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Svijany Svijansky Maz

Der nächste Test führt mich in unser östliches Nachbarland zu unseren tschechischen Freunden. Für ihre Bierkultur bekannt, gibt es trotz Jahrzehnte der Verstaatlichung und Planwirtschaft noch etliche Brauereien. So auch mein nächstes Beispiel, die Pivovar Svijany im gleichnamigen nordtschechischen Ort unweit von Zittau und der sächsischen Grenze. Erstmals Erwähnung fand die Brauerei schon im Jahre 1594 als der Stadt das Braurecht verliehen und ein Brauhaus errichtet wurde. Das Svijanksy Maz, das ich heute verkoste ist ein typisches Lagerbier, jedoch nicht ganz so schwach wie viele andere tschechische Biere. Es kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein doch eher getreidig süßliches Aroma mit gewissen mineralischen Tönen.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist getreidig, aber auch mit schönen fruchtigen Noten nach reifen Äpfeln und Birnen. Im Abgang wird es dann eher bitter und herb. Der Hopfen wirkt aber aromatisch. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein wirklich sehr aromatisches Bier, mit einem doch sehr weichen Mundgefühl. Die Hopfennoten sind weiterhin sehr gut. Es hat nur eine sehr leichte Süße, die gut eingebaut wird.

Zum Fazit: Eines der besten Biere, die ich bisher aus Tschechien hatte. Mir hat es äußerst gut geschmeckt und so bekommt es von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Weiherer Grünhopfen Pils

Momentan ist wieder Erntezeit und auch der Hopfen für das Bier möchte geerntet werden. Einige Brauereien nutzen diese Möglichkeit um den Hopfen möglichst frisch, sprich direkt vom Feld in den Braukessel zu bekommen und daraus ein besonderes Bier zu machen. In der Fachsprache ist dabei dann von Grünhopfung die Rede. Auch die fränkische Brauerei Kundmüller hat so ein Bier in ihrem umfangreichen Sortiment an Craftbieren, nämlich mein heute verkostetes Grünhopfenpils. Der Alkoholgehalt liegt dabei bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein grasig blumiges Aroma habe ich in der Nase. Man hat wunderbare florale Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer dezent bitteren Note. Ich habe da im Antrunk ein Bier mit bitter frischem Einstieg. Es hat so einen leicht keksig-hefigen Nachgang und dazu kommt eine ganz feine Hopfenbittere hinzu. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf dezent herb mit einer doch sehr frischen und blumigen Note, die aber nicht mehr ganz so grasig wirkt wie noch zu Trinkbeginn.

Zum Fazit: Das Bier ist frisch und hat eine blumige Note. Insgesamt gesehen ist es mir aber ein klein wenig zu lasch was den geschmack angeht. Es könnte noch etwas herber sein. ich gebe dem Bier aber gute 3 Sterne mit der Tendenz nach oben.

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Wagner Lagerbier ungespunden

Von der Brauerei Wagner aus Merkendorf, ebenfalls in Oberfranken in der Nähe von Bamberg gelegen habe ich nun das ungespundene Lager im Glas. Ungespunden bedeutet das es aufgrund einer speziellen Lagermethode weniger Kohlensaure hat als typische Lagerbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein feinmalziges, aber auch sehr mineralisches Aroma. Ansonsten ist es recht geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ein sehr würziges Bier mit einer doch recht ordentlichen Herbheit des Hopfens im Abgang. Es ist aber eher würzig und man hat nicht so diese bitteren Noten wie bei einem Pils. Im Antrunk noch recht mild, entfaltet es dann auch im weiteren Trinkverlauf sehr bald seine Aromen. Das Malz kommt nicht ganz so richtig durch, jedoch ist positiv, das dieses Lager nicht über die Süße kommt wie sonst oft bei hellen Lagern. Dieses Bier ist kernig und kantig im Geschmack.

Zum Fazit: Ein kerniges und kantiges Bier, dem ein wenig schon die Kohlensäure abgeht. Für mich hat es dennoch eine Wertung von 4 Sternen verdient.

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Simon IPA

Wieder einmal Luxemburg und wieder einmal muss ich mich zunächst bei meinem treuen Bierspender fürs besorgen des Bieres bedanken. Das IPA der Brauerei Simon aus Wiltz hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat keine besonderen Schaum

Zum Geruch: Ein obstiges Bier. Man hat Noten von Litschi und Sternfrucht. Es wirkt tropisch angehaucht

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es am Gaumen bitter, jedoch kommt in Richtung Nachgang der Anflug von leicht fruchtigen Noten auf. Mich erinnert es geschmacklich vorwiegend an Ananas und Litschi. Es hat eine gewisse Herbe im Geschmack. Dieses Bier ist jedoch aromatisch bitter bis weit in den Nachgang. Die Bittere hängt diesbezüglich sehr sehr lange im Gaumenebereich nach. Man hat immer eine bitteraromatische Note, jedoch auch ein Bett an fruchtigen Noten, die dann auch noch die Ananas haben, aber auch Zitrusfrüchte kommen etwas dazu im Trinkgenuss.

Zum Fazit: ich gebe dem IPA eine Wertung von 4 Sternen. Sicherlich ist der Alkoholgehalt und damit auch der Körper etwas limitiert, daraus macht das Bier aber sehr viel und liefert und gutes Wechselspiel von bitteren und fruchtigen Noten.

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Kössel Bräu Schwarze Madonna

Die Schwarze Madonna ist ein Spezialbier der Allgäuer Traditionsbrauerei Kössel Bräu aus Speiden.  Bayerische Braukunst trifft auf irischen Bierstil, so wird dieses Bier auf der Website der Brauerei beschrieben. Es handelt sich hier stilistisch um ein Stout, frei nach dem weltberühmten Guinness. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein trübes, tiefschwarzes Bier. Der Schaum ist durchaus in Ordnung.

Zum Geruch: Die röstige, getreidige Note in diesem Bier ist die eindeutig dominante Komponente. Dazu kommt noch ein schöner Toffee und etwas Schokolade. Ein bisschen ein nussiges Aroma mache ich auch noch fest.

Zum Geschmack: Ein sehr röstiges und herbes Bier. Es ist im Abgang sehr röstig. Was vor allem auffällt ist das weiche Mundgefühl. Der Abgang wirkt teilweise leicht alkoholisch. Dazu hat das Bier vor allem im Nachgang eine etwas an Kaffee oder leichte bitterschokolade erinnernde Note. Der Hopfen kommt im Abgang sehr gut mit etwas harzig bitteren Noten an der Gaumengegend durch. Seine Bittere entfaltet er dann im Nachgang im Rachen. Man hat zum Teil sogar leicht süßliche Fruchtnoten, die ein wenig an Dörrobst erinnern. Ein wirklich sehr herbes Bier für ein dunkleres Bier.

Zum Fazit: Es wirkt teilweise noch etwas unausgereift und hat kleine Fehler. Ansonsten ist es aber ein wirklich spannendes und abwechslungsreiches Bier. Von mir bekommt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Ustersbacher Edel Export

Der Klassiker der Ustersbacher Brauerei aus der Nähe von Augsburg ist das Edel Export. Alkoholtechnisch kommt es auf 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma mit feinen getreidigen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein malzig süßliches Bier mit einem doch sehr schönen, leicht herben Abgang. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein zugleich würziges, aber auch süßliches Bier mit gewisser süßlich-getreidiger Note.

Zum Fazit: Ein gutes süffiges Exportbier mit einem kräftigen Malzkörper. Etwas unspektakulär aber genauso wie eine ordentliche halbe sein sollte. das gibt 4 Sterne.

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Baisinger Kellerteufel

Bei der Baisinger Löwenbrauerei ist der Teufel los, zumindest was mein heutiges Testbier betrifft ist das der Fall, denn heute widme ich mich dem Kellerteufel von der Familienbrauerei aus Rottenburg am Neckar. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, mitteltrübes Bier. Der Schaum ist mittelhoch so ca. 2cm breit. Dafür ist der Schaum aber sehr beständig.

Zum Geruch: Ein Mix aus getreidigen und hefigen Aromen. Dazu hat man noch ein wenig Honig. Zitrusnoten runden den Geruch ab.

Zum Geschmack: Ein sehr schön spritziges Bier. Zitronige und blumige Noten kommen noch dazu. Im Nachgang hat man leichte Plätzchennoten und es wirkt sogar ein wenig karamellig. Dominiert wird das Bier aber von den Noten der erwähnten Zitrone. Zitronen kommen vor allem im Abgang schön zum tragen. Das Bier ist dadurch zu Bitter, aber die Bittere ist fruchtig untermalt, sodass sie nicht zu bitter und vor allem nicht herb wirkt. Die Kohlensäure ist leider ein bisschen kratzig im Hals und verdeckt bis Weilen leider ein wenig die herrlichen Zitrusaromen. Die blumigen Noten im Abgang halten auch bis zum Schluss an.

Zum Fazit: Ein schönes Kellerbier, das spritzig und leicht säuerlich ist. Ich gebe dem Gebräu eine Wertung von 4 Sternen.

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Hersbrucker Kellerbier

Von der Hersbrucker Bürgerbräu verkoste ich im folgenden Test nun das Kellerbier. Das Bier kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein dunkelgoldenes bis oranges Bier mit einer mittleren Trübung. Der Schaum ist leider sehr schnell verflogen.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges, herbes Aroma. Es hat einen sehr kernigen und urig geschroteten Geruch. Aber es hat irgendwie einen leicht kräutrigen, herben Geruchseindruck zusätzlich.

Zum Geschmack: Auch hier ist es ein kerniges Bier mit einem gewissen karamelligen Beigeschmack. Es schmeckt sehr fein im Mundgefühl und weich im Trunk. Im Abgang kommen dann die leicht karamelligen Noten mit den etwas derberen Getreidenoten des Malzes in Kontakt, verschmelzen aber zu einem relativ süßlich angehauchten Abgang, der im Nachgang leicht nachwirkt. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr süffiges und kerniges Bier. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert.

Zum Fazit. Ein gutes und nicht zu starkes Kellerbier. Es ist abwechslungsreich und geschmacklich variabel. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Autenrieder Zwickl

Von der Autenrieder Schlossbrauerei gibt es heute das Zwickl das ich verkosten werde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, orangenes Bier. Es hat eine mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hefig-zitroniges Aroma gemischt mit etwas Getreidenoten.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es schön teigig mit Zitrusnoten und das zieht sich auch weiter im Geschmack. Im Abgang wird es dann etwas präziser. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein durchaus passables Bier mit einer schönen teigig-süßlichen Note. Diese zieht sich bis zum Ende des Geschmacks durch.

Zum Fazit: Ein schönes teigiges Kellerbier. Manchen dürfte es eventuell etwas zu hefig und schlammig sein, mich überzeugt es aber und so bekommt es von mir eine Wertung von 4 Sternen.

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Giengener Spezial

Von der Giengener Schlüsselbrauerei habe ich mit dem Spezial nun noch dem Klassiker des Betriebes im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, süßliches Aroma. Man hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geschmack: Ein prickelnder Antrunk mit einer guten Kohlensäure, die perfekt mit den süßlichen Getreidenoten harmoniert. Dadurch wird das Bier nicht zu süß. Ein sehr süffiges Bier, bei welchem im Abgang eine kurze, leichte Hopfenbittere den Malzgeschmak abrundet. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es eigentlich ein gut trinkbares Bier. Gegen Ende lässt ein wenig die Süße nach.

Zum Fazit: Ein doch ganz gut trinkbares Bier. Es hat schöne Malznoten und ist etwas süßlich. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.