Neben der Brauerei Falter gibt es in Drachselsried, einer Gemeinde mitten im bayrischen Wald, auch noch die Schlossbrauerei. Offiziell besteht eine Brautradition seit dem Jahre 1650, wobei vermutlich schon seit dem 16. Jahrhundert im Schloss Bier gebraut wurde, was sich aber nicht eindeutig belegen lässt. Nachdem die Brauerei lange im Besitz der jeweiligen Schlossherren war, wurde sie im Jahre 1865 mitsamt dem Schloss von den damaligen Schlossherren, den Poschingers Xaver und Maria Müller verkauft, welche die Brauerei schon zuvor gepachtet hatten. Nachdem im Jahre 2022 mit Maria Anna Bruckmayer die letzte Nachfahrin der der Müllers verstarb wurde die Brauerei an das katholische Missionswerk in München vererbt, welche nun den Betrieb und die Produktion verwaltet. Vorstellen möchte ich nun das Drachselsrieder Helle, das einen Alkoholgehalt von 4,8% besitzt.
Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.
Zum Geruch: Ein sehr frischer, etwas süßlicher Geruch der sich in der Nase zeigt.
Zum Geschmack: Ich habe ein vollmundiges Bier mit süßlichem Grundcharakter und durchaus etwas würzigem Abgang. Insgesamt hat man ein erfrischendes Lagerbier mit einem süßmalzigen Charakter und einem durchaus etwas würzigen, herben Abgang. Die Kohlensäure ist eher mittelmäßig dosiert, der Körper gestaltet sich aber vollmundig ist durchaus eher schlank. Das Malz hat teilweise eine feine, leicht keksige Note.
Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein gutes und leckeres Helles, das aber noch etwas mehr Kohlensäure vertragen könnte.