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Oproer refuse/resist

Im heutigen Biertest habe ich ein Bier aus dem niederländischen Utrecht im Programm. Es geht zur Oproer Brouwerij, die erst seit 2016 existiert. Das refuse/resist welches ich heute verkoste ist seines Zeichens ein imperial IPA mit einem Alkoholgehalt von 8,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernstein-orangenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr obstiger Geruch hab ich hier in der Nase. Man riecht Äpfel oder Birnen.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist ein eher bittererer und hat einen komischen Nachgang im Mund. Es ist wie ich finde sehr harzig im Geschmack dieses Bier. Es handelt sich um ein sehr harziges Bier, das Noten von reifen und tropischen Früchten aufwirft, bei dem für mich vor allem die Papaya in den Vordergrund sticht. Es ist sehr kantig und doch auch hopfig, wenn auch nicht bitter sondern eher harzig.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr gutes Double IPA, dem mir aber etwas die Varianz zu den harzig-fruchtigen Noten fehlt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Kuchlbauer Weisse

Im folgenden Test dreht sich alles um die Weisse der Weissbierbrauerei Kuchlbauer aus Abensberg in Niederbayern. Das Weissbier ist der Klassiker der Brauerei, die durch den von Friedensreich Hundertwasser inspirierten Kuchlbauerturm bekannt ist, der sich auf dem Brauereigelände befindet. Der Alkoholgehalt des Bieres beträgt 5,2%.

Zur Optik: Ein orangegoldenes , naturtrübes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig bananig. Dieser wirkt ein wenig ausgereifter. Dazu komt eventuell noch ein bisschen Pflaume und Nelke.

Zum Geschmack: Ein geschmackiges Bier mit einem leicht kernigern und fruchtigen Abgang bei dem sich Banane und auch die Pflaume leicht in den Nachgang einmischen. Es ist ein wenig sprtzig und bringt auch eine gute Geschmackskombination mit. Es fehlt mir aber so ein bisschen der getreidige Körper. Jedoch gefällt mir bei diesem Bier vor allem die Fruchtigkeit im Abgang, der auch nach einem weiteren Trinkverlauf schöne Bananen- und Pflaumennoten bereithält. Dazu sind sie mit einer leicht beerigen Note apostrophiert.

Zum Fazit: Ich halte das Ganze für ein wirklich gutes Weizenbier, das in sich stimmig wirkt. Mich hat es schlussendlich wirklich überzeugt und so gelange ich zu einer Wertung von 4 Sternen.

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Gusswerk Brotbier

Heute ist der Welternährungstag und da Bier ja bekanntlich zumindest in Bayern ein Grundnahrungsmittel ist bietet sich ein Biertest natürlich an. Des Weiteren ist die Geschichte des Bieres auch unmittelbar mit der Geschichte des Brotes verbunden, das im Grunde genommen aus fast den selben Zutaten besteht. Das erste Bier soll auch durch Zufall durch ein vergessenes Laib Brot das dann vergärte bei den Summerern entstanden sein. Daher wird es heute ein Brotbier geben, welches von der österreichischen Gusswerk Brauerei gebraut wird. Bei diesem Bier wird das Malz zum Teil durch Bio-Brotwaren der Interspar Bäckerei ersetzt. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, orangenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr brotig, süßliches Aroma hat man hier in der Nase. Einzig die etwas zu süßlichen Noten stören den brotigen Geruch.

Zum Geschmack: Eine sehr prickelnde Kohlensäure fällt hier auf jeden Fall auf. Im Abgang ist es sehr süßlich, aber nicht so richtig brotig. Die getreidgen Aromen sind eindeutig dominant. Es ist teilweise leicht karamellig, aber mir fehlt hier vor allem der Hopfen. Er klingt mit leicht grasigen Noten an, aber viel zu wenig wenn ich ehrlich bin.

Zum Fazit: Man schmeckt das bei diesem Bier die getreidigen und brotigen Noten ganz klar im Vordergrund stehen. Diese werden auch gut umgesetzt, jedoch sind sie mir dann schlussendlich etwas zu voluminös. Es fehlt hier ein Gegenpart durch den Hopfen. ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Erdinger Dunkel

Im heutigen zweiten Biertest habe ich ein Bier der für ihre Weissbiere weltbekannten Erdinger Bierbrauerei. Die Brauerei hat ihre Ursprünge im Jahre 1886 und befindet sich seit 1935 in Besitz der Familie Brombach. Seit neuestem scheint auch Liverpool Trainer Jürgen Klopp ein Liebhaber dieser Biere zu sein, ist er doch großflächig in Werbespots der Brauerei zu sehen. Grund genug also nach längerer Zeit einmal wieder ein Bier der Brauerei zu verkosten. Ich habe mich dabei für die dunkle Version des Weißbieres entschieden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein schwarzes, trübes Bier. Der weiße Schaum ist ordentlich und hat leicht bräunlich-cremige Einflüsse.

Zum Geruch: Man hat leichte Schokonoten und es ist etwas fruchtig. Es erinnert ein bisschen an Pflaume.

Zum Geschmack: Zunächst einmal ist es ein geschmacklich eher flaches Bier. Es fehlen die richtig intensiven Noten, vor allem die für ein dunkles Bier charakteristischen fruchtig-schokoladeigen Noten fehlen hier komplett. Im Abgang prickelt es ein wenig und man spürt den Hopfen auf der Zunge. Zusätzlich hat man im Nachgang ein wenig Kakao im Rachen. Im Antrunk betäubt die Kohlensäure die Zunge und verhindert so jegliche Geschmacksverbreitung. Wenn die Kohlensäure nachlässt, wird es ein wenig besser und lässt ein wenig mehr Geschmacksvielfalt zu. Man hat im Abgang somit etwas mehr von den schokoladigen Aromen, die aber weiterhin nur ganz leicht durchkommen. Im ganzen Bier schwingt immer etwas von den getreidigen Noten mit und man kann sich auch denken, dass es ein eher dunkles Bier ist, jedoch nicht unbedingt beim ersten Eindruck.

Zum Fazit: Mich hat dieses dunkle Weizen nicht so richtig überzeugt. Es fehlt einfach das was für mich ein dunkles Weizen ausmacht. Ich dem Bier eine Wertung von 2 Sternen.

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Brussels Beer Project Baby Lone

In meinem heutigen Biertest entführe ich euch in die belgische Hauptstadt zum Brussels Beer Project. Das Beer Project entstand 2013, als sich ein paar Bierliebhaber zusammenschlossen. Das Baby Lone, meine heutiges Testobjekt ist dabei ein ganz besonderes Bier, wurde hier doch zur Gärung auch altes Brot verwendet, das ansonsten weggeworfen wurde. Insofern handelt es sich bei dem Bier also um ein Getränk, das auch für die Umwelt gut ist. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein dunkelorangenes Bier mit einem Bernsteinstich. Es ist sehr trüb und hat einen ziemlich ordentlichen Schaum.

Zum Geruch: Man hat ein dezent fruchtiges Aroma. Das Aroma erinnert an Erdbeere. Dazu kommen leicht tropische Aromen wie Litschi und etwas Maracuja.

Zum Geschmack: Auch hier setzt sich die Fruchtigkeit wirklich in den Vordergrund. Im Abgang wird sie dann von bitteren und harzigen Noten ergänzt. Es ist ein wirklich sehr stimmiges Bier. Das Malz hält sich dezent im Hintergrund, sorgt aber für einen vollen Körper, auf dem sich die Fruchtigkeit entfalten kann. Auch kommt für mich ganz klar die Erdbeere durch, die sich vom Anfang bis an den Gaumen zieht und dann langsam in bittere Noten übergeht. Der Übergang ist perfekt getroffen.

Zum Fazit: Ich schmecke keinen Unterschied, ob hier nun Brot oder Malz verwendet wurde. Es hat einen vollen Körper, aber vor allem die Fruchtigkeit ist für mich hier entscheidend. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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EKU Export

Im heutigen Test habe ich das Exportbier der Marke EKU, welche auf eine ehemalige Kulmbacher Brauerei zurückgeht und nun von der Kulmbacher Aktienbrauerei gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein goldenes, klares Bier. Es hat eine sehr stabile Schaumentwicklung, die wirklich fantastisch ist.

Zum Geruch: Ein feinmalziges Aroma habe ich in der Nase. Dazu kommen leicht grasige Noten. Die getreidigen Noten wirken sehr grün und erdig. Ansonsten gibt es nicht viel Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe einen sehr süßmalzigen Geschmack mit einem leicht muffigen Nachgeschmack. Ansonsten ist das Bier recht wässrig. Vor allem im Abgang ist es recht wässrig. Der Geschmack der nur die süßlichen Malznoten abbildet ist mir ein wenig zu Eindimensional. Gegen Ende wird es dann ein wenig komisch, denn es wird im Abgang dann ein wenig ledrig. Irgendwie schmeckt es auf der einen Seite durch das Brauwasser sehr weich, auf der anderen Seite schmeckt die Malznote schon eher ranzig und ledrig. Von daher ist das Export zwar relativ trinkbar, jedoch schwingt in manchen Schlücken dieses ledrig-ranzige Malzaroma mit, das den Trinkgenuss ein wenig mindert.

Zum Fazit: Mich überzeugt das Bier überhaupt gar nicht. Man kann es zwar trinken muss man aber überhaupt gar nicht. Dieses ledrigen Beigeschmäcker trüben das Trinkerlebnis doch sehr, sodass ich nur einen Stern vergebe.

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La Trappe Quadrupel

In meinem heutigen Biertest gibt es wieder ein Bier aus der niederländischen Trappistenabtei van Koningshoeven. Unter dem Markennamen La Trappe vertreibt die Abtei ihre Bier mit dem berühmten Trappistenlabel. Das Quadrupel, welches ich heute verkoste ist das stärkste Bier der Brauerei mit einem Alkoholgehalt von 10%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein zuckrig süßliches, aber auch ein nach gedörrtem Obst duftendes Bier. Es hat eine sehr reife Traubennote.

Zum Geschmack: Ein sehr komplexer Geschmack, der als erstes süßlich fruchtige Noten von reifem Obst aufweist, was sich auch bis in den Nachgang der ersten Schlücke durchzieht. Man meint Banane und Birnen herauszuschmecken. Dazu wird das ganze von schönen schokoladigen Noten und einem sehr kräftigen Malzkörper abgerundet. Dazu hat man Aromen die an gewisse Gewürze wie Vanille erinnern.

Zum Fazit: Ein sehr schweres Bier, nachdem man sich nicht mehr viel vornehmen sollte. Man spürt seinen Alkoholgehalt, schmeckt ihn aber nicht. Auch sonst ist es sehr komplex. Ich gebe dem Bier 5 Sterne.

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Rosen Pils

Mein heutiger Test führt mich ins thüringsche Städtchen Pößneck. Ein großes Danke geht dabei an einen Kumpel, der mir das Bier von dort mitgebracht hat. Die in der Stadt ansässige Rosenbrauerei kann auf eine Geschichte bis ins Jahre 1866 zurückblicken. Mit Ausnahme der Verstaatlichung während der DDR-Zeit ist die Brauerei seit über 130 Jahren in Besitz der Familie Wagner. Das Pils ist in gewisser Weise das Referenzprodukt der Brauerei mit einem Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, sehr hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher nichtssagender, leicht brotiger Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr schlankes Bier, das im Körper eher wenig präsent ist. Es hängt am Gaumen etwas nach, jedoch mit einer süßlichen Note. Es ist ein erfrischendes Pils, das im Abgang aber auch getreidge Noten freisetzt und die hopfigen Noten sind nicht wirklich präsent. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Pils, bei dem ich nicht so recht den Hopfen durchschmecke.

Zum Fazit: Für mich ein eher nichtssagendes, aber erfrischendes Pils. Mir fehlt aber eindeutig die Durchschlagskraft des Hopfens. Daher gibt es von mir auch nur 3 Sterne.

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Flensburger Blonde

Unter dem Label BrauArt gibt es von der Flensburger Brauerei auch Biere, die nicht unbedingt den gängigen Bierstilen entsprechen. Eines davon hat es heute zu mir in den Test geschafft. Das Blonde hat sich diesen typisch belgischen Bierstil ausgesucht, der oft bei Abteibieren zu finden ist, und versucht ihn nach Norddeutschland zu importieren. Herausgekommen ist nun vor mit stehendes Bier mit einem Alkoholgehalt von 6,1%.

Zur Optik: Ein orangenes Bier mit tiefen bernsteinstich. Der weiße Schaum ist ca. 3 cm breit.

Zum Geruch: Es riecht wie ein typisch belgisches Blondebier. Es ist sehr strohig, aber auch spritzig mit einem ordentlichen Schuss Orange und Mandarine. Dazu leicht Getreide und Zitrusfrüchte.

Zum Geschmack: Ein würziges, dezent fruchtiges Bier. Man hat Noten von Dörrobst, Pflaume und Mandarine. Zusätzlich noch ein wenig Orange. Die Pflaume und Mandarine finde ich dominant. Im Abgang finde ich es aber ein wenig zu dezent und im Nachgang hat man dann so gut wie gar keinen Geschmack mehr. Auch im weiteren Trinkverlauf ist das Bier eher schwach im Geschmack und gibt nicht wirklich viel her. Man schmeckt durch die etwas spritzige Getreidenoten schon ganz leicht das es sich um ein Blonde handelt und es erinnert soweit sogar ab und an an einen Sekt, aber hier gibt es nun einmal speziell in Belgien deutlich bessere Beispiele der Sorte.

Zum Fazit: Ich finde es geschmacklich leider sehr dürftig. Vieles was ein Blonde auszeichnet fehlt hier. Einzig der Geruch ist überzeugend. Es ist definitiv kein Bier für den Abguss, aber wer geschmackliche Highlights bzw. überhaupt einen Geschmack sucht wird hier enttäuscht. Ich gebe dem Bier 2 Sterne

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Hönig Posthörnla

Heute geht es für meinen Biertest wieder in das Bierland Franken. Dieses Mal habe ich ein Bier der Brauerei Hönig aus Tiefenellern im Gepäck. Die Brauerei kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, die bis ins Jahre 1478 zurückreicht. Einst eine Posthaltestelle, wie man aufgrund des Posthorns im Logo gut erkennen kann, ist sie schon seit 1778 in Privatbesitz. Das Posthörnla welches ich heute verkoste, ist ein leicht angerauchtes Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein rauchiges, leicht holziges Aroma. Dazu kommt etwas Schinken und getreidige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man sowohl getreidg-süßliche Noten, als auch eine rauchige Komponente. Auch im weiteren Trinkverlauf kommt mir eher die süßliche, leicht karamellige Note zum Vorschein und es ist gar nicht so extrem rauchig. Auch ist es ein durchaus sehr schmackhaftes Bier , bei dem immer wieder diese leichte Schinken und Karamellnote mitschwingt. Ich denke am besten beschreibt etwa glasierter Schinken oder Krustenbraten diese Note.

Zum Fazit: Ein dezentes Rauchbier, was für Einstiege in diese Sorte ganz gut geeignet ist. Die Raucharomen sind da, überfordern einen aber nicht. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.