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Gold Ochsen Original

Das klassische Baustellenbier, gibt es sowas heutzutage überhaupt noch. In Zeiten in denen immer weniger getrunken wird und Alkohol aufgrund der Arbeitssicherheit zurecht auf den Baustellen verboten wurde drohen sie langsam auszusterben, die klassichen Baustellenkolben die früher Kästenweise durch die Kehlen der Bauarbeiter flossen. Aber es gibt sie noch die klassisschen Baustellenbiere und vor mir steht nun ein Bier, das wie ich finde, zumindest in meiner Region oft in diese Kategorie gesteckt wird. Denn am Wochenende auf privaten Baustellen oder nach Feierabend wird auch heute noch der ein oder andere „Kolben“ gezogen. Das Bier, dass nun vor mir steht ist ein Bier auf dessen Test sicherlich einige aus meiner Region und meinem Umfeld gewartet haben, da es sich einfach nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Die Rede ist natürlich vom Gold Ochsen Original. Einem Exportbier, das praktisch zu jeder Gelegenheit unkompliziert getrunken werden kann, eben auch auf dem Bau. Gebraut wird es im schönen Ulm an der Donau von der Gold Ochsen Brauerei. Direkt an der Bahnstrecke Ulm- Stuttgart gelegen braut diese Brauerei schon seit 1597. Das Original ist ein leichteres Exportbier mit 5,1% Alkohol.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier. Die Schaumhaube ist ganz in Ordnung.

Zum Geruch: Ein malziges, brotiges Aroma. Es riecht wie ein klassisches Export riechen sollte.

Zum Geschmack: Es fällt zunächst ein samtmalziges Aroma Auf. Das Bier hat ein durchaus weiches Mundgefühl und prickelt leicht im Abgang. Das macht es zu einem sehr würzigen Bier. Ein bisschen negativ fällt der leicht metallische Geschmack ins Gewicht. Im Abgang kommt ganz leicht eine herbe Spur des Hopfens durch. Ansonsten kann man zu diesem Bier zunächst nicht viel sagen, aber das braucht es auch gar nicht, denn das Bier behält seine würziges Getreidearoma zunächst bei. Durch den wie schon erwähnt immer wieder leicht anklingenden Hopfen wird das Bier abgerundet. Nach den ersten Schlücken ist das Bier jedoch nicht mehr ganz so überzeugend wie zu Beginn. Es wird dann etwas zu unausgewogen und hat dann auch einen leicht metallischen Abgang. Die Bittere passt nicht zu den Malznoten und auch die Kohlensäure verschwindet mit der Zeit und lässt das Bier dann schal wirken. Insgesamt ist es geschmacklich auch eher ein wenig nichtssagend.

Zum Fazit: Man kann das Bier durchaus trinken und es ist nicht ganz so schlecht wie einige Leute meinen. Dennoch gibt es im Exportbereich bessere Biere und auch im eigenen Haus hat man bessere Biere im Angebot. Dennoch irgendwie ein Klassiker, der früher in meiner Erinnerung aber besser und ausgewogener geschmeckt hat. Vom Fass allemal besser als aus der Flasche. Ich gebe 3 Sterne.

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Ladenburger Export Premium

Im heutigen Biertest bleiben wir mal wieder in der Region. Es geht in den Ostalbkreis nach Neuler, in der Nähe von Ellwangen. In dem beschaulichen Ort befindet sich seit 1789 die Adlerbrauerei Ladenburger. Seit 1911 in Besitz der Familie Ladenburger, sorgte die Brauerei vor allem in den letzten Jahren für Schlagzeilen. Dies lag daran, dass ihr Hefeweizen und der Weizenbock beim World beer Cup bzw. der Weizenbock auch beim European Beer Star Award mit Medaillen ausgezeichnet wurden. Diese Biere werde ich auf jedenfall auch noch einmal verkosten, jedoch ist heute aber erstmal das Export dran. Mal Schauen ob es auch eine Medaille verdient hätte. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Klares, goldenes Bier mit einem weißen Schaum der in etwa 2 cm breit ist.

Zum Geruch: Sümalziger Geruch. Wirkt körnig und urig. Aber auch ein wenig erdig und ein wenig parfümig.

Zum Geschmack: Getridig uriges Bier. Schmeckt sehr frisch und weich durch das Brauwasser. Im Abgang leicht süßlich. Allerdings hat es für meinen Geschmack wenig zu viel Kohlensäure die vor allem im Antrunk zu arg auf der Zungensptze sprudelt. Der Hopfen kommt in diesem Bier erstaunlicherweise nicht zu kurz. Er macht sich im Abgang in feinen Nuancen bemerkbar. Insgesamt jedoch ein recht unspektakuläres Export, welches eher grobkörnig wirkt. und irgendwie nicht optimal aufeinander abgestimmt.

Zum Fazit: Naja sie werden schon wissen warum das Hefeweizen einen preis bekommen hat und das Export nicht. Wirkt nicht optimal aufeinander abgestimmt und gerade in der Region kenne ich ein paar bessere Exportbiere. So bleiben mit viel Wohlwollen noch 3 Sterne übrig, denn ich finde es gut, dass es nicht zu süßlich wirkt, sondern der Hopfen ein wenig durchkommt.

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Pyraser Landbier Helles

Ein kleines Dorf im Frankenland ist für sein gutes Bier bekannt. Dies ist der Werbespruch der Pyraser Brauerei. Und an diesem ist auch etwas dran, denn das kleine Dorf Pyras ist, sofern es überhaupt jemandem bekannt ist, wenn dann nur für sein Bier bzw. die Brauerei bekannt. Vor kurzem war ja schon das Pils im Test und nun kommt also das Landbier. Das Landbier ist ein Helles Exportbier. Auf dem Rückenetickett ist eine schöne Geschichte über das Bier und einen Zimmermann bei dem es heißt, es sei „ein Bier wie ein Dachstuhl“. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Es hat einen sehr schönen Schaum.

Zum Geruch: Riecht sehr getreidig. Aber eher grün getreidig. Sogar mit leichter Röstnote. Schon sehr grasig und erdig das Aroma in der Nase. Auch ein wenig ledrig und irgendwie leicht muffig kommt es daher.

Zum Geschmack: Sehr würzig das Bier, vor allem getreidige Noten. Man schmeckt sofort, dass es ein wenig kräftiger ist als ein normales Helles. Diese erdigen und leicht muffigen Noten sind im Geschmack zum Glück nicht so extrem und kommen erst im Nachgang zum tragen, dort wechseln sie sich mit grasigen Hopfenoten und einer leicht befremdlichen Süße ab. Diese ist in sofern befremdlich, als dass sie viel zu süß wirkt und so das Bier nicht so wirklich schmackhaft machen. Nachdem man im Antrunk fast gar keinen Geschmack hat, kommt sofort diese Süße, die schon fast ein wenig zu penetrant ist. Im Nachgang wirds dann immer hopfiger und man hat schon eine herbe Färbung am Gaumen. Jedoch ist dieses bier allgemein eher eine Mischung aus einem extrem wässrigen Antrunk und einer ab dem Gaumen viel zu penetranten Malzsüße.

Zum Fazit: Naja, kein so mega gutes Bier. Es hat zwar eine recht gute Hopfennote, aber der Malzeinsatz ist schon eher unpassend. Es ist zum einen am Anfang mega wässrig, bevor es dann im Abgang viel zu süß wird. Außerdem kommt immer mal wieder dieser komische ledrige und erdige Geschmack durch. Hierfür gibts nur 2 Sterne.

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Bayreuther Aktien Original

Im heutigen Biertest geht es mal wieder ins Oberfränkische Bayreuth. Dort, in der Stadt Richard Wagners, sitzt auch die Bayreuther Bierbrauerei, von der schon einmal ein Bier im Test war. Das Bier wird auch nicht mehr von der Bayreuther Bierbrauerei gebraut, sondern ist mittlerweile vielmehr eine Marke der Maiselbrauerei. Von den drei Bieren die es unter der Marke Aktien gibt wird heute das Original verkostet. Es ist ein Exportbier mit 5,3% Alkohol.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Mit einer schönen weißen Schaumhaube.

Zum Geruch: Würzig, malziger Geschmack. Aber auch leicht erdige und karamellige Noten in der Nase.

Zum Geschmack: Ganz komischer erster Eindruck, der vor allem viel zu süß schmeckt. Außerdem schmeckt es recht grün und wirkt überhaupt nicht ausgereift. Zusätzlich ist da noch eine seifige und ledrige Komponente. Irgendwie hatte ich dieses Bier besser in Erinnerung. Im Abgang hat man dann leicht bittere Noten, die ein harziges und grasiges Aroma haben. Der Nachgeschmack wirkt dann leicht karamellig und würzig, jedoch auch viel zu süß und irgendwie pappig. Einfach viel zu süß dieses Bier. Gegen Ende legen sich aber die wirklich ekligen Geschmäcker aus den ersten paar Schlücken und es wird genießbarer. Es ist dann nicht mehr ganz so ledrig und pappig und auch die Kohlensäure wird moderater. Jedoch ist es nach wie vor viel zu süß und wirkt nicht ganz ausgereift.

Zum Fazit: Man muss sagen die ersten zwei drei Schlücke schrecken ab, aber danach wird es deutlich besser und auch genießbarer. Dennoch könnte dieses Bier wohl einen längere Lagerzeit gebrauchen. ich hatte dieses Bier auch irgendwie ein wenig besser in Erinnerung, vielleicht habe ich ein schlechte Flasche erwischt. Eventuell werde ich es später nochmal korrigieren. Aber so gibt es heute erst einmal 2 Sterne.

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Nattheimer Spezial

Heute geht es für den Biertest nach Nattheim. Natheim ist eine Gemeinde die am Rande des Härtsfelds in der Nähe de Stadt Heidenheim liegt. Hier befindet sich auch die Nattheimer Ochsenbrauerei. Diese Brauerei braut bereits seit 1847 und ist auch genau so lange in Besitz der Familie Schlumberger.

Das im Test befindliche Bier der Brauerei ist das Spezial, ein Exportbier bzw. eine klassische Halbe wie man bei uns sagen würde. Es besitzt einen Alkoholgehaöt von 5,4%

Zur Optik: Klassische goldene Farbe und auch die Schaumhaube kann sich sehen lassen.

Zum Geruch: Süßlich, getreidiger Geruch. Leichter Duft nach Biskuit und Brot. Zusammengefasst wird der Geruch dieses Bieb also klar von süßmalzigen Getreidetönen dominiert. Zusätzlich noch leicht parfümige Noten, welche leicht irritieren.

Zum Geschmack: Kräftiges getreidiges Aroma, welches im Abgang ganz feine bittere Töne hat. Jedoch ist der Hopfen so zurückhaltend, dass das malzige immer noch die Oberhand behält. Im Nachgang hat man einen schönen malzigen Geschmack im Gaumen und Rachenbereich, der mit seinen leicht süßlichen Anklängen Lust auf den nächsten Schluck macht. Des Weiteren, ist auch das Brauwasser ganz weich. Durch den malzig süßlichen Grundton wirkt es aber nie wässrig. Auch gegen Ende wirkt es frisch und süffig.

Zum Fazit: Eine wirklich gute Halbe, welche sich meiner Meinung nach ohne Folgen gut zechen lässt. Sollte man wirklich mal probiert haben, wenn man ein solides Exportbier probieren will. Man muss aber Fan eines etwas süßlicheren Geschmacks sein. Für mich wirklich ein süffiges Bier, das gut gekühlt einfach nur läuft, wenngleich es für den ein oder anderen noch spritziger sein dürfte. Für mich ist es perfekt hierfür gibt es 5 Sterne.

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Haller Löwenbräu Meistergold Spezial

Heute gibt es mal wieder etwas aus Schwäbisch Hall von der Haller Löwenbräu. Diesmal verkostet wird mit dem Meisterbräu, das Exportbier der Brauerei. Das Etikett ziert mit Friedrich Erhard eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Brauereigeschichte. Den er war der Erste der Das Bier der Brauerei auch außerhalb des eigenen Gasthofes an andere Wirte verkaufte und so den Grundstein für den Wachstum und die Entwicklung der Brauerei legte. Das Exportbier hat einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Die Schaumentwicklung ist wirklich gewaltig. Und auch sehr beständig ist der Schaum.

Zum Geruch: Schöne süßliche Malztöne beherrschen den Geruch. Zusätzlich noch ein leicht brotiger Duft, der die insgesamt Malzigen Töne mit leichten Biskuitanflügen bestätigt.

Zum Geschmack: Man hat gleich den Eindruck, dass es sich um ein sehr süffiges Gebräu handelt. Man hat klar die dominanten und leicht süßen Malztöne, aber auch eine leichte Hopfenbittere, die den Geschmack gut abrundet. Leider hat es einen leicht muffigen Beigeschmack. Ansonsten kann man zu diesem Bier wirklich nicht viel sagen, außer das es wirklich süffig ist und bis auf die leicht muffigen Noten wirklich kein schlechtes Export.

Zum Fazit: Eine wirklich runde Sache, in der Malz und Hopfen gut miteinander abgestimmt sind. Endlich mal ein Export das nicht nur Malzig ist sondern auch leicht bittere Töne hat. Da es aber ein wenig zu muffig. Kurz und schnorkelos, dafür aber gut, hierfür gibt es 4 Sterne.

 

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Berg Spezial

Ehingen, eine Bierstadt ? Ja genau sie haben richtig gehört, denn das beschauliche Ehingen an der Donau ist Baden Würtembergs Bierstadt Nr. 1. In der gerade 25.500 Einwohner fassenden Kleinstadt gibt es nämlich auch heute noch 4 aktive Brauereien im Stadtgebiet. Die größte Brauerei davon ist die Bergbrauerei, die im Stadtteil Berg etwas außerhalb vom Stadtgebiet liegt. Die 1466 erstmals erwähnt und seit 1757 in Besitz der Familie Zimmermann befindlich Brauerei, hat sich in den letzten Jahren zu einer großen Regionalbrauerei entwickelt, die mittlerweile ein recht großes Vertriebsgebiet in Würtemberg und bayrisch Schwaben hat. Aus dem Sortiment der Brauerei wird heut das Spezial verkostet. Es ist ein Exportbier mit 5,3% Alkohol.

Zur Optik: Goldenes, klares Bier. Die Schaumkrone ist ca. 1 Zentimeter breit und dabei auch recht beständig.

Zum Geruch: Sehr süßlicher, brotiger Geruch. Die getreidige Note ist im Geschmack klar dominierend und gibt ansonsten auch nicht viel her.

Zum Geschmack: Mild, malziger Antrunk, der leicht sprudelt. Der Abgang ist sogar ein wenig hopfig mit leicht grasigen Noten, die auch im Nachgang haften bleiben. Das Bier wirkt aber insgesamt sehr würzig und frisch. Die Kohlensäure wirkt sprudelig aber ist nicht zu aufdringlich. Dieses Bier ist recht schnörkellos aber auch nicht wässrig. Es ist immer ein malziger, leicht süßlicher Grundton vorhanden. Im Abgang machen sich soger leicht caramellige Noten breit.

Zum Fazit: Solides, süffiges Exportbier, welches mich überzeugt hat. Ist zwar nicht außergewöhnlich, aber doch sehr frisch und etwas besser als der Durchschnitt der Lagerbiere. Zusätzlich ist die Malznote wirklich gut gelungen. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

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Aalener Löwenbräu Spezial

Unser heutiger Biertest führt uns nach Aalen in den Ostalbkreis. In der ehemaligen freien Reichsstadt haben es zwar drei Brauereien ins neu Jahrtausend geschafft, jedoch ist von diesen heute im Stadtgebiet nur noch eine übrig, nämlich die Löwenbrauerei. Die 1668 gegründete, und immer noch in Familienbesitz befindliche Brauerei, befindet sich am Galgenberg. Dies ist in sofern interessant,als das sich die beiden anderen ehemaligen Brauereien in unmittelbarer Nachbarschaft befinden und die Gebäude immer noch existieren. In sofern ist ein Besuch nicht nur mit Blick auf die Löwenbräu an sich empfehlenswert. Verkostet wird heute das Spezial, die klassische Halbe der Brauerei. Das helle Exportbier hat eine Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Kräftige goldene Farbe, die man bei einem Export erwartet. Der Schaum des klar filtrierten Bieres ist weiß und sehr stabil. Schön anzusehen dieses Bier.

Zum Geruch: Kräftige Malztöne mit einem Hauch von Fruchtigkeit. Leichte Apfelnoten kommen durch. Aber hauptsächlich die süßlichen malzigen Noten sind präsent. Sogar eine leichte caramellige Färbung sticht durch.

Zum Geschmack: Kräftiger Malziger Geschmack mit einem malzig süßen Abgang. Es wirkt ein wenig pappig, aber das ist zunächst nicht weiter störend. Die Kohlensäure ist fast perfekt dosiert und macht das Bier somit sehr süffig. Sie umrandet den Malzkörper perfekt. Im Abgang hat man dann die leicht hopfigen Noten, die sich leicht trocken im Rachen festsetzen und somit Lust auf den nächsten Schluck machen. Dieses Bier ist wirklich extrem süffig und ist extrem gefährlich, denn es macht Lust auf mehr von diesem vorzüglichen Gebräu. Auch im weiteren Trinkverlauf ist dieses Bier durchaus Klasse, der getreidig süße Malzkörper legt sich sehr sanft um den Gaumen und behält diesen Geschmack auch nach wie vor bei. Das Brauwasser ist sehr weich und wirkt wirklich erfrischend.

Zum Fazit: Was soll ich hier noch groß sagen. Wirklich ein klasse Malzkörper und sehr süffig und frisch dieses Bier. Sicher könnte es noch etwas mehr Hopfen oder eine kleine Fruchtigkeit haben, aber das muss meiner Meinung nach ein traditionelles Export auch nicht. Hier braucht man nicht craftig bitteres oder fruchtiges. Dafür vergebe ich die Höchstnote 5 Sterne.

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Leikeim Landbier

Im folgenden Biertest geht es nach Altenkunstadt nach Oberfranken zur Brauerei Leikeim, wo es ja bekanntlich die höchste Brauereiendichte der Welt gibt. Die Brauerei Leikeim ist ein der größeren Familienbrauereien dieser Region, die ihre Produkte auch überregional in ganz Franken und sogar in Teilen von Baden Würtemberg und Bayern vertreibt. Verkostet wird heute ein Landbier, wobei der Begriff eher ein Marketingag ist. Denn Landbiere sind oft nichts anderes als Export oder Märzen Biere oder wenn sie unfiltriert sind Kellerbiere. Manchmal können sie auch  dunkel sein, aber meistens sind sie eher hell bis bernstein. Unser heutiges Bier ist daher auch ein Export mit 5,4% Alkohol.

Zur Optik: Goldenes Bier, welches klar filtriert ist. Der grobporige Schaum ist nach kurzer Zeit auf ein Minimum reduziert.

Zum Geruch: Malzige Noten, die aber leicht säuerlich riechen. Hat fast etwas von Gurkenwasser. Aber auch Gertsennoten und etwas Röstmalz klingt durch. Riecht auch ein wenig ölig.

Zum Geschmack: Sehr ursprünglich. Erstaunlicherweise überhaupt nicht süß. Schmeckt eher grün, leicht gemüsig. Erinnert ein wenig an Gurke und ungekeimte Gerste, die aber nicht brotig oder malzig schmeckt, sondern eher wie wenn man die Ähre frisch vom Feld kaut. Also wirklich appetitlich ist das ganze dadurch nicht. Kohlensäure ist auch nicht wirklich vorhanden sodass das ganze zusätzlich auch etwas schal wirkt. Von der frucht hat man Noten von Äpfeln und Birnen. Irgendwie wirkt das alles für mich nicht sonderlich stimmig, da es einfach unausgereift und die Gerste nicht ordentlich vermälzt wirkt, sodass es wie oben angemerkt einfach noch grün schmeckt.

Zum Fazit: Ich finde es einfach zu unausgereift und es wirkt nicht angenehm, da es nicht malzig schmeckt sondern einfach eher grün bzw pflanzlich/erdig. Für mich ist das nichts, aber ich denke dieses Bier wird seine Fans haben. Zusätzlich ist da noch dieser unangenehme bittere Nachgeschmack. Ich kann hier leider nur zwei Sterne vergeben, da sich bei diesem Bier der Genuss wirklich in grenzen hält und es absolut nicht zu empfehlen ist.

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Böhringer Urtyp

Heute gibt es mal wieder etwas aus der Heimat, von der Schwäbischen Alb. Es geht nach Römerstein in die Nähe der schönen Stadt Bad Urach. Dort hat im Stadtteil Böhringen die Hirschbrauerei Schilling ihren Sitz. Erstmals erwähnt wird der Brauort bereits 1826, was die Brauerei auch als ihr Gründungsdatum angibt. Dies ist jedoch nur bedingt richtig, da die Brauerei dort lediglich in einer Urkunde erwähnt wird. Ohnehin gelangte die Brauerei erst 1874 in Besitz der heutigen Inhaberfamilie Schilling, sodass dies als eigentliches Gründungsdatum der Brauerei angesehen werden kann. Aber nun zum Bier: Verkostet wird heute das Urtyp, ein laut Etikett „vollaromatisches Exportbier“. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,1%.

Zur Optik: Kräftiges, goldenes Bier mit leichter bernstein Note. Der Schaum ist leider sehr schnell verflogen und bildet praktisch nur noch eine sehr schmale weiße Oberfläche.

Zum Geruch: Gar nicht mal so typisch für ein Export. Es sind nicht die malzigen Töne die hervorstechen, sondern die fruchtigen. Diese haben beerige Einschläge, aber auch vor allem die typischen Noten einer klassischen schwäbischen Streuobstwiese. Insofern passt der Geruch zum Bier und zur Region aus der es kommt. Man hat Töne von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Gerade Apfel und Birne sind dominant. Natürlich hat man auch leicht Malzige Töne, die an ein Getreidefeld erinnern, diese sind jedoch nicht so dominant und halten sich im Hintergrund.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist zunächst einmal leider sehr wässrig, jedoch legt sich dies bald und beschränkt sich nur auf den Abgang. Der Einstieg ist malzig süß und hat eher Biskuit als Brotnoten. Man hat im Nachtrunk eine leichte herbe Bittere in den Backen, die leicht prickelt und Lust auf mehr macht. Die Kohlensäure ist gut dosiert. Sie prickelt im Antrunk sehr intensiv. Insgesamt ist dieses Bier sehr frisch, wirkt im Abgang aber leicht bitter und prickelt zu arg, was der Süffigkeit ein wenig abgeht. Die Fruchtigkeit aus dem Duft ist im Bier dann leider so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Es dominieren hier allgemein die leicht süßlich malzigen Noten gepaart mit der im Abgang zunehmend zu sehr aufdringlichen Kohlensäure. Insgesamt ist die Malzaromatik aber nicht intensiv genug sondern eher wässrig.

Zum Fazit: Solides Bier, welches aber leider nicht wirklich süffig ist beziehungsweise kurz gesagt: es muss schnell getrunken werden. Denn je länger es im Glas ist, desto sprudeliger und prickelnder wird der Abgang, welcher dann ein unangenehmes Aufstoßen verursacht und es so nicht wirklich süffig macht. Auch hat dieses Bier absolut nicht besonderes was es von anderen Exportbieren unterscheidet. Es ist eher noch im unteren Mittelfeld anzusiedeln, weil es ein wenig zu wenig Geschmack hat. Ich vergebe hierfür drei Sterne, da es absoluter Durchschnitt ist aber wie gesagt eher im unteren Bereich, daher sind die drei Sterne noch gut gemeint.