heutiger Biertest verschlägt mich dieses Mal wieder nach Hawaii zur Kona Brewing Company. Das Kua Bay, welches nach einem Strand benannt ist, ist ein IPA mit einem Alkoholgehalt von 7,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma, es hat etwas saftiges und vor allem einen tropischen Charakter. Eventuell schmecke ich Ananas oder Maracuja und Papaya.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck bestätigt den Geruch und es ist vor allem im Einstieg und im Abgang sehr saftig. Dazuwischen kommt ein Kontrastprogramm aus sehr bitteren und herben Hopfennoten, was wie ich finde nicht ganz perfekt harmoniert. Im weiteren Trinkverlauf hat man ein doch eher bitter-herbes Bier, dem die Fruchtgkeit ein wenig abgeht. Es bleibt dann auch nicht so saftig.

Zum Fazit: Schade eigentlich. Der einstieg war wirklich super und auch schön saftig. dann verläuft sich das Bier aber leider ein bisschen im IPA Einheitsbrei aus bitterherben, dezent fruchtigen Bieren. So gibt es von mir 3 Sterne

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Steamworks Jasmine IPA

Für den heutigen Biertest wagen wir einen ganz weiten Sprung über den großen Teich in den Osten Kanadas nach Vancouver zu Steamworks. Die Brauerei geht zurück auf Eli Gershkovitch, der 1995 den Gastown Brewpub erwarb. Da im Brewpub ein sehr seltenes Dampfheizsystem vorhanden war, entschloss sich Eli, daraus eine Dampfbrauerei zu konzipieren. So kam auch der Name Steamworks zustande und auch die meisten Flaschen und Dosen drehen sich im Design um das Thema Dampf. Verkosten möchte ich heute das Jasmine IPA, bei dem im Brauvorgang tatsächlich auch Jasminblüten verwendet wurden. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, oranges Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein blumig fruchtiges Aroma, was man in der Nase hat. Man hat ein deutlich tropisches Aroma in der Nase und riecht Litschi und Mango. Diese floralen Noten, die der Jasmin mitbringt sind deutlich zu riechen.

Zum Geschmack: Ein bitter fruchtiger erster Antrunk. Im Abgang ist es noch ein wenig zurückhaltend zunächst. Dann kommt im Abgang aber eine ordentlich herbe Spur dazu. Man schmeckt aber auch die leicht florale Aromen, die jedoch schon ein wenig gewöhnungsbedürftig sind. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es zunächst sehr herb, bevor es im Abgang ein ganz klein wenig aromatischer wird. Man hat eine ganz leichte fruchtige Süße im Mundgefühl, die auch beständig ist.

Zum Fazit: Ein etwas anderes IPA, bei dem Fokus aber klar auf den floralen und bitteren Noten liegt. Die Jasminblüten wirken hier unterstützend und verleihen dem Bier eine zusätzliche würzige Note. Alles in allem ist es aber nichts wahnsinnig spektakuläres und so gibt es von mir 3 Sterne.

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McGargles Francis Big Banging IPA

Nachdem es gestern ein Bier gab, welches den irischen Charakter vermitteln sollte, gibt es heute ein Bier, welches wirklich von der grünen Insel stammt. Ich werde ein IPA der Marke McGargles verkostet, welche von der Rye River Brewery gebraut wird. Die Rye River Brewery existiert seit 2013 und ist nach einem Umzug nun in Celbridge. Das Francis Big Banging IPA, welches ich heute verkosten werde, soll ein IPA sein, welches an US IPAs angelehnt ist, an welche Art IPA genau wird leider nicht näher erläutert. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellorangenes Bier. Es hat eine mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma, aber es ist nicht zu intensiv. Man hat etwas Ananas und Mango. Dazu etwas herbe Hopfennoten.

Zum Geschmack: Auch im ersten Eindruck hat man gewisse ätherische Noten, wobei im Nachgang die oben besprochenen Fruchtnoten durchkommen. Es hat aber auch eine ordentliche Spur bitteren und harzigen Hopfens, der dann doch die Dominanz im ersten Eindruck übernimmt. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es dann eher im biteren Geschmackssegment unterwegs und es wirkt im Mundgefühl teilweise eher trocken und herb. auch wenn eine gewisse Fruchtaromatik am Rande bestehen bleibt. Diese Geschmacksnuancen bleiben bis zum Ende gleich und beständig.

Zum Fazit: Es ist ein doch sehr sehr herbes und bitteres Bier. Der Hopfen ist hier klar tonangebend. Ich finde dem Bier fehlt aber noch eine andere Geschmacksebene und daher wirkt es auf mich ein wenig eindimensional. Ich gebe dem Ganzen daher 3 Sterne.

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Sierra Nevada 40 Anniversary Edition

Kaum zu glauben aber Sierra Nevada feiert dieses Jahr tatsächlich schon ihr 40sigstes Firmenjubiläum und sie sind damit einer der Pioniere der Craftbeerbewegung in den USA und überhaupt weltweit. Mittlerweile ist das Unternehmen zu einer Großbrauerei gewachsen die über 800.000 Barrel Bier im Jahr produziert. Anlässlich des geburtstages hat es sich Sierra Nevada natürlich nicht nehmen lassen dafür eigens ein Bier zu brauen, welches geschmacklich an die Ursprünge erinnern soll. Stilistisch handelt es sich dabei um ein West Coast IPA, welches einen Alkoholgehalt von 6% hat.

Zur Optik: Ein trübes, dunkles Bernstein hat das Bier als Farbe. Dazu kommt eine ordentliche weiße Schaumkrone.

Zum Geruch: Ich rieche Orange und Mandarine, dazu hat es etwas von Blutorange. Es hat harzige Noten. Es ist etwas dezent fruchtiges dabei aber auch etwas süßliches.

Zum Geschmack: Im ersten eindruck hat man eine schöne Fruchtigkeit, die schöne Zitrusnoten am Gaumen hat. Ich finde man hat eine sehr schöne Grapefruit und Blutorange am Gaumen. Es kommen sehr gut Zitrusnoten durch. Es hat aber imAabgang auch sehr schöne Bitternoten und einen recht trockenen und harzigen Abgang. Ich finde vor allem diese Grapefruit und Zitrusnoten die leicht ins säuerliche abdriften wirklich gelungen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man schöne herbe Noten. Es ist aber auch nicht mehr so fruchtig wie am Anfang und wird vor allem harzig.

Zum Fazit: Ein Bier, wie man sich die ursprünglichen IPAs der Westküste vorstellt, trocken, harzig und ordentlich bitter. Der Malzkörper spielt keine große Rolle und auch die Fruchtigkeit ist nur dezent. Für mich stimmt hier vieles und so gibt es 4 Sterne und Happy Birthday.

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Tektonik Dizzy Amerikana

Im heutigen Biertest gibt es ein Bier das einige vermutlich aus dem Regal des Discounters Lidl kennen. Das Dizzy Amerikana, war dabei zu haben, als Lidl verschiedene Craftbiere aus der ganzen Welt im Angebot hatte. Gebraut wird das Bier von der slowenischen Brauerei Tektonik die in der Hauptstadt Ljubljana beheimatet ist. Das Dizzy Amerikana ist dabei ein klassisches West Coast IPA mit einem Alkoholgehalt beträgt 6,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein fruchtiges Aroma mit Litschi und Maracuja in der Nase. So wirkt es auch wenig exotisch.

Zum Geschmack: Man hat ein sehr bitteres Bier, das im Abgang ganz leicht süßliche Noten hat, bei dem aber insgesamt doch die Hopfenbittere überwiegt. Es ist jetzt aber nicht so eine Bittere die am Gaumen hängt, sondern eine aromatische Bittere. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es so, das man während des Trinkens ein leichte Hopfenbittere hat, die am Gaumen kitzelt. Im Nachgang bleibt aber eher eine Süße, auch mit den im Geruch angesprochenen fruchtigen Noten.

Zum Fazit. Ich finde es ein überraschend gutes und fruchtiges Bier und hätte nicht gedacht so etwas bei Lidl zu finden. Es ist sicherlich keine Aromenbombe und wahnsinnig komplex, aber für ein IPA weit mehr als solide. Daher gibt es hier auch 4 Sterne.

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Brlo German IPA

Nach einer kleinen Pause über das Wochenende gibt es zum Wochenstart heute wieder einen Biertest. Dieser verschlägt uns dieses Mal wieder in die Bundeshauptstadt zur Brauerei Brlo, die sich in den letzten Jahren als feste Größe in der Craftbeerszene etabliert hat. Verkosten möchte ich heute das German IPA, bei dem wie der Name schon sagt ausschließlich deutscher Hopfen verwendet wurde. Der Alkoholgehalt liegt hierbei bei 7%.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein hefiges, aber zugleich auch ein wenig getreidiges Bier. Man hat leichte fruchtige Noten, die ein wenig tropisch an Litschi und Maracuja erinnern.

Zum Geschmack: Auch hier hat man einen schönen herben Geschmack, der im Abgang auf der einen  Seite gewisse herbe Töne bietet, aber grundsätzlich ein sehr leichtes und fuchtiges Mundgefühl hat. Es hat im Antrunk einen schönen Malzkörper, der die Kohlensäure recht gut zurückhält und so süffig macht. Es ist sehr bekömmlich und im Abgang kommen dann Bitternoten des Hopfens durch.

Zum Fazit: Ein Bier, welches gut zu trinken ist und auch eine sehr schöne Bittere mitbringt. Es fehlt mir allerdings ein wenig die Fruchtigkeit. Ja sie ist da, aber sie könnte präsenter sein. Ich gebe dem Ganzen 3 Sterne.