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Staropramen Smichov

Wenn man von Prag und Bier spricht, dann muss man automatisch auch das Wort Staropramen in den Mund nehmen, denn die Marke ist das Bier der Stadt. Die heute größte Brauerei der Stadt fing dabei schon gleich recht groß an, wurde sie doch 1869 als Aktienbrauerei Prag mit einer großen und modernen Brauanlage gegründet. Nach der Reprivatisierung Anfang der 90er Jahre wurde sie 1993 von der britischen Brauerei Bass gekauft. Diese wiederum wurde 2000 von Braukonzern InBev geschluckt. Inzwischen gehört die Brauerei aber zum amerikanisch-kanadischen Konzern Molson-Coors. Die Brauerei hat ihren Sitz im Stadtteil Smichov, nachdem auch mein heutiges Testbier benannt ist. Das Smichov ist ein für Tschechien typisches leichteres Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von nur 4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat eine ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig, aber auch leicht pappig. Dazu kommen leicht mineralisch hopfige Noten.

Zum Geschmack: Ein sehr getreidg-süßliches Bier, bei dem vor allem im Abgang ein sehr süßlich bis maisig getreidiges Geschmacksaroma im Mund bleibt. Man hat den Eindruck von Cornflakes. Im weiteren Trinkverlauf wird es etwas herber im Abgang und man hat eine kurzen Anflug von hopfig herben Noten. Der Abgang ist etwas holzig pappig. Gegen ganz zum Schluss hat man keine besonderen Geschmackserlebnisse mehr.

Zum Fazit: Ich bin absolut nicht von diesem Bier überzeugt, dieses maisige passt für mich absolut gar nicht. Ich bin aber noch nicht so weit zu sagen, das dieses Bier absolut ungenießbar ist. Da hatte ich aus Tschechien schon deutlich schlechtere. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 2 Sternen.

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Hutthurmer Ilzer Perle

Durch die schweren Unwetter und die daraus resultierenden Überflutungen ist das Thema Umweltschutz wieder verstärkt in den Medien präsent. Das Umweltschutz und Bier eng beianderliegen ist ja nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, das Bier ein Produkt ist, welches von der Qualität, der Natürlichkeit seiner Zutaten und seiner Regionalität lebt. Auch gibt es immer wieder Brauereien die mit speziellen Aktionen bestimmte Umweltprojekte unterstützen, so auch im Fall meines heutigen Testbieres der Ilzer Perle. Dieses ist nämlich ein speziell von der Hutthurmer Brauerei gebrautes Bier, welches dem Erhalt und Schutz der Flussperlemuschel gewidmet ist. Der Alkoholgehalt dieses Lagerbierbieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier, welches im Glas sehr sprudelt. Die Schaumentwicklung ist passend.

Zum Geruch: Ein grasig, erdiger Geruch. Es ist ein sehr ausgeprägter getreidiger Geruch. Man riecht die Gerste wirklich durch.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Bier, welches durch ein weiches Mundgefühl unterstrichen wird. Ein feinmalziges Bier, bei dem dem das Malz leider nicht sehr intensiv ist, aber auch nicht so, dass es wässrig wirkt. Ansonsten hat man eine leichte Fruchtigkeit, die an grünen Apfel erinnert und ein leichtes prickeln der Kohlensäure auf der Zunge.

Zum Fazit: Ein frisches Bier, dem man die hohe Qualität seiner Rohstoffe schmeckt. Es ist gut gebraut, aber ein wenig Farblos im Gesamtgeschmack. Für mich eine Wertung von 3 Sternen.

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Mittenwalder Vollbier hell

Im nächsten Test geht’s zum Karwendel nach Mittenwald. Von der dortigen Brauerei gibts im Test nun das milde Vollbier hell. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier. Der Schaum ist leider nicht besonders üppig.

Zum Geruch: Ein getreidig frischer Geruch. Jedoch ist es auch ein ganz klein wenig metallisch in der Nase.

Zum Geschmack: Ein leichtes, mildgetreidiges Bier. Im Abgang ist es leicht süßlich, während am Anfang die Kohlensäure leicht prickelt. Das Bier hat zwar einen recht leichten Geschmack, ist aber insgesamt echt richtig harmlos. Auch im weiteren Trinkverlauf hat dieses Bier nicht wirklich viel mehr zu bieten und bleibt flach und charakterlos.

Zum Fazit: Ich bin ein wenig enttäuscht. Es ist irgendwie ein wenig charakterlos dieses Bier und so richtig überzeugen tut es mich nicht. Es schmeckt einfach nach fast gar nichts und so bekommt es auch eine Wertung von nur 2 Sternen.

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Rogue Dreamland

Für einen weiteren Test geht es dieses mal in die USA nach Newport-Oregon. Ein Dose mit einem zugegeben wirklich schönen Design steht da vor mir. Hergestellt wird das ganze von Rogue Ales & Spirit, einer klassischen Craft Beer Brewery, die in den letzten Jahren ziemlich gewachsen ist. Das Dreamland ist ein American Lager und ist den Dreamland Skateparkes und ihren Skatern gewidmet. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein trübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen erwähnenswerten Schaum.

Zum geruch: Ein eher geruchsneutrales Bier mit einem ganz feinen Getreidearoma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer geschmacklich eher zurückhaltenden Aromatik. Es ist insgesamt gut aufeinander abgestimmt, aber geschmacklich halt irgendwie recht dünn. Es ist aber keinesfalls wässrig. Es ist auch im weiteren Trinkverlauf angenehm trinkbar aber unspektakulär.

Zum Fazit. Ein wirklich gut trinkbares und vor allem sehr erfrischendes Bier. Es hat absolut nicht was negativ auffällt, sticht aber auch nicht wirklich heraus. Das gibt 3 Sterne

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Birra dello stretto non filtrata

Für den heutigen Test geht es noch einmal in den Süden Italiens zur Birrificio Messina. Nachdem ich zuletzt ein Bier der Marke Birra Messina vorgestellt habe welches in Kooperation mit Heineken gebraut wurde, habe ich heute nun ein Bier welches aus dem eigentlichen Sortiment der Birrificio Messian stammt. Die rede ist hier vom Birra dello stretto non filtrata, einem naturtrüben Lagerbier. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein trübes bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein brotiges Aroma mit einer süßlich-hefigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck wirkt das Bier sehr erfrischend, aber auch sehr sehr getreidig und cerealig, fast schon geht es in Richtung Müsli. Es ist etwas herb am Gaumen, aber sonst kommt nichts. Es hat schon dieses vollmundige, sehr getridge Aroma und hat etwas von einem Getreidemüsli. Es wirkt sehr grobschrotig und die Hefe spielt schon auch noch eine gewichte Rolle in diesem sehr urigen Gebräu, das es aber auch ein wenig schleimig macht.

Zum Fazit: Ein sehr sehr uriges Bier und mir insgesamt schon fast ein wenig zu schleimig. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen und darf mich abschließend noch bei meinem Bierspender für das Mitbringen des Bieres bedanken.

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Schäffler Gold

Für einen weiteren Test mache ich einen Sprung ins Allgäu zur Schäffler Brauerei. Vom Missener Betrieb hatte ich schon das ein oder andere Bier verkostet und mit dem Gold kommt nun eines der Klassiker der Brauerei in den Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein Klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig, getreidiges Aroma.

Zum Geschmack: Ein prickelndes Bier mit brotigen Noten. Es ist dazu leicht süßlich. Die Kohlensäure empfinde ich als etwas zu hoch dosiert. Es macht insgesamt einen sehr brotigen Eindruck. Im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier mit schönen brotigen und karamelligen Noten. Auch gegen Ende kann man das Bier noch gut trinken, jedoch fehlt ihm so das gewisse etwas und eventuell könnte es noch süffiger sein.

Zum Fazit: Ein gutes Bier, aber ich tue mich schwer ihm eine Wertung von 4 Sternen zu geben. Es ist schmackhaft aber eine Kleinigkeit fehlt um noch höher zu steigen. Dennoch lässt es sich ganz gut trinken.

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Victoria Bitter

Für den zweiten Test geht es heute nach down under. Das Victoria Bitter ist eines der beliebtesten und meist getrunkenen Biere des 5 Kontinents. Gebraut wird das Bier von der Carlton & United Breweries mit Sitz in Melbourne. Diese wiederum ist Teil der Fosters Group und somit in den Japanischen Asahi Konzern integriert. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filetiertes Bier. Der Schaum ist ca. 1 cm breit.

Zum Geruch: Ein sehr komischer Geruch. Es riecht metallisch, parfümig und leicht ölig. Es riecht außerdem nach Mais.

Zum Geschmack: Ein ganz komischer Geschmack. Es schmeckt zuerst einmal viel zu süß. Und dann hat es einen maisartigen Geschmack, der wie Cornflakes schmeckt. Es schmeckt darüber hinaus mega künstlich. Es erinnert an Corona, nur mit einem noch metallischer wirkenden Ton. Dieser penetrante cornflakesartige Geschmack macht das Bier wirklich schwer genießbar.

Zum Fazit: Nein dieses Bier ist nichts. Nicht einmal gut gekühlt finde ich es noch bekömmlich. So gibt es folgerichtig auch nur 1 Stern.

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Frankenbräu 1807

Anlässlich des 200jährigen Jubiläums hat die Franken Bräu aus Riedbach in Nordwürttemberg ein Jubiläumsbier auf den Markt gebracht. Durch den riesen Erfolg ist es bis heute im Sortiment. Stilistisch handelt es sich um ein Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein goldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum, der über das Glas hinausgeht.

Zum Geruch: Ein leicht süßliches Aroma. Ein wenig fruchtige Noten kommen noch on top.

Zum Geschmack: Ein sehr kerniges und urwüchiges Bier. Ein sehr sehr feines Malzbuquet hat dieses Bier obendrein. Es schmeckt vor allem sehr frisch und ich finde es sehr bekömmlich. Im Abgang ist es ein wenig prickelnd und der Hopfen kitzelt leicht am Gaumen. Bisweilen hat es sogar ein wenig karamellige Noten. Gegen Ende wird es ein wenig schal und das Malz schmeckt ein wenig ledrig. Vor allem die Kohlensäure fehlt in diesem Bier, wobei dies vor allem hintenheraus auffällt.

Zum Fazit: Schade das es gegen Ende so abfällt und leicht schal wird. Ansonsten hätte es noch eine deutlich höhere Wertung bekommen. So reicht es nur für 3.

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Krombacher Hell

Von Krombacher gibt’s nur Pils – falsch! Neben dem inzwischen auch relativ bekannten Weizen hat die Siegtaler Brauerei unter anderem auch ein Helles im Sortiment. Dieses untergärige Lagerbier werde ich mir im nun folgenden Test vornehmen. Alkoholtechnisch kommt es auf 5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum der echt ordentlich ist.

Zum Geruch: Ein leicht pilsig hopfiger Geruch hat man zunächst in der Nase. Es riecht sehr mineralisch.

Zum Geschmack: Ein leicht karamelliges Bier mit aber einem eher nichtssagenden Geschmack. Im Abgang hat es einen ganz komischen Geschmack, der ein bisschen ledrig und auch etwas metallisch wirkt. Es hat aber irgendwie dennoch etwas karamelliges, aber einfach diesen metallisch angehauchten Beigeschmack der nicht sonderlich lecker schmeckt und wirklich stört.

Zum Fazit: Von mir bekommt das Bier gerade noch so eine Wertung von 2 Sternen. Das metallische Stört wirklich, aber die leicht karamelligen Noten retten es noch ein wenig.

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Birra Messina Cristalli di Sale

Zunächst einmal geht beim heutigen Test wieder ein dickes Dankeschön an meinen treuen Bierspender fürs mitbringen. Dieser führt mich nämlich ganz an die Spitze des italienischen Stiefels zur Meerenge zwischen Sizilien und Kalabrien. Auf sizilianischer Seite befindet sich dort die Stadt Messina, die drittgrößte der Insel. Die Geschichte des Birra Messina beginnt im Jahre 1923 und ist durch viele Aufs und Abs gekennzeichnet. Schlussendlich landete die Marke nach der Übernahme von Dreher im Portfolio von Heineken. Nachdem Heineken die Produktion in Messina auslaufen lies, gab es einige erfolglose versuche die Brauerei in Messina weiterzuführen. Die heutigen Besitzer der Brauerei gründeten im Jahre 2014 die Firma Messina Brewery, die seither verschiedenste Craftbeere produziert. Die Marke Messina gehörte aber weiterhin zu Heineken und wurde in der Dreher Brauerei in Massafra gebraut. Dies änderte sich erst mit der Einführung meines heutigen Testbieres dem Cristali di Sale für dessen Produktion Heineken eine Kooperation mit der Messina Brewery einging. Durch die Verlagerung eines Teiles der Produktion kehrte die Marke somit wieder an ihren ursürpnglichen Standort zurück. Das Cristalli di Sale ist ein besonderes Bier, das sich durch die Verwundung von Trapani-Meersalzkristallen auszeichnet. Alkoholtechnisch liegen wir hier bei 5%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, helloranges Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein süßliches Aroma, das aber auch getreidige Noten mit dabei hat.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es für mich sehr erfrischend. Bis auf die leicht süßliche Getreidenote, die sich angenehm um den Gaumen schmiegt habe ich noch nicht viel Geschmack. Eventuell kommt im Nachgang etwas leicht salziges hinzu, das die Kehle etwas trocken hält. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es doch eher unspektakulär aber weiterhin sehr gut trinkbar. Es ist wirklich überhaupt nicht wässrig, aber ich hätte mir den Salzgeschmack eventuell noch etwas stärker gewünscht.

Zum Fazit: Ein rundes, wirklich sehr erfrischendes Lager, bei dem man das Salz an einigen Stellen leicht herausschmeckt. Ich hätte es mir aber noch etwas abwechslungsreicher vorgestellt. Nicht desto trotz ist es ein gutes Bier und von mir bekommt es 4 Sterne.