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Poppels Julporter

Weihnachtsbiere gibt es auf der ganzen Welt auch in Schweden von wo mein heutiges Testbier stammt. Dieses sogenannte Juleöl hat in Skandinavien eine lange Tradition und wird inzwischen in vielen verschiedenen Varianten und Sorten gebraut. Mein heutiges Testbier ist stilistisch ein Porter, also ein Weihnachtsporter und stammt von der schwedischen Craftbeerbrauerei Poppels. Der Alkoholgehalt beträgt 5,5%.

Zur Optik: Ein schwarzes Bier mit einer nicht wirklich besonders ausgeprägten Schaumkrone.

Zum Geruch: Ein röstig malziges Bier. Man hat Schoko- und Kaffeenoten. Es kommt dazu noch etwas Lakritze.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck ist es noch röstig, bevor sich dann im Abgang Kaffee und Röstnoten abwechseln. Man hat ein schönes buntes Wechselspiel aus diesen beiden Geschmacksnuancen. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher unspektakuläres Bier mit leichten Schokonoten, die aber wirklich gut getroffen sind und nicht einfach nur süß sind sondern auch ein zartbitteres Kakoaroma mitbringen.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen da die Schokoladigen Noten zwar wirklich gut sind mir aber ansonsten eine weitere zusätzliche Geschmacksdimension fehlt.

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Mönchshof Weihnachtsbier

Zum Abschluss des nun schon 3 Advents gibt es heute natürlich noch den Test eines Weihnachtsbieres. Dies mal von der Marke Mönchshof aus Kulmbach. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, leicht würziges Aroma. Dazu kommen gute brotige Töne.

Zum Geschmack: Ein würzig herbes Bier. Der Antrunk prickelt leicht und auch sonst ist der Geschmack von der Kohlensäure dominiert. Im Nachgang hat man herbe und brotige Noten. Im weiteren Trinkverlauf lässt die Kohlensäure dann nach. Ich finde im Abgang hat man leicht metallische Noten.

Zum Fazit: Das geht besser. In Sachen Weihnachtsbiere hatte ich wirklich schon gehaltvollere und geschmacklich vielfältigere Testobjekte. Vor allem die viel zu hoch dosierte Kohlensäure ist nicht geschmacksfördernd. Ich gebe hier eine Wertung von 3 Sternen.

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Brand IPA

Im heutigen Test wird es königlich, den die Brauerei Brand ist seit 1961 Hoflieferant des niederländischen Königshauses. Mit einer Tradition die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht ist die Brauerei die älteste im gesamten Land. Die in Wijre in der Region Limburg ansässige Brauerei verlor jedoch mit der Übernahme durch Heineken im Jahre 1989 ihre Eigenständigkeit, als die langjährige Inhaberfamilie Brand den Betrieb an den nationalen Marktführer veräußerte. Von Heineken wird die Brauerei als Spezialitätenmarke geführt, sodass sieein breites Sortiment an lokalen und internationalen Sorten hat. So gibt es auch ein IPA von Brand das einen Alkoholgehalt von 7% hat.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr würziges Aroma mit einer kräutrig harzigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein recht geschmacksneutrales Bier. Es hat ein wenig herbe Noten am Gaumen, aber sonst ist es nur dezent bitter und hat leichte süßliche Noten. Ein gewisses harziges Aroma ist erkennbar, was sich dann auch am Gaumen ausbreitetet es ist leicht trocken.Bei den Fruchtnoten mache ich etwas Ananas aus. Es bleibt auch im weitern Trinkverlauf nur leicht bitter am Gaumen,

Zum Fazit: Ein eher dezenteres IPA bei dem der Fokus auf der bitteren Note liegt. Es ist für mich daher eher Durchschnitt, das es in der inzwischen vorhandenen Masse an IPAs nicht heraussticht. Ich gebe eine Wertung von 3 Sternen.

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Berliner Kindl Bock Dunkel

Im heutigen zweiten Test habe ich dieses Mal ein Bier aus der Hauptstadt von der Traditionsmarke Berliner Kindl. Von diesen gibt es auch einen dunklen Bock, der es heute zu mir in den Test geschafft hat. Der Alkoholgehalt liegt bei runden 7%.

Zur Optik: Ein tiefschwarzes Bier. Der Schaum ist recht flukativ. Es scheint klat filtriert zu sein.

Zum Geruch: Ein malziger Geruch, aber auch leicht schmierig. Zusätzlich kommt leicht Lakritz und es ist ein wenig röstig.

Zum Geschmack: Man hat einen leichten röstigen Geschmack, der jedoch im Abgang gleich von einer Alkoholischen Note begleitet wird. Für einen dunklen Bock hat dieses Bier zunächst einmal recht wenig Geschmack wie ich finde. Im Abgang hat man ganz leichte Noten von Röstkaffe. Ansonsten schmeckt man deutlich die Lakritze heraus. Das Bier wirkt aber insgesamt sehr schmierig und auch einfach zu alkoholisch. Dieser tritt vor allem im Abgang am Gaumen auf. Insgesamt ist dieser Bock recht flach und er ist weder wirklich süßlich noch hat er eine andere Geschmacksausprägung und bleibt relativ neutral.

Zum Fazit: Für einen Bock kommt hier geschmacklich doch recht wenig rüber hie rund da ist es süßlich und ab und an kommt mal der Alkohol durch. Für mich reicht es hier nur zu einer Wertung von 2 Sternen.

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Apostelbräu Bavarian Spelt Ale

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier der Apostelbräu aus Hauzenberg. Bei meinem heutigen Testbier dem Spelt Ale handelt es sich ganz brauereitypisch um ein Bier bei dem auch alternative Getreidesorten verwendet wurden, in diesem Fall Dinkel. Der Alkoholgehalt des strong Ales liegt bei 6,8%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtig, getreidiges Aroma. Man riecht auf der einen Seite dieses gereidige, leicht röstige Aroma. Auf der anderen Seite etwas fruchtiges obstiges.

Zum Geschmack: Auch hier sind es diese röstigen getreidigen Aromen im Antrunk. Man schmeckt das es etwas anderes als Gerste ist und man hat dieses urige Dinkelaroma. Es schwingt immer eine leichte Süße mit, die durchaus auch fruchtiger Natur ist. Insgesamt ist diese Süße vor allem im hinteren Teil der Zunge zu finden. Sie wird aber immer wieder von röstg-getredidigen noten abgelöst.

Zum Fazit: Ein durchaus etwas anderes Ale, bei dem jedoch mir der getreidige Aspekt zu sehr im Vordergrund steht. Vielleicht soll das Bier aber auch genau das sein. ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Berg Ulrichsbier

Im heutigen zweiten Biertest habe ich dieses Mal ein Bier aus der Bierstadt Ehingen. Im Stadteil Berg sitzt mit der gleichnamigen Brauerei die größte der Stadt. Das Ulrichsbier ist ein Hommage an den Berger Kirchenpatron St. Ulrich zu dessen Ehren das Bier gebraut wird. Ursprünglich nur einmal im Jahr zum Ulrichsfest gebraut wird es aufgrund seiner enormen Beliebtheit seit 1981 ganzjährig gebraut. Das Ulrichsbier ist ein leicht rötliches untergäriges Vollbier und hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein rubinrotes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat leicht röstige getreidige Noten. Es ist ansonsten ein bisschen geruchsneutral.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Aroma, das vor allem im Abgang ein wenig röstige, aber vor allem auch ganz leicht karamellige Noten aufweist. Es hat irgendwie ein wenig den Charakter von Milchschokolade. Im Antrunk prickelt es ganz leicht auf der Zunge. Im Abgang hat man auch weiter diese leicht süßlichen, etwas milchigen Geschmacksträger, jedoch sind diese relativ schnell verflogen und das Aroma ist so eher recht lasch. Dennoch ist das Bier über den gesamten Trinkverlauf sehr süffig und dieses leicht röstige und nussige verleiht dem Bier an Charakter.

Zum Fazit: Mir hat dieses Bier wirklich gut geschmeckt und mit seiner leicht röstigen Note ist es eine gute Alternative zu vergleichbaren Bieren, die eher etwas heller sind. ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen.

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Mashsee Ur-Oma Lene

In meinem heutigen Test geht es nach Hannover zur Mashsee Brauerei und dabei wird es auch ein bisschen weihnachtlich. Die Ur-Oma Lene die ich heute verkoste soll nämlich ein Bier sein, das mit seiner Zutatenliste an verschiedenen Gewürzen geschmacklich am Weihnachtsplätzchen erinnert. Laut Beschreibung handelt es sich um ein Lebkuchen Ale mit einem Alkoholgehalt von 6,6%.

Zur Optik: Ein braunes Bier. Es ist naturtrüb. Der Schaum ist aber nicht so üppig.

Zum Geruch: Man riecht wirklich den Lebkuchen. Man hat immer süßliche, teils auch brotige Noten und etwas scharfe auch an Anis erinnernde Nuancen die von leicht kräutrigen Aromen ergänzt werden.

Zum Geschmack: Man hat ein sehr gewürzbetontes Bier, bei dem die weihnachtlichen Gewürze von Zimt, Kardamom Stern Anis sehr gut wahrnehmbar sind. Man hat die Basis des brotigen Teigs eines Lebkuchens. Vor allem im Nachgang hat man eine sehr deutliche Zimtnote. Man hat eine leichte Note von Nelke und Muskat. Dazu leichte kräutrige Noten.

Zum Fazit: Ein wirklich spannendes Bier, bei dem die geschmackliche Umsetzung schon nah an Lebkuchen und Co heranreicht. Es ist allerdings für den gewöhnlichen Bierttrinker schon gewöhnungsbedürftig. Ich gebe dieser netten Idee aber eine Wertung von 4 Sternen.

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Schwaben Bräu Das Landbier

Im heutigen zweiten Biertest wird es dieses Mal wieder schwäbisch, den es gibt ein Bier der Kultmarke Schwaben Bräu. Verpackt in der für die Marke typischen Bügelflasche wird es heute das Landbier geben, ein untergärigen Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein rötlich bis bernsteinfarbenes Bier. Es ist klar filtriert und hat einen beachtlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiger und beeriger Geruch. Man hat ein wenig einen Eindruck von Johannisbeere und Stachelbeere. Dazu kommen noch leichte Noten die an Plätzchenteig erinnern.

Zum Geschmack: Ein sehr bitteres, aber auch ein wenig öliges Bier. Man schmeckt die Johannisbeere leicht durch, aber es ist vor allem im Abgang auch erstaunlich wässrig. Der Nachgang ist dann wirklich gar nicht vorhanden und man hat den Eindruck man hätte Wasser getrunken, da der Biergeschmack wirklich abrupt nachlässt . Sogar die Kohlensäure bleibt komischerweise am Gaumen hängen und so entsteht der Eindruck man hätte Leitungswasser getrunken. Das Positive an dem Bier ist das der Antrunk sehr würzig ist und auch durch die Kohlensäure hier recht ansprechend ist. Der beerige Eindruck ist wirklich gut gelungen. Jedoch wird das Malz dem auf dem Etikett versprochenen kernigen Geschmack bei weitem nicht gerecht.

Zum Fazit: Schade bis auf den Einstieg ist das Bier nicht wirklich überzeugend. Man hat dann wirklich so gut wie Nichts mehr was irgendwie nach Bier schmeckt sondern einfach ein sehr mildes Getränk. So gibt es hier eine Wertung von 2 Sternen.

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Corsendonk Tempelier

In meinem heutigen Test habe ich mit dem Tempelier von Corsendonk wieder ein Bier unserer belgischen Nachbarn im Test. Die Marke Corsendonk nimmt Bezug auf ein ehemaliges Augustinerkloster in Oud-Turnhout. Gebraut werden die Biere von der Brasserie du Bocq, die die Idee zu den Corsendonk Bieren auf Initiative von Jef Keersmaekers umsetzt. Jef Keersmaekers ist der Enkel des Gründers der eigentlichen ehemaligen Corsendonk Brauerei, der die Biermarke seit 1982 wieder aufleben lässt. Das Tempelier nimmt, wie man auch auf dem Etikett erkennen kann Bezug, auf die Kreuzritter, ohne das jedoch ein tieferer Sinn dahinter stecken würde. Der Alkoholgehalt liegt bei 6%.

Zur Optik: Ein leicht trübes Bier mit einer rötlichen Farbe. Es hat dazu einen sehr schönen weißen Schaum on top.

Zum Geruch: Es riecht zum einen nach Gewürzen, aber auch nach etwas säuerlichen Früchten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man noch keinen besonders aufdringlichen Geschmack. Die Kohlensäurekonzentration ist sehr hoch. Insgesamt hat es einen leicht kräutrig- würziges Aroma . Im Abgang ist es zunächst leicht kräutrig, bevor dann eine malzige bis süßliche Note einsetzt, die sogar etwas schokoladiges in sich hat. Gegen Ende wird es auch nicht spektakulärer, denn es fehlt dem Bier einfach etwas an Geschmacksfülle. Außer im Nach- bzw. Abgang entfaltet das Bier nicht so viel Geschmack. Leicht erinnert es an Kakaobohnen.

Zum Fazit: Das Etikett finde ich in diesem Fall etwas spektakulärer als das Bier selbst. Hier hatte ich schon gehaltvollere und aromatischere Biere aus Belgien. So gebe ich dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Fischers Stiftungsbräu Hell

Erdinger und Helles? Auf den ersten Blick scheint das nicht zu passen, gibt sich die Brauerei doch in der Öffentlichkeit als die Weissbierbrauerei schlechthin. Jedoch gibt es von Erdinger, wenn auch nicht unter eigenem Label ein Helles, nämlich das Stiftungsbräu Hell der ehemaligen Brauerei Fischer die ebenfalls in Erding ansässig war. Die Fischer Stiftungsbräu hat eine Tradition die bis ins Jahre 1691 zurückreicht. Stiftungsbräu heißt sie deshalb, weil der Besitzer Friedrich Fischer keinen Nachfolger hatte und die Brauerei nach seinem Tod in eine Stiftung überführte. Aktiv ist die Brauerei bis ins Jahre 1991 gewesen, als sie mit dem modernen Biermarkt nicht mehr mithalten kann und von der Erdinger Weißbräu übernommen wird. Seither wird das Helle beim Weißbräu gebraut und ergänzt so die Weißbierpalette um diese urbayerische Biersorte. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen weißen Schaum, der aber nur eine ganz kleine Haube hat.

Zum Geruch: Es riecht getreidig-brotig und sehr grobkörnig. Dazu kommt ein leicht schrotiges Aroma. Es riecht sehr urig würzig evtl. auch leicht karamellig.

Zum Geschmack: Ein sehr spritziges Bier. Es schmeckt aber vor allem im Mittelteil nicht so richtig frisch und leicht metallisch. Das leicht metallische ist aber nur im ersten Eindruck so. Danach wird es süßlich, fast schon ein wenig zu süßlich. Dies bleibt auch im Nachgang im Mund erhalten. Am Gaumen prickelt es ganz kurz. Ansonsten ist das Bier recht mild und geschmacklich unauffällig.

Zum Fazit: Ein Helles, das weder Fisch noch Fleisch ist. Bis auf ein paar süßliche Noten hat es nicht sonderlich viel zu bieten. Unspektakulär und 3 Sterne.