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Jacob Hell

Im heutigen zweiten Biertest geht es dieses Mal nach Bodenwöhr in der Oberpfalz zur Privatbrauerei Jacob. Die Brauerei ist bereits seit 1884 in Besitz der namensgebenden Familie Jacob. Hauptsächlich bekannt für ihr Weißbier möchte ich heute aber dennoch das Helle Lagerbier der Brauerei verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Der weiße Schaum ist nicht so stabil.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht kerniges Aroma. Ansonsten ist es recht geruchsneutral.

Zum Geschmack: Auch hier hat man ein sehr kerniges und würziges Aroma. Es hat eine leicht süßliche und harmonische Note im Abgang bzw. am Gaumen. Dieser Geschmack bestimmt den Geschmack und verleiht dem Bier ein sehr bekömmliches Trinkerlebniss. Diese leichte Süße, die mit einer Honig-Malznote aufwartet, macht ein feinwürziges Mundgefühl, dass Lust auf den nächsten Schluck macht.

Zum Fazit: Ich finde es ein wirklich sehr gelungenes Bier mit einer schönen Getreidenote. Es macht einfach Spaß dieses Bier zu trinken, da es süffig und herrlich erfrischend ist. Ich gebe für dieses Bier volle 4 Punkte mit Tendenz nach oben

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Het Nest Wild Card

Mein heutiger Biertest führt mich in Belgien zur Brauerei Het Nest in Tornhout in der Nähe Antwerpens. Die Brauerei ist noch relativ jung und wurde erst 2007 von ein paar befreundeten Hobbybrauern gegründet. Die Namen der Biere sind an Spielkarten angelehnt, da Tornhout, die belgische Spielkartenstadt ist. Bei meinem Testobjekt der Wild Card handelt es sich um einen Sourblend, sprich ein traditionelles belgisches Sourbeer, das zusätzlich noch ein Jahr in Holzfässern gelagert wurde und danach zur hälfte mit einem frischen Jungbier verschnitten wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 9%.

Zur Optik: Ein braunes, trübes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Man hat schöne holzige Noten. Es hat etwas vanilliges und man hat auch leicht säuerliche Anflüge. Dazu kommt auch Milchschokolade.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es noch leicht säuerlich und dies zieht sich auch bis in den Abgang. Jedoch kommen dann immer mehr die Fassnoten durch. Man hat eine sehr schön holzig vanillige und leicht schokoladige Note, die sich am Gaumen festhält. Es hat eine sehr schöne Säure, die sich wunderbar in die holzigen Noten einfügt. Die Säure schmeckt etwas schwefelhaft, aber das stört nicht wirklich.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr spannendes und komplexes Bier, welches man mal getrunken haben muss. Die Vereinigung von säuerlichen Noten mit den Aromen des Fasses gibt eine außergewöhnliche, aber auch spannende Konstellation. ich gebe hierfür 5 Sterne.

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Van Eecke Watou Wit

Mein heutiger Biertest führt mich dieses mal in den äußersten Nordwesten Belgiens nach Watou. Die dortige Brauerei van Eecke kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, die bis ins Jahre 1624 reicht und ihren Ursprung bei den Grafen von Watou hat. Unter dem Namen Leroy Breweries schloss sich die Brauerei 2016 mit der Het Sas Brouwerij aus Boezinge zusammen. Beide Brauereien sind dabei in Besitz der Brauerfamilie Leroy. Das Watou Wit, welches ich heute verkosten möchte ist ein klassisches belgisches Witbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, golden bis hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht fruchtig mit weizigen Noten. Man hat auf der einen Seite Noten von Orange, aber auch eine klare bitter/kräutrige Note, die dem Koriander zuzuschreiben ist.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es relativ leicht vom Mundgefühl her, aber auch leicht orangig am Gaumen. Es ist leicht bitter und hopfig, aber gar nicht so süßlich. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf nicht besonders vielschichtig. Vor allem ist die Kohlensäure sehr mild dosiert und eigentlich garn nicht wirklich vorhanden. Dennoch ist es irgendwie erfrischend. Es hat leicht herbe Noten im Abgang und im Antrunk ist es ganz leicht süßlich. Allgemein kommt die Orange sehr gut durch.

Zum Fazit. Ein sehr erfrischendes Bier und das trotz fehlender Kohlensäure. ich finde vor allem die Orange kommt sehr gut durch und ist gut in das Trinkerlebniss eingebettet. Ich gebe dem Ganzen gut gemeinte 3 Sterne.

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Zoller Hof Zoller Zwickel

Im heutigen zweiten Biertest geht es dieses Mal ins Hohenzollersche Land nach Sigmaringen. Die dort ansässige Brauerei Zoller Hof, war früher Hoflieferant der Fürsten im Sigmaringer Schloss. Verkosten möchte ich das Zwickl mit einem Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein helloranges unfiltriertes, trübes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges, getreidiges Bier. Es hat einen äußert cremiges, leicht karamelliges Aroma.

Zum Geschmack: Auch hier zeigt sich ein hefig karamelliger Geschmack des Bieres. Es wirkt sehr erfischend und lässt im Abgang einen hefigen Charakter am Gaumen. Es ist ein sehr weiches und rundes Bier. Die Kohlensäure kitzelt ein wenig die Zunge und der Hopfen ein wenig den Gaumen, ohne das jedoch eine der beiden Komponenten zu aufdringlich wird.

Zum Fazit: Ein sehr harmonisches und gut trinkbares Bier. Es wirkt sehr rund ohne dabei besonders spektakulär zu sein. Ich gebe dem Ganzen 3 Sterne.

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Brugse Zot Dubbel

Mein heutiger Biertest führt mich nach Brügge, direkt in die Weltbekannte Altstadt zur Traditionsbrauerei de halve Maan. Die Brauerei ist die älteste der Stadt und bereits seit 1856 in Familienbesitz. Ihre bekanntesten Biere sind zweifellos die Biere der Reihe Brugse Zot. Der Brugse Zot geht dabei auf eine mittelalterliche Legende zurück, als Kaiser Maximilian die Einwohner Brügges als Narren (niederländisch Zotten) bezeichnete. Das Dubbel von Brugse Zot hat einen Alkoholgehalt von 7,5%.

Zur Optik: Ein trübes, braunes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein sehr aromatisches und zugleich auch leicht schokoladiges und brotiges Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es bitter am Gaumen, aber in den Backen leicht süßlich. Im Nachgang habe ich eine Eindruck von Lakritze, aber auch Bitterchokolade und Pralinen. Es prickelt am Gaumen , aber es ist im weiteren Trinkverlauf recht angehen. die Kohlensäure ist ganz angenehm und unterstützt den Geschmack.

Zum Fazit: Ein wirklich angenehmes Bier, das sehr gut zu trinken ist. Es hat eine gewisse Komplexität ohne dabei aber übertriebene Geschmacksexplosionen zu verursachen. ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.

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Diole Bio

Mein heutiger Biertest führt mich dieses Mal in den Süden Belgien nach Beloeil. Dort gibt es seit 2012 die Microbrasserie des Carrieres, die die Diole Biere produziert. Das Diole Bio welches ich heute verkoste hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein naturtübes, orangenes  Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum geruch: Ein orangenaroma mit leichten Gewürz bzw Kräuternoten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man schöne gtereidige Noten mit sehr ins orangige gehenden Aromen. Im Abgang ist es aber recht neutral und man hat nur leicht sprudelioge Noten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, bei welchem dann die Fruchtigkeit ein weing nachlässt und es eher brotig hefger wird und erdiger. Insgesamt ist es sehr hefig, aber auch urig und etwas ledrig.

Zum Fazit: Für ist es das Bier nicht so recht überzeugend. Ich finde es ist schon sehr kernig und die einzelnen Komponenten passen nicht so recht. Vielleicht soll aber auch gerad das, das urige ausmachen. Ich gebe dem Ganzen 3 Sterne.

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Fürst Carl Josefi Bock

Bei meinem heutigen zweiten Biertest muss ich mich zunächst einmal wieder bei meinem treuen Spender für dieses Bier bedanken, das ich nun verkosten werde. Es führt uns dieses Mal zur Schlossbrauerei Ellingen in Franken, die ihre Bier unter dem Namen Fürst Carl vertreibt. Dabei stellt sich natürlich die Frage: “ Wer war eigentlich dieser Fürst Carl?“ Nun ja ein gewisser Carl Philipp Fürst von Wrede erhielt 1815 das Schloss Ellingen, auf deren Gelände sich die Brauerei befindet als Lehen von Max 1. Joseph von Bayern. Seither befindeen sich Schloss und Brauerei in Besitz der Fürsten von Wrede, deren Erstgeborene seit jeher auf den Namen Carl getauft werden. Daher also der Name Fürst Carl. Das Bier welches ich verkosten werde ist der Josefi Bock, der nach dem heiligen Josef benannt ist. Eigentlich ein Fastenbock möchte ich dieses Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 7,5% dennoch heute präsentieren.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine ganz passablen Schaum für einen Bock.

Zum Geruch: Ein leicht alkoholisches Aroma hat das Bier. Es hat aber auch  etwas teigiges und etwas von Dörrobst und ist leicht karamellig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein doch karamelliges, aber auch alkoholisches Bier im Antrunk vor allem merkt man seine Stärke wenn es leicht alkoholisch bitter wird. Es zieht sich dann aber auch durch bis in den Abgang. Diese karamellige und auch nach Dörrobst schmeckende Süße passt eigentlich ganz gut. Die Kohlensäure ist hier nur ganz leicht präsent. Es ist ein Bier, welches eher auf der malzigen Seite zuhause ist.

Zum Fazit: Ein schon sehr schwerer und karmaellig bis lakritzartiger Bock. Mir ist das insgesamt ein bisschen zu schwer und dem Bier würde ein wenig Kohlensäure gut tun. So gibt es von mir nur 3 Sterne. 

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Cuvee des Trolls

Der 3 Teil meiner Belgientour verschlägt mich heute wieder in den französischen Teil Belgiens. Die Brauerei Dubuisson, von der mein heutiges Testbier Cuvee des Trolls stammt ist sogar die älteste Brauerei der Wallonie. Sie existiert bereits seit 1769. Das Cuvee des Trolls ist dabei noch ein recht junges Bier, das erst im Jahre 2000 auf den Markt kam. Das Bier geht selbst stilistisch in die Richtung der Pale Ales und IPAs und hat seinen Fokus klar auf dem Hopfen. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,0%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelorangenes Bier. Es hat eine sehr passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Leicht zitronige und orangige Notes , etwas Kräuter und Hopfennoten. Ansonsten recht Geruchsneutral.

Zum Geschmack: Es ist ein sehr spritziges und zugleich auch sehr fruchtigs Bier. Es hat teilweise Anflüge von Beeren und etwas leicht tropischem. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es ein Bier das wie ich sehr nach Apfel schmeckt. Aber auch noten von Zitrusfrüchten und Orange bleiben nicht auf der strecke. Es hat allgemein ein sehr harziges und kräutriges Mundgefühl und der Hopfen steht klar im Fokus.

Zum Fazit: Für mich ein wirklich ansprechendes Bier, das mich doch sehr überzeugt hat. Es ist wirklich sehr erfrischend und dabei auch noch vor allem durch seine kräutrigen Hopfennoten überzeugend. Der Fokus liegt hier geschmacklich klar auf dem Hopfen. Von mir gibts hierfür 4 Sterne.

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Rittmayer Hallertauer Landbier

Im heutigen Biertest geht es für mich in die oberfränkische Stadt Hallerndorf. Die dort ansässige Brauerei Rittmayer kann auf eine fast 600 jährige Geschichte zurückgreifen, denn sie wurde bereits 1422 das erste Mal erwähnt. Das Landbier, das Standardbier der Brauerei ist ein untergäriges Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes Bier. Es wirkt leicht trüb. Der Schaum ist sehr schnell verschwunden, obwohl das Bier nach dem öffnen sehr lebendig wirkte.

Zum Geruch: Süßmalziger Geruch. Auch ein bisschen hefige Töne kommen durch. Ansonsten  hat man noch leicht Biskuit und Plätzchenaromen, blumige und karamellige Noten in der Nase

Zum Geschmack: Ein sehr milder erster Eindruck. Jedoch kommt dann nach kurzer Zeit ein feinmalziger Geschmack durch. Gekrönt wird dies von einem zartbitteren Abgang. Im Nachgang hat man dann leicht bittere Noten und einen leicht blumigen Nachgeschmack der durch den Hopfen bedingt ist. Diese Noten bleiben auch im weiteren Trinkverlauf bleibt das Bier seiner Linie treu.

Zum Fazit: Ein solides und kerniges Bier mit einer doch recht auffälligen Hopfennote. Mir gefällt das Gesamtkonstrukt das das Bier eindeutig Charakter hat. ich gebe dem Ganzen 4 Sterne.

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Roman Ename Tripel

Die Belgientour geht weiter und führt uns dieses Mal nach Mater einem Ortsteil der flämischen Stadt Oudenaarde. Dort geht es zur Brauerei Roman, deren Ursprünge sich Jahr 1545 befinden und die heute schon in der 12 Generation geleitet wird. Aus der Ename Serie der Brauerei möchte ich heute das Tripel verkosten, das einen Alkoholgehalt von 8,5% hat.

Zur Optik: EIn naturtrübes, oranges Bier. Es hat  einen eher nicht so besonderen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat zitronige Aromen gepaart mit getreidigen Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man sehr getreidge Noten, die schön kernig sind. Man hat zitronige Noten, mit einem etwas kräutrigen Akzent. Auch im weitere Trinkverlauf ist es ein sehr bitteres, aber dennoch aromatisches Bier. Das Bier hat dabei einen gewissen Sektcharakter, da es sehr sprudelig ist und wirklich spritzig und auch eine ganz leichte Traubennote mache ich aus. Dominat sind aber vor allem die kräutrigen und getreidigen Noten.

Zum Fazit: Ein wie ich finde sehr erfrischendes Bier, das seinen Alkoholgehalt gekonnt versteckt. Ich finde es allgemein sehr spritzig und erfrischend und dabei auch durchaus bekömmlich. Ich gebe diesem Bier 4 Sterne.