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Simon Hell

Franken, die Heimat guter Bier ist auch wieder die Herkunftsregion meines heutigen Testbieres. Der aus Lauf an der Pegnitz stammende Betrieb hat nur ein sehr kompaktes Sortiment, welches gerade einmal 4 Sorten umfasst. Eines davon ist das Hell, welches im folgenden Test verkostet wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht getreidig malzig. Es ist schon ein wenig süßmalzig in der Nase.

Zum Geschmack: Ein getreidiger und süßlicher erster Eindruck. Im Nachgang setzt ganz zum Schluss ein karamelliegs Aroma an der Gaumenspitze ein. Die Kohlensäure ist ein wenig zu viel und eventuell ein bisschen störend. Es hat aber auch eine gewisse Spritzigkeit und einen guten Hopfeneinsatz, der es davon abhält zu süß zu werden. Die Malzsüße macht sich auch im weiteren Trinkverlauf bemerkbar.

Zum Fazit: Ein gutes Helles. Es ist nicht zu süß und hat eine schöne Hopfennote. Ich finde es ein sehr schöne Lagerbier das auch gut kernig ist. Das gibt 4 Sterne.

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Duckstein Weizen

Das Duckstein Bier ist ein Bier, das ursprünglich dafür gedacht war eine etwas gehobene Alternative zu den üblichen Standardbieren, vor allem in der Spitzengastronomie zu sein. Der Name geht angeblich zurück auf ein altes, im 17. und 18. Jahrhundert sehr beliebtes Bier, welches aus Königlutter an der Elm stammte. Das Duckstein aus unserer Zeit hat mit diesem aber nicht mehr viel gemein und geht auf die Holsten Brauerei in Hamburg zurück. Die Holsten Brauerei gehört wie die Marke Duckstein heute zu Carlsberg, welche das Bier in der ebenfalls dazugehörigen Lübzer Brauerei herstellen lässt. Aus dem Duckstein Sortiment, gibt es für mich heute das Weizen Cuvee mit einem Alkoholgehalt von 5,7%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat einen recht ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidiges, sogar leicht röstiges Bier. Etwas vanillige und bananige Noten gesellen sich dazu.

Zum Geschmack: Es ist etwas herb am Gaumen. Ansonsten schmeckt man nicht so viel. Die Kohlensäurekonzentration ist sehr hoch. Im Abgang ist es einigermaßen hopfenherb. Es hat einen leicht vanilligen Grundton im Körper. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein wenig hefig mit etwas orangigen bis bananigen Noten. Im Abgang ist es mir fast schon ein wenig zu säuerlich.

Zum Fazit: Es ist schon ein etwas spezielleres Weizen, dem Anspruch etwas besonderes zu sein wird es aber nicht wirklich gerecht. Hier finde ich gibt es normale Weizen die sich mehr vom durchschnitt abheben. Von mir bekommt es eine Wertung von 3 Sternen.

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Schönbuch Jäger Spezial

Im zweiten Test gibt es heute das Jäger Spezial der Böblinger Schönbuch Brauerei. Das Jäger Spezial ist ein Exportbier, das nach einem alten Rezept aus den 60er Jahren gebraut wurde, welches zufällig wiederentdeckt wurde und so gut ankam, das die Brauerei es in ihre festes Sortiment aufnahm. Inzwischen ist das Jäger Spezial weit verbreitet und in der Region Böblingen ein beliebtes Feierabendbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Eine sehr süßliche Textur hat dieses Bier. Es weist sogar leicht fruchtige Aromen nach Mango aus. Dennoch vereint es vor allem Malzsüße in sich.

Zum Geschmack: Ich habe hier ein Bier, das für mich im ersten Eindruck ein wenig komisch schmeck und irgendwie sogar ein wenig muffig, nicht richtig frisch daher kommt. Störend ist außerdem ein wenig die Kohlensäure im Antrunk, die viel zu sehr sprudelt. Ich habe ein Bier mit einer ganz guten Malznoten, wenn sich die Kohlensäure im weiteren Trinkverlauf etwas gelegt hat. Dann wirken sie auch etwas ausgereifter und frischer.

Zum Fazit: Nach einem holprigen Start fängt sich das Bier und entwickelt sich zu einem gut trinkbaren und bekömmlichen Brauprodukt. Für mich reicht es so für 3 Sterne.

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Hohenfelder Pilsener

Für den heutigen Biertest geht es in den westfälischen Teil von NRW. Im Kreis Gütersloh in der Stadt Langenberg befindet sich die Hohenfelder Privatbrauerei. Auf dem Hofgut Hohenfelde wurde die Brauerei im Jahre 1845 von Konrad Herrmann Lappmann gegeründet. Die Brauerei ist bis heute in Familienbesitz und behauptet sich vor allem durch Ihr Pils, das ich heute verkoste erfolgreich am Markt. Abschließend gilt es hier noch einen Dank an meinen treuen Bierspender auszusprechen, der mir dieses Bier mitgebracht hat. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum

Zum Geruch: Ein leicht hopfiges Aroma mit einer feinwürzigen Note.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hab ich ein Bier mit einem dezenten hopfigen Aroma. Aber auch leicht süßliche Noten des Malzes kommen immer wieder mal durch. Es ist schmal im Körper und es hat aber einen irgendwie leicht komischen süßlichen Beigeschmack. Er passt leider nicht so recht zu den sonst recht guten feinherben Noten und stört den Geschmack.

Zum Fazit: Wenn diese komische leicht süßliche Note nicht wäre, wäre es ein wirklich gutes Pils. So ist es leider nicht so gut. Eventuell muss ich es irgendwann noch einmal frisch vom fass trinken, denn dort könnte es wirklich überzeugend sein. So reicht es leider nur für 2 Sterne

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Ladenburger Pils Exklusiv

Im abschließenden Test habe ich heute noch ein Pils und zwar von der Ladenburger Brauerei aus Neuler im Ostalbkreis. Das Bier in der etwas außergewöhnlich langhalsigen Flasche bringt es auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: EIn hellgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein feinmalziger Geruch mit einer dezente Hopfennote in der Nase.

Zum Geschmack: Ein Bier, bei dem die herbe Note klar dominierend ist. Es hat eine ausprägte herbe Hopfennote im Abgang, die sich auch im Nachgang am Gaumen festsetzt. Getragen wird dies alles von einem recht feinen Malzbett. Der Hopfen kommt aber fast nur über das herbe. Er ist jedoch nicht bitter sondern eher grasig und aromatisch, aber auch nicht wirklich fruchtig. Dazu ist das Malz immer leicht unterstützend und das Mundegfühl ist insgesamt sehr weich, sodass kein trockener Eindruck entsteht.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von guten 4 Sternen. Das hier ist ein Pils das ich absolut nur empfehlen kann, da es eine schöne aromatisch/bittere Hopfennote hat die nicht störend und auch nicht künstlich wirkt.

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Mönchshof Kellerbier

Nach dem Kellerpils von Böhringer kommt im folgenden Test nun ein Kellerbier fränkischer Prägung. Es stammt von der Marke Mönchshof die vom Hause Kulmbacher gebraut wird. Die Marke Mönchshof ist durchaus ein Begriff und ist in Deutschland weitläufiger verbreitet als nur in ihrem Kerngebiet. Das Kellerbier, die typisch fränkische Biersorte hat einen Alkoholgehalt von 5,4%.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes Bier. Es ist sehr trüb und hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr sehr brotiger und mehliger Geruch. Es ist mit abstrichen leicht karamellig.

Zum Geschmack: Auch hier ist es ein erfrischendes, leicht karamelliges Bier. Es weis vor allem im Abgang zu überzeugen mit einer von Hefe umgarnten karamelligen Malzniote. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es sehr süffig und sehr bekömmlich. Eventuell ist die Kohlensäure ein wenig zu hoch angesetzt.

Zum Fazit: Für fränkische Verhältnisse ist es dann doch ein wenig flach und unspektakulär. Ich kann dem Bier so nur eine Wertung von 3 Sternen erteilen, da es zwar ganz gut trinkbar ist, in seinem Segment aber zu viel Konkurrenz hat die besser ist.

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Böhringer Kellerpils

Die Börhinger Brauerei aus Römerstein in der Nähe von Bad Urach ist der Produzent meines nächsten Testkandidaten. Es handelt sich dabei dieses Mal um das Kellerpils. Alkoholtechnisch liegt es bei 4,8%.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, trübes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Es riecht hauptsächlich getreidig, aber auch ein bisschen kommt die Hefe durch. Es ist vor allem leicht auf die hefige Komponente komponiert, wenn es auch leicht säuerlich süffig reicht.

Zum Geschmack: Auch hier bestätigt sich eher der herbe pilsige Eindruck, der jedoch nicht zu eindimensional auf den Hopfen ausgelegt ist, sondern auch ein wenig Geschmack der Hefe zulässt. Jedoch ist es vor allem im Abgang doch sehr hopfig bitter, was aber nicht unbedingt schlimm ist. Man hat teilweise ganz leicht süßliche Einflüsse, die etwas zitrusartig sind. Gesamtbetrachtet ist das Bier jedoch immer noch nicht arg bitterhopig betont, teilweise auch blumig. Man schmeckt jedoch nicht unbedingt den hefigen Einschlag, dieser kommt nur ganz leicht durch.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es ist hefig hat zitrusartige Noten und macht auch ansonsten viel her. Mir fehlt jedoch die eindeutige Pilsschiene.

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Alpirsbacher Weizen Kristall

Im zweiten Test habe ich wieder ein Kristallweizen auf dem Testradar. Es stammt von der Klosterbrauerei aus Alpirsbach im Schwarzwald. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes goldenes Bier. Es hat eine weiße Schaumhaube, die absolut in Ordnung ist.

Zum Geruch: Vor allem ein getreidiger Geruch, der aber auch fruchtige Noten aufweist. Auch eine leicht Vanille rieche ich.

Zum Geschmack: Ein sehr spritziges Bier, bei dem vor allem die Kohlensäure auf der Zunge moussiert. Man hat eine gewisse Hopfenherbe im Mund und vor allem das Malzbett kommt für mich bei diesem Bier sehr gut durch. Im Abgang hat man dann eine schöne süßliche Malznote im Mund, die ein wenig an Plätzchenteig erinnert. Manchmal wirkt die Kohlensäure ein wenig kratzig im Hals.

Zum Fazit: Ein gutes Kristallweizen, das von mir eine Wertung von guten 4 Sternen bekommt. Ab und zu ist die Kohlensäure etwas zu viel des guten, aber ansonsten überzeugt es geschmacklich.

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Königsbräu Hefeweizen Dunkel

Im ersten Test versuche ich heute das dunkle Weizenbier der Königsbrauerei aus Heidenheim-Oggenhausen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.

Zur Optik: Ein braunes, trübes Bier. Es hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hefiges leicht, bananiges Aroma. Aber man hat auch eine gewisse kräutrige Note. Diese erinnert ein wenig an Nelke.

Zum Geschmack: Ein fruchtig frisches Bier mit einer leicht schokoladig angehauchten Nuance. Im weiteren Trinkverlauf gibt sich das Bier recht schnörkellos und weis dennoch zu gefallen. Man schmeckt allerdings nicht unbedingt Eigenheiten, die zwingend ein dunkles Weizen versprechen. Es schmeckt eigentlich eher wie ein normales Weizen. Es hat einen getreidig süßlichen Charakter mit einer leicht prickelnden hopfigen Verperlung im Abgang.

Zum Fazit: Ein gutes Bier, das auch hier leider ein wenig am Thema vorbei geht. Es hat gute Noten, die ich von einem Weizenbier erwarte, es fehlt mir aber etwas die schokoladigen Noten und die Kaffeearomen, die ich von einem Weizenbier erwarte. Ich gebe dem Bier 3 Sterne.

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Hutthurmer Ilzer Perle

Durch die schweren Unwetter und die daraus resultierenden Überflutungen ist das Thema Umweltschutz wieder verstärkt in den Medien präsent. Das Umweltschutz und Bier eng beianderliegen ist ja nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, das Bier ein Produkt ist, welches von der Qualität, der Natürlichkeit seiner Zutaten und seiner Regionalität lebt. Auch gibt es immer wieder Brauereien die mit speziellen Aktionen bestimmte Umweltprojekte unterstützen, so auch im Fall meines heutigen Testbieres der Ilzer Perle. Dieses ist nämlich ein speziell von der Hutthurmer Brauerei gebrautes Bier, welches dem Erhalt und Schutz der Flussperlemuschel gewidmet ist. Der Alkoholgehalt dieses Lagerbierbieres liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klares, goldenes Bier, welches im Glas sehr sprudelt. Die Schaumentwicklung ist passend.

Zum Geruch: Ein grasig, erdiger Geruch. Es ist ein sehr ausgeprägter getreidiger Geruch. Man riecht die Gerste wirklich durch.

Zum Geschmack: Ein sehr frisches Bier, welches durch ein weiches Mundgefühl unterstrichen wird. Ein feinmalziges Bier, bei dem dem das Malz leider nicht sehr intensiv ist, aber auch nicht so, dass es wässrig wirkt. Ansonsten hat man eine leichte Fruchtigkeit, die an grünen Apfel erinnert und ein leichtes prickeln der Kohlensäure auf der Zunge.

Zum Fazit: Ein frisches Bier, dem man die hohe Qualität seiner Rohstoffe schmeckt. Es ist gut gebraut, aber ein wenig Farblos im Gesamtgeschmack. Für mich eine Wertung von 3 Sternen.