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Ammerndorfer Hell

Das Helle meines heutigen Biertests stammt von der Ammerndorfer Brauerei aus dem Landkreis Fürth. Es gibt also mal wieder ein fränkisches Bier. Der Alkoholgehalt liegt bei milden 4,6%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen überaus ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Hier nehme ich ein brotig-keksiges Atoma in der Nase wahr.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein süßliches und getreidges Bier. Der Abgang ist auch süßlich, hat aber etwas würzig-schrotiges, das noch dazukommt und dem Bier etwas mitgibt, das es nicht zu süßlich erscheinen lässt. So ist es ein kerniges Helles, das vor allem dadurch überzeugt, dass es nicht zu süß ist. Gegen Ende finde ich das Bier aber ein wneig zu teigig, da ich dann auch die Kohlensäure ein wenig vermisse.

Zum Fazit: Ein etwas anderes Helles, das nicht so süß ist, wie die klasssichen bayerischen Vertreter. Es ist kernig würzig, was mich persönlich sehr überzeugt. Leider kann es dieses Aroma nicht bis zum Ende durchalten. So gibt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Tucher Lager hell

Das Tucher Lagerbier hell ist vor einigen Jahren neben dem Rotbier als ein neues Traditionsbier ins Tucher Sortiment gekommen. Es ist eine Hommage an die Ursprünge des Lagerbieres, die in Nürnberg bereits bis ins 14 Jahrhundert zurückreichen sollen. Da es im Sommer bekanntlich zu warm für die untergärige Hefe war, welche essentiell für das Brauen von Lagerbieren ist, wurde das Bier in Holzfässern in tiefen Keller kühl gelagert, sodass es möglichst lange haltbar war und den ganzen Sommer über genossen werden konnte. Dieser Tradition folgend, wird das Lager Hell mit in Eichenholzfässern gereiftem Bier verdelt, sodass es eine besondere Note erhält. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidig süßliches Aroma. Es hat sehr brotige Noten.

Zum Geschmack. Im ersten Eindruck hat man sehr urig getreidige Noten, die eine sehr schöne süßliche Aromatikhaben. Im Abgang wird es dann aber auch serh kernig und würzig. Es ist sogar leicht karamellig süßlich. Dennoch hat es aber nicht diese Süße wie bei klassichen Hellen, sondern noch etwas kernigeres. Gegen Ende wird es mir ein wenig zu brotig und passt nicht so wirklch in den Grundgeschmack.

Zum Fazit: Ein durchaus etwas anderes Lagerbier, das etwas würziger schmeckt. Ich finde aber das Eichenholzfass schmeckt man aber nicht unbedingt. Ich gebe dem Bier eine Wertung von soliden 3 Sternen.

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Wieselburger Stammbräu

Die niederösterreichische Stadtgemeinde Wieselburg wirkt mit ihrem knapp 5000 Einwohnern recht unscheinbar, ihr gleichnamiges Bier ist dafür in ganz Österreich bekannt und eine der meistgetrunkenen Marken des Landes. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die ortsansässige Brauerei schon seit 1925 Teil der Brauunion, Österreichs größter Brauereigruppe ist. Durch immerwährende Modernisierungen konnte sich die 1770 gegründete Brauerei am Markt behaupten und zu einer der größten in ganz Österreich wachsen. Wie die Brauunion selbst, so ist auch die Brauerei Wieselburg seit 2003 teil der Heineken Gruppe. Das Stammbräu, eines der wenigen österreichischen Biere die in einer Bügelflasche abgefüllt sind, ist ein klassisches Exportbier und mit 5,4% Alkohol etwas stärker als die typisch österreichischen Lagerbiere.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches, ansonsten geruchsneutrales Bier in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das erfrischend ist, aber auch etwas leicht prickelnd am Gaumen. Vor allem im Abgang in den Backen pickelt es noch nach. Es ist ansonsten aber ehr nichtssagend und im weiteren Trinkverlauf fehlt es ihm dann etwas an Kohlensäure. Es hat einen einigermaßen kräftigen Malzkörper und auch etwas Malzsüße es ist aber ansonsten ein wirklich unspektakuläres Bier. Insgesamt ist es im Charakter eher mild-würzig.

Zum Fazit: Ein solides etwas langweiliges, aber ansonsten gut trinkbares Bier. Ich gebe hier eine Wertung von 3 Sternen.

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Camba Hopla

Hopla, wie kommt man den auf solch einen ungewöhnlichen Namen für ein Bier. Nun wenn man bedenkt das es sich beim Bier um ein dry-hoped Lager handelt so scheint der Name doch gar nicht mehr so ungewöhnlich oder? Gebraut in den Sudkesseln der Cambabrauerei kommt es auf einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein trübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen passablen weißen Schaum

Zum Geruch: Man hat ein fruchtig hopfiges Aroma. In den Nasenflügen kommen vereinzelt bittere und zitronige Noten. Ansonsten sind Obstnoten dominant, die auch einen Touch tropisches haben.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein deutlich vom Hopfen dominiertes Lager, das aber einen schlanken Körper hat und dadurch erfrischend wirkt. Wenn im Abgang die Kohlensäure nachlässt und es nicht mehr sprudelt und die Bitterstoffe abgeklungen sind, kommt ein immer mehr saftig-ztroniges Aroma zum Vorschein, das von Orange flankiert wird und sich langsam im Mundraum ausbreitet. Ich will sogar fast soweit gehen, das diese Noten ein wenig in Richtung von Nimm 2 gehen. Das bitterfruchtige Aroma kommt auch in Richtung Abgang immer wieder zum tragen.

Zum Fazit: Ein Bier, das mich zu überzeugen weiß und das ich als ein sehr schön fruchtig bitteres Lagerbier halte, das das gewisse etwas hat um sich vom Groß anderer Lagerbiere abzusetzen. Deshalb möchte ich für dieses Bier 5 Sterne vergeben, da ich es für eines der Besten halte die ich in diesem Metier bisher getrunken habe.

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Schneider Helles Landbier

Selbst Brauereien die bisher eigentlich dafür standen ausschließlich Weißbier zu brauen springen mittlerweile auf den Trend hin zum Bayerischen Hellen auf. So zum Beispiel auch die weltweit für ihre Weizenbiere gelobte und geschätzte Schneider Bräu aus Kelheim. Jedoch wurde, wenn man der Website glauben schenken mag auch schon früher bei Schneiders untergärig gebraut, jedoch dies im laufe der Jahre zu Gunsten der Weißbiere aufgegeben. Mit dem Hellen Landbier, soll diese Tradition aber wiederbelebt werden. Angeblich wurde hierfür extra ein Rezept aus dem Jahre 1928 herangezogen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein brotig bis getreidg süßliches Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier mit einem mineralisch süßlichen Aromen. Es hat darüber hinaus eine durchaus würzige Komponente und die Kohlesäure prickelt im Großen und Ganzen sehr gut. Man hat ein durchaus erfrischendes Bier mit einer süßlich würzige Note, dabei wirkt es aber nicht ganz ausbalanciert. Die Kohlensäure ist auch etwas zu agil, jedoch hält sich das im Rahmen.

Zum Fazit: Ein solides Bier, das Hier und da seine kleinen Wehwehchen hat. Summa Samarium kann man das Bier aber trinken, auch wenn die Schneiders ihre Expertise wohl klar beim obergärigen haben. Für den Anfang aber nicht schlecht und eventuell wird das Rezept ja noch etwas verfeinert. Es müsste einfach noch etwas ausgewogener und ausbalancierter sein und etwas weniger sprudeln. Die Würze überzeugt aber. Ich gebe hierfür 3 Sterne.

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Lang Bräu Lager

Von der Brauerei lang aus dem Fichtelgebirge wird im nächsten Test das Lager verkostet. Das mit feinster Lagerhefe vergoren Bier hat einen Alkoholgehalt von 4,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes Bier. Es ist hellorange und hat eine schönen pulsierenden Schaum, der aber sehr schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Ein fruchtig brotiger Geruch. Es hat leichte beerige Noten von Erdbeere und Himbeere. Dazu kommen ein klein wenig Getreidenoten.

Zum Geschmack: Ein Mix aus fruchtig getreidigen und herben Noten. Das Herbe kommt vor allem im Abgang durch und wird im Nachgang durch leicht fruchtige Charaktere unterstützt. Diese weisen wie bereits im Geruch einen leicht beerigen Charakter auf. Ansonsten hat dieses Bier ein schön weiches Mundgefühl mit leicht fruchtigen Aromen.

Zum Fazit: Von mir gibt es für dieses Bier eine Wertung von 4 Sternen ich finde es ein gutes und süffiges Lager. Dem aber noch das gewisse etwas fehlt um eine absolutes Spitzenbier zu sein. Dennoch sehr empfehlenswert.

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Finne Helles

Von der Münsteraner Craftbrauerei Finne habe ich nun noch ein Helles im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges und etwas süßliches Aroma. Auch die Hefe kommt einig durch.

Zum Geschmack: Ein sehr herber erster Eindruck. Im abging vermischen sich diese mit getreidigen und etwas hefigen Noten. Im weiteren Trinkverlauf ist es bis auf die hopfigen Noten die aber irgendwie unpassend am Gaumen kleben und auch irgendwie nicht so recht mit den getreidigen Noten zusammenpassen eher unspektakulär. Gegen Ende wird es dann nur noch eher bitter. Es wirkt leicht kratzig und nur eine ganz kleine süße kommt zum Schluss durch. Es ist hier und da etwas komisch macht es aber auch kantig.

Zum Fazit: Es ist ab und an etwas komisch aber auch kantig im Geschmack. man kann es dennoch trinken, Es schmeckt aber nicht zwingend wie die glattgebügelten Hellen aus Bayern. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Staropramen Smichov

Wenn man von Prag und Bier spricht, dann muss man automatisch auch das Wort Staropramen in den Mund nehmen, denn die Marke ist das Bier der Stadt. Die heute größte Brauerei der Stadt fing dabei schon gleich recht groß an, wurde sie doch 1869 als Aktienbrauerei Prag mit einer großen und modernen Brauanlage gegründet. Nach der Reprivatisierung Anfang der 90er Jahre wurde sie 1993 von der britischen Brauerei Bass gekauft. Diese wiederum wurde 2000 von Braukonzern InBev geschluckt. Inzwischen gehört die Brauerei aber zum amerikanisch-kanadischen Konzern Molson-Coors. Die Brauerei hat ihren Sitz im Stadtteil Smichov, nachdem auch mein heutiges Testbier benannt ist. Das Smichov ist ein für Tschechien typisches leichteres Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von nur 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig, aber auch leicht pappig. Dazu kommen leicht mineralisch hopfige Noten.

Zum Geschmack: Ein sehr getreidg-süßliches Bier, bei dem vor allem im Abgang ein sehr süßlich bis maisig getreidiges Geschmacksaroma im Mund bleibt. Man hat den Eindruck von Cornflakes. Im weiteren Trinkverlauf wird es etwas herber im Abgang und man hat eine kurzen Anflug von hopfig herben Noten. Der Abgang ist etwas holzig pappig. Gegen ganz zum Schluss hat man keine besonderen Geschmackserlebnisse mehr.

Zum Fazit: Ich bin absolut nicht von diesem Bier überzeugt, dieses maisige passt für mich absolut gar nicht. Ich bin aber noch nicht so weit zu sagen, das dieses Bier absolut ungenießbar ist. Da hatte ich aus Tschechien schon deutlich schlechtere. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 2 Sternen.

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Brlo Helles

Von Brlo aus der Bundeshauptstadt Berlin gibt es im heutigen Test ein Helles zur Verkostung. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes Bier. Es ist naturtrüb mit weißem Schaum und geht leicht ins bernsteinfarbenes.

Zum Geruch: Es riecht brotig und leicht fruchtig mit gewissen Zitrusaromen. Das brotige überwiegt.

Zum Geschmack: Auch hier ist es getreidig, mit einer leicht herben Note in den Backen. Man hat aber diese leichte getreidige Hefe die etwas plätzchenartiges in den Geschmack bringt. Leicht tropische Einflüsse mache ich sogar aus, erinnernd ein wenig an Melone wie ich finde. Insgesamt ist es ein sehr gut abgestimmtes Bier, was eventuell in den Backen ein wenig zu penetrant und etwas zu hefig / plätzchenartig wirkt. Es könnte für mich auch etwas mehr prickeln.

Zum Fazit: Schon ein wirklich gutes Lagerbier, das nur ganz kleine Mängel aufweist. Für mich reicht das für gute 4 Sterne.

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Sander Original Lager hell

Von der Brauerei Sander aus Worms möchte ich heute das Original Lager Hell und damit gewissermaßen ihr Standardbier verkosten. Es handelt sich hierbei um ein klassisches Helles bayerischen Vorbildes. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein leicht trübes Bier. Es hat eine dunkelgoldene Farbe mit Bernsteinstich.

Zum Geruch: Sehr brotige Noten paaren sich mit einer Fruchtigkeit, die an Weingummi erinnert. Beerige Noten hat man in der Fruchtigkeit und Traube. Dazu natürlich die klassischen, leicht süßen Getreidearomen.

Zum Geschmack: Es hat eine schöne Fruchtigkeit für ein Lager. Es ist aber genau so, das es den malzigen Körper untermalt. Der Hopfen ist auch keineswegs bitter, sodass man eindeutig die Abgrenzung zum Pils schmeckt. Untermalt wird alles von schönen brotigen Noten. Die fruchtige Note bleibt auch im Abgang erhalten und verleiht dem Bier so einen schönen Nachgeschmack der an Traube  erinnert und Lust auf mehr macht.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr gutes Lagerbier mit einer angenehmen Fruchtigkeit die zu überraschen weiß. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 5 Sternen, da es eines der besten und abwechslungsreichsten Lagerbiere ist die ich bisher hatte.