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Primator Lezak 11

Für den nächsten Test verlasse ich mal wieder die deutschen Gefilde und wage den Sprung zu unseren tschechischen Nachbarn, die ja nicht minder für gutes Bier bekannt sind. Von einer in Deutschland eher unbekannten Brauerei wird dabei das heutige Testobjekt stammen. Die Rede ist von einer Brauerei mit dem schönen Namen Primator aus der Stadt Nachod im Nordosten der Republik. Ihre Ursprünge reichen zurück bis ins Jahre 1871, als auf Bestreben des damaligen Bürgemeisters Josef Borik in der Stadt eine Brauerei erichtetet werden sollte, um im industriellen Maßstab Bier zu brauen. Man sieht also, dass die Brauerei, als städtische Brauerei gleich groß angefangen hat. Nachdem im Jahre 1873 schließlich das erste Bier gebraut werden konnte, begann eine rasche Entwicklung des Betriebs. Über die Jahre entwickelte sich die Brauerei dann stetig weiter und da sie sowieso schon in staatlichem Besitz war, überstand sie auch die Kommunistische Ära in der damaligen Tschecheslowakei. Auch dannach blieb sie bis heute trotz einiger Auf und Abs in Besitz der Stadt Nachod und wenn man einmal in dort war, merkt man wie stolz man dort auf den Betrieb ist, der sich vornehmlich auf Spezialbiere spezialisiert hat. Dennoch gibt es auch noch einige klassische Biersorten, wie mein heutiges Testbier, das Lezak 11, ein Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, kerniges Aroma hat man in der Nase.

Zum Geschmack: EIn würziges Bier mit einem leicht herben Hopfengeschmack am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf besticht das Bier vor allem mit einem hopfig erdigen Geschmack. Der Körper ist sehr leicht und trägt wenig zum Gesamtaroma bei. Dieses wirkt sehr mineralisch, eventuell auch etwas kalkig. Gegen Ende ist es vor allem der hopfige Geschmack des Bieres der im Gedächtnis bleibt.

Zum Fazit: Ein nettes Bierchen, das hopfig leicht daherkommt und auch sehr frisch wirkt. Hier hatte ich in Teschechien schon deutlich schlechtere Biere, und vielleicht sollte ich die Stadt einmal besuchen, den das Sortiment der Brauerei liest sich serh spannend. Ich gebe dem Bier gute 3 Sterne.

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Staudenbräu Schwarzes Zwickl

EIn dunkles Zwickl, eine Biersorte die man nicht so oft vorfindet gibt es in meinem heutigen Biertest zu verkosten. Das Bier wird gebraut vom Einmannbetrieb Staudenbräu aus Walkertshofen in Bayerisch-Schwaben. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braun schwarzes Bier. Es hat leider so gut wie keinen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges röstiges, sowie zugleich brotiges Aroma finde ich hier vor.

Zum Geschmack: Ein sehr brotiges Bier, welches zugleich auch mit einer guten Portion Hopfen ausgestattet ist, was sich so bei einem dunklen Bier nicht unbedingt erwartet hätte. Auch im weiteren Trinkverlauf präsentiert sich hier ein Bier, welches durch herb röstoge Noten besticht. Im Aabgang wird es dann noch ein wenig süßlich. Es ist insgesamt aber sehr urig und wirklich überraschend gut. Leichte schokoladige Noten runden den Geschmack ab.

Zum Fazit: Ich habe hier überhaupt nichts zu meckern und mich hat das Bier hier wirklich überzeugt. Ich kann gar nicht anders als die volle Punktzahl von 5 Sternen zu vergeben.

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Käuzle Urhell

Aus der Käuzle Familie der Kauzenbrauerei aus Ochsenfurt habe ich heute mit dem Urhell das kräftigste der drei Biere. Es kommt auf einen Alkoholgehalt von ordentlichen 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat eine ordentliche weiße Schaumhaube.

Zum Geruch: Man hat getreidig süßliche Noten in der Nase. Zudem kommt etwas Honigsüßliche.

Zum Geschmack: Ein zunächt sehr süßes Aroma. Man hat aber dennoch einen ordentlichen getreidigen Gescmack. Das süßliche ist jedoch sehr dominant im Geschmack. Man hat bisweilen wie ich finde sogar einen leicht karamelligen Geschmack, der sogar auch leicht an Müsli erinnert. Es ist ingesamt und auch gegen Ende ein doch sehr gut trinkbares Bier.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen, da man hier ein wirklich sehr gut trinkbares Lagerbier vorfindet, das mich geschmacklich sehr überzeugt hat.

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Schwanenbräu Wertingen Pils

Das Pils der Schwanenbrauerei aus Wertingen ist das nächste Bier, welches auf meiner Verkostungsliste steht. Mit einem Alkoholgehalt von 5,2% ist es überdies für ein Pils sehr kräftig.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr hopfiges Aroma, das einem gewissen floral-parfümigen Duft ausstrahlt.

Zum Geschmack: Wie es sich für ein Pils gehört habe ich im ersten Eindruck ein herbes Aroma. Es hat eine sehr gute hopfige Note, bei der das hopfige bestimmend ist. Jedoch lässt das Bier auch leicht süßliche Aromen zu und wirkt ganz leicht fruchtig. Insgesamt ist es aber eher von grasig floraler Natur. Auch im weiteren Trinkverlauf bleibt es herb frisch. Eventuell ist es im Antrunk kurz etwas zu herb und kratzig, aber ich finde wunderbar, das sich gegen Ende dann süßliche Noten einbringen, die sogar eine gewisse Fruchtigkeit mitbringen. Der Körper ist eher leicht, aber nicht zu dünn.

Zum Fazit: Für mich ist es ein wirklich gutes Bier, das aromatisch frisch schmeckt. Was will man denn mehr. Einzig, dass es manchmal etwas kratzig ist und der Geschmack im Nachgang nicht so lange im Mundraum bleibt ist hier etwas schade. Ich gebe dem Bier aber sehr gute 4 Sterne.

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Aufsesser Dunkel

Ein fränkisches dunkles aus Aufsess, der heimlichen Bierhauptstadt Frankens gibt es heute in meinem Test. Alkoholtechnisch ist es eher leichtere kost, denn es kommt nur auf 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein nussiger und brotig malziger Geruch. Auch ist es etwas schokoladig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein sehr auf das brotige und rustikale beschränktes Bier. Es ist zunächst überhaupt nicht süßlich und erst Richtung Abgang kommen ganz leicht schokoladige Noten durch. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier das eher bortig ist und eine leicht süßliche Nuance hat. Im Abgang ist es aber ein wenig wässrig. Im Abgang hat es dennoch eine gewisse bittere und etwas Röstaromen, wenn auch auch nur leicht.

Zum Fazit: Es ist nichts besonderes. Man kann es gut trinken, aber ihm fehlen etwas die Ecken und Kanten. Ich vergebe hier 3 Sterne.

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Fürst Carl Urhell

Von der Schlossbrauerei Ellingen, die ihre Biere unter dem Namen Fürst Carl verteibt habe ich nun das Urhell im Test. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat ein mittleren weißen Schaum

Zum Geruch: Ein süßgetreidges Aroma, bei der die süßlche Note definitiv mehr durchschlägt

Zum Geschmack: Man hat ein getreidges Aroma, das typisch brotige Noten aufweist udn sehr süßlich ist. Es ist leicht im Körper durchaus kräftig und präsent. Das üßmazige Aroma breitet sich vor allem im Mittelteil aus und ist im Abgang eher etwas leichter unterwegs. Die Kohlensäure ist hirbei gute dosiert und verleicht dem Bier ein frisches spritziges Aroma.

Zum Fazit. Ein solides bis gutes Helles, das schlöne Malznoten hat, die aber nicht zu aufdringlich sind und auch nicht zu süß. Die Kohlensäure sorgt obendrein für eine schöne Spritzigkeit. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

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Pfungstädter Helles

Schluss aus Feierabend! In der Pfungstädter Brauerei wird seit Anfang April leider kein Bier mehr gebraut. Nach einem langen Streit mit der Stadt und den Grundstückseigentümern muss die alteingessesene Privatbrauerei einem Wohnkomplex weichen. Nicht weiter verwunderlich wird sich denken, wenn man bedenkt was mit anderen alten Brauereigebäuden passiert ist. Der Fall Pfungstädter ist da aber ein anderer, denn im Gegensatz zu vielen anderen ist diese Brauerei weder pleite noch geschlossen worden. Auch wenn der Betrieb in den letzten Jahren in finanzielle Schieflage geraten ist, so hat sie sich seit der Übernahme durch Uwe Lauer doch gefangen und positiv entwickelt. Dies ist auch der Grund warum Uwe Lauer nicht ans aufgeben denken will und es das Pfungstädter Bier weiter geben wird, wenn auch vorerst nicht aus Pfungstadt sondern aus Franken. Bei der Brauerei Eder in Großostheim hat die Biermarke nun ein neues Zuhause gefunden und man darf gespannt sein, ob sie in Zukunft irgendwann einmal mal wieder mit neuer Braustätte nach Pfungstadt zurückkehrt. Ich jedenfalls werde heute das Helle verkosten, das einen Alkoholgehalt von 4,9% hat.

Zur Optik: Ein helles, klar filtriertes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges Aroma bei dem dezente Getreidenoten durchkommen.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein getreidiges, Bier das aber sehr ins süßliche abdriftet. Ansonsten hat es einen leichten Körper und wirkt frisch. Im weiteren Trinkverlauf normalisiert sich das Bier deutlich und wirkt besser ausbalanciert. Es ist nicht besonders spektakulär, man kann es gut tinken, jedoch ist es dann im Abgang sehr wässrig und unspektakulär.

Zum Fazit: Ein absolut unspektakuläres Durchschnittsbier. Wegen dem mir persönlich etwas zu süßen Einstieg rutscht es aber leider noch von 3 auf 2 Sterne herab.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Bitburger Nordic Gold

Ein spezielle Sonderedition aus dem Hause Bitburger habe ich nun im folgenden Test in der Verkostung. Es handelt sich um ein speziell für die schwedische Metal Band Amon Amarth gebrautes Bier. Stilistisch ist dieses Bier, ein für Bitburger untypisches Exportbier, da sie ja ansonsten für ihre Pilsner bekannt sind. Das besondere am Bier ist zudem noch das für die Veredelung Simcoe Hopfen verwendet wurde. Alkoholtechnisch liegt es bei 5,5% und hat ist in einer überaus schön designten Dose verpackt.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat keinen wirklich besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein teigig brotiges Aroma hat das Bier in der Nase. Es erinnert fast schon etwas an Plätzchenteig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das aromatischer nicht sein könnte. Es ist leicht prickelnd am Gaumen mit einer würzigen Hopfennote. Zudem hat es aber auch etwas sehr teigig und getreidiges, das immer mal wieder durchschimmert. Der Malzkörper nehme ich als sehr kräftig und dominant wahr. Es ist würzig und hat auch etwas an Geschmack, jedoch ist es je länger man es trinkt auch langweiliger. Es könnte wie ich finde noch etwas Malzsüße haben.

Zum Fazit: Ich finde es ist etwas besser als durchschnittliches Exportbiere und etwas würziger. Im Gesamtkontext ist es aber eher langweilig. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Kuchlbauer Helles Bier

Die Brauerei Kuchlbauer aus Abensberg ist gemeinhin für ihre Weissbiere bekannt. Was viele nicht wissen, die Brauerei hat auch untergärige Biere im Programm. Diese werden aber weder auf der Webseite noch sonst irgendwie beworben und so ist es kein Wunder das diese Biere nur Kennern bekannt sind. Wie es sich für eine bayerische Brauerei gehört gibt es auch eine Helles, welches heute verkostet wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht süßlich getreidig, aber irgendwie hab ich das Gefühl, das es auch ein klein wenig muffig ist. Die süß getreidgen Noten sind aber dominant.

Zum Geschmack: Ein süßlich frisches Helles mit einer leichten Honigsüße, so wie es sich gehört. Im Antrunk prickelt es ein wenig und diese leicht prickelnde Kohlensäure verhindert ein zu arges dominieren der Malzsüße. Dennoch ist diese Saber gar nicht zu süß, sondern erinnert eher an dieses teigige Aroma, das man im Mund hat wenn man z.b .von Plätzchenteig nascht.

Zum Fazit: Mir gefällt durchaus was ich im Mund habe. Der Malzkörper ist schön und hat eine angenehme Süße, welche gut mit der Kohlensäure ausbalanciert ist, sodass es frisch und süffig ist. Ich gebe dem Bier eine Wertung von  4 Sternen.

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Cruzcampo Cerveza Pilsen

Der nächste Biertest ist wieder einmal mit einem Dank an meinen treuen Bierspender verbunden, der meinen Gaumen auf eine Reise ins südspanische Andalusien schickt. In Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens wird seit 1904 ein Bier namens Cruzcampo gebraut. Inzwischen ist es eines der meistverkauften Biere des Landes, auch wenn es seine Fans hauptsächlich in Andalusien hat. Zudem war die Brauerei bis zum Jahre 2021 lange Zeit Sponsor der spanischen Fußballnationalmannschaft und so auch bei den großen Erfolgen dabei. Seit 1926 ziert zudem der legendäre Bierkönig Gambrinus das Logo der Brauerei und prostet seitdem den Biertrinkern von jeder Flasche zu. Im Jahre 2000 wurde Cruzcampo von Heineken übernommen und ist seither für das Spaniengeschäft des niederländischen Braukonzerns verantwortlich. Das Hauptprodukt von Cruzcampo ist ein typisches Lager pilsner Brauart mit einem Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas malziges Aroma habe ich in der Nase. Dazu kommt aber auch etwas Hopfen.

Zum Geschmack: Ich habe durchaus etwas hopfiges am Aroma, welches auch leicht den Gaumen kitzelt. Dazu ist es etwas getreidig. Es ist ein Bier, dass sehr sehr prickelt und auch einen ordentliche Portion Hopfenbittere mitbringt. Diese ist aber etwas zu viel wie ich finde und nicht so recht stimmig zum restlichen Bier. Es ist einfach ein Bier, welches eine komische bittere Note hat, die nicht so recht schmeckt, fast schon künstlich und metallisch wirkt. Im weiteren Trinkverlauf nimmt diese zwar etwas ab und das Bier wird trinkbarer dafür aber nichtssagend und langweilig.

Zum Fazit: Nein dieses Bier ist Nichts was ich unbedingt trinken müsste. Eiskalt gekühlt geht es eventuell als Durstlöscher durch, aber geschmacklich hat es bis auf diese unpassende Bittere nichts zu bieten und ich gebe hierfür folglich auch nur 1 Stern. Austauschbare Massenware.