Veröffentlicht in 4-Sterne

Fullers ESB

ESB, das steht für Extra Special Bitter und wird als das Champion Ale der Londoner Griffin-Fuller Brewery vermarktet. Champion Ale, deshalb weil das Bier in der Vergangenheit schon einige Preise gewonnen hat und das meist prämierte Bier der Brauerei ist. Stilistisch ist es ein Strong Pale Ale und mit 5,9% auch deutlich stärker als die klassischen Englischen Real Ales.

Zur Optik: Ein klar filtriertes bernsteinfarbenes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht fruchtiges, nach reifem Fallobst riechendes Bier. Es hat auch etwas karamelliges im Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das karamellige Noten am Gaumen hat und auch insgesamt gtreidige Noten, die durch etwas nussig karamelliges hervorzuheben sind. Die Kohlensäure prickelt ganz gut und ist optimal dosiert. Der Hopfen ist nur dezent dabei und verleiht diesem Bier ein würziges leicht harziges Aroma, das sich zum Nachgang hin etwas in der Gaumengegend ausbreitet. Der Nachgang fällt dann auch leicht trocken aus.

Zum Fazit: Ein gutes Ale. Der Abgang typisch harzig-kräutrig mit trockenem Nachgang. Dazu ein kräftiger Körper und karamellige Malznoten. Ich gebe dem Bier 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Betz Extra

Mein heutiges Testbier hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich und war zeitweise für 34 Jahre vom Markt verschwunden. Es geht um ein Bier der ehemaligen Brauerei Betz aus Freystadt bei Neumarkt in der Oberpfalz. Gegründet wurde diese Brauerei im Jahre 1672 und war bis Anfang der 1980er Jahre aktiv. Nach dem Ende der Brauerei Betz wurde sämtliches Inventar, Rezepturen sowie die Markenrechte an die Brauerei Glossner verkauft. Dies entschloss sich nun 2019 anlässlich des Stadttorfests in Freyung, das früher sehr beliebte Festbier Betz Extra neu aufzulegen. Nach dem dies sehr viel Zuspruch fand, gibt es inzwischen wieder 3 Sorten Betz Bier. Man sieht also, wenn eine Brauerei schließt, muss das nicht zwangsläufig auch das Ende deren Biere sein, auch wenn sie schön längst vergessen schienen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes goldenes Bier. Es hat keinen besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr getreidiges, sehr brotiges Aroma ist hier in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein eher brotiges Bier und hat einen sehr süßlichen Nachgeschmack. Es ist im Abgang ein wenig karamellig und prickelt leicht auf der Zunge. Es macht ein vor allem im Mittelteil sehr prickelnden und süffigen Eindruck, was für ein Festbier sicherlich von Vorteil ist. So kaschiert es auch ein wenig, den druchaus immer wieder durchkommenden ordentlichen Malzkörper und verhindert, dass das Bier zu süß wird. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein etwas karamelliges Bier, das leicht am Gaumen prickelt.

Zum Fazit: Ob sich nun 34 Jahre warten auf dieses Bier gelohnt haben? Ich denke schon. Es ist jetzt kein Bier das einen absolut vom Hocker haut, aber für ein Festbier ist es schon ordentlich süffig. Hier könnte man durchaus das ein oder andere davon trinken. Vor allem der leicht karamellige Geschmack gefällt. Für mich gibt das 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Freiberger Schwarzbier

Für meinen nächsten Biertest gehe ich nach Freiberg in Sachsen. Die historische Bergbaustadt im Zentrum des Erzgebirges hatte schon seit dem Mittelalter ein florierendes Brauwesen, um die Bergmänner mit Bier zu versorgen. Das 1850 gegründete Freiberger Brauhaus ist heute ein Teil der Radeberger Gruppe, aber immer noch eine der größten Brauereibetriebe Sachsens. Ich verkoste heute imBiertest das Freiberger Schwarzbier, das einen Alkoholgehalt von 4,9% aufweist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelschwarzes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen röstig angehauchten schaum.

Zum Geruch: Es ist leicht röstig in der Nase und hat aber auch deutlich brotige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, mit einer röstigen aber nicht bestimmt röstigen Note. Sie ist dezent zurückhalted und hat im Abgang auch leicht milchige Anklänge. Das Bier ist insgesamt eher schlank gehalten und könnte geschmacklich durchaus intensiver sein. Hier ist es doch eher zurückhaltend.

Zum Fazit: Es gibt zum Bier nicht so viel zu sagen. Es könnte für ein Schwarzbier geschmacklich intensiver sein. So wirkt es doch eher mild und sehr schlank im Körper. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Engel Heller Bock

Im nächsten Biertest wird es etwas bockig und damit auch stärker. Ich teste den hellen Bock der Biermanufaktur Engel aus Crailsheim. Der Alkoholgehalt liegt hier bei 7,2%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen weißen Schaum der für einen Bock durchaus passabel ist.

Zum Geruch: Es riecht leicht röstig und dieses erdige leicht estrige. Etwas ledrig und aber auch nach Äpfeln und Birnen riecht es.

Zum Geschmack. Ein äußerst intensives Geschmacksaroma zeigt sich im ersten Eindruck. Im Nachgang bleiben vor allem diese erdigen und gerstig süßen Aromen im Mund, die aber ganz gut ausdosiert sind, sodass sie nicht zu schwer wirkten. Am Gaumen ist das Bier kurz leicht alkoholisch bitter. Für einen hellen Bock aber ganz in Ordnung. Ich finde jedoch finde jedoch dieses süßgetreidige, fast zuckrige einfach ein wenig zu intensiv im weiteren Trinkverlauf. Es wirkt nicht so ganz rund. Auf der anderen Seite ist die Kohlensäure ganz in Ordnung, sodass es nicht zu süßlich schmeckt vor allem bis zum Abgang, bevor dies im Nachgang leider ein wenig zu viel durchkommt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eher 2 Sterne. Ich finde es einfach im Abgang zu unausgewogen und vor allem einfach zu süß. Hier könnte es durchaus einfach ausgewogener sein.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Franz Fränzle hell

In meinem nächsten Biertest gibt es ein Bier der Brauerei Franz aus Rastatt. Das Fränzle Bier gibt es in zwei Versionen, einer hellen und einer dunklen. Mein nächster Biertest behandelt hier die helle Version. Das Kellerpils kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein orange-goldenes Bier. Es ist naturtrüb und hat einen mittleren weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht leicht hefig und getreidig, aber auch eine gewisse Fruchtigkeit kann ich ausmachen. Dazu hat es leichte Noten von grünem Apfel.

Zum Geschmack: Im Antrunk ist das Bier getreidig fruchtig. Man schmeckt schön diese leicht süßlichen Noten, die an grünen Apfel erinnern und eine ganz leichte Honigsüße aufweisen. Es ist leicht herb im Abgang und man hat schöne hefige Noten. Es schmeckt insgesamt sehr frisch und hat eine relativ vollmundigen Körper.

Zum Fazit: Ich habe ein süffiges, wie ich finde aber auch nicht besonders auffälliges Bier. Es ist durchaus süffig und man kann es definitiv gut trinken, ich finde aber auch das es nicht besonders in Erinnerung bleibt. Das gibt solide 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Dachsbräu Weizen

Das Weizenbier von Dachsbräu ist das nächste Bier, welches ich hier auf diesem Kanal verkosten werde. Die Dachsbräu ist eine 1879 gegründete Brauerei aus Weilheim in Oberbayern, im eher ländlich geprägten Alpenvorland südwestlich von München. Gegründet wurde die Brauerei im Jahre 1879 von Georg Dachs. Noch heute kümmern sich seine Nachfahren in Person von Ulrich Klose und Familie um die Geschicke der Brauerei, die inzwischen eine der wenigen verbliebenen Familienbrauereien in der Region ist. Klassisch bayrisch werde ich in diesem Beitrag auch das Weizenbier aus dem Hause verkosten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernstein bis fast bräunliches Bier mit durchaus passablem Schaum.

Zum Geruch: Eine bananige Note, die sehr reif wirkt, dazu kommt Apfel bzw. Nektarine und fast schon etwas schokoladiges. Dazu gesellt sich eine leichte Vanille.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, mit einem sehr kräftigen Malzkörper das in Richtung Abgang auch ein wenig seine Fruchtigkeit entfaltet und dann etwas mit der Banane spielt. Es ist darüber hinaus auch ein sehr lebendiges und sprudeliges Weißbier. Es ist sehr süffig und behält dieses Aroma auch bis zum Ende des Trinkvergnügens bei.

Zum Fazit: Ein wie ich finde durchaus überzeugendes Weizenbier. Es ist süffig und durchaus auch fruchtig. Es ist ein klassisches Weissbier, das durchaus auch etwas dunkler und dementsprechend die Banane auch etwas reifer wirkt, als die üblichen hellen Weizen. Von mir gibt’s dafür aber dennoch 4 Sterne. Dieses Weizen kann sich sehen lassen.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Berg Jubelbier

Zum 550 jährigen Bestehen im Jahre 2016 hat die Berg Brauerei ein Jubelbier auf den Markt gebracht. Da es sich großer Beliebtheit erfreute, gibt es das Bier bis heute. Stilistisch ist es ein naturtrübes etwas stärker eingebrautes Kellerbier, das mit Aromahopfen verfeinert wurde. Zusätzlich wurde es noch mit Tettnanger Hopfen kaltgehopft. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, trübes Bier. Der Schaum ist recht schnell verfolgen.

Zum Geruch: Es riecht recht geruchsneutral. Etwas brotig und etwas karamellig mit einer leichten Hefenote.

Zum Geschmack: Ein sehr brotiges Bier, mit einem leicht hefigen und an Karamell erinnerndes Aroma im Abgang. Es hängt sich schön um den Gaumen und hat sogar leichte Apfelnoten im Abgang. Eine leichte hopfenherbe im Abgang hat das Bier, die jedoch nicht so ist, das sie störend wirkt. Insgesamt ist das Bier recht gut aufeinander abgestimmt. wirkt aber bisweilen etwas zu hefig und dadurch nicht ganz süffig. Außerdem fehlt es dem Bier etwas an Kohlensäure.

Zum Fazit: Ich weiß nicht. So recht überzeugt mich das Bier noch nicht. Von gibt es 3 Sterne. Es hat eine interessante fruchtige Hopfung, aber ist auch zu süß und nicht so recht süffig.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Spessart Gold Specht

Mein nächster Biertest führt mich ins Spessart. Das Spessart ist eine Region in Unterfranken und bedeutet soviel wie Spechtswald. Da trifft es sich ganz gut, dass mein heutiges Testbier, der Goldspecht der Spessartbrauerei aus Kreuzwertheim ist, die auch einen Specht in ihrem Logo führt. Ihren Ursprung hat die Brauerei im Gasthof zum Goldenen Löwen, der erstmals im Jahre1741 erwähnt wird. 1884 erwirbt Johann Leonhard Lutz die Brauerei. Dessen Familie führt den Betrieb bis in 70er Jahre als Horst Müller den Betrieb erwirbt. Er benennt den Betrieb in Spessartbrauerei und führt ihn bis zum Jahre 2021 als er erneut verkauft wird. Seither wird er von den neuen Geschäftsführern Friedrich Wilhelm und Christian Meier geführt. Der Goldspecht ist ein klassisches Exportbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes dunkelgoldenes bis bernsteinfarbenes Bier. Der Schaum ist nicht besonders üppig.

Zum Geruch: Ein sehr sehr bortiges Aroma hat man in der Nase. Aber auch etwas leicht gurkiges, estriges Aroma.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist ein süffiges Bier, welches im Abgang eine ganz schöne Süße, hat die sehr frisch wirkt. Ich finde, das es im Abgang auch eine leicht alkoholische Note hat. Das Bier hat einen kräftigen Malzkörper, der sich geschmacklich jedoch nicht so in den Vordergrund drängt und das ganze Bier eher dezent wirken lässt, auch wenn es klar getreidig dominiert ist. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es eine kräftige und kernige Halbe, bei der man aber mit der Kohlensäure ein ganz gute Gegenpart hat, das es nicht zu süßlich wird.

Zum Fazit: Der Geruch hat mich zunächst etwas abgeschreckt, aber so süß ist es dann geschmacklich zum Glück nicht. Die Kohlensäure ist gut und gibt dem Bier einen guten Gegenpart. Dazu ist die Hopfenwürze und das Malzaroma gut ausbalanciert und hat einen kräftigen Körper. Ich habe hier wenig zu bemängeln und vergebe 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Simmerberg Kellergold

Mein nächster Biertest führt mich ins Westallgäu, zu einer Brauerei von der ich bisher noch kein Bier hier im Blog vorgestellt habe. Also öfter mal was Neues. Die Rede ist von der Braumanufaktur Simmerberg. Die Geschichte des Betriebs lässt sich bis in das Jahr 1706 zurückverfolgen. Dem Gasthof zum Adler, dem Stammhaus der Brauerei, wurde hier erstmals das Recht zum Brauen und Ausschenken von Bier gestattet. Trotz ihrer relativ kleinen Größe ist die Brauerei noch heute eine Aktiengesellschaft. Bis zu ihrer Auflösung wurde die Mehrheit der Aktien von der Inselbrauerei aus dem benachbarten Lindau gehalten. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und seit einiger Zeit werden Lindauer Biere in Simmerberg gebraut. Vorstellen aus dem Simmerberger Sortiment möchte ich nun das Kellergold, das einen Alkoholgehalt von 5,2% hat.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas fruchtiges, aber auch getreidiges Aroma. Dazu kommt etwas dieses süßlich zuckriges in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das im ersten Eindruck sehr würzig daherkommt. Es hat etwas prickelndes, zunächst im Antrunk, während es in Richtung Abgang dann auch etwas süßlicher und teigiger wird. Es wirkt auch im weitern Trinkverlauf sehr urig, mit dieser würzigen brotigen Note, die durch den Hopfen auch etwas bitter wirkt und durch die Kohlensäure gut abgerundet wird.

Zum Fazit: Ich finde das dies ein gutes Kellerbier ist. Es ist süffig, sehr hefig und etwas teigig, aber die Kohlensäure sorgt dafür, das es sehr süffig ist und hält die hefigen Noten im Zaun. Ich vergebe hierfür 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Thorbräu Celtic

Das die Kelten schon Bier tranken, habe ich in einem anderen Beitrag bereits erwähnt, nämlich jenem vom Gruibinger Keltenbier. Aber auch die Augsburger Thorbrauerei hat ein Keltenbier unter dem Namen Celtic im Sortiment. Dazu ist es ausschließlich mit Biozutaten gebraut worden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein eher brotiges Aroma ist es, das man in der Nasse hat.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier mit einem keksig getreidigen Aroma im Mund. Es hat einen durchaus präsenten Körper der sich im insgesamt malzig dominierten Bier trotz des eher geringen Alkoholgehalt einigermaßen gut behaupten kann. Insgesamt ist das alles auch ein bisschen grobschlächtige rund uriger im Geschmack. Mir ist das ganze aber insgesamt zu malzig und teigig.

Zum Fazit: Ein schon sehr uriges, sehr getreidiges Bier. Mir ist das hier aber alles ein wenig zu viel. Von mir gibt es dafür 3 Sterne.