Veröffentlicht in 4-Sterne

Thorbräu Blümchen

Im nächsten Test geht es dann wieder nach Augsburg zur Thorbräu, die neben den beiden großen Marken Riegele und Hasenbräu ein wenig ein Nischendasein erlebt. Dennoch haben auch die Biere der Thorbräu mehr Aufmerksamkeit verdient und nach dem ich schon 2 Biere der Brauerei vorgestellt habe folgt nun das Blümchen, ein Kellerbier unter Verwendung ausschließlich biologisch angebauter Zutaten. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, goldenes Bier es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein durchaus süßliches Bier im Geruch. Das dazu noch etwas honigsüße Noten eines Hellen aufweist.

Zum Geschmack: Ich hab ein Bier, das im ersten Eindruck vor allem durch einen hohen Kohlesäuregehalt auffällt und so doch sehr spritzig ist. Wenn die Kohlensäure abnimmt erinnert es geschmacklich klar an ein Helles mit diesem leicht süßlich honigartigen Abgang der typisch für diese Biere ist. Aber auch einen leichte Zitrusgeschmack von der Hefe hat man im Mundraum. Eine feinwürze Hopfenblume am Gaumen rundet den Geschmack ab.

Zum Fazit. Ein vor allem wirklich süffiges Zwickelbier, das dennoch auch nicht flach oder langweilig wirkt, sondern durchaus auch einen gewissen geschmacklichen Mehrwert aufzuweisen hat. Das gibt von mir eine Wertung von 4 Sternen.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Schneeeule Dietrich

Champagner des Nordens ist nur eine von viele Bezeichnung für das wohl berlinerischste Getränk der deutschen Hauptstadt. Dabei war die Berliner Weiße zeitweiße so gut wie verschwunden und fristete ein unbemerktes Schattendasein für das sich kaum ein Biertrinker interessierte. Dies änderte sich erst Anfang der 2010er Jahre als sich eine Reihe von neu entstanden Kleinbrauereien diesem Biertyp widmeten. Sehr viel zu dieser Renaissance hat auch Ulrike Genz mit ihrem 2016 gegründeten Projekt Schneeeule beigetragen. Dieses Projekt widmet sich voll und ganz diesem Berliner Sauerbier in seinen unterschiedlichsten Variation und zeigt wie vielfältig dieser Bierstil ist, ohne das man ihn gleich, wie in Berlin oft üblich, mit Fruchtsirup vermischen müsste. Als Brauort hat sich dafür kurioserweise ein ehemaliges Frauen WC in einem alten Borsig Werk in Tegel hergerichtet.

Bei meinem nächstem Testbier, der Schneeeule Dietrich kommt nun eine nächste Berliner Ikone ins Spiel, nämlich Marlene Dietrich, der dieses Bier gewidmet ist. Die Basis dieser Weisse ist hierbei die Standardweisse Marlene, ebenfalls eine Hommage an die weltbekannte Berliner Schauspielerin und Sängerin. Zur Dietrich wird sie dann wenn sie 1 Jahr lang in der Flasche mit Hilfe von speziellen Hefen und Milchsäurebakterien weitergären darf. Der Alkoholgehalt dieser besonderen Bierspezialität ist wie für den Bierstil üblich eher gering und liegt bei 3,8%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, helloranges Bier. Es hat nur eine minimale weiße Schaumkrone.

Zum Geruch: Es ist zitronig und leicht schwefelig. Der Geruch ist in jedem fall sehr säuerlich und erinnert auf jeden Fall auch an Essig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck bestätigt sich ein wenig dieser Essigeindruck des es zeigt sich ein doch sehr säuerliches Bier, das einem am Gaumen kurz die Mundwinkel zusammenziehen lässt. Es hat etwas schwefeliges und auch prickelt es ganz leicht am Gaumen. Im Nachgang ist es zwar ein sehr erwischendes Bier, aber im Körper auch ein wenig dünn wenn man ehrlich ist. Irgendwie finde ich auch das es etwas von Brause hat. Wenn man an Früchte denkt so denkt man bei diesem Bier dann natürlich auch an eher säuerliche Exemplare aus der Zitrus-Ecke.

Zum Fazit. Ein wirklich spannendes Bier, das zugegebener Maßen schon sehr sauer ist und damit nicht unbedingt etwas für jedermann. Mir fehlt auch ein wenig der Körper wenn ich ehrlich bin. Dennoch irgendwie lecker und durch die Säure auch erfrischend. 4 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Elzacher Löwen Pils

Für den nächsten Biertest geht es in den tiefsten Südwesten Deutschlands in den Schwarzwald nach Elzach. In dem kleine Städtchen hat sich heute die Löwenbrauerei erhalten und deren Pils möchte ich im folgenden Test nun vorstellen. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfig keksiges Aroma habe ich hier in der Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein eher schlankes und recht mildes Bier mit einem dezent hopfigem Abgang. Man hat ein gewisses herbes Hopfenaroma, das im weiteren Trinkverlauf durchaus auch etwas milder wird. Im Körper ist es schlanka ber insgesamt ein dennoch recht herbes Pils. Der Hopfen hat aber wirklich eher auch eine kräutrig bittere Note und einen leicht trockenen Abgang.

Zum Fazit: Ich finde es ein gutes Pils. Es ist insgesamt weniger rund, sprich der Hopfen ist nicht so aromatisch und blumig wie anderen Pilsbieren, dafür hat er eine knackige Bittere. Auch nicht schlecht. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Allgäuer Brauhaus Steinbock

Im 19. Jahrhundert war der Steinbock in den Alpen massiv vom Aussterben bedroht und es soll nur noch etwa 100 Tiere gegeben haben. Zum Glück konnte die Population durch gezielte Schutzmaßnahmen wieder stabilisiert werden und auch in Deutschland gibt es heute wieder verschiedene Populationen des Steinbocks. Unter anderem auch im Allgäu. Das Allgäuer Brauhaus widmet seinen Bock ebenfalls diesen majestätischen Kletterkünstlern und so gibt es ihn jedes Jahr ab dem 1. Oktober wieder im Handel zu kaufen. Grund genug für mich ihn dann hier auch einmal vorzustellen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 7,2%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, rotgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßliches und getreidiges Aroma habe ich in der Nase.

Zum Geschmack: Es ist ein Bier mit leicht nussigen, aber auch etwas alkoholischen Noten. Im Abgang ist es sehr sehr süßlich und es überdauert vor allem eine süßgetreidige Note. Der Körper ist indes sehr kräftig und vollmundig. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein Bier, mit einer dezent bitteren Hopfennote, die etwas nur ganz leicht alkoholisches hat. Dazu kommt aber eine ordentliche Getreidenote, die süßlich ist, aber nicht zu überladen. Dazu hat es eine nussige Komponente.

Zum Fazit: Insgesamt ist das Bier schon schwer aber auch einigermaßen ausgewogen. Mir ist es aber einen Ticken zu alkoholisch, was mich schon auch ein wenig stört. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Königsbräu Zwickl

Den Großteil des Sortiments der Königsbräu aus dem Heidenheimer Stadtteil Oggenhausen habe ich im Laufe der Jahre hier schon vorgestellt. Was mir bis jetzt aber noch gefehlt hat, war das Zwickl. Das hole ich mit dem folgenden Test nun nach. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein trübes, orangenes Bier. Es hat keinen wirklich besonders erwähnenswerten Schaum.

Zum Geruch: Ein etwas hopfigerer, nur leicht teigiger Geruch mit leichtem Zitrusaroma.

Zum Geschmack: Ich habe insgesamt ein erfrischendes Bier mit eher etwas schlankerem Körper, das aber zunächst noch etwas getreidg zu sein scheint, bevor dann doch auch etwas Zitrus dazu kommt. Insgesamt zeichnet sich ein eher schlankeres Bier, das im Abgang aber doch eher süßgetreidg, fast schon etwas fruchtig süßlich zeigt. Dieses leicht fruchtige Aroma bleibt auch noch länger im Nachgang besteh und füllt den Mundraum auch dauerhaft recht gut aus. Dieser Mix aus fruchtig getreidiger Süße gefällt eigentlich ganz gut und hat auch leicht etwas von Ztirus .

Zum Fazit: Mir gefällt dieses Zwickelbier, und das gibt von mir 4 Sterne. Vor allem ist es sehr vollmundig. Schön ist auch dieses leichte Fruchtaroma mit Zitrusnote,

Veröffentlicht in 4-Sterne

Schlossbrauerei Au Grünhopfenbier

Herbstzeit heißt Erntezeit und das gilt auch für den Hopfen. Deshalb habe ab Mitte September Anfang Oktober auch die Grünhopfenbiere, also Biere bei denen der auf dem Hopfenfeld geerntete Hopfen direkt verarbeitet wird, Saison. Auch die Schlossbrauerei Au, welche sich direkt im weltgrößten Hopfenanbaugebiet, der bayerischen Hallertau befindet hat seit dem Jahre 2018 so ein Bier im Sortiment. Stilistisch handelt es sich hier um klassisches Lagerbier, nur das der Hopfen hier frisch vom Feld für eine zweite Hopfung während der Lagerung, dem sogenannten „Kalthopfen“ verwendet wurde. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr grasiges Aroma zeigt sich in der Nase. Dazu kommt eine ordentliche Melonennote.

Zum Geschmack: Auch hier hat man im Antrunk und im Nachgang ein wirklich sehr an Melone erinnerndes Aroma. Das Bier schmeckt auch sehr frisch, hat aber auch irgendwie etwas von Marshmallows und wirkt leicht zuckrig. Dieses zuckrige ist aber nur am Anfang eine Randerscheinung. Ansonsten zeigt sich vor allem ein hopfig grasiges Aroma, welches durch die Melone die frisch wirkt ergänzt wird. Manchmal ist es auch ein klein wenig Bitter am Gaumen. Auch gegen Ende schmeckt dieses Bier durchaus noch frisch und diese schönen aromatisch-fruchtigen und nicht bitteren Hopfennoten machen einen wirklichen Unterschied aus.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich sehr frisches grasiges Bier mit einer gewissen Note von Melone. Insgesamt ist es mir aber ein bisschen zu süß geraten.

Veröffentlicht in 3-Sterne

Überquell Supadupa IPA

Hamburg ist eine der Städte in Deutschland in denen die Craftbewegung wirklich Fuß fassen konnte und sich eine feste Szene etabliert hat. Eine wichtiger Pfeiler dieser Szene ist die Überquell Brauerei direkt auf St. Pauli. Einer der Heroes, so nennt die Brauerei ihre Signature Biere ist das Supadupa IPA, stilistisch ein West Coast IPA. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,2%.

Zur Optik: Ein leicht trübes, orangenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger, fruchtiger Geruch. Es riecht nach Mandarine, Orange und etwas Zitrus.

Zum Geschmack: Ich habe ein im ersten Eindruck erfrischendes Bier mit einem kräftigen Körper. Die Kohlensöure prickelt ganz gut und im Abgang zeigt sich das Bier durchaus hopfig und auch leicht bitter. Ich habe ein erfrischendes fruchtiges IPA mit einem leicht bitteren Abgang,aber geschmacklich ist es insgesamt dann doch auch ein wenig dezent. Die Fruchtnoten erinnern eher ein wenig an Grapefruit und Mandarine. Insgesamt könnte das Bier geschmacklich aber durchaus noch intensiver sein, vor allem was die Fruchtaromatik betrifft.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier ein Wertung von 3 Sternen. Es bietet durchaus etwas an, die Geschmackseindrücke sind aber nicht so intensiv wie bei anderen Bieren dieses Stils.

Veröffentlicht in 5-Sterne

Günther Bräu Bock Dunkel

In Franken beginnt die Bockbiersaison traditionell schon ab Oktober und so kann man sich die nächsten Wochen und Monate auf zahlreiche Bockbieranstiche freuen. Auch bei der Günther Bräu aus Burgkunstadt gab es schon den ein oder anderen Bockbieranstich, hat man doch auch gleich zwei Böcke im Sortiment. Von Oktober bis in den März hinein erfreuen sowohl der helle als auch der dunkle Bock die Gaumen der Biertrinker. Ebenso gibt es im Mai auch einen Maibock im Sortiment. Heute dreht sich aber alles um den dunklen Bock der auf einen Alkoholgehalt von ordentlichen 7,5% kommt.

Zur Optik: Ein klar filtriertes dunkelbraunes Bier. Es hat einen eher mäßigen Schaum.

Zum Geruch: das Bier riecht kräftig etwas nach Maronen aber auch süßlich, malzig.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das einen kräftigen Geschmack hat mit einem etwas süßlichen Abgang. Der Körper ist kräftig und das Bier hat durchaus auch eine leichte Lakritznote. Insgesamt ist es sher positiv, dass das Bier nicht allzu süßlich und mastig schmeckt, sondern das es durchaus auch über eine schöne Röstaromatik verfügt. Auch hat das Bier keine alkoholischen Fehlaromen. Insgesamt bietet das Bier viel dunkles Malz mit Röstnoten aber auch Bitterschokolade und angenehmer Hopfenbittere im Abgang. Es ist zwar nicht so wirklich trocken, erinnert aber schon ein bisschen an ein Stout Bier.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr gutes Bockbier. Eines der besten Bockbiere die ich bisher hatte. Es ist sehr ausgewogen und bietet eine enorme Aromenvielfalt, die sich schwer in ihrer Gänze beschreiben lässt. Von mir gibt’s dafür 5 Sterne.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Klosterbrauerei Furth Kloster Hell

Beim European Beer Star Award im Jahre 2024 wurde mein folgendes Testbier mit der Goldmedaille ausgezeichnet und war damit das beste in diesem Wettbewerb vertretene Helle Lagerbier. Grund genug einmal dieses Bier hier vorzustellen und zu verkosten. Doch was steckt eigentlich hinter der Brauerei die sich Klosterbrauerei Furth nennt? Nun seinen Ursprung hat die Brauerei nicht etwa in einem Kloster, sondern in einem Schloss, dem Schloss Furth im Wald, einem Gebäudeensemble von dem heute nur noch Teile erhalten sind. Geographisch befinde ich mich somit im äußersten Osten Bayerns, unmittelbar an der tschechischen Grenze. Wann genau die Geschichte der Brauerei beginnt, kann nicht mehr so genau bestimmt werden, ein erstes Mal erwähnt wird sie jedoch im Jahre 1621, was die Brauerei auch als offizielles Gründungsdatum angibt. An diesem Datum wurde den Further Lehnsherren das Brauerecht verliehen, wenngleich wohl schon viel früher in Furth Bier gebraut wurde. Schloss und Brauerei wechselten in dieser Zeit jedoch öfter den Besitzer und diese nahmen das Braurecht teilweise sehr unterschiedlich wahr. 1796 kehrt jedoch mit dem Geschlecht der Hornsteiner endlich Kontinuität in den Braubetrieb ein und die Schlossbrauerei Furth wächst stetig. Zur Klosterbrauerei wird sie dann ab dem Jahre 1921 als das kurz zuvor neu gegründete Maristenkloster die Brauerei pachtet. 1980 wurde die Schlossbrauerei dann auch offiziell in Klosterbrauerei umbenannt und hat den Namen bis heute behalten, obwohl seit 1993 die Schlossbrauerei Hohenthann Eigentümer des Betriebs war. 1998 jedoch folgt in tiefer Einschnitt in der Geschichte des Further Bieres, denn die Brauerei in Hohenthann beschließt den Betrieb in Furth einzustellen und das Bier nun im eigenen Haus zu brauen. Bis zum Jahre 2017 fristet das Further Klosterbier so ein Schattendasein, bis man sich mit dem Further Kommunalunternehmen für erneuerbare Energien dazu entscheidet, dem Further Bier wieder neues Leben einzuhauchen. Ab 2019 entsteht so auf dem Gelände des Klosters eine Schaubrauerei, aus welcher nun wieder Further Bier aus Furth kommt. Beim Brauen legt man in Furth zudem großen Wert auf die Verwendung von Bio Zutaten und möglichst viel Regionalität. Der Alkoholgehalt des Hellen liegt indes bei 5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotig getreidiges Aroma bringt das Bier in die Nase.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit einer ordentlich getreidigen Note die eine süßlichen, aber auch etwas würzigen Abgang hat. Es ist ein insgesamt sehr erfrischendes Bier und hat ein wirklich angenehmes und vollmundiges Mundgefühl. Es ist geschmacklich insgesamt recht mild, aber angenehm zu trinken. Das Bier hat vor allem den Vorteil, das es wie viele andere Helle nicht zu süß ist und die Kohlensäure ganz gut prickelt, ja sogar fast schon ein wenig zu viel im Abgang am Gaumen kratzt.

Zum Fazit: Ein grundsolides Bier, das eine ausgewogene Balance zwischen hopfiger Würze im Abgang und getreidigen süßlichen Noten im Körper findet. Es ist nicht zu leicht, für eine Top Wertung aber ein bisschen zu mild. Dafür aber wirklich sehr süffig und mir eine Wertung von 4 Sternen wert.

Veröffentlicht in 4-Sterne

Samuel Adams Boston Lager

Am 12. Oktober 1492 entdeckte Christopher Kolumbus auf seiner Suche nach einem schnelleren Seeweg nach Indien Amerika, wobei das inzwischen auch nicht mehr so ganz stimmt, wenn man einmal z.B. die Wikinger mit ins Boot nimmt, die schon viel früher in Amerika waren. Kolumbus aber ebnete mit seiner Entdeckung den Weg für die anschließende Kolonisierung und Besiedlung Amerikas, da vor allem das reich vorhandene Gold lockte. Jedenfalls wird in vielen Ländern der Welt dieser Tag als Columbus Day gefeiert, unter anderem auch in den USA, die es ohne Kolumbus wohl so nicht geben würde, wobei früher oder später dann wohl ein anderer Seefahrer Amerika entdeckt hätte. Aus diesem Grund jedoch werde ich heute ein Bier aus den USA verkosten und zwar eines der bekanntesten Craft Biere, das Samuel Adams Boston Lager. Auch Samuel Adams hat in gewisser Weise mit dem Columbus Day zu tun, war er wesentlich an den Unabhängigkeitskriegen der 13. amerikanischen Kolonien gegen Großbritannien beteiligt. Aber Samuel Adams war auch Brauer und nach diesem benannte die Boston Beer Company wohl ihr bekanntestes Bier. Das Rezept für das Boston Lager stammt ursprünglich aus dem Jahre 1860, als Louis Koch, ein Vorfahre von Brauereigründer Jim Koch, das Rezept entwickelte. Jener Jim Koch gründete im Jahre 1985 auch die Boston Beer Company und gilt damit als einer der Craft Beer Pioniere in den USA. Er entdeckte das Rezept des Lagerbieres wieder, entwickelte es weiter und hatte damit so großen Erfolg, das die Boston Brewing Company heute eine der größten Craftbeer Brauereien der USA sind. Das Samuel Adams Lager ist aber bis heute unverändert geblieben und wird nun verkostet werden. Der Alkoholgehalt liegt bei 5%.

Zur Optik. Ein bernsteinfarbenes bis rötliches Bier. Es ist klar filtriert und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat im Geruch einen wie ich finde etwas nussige Note. Aber auch etwas fruchtig beeriges, vorzugsweise Zitrus und Karamell zeigt sich in der Nase.

Zum Geschmack: Auch hier habe ich ein Bier mit durchaus Substanz. Im Abgang ist es etwas karamellig. Der Körper ist präsent, aber nicht zu kräftig. Es ist durchaus süffig und hat im Abgang durchaus auch eine wahrnehmbare Hopfenbittere. Insgesamt ist das Bier auch gegen Ende durchaus noch vollmundig im Geschmack. Die getreidigen Noten überzeugen vor allem mit ihrem röstig karamelligen Abgang. Ein bisschen erinnert es mich auch an Lebkuchen. Die Hopfennote ist nur leicht herb, erzeugt aber in Kombination mit dem Malz eine leichte Röstaromatik. Im Nachgang bleibt ein getreidig karamelliger Geschmack, der wie erwähnt an Lebkuchen erinnert.

Zum Fazit: Von mir gibt es für das Bier eine Wertung von 4 Sternen. Ein wirklich süffiges Lagerbier mit feinen Karamellnoten und etwas Röstnoten im Abgang. Der Hopfen dürfte durchaus noch etwas mehr zum Tragen kommen.