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Aufsesser Festbier

Mit Festen ist das in Corona Zeiten so eine Sache und so bleibt oft keine andere Wahl als mit sich selbst oder seinem Hausstand zu feiern. Festbiere werden aber dennoch gebraut und verkauft, nur eben in Flaschen und nicht von Fass im Bierzelt. Ich werde in meinem heutigen Test auch ein Festbier vorstellen und zwar das von der Brauerei Rothenbach aus Aufseß, einer kleinen Gemeinde in Oberfranken in der es Sage und Schreibe 4 Brauerei gibt, was ihr den Titel „Ortschaft mit der höchsten Brauereiendichte“ und einen Eintrag ins Guinnessbuch bescherte. Das Festbier hat einen Alkoholgehalt von 5,0%.

Zur Optik: Ein rotbraunes Gebräu im Glas. Der Schaum ist leider sehr schnell verflogen und praktisch gar nicht vorhanden.

Zum Geruch: Ein sehr röstiges Bier. Man hat ein schönes Aroma von Schokolade und leichten nussigen Aromen. Außerdem ein wenig Noten von Lebkuchen und Brotkruste. Ganz leichte süße Einflüsse kommen noch zusätzlich hinzu.

Zum Geschmack: Ein sehr griffiger, kerniger erster Eindruck. Man hat im Abgang echte brotige Noten, die einen schönen, leicht herben Abgang an den Gaumen projizieren. Meiner Meinung nach könnte das Bier aber noch etwas mehr Geschmack vertragen, da es bisweilen ein wenig zu wässrig wirkt. Das Malz ist zwar schön brotig und man hat im Abgang auch eine schokoladige Note, jedoch könnte es einfach etwas tiefgründiger und intensiver sein. Der Hopfen kommt leider fast gar nicht zum Vorschein.

Zum Fazit: Ich finde das Bier für ein Festbier leider etwas schwach, was auch am geringen Alkoholgehalt liegt. Der Malzkörper ist nicht ganz so kräftig wie gewohnt. Ich gebe hier eine Wertung von 3 Sternen, da mir die grundsätzliche Geschmacksaromatik zusagt.

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Wilderen Goud

In meinem heutigen Test widme ich mich dieses Mal einem Bier der Brauerei Wilderen aus dem gleichnamigen belgischen Dorf. Die Brauerei hat ihren Sitz auf einem Gutshof der selbst eine lange Brenn und Brautradition hatte, jedoch hauptsählich für den Eigenbedarf der Farmarbeiter produzierte. Das alles geriet jedoch ein wenig in Vergessenheit und änderte sich erst wieder, als Mike Jenssen und Roniek van Bree den Hof kauften. Sie installierten auch eine richtige Brenn und Brauanlage die 2011 ihren Betrieb aufnahm. Das Wilderen Goud das ich heute verkoste ist ein obergäriges blonde Ale im belgischen Stil und hat einen Alkoholgehalt von 6,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht harziges Aroma. Man hat etwas Honignoten. Dazu kommen leichte süßliche Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, bei dem mir vor allem die Kohlensäure auffällt. Es ist wie ich finde sehr spritzig und prickelt auch sehr lange nach. Man hat auch im weiteren Trinkverlauf ein sehr sprudeliges Bier, das leichte bittere Noten am Gaumen hat. Es ist wie ich finde leicht malzig, aber nur in gewissen Punkten. Ansonsten ist und bleibt es sehr spritzig.

Zum Fazit: Ein nettes, für mich aber nicht wirklich besonderes Bier. Ich gebe dem Ganzen eine Wertung von 3 Sternen.

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Gouden Carolus Classic

In meinem heutigen Test habe ich wieder ein Biertest gibt es wieder etwas belgisches. Es gibt ein Bier der Brauerei Het Anker aus der Stadt Mechelen. Die Ursprünge dieser gehen zurück auf das Jahr 1872, als sie nach dem Kauf von Louis van Breedam ihren Namen erhielt. Einige Biere der Brauerei werden unter dem Namen Gouden Carolus vertrieben, welche nach dem römisch-deutschen Kaiser Karl V benannt sind, dessen Herrschaftsgebiet sich auch über das heutige Belgien erstreckte und der dort auch geboren wurde und aufgewachsen ist. Das Gouden Carolus Classic, mein heutiges Testbier, ist ein belgisches Ale mit einem Alkoholgehalt von 8,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat einen sehr sehr ordentliche weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein röstig-lakritziges Aroma habe ich in der Nase

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein getreidiges, aber auch süßliches Aroma, das in Richtung Abgang schon fast ein wenig zuckrig wirkt. Es ist ein sehr süßliches Bier, das schon fast en wenig zuckrig ist im Geschmack. Es ist ein Bier, das auch alkoholische Noten aufweist, jedoch vor allem auch wärmt und sehr malzig ist. Es hat teilweise etwas nussiges im Geschmack und das zieht sich auch bis in den Abgang durch. Dabei hat es auch feine süßliche Noten.

Zum Fazit: Irgendwie ist dieses Bier nicht das gelbe vom Ei. Es ist vielschichtig ja, aber hat alkoholische und zuckrige Noten, die mir nicht so gefallen. Ich gebe dem Bier daher eine Wertung von 3 Sternen.

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Ayinger Jahrhundert Bier

Im heutigen zweiten Biertest geht es aufs Land ins Dorf Aying, welches sich unweit von München befindet. Bekannt ist der Ort hauptsächlich für seine Brauerei, die ihre Biere auch überregional und teilweise in größerem Umfang in ganz Deutschland und darüber hinaus vertreibt. 1878 gegründet ist die Brauerei nach wie vor in Privatbesitz und wird von der Familie Inselkammer geführt. Das Jahrhundertbier, welches ich heute verkoste ist stilistisch ein Exportbier und verdankt seinen Namen der Tatsache, das es erstmals zum hundertjährigen Betriebsjubiläum 1978 gebraut wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat ein ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges leicht brotiges Aroma.

Zum Geschmack: Ein mineralisches, leicht kalkiges Aroma das ich hier im ersten Schluck habe. Im zweiten Schluck kommt dann auch etwas süßliches im Aroma dazu. Man hat leichte Honignoten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Mix aus diesen mineralischen Noten, gepaart mit getreidigen Noten. Die mineralischen Noten liegen vermutlich am recht hart wirkenden Brauwasser, wodurch auch das Mundgefühl nicht so weich wirkt. Im Abgang ist es ganz leicht herb.

Zum Fazit: Ein süffiges aber nicht ganz so rundes Bier wie das Helle der Brauerei. Ich gebe für dieses Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Jopen Blurred Lines

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier, der Jopen Brauerei aus Haarlem in den Niederlanden. Das Blurred Lines, welches ich verkosten möchte ist ein New England IPA, das alkoholtechnisch mit 5,3% eher etwas leichter unterwegs ist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, oranges Bier. Es hat einen ganz ordentliche weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hefig und auch fruchtig. Ich finde es geht in Richtung Mandarine und Grapefruit.

Zum Geschmack: Es ist im ersten Eindruck prickelnd und im Abgang ist es aber irgendwie ein wenig wässrig, aber es bleibt auch dezent fruchtig mit Noten von Grapefruit und etwas Ähnlichem. Es ist vom Körper her eher leicht, aber irgendwie auch sehr erfrischend, da die Kohlensäure nur leicht prickelt. Es ist nur dezent bitter und eher leicht. Es hat eine sehr dezente Fruchtigkeit bzw. Malzsüße, die am Gaumen kurz anklingent und sich so im Nachgang im Mund und Nachgang festsetzt. Es ist aber doch dezent und eher leicht. Ganz zum Schluss wird es auch etwas bitter.

Zum Fazit: Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich hier um einen eher leichten und dezenteren Vertreter seiner Zunft handelt, dann ist dieses Bier wirklich gut. Wenn man aber den Bierstil NEIPA als ganzes Betrachtet, fehlt einem vermutlich etwas an Fruchtigkeit und Geschmackstiefe. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Einsiedler Doppelbock

Die kalte Jahreszeit ist traditionell auch die Zeit der stärkeren Bockbiere. Einen Bock der das ganze Jahr zu haben ist, ist der Doppelbock der Einsiedler Brauerei aus Chemnitz-Einsiedel. Der Alkoholgehalt dieses dunklen Doppelbocks beziffert sich auch bei stolzen 7.8%.

Zur Optik: Ein rotbraunes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat getreidige Noten mit dem gewissen süßlichen Etwas. Teilweise sind sie etwas beerig.

Zum Geschmack: Ein eher alkoholisches Aroma, aber mit einer ausgeprägten Note von süßlichem Getreide. Es ist aber bislang noch nicht störend. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr süßliches Bier. Mir ist es hier an der Stelle deutlich zu süß und es fehlt vor allem deutlich and der Kohlensäure um dieser Süße Einhalt zu gebieten.

Zum Fazit: Ein gewöhnungsbedürftiger Bock. Es ist zwar aromatisch und die alkoholischen Noten werden überdeckt, jedoch ist es dadurch auch sehr sehr süßlich. Ich gebe dem Bier daher eine Wertung von 3 Sternen.

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Brunehaut Blanche

Für meinen heutigen Test überschreite ich wieder die Grenze zu Frankreich. Das folgende Bier führt mich dabei zur Brasserie Brunehaut in die gleichnamige Wallonische Ortschaft. Die Brauerei selbst geht zurück auf die Abtei St. Martin, jedoch wurde der professionelle Braubetrieb erst 1890 gestartet. Die Biere haben dabei eine Bio Zertifizierung und werden streng nach diesen Richtlinien gebraut. Ich möchte mich heute dabei dem Brunehaut Blanche, einem Witbier widmen, das einen Alkoholgehalt von 5% aufweist.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hefiges Bier. Es hat eine orangene Farbe, der Schaum ist aber nicht so üppig.

Zum Geruch: Ein zitronig frisches Bier. Es sprudelt einem die Kohlensäure entgegen. Dazu hat man intensive Orangennoten.

Zum Geschmack: Man hat hier die Orangennoten, die sehr intensiv sind und schon fast ins fruchtig-saftige übergehen. Auch im weitern Trinkverlauf ist es ein sehr aromatisches Bier, mit einer sehr guten Orangen und Zitrusnoten. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein spritziges Bier mit einer wenig getreidigen Note. Insgesamt ist es aber vom Körper her schwach und nicht ganz so aromatisch.

Zum Fazit: Mich überzeugt es nicht so ganz und ich finde es ein bisschen schwach im Geschmack. Daher kann ich dem Bier auch nur eine Wertung von 3 Sternen geben.

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Schönbuch Pale Ale

In meinem heutigen Test habe ich das Pale Ale der Schönbuch Braumanufaktur aus Böblingen im Programm. Schönbuch war eine der ersten mittelständischen Brauereien in Baden-Württemberg, die ihre Produktpalette um das ein oder andere Craftbeer erweiterten. Das Pale Ale, war dabei das erste Produkt, das Schönbuch im Zuge dessen auf den Markt brachte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein mitteltrübes, rötlich bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein Mix aus fruchtigen und zugleich auch getreidigen Noten, die ein wenig brotig daher kommen. Es erinnert etwas an Maracuja und Melone bzw. Honigmelone

Zum Geschmack: Im Antrunk ist es zunächst herb am Gaumen, dann tritt eine verhaltene Süße hervor, bevor es am Gaumen ein wenig prickelt. Im Nachgang wechseln sich die fruchtigen Noten und die bitter-brotigen etwas ab. Der Körper ist präsent aber einigermaßen schlank.

Zum Fazit: Ich habe hier ein Bier vor mir stehen, welches eher in die harzige und brotige Richtung tendiert. Man hat hier und da etwas fruchtiges. Ich gebe dem Bier ein Wertung von 3 Sternen, da es ansonsten nicht wirklich spektakuläres ist, das man aber dennoch recht gut trinken kann.

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Stiegl Goldbräu

Im Zuge des heutigen österreichischen Nationalfeiertags möchte ich im zweiten Test mit dem Goldbräu das Flaggschiff der Salzburger Stieglbrauerei verkosten. Die Stieglbrauerei ist obendrein die größte Privatbrauerei der Alpenrepublik. Das Goldbräu ist ein klassisches österreichisches Märzenbier mit einem Alkoholgehalt von 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht brotig mit wie ich finde sogar einem leicht karamelligen Einschlag. Auch ein paar süßliche Noten hat das Bier.

Zum Geschmack: Ein sehr kerniges und im ersten Moment erfrischendes Bier. Im O-Ton aber auch vor allem im Abgang ist es ein wenig wässrig. Es wirkt sehr hart vom Wasser und nicht so richtig weich im Mund. Leicht prickelnd und etwas süßlich ist es dagegen am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher zurückhaltendes Bier. Es ist immer ein leicht süßlicher Grundton vorhanden, aber insgesamt wirkt das Bier rund und gut abgestimmt.

Zum Fazit: Ein doch recht ansprechendes Bier, das hier und da ein wenig Schwächen hat im Gesamtpaket aber überzeugt und trinkbar ist. Ich gebe hier eine Wertung von 3 Sternen.

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Nittenauer Bier Royal

In meinem heutigen Test verkoste ich nun das 5 und letzte Bier der Nittenauer Hopfenkreuzfahrt. Das Bier Royal führt uns dabei vor die eigene Haustür, wurde es doch mit dem deutschen Aromahopfen Hüll Melon verfeinert. Der Rest unterscheidet sich bekanntlich nicht zu den anderen Bieren der Serie. Der Alkoholgehalt bleibt auch bei 7,5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, orange- bis bernsteinfarbenes Bier mit einem ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat eine leichte Melone, aber sonst ist es eher ein harziges Hopfenaroma, das in der Nase ist. Dazu kommen noch leicht süßliche Malzaromen.

Zum Geschmack: Ein leicht fruchtiges Aroma, bei dem die Melone anklingt. Jedoch ist dieses Bier zunächst recht mild. Man bekommt eine ganz leichte bitter-harzige Ummantelung des Hopfens die in der Backengenend und am Gaumen zu spüren ist und die man auch noch im Nachgang am Rachen haften. Ansonsten ist die Melone auch im weiteren Trinkverlauf nur kurz vorbeischauendes Beiwerk.

Zum Fazit: Hier hatte ich schon Biere, bei denen der Hüll Melon Hopfen deutlich besser eingesetzt worden ist und auch besser zum tragen kommt. Daher gibt es von mir für dieses Bier nur 3 Sterne.