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Göller Kaiser Heinrich Urstoff

Henrich der 2. war von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser. Unter seiner Herrschaft wurde unter anderem auch das Bistum Bamberg gegründet. Im von ihm gestifteten Bamberger Dom fand er auch seine letzte Ruhestätte. Unter anderem durch die Bistumsgründung wurde Heinrich 1146 heilig gesprochen und in Bamberg bis heute als eine Art Stadtheiliger verehert. Auch im Wappen der Brauerei Göller tauchen Heinrich und seine Gemahling Kunigunde auf. Deshalb hat die Brauerei Göller aus Zeil am Main ihm ein eigenes Bier gewidmet, den Kaiser Heinrich Urstoff. Dieses Bier kommt auf einen Alkoholgehalt von 5,2%.

Zur Optik: Ein dunkelgoldenes, klar filtriertes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein getreidig, brotiges Aroma, was man hier in der Nase hat.

Zum Geschmack: Ein getreidig, würziges Aroma zeigt sich in den ersten Schlücken. Vereinzelt schmeckt es noch etwas karamellig. Im weiteren Trinkverlauf hat man aber auch leichte karamellige Noten im Abgang. Die Kohlensäure ist ganz gut dosiert. Sie ist nicht zu viel aber auch nicht zu wenig dosiert. Insgesamt finde ich das Bier eher ein wenig mild, aber es bringt dennoch ab und zu eine gewisse Würze mit, die dem Bier insgesamt einen guten Körper verleiht und sich im Abgang vor allem getreidig ausbreitet.

Zum Fazit: Ein solides Bier mit schönem Getreidaroma und einer feinen Malzsüße. Insgesamt darf es aber durchaus noch ein wenig würziger sein. Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Maierbräu Export Hell

Für meinen nächsten Biertest nehme ich wieder mit nach Oberbayern. Es geht nach Altomünster, welches gewissermaßen im Herzen der Region liegt und sich etwas westlich von München befindet. Von den dort ansässigen 2 alteingesessenen Brauereien gibt es heute das Export Hell der Maierbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein brotiges und getreidges Aroma, das dennoch einen lecht süßlichen Geruch zulässt.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit einem schönen Malzaroma, das auch noch länger im Mund anhält. Ich habe ein Bier mit kräftigem Malzkörper, das mir durchaus süffig erscheint, aber dem es etwas an Kohlensäure fehlt.Das Bier zeichnet sich durch einen durchaus pärgenden Malzkörper aus, aber mir fehlt es etwas an Kohlensäure und auch noch einer etwas würzigen Komponente. Dennoch sehr süffig und mit einems chönen leicht süßlichen Getreidearoma.

Zum Fazit: Ein süffiges, leicht süßliches Exportbier. Es dürfte durchaus noch etwas würziger sein. Aber der Malzkörper inklusive Süße sind dennoch sehr gut getroffen. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Hönig Lager

Für meinen nächsten Biertest habe ich ein Bier aus Tiefenellern östlich von Bamberg. Ich gehe also wieder ins Herz von Franken, Deutschlands Bierregion Nr. 1. Dort braut die Brauerei Hönig und ihr wohl bekanntestes Bier ist das Lager. Das kommt auf einen Alkoholgehalt von 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, dunkelgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier riecht brotig und hat ein getridiges Aroma. Es hat auch etwas karamelliges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein uriges und kerniges Bier mit einer herben Note im Abgang, die aber dezent bleibt. Das Mundegfühl ist eher leicht Es ist ein Bier mit einer malzig karamelligen Note. Der Körper ist recht schlank und auch die Kohlensäure ist bei diesem Bier eher dezent, was aber bei der geringen Spundung nicht weiter verwunderlich ist. Es bleibt ein spannendes und kerniges Bier, das hier und da noch etwas schlank ist.

Zum Fazit: Ein recht schlankes, aber dennoch nicht schlechtes Lagerbier. Es überzeugt vor allem durch sein würziges Hopfenaroma. Ich vergebe auch hier 4 Sterne.

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Eittinger Fischer Weisse

Mein nächster Biertest führt mich nach Oberbayern. Ich habe dieses Mal nach längerer wieder Weizenbier. Es ist die Fischer Weisse der Eittinger Fischerbräu. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier mit einer sehr schönen weißen Schaumhaube.

Zum Geruch: Eine sehr schöne Banane zeigt sich, aber auch etwas Nelke und leicht kräutriger Hopfen.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier, das auf mich sehr erfrischend wirkt. Es hat aber durchaus auch eine kräutrig würzigen, sogar leicht herben Abgang. Dazu prickelt es sehr. Das Bier bleibt im Körper eher schlank, aber würzig, vor allem im Abgang. Eine leichte Süße, auch etwas Banane kommt hinzu. Es ist aber vor allem spritzig. Die Kohlensäure beim Bier ist sehr aktiv und betäubt etwas die Zunge. Erst langsam entfaltet sich etwas Banane und Getreidenoten am Gaumen. Ich habe ein durchaus erfrischendes Bier, das im Abgang auch eine leichte Säure hat. Wenn die Kohlensäure verflogen ist, entfaltet es durchaus auch etwas fruchtiges in Richtung Banane und etwas Pfirsich.

Zum Fazit: Ein gutes und abwechslungsreiches Weizenbier. Es ist eher würziger und nicht ganz so hefig und bananig wie andere Weizen. Von mir gibt es eine Wertung von 4 Sternen.

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Flensburger Frühlingsbock

Für meinen nächsten Biertest mache ich einen Sprung in den hohen Norden, denn auch an der Osteseeküste, an der Flensburger Förde kehrt der Frühling ein. Seit 2011 begleitet diese Zeit in Norddeutschland jedes Jahr der Flensburger Frühlingsbock. Der Alkoholgehalt dieses Bieres liegt bei 6,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat keine besonderen Schaum.

Zum Geruch: Ein intensives brotiges Aroma. Es ist getreidig und etwas süßlich

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier, mit einer intensiven getreidigen Aromatik und einem sehr kräftigen Malzkörper der auch präsent ist. Es ist leicht kernig am Gaumen, aber dennoch ein schönes und doch recht rund wirkendes Bockbier mit einer schönen keksigen Malznote, die angenehm am Gaumen bleibt. Es ist zudem ein wirklich einigermaßen süffiges Bockbier, das sich auch im weiteren trinkverlauf als relativ ausgewogen darstellt.

Zum Fazit: Ein süffiges und ausgewogenes, wie ich finde sogar grundsolides helles Bockbier. Im Gegensatz zu anderen ist es nicht zu süß sondern hat auch einen gewissen Kick am Gaumen. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Schussenrieder Märzen

Passend zum immer stärker kommenden Frühling gibt es von der Brauerei Ott aus Bad Schussenried das Märzen. Jedes Jahr ab Februar bis in den April läutet die Brauerei damit die Zeit des Erwachens der Natur ein. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, platinfarbenes Bier. Es hat keinen besonderes ausgeprägten Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr süßliches und brotiges Aroma. Bisweilen hat man auch karamellige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man ein Bier, das sehr durch seine brotigen und vor allem auch karamelligen Noten besticht, die es vor allem auch im Abgang auslebt. Dazu vermag ich etwas sehr reifes obstiges, das mich an Apfel erinnert zu schmecken. Es bleibt auch im weiteren Trinkverlauf ein sehr karamelliges und kräftiges Bier, bei dem mir aber im Abgang irgend etwas fehlt. Es ist vollmundig, könnte aber von der Kohlensäure her durchaus spritziger sein. Insgesamt ist es süffig und der Körper ist nicht so kräftig wie es der Alkoholgehalt vermuten lässt.

Zum Fazit: Ein vollmundiges und kräftiges Märzenbier, welches ich aber dennoch als durchaus lecker empfinde. Etwas spritziger dürfte es durchaus noch sein, dann wäre es aber vermutlich gefährlich süffig. Von mir gibt das 4 Sterne.

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Aufsesser Lager

Nach Oberfranken in die Gemeinde Aufseß bringt mich mein nächster Biertest. Von der Brauerei Rothenbach habe ich im Test das Lagerbier. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen nicht so besonderen Schaum.

Zum Geruch: Das Bier hat einen süßlich brotigen Geruch mit etwas karamelligem.

Zum Geschmack: Ich habe ein Bier mit durchaus leicht karamelligem Charakter, aber es ist auch etwas süßliches. Es ist insgesamt ein mild süffiges Bier. Die Kohlensäure ist sehr gut dosiert und wirklich gut passend. Dazu kommen etwas karamellige Malznoten. Auch im Nachgang hält ein brotig karamelliger Geschmack im Mund an. Das Bier ist süffig und hat durchaus auch ganz leicht hopfige Noten am Gaumen die den Geschmack abrunden. Der Körper ist insgesamt eher schlank, was aber gut zum Bier passt. Insgesamt finde ich es geschmacklich ein wenig zu mild geraten und man wünscht sich vor allem, das das karamellige noch mehr zum Vorschein tritt.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Wenn die Geschmacksaromatik insgesamt noch intensiver ausgeprägt wäre, würde es hier die Höchstnote bekommen.

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Schnitzlbaumer Lagerbier Hell

Ein bayerisches Helles Lagerbier direkt aus dem Chiemgau, das ist das Schnitzlbaumer Lager Hell aus Traunstein. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein malziger, sehr süßer Geruch. Auch leicht fruchtige Nuancen kommen dazu.

Zum Geschmack: Ich habe ein sehr erfrischendes, sprudelndes und lebendiges Helles. Der Körper des Bieres gestaltet sich hierbei recht schlank. Das Bier ist leicht süßlich, prickelt gut, ist sehr erfrischend und hat dennoch eine leicht Malzsüße, die aber gut dezent gehalten ist und das Bier als gesamtes nicht zu süß macht. Dennoch hat das Bier auch eine gewisse Kernigkeit, ohne das der Hopfen besonders stark zu schmecken wäre. Vor allem die Balance zwischen allen Komponenten ist sehr gut getroffen.

Zum Fazit: Ein gutes, unkompliziertes Helles, bei dem es nicht allzu viel auszusetzen gibt. Ich gebe ihm daher eine Wertung von 4 Sternen.

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Aalener Löwenbräu Hochzeitsmärzen

Am Aschermittwoch ist nun erst einmal wieder alles vorbei. Nach einer kleinen Fasnetspause melde ich mich mit einem neuen Beitrag zurück. Nun hat die Fastenzeit begonnen, eine Zeit in der traditionell wieder die Starkbiersaison beginnt. Aber auch der März hat seit einigen Tagen Einzug gehalten und damit beginnt auch die Zeit des Märzens. Eigentlich erst ab Ende April erhältlich, möchte ich dennoch im folgenden Test das Hochzeitsmärzen von der Aalener Löwenbräu verkosten. Ursprünglich von Albrecht Barth zu seiner eigenen Hochzeit kreiert, kann man dieses Bier nun auch für seine eigene Hochzeit brauen lassen. Aber auch die Allgemeinheit kann zwischen April und Juni in den Genuss dieser Bierspezialität kommen. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,7%.

Zur Optik: Ein rötliches, klar filtriertes Bier. Es hat einen ordentlichen schönen weißen Schaum mit einer ganz leicht röstig angehauchten Note.

Zum Geruch: Ein sehr röstiger Geruch. Es verbindet Getreidenoten und beerigen Aromen, die nach Johannisbeere und Erdbeere riechen. Dazu kommt auch noch etwas leicht hopfig-florales.

Zum Geschmack: Ein sehr würziges Bier, bei dem vor allem der karamellige Abgang sofort auffällt. Dieser weiß wirklich zu bestechen. Die kohlensäure im Antrunk empfinde ich als etwas zu viel und sie nimmt dem Bier so eindeutig etwas an Geschmacksprofil. Das ist leider echt schade, da dieser zu spritzige etwas holprige Einstieg so gar nicht zu dem schönen runden karamelligen Abgang passt. Insgesamt bringt das Bier auch eine gewisse Fruchtigkeit mit, die vor allem an beerige Aromen allen vor Johannisbeere und auch Erdbeere erinert. Insgesamt ist das Bier wirklich eine sehr gute Mischung aus fruchtigen und karamelligen Aromen.

Zum Fazit: Wenn dieser zu sprudeligen, zu lebendige Einstieg nicht wäre, würde ich hier fast die Höchstnote vergeben. Da dies aber nicht der Fall ist gibt es von mir nur 4, dennoch sehr gute Sterne.

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Mühlen Kölsch

Helau, Alaaf und wie man sonst noch an Fasnet, Karneval oder wie auch immer man die 5te Jahreszeit bezeichnet, ruft. Ab dem heutigen Tag, dem Gombigen Donnerstag beginnt die finale heiße Phase und die Fasnet steuert auf ihren Höhepunkt zu. Köln ist bekanntlich eine der Hochburgen des Karnevals und deshalb werde ich im folgenden Test auch ein Kölsch verkosten. Ich verkoste heute das Mühlenkölsch der Brauerei zur Malzmühle, deren Stammhaus sich direkt in der Kölner Innenstadt am Heumarkt befindet. Man ist dort quasi mitten im bunten Treiben. Nach dem Zusammenschluss mit der Sünner Brauerei aus Köln-Kalk wurde die Produktion des Flaschenbieres zwar dorthin verlagert, für die Gastwirtschaft am Stammhaus wird aber nach wie vor dort produziert. Ihren Namen hat die Brauerei daher, das am Standort vorher eine Mühle zum Schroten von Getreide betrieben wurde, bevor 1858 Hubert Koch seine Brauerei eröffnete. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 4,8%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein typischer Kölschgeruch. Man hat eine dezente bittere Note und etwas leicht kernig getreidiges.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein deutlich kerniges Bier mit einem zum einen sehr mineralischen Aroma, das aber auch ein etwas herbes Hopfenaroma am Gaumen hat. Isngesamt wirkt das Bier auf mich sehr lebendig und spritzig. Dazu hat es am Gaumen eine leichte Zitrusnote. Es ist insgesamt ganz gut ausbalanciert und die herben Noten wirken auf mich aber etwas zu metallisch.

Zum Fazit. Ein solides Bier und eines der besten Kölschbiere die ich bisher getrunken habe. Der Hopfen könnte noch etwas aromatischer wirken, ansonsten ist es eigentlich ein Bier, welches sich gut ausgewogen malzig mit würzig-hopfigem Abgang zeigt. Ich gebe dem Kölsch 3 Sterne, wenn der Hopfen noch weniger metallisch wirken würde wären es 4 .