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Püttner Zoigl

Gerade noch so in der Oberpfalz an der Grenz zum oberfränkischen Landkreis Bayreuth befindet sich die Ortschaft Schlammersdorf. Dort hat auch die Brauerei Püttner ihren Sitz. Klassisch verkoste ich heute deren Zoigl, das es auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier reicht sehr schön hefig und auch karamellig. Dazu hat es durchaus auch noch etwas nussiges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bestätig sich der erste Geschmackseindruck, nur ist er nicht so intensiv, aber doch recht angenehm. Es ist noch etwas herber und kantiger im Geschmack und auch leicht röstig. Im Antrunk ist es leicht nussig und wenn sich die Kohlensäure etwas legt hängt dieses Aroma auch noch ein wenig am Gaumen. Auch im weiteren Trinkverlauf hat man hier ein durchaus passables Bier, dass nicht mehr ganz so nussig ist und an Geschmack verliert, aber immer noch einen leicht röstigen hopfigen Abgang hat. Es gefällt vor allem der röstig herbe Nachgang mit etwas nussigem und geteidgen Noten.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Mir gefällt vor allem die röstig herbe Würze sehr gut.

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Ozujsko Pivo

Meine bisher erste Rezession eines kroatischen Bieres erfolgt nun im folgenden Beitrag. Dabei handelt es sich um eines der bekanntesten Biere des Balkanstaates an der Adria, das Ozujsko. Auch wenn Kroatien, wie viele andere Mittelmeerstaaten vom Weinbau geprägt ist, erfreut sich dennoch wie in vielen anderen slawischen Staaten auch Bier, in Kroatien Pivo genannt, sehr großer Beliebtheit, was dem Land einen Platz unter den Top 10 der Länder mit dem höchsten Bierkonsum pro Kopf verschafft. Gebraut wird Ozujsko in der Hauptstadt Zagreb, seinen Ursprung hat es jedoch in Nova Gradiska in der Brauerei Lobe. Diese gründete Ableger im Ganzen Lande unter anderem eben auch einen in Zagreb. Im Jahre 1943 entschloss man sich die Brauerei in Nova Gradisca zu Schließen und sich ganz auf den Zagreber Betrieb zu konzentrieren wo das Bier eben bis heute seine Heimat gefunden hat. Ozujsko selbst wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt gebracht, jedoch ist das genaue Datum nicht überliefert. Inzwischen ist die Brauerei wie auch die Marke Ozujsko im Besitz der amerikanisch-kanadischen Brauereigruppe MolsonCoors. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat etwas Schaum, welcher aber schnell wieder verschwindet.

Zum Geruch: Ein leicht süßlicher Geruch. Ansonsten hat das Bier aber relativ wenig zu bieten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier das geschmacklich einen etwas komischen metallischen Nachgeschmack hat. Dieser ist leicht süßlich, prickelt aber auch etwas auf der Zunge im Nachgang. Man hat eben einen teigig leicht süßlichen Einstieg bevor dann etwas metallisch wirkender leicht herber Hopfen am Gaumen hinzu kommt. Insgesamt ist es aber doch geschmacklich sehr mild und langweilig und unterscheidet sich nicht wirklich von den vielen anderen Lagerbieren.

Zum Fazit: Zum einen ist das Bier recht langweilig bis auch wässrig. Zudem hat es den etwas unangenehmen metallischen Nachgeschmack. Man kann es gut gekühlt sicherlich trinken, mein Favorit ist es aber bei weitem nicht und daher gibt es auch nur 1 Stern.

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Maisels Sour Power

Im nächsten Test wirds speziell und Sauer. Das Sour Power Sour Hazy IPA von Maisel and Friends wird das nächste Bier sein, welches ich vorstellen werde. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 6,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellorangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges, leicht säuerliches Bier in der Nase. Es riecht etwas nach Quitte und Zitrus.

Zum Geschmack: Ein sehr erfrischend wirkendes Bier mit guter Kohlensäure und leicht moderater Säure die die Frische des Bieres unterstützt, dazu kommt noch ein leicht süßlicher Malzkörper. Ich finde das Bier insgesamt spritzig und vor allem sehr erfrischend und durch die gut eingebundene Säure. Insgesamt finde ich die Säure aber moderat gehalten und ergänzt sich im Abgang mit der Malzsüße und etwas obstigem-fruchtigen. Insgesamt hat man ein erfrischendes Bier, das nicht so kräftig wirkt wie der Alkoholgehalt suggerieren lässt mit schöner leicht säuerlichen Fruchtnote.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ich finde die säuerliche Note passt sehr gut zum etwas fruchtigen Hopfen.

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Blanche de Bruxelles

Obwohl die Brasserie Lefebvre nicht direkt in Brüssel ansässig ist, hat sie ein Bier namens Blanche de Bruxelles im Sortiment. Etwa 30 Kilometer südlich von Brüssel gelegen, ziert das Etikett des Bieres eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit der belgischen Hauptstadt, das Manneken Pis, die berühmte Brunnenfigur eines pinkelnden Jungen. In diesem Sinne will ich doch wohl schwer hoffen, dass mein heutiges Testbier nicht nach Urin schmeckt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, trübes Bier. Es hat einen ganz passablen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher zurückhaltender Geruch. Man hat leichte Noten von Orangenschalen die sehr natürlich Wirken. Dazu kommen Kräuter.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck des Bieres ist ein sehr sprudelnder oder lebendiger. Ich finde das Bier hat eine dezente Zitrusnote und vor allem die Kohlensäure prickelt ganz ordentlich. Man hat dann einen durchaus kräutrigen und auch trockenen Abgang, sodass man Lust auf den nächsten Schluck bekommt. Im Körper ist das Bier eher schlank und der Geschmack wird vor allem von Zitrus und Orangennoten und einem kräutrigen Hopfen dominiert. Umspült wird das ganze von einer leichte Süße des Malzes.

Zum Fazit: Eines der besten belgischen Witbiere, die es meiner Meinung nach so am Markt gibt. Vor allem im Sommer eine leichte, fruchtig Erfrischung. Das gibt sehr gute 4 Sterne.

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Leinburger Dunkel

Im nächsten Biertest wird’s Dunkel. Ich verkoste dabei das Dunkle Bier der ältesten Privatbrauerei im Nürnberger Land, der Brauerei Bub aus Leinburg. Damit bin wie so oft in letzter Zeit in Franken, der Region in Deutschland wenn es um Biervielfalt geht. Der Alkoholgehalt des Leinburger Dunklen liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotbraunes Bier. es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht hier röstig süßlich in der Nase.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein durchaus kräftiges Bier mit schöner leicht röstig süßlicher Note im Abgang. Auch schmeckt es für mich leicht angeraucht. Ein im Körper kräftiges Dunkles, das vor allem über eine süßmlazig ins schokoladige gehende Süße kommt. Röstaromen sind nur leicht vorhanden. Im Mundgefühl finde ich das Bier vollmundig und auch cremig. Ein bisschen hat das Bier auch Hopfennoten am Gaumen, welche für einen feinherben Abgang sorgen. Der Grundgeschmack ist aber süßlich milchig, mit ins schokoladige gehenden Noten. Dieser Eindruck häng tauch lange im Mundraum und im Nachgang nach.

Zum Fazit: Ein fantastisches Dunkles Bier. Mir ist es insgesamt etwas zu süßlich, auch wenn ich dieses cremige Mundgefühl sehr zu schätzen weiß. Etwas mehr Hopfen oder Röstnoten täten dem Bier aber noch ganz gut. So gibt es von mir 4 Sterne.

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Ketterer Helles

Für meinen nächsten Biertest geht es nach Hornberg in den Schwarzwald zur Familienbrauerei Ketterer. Von dieser habe ich heute ein Helles im Test, welches in Bio Qualität gebraut wurde und damit nur mit Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ich habe ein getreidig süßliches Aroma. Das leichte, feinsüßliche Aroma dominiert die Nase und hat einen ganz leichten Apfel und einen ganz leichten Hauch von Zitrone.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, das leicht prickelt von dem ansonsten geschmacklich aber noch nicht so viel heraussticht und welches somit eher mild ist. Es ist nur ganz wenig süßlich, aber bis auf eine prickelnde Kohlensäure am Gaumen ist es schlank und eher dünn geschmacklich und in meinen Augen nur leicht malzig. Es ist aber auch nicht wässrig, jedoch fehlt mir etwas die Süße. Auch im weitern Trinkverlauf ist es ein Bier das eher unspektakulär ist, aber ganz gut zu genießen ist da es mild und süffig und nur eine leichte Malznote am Gaumen so eine ganz feine Hopfenwürzung aufweist.

Zum Fazit: Ein sehr süffiges Bier, das auf der anderen Seite aber auch sehr mild ist. Durch die lebendige und gut dosierte Kohlensäure wirkt es aber nie wässrig, sondern sehr süffig. Dennoch ist mir das geschmacklich ein bisschen zu wenig und ich vergebe daher 3 Sterne für dieses Bier.

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Vierzehnheiliger Nothelfer Lager

Die Basilika Vierzehnheiligen ist eine der schönsten und imposantesten Wallfahrtskirchen in Deutschland. Gewidmet den 14 heiligen Nothelfern, greift dies auch die unmittelbar hinter der Brauerei liegende Brauerei Trunk auf, die ihre Biere als Nothelfer gegen die Strapazen der Wanderung hoch zur Basilika bezeichnet. So sollte man die Wallfahrt unbedingt auch mit einer Einkehr in den Biergarten der Brauerei verbinden, in welchem man unter anderem auch mein heutiges Testbier, das Vierzehnheiliger Lager verkosten kann. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei dieser Sorte bei 4,7%.

Zur Optik: Ein klar filtrietes dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen und beständigen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht süßmalzig im und getredig etwas brotig eine leichte Hopfenblume lässt sich reichen und etwas wilder Honig.

Zum Geschmack: Es ist ein durchaus interessanter erster Eindruck. Ich finde es im Antrunk noch leicht süßlich, aber auch etwas strohig. Im Abgang ist es dann durchaus würzig, aber auch leicht schmierig. Es ist in jedem Fall ein sehr süffiges Bier, auch wenn die Kohlensäure bzw. die Spundung recht niedrig ist. Hier könnte es durchaus noch ein wenig erfrischender sein. Hopfenwürzung hingegen nehme ich nicht so wahr. Es wirkt etwas ölig bzw.- ätherisch am Gaumen, was aber nicht schlecht ist. Insgesamt ist es im Körper schlank. Es ist aber geschmacklich durchaus malzig süßlich. Im Abgang ist es dabei durchaus würzig, aber nicht zu knackig, sodass es süffig bleibt. Auch das zu beginn leicht schmierige Mundgefühl im Nachgang verschwindet nach den ersten Schlucken.

Zum Fazit: Ein leckeres, süffiges und durchaus auch etwas würziges Lagerbier, welches ich gerne mal vor Ort vom Fass verköstigen würde. Ich gebe dem Bier daher eine Wertung von 4 Sternen.

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Zwettler Zwickl

Ins niederösterreichische Waldviertel zur Brauerei Zwettl, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1708 zurückgeht, führt mich mein nächster Biertest. Dieses Mal soll es das Zwickl von Zwettler sein. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas brotiges Aroma, ansonsten hat man eher nicht besonders viel im Geruch, eventuell etwas leicht Zitrus.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das geschmacklich auf mich im ersten Eindruck eher nichtssagend daherkommt. Es hat einen ganz leichten Malzcharakter, ansonsten aber nicht wirklich viel zu bieten. Man einen etwas brotigen, karamelligen Abgang bei dem leichte Noten von Zitrus zu schmecken sind. Ich habe ein Bier mit schöner Malzaromatik und dann im weiteren Trinkverlauf keksigen leicht hefig würzigem Nachgang. Dieses etwas teigige bleibt auch im Mundraum hängen.

Zum Fazit: Ein solides Zwickl. Kann man trinken und tut auch keinem weh, ist aber auch nichts wirklich Besonderes, woraus sich eine Wertung von 3 Sternen ergibt.

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Winkler Export

Seit 1628 wird bei der Brauerei Winkler in Lengenfeld in der Oberpfalz schon Bier gebraut. Von der familiengeführten Privatbrauerei, die auch über Gasthof und Wellnesshotel verfügt verkoste ich heute das Exportbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernstein bis goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig süßliches Aroma hat man hier in der Nase mit einem Hauch von Karamell.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist sehr würzig und zugleich erfrischend. Es hart eine gewisse Malzsüße, die mir am Anfang etwas zu sehr durchkommt und vor allem im Nachgang ein wenig zu penetrant ist. Im weiteren Trinkverlauf ergibt sich hier ein Bier, bei dem auch immer wieder leicht zuckrige auch an Gewürze erinnernde Noten durchkommen. Der Körper ist zwar kräftig, mir ist es aber etwas zu süßlich und der Hopfen könnte noch mehr zur Geltung kommen. Insgesamt hat man ein getreidig süßliches, strohiges Geschmacksprofil mit etwas Würze am Gaumen, wobei der süßliche Geschmack aber dominiert.

Zum Fazit: Mir ist das Bier insgesamt etwas zu süß. Ich überlege hier 2 Sterne zu geben, entscheide mich dann aber schlussendlich noch für 3 Sterne, da ich das Bier rückblickend betrachtet als durchaus süffig und auch kräftig mit leichter Würzung erachte. Es ist mir insgesamt aber einfach zu süß geraten, aber nicht so, dass ich es nicht trinken können würde.

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Stiegl Herbstgold

Der 1. September ist der meteorologische Herbstanfang. Passend dazu habe ich im folgenden Biertest auch etwas passendes für die Jahreszeit. Es handelt sich um das Herbstgold der Salzburger Brauerei Stiegl, welches von Ende August bis Oktober erhältlich ist. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Man hat brotige Noten, aber auch leicht karamellige und etwas an Dörrobst erinnernde Nuancen.

Zum Geschmack: Ein sehr würziges Bier, mit einem fast schon etwas rostigem Abgang. Dieser ist aber auch leicht alkoholisch. Man schmeckt, dass man einen kräftigeren Malzkörper hat, jedoch wirkt dieser nicht so kräftig wie man zunächst zu denken vermag. Im Abgang hat es eine angenehme solide Würzung. Der alkoholische Eindruck ist zum Glück nur am Anfang und verschwindet mi der Zeit so dass es insgesamt ein vollmundiges und süffiges Bier ist, das dennoch teilweise etwas zu mild ist.

Zum Fazit: EIn solides, würziges Lagerbier. Man kann es durchaus trinken, jedoch ist hier im Gesamtgeschmack durchaus noch Potential nach oben. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.