Wenn man die Zutaten betrachtet, so sind Bier und Brot schon recht nah beieinander. Lediglich in ihrer Würzung unterscheiden sie sich, die Basis bildet aber bei beiden Getreide und Wasser. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Bier gerne auch Mal als flüssiges Brot bezeichnet wird. David Hertl hat zu diesem Thema aber auch noch etwas spezielles im Sortiment, denn er verbindet in seinem Bier mit den 5 Urs im Namen beide Welten, indem ein Drittel des Braumalzes durch Malzbrot der Landbäckerei Oppel ersetzt, welches nicht verkauft wurde. Zudem erzählt Braumeister Hertl die Geschichte über einen Brauer Herttel, welcher im mittelalterlichen Nürnberg seinem Handwerk nachging und den er als sein 5 fachen Ur Ahn ausgemacht hat. Natürlich ist diese Geschichte aber auch mit einem gewissen Augenzwinkern zu betrachten. Somit ist das Bier zudem auch noch absolut nachhaltig. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,4%.
Zur Optik: Ein trübes, tiefbarues Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.
Zum Geruch: Ein Bier, dass im Geruch wirklich sehr sehr brotig und getreidig ist.
Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, dass sich auch hier sehr brotig zeigt in der Konsistenz. Es überzeugt mit einem cremigen Mundegfühl, dass vor allem auch im Abgang im Mund bleibt. Insgesamt habe ich ein wohlschmeckendes, sehr rundes Bier, das wirklich wie ein Brot schmeckt und vor allem im Abgang auch diese Noten nachzeichnet und sich sehr schön um den Gaumen schmiegt. Es fehlt aber etwas an Spritzigkeit, wobei ich mir nicht sicher bin ob es dieses Bier überhaupt sein will.
Zum Fazit: Mal etwas anderes und von mir gibt es dafür auch eine Wertung von 4 Sternen. Wirklich sehr überzeugend.