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Hansa Export

Im heutigen Test habe ich mit dem Hansa Export ein richtiges Kultbier aus dem Ruhrpott im Test. Vor allem in der Punk und Biker Szene, aber auch sonst bei jungen Leuten waren die Hansa Biere in den 80er und 90er Jahren ein sehr beliebtes Partygetränk. So verwundert es auch kaum, das diese Dortmunder Biermarke schon den ein oder anderen Fernseh- und Kinoauftritt hatte. Hansa ist dabei alles andere als ein Premium Produkt sondern bewusst im Billigsegment angesiedelt. Im Gegensatz zu den Marken der Discounter steckt hinter Hansa aber eine eigene Dortmunder Brauerei gleichen Namens. Die Brauerei existiert noch heute und befindet sich unweit des Borsigplatzes. Im Zuge der Konzentration im Dortmunder Biermarkt wurde auch Hansa 1971 von der DAB übernommen, die jedoch 1982 auf das Gelände der Hansa umsiedelte und dort eine neue moderne Brauerei errichtete. Heute werden fast alle bekannten Dortmunder Biermarken in dieser einen Brauerei gebraut. Das Export das ich heute verkoste hat einen Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein goldenes , klar filtriertes Bier. Der Schaum ist nicht besonders üppig.

Zum Geruch: Ein recht neutrales Bier vom Geruch her. Es ist ein wenig getreidig, aber sonst gibt es nicht viel her.

Zum Geschmack: Es riecht recht neutral. Ein wenig getreidig bis süßlich ist es im ersten Eindruck aber sonst ist es recht Geschmacksneutral. Im Abgang ist es ein wenig hopfig, aber ansonsten eher wässrig. Im weiteren Trinkverlauf ist das Bier auch weiterhin eher nicht sonderlich spektakulär. Es ist nur ein wenig malzig, jedoch schmeckt man meistens wirklich heraus das es sich um ein Industriebier handelt. Es schmeckt ein wenig metallisch und irgendwie ist auch der Hopfeneinfluss eher künstlich.

Zum Fazit: Naja, man bekommt bei diesem Bier was man erwartet. Es ist absolut nicht eklig und man kann es einigermaßen trinken aber sonst kommt nicht besonders viel rüber. Gegen Ende ist das Trinkvergnügen dann bis weilen stark eingetrübt. Ich gebe hier eine Wertung von 2 Sternen.

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Der Hirschbräu Allgäuer Hüttenbier

Für meinen heutigen zweiten Test gehe ich wieder in Richtung süden ins beschauliche Allgäu. Es geht dabei genauer gesagt nach Sonthofen in den bayerischen Teil der Region. Dort ist die Hirschbrauerei beheimatet und zwar schon seit dem Jahre 1657. Seit 1859 ist sie in Besitz der Familie Höss, die die Brauerei immer weiter ausbaute. Mit dem Allgäuer Hüttenbier möchte ich dabei ein Exportbier verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen schönen weissen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr frisches Bier. Es hat einen leichten brotigen Charakter.

Zum Geschmack: Ein süßliches Bier, bei dem aber vor allem im Abgang auch ein wenig das etwas grobmalzige Aroma durchkommt. Es ist ein sehr kerniges und im Geschmack uriges Bier. Es kommt mir aber insgesamt ein wenig zu süß daher, da vor allem die Kohlensäure fehlt und nach dem Antrunk abrupt verschwindet. Vor allem im Nachgang verbleibt eine unangenehme Süße im Mund. Im Antrunk ist es manchmal ein wenig zu spritzig.

Zum Fazit: Ein Bier das nicht besonders spektakulär ist. Es ist eine doch recht austauschbares Bier, das zwar nicht wirklich schlecht ist, aber keinen besonderen Charakter hat. Es bekommt somit eine Wertung von 3 Sternen.

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Brauhaus Dinkelsbühl Kieser Export

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier einer Brauerei die es nicht mehr gibt und zwar schon sehr lange, nämlich seit 1977. Die Rede ist vom Dinkelsbühler Brauhaus, welches in besagtem Jahr an die Tucher Brauerei verkauft wurde. Das Kieser Export, mein heutiges Testbier ist aber nach wie vor erhältlich und wird von Tücher nageblich nach Originalrezept gebraut. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein bieriger Geruch mit einer leichten Süße die am Apfel erinnert. Ansonsten hat man noch brotige Noten.

Zum Geschmack: Boah also der erste Eindruck wirkt bei diesem Bier gleich wieder ausladend. Man hat so ein metallisch erdigen Geschmack mit einem Zusatzton, den man nicht beschreiben kann. So ist es ein irgendwie ledrig schmeckender Geschmack. Wirklich schwer zu Beschreiben ist, was einem da im Abgang auf einmal in den Rachen kommt. Es ist aber echt nicht angenehm.  Nach dem anfänglichen Ungemach lässt dieser etwas komisch anmutende Geschmack nach. Jedoch lässt merkwürdigerweise auch fast der komplette Geschmack des Bieres nach. Es schmeckt jetzt praktisch nach nichts mehr.

Zum Fazit: Dieses Bier ist absolut nichts. Wenn man den Anfang überstanden hat, muss man es wenigstens nicht in den Ausguss kippen. Ich gebe dem Bier dennoch nur eine Wertung von 1 Stern.

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Ayinger Jahrhundert Bier

Im heutigen zweiten Biertest geht es aufs Land ins Dorf Aying, welches sich unweit von München befindet. Bekannt ist der Ort hauptsächlich für seine Brauerei, die ihre Biere auch überregional und teilweise in größerem Umfang in ganz Deutschland und darüber hinaus vertreibt. 1878 gegründet ist die Brauerei nach wie vor in Privatbesitz und wird von der Familie Inselkammer geführt. Das Jahrhundertbier, welches ich heute verkoste ist stilistisch ein Exportbier und verdankt seinen Namen der Tatsache, das es erstmals zum hundertjährigen Betriebsjubiläum 1978 gebraut wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat ein ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges leicht brotiges Aroma.

Zum Geschmack: Ein mineralisches, leicht kalkiges Aroma das ich hier im ersten Schluck habe. Im zweiten Schluck kommt dann auch etwas süßliches im Aroma dazu. Man hat leichte Honignoten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Mix aus diesen mineralischen Noten, gepaart mit getreidigen Noten. Die mineralischen Noten liegen vermutlich am recht hart wirkenden Brauwasser, wodurch auch das Mundgefühl nicht so weich wirkt. Im Abgang ist es ganz leicht herb.

Zum Fazit: Ein süffiges aber nicht ganz so rundes Bier wie das Helle der Brauerei. Ich gebe für dieses Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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EKU Export

Im heutigen Test habe ich das Exportbier der Marke EKU, welche auf eine ehemalige Kulmbacher Brauerei zurückgeht und nun von der Kulmbacher Aktienbrauerei gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein goldenes, klares Bier. Es hat eine sehr stabile Schaumentwicklung, die wirklich fantastisch ist.

Zum Geruch: Ein feinmalziges Aroma habe ich in der Nase. Dazu kommen leicht grasige Noten. Die getreidigen Noten wirken sehr grün und erdig. Ansonsten gibt es nicht viel Geruch in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe einen sehr süßmalzigen Geschmack mit einem leicht muffigen Nachgeschmack. Ansonsten ist das Bier recht wässrig. Vor allem im Abgang ist es recht wässrig. Der Geschmack der nur die süßlichen Malznoten abbildet ist mir ein wenig zu Eindimensional. Gegen Ende wird es dann ein wenig komisch, denn es wird im Abgang dann ein wenig ledrig. Irgendwie schmeckt es auf der einen Seite durch das Brauwasser sehr weich, auf der anderen Seite schmeckt die Malznote schon eher ranzig und ledrig. Von daher ist das Export zwar relativ trinkbar, jedoch schwingt in manchen Schlücken dieses ledrig-ranzige Malzaroma mit, das den Trinkgenuss ein wenig mindert.

Zum Fazit: Mich überzeugt das Bier überhaupt gar nicht. Man kann es zwar trinken muss man aber überhaupt gar nicht. Dieses ledrigen Beigeschmäcker trüben das Trinkerlebnis doch sehr, sodass ich nur einen Stern vergebe.

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Leibinger Edel

In meinem heutigen zweiten Biertest habe ich heute ein Bier, der Leibinger Brauerei aus Ravensburg im Test. Mit dem Edel habe ich heute das Stammbier der Brauerei und ein Exportbier vor mir stehen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier. Es ist klar filtriert. Der Schaum ist leider recht schnell verschwunden.

Zum Geruch: Es riecht eher geschmacksneutral. Es ist ganz leicht getreidig süßlich.

Zum Geschmack: Ein malzig, süßliches Bier. Es ist im Abgang leicht herb, aber dennoch recht mild im Geschmack. Es prickelt im Antrunk und ist auch im weiteren Trinkverlauf sehr lebendig. Im Abgang und Nachgang ist es ganz leicht süßlich. Insgesamt ist es jedoch sehr mild und irgendwie einfach ein wenig zu wässrig. Ich hätte mir etwas mehr Malzsüße gewünscht.

Zum Fazit: Ein Bier, an dem, wenn man etwas finden möchte, vor allem die fehlende Malzsüße bemängeln kann. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Maisacher Perle

Der folgende Biertest führt mich in das oberbayerische Städtchen Maisach, welches westlich von München liegt. Die Brauerei wurde bereits 1556 gegründet und befindet sich auch heute noch in Privatbesitz. Verkosten möchte ich die Maisacher Perle, ein klassisches Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein süßliches, getreidiges Aroma. Dazu kommt eine leichte Honignote.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es getreidig süßlich. Im Abgang hat es aber auch eine bittere Komponente. Dazu kommt eine vor allem in Nachgang pappige Süße, die auch sehr stark an Honig erinnert. Im weiteren Trinkverlauf legt sich vor allem diese penetrante Süße, jedoch hat man irgendeinen bitteren Beigeschmack, der dem Biergenuss überhaut nicht gut tut und so wirkt das alles ein wenig unrund.

Zum Fazit: Für mich absolut nichts was sich lohnt. Hier gibt es gerade in Bayern deutlich bessere Biere in dieser Kategorie. Wenn die Süße nicht so penetrant wäre, könnte man dem Bier wirklich auch etwas positives abgewinnen. So reicht es nur für 2 Sterne.

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Memminger Gold

Mein heutiger zweiter Biertest führt mich ins Allgäu zur Memminger Brauerei. Das Flagschiff der Brauerei ist das Memminger Gold, ein untergäriges Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht getreidiger Geruch. Ansonsten ist es recht geruchsneutral in der Nase.

Zum Geschmack: Ein leicht süßliches Aroma mit gewissen getreidigen Anflügen. Auf der einen Seite ist es ein doch recht süffiges Bier, welches auf der andren so gut wie keine geschmacklichen Highlights setzt und eher so vor sich hin plätschert. Auch im weiteren Trinkverlauf ist e sehr süffig und man hat einen halbwegs vernünftigen Körper und einen leicht süßlichen Nachgeschmack, der auch noch ein wenig nachwirkt. Das Wasser wirkt sehr minerslisch und fast schon ein wenig sprudelig. Insgesamt ist es ein sehr süffiges und bekömmliches Bier.

Zum Fazit: Für mich ein wirklich gutes Exportbier, welches ich als sehr süffig erachte. Es bekommt etwas Abzug weil es am Anfang noch etwas wässrig ist. Ich gebe dem Bier dennoch eine Wertung von 4 Sternen.

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Licher Export

Im heutigen zweiten Biertest gibt es dieses Mal wieder ein Bier, welches mir aus Hessen mitgebracht wurde, vielen Dank hierfür. Es handelt sich um das Exportbier der Licher Brauerei aus der gleichnamigen hessischen Kleinstadt. Nachdem ich vor einiger Zeit erst das Hessenquell von Licher im Test hatte möchte ich nun auch direkt zum Test kommen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt hierbei bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es ist sehr süßmalzig und nur ein wenig brotig im Geruch.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein kerniges und getreidges Bier. Es ist moderat süßlich und hat einen kernig hopfigen Ton im Abgang. Es ist aber eher kernig aber der Hopfen kommt für ein Export erstaunlich gut durch, auch am Gaumen und in den Backen. Im Nachgang ist es dann eher etwas wässriger. Das Brauwasser wirkt recht hart und eisenhaltig. Ich finde das es auch im weiteren Trinkverlauf ein sehr kerniges Bier ist, das aber irgendwie auch etwas hatm das nicht so recht zusammenpasst. Gegen Ende wird es etwas komischer und der Hopfengeschmack gibt zum einen Kontra, wirkt aber auch leicht komisch, fast schon metallisch am Gaumen.

Zum Fazit: Mir ist es für ein Export eindeutig zu hopfig. Nicht das das unbedingt schlecht wäre, es passt aber nicht wirklich zum doch recht kräftigen Malzkärper und wirkt auch leicht metallisch. Ich gebe dem Bier eine Wertung von einigermaßen soliden 3 Sternen, die Tendenz geht aber nach unten. 

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Haigerlocher Original

Im heutigen zweiten Biertest gibt es wieder ein Bier aus der Kategorie Brauerei geschlossen Marke wird weitergeführt. Es handelt sich dabei um ein Bier der Marke Haigerocher, welche inzwischen von Dinkelacker gebraut wird. Die Schlossbrauerei Haigerloch, welche im Jahre 1723 gegründet und nach der Insolvenz 2002 2003 von Dinkelacker übernommen wurde, ist der Ursprüngliche Produzent des Bieres. Von der Marke Haigerlocher, wird inzwischen aber nur noch das Original hergestellt, welches ein Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9% ist.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier. Der Schaum ist ziemlich schnell verflogen.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma. Es hat leichte brotige Aromen. Ansonsten ist es recht neutral. Man hat eine ganz leichte Hopfenote, die eher ölige bis blumig daherkommt.

Zum Geschmack: Ein sehr bitterer erster Eindruck. Es wirkt dann auch sehr kratzig am Gaumen. Die Hopfenbittere ist teilweise unangenehm, jedoch ist sie mit ihren leicht blumigen Aromen auch nicht ganz schlecht. Bis auf die hopfeige Note am Gaumen verläuft der Abgang und der Nachgang erstaunlich wässrig. Von malzigen Noten ist so gut wie gar Nichts zu spüren. Nachdem sich die Anfangs doch recht sprudelnde Kohlensäure ein wenig gelegt hat, kommt im Antrunk ein kleines bisschen der Malzkörpers durch, jedoch bleibt es nach wie vor stark wässrig. Dennoch finde ich die Kohlensäure überdosiert.

Zum Fazit: Wenn dieses Bier wirklich nach einem Originalrezept der Haigerlocher Brauerei hergestellt wurde, dann wundert es mich nicht das diese Brauerei insolvent wurde. Mich hat es jetzt so überhaut nicht überzeugt und es ist teilweise zu bitter, kratzig und sprudelig. Es ist überhaupt nicht harmonisch und daher gibt es auch nur 2 Sterne.