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Berg Schützenfestbier

Eigentlich kann die Stadt Biberach auf eine lange und vielfältige Brautradition zurückblicken, konnte diese aber leider nicht bis zum heutigen Tage bewahren. Waren es nach dem zweiten Weltkrieg noch 8 braustätten erlebten das neue Jahrtausen nur noch 2 von welchem mit dem Grünen Baum im jahre 2005 die letzte verbliebene Traditionsbrauerei auch ihre Pforten schließen musste. Daher gibt es auf dem Biberacher Schützenfest, eines der größten in der Region auch kein Biberacher Bier sondern jenes von der Brauerei Berg aus Ehingen. Da jenes Schützenfest in Biberach wieder die letzten zwei Wochenenden stattfand, werde ich folgenden Biertest nun das dazugehörige Bier verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Im der Nase hat das Bier ein kräftiges, getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass ich geschmacklich zunächst als süffig bezeichnen würde, aber als nicht besonders komplex empfinde. Das Bier wirkt insgesamt durchaus auch kräftig und leicht würzig im Abgang. Es ist aber auch dennoch süffig. Im Körper ist das Bier die gesamte Zeit über sehr kräftig und präsent. Die Kohlensäure prickelt nicht ganz so extrem, ist aber dennoch in außreichender Form vorhanden und sorgt dafür, dass das Bier süffig bleibt. Säure oder eine wirkliche Hopfenwürze nehme ich auch nicht so wirklich wahr. Dennoch wirkt das Bier im Mundgefühl vollmundig und süffig.

Zum Fazit: Ein typisches Festbier, kräftig, malzig, vollmundig und süffig. Es ist nicht so wirklich würzig und mir im Geschmack auch etwas zu opulent malzig. Daher bekommt es von mir eine Wertung von 3 Sternen.

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Rhöner Pils

Etwas nördlicher geht es in meinem nächsten Beitrag in den thüringischen Teil der Rhön zur Brauerei Dittmar in Kaltennordheim. Ganz klassisch wird im nächsten Test das Pils verkostet werden. Der Alkoholgehalt hierfür liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier mit schnell verschwindendem Schaum.

Zum Geruch: Es riecht keksig getreidig, etwas hopfig, aber auch nicht mehr ganz frisch.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck im Antrunk zunächst eher etwas süßlich wirkt, dann am Gaumen aber auch hopfige Nuancen zulässt, bevor es in Richtung Abgang leider doch wieder etwas unangenehm süßlich wirkt und dies auch im Mundraum beibehält. Die Süße lässt zwar etwas nach, dennoch fehlt diesem Pils die durchschlagende Hopfenbittere. Für meinen Geschmack ist es für ein Pils zu süß und auch könnte es spritziger sein, dass es wenigstens süffig wirkt. Speziell am Gaumen vermisse ich hopfige Nuancen.

Zum Fazit: Ne das ist für mich kein wirklich überzeugendes Pilsbier, wobei ich bei diesem Bierstil auch sehr kritisch bin. Hier reicht es mit Wohlwollen gerade noch so für 2 Sterne, aber mir fehlt hier insgesamt einfach der Hopfen.

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Reckendorfer Kellerbier

Ein fränkisches Bier, das Kellerbier der Schlossbrauerei Reckendorf wird das nächste Bier sein, welches ich in diesem Blog vorstellen werde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, dunkelgoldenes Bier. Es hat keinen all zu ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein recht geruchsneutrales Bier, mit einer ganz leichten Getreidenote.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ein leicht hefiges, aber kerniges Kellerbier. Es ist ein Bier, das eine ausgeprägte sehr feine Hefenote hat, aber auch etwas herber Hopfen am Gaumen. Die Kohlensäure finde ich fehlt dem Bier aber. Ansonsten ist das Bier recht schlank und wenn man den Gesamtgeschmack betrachtet ist das Bier eher etwas unspektakulär.

Zum Fazit: Ein solides Bier, das mich aber nicht vom Hocker haut. Insgesamt finde ich es etwas unspektakulär. Von mir gibt das eine Wertung von 3 Sternen.

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Munich Brew Mafia Bella Donna

Mein nächster Biertest ist ein Double Dry Hopped New England IPA der Munich Brew Mafia namens Bella Donna. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,5%.

Zur Optik: Ein trübes ins dunkle bernstein gehende Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma. Es hat etwas exotisches in der Nase und aber auch eine leicht alkoholische Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sowohl aromatisches, als auch gut bitteres Bier, wobei die aromatische Note am Anfang überwiegt und auch weit im Nachgang noch im Mundraum zirkuliert und erhalten bleibt. Es wird im weiteren Trinkverlauf aber auch sehr herb und hat dennoch auch etwas aromatisch bitteres. Im Antrunk ist es etwas obstig und wirkt im Mundgefühl durchaus auch saftiger. Im Abgang wird es dann aber herberer bleibt aber doch aromatisch bis fruchtig.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ich finde es könnte noch etwas mehr saftiger und aromatischer sein. Mir ist es insgesamt etwas zu bitter und unausgewogen. Dennoch kann man dieses Bier durchaus einmal verkosten.

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Nordbräu Simmerl Weisse

Benannt nach Simon Wittmann, einem legendären ehemaligen Inhaber der Nordbräu in Ingolstadt und direkter Vorfahre der heutigen Geschäftsführung ist die Simmerl Weisse das neueste Produkt im Weißbiersortiment von Nordbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr hefiges und dazu auch banaiges Aroma. Dazu hat es eine kleine Hopfennote

Zum Geschmack: Der Einstieg ist sehr hefig und irgendwie hat das Bier auch eine etwas herbe hopfige Nuance. Es ist ein Bier mit einer durchaus hefig bananigen Note, die auch im Abgang sehr präsent ist und dazu auch etwas Zitrus hat. Dazu hat man aber dann auch eine etwas hopfige Note. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf ein vanillig hefiges Bier mit schönem langanhaltenden fruchtigen Abgang.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es überzeugt mich vor allem durch seinen langanhaltenden fruchtigen Abgang.

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Naabecker Edel Märzen

Tradition die bis ins Jahre 1620 zurückreicht, dafür steht die Schlossbrauerei Naabeck. Die Geschichte des dazugehörigen Schlosses, auf dessen Gelände sich nach wie vor die Brauerei befindet, reicht sogar noch weiter zurück, denn dessen Vorgängerbauten haben vermutlich schon bei der ersten Erwähnung Naabecks im Jahre 1112 existiert. Die Herren von Naabeck waren es, die angeblich die erste Anlage auf dem Gelände errichteten. Bis zum Bierbrauen sollte es allerdings noch ein Weilchen dauern, denn erst Elisabeth von Taufkirchen beantragte im Jahre 1620 beim Landesherrn das Braurecht für das Schloss, welches sie dann auch umgehend erhielt. Seit 1919 sind Schloss und Brauerei in Besitz der Familie Rasel, die sie zu eine der größeren Brauereien in der mittleren Oberpfalz entwickelt hat. Aus dem reichhaltigen Sortiment an Bieren werde ich im folgenden Test das Edel Märzen mit einem Alkoholgehalt von 5,7% verkosten.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rubinrotes Bier es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht intensiv brotig, fast schon etwas keksig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier das durchaus kräftig ist. Es ist etwas karamellig im Abgang und dieser Geschmack bleibt auch länger hängen. Das Bier hat insgesamt einen kräftigen getreidigen Körper. Dieser ist auch mit einem schönen karamelligen Abgang versehen. Die Kohlensäure ist relativ angenehm gestaltet und nicht zu aufdringlich. Insgesamt könnte dem Bier aber durchaus noch etwas mehr Kohlensäure und Würze gut zu Gesicht stehen um es süffiger zu machen. So wirkt es gegen Ende durch den Körper schon sehr massig und zu malzig.

Zum Fazit: Mir ist das ganze etwas zu malzig und schwer. Hier könnte das Bier durchaus noch etwas mehr Kohlensäure oder Hopfenwürze vertragen. Von mir gibt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Nankendorfer Helles

Von der Brauerei Schroll aus Nankendorf im Landkreis Bayreuth habe ich im Blog bereits einige Biere vorgestellt. Im heutigen Beitrag verkoste ich das Helle Lagerbier der fränkischen Landbrauerei. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes hellgoldenes Bier. Der Schaum ist leider recht schnell verflogen.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht malziges Bier mit einer gewissen Honigsüße.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein mildes Bier mit einer frischen Getreidenote, die aber auch eine gewisse Hopfenaromatik hat. Körper hat das Bier aber nicht, das es nicht mehr den Charakter eines Hellen hätte. Insgesamt ist es ein würziges, hopfenbetonteres und spritzigeres Helles und nicht so malzsüßlich wie andere Exemplare.

Zum Fazit: Mir gefällt der würzigere, hopfenbetonte Charakter dieses Hellen. Daher bekommt es von mir auch eine Wertung von 4 Sternen.

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Hohenthanner Holzhacker Weisse Dunkel

Für meinen nächsten Biertest nehme ich euch mit nach Niederbayern. Früher der Trunk der Holzhacker in den Wäldern rings um das Schloss Hohenthann, kann die Holzhacker Weisse nun auch von jenen genossen werden, die vielleicht nicht vorher erst im Wald oder wo auch immer waren und Holz gemacht haben. Der Alkoholgehalt dieses dunklen Weissbieres liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, dunkelbraunes Bier. Es hat einen ganz ordentlchen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiger, leicht röstiger Geruch mit etwas Banane oder auch Schokobanane.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einem getreidigen Aroma und kräftigem Körper. Es ist etwas trocken und röstig im Abgang, aber auch nicht besonders spektakulär. Es handet sich um ein Bier mit einem durchaus präsenten Malzköprer, der aebr nicht so geschmacklich auffält und tiefgründig ist und nur leicht röstig. Im Abgang ist es süß und man hat reife Bananennoten und etwas Karamell. Ganz leicht spürt man auch den Hopfen der dem Bier etwas Würze am Gaumen verleiht. Röstnoten kommen leider nur sehr selten durch.

Zum Fazit: Ein gutes solides Weizenbier, bei dem ich mir aber wünschen würde, dass das dunkle Malz noch besser zur Geltung kommt. So könnte man es auch mit einem etwas dunkleren hellen Weizenbier verwechseln. 3 Sterne.

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Häffner Bräu Raban

Eine naturtrübe, obergärige Bierspezialität ist der Raban von der Häffner Bräu aus der Kurstadt Bad Rappenau. Der Name des Bieres leitet sich von schwarzen Pferden, den sogenannten Rappen ab, welchen auch die Stadt ihren Namen zu verdanken hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein hefetrübes, helloranges Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Der erste Eindruck erinnert mich an Beeren. Dannach kommt auch etwas Malz durch. In Nuancen riecht es auch etwas grasig hopfig.

Zum Geschmack: Hier wirkt es zunächst sehr spritzig durch die Kohlensäure, sodass geschmackliche Nuancen nur ganz leicht durchdringen. Es prickelt auch im Abgang sehr und hat von der Hopfenbittere nur einen gewissen Teil übrig.  Man hat so einen blumig grasigen Hopfenteil der sehr schön ausklingt, jedoch betäubt die Kohlensäure weiteren Trinkverlauf auch ein wenig die Zunge, sodass man nicht so sehr viel vom hefigen, leicht berrigen und getreidigen Geschmack mitbekommt.

Zum Fazit: Das Bier bekommt von mir eine solide Bewertung von 3 Sternen. Insgesamt ist mir das einfach zu viel Kohlensäure.

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Oechsner Hefe

Franken ist nun wahrlich nicht bekannt als Hochburg des Weizenbieres und dennoch hat auch diese Sorte besonders im Sommer im Biergarten oder auf dem Keller hochkonjunktur. Deshalb sind viele fränkischen Brauereien in den letzten Jahren dazu übergegangen, auch ein Weizenbier im Sortiment zu führen. So hat auch die Brauerei Oechsner aus Ochsenfurt am Main neben ihrem klassischen sogar ein dunkles Weizenbier in ihrem Sortiment. Dieser Test dreht sich aber um die klassische, helle und hefetrübe Version. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier, bei dem sich die Hefe nur sehr schleppend nach unten ins Glas ausbreitet. Der Schaum ist dafür recht ordentlich.

Zum Geruch: Ein getreidiges Aroma, welches leicht fruchtige Noten hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck wirkt das Bier auf mich sehr spritzig. Es hat jedoch auch sehr süßliche Noten, die besonders das fruchtige herausstellen und im Abgang dann so zum tragen kommen. Man hat wirklich eine sehr schöne bananige Note. Vor allem wirkt das Bier nicht zu hefig und schlammig, eher ein wenig VaniIle lässt sich noch erhaschen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit einem getreidig süßlichen Geschmack, bei dem auch im Nachgang eine schöne Banane im Mund bleibt. Vom Hopfen merkt man bei diesem Bier aber nicht so viel und dieser hält sich hier eher im Hintergrund.

Zum Fazit: Ein lecker fruchtiges Weizenbier mit einer sehr tollen Bananennote. Auch die Kohlensäure passt sehr gut. Einzig der Hopfen dürfte dem Bier gerne noch etwas mehr Tiefgang und Würze verleihen. So komme ich auf eine Wertung von 4 Sternen.