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Corsendonk Tempelier

In meinem heutigen Test habe ich mit dem Tempelier von Corsendonk wieder ein Bier unserer belgischen Nachbarn im Test. Die Marke Corsendonk nimmt Bezug auf ein ehemaliges Augustinerkloster in Oud-Turnhout. Gebraut werden die Biere von der Brasserie du Bocq, die die Idee zu den Corsendonk Bieren auf Initiative von Jef Keersmaekers umsetzt. Jef Keersmaekers ist der Enkel des Gründers der eigentlichen ehemaligen Corsendonk Brauerei, der die Biermarke seit 1982 wieder aufleben lässt. Das Tempelier nimmt, wie man auch auf dem Etikett erkennen kann Bezug, auf die Kreuzritter, ohne das jedoch ein tieferer Sinn dahinter stecken würde. Der Alkoholgehalt liegt bei 6%.

Zur Optik: Ein leicht trübes Bier mit einer rötlichen Farbe. Es hat dazu einen sehr schönen weißen Schaum on top.

Zum Geruch: Es riecht zum einen nach Gewürzen, aber auch nach etwas säuerlichen Früchten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man noch keinen besonders aufdringlichen Geschmack. Die Kohlensäurekonzentration ist sehr hoch. Insgesamt hat es einen leicht kräutrig- würziges Aroma . Im Abgang ist es zunächst leicht kräutrig, bevor dann eine malzige bis süßliche Note einsetzt, die sogar etwas schokoladiges in sich hat. Gegen Ende wird es auch nicht spektakulärer, denn es fehlt dem Bier einfach etwas an Geschmacksfülle. Außer im Nach- bzw. Abgang entfaltet das Bier nicht so viel Geschmack. Leicht erinnert es an Kakaobohnen.

Zum Fazit: Das Etikett finde ich in diesem Fall etwas spektakulärer als das Bier selbst. Hier hatte ich schon gehaltvollere und aromatischere Biere aus Belgien. So gebe ich dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Seef Bootjesbier

In meinem heutigen Test habe ich nun wieder ein Bier aus Belgien vor mir stehen. Obwohl die Antwerpse Brouw Compagnie erst seit 2011 aktiv ist, hat der Markename Seef schon eine bedeutend längere Geschichte. Das erste Mal erwähnt nämlich wurde er bereits 1677. Nach dem ersten Weltkrieg verschwand er aber nach und nach aus der Stadt und den Köpfen der Menschen, ehe er eben 2011 wiederbelebt wurde. Das Bootjes Bier, welches ich heute verkosten möchte hat tatsächlich etwas mit Booten zu tun und ist dabei eine Hommage an die Red Star Line, einer ehemaligen belgischen Reederei die zwischen Antwerpen und New York verkehrte. Das Bier soll somit logischerweise auch eine Brücke aus belgischem und amerikanischem Einfluss schlagen. Hier wurden nämlich sowohl belgische als auch amerikanische Hopfensorten verwendet. Zusätzlich wurden bei diesem Gewürzbier neben den üblichen Zutaten auch noch Koriander und Ingwer zum brauen verwendet. Der Alkoholgehalt liegt bei 7%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, trübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig beeriges Aroma mit Noten von Erdbeere, aber auch etwas tropisches kommt dazu. Hopfige Noten und etwas schärfe des Ingwers runden den Geruch ab.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier welches einen erstaunlich runden und süffigen Eindruck macht. Es hat am Gaumen ganz leicht etwas scharfes vom Ingwer wie ich finde. Das ganze Mundgefühl ist leicht fruchtig und tropisch-beerig im Nachgang hat es hat etwas von Waldbeeren. Es prickelt leicht am Gaumen. Gegen Ende kommen etwas mehr die fruchtigen Noten durch, jedoch nur leicht bis marginal. Es ist irgendwie nicht ganz rund, auch wenn es spannend ist und nach dem abklingend der Kohlensäure auch etwas tropische und beeriges durchkommt.

Zum Fazit: Ein wirklich spannendes und intensives Bier. Der Ingwer ist hier wirklich schmeckbar. Ob das so ganz in das Gesamtkonzept des Bieres passt ist allerdings etwas fraglich, da es hier und da etwas unrund wirkt. Ich lasse mich hier dennoch zu knappen 4 Sternen hinreisen.

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Duvel Belgian Blonde Ale

Heute wird es teuflisch, zumindest wenn man nach dem Namen des heutigen Bieres gehen würde, den Duvel bedeutet nichts anderes als teuflisch. Das dieses Bier als Teufelswerk bezeichnet wird, resultiert daraus, dass dieses Bier einen hohen Alkoholgehalt von 8,5% hat und dennoch wunderbar leicht trinkbar ist. Seine Stärke schmeckt man somit nicht unbedingt, bekommt sie nach dem Genuss aber eiskalt zu spüren. Ursprünglich hatte dieses Bier aber einen anderen, friedlichen Hintergrund, denn es wurde erstmals 1918 zur Feier des Endes des ersten Weltkriegs gebraut. Gebraut wird dieses Satansgebräu übrigens in der belgischen Brauerei Moortgat, in der Nähe von Antwerpen.

Zur Optik: Also dieses Bier ist wirklich sensationell, so einen Schaumhaube hab ich ja noch nie gesehen. Die ist nicht nur im Glas stabil, sondern kippt auch noch zu Seite ohne dabei zu tropfen. Ansonsten ist dieses goldene Bier klar filtriert.

Zum Geruch: Sehr feiner zitroniger Duft kommt da einem sofort in die Nase. Aber auch sehr blumige/florale Aromen hat man in der Nase. Aber auch ein wenig parfümig.

Zum Geschmack: Sehr Zitroniges Aroma, die in diesem Bier im ersten Zug dominant sind. Im Abgang sind die zitronigen Aromen leicht bitter und säuerlich. Wirklich eine sehr schöne Hopfennote. Auch das Malz kommt nicht ganz zu kurz, auch wenn es nicht besonders zum tragen kommt. Wirkt insgesamt sehr ölig und floral. Aber vor allem hat dieses Bier wirklich ein sehr tollen Zitronenaroma, welches einen Guten Mittelweg zwischen sauren, bitteren und fruchtigen Aromen der Zitrone findet.

Zum Fazit: Wirklich ein klasse Bier, welches mit seiner feinen Zitronennote zu überzeugen weis. Ich vergebe hierfür 5 Sterne.